Rienda Contreras gewinnt letztes Rennen
Tanja Poutiainen holt Riesenslalom-Weltcup
Anja Pärson sichert sich Gesamt Weltcup

Mit einem Herzschlagfinale endete die Skiweltcup Saison 2004/05 der Damen am Sonntag in Lenzerheide. Die Spanieren Maria-Jose Rienda-Contreras gewann das 33. und letzte Saisonrennen 0,30 Sek. vor der Finnin Tanja Poutiainen, die sich damit auch den Riesentorlauf-Weltcup holte. Dritte wurde Nicole Hosp (+0,51) vor Elisabeth Görgl (0,58) und der Steirerin Renate Götschl (1,10), die damit Michaela Dorfmeister überholte und im Gesamt-Weltcup hinter Pärson und Kostelic noch Dritte wurde. Dramatischer und knapper wurde noch nie ein Gesamt-Weltcup entschieden. Anja Pärson sicherte sich ihren großen Triumph, obwohl bei ihr selber im letzten Rennen die Nerven versagten. Mit einem total verbremsten Lauf fiel die Schwedin im zweiten Lauf vom 5. auf den 17. Schlussrang zurück, der ihr keine Punkte mehr eintrug. Sie musste letztlich jenen sechs Fahrerinnen danken, die sich noch vor Janica Kostelic schoben, dass es dennoch reichte. Wäre die Kroatin nur einen Rang besser klassiert gewesen, hätte die Gesamtsiegerin Kostelic geheißen. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Riesenslalom Weltcupfinale in Lenzerheide: Weltcup-Riesenslalom der Frauen in Lenzerheide. Schlussklasssement: 1. Maria Rienda Contreras (ESP) 2:20,18. 2. Tanja Poutiainen (FIN) 0,30 zurück. 3. Nicole Hosp (AUT) 0,51. 4. Elisabeth Görgl (AUT) 0,58. 5. Renate Götschl (AUT) 1,10. 6. Geneviève Simard (CAN) 1,21. 7. Martina Ertl (GER) 1,23. 8. Janica Kostelic (CRO) 1,32. 9. Julia Mancuso (USA) 1,83. 10. Ingrid Jacquemod (FRA) 1,90.

Anja Pärson sichert sich Gesamt Weltcup

Anja Pärson hat sich nach einem einzigartigen Herzschlagfinale zum zweiten Mal den alpinen Gesamtweltcup gesichert. Die Schwedin blieb am Sonntag beim finalen Riesentorlauf in Lenzerheide als 17. zwar ohne Punkte, Janica Kostelic schaffte aber nur Platz acht und blieb damit in der Gesamtwertung um drei Zähler hinter der Titelverteidigerin zurück.

Tanja Poutiainen holt Riesenslalom-Weltcup

Tanja Poutiainen aus Finnland sicherte sich mit Platz 2 beim Riesenslalom von Lenzerheide den Disziplinen-Weltcup im Riesenslalom und holte sich nach dem Slalom auch diese kleine Kristallkugel.

Contreras führt beim Riesenslalom in Lenzerheide

Die Spanierin Maria Rienda Contreras führt beim Riesentorlauf in Lenzerheide nach dem ersten Durchgang. Nur 1/100 Sekunde zurück liegt die Steirerin Elisabeth Görgl auf Platz zwei. Dritte ist die Finnin Tanja Poutiainen (+0,10), Nicole Hosp liegt auf Rang vier (+0,42). Im Kampf um den Gesamt-Weltcup hat die derzeitige Führende Anja Pärson die besten Karten in der Hand. Die Schwedin liegt als Fünfte (+0,65) knapp vor ihrer Rivalin Janica Kostelic (KRO/+0,81), die den sechsten Rang innehat. Im Riesenslalom-Weltcup holt Poutiainen zwar auf - Pärson führt aber noch.

Matt siegt - Vogl vereitelt den totalen Slalomtriumphzug der Österreicher

Endlich - der erste und hart erkämpfte Sieg dieser Saison für Mario Matt. Der Tiroler verteidigt seine Halbzeitführung erfolgreich und gewinnt mit der Traumzeit von 1.22,81 Sek. Auf Platz 2, + 0,73 Sek. dahinter, schiebt sich Alois Vogl mit 0,01 Sek. vor dem dritten Rainer Schönfelder (AUT) und 0,05 Sek. vor Benjamin Raich (AUT) und verhindert damit einen österreichischen Dreifachsieg. Keinen Stockerlplatz hingegen vergeben die Österreicher in der Slalomweltcupwertung. Dort gewinnt Raich vor Schönfelder und dem heute im ersten Durchgang ausgeschiedenen Manfred Pranger.

Es war trotz allem ein spektakuläres Abschlussrennen: auf der kürzesten Strecke der Saison, noch dazu wo der erste und der zweite Lauf völlig identisch waren, gab es die höchste Ausfallquote des ganzen Winters. Im Glauben, alle Schwierigkeiten aus dem ersten Durchgang zu kennen, versuchten wohl alle Läufer voll anzugreifen und bei allzu vielen führte diese Taktik ins Abseits. Nur 15 Läufer (!) kamen ins Ziel. Eine tolle Aufholjagd gelang hingegen den beiden Saisonpechvögeln Bode Miller (6.) und Kalle Palander (9.).

Gratulation an Mario Matt, dem Tagessieger und an Benni Raich, dem Slalomweltcugsieger!

Endresultat im Überblick
1. Mario Matt (AUT) 1.22,81
2. Alois Vogl (GER) + 0,73
3. Rainer Schönfelder (AUT) + 0,74
4. Benjamin Raich (AUT) +0,78
5. Manfred Mölgg (ITA) +0,81
6. Bode Miller (USA) + 0,85
7. Jean-Pierre Vidal (FRA) + 1,17
8. Andre Myhrer (SWE) + 1,27
9. Kalle Palander (FIN) + 1,48
10. Ivica Kostelic (CRO) + 1,60

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Mario Matt führt in Lenzerheide

Der Deutsche Alois Vogl eröffnet zum ersten Mal in seiner Karriere einen Slalom und kann seine Nummer 1 vorerst perfekt nützen. Er führt lange Zeit und erst der Österreicher Mario Matt, der mit Nummer 11 beweist, dass die Piste noch tolle Zeiten zulässt, kann ihn von der Spitze verdrängen. Es hatte bereits nach einem Startnummernrennen ausgesehen, da sich die Läufer auf den Rängen 2-6 ihren Nummern entsprechend einreihen konnten:

1. Mario Matt (AUT 40,66)
2. Alois Vogl (GER +0,21)
3. Giorgo Rocca (ITA +0,39
4. Rainer Schönfelder (AUT +0,50)
5. Benjamin Raich (AUT +0,56)
6. Andre Myhrer (SWE +058)
7. Manfred Mölgg (ITA +0,67)
8. Kentaro Minagawa (JPN +0,76)
9. Jean-Pierre Vidal (FRA +0,80)
10. Thomas Grandi (CAN +0,95)

Nur Platz 13 mit +1,37 Sek. Rückstand erreichte Weltcupsieger Bode Miller, dessen Ziel für den heutigen Slalom ein Stockerlplatz ist - mit diesem Rückstand und angesichts des kurzen und eher unspektakulär gesetzten Laufes ein schwieriges Unterfangen. Doch wenn jemand für "Schiwunder" gut ist, dann wohl Miller. Kurioserweise wird der zweite Durchgang auf exakt dem gleichen Lauf gefahren - ohne Umstecken. Eigentlich ein eher mittelmäßig spannendes Weltcupfinale, auch dadurch, dass sowohl im Slalomweltcup mit Benjamin Raich, als auch im Gesamtweltcup mit Bode Miller, die Sieger bereits feststehen.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Rennen in Lenzerheide verschoben

Das Wetter macht zum Saisonabschluss des alpinen Ski-Weltcups den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung: Wegen heftigen Schneefalls während der Nacht musste der Start des Herren-Slaloms in Lenzerheide am Sonntag auf 10.00 Uhr verschoben werden, der zweite Durchgang soll um 11.30 Uhr beginnen. Der Riesentorlauf der Damen ist für 12.30 Uhr angesetzt, der zweite Lauf soll um 15.00 Uhr gestartet werden.

Stephan Görgl gewinnt den letzten Riesentorlauf in Lenzerheide
Bode Miller sichert sich den Gesamtweltcup
Benjamin Raich gewinnt den Riesentorlaufweltcup

Was für ein spannendes Rennen mit gleich drei Siegern ...
Den Sieg im heutigen Riesentorlauf sichert sich der Österreicher Stephan Görgl mit seinem 2. Weltcupsieg in 2:10,51. "Ich hab nicht spekuliert. Ich hab oben gehört: Benni gut gefahren, Hermann gut gefahren und hab gewusst: Da muss man voll angreifen. Ich war überraschenderweise weniger nervös als im ersten Durchgang. Jetzt steht ein schönes Frühjahr vor mir und dann geht?s in den nächsten Winter."
Der Sieg im Riesentorlaufweltcup geht an Benjamin Raich (AUT +0,80), der heute Platz 3 belegt. "Ich hab nur gedacht, es ist noch alles drinnen. Ich hab heuer schon mehrmals gezeigt, dass ich gute zweite Läufe fahren kann. Und Gott sei dank hab ich das heute auch zusammengebracht. Wenn es nicht geklappt hätte, wäre es trotzdem eine super Saison gewesen. Bode hat das heute perfekt gemacht, ist zwei starke Läufe gefahren und ein verdienter Sieger."
Und last but not least Gratulation an Bode Miller (USA +0,68), der bereits vor dem morgigen Slalom als Sieger des Gesamtweltcups feststeht und heute auf Platz 2 fuhr. "Mein erster Gedanke war: Hoffentlich gewinne ich auch noch den Riesenslalom. Ich habe gewusst, dass ich auch im Riesenslalom sehr schnell fahren kann. Es ist ein unglaublich schöner Tag. Ich denke, ich bin der beste Läufer der Welt. Ich war die gesamte Saison über stark und werde versuchen, morgen auch den Slalom zu gewinnen."
Hermann Maier belegt Platz 4 und muss enttäuscht ohne Weltcupkugel nachhause fahren. "Es war eine passable Saison, obwohl es meine schlechteste Saison war. Im Gesamtweltcup auf Rang drei, in jeder Disziplin, wo ich angetreten bin, hab ich gewonnen. Aber mein Level ist halt hoch da ist man schnell enttäuscht. Der Riesenslalom ist aber super verlaufen, da bin ich sehr zufrieden. Ich merke aber, dass ich noch viel enger fahren kann. Ich trau mich aber noch nicht so. Bode hat fulminant angefangen und in allen Disziplinen gewonnen. Da ist der Gesamtweltcup sicherlich vollauf verdient."
Das Ergebnis der ersten 10 im heutigen Riesentorlauf:
1. Stephan Görgl AUT 2:10,51
2. Bode Miller USA +0,68
3. Benjamin Raich AUT +0,80
4. Hermann Maier AUT +0,84
5. Frederik Nyberg SWE +1,31
6. Daron Rahlves USA + 1,45
7. Kalle Palander FIN +1,60
8. Manfred Mölgg ITA +1,73
9. Massimiliano Blardone ITA +2,29
10. Ales Gorsa SLO +2,84
Im 2. Lauf schied nur der Amerikaner Dane Spencer aus.
Bei den Herren sind nun alle Weltcupkugeln bereits vergeben, weil Benjamin Raich ja bereits vor dem morgigen Slalom als Slalomweltcupsieger feststeht.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Riesenslalom Weltcup für Benni Raich

Benni Raich verpasst zwar den Gesamt-Weltcup, sichert sich nach Slalom- aber auch das Riesenslalom-Kristall. Die Würfel sind gefallen, die Kristallkugeln vergeben! Stephan Görgl gewinnt den Riesentorlauf in Lenzerheide vor US-Boy Bode Miller und Benni Raich. Für den Steirer ist es der zweite Weltcup-Sieg. Der dritte Platz reicht dem "Blitz aus Pitz" für den Gewinn von RTL-Kristall. Miller, der sich den Gesamt-Weltcup sichert, verpasst die kleine Kristallkugel um drei Punkte. RTL-Weltmeister Hermann Maier verpasst als Vierter das Stockerl nur um vier Hunderstel, Christoph Gruber fährt auf Rang 12.

Sarah Schlepper gewinnt Slalom in der Lenzerheide

Die US Amerikanerin Sarah Schleper feiert im schweizerischen Lenzerheide zum Abschluß der Slalomsaison 2004/05 ihren ersten Weltcupsieg in ihrer Karriere ! Auf dem zweiten Rang folgt die Kroatin Janica Kostelic vor der Österreicherin Nicole Hosp die sich zum Ende der Saison über einen Podestplatz freuen darf. Janica Kostelic durfte sich trotz ihrem 2. Platz wie eine Siegerin wähnen. Denn im Gesamt-Weltcup konnte die zuvor 89 Punkte zurückliegende Kroatin nahe an die führende Schwedin Anja Pärson aufrücken. Pärson fuhr einen zu sehr auf Sicherheit bedachten zweiten Lauf und fiel vom 3. auf den 10. Schlussrang zurück. Danach liegt die Titelverteidigerin aus Skandinavien nurmehr 35 Punkte vor Kostelic. Ausstehend ist noch der Riesenslalom vom Sonntag. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Slalom der Damen in Lenzerheide: 1. Sarah Schleper (USA) 1:29,13. 2. Janica Kostelic (CRO) 0,34 zurück. 3. Nicole Hosp (AUT) 0,90. 4. Tanja Poutiainen (FIN) und Martina Ertl (GER) 0,98. 6. Nika Fleiss (CRO) 1,17. 7. Lindsey Kildow (USA) 1,27. 8. Julia Mancuso (USA) 1,63. 9. Kathrin Zettel (AUT) 1,64. 10. Anja Pärson (SWE) 1,76.

Poutiainen die Slalom-Königin

Tanja Poutiainen würde nach dem Slalomrennen in Lenzerheide mit der kleine Kristallkugel für den Slalom-Weltcup ausgezeichnet. Die Finnin war die überlegene Slalom-Fahrerin dieser Saison und stand schon vor dem Rennen als Slalom Weltcupsiegerin fest.

Michaela Dorfmeister holt mit Sieg den Super-G Weltcup

Die Österreicherin Michaela Dorfmeister sichert sich erstmals den Super-G-Weltcup! Wie gestern Renate Götschl in der Abfahrt machte sie heute in Lenzerheide mit ihrem 21. Weltcupsieg beim letzten Saisonrennen alles klar! Nach dem Gesamtweltcup-Sieg 2002 und den kleinen Kugeln in Abfahrt und Riesenslalom sichert sich Dorfmeister heute auch die kleine Kugel im Super G! Ein überglückliche Michi Dorfmeister im Zielraum: "Ich war heute ein bisserl lockerer als gestern. Ich hab mir da zu viel Druck gemacht. Ich hab gewusst, man muss Außenski auf Außenski fahren. Ich hab probiert, dass halbwegs so zu fahren wie die Herren. Ich hab auf der Anzeigentafel nur geschaut, ob ich vor der Renate (Götschl) stehe. Dass ich das letzte Rennen noch gewinne, ist eine Draufgabe. Ich kann auch gleich sagen, dass ich nächstes Jahr weiter fahre und Österreich und dem Namen Dorfmeister noch einmal Ehre machen will." Ihre Teamkollegin Marlies Schild schafft zum Abschluss der Saison mit Platz 2 erstmals in ihrer Karriere den Sprung aufs Super-G-Podest ! Rang 3 sicherte sich die Schwedin Anja Pärson und baut damit den Vorsprung im Gesamtweltcup aus. Sie macht um 34 Punkte mehr als Kostelic, die sich mit Platz 15 begnügen musste! Pärson hat nun 89 Punkte Vorsprung auf Kostelic. Die größte Rivalin der Niederösterreicherin auf den Super G-Weltcupsieg war Renate Götschl. Die Steirerin platzierte sich auf den fünften Rang. Beste Deutsche war Martina Ertl aus Lenggries auf Platz 6 (1:13,10), Petra Haltmayr aus Rettenberg wurde Achte (1:13,23). Hilde Gerg fuhr als 20. (1:14,47) nicht in die Punkteränge. Schweizerinnen standen auf der Lenzerheide keine im Einsatz. Für das Super-G-Finalrennen hatte sich niemand qualifizieren können. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Weltcup-Super-G der Frauen in Lenzerheide. 1. Michaela Dorfmeister (AUT) 1:12,38. 2. Marlies Schild (AUT) 0,30 zurück. 3. Anja Pärson (SWE) 0,58. 4. Lindsey Kildow (USA) 0,60. 5. Renate Götschl (AUT) 0,65. 6. Martina Ertl (GER) 0,72. 7. Nadia Fanchini (ITA) 0,76. 8. Petra Haltmayr (GER) 0,85. 9. Elisabeth Görgl (AUT) und Silvia Berger (AUT) 0,98.

Spiel und Satz Miller - Gesamtsieg noch nicht ganz!

Doppelschlag für die US-Boys: Bode Miller und Daron Rahlves gewinnen ex aequo den letzten Super-G dieser Saison! Miller kann damit zumindest die kleine Kristallkugel für diese Disziplin in seinem Motorhome verstauen, denn der bis heute Führende im Super-G-Weltcup, Hermann Maier (AUT) wird nur 9. und fällt damit hinter Miller auf Platz 2 zurück. Gleichzeitig kann Miller seinen Vorsprung im Gesamtweltcup auf Benjamin Raich (AUT) weiter ausbauen und führt vor den beiden abschließenden technischen Bewerben mit 179 Punkten. Ausfälle wie zuletzt sollte er sich zwar nicht mehr leisten, aber auch dann müsste Raich bei beiden Rennen an der absoluten Spitze liegen, um im Kampf um die große Kristallkugel noch ein ernsthaftes Wörtchen mitreden zu können.

Abseits der spannenden Entscheidungen in den Weltcupwertungen darf man jedoch die hervorragenden Leistungen der anderen Läufer nicht übersehen: der Österreicher Stephan Görgl hält heute die rot-weiß-rote Fahne hoch und fährt zum Abschluss noch einmal auf´s Stockerl - nur 0,05 Sek. hinter den beiden Amerikanern. Noch knapper - nur um 0,02 Sek. hinter Görgl - verpasst der Liechtensteiner Marco Büchel das Podest, ist jedoch mit seinem heutigen 4. Platz mehr als zufrieden. Motiviert durch die gestrige tolle Leistung seines Landsmannes Kjus, startet Aamodt heut voll durch und erreicht Platz 5, mit dem ebenfalls knappen Rückstand von 0,11 Sek. auf die Bestzeit. Lasse Kjus wird heute guter 10. - sicher für die beiden "golden Oldies" aus dem Norden eine Riesenmotivation, mit der sie sich nun auf in die Vorbereitung für die Olympiasaison machen.

Das Ergebnis des heutigen Super-G im Überblick:
1. Bode Miller & Daron Rahlves, beide USA, 1.10,24
3. Stephan Görgl (AUT) + 0,05 Sek
4. Marco Büchel (LIE) + 0,07 Sek
5. Kjetil-Andre Aamodt (NOR) + 0,11 Sek.
6. Erik Guay (CAN) + 0,14 Sek
7. Michael Walchhofer (AUT) + 0,18 Sek
8. Tobias Grünenfelder (SUI) + 0,37 Sek
9. Hermann Maier (AUT) + 0,39 Sek
10. Lasse Kjus (NOR) + 0,44 Sek

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Sieg zum Saisonabschluss für Lasse Kjus!

Und es gibt sie doch noch - die Elche! Lasse Kjus sorgt zum Saisonabschluss noch für einen norwegischen Sieg. Bereits mit Startnummer 2 fixiert Kjus die Siegerzeit von 1.24,09 und nur Weltcupleader Bode Miller (USA + 0,14) und Fritz Strobl (AUT +0,18) können an dieser Marke ein wenig "kratzen". Für Bode Miller sind die 80 Punkte, um die er heute sein Konto aufstocken kann wichtiger denn je - führt er doch nun wieder mit einem recht komfortablen Vorsprung von 108 Punkten auf Benjamin Raich (+1,14), der heute nur Rang 11 belegt. Den Abfahrtsweltcup verpasst Miller dennoch, denn Michael Walchhofer (AUT) genügt ein 4. Platz (+ 0,68) ex aequo mit Hermann Maier (AUT), um die kleine Kugel nach Hause zu fahren. 6. wird Daron Rahlves (USA +0,69) und dahinter 7. Marco Büchel (LIE +0,82), 8. Didier Defago (SUI +0,87), 9. Erik Guay (CAN +1,08), 10. Klaus Kröll (AUT 1,12). Leider keine gute Fahrt erwischt der einzige gestartete Deutsche Max Rauffer, er bildet mit 2,93 Sek. Rückstand und Platz 21 das Schlusslicht, der letzten Abfahrt dieses Winters.

Mit dem morgigen Super-G erwartet uns ein Duell der Giganten Maier & Miller, die beide noch um die Disziplinenwertung kämpfen …

Kjus gewinnt Abfahrt - Walchhofer den Abfahrts-Weltcup

Der Elch aus Norwegen Lasse Kjus, jubelt über den Sieg zum Saisonabschluss. Wer hätte mit ihm gerechnet? Nur wegen der 400-Punkte-Regel durfte Kjus starten - und gewinnt auf der Neuschnee-Piste mit allem Gefühl dieses Rennen vor dem US Amerikaner Bode Miller und dem Österreicher Fritz Strobl! Michael Walchhofer hat sich erstmals eine Kristallkugel im Weltcup geholt. Der Salzburger beendete am Donnerstag die Abfahrt beim Saisonfinale in Lenzerheide auf Rang vier, das reichte ihm zum Gewinn des Abfahrts-Weltcups.

Götschl gewinnt in Lenzerheide und holt sich Abfahrts-Weltcup

Mit ihrem 37. Weltcupsieg - dem zweiten Abfahrtssieg in dieser Saison - sichert sich Renate Götschl zum vierten Mal in ihrer Karriere den Abfahrtsweltcup. Die Steirerin distanziert in einer Zeit von 1:26,89 Minuten die Französin Ingrid Jacquemod mit einem Rückstand von 0,57 Sekunden. Hilde Gerg (GER) wird Dritte und beendet den Winter als Gesamt-Zweite in der Königsdisziplin. 72 Punkte fehlten Gerg zum erstmaligen Gewinn der kleinen Kristallkugel in der Abfahrt. Ihre drei bisherigen Erfolge des Winters feierte Renate Götschl alle in Cortina d'Ampezzo. Als zweitbeste Österreicherin belegt Michaela Dorfmeister Rang sechs, Marlies Schild wurde 12. Für den DSV konnte sich Petra Haltmayr als Neunte und Martina Ertl auf Rang 10 platzieren. Die beiden Schweizerinnen konnten nicht überzeugen. Nadia Styger und Fränzi Aufdenblatten belegten die Ränge 16 und 17 und blieben damit ohne Punkte. Beim Finale gibt es nur für die ersten 15 Weltcup-Zähler. Verschärft hat sich auch das Duell im Gesamt-Weltcup: Die Kroatin Janica Kostelic rückte als Vierte der Abfahrt Weltcup-Leaderin Anja Pärson um 18 Punkte näher. Die Schwedin belegte den 8. Platz und liegt jetzt noch 45 Zähler vor Kostelic. Die Top 10 der Weltcup-Abfahrt der Frauen in Lenzerheide. 1. Renate Götschl (AUT) 1:26,89. 2. Ingrid Jacquemod (FRA) 0,57 zurück. 3. Hilde Gerg (GER) 0,67. 4. Janica Kostelic (CRO) und Julia Mancuso (USA) 0,84. 6. Michaela Dorfmeister (AUT) 1,26. 7. Daniela Ceccarelli (ITA) 1,36. 8. Anja Pärson (SWE) 1,42. 9. Petra Haltmayr (GER) 1,47. 10. Martina Ertl (GER) 1,51.

Hermann Maier gewinnt auch den Super G in Kvitfjell

Der Österreicher Hermann Maier (1:32,98) feiert in Kvitfjell nach dem gestrigen Sieg in der Abfahrt heute den offiziell 50. Weltcupsieg seiner Karriere im SuperG. Didier Defago (SUI +0,83) wird Zweiter. Danach sind die Abstände sehr gering. Daron Rahlves (USA +0,88) an dritter Stelle war nur 5 Hundertstel langsamer als der Schweizer und auch dem Österreicher Benjamin Raich (+0,89) fehlten nur 6 Hundertstel auf Rang Zwei. Raich konnte aber auf Bode Miller (USA +1,31), der 5. wurde, im Gesamtweltcup 5 Punkte aufholen. Der Gesamtweltcup bleibt also spannend, weil Miller in den Speedbewerben dieses Wochenendes nicht so viel Punkte Vorsprung heraus holen konnte auf Raich wie er sich wahrscheinlich erhofft hatte. Der Kanadier Erik Guay (+1,42) nutzte seine frühe Startnummer 5 gut aus und erreichte Platz 6. 7. Alessandro Fattori (ITA +1,51). Die Plätze 8 bis 10 gehören den Österreichern. 8. Fritz Strobl (AUT +1,67), 9. Andreas Schifferer (+1,77) und 10. Mario Scheiber (+1,82). Florian Eckert (Lenggries) wurde in 1:35,12 Minuten 16. und konnte sich somit für das Weltcup-Finale kommende Woche qualifizieren. Im SuperG Weltcup führt nun Hermann Maier führt nun vor dem letzten Rennen in Lenzerheide mit 424 Punkten vor Bode Miller mit 370 Punkten.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria. M. Riedler

Hermann Maier führt ÖSV-Doppelsieg in Kvitfjell an

Hermann Maier hat die Weltcup-Abfahrt im norwegischen Kvitfjell gewonnen. Der Österreicher kam beim 49. Weltcupsieg seiner Karriere mit 0,13 Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Mario Schreiber (1:46,23) ins Ziel. Rang drei belegte Ambrosi Hoffmann aus der Schweiz (1:46,41). Doppel-Weltmeister Bode Miller wurde in 1:46,75 Minuten Vierter. Für Maier war es bereits der vierte Weltcup-Sieg in Kvitfjell nach Super-G 1999 und 2001 sowie Abfahrt 2001. Beim "Grossen Weltcup" um den Gesamtsieg baute Miller seinen Vorsprung auf Benjamin Raich (12.) von 29 auf 57 Punkte aus - spannend bleibts weiterhin. Theoretisch besitzt auch Hermann Maier, der seinen 49. Weltcupsieg feierte, noch eine minimale Siegeschance. Für Maier ist dieser Triumph ohnehin ein Jubiläum: Er feiert seinen 50. Weltcupsieg, weil er den Sieg von Val d'Isère 1997 mitrechnet. Jener war ihm aberkannt worden, weil er vor der "Roten Linie" seine Ski ausgezogen hatte. Pechvogel des Tages war der Österreicher Michael Walchhofer, er stürzte und konnte sich so nicht vorzeitig die kleine Kristallkugel für den Sieg in der Disziplinwertung sichern . Mit drei Klassierungen unter den ersten zehn boten die Schweizer die beste Mannschaftsleistung des Winters, trotz eines Sturzes des Trainingsbesten Bruno Kernen der zum Glück unverletzt blieb. Florian Eckert wurde als bester Deutscher 30. Kvitjfell bleibt auch nach dieser Abfahrt fest in rotweißroter Hand. 16mal wurden auf dieser Strecke bisher Abfahrten durchgeführt, acht davon von rotweißroten Läufern gewonnen. Die Erfolgs-Quote des ÖSV in dieser Saison ist eindrucksvoll! Maiers Sieg in der Kvitfjell-Abfahrt ist der 16. ÖSV-Saisonsieg im 31. Rennen! Mehr als die Hälfte der Rennen hat also ein rot-weiß-roter Athlet errungen! Am Sonntag steht noch ein Super G in Kvitjfell auf dem Programm. Danach gibt es nur noch das Weltcup-Finale in Lenzerheide.

Kostelic gewinnt "Super Kombination" in San Sicario

Janica Kostelic gewinnt wie nicht anders zu erwarten die "Super Kombination". Nach ihrer herausragenden Abfahrtsleistung fährt Kostelic diesen Sieg beim Slalom mit einer "kontrollierten" Leistung nach Hause. Sie riskiert natürlich nicht alles, hat aber im Ziel noch einen klaren Vorsprung von vier Zehntel Sekunden auf die Schwedin Anja Pärson. Für die größte Überraschung des Tages sorgte die Kanadierin Emily Brydon. Sie fährt einen überraschend starken Slalom - und reiht sich hinter Pärson und vor der besten Österreicherin Nicole Hosp auf Rang drei ein. Auf den Rängen 5 und 6 folgen die beiden US-Girls Lindsey C. Kildow und Julia Mancuso, noch vor der Österreichischen Speed-Queen Renate Götschl. Die Top 10 komplettieren die US Amerikanerin Resi Stiegler auf Platz 8 gefolgt von der Österreicherin Marlies Schild und der Kanadierin Brigitte Acton. Als beste Deutsche platzierte sich Monika Bergmann auf dem 12. Rang. Martina Ertl schied im Slalom nach einem Torfehler aus. Die einzige Schweizer Starterin, Marlies Öster musste sich am Ende mit Rang 18 begnügen. Das Duell, um den Gesamt Weltcup zwischen Anja Pärson und Janica Kostelic geht weiter! Die Kroatin macht heute etwas Boden gut und kommt Pärson auf 63 Punkte nahe. Das Weltcup-Finale in Lenzerheide verspricht Spannung pur.

Rocca gewinnt Slalom von Kranjska Gora

Der Italiener Giorgo Rocca siegt im Slalom von Kranjska Gora mit 1.34,95 Sekunden und kann den Schweden Andre Myhrer (+ 0,21 Sek) und den Österreicher Benjamin Raich (+ 0,25 Sek.) auf die Plätze verweisen. Raich, der sich mit seinem 3. Platz die kleine Slalom Weltcupkugel sichern konnte,  macht damit 60 Punkte auf Gesamt-Weltcupleader Bode Miller gut, für den es wie gestern eine Nullnummer nach erneutem Ausfall gibt. Der Amerikaner ist nun 6 Rennen vor Saisonende nur noch 31 Punkte vor Raich. Dennoch dürften die Trümpfe nach wie vor in Miller´s Händen oder viel mehr auf seinen Atomic-Latten liegen, da noch 4 Speed- und nur 2 Technikbewerbe ausständig sind. Das sieht auch Raich so: "Die nächsten vier Rennen sind Speed-Rennen, wo der Bode stärker ist. Aber ich werde alles versuchen und ihn vielleicht das eine oder andere Mal schlagen." Aber wer hätte angesichts der Dominanz von Bode Miller zu Saisonbeginn erwartet, dass es kurz vor dem Finale noch so knapp werden könnte? Eine sensationelle Aufholjagd gelingt dem Slalomvizeweltmeister Rainer Schönfelder (AUT + 0,76 Sek.). Nach dem ersten Durchgang mit schwerem Fehler nur enttäuschender 19., schiebt er sich noch auf den 4. Platz vor. Hinter ihm Fünfter wird der Schwede Markus Larsson (+ 0,80 Sek.) vor dem jungen Kanadier Michael Janyk (+ 0,88 Sek.) - ein weiteres Talent im aufstrebenden Kanadischen Team! 7. wird der Japaner Kentaro Minagawa (+ 0,93 Sek.), dahinter die beiden Italiener Patrick Thaler (8. + 0,95 Sek) und Manfred Mölgg (9. + 1,07 Sek.). Ted Ligety (USA +1,11 Sek.) kann die Startnummer 1 im zweiten Durchgang perfekt nützen und kämpft sich noch vom dreißigsten auf den 10. Platz vor.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Kostelic führt nach Kombiabfahrt von San Sicario

Die Top-Favoritin auf den Kombi-Sieg im italienischen San Sicario ist Janica Kostelic. Die Kroatin hat sich mit dem "Abfahrts-Sieg" eine hervorragende Ausgangsposition für den folgenden Kombinationsslalom geschaffen. Auf dem 2. Rang folgt mit einem Rückstand von 8 Hunderstel Sekunden die Österreicherin Renate Götschl, vor der Kanadierin Emily Brydon (+0.78). Die schärfste Konkurrentin von Kostelic, die Schwedin Anja Pärson platzierte sich auf Rang 4 mit einem beträchtlichen Rückstand von 81 Hunderstel Sekunden. Konkurrentinnen um einen Podestplatz sind außerdem die US Amerikanerin Lindsey Kildow, die Österreicherin Niki Hosp, Julia Mancuso aus den USA, Marlies Schild aus Österreich und die DSV Läuferin Martina Ertl. Die letzten vier brauchen aber schon hervorragende Slalomläufe um den Sprung auf das "Stockerl" zurealisieren.

Palander führt beim Slalom von Kranjska Gora

Der Finne Kalle Palander verstand es wieder, die Startnummer 1 bestens zu nützen und führt mit 45,52 Sek. vor Manfred Pranger (AUT +0,29 Sek.) und Giorgio Rocca (ITA +0,56 Sek.). Vierter nach dem ersten Durchgang ist der Österreicher Mario Matt (+ 0,59 Sek.) und hinter ihm auf Platz 5 sein Landsmann Benjamin Raich (+0,64 Sek.) für den es heute um wichtige Punkte geht, wenn er seinen Chancen im Gesamtweltcup noch wahren möchte. Der Gesamtweltcupführende Bode Miller (USA) liegt derzeit auf Platz 13 mit 1,24 Sekunden Rückstand. Miller, der zuletzt im Slalom selten ins Ziel gekommen war, bestritt im Interview, dass es sich um einen Sicherheitslauf gehandelt hätte - er hätte sehr wohl versucht schnell zu sein, habe aber den Eindruck, dass die Piste langsamer geworden sei. Insgesamt sei er froh, überhaupt im Ziel zu sein, denn für den Gesamtweltcup sei in diesen letzten Rennen jeder Punkt wichtig.

Pech hatte der DSV-Läufer Alois Vogl: noch immer gehandikapt durch seine Augenentzündung, musste er bei ohnehin schlechten Sichtverhältnissen mit einer dunklen Schibrille an den Start gehen. Trotzdem versuchte er alles, war bei der Zwischenzeit noch einigermaßen "dabei", schied dann aber im unteren Teil aus. Durchgekommen hingegen ist Jungstar Felix Neureuther - er belegt derzeit Platz 25 mit 2,56 Sek. Rückstand. Der erste Durchgang ist zum Zeitpunkt noch nicht beendet und wir drücken ihm die Daumen, dass er sich unter den besten 30 platzieren kann!

Die Top 10 nach dem ersten Durchgang:
1. Kalle Palander FIN 45,52 Sek
2. Manfred Pranger AUT + 0,29 Sek
3. Giorgio Rocca ITA + 0,56 Sek
4. Mario Matt AUT + 0,59 Sek.
5. Benjamin Raich AUT + 0,64 Sek
6. Giancarlo Bergamelli ITA + 0,75 Sek
7. Andre Myhrer SWE + 0,76 Sek
8. Manfred Mölgg ITA + 0,80 Sek
9. Markus Larsson SWE + 0,91 Sek
Mitja Dragsic SLO + 0,91 Sek

Die knappen Zeitabstände ab Platz 3. versprechen einen spannenden zweiten Durchgang!

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Raich siegt vor Maier beim Riesenslalom in Kranjska Gora

Der fünffache WM-Medaillengewinner Benjamin Raich holte in Kranjska Gora den ersten Riesenslalom-Sieg im Weltcup in dieser Saison. Damit überflügelte er den Amerikaner Bode Miller in der Riesenslalom- Gesamtwertung vor dem Finale in Lenzerheide. Der Österreicher lag in 2:24,73 Minuten 0,45 Sekunden vor seinem Landsmann Hermann Maier. Dritter wurde Kalle Palander (Finnland/2:25,52). Bode Miller aus den USA schied im zweiten Durchgang aus. Damit hat er nur noch 91 Punkte Vorsprung im Gesamtweltcup auf Raich, den Doppel-Weltmeister von Bormio. Im Kampf um die kleine Kristallkugel hat nun ebenfalls Raich die Nase vorne, er hält nun bei 363 Punkten, dahinter der Kanadier Tom Grandi (342) und Bode Miller (340). Die Schweizer enttäuschten einmal mehr. Der 27-jährige Walliser Didier Défago, der am letzten Sonntag im Super-G von Garmisch den Sieg nur um ein Hundertstel verpasst hatte wurde 17. Neben Défago schaffte nur noch Bruno Kernen als 28. knapp die Qualifikation für den zweiten Durchgang. Alle anderen sechs Schweizer schieden schon im 1. Lauf aus. Bruno Kernen erwischte es im zweiten Durchgang. Der Deutsche Felix Neureuther erreichte als 47. des ersten Laufs erst gar nicht das Finale. Die Top 10 beim Riesenslalom in Kransjka Gora: 1. Benjamin Raich (AUT) 2:24,73. 2. Hermann Maier (AUT) 0,45. 3. Kalle Palander (FIN) 0,79. 4. Massimiliano Blardone (ITA) 0,93. 5. Daron Rahlves (USA) 1,09. 6. Thomas Grandi (CAN) 1,16. 7. Davide Simoncelli (ITA) 1,37. 8. Manfred Mölgg (ITA) 1,40. 9. Fredrik Nyberg (SWE) 1,44. 10. Stephan Görgl (AUT) 1,92.

Pärson gewinnt Abfahrt in San Sicario

Anja Pärson hat in 1:52,86 Minuten die Weltcup-Abfahrt im italienischen San Sicario gewonnen. Janica Kostelic kam in 1:53,84 Minuten auf Platz zwei, gefolgt von Hilde Gerg in 1:53,84 Minuten. Für die Schwedin war es der erste Weltcup-Erfolg in der Abfahrt und macht es Bode Miller nach und gewinnt in dieser Saison in jeder Disziplin. Michaela Dorfmeister belegte Rang vier. Renate Götschl wird Achte. Die restlichen Österreicherinnen enttäuschen: Vierthaler 18., Obermoser 19., Görgl 24. Die Schweizerin Sylviane Berthod egalisierte als gute Sechste ihr bestes Saisonergebnis. Für einen kleinen Aufschwung im Schweizer Speedteam der Frauen sorgten auch Nadia Styger als 13. und Ella Alpiger als 22. Die Entscheidung im Abfahrtsweltcup wurde vertagt. Renate Götschl liegt vor der letzten Downhill-Entscheidung der Saison beim Finale in Lenzerheide mit 467 Punkten nur noch 32 Zähler vor Hilde Gerg (435). Die Top 10 Platzierten bei der Abfahrt in San Sicario: 1. Anja Pärson (SWE) 1:52,86. 2. Janica Kostelic (CRO) 0,24 zurück. 3. Hilde Gerg (GER) 0,98. 4. Michaela Dorfmeister (AUT) 1,04. 5. Emily Brydon (CAN) 1,10. 6. Sylviane Berthod (SUI) 1,19. 7. Lindsey Kildow (USA) 1,26. 8. Renate Götschl (AUT) 1,56. 9. Julia Mancuso (USA) 1,58. 10. Daniela Ceccarelli (ITA) 1,82.

Pärson gewinnt Super G in San Sicario

Die schwedische Super G Weltmeisterin Anja Pärson gewinnt mit einem Vorsprung von 57 Hunderstel Sekunden vor der Italienerin Isolde Kostner und den beiden Drittplatzierten Michaela Dorfmeister (+0.65) aus Österreich und Tina Maze (+0.65) aus Slowenien, den Olympia 2006 Test in San Sicario und feiert heute ihren ersten Weltcupsieg im Super G. Auf dem 5. Rang folgt die beste DSV Rennläuferin Hilde Gerg (+0.66) zeitgleich mit der kroatischen Gesamt-Weltcupanwärterin Janica Kostelic (+0.66). Für die Favoritin, Renate Götschl aus Österreich, reichte es mit einem Rückstand von 69 Hunderstel Sekunden "nur" für Platz 7, 18 Hunderstel Sekunden vor ihrer Mannschaftskollegin Silvia Berger die Achte wurde. Ebenfalls in den Top 10, die Österreicherin Katja Wirth und die Französin Ingrid Jacquemod (+0,88) die sich zeitgleich den 9. Rang teilten. Einen Lichtschimmer gab es in der Hauptprobe für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr auf dieser Piste bei den Schweizerinnen. Sylviane Berthod realisiserte mit Nummer 42 als Elfte das beste Ergebnis ihrer Saison. Trotzdem wird keine Schweizerin beim Weltcup-Finale in der Lenzerheide im Super-G am Start sein, da sie den 25. Gesamtrang knapp verpasste. Mit ihrem heutigen Sieg gelingt Anja Pärson im Gesamtweltcup eine kleine Vorentscheidung. Sie baut ihren Vorsprung auf Kostelic auf 63 Punkte aus. Noch wichtiger für die Schwedin: Dorfmeister und Götschl, die ihre Stärken in den Speed-Disziplinen haben, verlieren an Boden. Dorfmeister schiebt sich heute zumindest an Poutiainen vorbei. Götschl liegt auf Rang fünf, 165 Punkte hinter Pärson ! Im Super-G-Weltcup hat es einen Führungswechsel gegeben. Michaela Dorfmeister hat Götschl überholt, geht jetzt mit 22 Punkten in das Finale in Lenzerheide. Die drittplatzierte Kildow hat nun 43 Punkte Rückstand.

M.J. Rienda Contreras gewinnt Riesenslalom in Are

Im 300. Weltcup-Riesenslalom der Damen feiert die Spanierin Rienda-Contreras ihren ersten Weltcupsieg überhaupt! Nach mehr als 17 Jahren kommt mit der 29-Jährigen wieder eine Gewinnerin eins Alpin Weltcup-Rennen aus Spanien. Letztmals hatte Blanca Fernandez Ochoa 1988 den Slalom von Sestriere für sich entschieden. Die zur Halbzeit Führende Tirolerin Niki Hosp wurde vor der schwedischen Riesenslalom Weltmeisterin und Lokalmatadorin Anja Pärson Zweite. Hinter der US-Amerikanerin Julia Mancuso wurden die Steirerinnen Elisabeth Görgl und Renate Götschl Fünfte und Sechste. Super-G-Siegerin Michaela Dorfmeister komplettierte als Neunte das ausgezeichnete ÖSV-Mannschafts-Ergebnis. Martina Ertl (Lenggries) musste sich als beste Deutsche in 2:06,56 mit Rang 17 begnügen. Das Schweizer "Riesen"-Team der Frauen erlebte in Are eine gewaltige Schlappe. Sämtliche vier Teilnehmerinnen schieden bereits im ersten Lauf des Riesenslaloms aus. Die schwedische Gesamtweltcupsiegerin der Saison 2003/04 Anja Pärson holte sich heute die Führung im Kampf um die Große Weltcupkugel wieder zurück und liegt nun hauchdünne acht Punkte vor der Kroatin Janica Kostelic. Renate Götschl liegt als beste Österreicherin auf Rang vier - 91 Punkte hinter Pärson. Aber auch im Wettstreit um die Riesenslalom Disziplinenkugel hat die Schwedin wieder die Nase vorne. Pärson führt mit 410 Punkten vor der Finnin Poutiainen (381), die heute im 1. Durchgang ausschied und der Slowenin Tina Maze (344) die sich mit Rang 15 begnügen musste. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Riesenslalom in Are (Schweden) : 1. Maria José Rienda Contreras (SPA) 2:04,68. 2. Nicole Hosp (AUT) 0,58 zurück. 3. Anja Pärson (SWE) 0,89. 4. Julia Mancuso (USA) 0,93. 5. Elisabeth Görgl (AUT) 1,05. 6. Renate Götschl (AUT) 1,07. 7. Geneviève Simard (CAN) 1,18. 8. Allison Forsyth (CAN) 1,39. 9. Michaela Dorfmeister (AUT) 1,46. 10. Maria Pietilä-Holmner (SWE) 1,58.

Déjà-vu für Christoph Gruber - Sieg im Super-G von Garmisch

Wie schon 2001 gewinnt der Tiroler Christoph Gruber (AUT 1.18,18 Sek.) mit dem Hauch von 0,01 Sekunden Vorsprung vor dem Schweizer Didier Defago und 0,03 Sekunden vor dem überraschend starken Kanadier Francois Bourque. Gruber nutzt einerseits seine gute Startnummer 17 und war der einzige Österreicher, dem der vom österr. Trainer Andi Evers gesetzte Lauf voll entgegen zu kommen schien. Die am Schluss startenden Favoriten Walchhofer, Miller und Maier konnten zum Teil bis zur ersten Zwischenzeit mithalten, verloren aber bis ins Ziel doch noch einige Zehntel. Dies dürfte jedoch nicht nur an den hohen Startnummern und der unruhiger werdenden Piste gelegen haben, sondern auch auf einige Eigenfehler zurückzuführen sein. Miller belegt im Endresultat Platz 4 (+ 0,21 Sek.), Walchhofer Platz 5 (+0,22 Sek.) und Hermann Maier gar "nur" Platz 8 mit 0,36 Sek. Rückstand. Damit führt Maier vor den letzten Rennen im Super-G Weltcup nur noch 9 Punkte vor dem Amerikaner Miller und es wird noch zu einem Herzschlagfinale um die kleine Kristallkugel kommen.

Nach seinen tollen Leistungen von Bormio blieb der deutsche Florian Eckert heute leider etwas hinter den Erwartungen und belegte nur Platz 18.

Die Top Ten des Hundertstel-Krimi von Garmisch nur 0,41 Sekunden getrennt:
1. Christoph Gruber AUT 1.18,18
2. Didier Defago SUI + 0,01
3. Francois Bourque CAN + 0,03
4. Bode Miller USA + 0,21
5. Michael Walchhofer AUT + 0,22
6. Daron Rahlves USA + 0,26
7. Johann Grugger AUT + 0,31
8. Hermann Maier AUT + 0,36
9. Bruno Kernen SUI + 0,38
10. Benjamin Raich AUT +0,41

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Doppelabfahrt - Doppelsieger
Michael Walchhofer gewinnt auch die 2. Abfahrt in Garmisch

Der Österreicher Michael Walchhofer entscheidet auch die heutige Abfahrt in Garmisch für sich. Seine Zeit 1:56,50 war aber nur um den Hauch von 0,09 Sekunden schneller als die seines jungen Teamkollegen Mario Scheiber, der zum ersten Mal an den Rennen in Garmisch teilnimmt und nach dem gestrigen 18. Rang heute sensationell gleich auf den 2. Platz des Podests springt. Das "Stockerl" ist heute fest in österreichischer Hand, denn der Kärntner Fritz Strobl belegt Rang 3 (+0,45). Bode Miller (USA +0,53) vergibt den Sieg wie schon gestern in der zweiten Hälfte des Rennens und erreicht Platz 4. Nachdem er bei der 2. Zwischenzeit noch deutlich vorne lag, riskiert er im unteren Teil der Strecke etwas zu viel und verliert durch einige Fehler noch relativ viel Zeit. Seinen Teamkollegen Daron Rahlves (+0,57) kann Miller nur um 0,04 Sekunden auf Platz 5 verweisen. Vor heimischem Publikum erreichen Florian Eckert (+2,00) als 22. und Max Rauffer (+3,26) als 32. das Ziel. Die Chance die "Abfahrtskugel" zu gewinnen und somit die Nachfolge seines "pensionierten" Teamkollegen Stephan Eberharter anzutreten, stehen für Michael Walchhofer nun sehr gut. Er hat jetzt 143 Punkte Vorsprung auf Bode Miller, der seinerseits im Gesamtweltcup 167 Punkte vor dem Tiroler Benjamin Raich, der heute Platz 17 (+1,77) belegt, in Führung liegt. Morgen Sonntag fahren die Herren noch einen SuperG in Garmisch.

Die Top Ten der heutigen Kandaharabfahrt:
1. Michael Walchhofer AUT 1:56,50
2. Mario Scheiber AUT +0,09
3. Fritz Strobl AUT +0,45
4. Bode Miller USA +0,53
5. Daron Rahlves USA +0,57
6. Andreas Schifferer AUT +0,77
7. Hermann Maier AUT +1,04
8. Kristian Ghedina ITA +1,35
9. Peter Fill ITA +1,36
10. Kurt Sulzenbacher ITA +1,44

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Dorfmeister siegt beim SUPER G in Are

Feiertagsstimmung in Österreich. Auch die ÖSV Damen melden sich nach der WM Niederlage von Bormio mit einer glanzvollen Leistung und einem Doppelsieg im schwedischen Are zurück. Die Niederösterreicherin Michaela Dorfmeister feiert nach ihrer total verpatzten WM einen überlegenen Sieg vor ihrer Teamkollegin Alexandra Meissnitzer (+0.45) und der italienischen Bronzemedaille Gewinnerin von Bormio Lucia Recchia (+0.52). Für Dorfmeister war es der 20. Weltcupsieg, der sechste im Super G. Auf dem vierten Rang folgt die dreifache Weltmeisterin 2005 Janica Kostelic (+0.54) hauchdünn vor der Super G Weltmeisterin Anja Pärson (+0.55) aus Schweden der nur 3 Hunderstel Sekunden für den Sprung auf das Podest fehlten. Auf dem 6 Platz folgte die Italienerin Nadia Fanchini (+0.70) vor der US Amerikanerin Lindsey C. Kildow (+0.73) und der besten deutschen Rennläuferin Hilde Gerg (+0.85) auf Rang 8. Martina Ertl fuhr auf Rang 14, Petra Haltmayr kam auf Platz 21. Erfreulich auch das Comeback der Österreicherin Brigitte Obermoser die sich vor der etwas enttäuschenden Renate Götschl auf Platz 9 platzieren konnte. Nadia Styger als beste Schweizerin schaffte es auf den 18. Platz (mit 1,39 Rückstand). Fränzi Aufdenblatten begang schon im Startabschnitt einen großen Fehler und landete mit 3,47 Sekunden Rückstand weit im Hintertreffen. Sylviane Berthod startete gut, büsste aber sukzessive Zeit ein und musste sich mit dem 29. Rang begnügen. Die Top 10 Rennfahrerinnen beim Super G in Are: 1. Michaela Dorfmeister (AUT) 1:07,53. 2. Alexandra Meissnitzer (AUT) 0,45 zurück. 3. Lucia Recchia (ITA) 0,52. 4. Janica Kostelic (CRO) 0,54. 5. Anja Pärson (SWE) 0,55. 6. Nadia Fanchini (ITA) 0,70. 7. Lindsey Kildow (USA) 0,73. 8. Hilde Gerg (GER) 0,85. 9. Brigitte Obermoser (AUT) 0,94. 10. Renate Götschl (AUT) 1,00.

Walchhofers Revanche: Triumph im Garmisch

Die Österreicher, allen voran Michael Walchhofer nahmen in Garmisch erfolgreich Revanche für die WM-Niederlage gegen die USA in Bormio. Walchhofer gewann überlegen in einer Zeit von 1:57.79 vor seinem Landsmann Hermann Maier (Rückstand +0.99) und dem US Amerikaner Bode Miller (+1.13). Damit baut der US-Boy seine Weltcup-Führung gegenüber Benjamin Raich, der Elfter wurde, weiter aus. Für Walchhofer, der bei der WM in Bormio drei Medaillen geholt hatte, war es der fünfte Weltcup-Erfolg seiner Karriere und die Beendigung eines Traumas. Denn die letzte Kurve auf der Kandahar behagte dem Zauchenseer in der Vergangenheit ganz und gar nicht. "Diesmal habe ich mich richtig konzentriert, war die Stelle kein Problem, ich freue mich riesig über diesen Sieg", erklärte der Triumphator, der dem Herminator den 49. Weltcupsieg noch wegschnappen konnte. Dennoch war der Herminator zufrieden mit seinem zweiten Platz: "Ich habe gewusst, dass der Michi noch schneller sein wird. Auch deshalb, weil ich in der Abfahrt einfach noch nicht das draufhabe, was ich eigentlich kann. Als der Michi in der Walchhofer-Kurve war, habe ich mir schon gedacht, dass ein kleiner Wackler jetzt ganz gut wäre. Für mich ist das aber ein Traumergebnis. Außerdem habe ich schon einiges im Hinblick auf nächste Saison ausprobiert." Auf dem 4. Rang folgt mit Johann Grugger ein weiterer Östereicher vor dem nächsten US Amerikaner Daron Rahlves, der sich vor Fritz Strobl, ebenfalls Österreich, den 5 Platz sichern konnte. Als bester Schweizer platzierte sich Didier Defago auf Rang sieben. Défago bot bis zur Hälfte der Strecke eine hervorragende Leistung, die möglicherweise für einen Platz auf dem Podest gereicht hätte. Durch einen Fehler wurde er aber weit zurückgeworfen und büsste noch 1,65 Sekunden auf den entfesselten Michael Walchhofer ein. Aus dem starken ÖSV Team konnten noch Andreas Schifferer auf Rang 8 und Werner Franz auf Rang 10 in die Top 10 der Ersatzabfahrt für Kitzbühel fahren. Die DSV Rennläufer Max Rauffer (Rang 24) und Florian Eckert (Rang 25) enttäuschten. Bereits am morgigen Samstag steht die Neuauflage des Abfahrtsrennen auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen auf dem Programm. Um 11 Uhr geht's los.

Das war die SKI WM 2005 in Bormio

Eine Übersicht über Wettbewerbe bei der WM 2005 finden Sie mit einem Klick auf das Banner. Oder auf der linken Seite mit einem Klick auf Menüpunkt WM-2005-NEWS

Pranger gewinnt Nachtslalom

Der Österreicher Manfred Pranger hat vor 45 000 begeisterten Zuschauern den Weltcup-Nachtslalom im österreichischen Schladming vor seinem Landsmann Benjamin Raich gewonnen. Der Tiroler ist der Mann der Stunde. Er gewinnt nach Kitzbühel auch den zweiten Klassiker in Österreicher. Und das an seinem 27. Geburtstag! Bei der Slalom-Show auf der Planai überzeugt das ÖSV-Team mit drei unter den Top 4. Knapp hinter Pranger steht Raich neuerlich am Podest - und darf sich als "heimlicher" Sieger fühlen. Im Schatten der Österreicher ist ein Fahrer aus Schweden der Sensationsmann. Myhrer verbessert sich mit Laufbestzeit von Rang 22 auf Rang 3 und kann sich über die beste Platzierung in seiner Karriere freuen! Rainer Schönfelder belegte hinter dem Schweden wie schon in Kitzbühel Rang vier. Ein Erlebnis der besonderen Art hatte der Kärntner schon beim Einfahren wo er von drei nackten Fans begrüßt wurde. "Leider männlich. Sie haben vor mir die Hosen runter gelassen, und ein vierter hat uns dann fotografiert. So was ist mir noch nie passiert." Hatte er also vor Rennbeginn mehr gesehen, als er wollte, fehlte dem Kontaktlinsenträger dann der Durchblick. "Es ist dunkler als sonst, das Licht ist nicht so gut. Bei der Zwischenzeit war ich noch dabei. Wenn man mich um drei in der Nacht aufweckt und sagt, ich soll nochmal fahren, würde ich besser fahren. Ich kann mich an keinen Trainingslauf erinnern, an dem ich zwanzig Tore so schlecht gefahren bin." Der Führende Giorgio Rocca (ITA) musste seine Siegeshoffnungen nach einem schweren Fehler im zweiten Lauf aufgeben, fiel weit zurück und belegte nur Rang 21. Silvan Zurbriggen war wieder einmal der einzige Schweizer im zweiten Lauf und musste sich am Ende mit Rang 20 zufrieden geben. Die Ausrede, nicht fit ins Rennen gegangen zu sein, wollte Zurbriggen nicht gelten lassen. "Den Rücken habe ich beim Fahren sicher gespürt. Aber im ersten Lauf bin ich auch schlecht gefahren", sagte der Walliser. Die weiteren Starter der Schweizer, Daniel Albrecht, der bei der Zwischenzeit nur eine halbe Sekunde hinter der Bestzeit Roccas zurücklag, schied wie Michael Weyermann und Marc Gini aus. Auch die DSV Rennläufer Alois Vogl (Zwiesel), Felix Neureuther (Partenkirchen) und Stefan Kogler (Schliersee) schieden bereits im ersten Lauf aus. Im Gesamtweltcup sorgt Benni Raich für Spannung! Der Pitztaler macht als Zweiter heute 80 Punkte - und rückt Miller, der zwischenzeitlich schon mit über 400 Punkten geführt hat, auf 95 Punkte nahe! Spannung nach der WM ist also garantiert! Der Ski-Zirkus übersiedelt nun nach Bormio, wo ab Samstag die WM auf dem Programm steht. Los geht es am Samstag um 11:45 Uhr mit dem Super G der Herren. Die Top 10 Rennläufer beim Nachtslalom von Schladming: 1. Manfred Pranger (AUT) 1:47,13. 2. Benjamin Raich (AUT) 0,04 zurück. 3. Andre Myhrer (SWE) 0,24. 4. Rainer Schönfelder (AUT) 0,31. 5. Jean-Pierre Vidal (FRA) 0,44. 6. Johan Brolenius (SWE) 0,51. 7. Manfred Mölgg (ITA) 0,66. 8. Thomas Grandi (CAN) 0,68. 9. Michael Janyk (CAN) 0,70. 10. Kilian Albrecht (AUT) 1,02.

Hermann Maier gewinnt Super G von Kitz

Der Herminator ist zurück ! Hermann Maier gewinnt zum vierten Mal den SUPER G von Kitzbühel und feiert seinen 48. Weltcupsieg überhaupt ! Maier war zum letzten Mal im März 2004 im Super-G von Sestriere erfolgreich. "Ich habe selber gewusst, dass heute ein Hermann-Maier-Tag ist. 2003 waren die Emotionen aber noch viel intensiver. Aber der heutige Sieg ist auch etwas ganz besonderes. Ich habe mir das Rennen ideal eingeteilt. Es ist schwierig, wenn man mit der Nummer 30 Bestzeit fahren muss. Da muss man mit Herz und Hirn fahren.", erklärte der "Herminator", der den 21. Super-G-Sieg seiner Karriere feierte. Im Duell der Hunderstel Sekunden muss sich der US Amerikaner Daron Rahlves um 2/100 geschlagen geben. Der Dritte auf dem Stockerl kommt mit Fritz Strobl ebenfalls aus Österreich. Nach dem letzten Speed-Rennen vor Bormio zeichnet sich nun auch im Super-G, dem ersten WM-Bewerb bereits am kommenden Samstag, eine knifflige Aufstellungsentscheidung im ÖSV-Team ab. Maier und Michael Walchhofer, am Montag nur Elfter, dürften fix gesetzt sein, die Anwärter auf die restlichen zwei Plätze sind Fritz Strobl, Benjamin Raich (Siebenter in Kitz) und Stephan Görgl (Neunter). Der Schweizer Didier Défago verpasste als Vierter das Podest nur um neun Hundertstel Sekunden. Der Walliser lieferte seine mit Abstand beste Leistung in der jüngsten alpinen Disziplin seit über zwei Jahren ab. Teamkollege Tobias Grünenfelder deutete mit Platz 10 ebenfalls an, dass seine Form im Hinblick auf den WM-Super-G stimmt. Drittbester Schweizer war Konrad Hari. Der Adelbodner, der sich mit einer Klassierung in den ersten 15 das WM-Ticket hätte sichern können, belegte Platz 20. Hinter den Erwartungen blieben Ambrosi Hoffmann und Bruno Kernen, der sogar die Weltcup-Punkte verpasste. Hermann Maier übernahm mit seinem neuesten Erfolg auch die Führung in der Super-G-Wertung von Bode Miller. Der Amerikaner belegte in Kitzbühel Platz 5. Bester Südtiroler und Azzurro wurde der Kastelruther Peter Fill ( +1,06 Sekunden), der auf den zwölften Rang kam. Michael Gufler aus Pfelders belegte Platz 22 (+1,73 Sekunden), Werner Heel (Walten in Passeier) folgte einen Platz dahinter mit einem Rückstand von 1,84 Sekunden auf Hermann Maier. Der Pflerscher Patrick Staudacher wurde 28. DSV Skirennfahrer Andreas Ertl hat mit dem 24. Platz doch noch die Nominierung für die Ski-WM in Bormio geschafft. Der 29-Jährige soll bei den Titelkämpfen im Super-G und Riesenslalom für Deutschland zum Einsatz kommen. "Ich freue mich, habe aber auch nicht zwanghaft darauf hingearbeitet", sagte Ertl über die Nominierung. Damit ist Kitzbühel 2005 doch noch mit zwei Rennen über die Bühne gegangen, mit Manfred Pranger im Slalom und Maier durften die rot-weiß-roten Fans zwei Mal über ÖSV-Erfolge jubeln. Der Einsatz der Pistenarbeiter, die rund um die Uhr im Einsatz waren, wurde belohnt. "Wir mussten großen Einsatz vollbringen, aber es hat sich gelohnt", meinte der scheidende Kitzbüheler Rennleiter Toni Sailer. Die Top 10 Rennläufer beim SUPER G in Kitzbühel: 1. Hermann Maier (AUT) 1:22,39. 2. Daron Rahlves (USA) 0,02 zurück. 3. Fritz Strobl (AUT) 0,54. 4. Didier Défago (SUI) 0,63. 5. Aksel Lund Svindal (NOR) und Bode Miller (USA) 0,67. 7. Benjamin Raich (AUT) 0,71. 8. Kjetil Andre Aamodt (NOR) 0,74. 9. Stephan Görgl (AUT) 0,78. 10. Tobias Grünenfelder (SUI) 0,96.

Premieresieg für Pranger am Ganslernhang

Der Tiroler Manfred Pranger (1:31,51 Minuten) hat am Sonntag den Weltcup-Slalom-Klassiker der Herren in Kitzbühel mit 0,12 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Mario Matt gewonnen und damit im 39. Weltcupslalom seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert. Pranger ist der zehnte Österreicher, der in Kitzbühel einen Slalom gewinnen konnte. Für die ÖSV-Herren war dies der zweite Slalom-Sieg in dieser Saison. Pranger: "Ich kann es gar nicht glauben. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, ausgerechnet hier in Kitzbühel zu gewinnen. So hatte ich es mir immer in den Träumen vorgestellt. Doch in Wirklichkeit ist alles noch viel schöner", sagte der für seine "spezielle" Startvorbereitung bekannte Tiroler, der sich mit seinem Triumph gleich selber ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk gemacht hat. Am Dienstag, 25. Januar, wird Pranger 27 Jahre alt." Dritter wurde der Kroate Ivica Kostelic mit 0,24 Sekunden Rückstand. Rainer Schönfelder fiel vom zweiten Platz nach dem ersten Durchgang auf den vierten Gesamtrang zurück. Schönfelder: "Ich hab im oberen Teil schwer den Rhythmus gefunden, da ist das Licht so flach. Pranger war überfällig für diesen Sieg. Es ist ihm sehr zu vergönnen, weil er lange darum gekämpft hat." Kalle Palander, der die letzten zwei Slaloms in Kitzbühel für sich entschieden und nach dem ersten Lauf Dritter war, rutschte in der Gesamtwertung auf Platz 15 ab. Alois Vogl konnte seinen Erfolg beim Weltcup in Wengen nicht wiederholen und erreichte in 1:32,66 Minuten Platz zehn. Damit konnte er eine Woche vor Beginn der WM in Bormio seine gute Form bestätigen. Felix Neureuther schied bereits nach dem ersten Durchgang aus. Zurbriggen war wieder einmal der einzige Schweizer, der das Finale erreicht hatte und hätte es mit Platz 14 in der Hand gehabt, wie in den beiden Vorjahren in Kitzbühel ein Top-Ergebnis abzuliefern. Vor zwei Jahren war er am Ganslern-Hang Siebenter, vor zwölf Monaten Fünfter geworden. Diesmal musste der Walliser seine Ambitionen mit einem Sturz im zweiten Durchgang begraben. Urs Imboden (36.), Didier Défago (40.) und Daniel Albrecht (43.) verpassten die Qualifikation. Das Trio befand sich damit in prominenter Gesellschaft. Weltcup-Leader Bode Miller (35.) verpatzte abermals einen Auftritt im Slalom. Der Führende im Slalom-Weltcup Benjamin Raich kämpfte sich nach Rang 22 im ersten Lauf noch auf den achten Platz vor und verkürzt, mit den gesammelten Slalompunkten, den Rückstand auf den US Amerikaner Bode Miller (nicht im Finallauf) im Gesamtweltcup auf 168 Punkte! Die Top 10 Fahrer beim Slalom in Kitzbühel: 1. Manfred Pranger (AUT) 1:31,51. 2. Mario Matt (AUT) 0,12 zurück. 3. Ivica Kostelic (CRO) 0,24. 4. Rainer Schönfelder (AUT) 0,33. 5. Thomas Grandi (CAN) 0,65. 6. Manfred Mölgg (ITA) 0,91. 7. Pierrick Bourgeat (FRA) 0,99. 8. Benjamin Raich (AUT) 1,07. 9. Markus Larsson (SWE) 1,11. 10. Alois Vogl (GER) 1,15.

Pärson gewinnt Slalom von Maribor

Anja Pärson hat am Sonntag den Damen-Slalom von Maribor gewonnen. Die Schwedin erzielte am Sonntag Bestzeit vor der Kroatin Janica Kostelic und der Finnin Tanja Poutiainen. Die 24-Jährige Finnin hat sich damit vorzeitig den Sieg im Slalom-Gesamtweltcup gesichert. Sie ist die erste Finnin, die sich im Alpin-Bereich über eine Kristallkugel freuen darf. Bei den Männern hatte dies vor zwei Jahren Kalle Palander ebenfalls im Slalom geschafft. Noch mehr als der 7 Sieg in den letzten 8 Maribor Rennen dürfte Anja Pärson aber freuen, dass sie mit ihrem insgesamt 24. Weltcup-Sieg in der "ewigen Rangliste" zu ihrem Idol und ihrer Landsfrau Pernilla Wiberg aufgeschlossen hat. Anja Pärson steht nun auch auf einer Stufe mit Marie-Theres Nadig und Lise-Marie Morerod. Beste Österreicherin wurde überraschend die 18-jährige Kathrin Zettel, die mit Platz sechs ihr bisher bestes Weltcup-Ergebnis erreichte. Marlies Schild belegte Platz sieben. Weitere ÖSV-Läuferinnen: 12. Egger, 21. Sponring, 26. Truppe. Einen Tag nach ihrem Absturz auf den 23. Rang im Riesenslalom zeigte sich die Schweizerin Sonja Nef im Slalom wieder von ihrer besseren Seite. Auch wenn sie im zweiten Durchgang noch drei Positionen einbüsste, realisierte sie mit Rang 10 ihr zweitbestes Slalom-Ergebnis in diesem Winter. Monika Bergmann-Schmuderer wurde mit dem 15. Platz beste Deutsche. Eine schwache Leistung boten auch die Südtiroler Damen. Manuela Mölgg war mit Rang 25 die Beste. Poutiainen baut die Gesamtweltcup-Führung aus. Anja Pärson und Janica Kostelic ziehen im Gesamtweltcup an der Steirerin Renate Götschl vorbei und liegt als Vierte 98 Punkte zurück. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Slalom in Maribor: 1. Anja Pärson (SWE) 1:32,38. 2. Janica Kostelic (CRO) 0,28 zurück. 3. Tanja Poutiainen (FIN) 0,35. 4. Sarah Schleper (USA) 0,75. 5. Kristina Koznick (USA) 0,77. 6. Kathrin Zettel (AUT) 1,26. 7. Marlies Schild (AUT) 1,30. 8. Sarka Zahrobska (SLV) 1,36. 9. Laure Péquegnot (FRA) 1,37. 10. Sonja Nef (SUI) 1,50.

Tina Maze gewinnt Riesenslalom in Maribor

Die 21-Jährige Slowenin Tina Maze hat am Samstag, mit zwei Mal Laufbestzeit den Riesenslalom der Damen in Marburg auf dem Pohorje-Hügel gewonnen. Die Lokalmatadorin erreichte Bestzeit vor der Südtirolerin Karen Putzer und sicherte sich so ihren 3. Weltcupsieg in dieser Saison. Martina Ertl hat rechtzeitig vor Beginn der Weltmeisterschaften in Bormeo ihre gute Form unter Beweis gestellt und einen hervorragenden dritten Platz belegt. Für Ertl war es, nach dem Super G in Cortina, der zweite Podiumsplatz innerhalb von 10 Tagen. Beste der enttäuschenden ÖSV-Damen wurde Nicole Hosp, die sich, hinter der Schwedin Anja Pärson, mit einem fünften Platz, zeitgleich mit US-Girl Julia Mancuso, wohl das Ticket für die WM in Bormio sicherte. Die weiteren ÖSV-Läuferinnen Michaela Dorfmeister (16.), Eveline Rohregger (18.), Kathrin Zettel (24.) und Renate Götschl (25.) landeten im geschlagenen Feld. Silvia Berger schied im zweiten Durchgang verletzt aus. Marlies Schild verpasste gar die Qualifikation für den zweiten Durchgang. Die Schweizerinnen lieferten das schlechteste Saisonergebnis ab. Marlies Oester war mit Rang 20 noch die Beste der drei gestarteten Fahrerinnen von Swiss-Ski im phasenweise vom Wind beeinflussten letzten Riesenslalom vor der WM. Sonja Nef musste, nach aufsteigender Formkurve, mit dem 23. Platz einen Rückschlag hinnehmen. Fränzi Aufdenblatten (27.) vermochte sich nach drei vergeblichen Versuchen wenigstens wieder einmal für den finalen Durchgang zu qualifizieren. Das letztes Weltcup-Wochenende vor der Alpinen Ski-WM in Bormio und St. Caterina wird am morgigen Sonntag mit einem Slalom beendet. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Riesenslalom der Damen in Maribor: 1. Tina Maze (SLO) 2:16,36. 2. Karen Putzer (ITA) 0,22 zurück. 3. Martina Ertl (GER) 0,93. 4. Anja Pärson (SWE) 1,12. 5. Julia Mancuso (USA) und Nicole Hosp (AUT) 1,22. 7. Tanja Poutiainen (FIN) 1,23. 8. Anna Ottosson (SWE) 1,25. 9. Lindsey Kildow (USA) 1,63. 10. Allison Forsyth (CAN)

Poutiainen gewinnt Slalom in Zagreb

Tanja Poutiainen hat das erste alpine Weltcup-Rennen vor über 20 000 Fans in Zagreb gewonnen. Die 24-Jährige Finnin setzte sich im Nacht-Slalom in 1:50,71 Minuten durch und konnte ihren vierten Saisonsieg feiern. Auf Platz zwei kam die Amerikanerin Kristina Koznick in 1:50,78 Minuten vor Marlies Schild (1:51,19) aus Österreich die auch auf dem "Bärenberg" ihre Podestserie fortsetzen konnte: "Ich freu mich schon über den dritten Platz. Oben der Fehler hat nicht sein müssen, unten dann noch ein Fehler. Aber ich freu mich auch über Platz drei. Nach dem Fehler hab ich mir gedacht: Ich muss alles riskieren, damit noch was geht." Niki Hosp tastete sich als Vierte wieder an die Weltspitze heran und sorgte für ein auf den ersten Blick erfreuliches ÖSV Ergebnis. Hosp: "Ich war schon sehr froh, dass der Einser im zweiten Lauf wieder einmal aufgeleuchtet ist. Ich hab im Training schon gewusst, dass ich schnell sein kann. Und heute hab ich mir wieder die Sicherheit geholt." Dahinter dann ein ÖSV Loch - nur noch Sabine Egger kommt in die Wertung. Die Nachwuchs-Hoffnungen Zettel (1. Lauf) und Kirchgasser (2. Lauf) scheiden aus. Noch schlechter schneidet das DSV Team ab. Martina Ertl aus Lenggries kam als einzige deutsche Starterin ins Ziel und wurde in 1:52,61 Minuten 13. Monika Bergmann-Schmuderer und Annemarie Gerg schieden aus. Mit dem 5. Platz schaffte die Schweizerin Sonja Nef ihr mit Abstand bestes Slalom-Ergebnis im laufenden Winter und damit auch in ihrer zweiten Disziplin wieder den Anschluss an die Weltspitze. Marlies Oester lieferte als 19. zwar ebenfalls ihr bestes Saisonergebnis im Slalom ab. Für die Berner Oberländerin wird dies aber nur ein schwacher Trost sein, zumal sie nach dem ersten Lauf Platz 12 belegt und sich so die Basis für ein Top-Ergebnis gelegt hatte. Für Janica Kostelic dauerte der Auftritt vor heimischem Publikum nur wenige Sekunden. Die dreifache Olympiasiegerin fädelte zur Enttäuschung des überwiegend einheimischen Publikums im ersten Lauf schon im obersten Streckenteil ein. "Schade! Dieser Sieg wäre das größte Erlebnis für mich gewesen", war die Kroatin danach bitter enttäuscht. Nicht viel weiter kam Anja Pärson. Die Schwedin rutschte weg, stieg zwar noch zurück, doch für die Qualifikation für den zweiten Durchgang war der Rückstand verständlicherweise zu gross. Poutiainen konnte mit ihren vierten Saisonsieg die Führung im Gesamtweltcup vor Renate Götschl (8 Punkte Rückstand) übernehmen und baute ihre Führung im Slalom-Weltcup weiter aus. Die Damen übersiedeln nun nach Marburg, wo am Wochenende die letzten Bewerbe vor der WM auf dem Programm stehen. Am Samstag geht es im Riesenslalom zur Sache und am Sonntag wird wieder um Slalom Weltcuppunkte gekämpft. Die Top 10 beim Nachtslalom in Zagreb: 1. Tanja Poutiainen (FIN) 1:50,71. 2. Kristina Koznick (USA) 0,07 zurück. 3. Marlies Schild (AUT) 0,48. 4. Nicole Hosp (AUT) 0,92. 5. Sonja Nef (SUI) 1,03. 6. Sarah Schleper (USA) 1,04. 7. Therese Borssen (SWE) 1,29. 8. Nika Fleiss (CRO) 1,31. 9. Ana Jelusic (CRO) 1,34. 10. Resi Stiegler (USA) 1,41.

Alois Vogl ist der Sensationssieger des Slaloms von Wengen

Der Deutsche Alois Vogel gewinnt mit einer Zeit von 1:35,38 den Slalom von Wengen. Das Finale des 2. Laufes verlief jedoch sehr turbulent und entschied sich erst einige Minuten nach dem Rennen. Giorgio Rocca (7. nach dem ersten Lauf) setzte sich mit 1:35,23 auf den ersten Platz. Danach kamen Ivica Kostelic (CRO 1:35,59), Giancarlo Bergramelli (ITA 1:36,16) und Alois Vogl (GER 1:35,38), die Roccas Bestzeit nicht erreichten. Da kamen bei Zeitlupenwiederholungen schon die ersten Vermutungen auf, dass Rocca wegen eines "Einfädlers" disqualifiziert werden könnte. Oben standen noch die drei Besten nach dem 1. Lauf. Kalle Palander (FIN) lag bei der Zwischenzeit weit vor Rocca, stürzte aber nachdem er sich eine Stange unglücklich auf den Ski schlug. Benjamin Raich (AUT) hatte einige schwere Fehler in seinem 2. Lauf und fiel vorerst auf den 4. Platz zurück. Thomas Grandi (CAN) konnte seine Halbzeitführung nicht verteidigen, er hatte einen schweren Fehler beim Übergang in den Steilhang und konnte erst weiterfahren nachdem er einige Meter zurückgestiegen war. Gleich nach dem Rennen wurde Rocca dann tatsächlich disqualifiziert und so stand Alois Vogl als erster DSV-Slalomsieger seit 15 Jahren fest. "Ich bin total sprachlos eigentlich. Ich habe das am Anfang nicht gleich mitgekriegt, dass Rocca eingefädelt hat, aber ich habe es im ersten Moment nicht so richtig geglaubt, weil er selber hast auch gesagt, dass er sich nicht sicher ist. Nach einer kurzen Verzögerung war es dann fix und es war sehr überwältigend für mich." Die Zeiten bzw. Rückstände der besten 10 Läufer:
1. Alois Vogl GER 1:35,38
2. Ivica Kostelic CRO +0,21
3. Benjamin Raich AUT +0,46
4. Manfred Pranger AUT +0,60
5. Markus Larsson SWE + 0,71
6. Giancarlo Bergamelli ITA +0,78
7. Kurt Engl AUT +0,92
8. Silvan Zurbriggen SUI +0,93
9. Akira Sasaki JPN +1,06
10. Patrick Biggs CAN +1,12
Benjamin Raich konnte die 60 Punkte, die Bode Miller (USA) ihm gestern bei der Abfahrt im Kampf um den Gesamtweltcup abnahm heute wieder zurückholen, da Bode Miller wie auch Kalle Palander (FIN), Kentaro Minergava (JPN) und Mitja Dragsic ausschied. Am kommenden Wochenende stehen die legendären Rennen von Kitzbühel an. Freitag der SuperG, Samstag die Abfahrt auf der Streif, Sonntag der Slalom am Ganslernhang, der auch die Entscheidung in der Kombination bringt. Hoffentlich spielt auch im schönen Tirol das Wetter mit und wir erleben spannende Entscheidungen!

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Dorfmeister gewinnt zweite Cortina-Abfahrt vor Götschl

Jetzt hat auch Michaela Dorfmeister endlich den ersten Sieg auf der Tofana ! 39. Anläufe hat die Niederösterreicherin dafür gebraucht - Die 31-jährige Niederösterreicherin gewinnt die zweite Abfahrt auf der Olympia della Tofane mit einem Vorsprung von 59/100 Sek. vor der Steirerin Renate Götschl. Ihr dritter Saisonsieg nach den Erfolgen in Lake Louise (Super G) und St. Caterina (Abfahrt) und ihr 19 Weltcupsieg in ihrer Karriere. Dorfmeister: "Unfassbar. Da ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich bin fast sprachlos und das ist bei mir wirklich selten. Ich habe mir eingeredet, dass ich hier nicht gewinnen muss und plötzlich hat es geklappt. Ich hätte es schon am Samstag drauf gehabt, Renate zu schlagen. Ihr einen Tag, nachdem sie Skigeschichte geschrieben hat um die Ohren zufahren, tut aber auch gut. Und Renate freut sich sicher auch über Platz zwei. Jetzt hoffe ich, dass ich diese Lockerheit beibehalten kann." Aber auch Renate Götschl ist heute mit Rang 2 eine große Siegerin! Sie fährt zwar am "Grand Slam" vorbei - aber die Cortina-Bilanz 2005 ist eindrucksvoll: Drei Siege, ein zweiter Platz. Insgesamt hat die Königin von Cortina an diesem Wochenende 380 Weltcup-Punkte gesammelt. "Das war eine Woche, die ich nie vergessen werde. Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich Cortina als Weltcup-Führende verlasse, hätte ich ihn als Spinner bezeichnet", sagte Götschl. Seit dem Semmering-Double von Marlies Schild haben die ÖSV-Damen acht der zehn jüngsten Weltcup-Rennen gewonnen. Die Lenggrieserin Hilde Gerg wurde in 1:37,40 Minuten und mit 0,78 Sekunden Rückstand Dritte. Isabelle Huber (1:38,24) wurde 15, Petra Haltmayr musste sich mit Rang 28 begnügen. Beste Schweizerin auf Rang 6 war Sylviane Berthod. Sie erreichte in der sechsten Abfahrt des Winters zum dritten Mal einen Rang in den Top 10. Eine gute Leistung gelang auch Fränzi Aufdenblatten, die als 11. ihr zweitbestes Saison-Ergebnis realisierte. Nadia Styger dagegen konnte ihren 7. Rang vom Vortag nicht bestätigen. Im zweiten Anlauf wurde sie nur 21. Ella Alpiger schied durch Sturz aus. Im Abfahrts-Weltcup führt Renate Götschl nun mit 60 Punkten vor Hilde Gerg, die sich an Lindsey C. Kildow vorbei auf den zweite Rang schob. Auch im Gesamtweltcup hat Renate Götschl mit neun Punkten Vorsprung die Führung vor Janica Kostelic übernommen. Dritte ist nun Michaela Dorfmeister, die sich vor Anja Pärson auf Platz 3 setzte. Die Top 10 Rennfahrerinnen bei der 2. Abfahrt in Cortina d'Ampezzo: 1. Michaela Dorfmeister (AUT) 1:36,62. 2. Renate Götschl (AUT) 0,59 zurück. 3. Hilde Gerg (GER) 0,78. 4. Janica Kostelic (CRO) 0,81. 5. Anja Pärson (SWE) 1,10. 6. Sylviane Berthod (SUI) 1,13. 7. Emily Brydon (CAN) 1,23. 8. Julia Mancuso (USA) 1,30. 9. Alexandra Meissnitzer (AUT) 1,37. 10. Kirsten Clark (USA) 1,47.

Michael Walchhofer gewinnt 75. Lauberhornabfahrt

Vor der imponierenden Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau, bei wunderschönen Winterwetter, einer hervorragenden Piste und einem Grossaufmarsch an Zuschauern gewinnt der Österreicher Michael Walchhofer die Abfahrt von Wengen mit einem Vorsprung von 9/100 Sekunden, vor seinem Teamkollegen Christoph Gruber und dem US Amerikaner Bode Miller. Es war für den 29-jährigen Zauchenseer erst der zweite Weltcup-Abfahrtssieg seiner Karriere, nachdem er letzten Winter in Lake Louise gewonnen hatte. "Das war ein echt wilder Ritt. Ich war vor dem Start sehr angespannt, weil ich schon beim Rauffahren mit dem Lift daran gedacht habe, dass es heute Zeit für den ersten Sieg in der Abfahrt ist, und mir damit selbst Druck gemacht habe. Gott sei Dank bin ich trotzdem gut gefahren, das war im Hinblick auf Kitzbühel und die WM unheimlich wichtig", betonte Walchhofer, der seinen Vorsprung auf Miller im Abfahrtsweltcup auf 53 Zähler vergrößerte. Die Österreicher präsentieren sich am Lauberhorn in bestechender Team Form. Hinter dem Spitzentrio belegt Hermann Maier den vierten Platz: "Mit der Fahrt im unteren Abschnitt bin ich zwar hochzufrieden, vor allem das Ziel-S habe ich sehr gut erwischt, doch ich habe noch immer nicht ganz das Richtige unter den Füßen. Es müssen aber nur noch Kleinigkeiten perfektioniert werden." Werner Franz wird Fünfter. Klaus Kröll rast auf den zehnten Rang. Auch Südtirols Abfahrer zeigten eine beeindruckende Leistung, Kurt Sulzenbacher wurde mit einem Rückstand von 1,11 Sekunden Sechster, Peter Fill folgte auf Platz sieben. Bester Schweizer beim Triumph des österreichischen Weltmeisters Michael Walchhofer war Silvan Zurbriggen als 16., was für die Eidgenossen nicht nur die größte Abfahrtsschlappe dieses Winters, sondern seit Garmisch vor fünf Jahren bedeutete. Damals war Jürg Grünenfelder als 20. bester Schweizer gewesen. Max Rauffer belegte für den DSV mit 2,79 Sekunden Rückstand auf den Sieger den 27. Platz. Florian Eckert sammelte als 30. (+3,04) noch einen Weltcup-Punkt. Die Top 10 Rennläufer bei der 75. Lauberhornabfahrt: 1. Michael Walchhofer (AUT) 2:27,05. 2. Christoph Gruber (AUT) 0,09 zurück. 3. Bode Miller (USA) 0,18. 4. Hermann Maier (AUT) 0,62. 5. Werner Franz (AUT) 0,72. 6. Kurt Sulzenbacher (ITA) 1,11. 7. Peter Fill (ITA) 1,14. 8. Alessandro Fattori (ITA) und Lasse Kjus (NOR) 1,26. 10. Klaus Kröll (AUT) 1,38.

Hattrick für die Speedqueen von Cortina: Renate Götschl

Renate Götschl setzt auf ihre beiden Super-G-Siege von Mittwoch und Freitag noch eines drauf und gewinnt die heutige Abfahrt mit 1.37,27 vor der überraschend starken Kroatin Janica Kostelic (+0,29 Sek.), die erstmals in ihrer Karriere in einer Abfahrt aufs Podium fuhr und ihrer schärfsten Konkurrentin im heutigen Rennen Lindsey Kildow (USA + 0,44 Sek.). "Ich wusste, dass die letzten Drei stark fahren, zwei davon hatten die gleichen Ski wie ich. Ich wäre schon mit einem Podestplatz zufrieden gewesen, aber was jetzt da in Cortina abgeht ist unfassbar. Der Sieg am Mittwoch war wie eine Befreiung. Alles was bisher fehlte, ist seit Mittwoch wieder da. Und jetzt läuft es fast wie von selbst", so Götschl. Knapp am Stockerl vorbei schrammt die stärkste DSV-Läuferin Hilde Gerg mit 0,53 Sek Rückstand auf Götschl - dahinter die zweitbeste Österreicherin Michaela Dorfmeister (+ 0,68 Sek.). Auf den weiteren Plätzen: 6. Ingrid Jacquemod (FRAU +0,71 Sek.). Nadia Styger war als 7. die beste Schweizerin und fand eine bemerkenswerte Antwort auf die beiden so enttäuschenden Schweizer Vorstellungen im Super-G. Erstmals in dieser Saison schaffte es die Innerschweizerin unter die ersten 10 in der Abfahrt. Hinter Styger folgte die lange führende Kirsten Clark (USA +1,02 Sek.), 9. Janette Hargin (SWE +1,06 Sek.) und 10. Alexandra Meissnitzer (AUT +1,21 Sek.). Die Platzierungen der weiteren DSV-Läuferinnen: 20. Petra Haltmayr (+1,85 Sek), 23. Isabelle Huber (+2,01 Sek.), 25. Regina Häusl (+2,14 Sek.). Nach ihrem 18. Abfahrts-Sieg führt Götschl auch im Disziplinen-Weltcup, nur Janica Kostelic verhinderte als Überraschungs-Zweite, dass Götschl auch in der Gesamtwertung die Führung übernahm. Renate Götschl ist mit ihrem heutigen Sieg die einzige Dame, die je auf einer Strecke 8 Mal gewonnen hat - damit stellt sie den Weltrekord des großen Ingemar Stenmark ein und beweist wieder einmal, dass sie wirklich zu den ganz Großen im Skisport gehört. Wir gratulieren!

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

BENJAMIN RAICH heißt der erste Sieger der neuen Kombination

Der Österreicher Benjamin Raich darf sich verdienter Weise als erster in die Siegerlisten der neuen Kombination eintragen. Er schafft es mit einer ansprechenden Abfahrtsleistung, 0,32 Sekunden Vorsprung (von 1,49 aus dem Slalom) auf den favorisierten Norweger Lasse Kjus zu behalten. Dahinter auf Platz 3 Didier Defago (SUI +1,40 Sek.), für den der heutige Stockerlplatz wohl eine kleine Entschädigung für den vergebenen RTL-Sieg von Adelboden sein dürfte. Über den hervorragenden vierten Platz darf sich der junge Schweizer Daniel Albrecht (+1,80 Sek.) freuen, noch vor dem zweiten Elch Kjetil A. Aamodt (+1,82 Sek.). Auf den weiteren Plätzen: 6. Pierrick Bourgeat (FRA, dritter nach dem Slalom, + 1,88 Sek.), Christoph Gruber (AUT +2,14 Sek.), 8. Peter Fill (ITA 2,40 Sek.) , 9. Hermann Maier (AUT) und Markus Larsson (SWE) - beide 3,28 Sek. zurück. Was ist nun das Resümee nach dem ersten Rennen dieser neuen Kombi? Österreich freut sich vor allem mit Benjamin Raich, aber auch mit Hermann Maier, die beide wertvolle Punkte auf Bode Miller im Gesamtweltcup gemacht haben. Bode Miller weiß nun, dass "langsam Fahren" bei ihm nicht funktioniert, weil er trotzdem eingefädelt hat und wird wohl wieder zu seinem Motto "Alles oder Nichts" zurückkehren. Lasse Kjus und Kjetil Andre Aamodt wissen seit Jahren, dass sie in der Kombination - egal in welcher Art und Weise sie durchgeführt wird - zu den heißesten Eisen zählen. Und sonst? Außenseiter, die sich über leicht verdiente Punkte gefreut haben, wurden darüber informiert, dass auch in dieser Kombination die 8% Regel gilt (keine Punkte bei mehr als 8% Rückstand auf die Bestzeit). Die Verantwortlichen werden darüber nachdenken, eine weitere Prozentregel für die Teilnahme an der Abfahrt aufzustellen, um das Zurücksteigen nach Ausfall im Slalom ein wenig zu unterbinden. Insgesamt ist es schwer zu sagen, ob die Reglementänderung bei der Kombination den gewünschten Effekt gebracht hat. An der Spitze gibt es nicht viel Neues, das Feld der wirklich Kombinierer, der wirklichen "absoluten" Schifahrer, ist nach wie vor sehr klein und solche lassen sich leider nicht so einfach "züchten", nachdem der Weltcup in den letzten Jahren doch immer mehr zu einer Sache der Spezialisten - der Speedfahrer auf der einen und der Techniker auf der anderen Seite - geworden ist. Mal sehen, was die Zukunft bringt. Abschließend wollen wir noch ein kräftiges Happy Birthday für den unverwüstlichen Lasse Kjus zu seinem 34. Geburtstag anstimmen!

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Götschl, wer sonst ? Die Cortina-Königin schlägt wieder zu !

Renate Götschl rast in Cortina d Ampezzo von einem Sieg zum nächsten. Die Steierin gewinnt auch den zweiten Super G von Cortina d Ampezzo in einer Zeit von 1:13,98 und feiert damit den insgesamt siebten Weltcup-Triumph auf der Olympia della Tofane. 0,08 Sekunden dahinter platziert sich die US-Amerikanerin Lindsey Kildow. Die 24-jährige Österreicherin Silvia Berger belegt einen ausgezeichneten dritten Rang. Mit Alexandra Meissnitzer als Sechste schaffen insgesamt drei ÖSV-Damen den Sprung unter die Top Ten. Katja Wirth wird 12. und Michaela Dorfmeister muss sich mit Platz 14 begnügen. Martina Ertl kam als beste Deutsche mit 87 Hundertstelsekunden Rückstand als Siebte ins Ziel. Hilde Gerg wurde Neunte (+ 1,01) und Petra Haltmayer landete auf dem 22. Platz ( + 1,64). Der größten Schweizer Super-G-Schlappe überhaupt folgte zwei Tage später eine nur unwesentliche Steigerung. Fränzi Aufdenblatten war diesmal die beste ihres Teams, aber mit 1,54 Sekunden reichte es lediglich zum 21. Platz. Im Super G-Weltcup wechselt die Führung neuerlich! Renate Götschl zieht ihrer Teamkollegin Dorfmeister das Rote Trikot aus und führt nun 19 Punkte vor Lindsey Kildow. Hilde Gerg, als Führende nach Cortina gekommen, liegt nur noch auf Rang vier. Auch im Gesamtweltcup macht schiebt sich die steierische Speed-Queen auf Rang vier vor, nur noch 88 Punkte hinter Leaderin Poutiainen. Bereits morgen, bei der 1. Abfahrt in Cortina kann Renate Götschl diesen Abstand weiter verkürzen. Die Top 10 Rennläuferinnen beim 2. SUPER G der Damen in Cortina: 1. Renate Götschl (AUT) 1:13,98. 2. Lindsey Kildow (USA) 0,08 zurück. 3. Silvia Berger (AUT) 0,73. 4. Carole Montillet-Carles (FRA) 0,79. 5. Ingrid Jacquemod (FRA) 0,81. 6. Alexandra Meissnitzer (AUT) 0,86. 7. Martina Ertl (GER) 0,87. 8. Karen Putzer (ITA) 0,96. 9. Hilde Gerg (GER) 1,01. 10. Janica Kostelic (CRO) 1,02.

Renate Götschl ist die "Königin von Cortina"

Renate Götschl feierte auf der Tofana-Piste ihren ersten Saisonsieg. Kein Wunder das es gerade hier mit dem Sprung auf den obersten Podestplatz klappte. Sechs Weltcupsiege, sieben Mal Zweite und einmal Dritte - so die sensationelle Bilanz der österreichischen "Speed Queen" in ihrem "Wohnzimmer" ins Cortina d'Ampezzo. Auf dem zweiten Rang folgt etwas überraschend die Gesamtweltcupsiegerin der letzten Saison Anja Pärson aus Schweden, die sich in den Speed Disziplinen immer wohler fühlt und sich bei einem Super G noch nie so weit vorne platzieren konnte. Erleichterung bei Martina Ertl die in Cortina, nach nicht optimalen Saisonverlauf, als Dritte erstmals in dieser Saison den Sprung auf das "Treppchen" schaffte. Auf Rang 4 folgt Lindsey C. Kildow die das "Stockerl" nur um 7/100 Sekunden verfehlte. Im Windschatten der Speed-Queen ein starkes ÖSV-Team: Michaela Dorfmeister wird Fünfte, dahinter folgen Elisabeth Görgl (6.), Silvia Berger (7.) und Andrea Fischbacher (8). Platz 9 geht an die Kanadierin Emily Brydon vor der sechsten Österreicherin unter den Top 10 Alexandra Meissnitzer. Hilde Gerg, als Führende im Super G Weltcup angetreten, musste sich nach einem verpatzten Lauf am Ende mit den 17. Platz zufrieden geben. Noch schlimmer erwischte es gar Maria Riesch. Die 20-Jährige stürzte nach 25 Fahrsekunden schwer und blieb lange Zeit liegen. Danach fuhr sie aber mit Schürfwunden im Gesicht ins Ziel. Das schmerzende Knie wurde in einer Klinik untersucht. Eine genaue Diagnose folgt im Laufe des Tages. Auf die weiteren DSV Rennläuferinnen blieben hinter den Erwartungen: Petra Haltmayr wurde nach fehlerhafter Fahrt 20. Stefanie Stemmer kam auf den 50. Rang und Isabelle Huber sowie Regina Häusl verpassten jeweils ein Tor und schieden aus. Eine ganz bittere Niederlage kassierten die Schweizerinnen, die mit Nadia Styger ihre beste Fahrerin auf den 28. Platz brachten. Die restlichen sechs Athletinnen aus dem Team von Marie-Theres Nadig blieben ohne Weltcuppunkte. Im Gesamt Weltcup bleibt Tanja Poutiainen vorne. Erste Verfolgerin ist nun wieder Anja Pärson, die heute überraschend viele Punkte sammelt. Der Kampf um die kleine Super G Weltcupkugel wird immer spannender! Michaela Dorfmeister zog Hilde Gerg heute das rote Leader-Trikot aus - führt nun 5 Punkte vor Lindsey Kildow und auch Renate Götschl mischt mit dem heutigen Sieg wieder ganz vorne mit! Das war der Auftakt der Cortina-Woche. Für das ÖSV-Team höchst erfolgreich mit einem Sieg und insgesamt fünf ÖSV Läuferinnen in den Top acht - für das deutsche Team etwas durchwachsen und für das Swiss Team enttäuschend. Den nächste Wettbewerb gibt's schon am Freitag mit einem weiteren Super G Rennen auf der "Olympia delle Tofane".

Blardone gewinnt Riesenslalom am Kuonisbergli

Im bisher spektakulärsten Skirennen dieses Winters, vor der Rekordkulisse von 17 500 Zuschauer am Kuonisbergli, bot Bode Miller die beste Show, aber der Italiener Massimiliano Blardone war beim wohl schwersten Riesenslalom schneller. Der 25-Jährige holte sich in Adelboden (Schweiz) in 2:19,84 Minuten am Dienstag seinen ersten Weltcupsieg. "Je schwerer, desto besser für mich. Es ist als ob ich Flügel hätte, ein Traum wurde wahr." Zweiter wurde der US Amerikaner Bode Miller (2:20,02) vor dem Finnen Kalle Palander (2:20,23). Der nach dem 1. Lauf führende Schweizer Didier Defago schied ebenso aus wie Daron Rahlves (USA), der sich im Zielhang überschlug. Der Dritte nach dem ersten Lauf kam bei diesem fürchterlich aussehnenden Sturz, bei dem es ihn mit voller Wucht überschlug, aber mit dem Schrecken, blauen Flecken und Kopfschmerzen davon. Im ersten Durchgang hatte es dort schon Schifferer wild "zerrissen". Bester ÖSV-Läufer wurde Benjamin Raich als Vierter. Christoph Gruber verbesserte sich dank Laufbestzeit von Platz 21 auf acht, Hermann Maier kam über Rang 18 nicht hinaus. Der Herminator sieht der WM aber zuversichtlich entgegen: "Es ist nicht gut gelaufen, es war ein sehr gerader Riesentorlauf, fast keine Kurve, zu viel hin und her gefahren. Normal müsste man da schon schneller sein. Ich sehe das sehr locker und entspannt. Ich weiß, der erste Sieg kommt, es ist nur eine Frage der Zeit. Die Abstimmung habe ich gefunden, aber jetzt kam zuletzt halt Pech dazu." Für die Sensation des Tages aus Schweizersicht sorgte jedoch der junge Bündner Marc Berthod mit Platz 7. Der 21-Jährige aus dem B-Kader war im ersten Lauf mit der Startnummer 58 auf den 15. Platz vorgestürmt und steigerte sich im Finale noch um acht Positionen. Bruno Kernen wurde Zehnter, bestätigte damit erneut den Aufwärtstrend in seiner dritten Disziplin und realisierte sein mit Abstand bestes Ergebnis in einem Weltcup-Riesenslalom. Sein bisheriges Bestresultat hatte der Berner Oberländer vor neun Jahren mit Rang 17 ebenfalls in Adelboden geschafft. Der Deutsche Andreas Ertl verpasste erneut den 2. Lauf und damit die Qualifikation zur WM in Bormio (ab 29. Januar). Die Top 10 Rennläufer beim Riesenslalom in Adelboden: 1. Massimiliano Blardone (ITA) 2:19,84. 2. Bode Miller (USA) 0,18 zurück. 3. Kalle Palander (FIN) 0,39. 4. Benjamin Raich (AUT) 0,70. 5. Lasse Kjus (NOR) 0,82. 6. Frederik Nyberg (SWE) 0,88. 7. Marc Berthod (SUI) 1,14. 8. Christoph Gruber (AUT) 1,19. 9. Ales Gorza (SLO) 1,42. 10. Joel Chenal (FRA) und Bruno Kernen (SUI) 1,49.

Souveräner Sieg von Giorgio Rocca im Chamonix-Slalom

Giorgio Rocca (ITA) verteidigte seine Zwischenführung aus dem 1. Lauf und gewann mit 1:28,15. "Im 1. Lauf bin ich gut gefahren, im 2. kontrolliert und habe keinen Fehler gemacht. Ich bin zufrieden." Zufrieden war auch Benjamin Raich (AUT) mit seinem 2. Platz trotz des großen Rückstandes von 1,33 Sekunden auf den Sieger. "Giorgio ist gewaltig gefahren, er war nicht zu schlagen." Erstmals aufs Stockerl fuhr der Schwede Markus Larsson (+1,36). Kalle Palander (FIN +1,42) verbesserte sich mit seinem 2. Lauf vom 9. auf den 4. Rang. Ivica Kostelic (KRO +1,57) begann den 2. Lauf gut, machte dann aber einige Fehler und rutschte vom 2. auf den 5. Platz zurück. Die Plätze 6 bis 10 gingen an: 6. Mario Matt (AUT +1,60), 7. Silvan Zurbriggen (SUI +1,65), 8. Manfred Pranger (AUT +1,76), 9. Rainer Schönfelder (AUT +1,80) und Platz 10 teilten sich Manfred Mölgg (ITA +2,00) und der 22-jährige Überraschungsmann des Tages Patrick Biggs aus Kanada, der sich mit der hohen Startnummer 59 im 1. Durchgang als 30. gerade noch für den 2. Durchgang qualifizierte und dort mit Laufbestzeit im den Riesensprung unter die ersten 10 der Rangliste schaffte. Aus der deutschen Mannschaft scheinen Alois Vogel (+2,07) als 11. und Felix Neureuther (+2,48) als 20 in der Ergebnisliste auf. Ausgeschieden ist im 2. Lauf nur der Franzose Sebatien Amiez.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M.Riedler

Schild auf der WM-Piste "weltmeisterlich"

Marlies Schild stellte ihre derzeitige Topform bei der WM Slalom Generalprobe im italienischen Santa Catarina eindrucksvoll unter Beweis. 33 Tage vor dem (Nacht)Slalom um WM-Gold sichert sich die Salzburgerin mit einem ähnlich starkem Finallauf wie am Semmering ihren dritten Weltcupsieg binnen zehn Tagen vor der US Amerikanerin Kristina Koznick. Platz drei ging an Monika Bergmann-Schmuderer (1:30,20), die ebenso wie die Fünftplatzierte Annemarie Gerg (1:31,15) ihr bislang bestes Saison- Ergebnis schaffte. Martina Ertl musste sich mit Rang 21 begnügen. Maria Riesch schied dagegen nach einem vierten Platz im Zwischenklassement mit einem Fahrfehler im zweiten Durchgang aus. Zweitbeste Österreicherin wurde hinter der Gesamtweltcupführenden Tanja Poutiainen aus Finnland,Lizz Görgl auf Rang sieben, Niki Hosp belegte Rang neun und zeigt aufsteigende Tendenz. Karin Truppe als 13. und Kathrin Zettel als 19. holten ebenfalls Weltcuppunkte für den ÖSV. Die Schweizerin Sonja Nef wurde Zwölfte, aber mit nur drei Zehnteln Rückstand auf den 3. Platz. Ohne einen Fast-Sturz im ersten Lauf, bei dem sie mit dem Körper den Boden berührte und über eine Sekunde verlor, wäre vielleicht schon in diesem Rennen der erste Podestplatz für die Appenzellerin Realität geworden. Die Südtiroler Skidamen  enttäuschten bei ihrem Heimrennen auf der ganzen Linie. Beste des italienischen "Azzurre" Teams wurde Nicole Gius (23.) aus Stilfs. Die Top 10 Rennfahrerinnen beim Slalom in Santa Catarina: 1. Marlies Schild (AUT) 1:29,96. 2. Kristina Koznick (USA) 0,15 zurück. 3. Monika Bergmann (GER) 0,24. 4. Veronika Zuzulova (SLK) 1,11. 5. Annemarie Gerg (GER) 1,19. 6. Tanja Poutiainen (FIN) 1,23. 7. Elisabeth Görgl (AUT) 1,24. 8. Sarka Zahrobska (TCH) 1,31. 9. Nicole Hosp (AUT) 1,32. 10. Sarah Schleper (USA) und Christel Pascal (FRA) 1,39.

Tina Maze gewinnt Riesenslalom WM Generalprobe in Santa Catarina

Die Slowenin Tina Maze hat die Riesenslalom WM Generalprobe für sich entschieden. In Santa Catarina feierte die 21-Jährige in eindrucksvoller Manier ihren dritten Sieg im Skiweltcup. Mit Genevieve Simard und Allison Forsyth landeten zwei Kanadierinnen auf den Rängen zwei und drei. Besonders erfreulich aus Schweizersicht: Sonja Nef wurde hinter der US Amerikanerin Julia Mancuso aber immerhin vor Tanja Poutiainen und Anja Pärson (!) Fünfte und erzielte das beste Resultat dieses Winters. Zum Podest fehlten der Appenzellerin nur 24 Hundertstelsekunden. Beste Österreicherin war Michaela Dorfmeister die sich mit der Italienerin Nicole Gius zeitgleich den achten Platz teilte. "Nie hätte ich gedacht, heute beste Österreicherin zu sein. Das war ein Kurs für Technikerinnen, außerdem hatte ich keine Zeit, Riesentorlauf zu trainieren. Also bin ich absolut zufrieden. Platz zehn wäre aber auch okay gewesen, wenn dafür eine von uns auf dem Podest gestanden wäre", sagte Dorfmeister. Kathrin Zettel belegte unmittelbar vor Elisabeth Görgl Rang zehn. Nicole Hosp (2. im ersten Lauf) fiel aus und Michaela Kirchgasser vom 3. auf den 13. Platz zurück. Die DSV Rennläuferin Maria Riesch fiel nach einem schweren Fehler im zweiten Lauf vom sechsten auf den 14. Rang zurück. Der Rest der deutschen Damen enttäuschte. Martina Ertl verpasste zum erstenmal in diesem Winter die Qualifikation für das Finale. Die Top 10 Rennfahrerinnen beim Riesenslalom in Santa Catarina: 1. Tina Maze (SLO) 2:36,78. 2. Geneviève Simard (CAN) 1,16 zurück. 3. Allison Forsyth (CAN) 1,22. 4. Julia Mancuso (USA) 1,45. 5. Sonja Nef (SUI) 1,46. 6. Tanja Poutiainen (FIN) und Anja Pärson (SWE) 1,63. 8. Nicole Gius (ITA) und Michaela Dorfmeister (AUT) 1,76. 10. Kathrin Zettel (AUT) 1,80.

Grugger gewinnt Abfahrt in Chamonix

Der junge Österreicher Johann Grugger holt sich nach Bormio heute auch in Chamonix den Sieg mit 1.56,93. Nur 11 Hundertstel dahinter der "Golden Oldie" Christian Ghedina (ITA), dessen Formkurve kurz vor der Heim-WM steil nach oben zu zeigen scheint. Und schon wieder Dritter wird Weltmeister Michael Walchhofer - denkbar knapp mit 0,14 Sek. Rückstand auf Grugger und nur 0,03 Sek. auf Ghedina. Walchhofer dürfte ebenso wie Bode Miller und einige andere Favoriten, die mit hohen Nummern auf die Strecke gingen, ein wenig durch die schlechter werdenden Verhältnisse im Mittelteil benachteiligt worden sein. Den Vierten Platz, und damit sein bestes Weltcupergebnis in der Abfahrt, erreichte der junge Tiroler Mario Scheiber (AUT) mit einer Zeit von 1.57,24 - nur 11 Hundertstel vor dem Amerikaner Daron Rahlves. Auf den weiteren Plätzen: 6. Christoph Gruber (AUT +0,49 Sek.) ex aequo mit Jeff Hume (CAN). Auf dem 8. Platz - ebenfalls ex aequo - die beiden Rivalen Bode Miller (USA) und Hermann Maier (AUT) beide 0,51 Sek. Rückstand und beide mit hervorragender oberer Zwischenzeit. 10. wurde noch der Italiener Kurt Sulzenbacher (+ 0,71 Sek.). Beste Schweizer wurden Ambrosi Hoffmann auf Platz 11 und Jörg Grünenfelder als Zwölfter. Die Ehre der v