Anja Pärson sichert sich Riesenslalom Weltcup
Kostelic gewinnt Riesenslalom-Finale

Nach ihrem Vortagessieg im Slalom brillierte Janica Kostelic erneut. In beiden Läufen fuhr die Kroatin Bestzeit, was ihr zu einem ungefährdeten Sieg reichte, dem bereits 30. in ihrer Karriere. 61 Hundertstel zurück belegte die Kanadierin Geneviève Simard, die schon in Cortina Zweite geworden war und zum fünften Mal aufs Podest fuhr, Platz 2. Die zeitgleichen Dritten, Tanja Poutiainen (Fi) und Nicole Hosp (Ö) büssten bereits 1,54 Sekunden auf Kostelic ein. Anja Pärson sicherte sich zum dritten Mal nach 2003 und 2004 die Disziplinenwertung im Riesenslalom. Das Duell gegen die Spanierin Maria José Rienda Contreras entschied sie letztlich mit 49 Punkten Vorsprung für sich. Pärson musste sich mit Rang 7 bescheiden, lag damit aber immer noch eine Position vor der Spanierin. Michaela Kirchgasser wird gute Sechste. Sehr gut hielt sich Nadia Styger, die einzige Schweizer Starterin. Sie büsste zwar gut drei Sekunden auf die Bestzeit von Kostelic ein, doch dies reichte zum 10. Schlussrang, ihrem besten Saison-Resultat im Riesenslalom. Ein paar Tränen vergoss hingegen Michaela Dorfmeister, die sich mit einem 13. Platz vom Ski-Zirkus verabschiedete. Martina Ertl-Renz wurde in ihrem letzten alpinen Einzel-Weltcup Rennen Neunte. Die 32-jährige Lenggrieserin fuhr beim Saisonfinale von Rang 17 nach dem ersten Lauf noch nach vorne. Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) kam auf Platz 16 und verpasste damit Weltcup-Punkte. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Riesenslalom Finale der Damen in Aare: 1. Janica Kostelic (CRO) 2:06,41. 2. Geneviève Simard (CAN) 0,61 zurück. 3. Tanja Poutiainen (FIN) und Nicole Hosp (AUT) 1,54. 5. Manuela Mölgg (ITA) 1,91. 6. Michaela Kirchgasser (AUT) 2,09. 7. Anja Pärson (SWE) 2,17. 8. Maria José Rienda Contreras (ESP) 2,55. 9. Martina Ertl (GER) 2,85. 10. Nadia Styger (SUI) 3,03.

Giorgio Rocca gewinnt Slalom Weltcup
1. Weltcupsieg für Markus Larsson in Aare

Der Schwede Markus Larsson sicherte sich mit 2. Laufzeit seinen ersten Weltcupsieg. Als 2. nach dem 1. Lauf griff er trotz sehr schlechter Piste im 2. Durchgang voll an und legte so dem Zwischenführenden Giorgio Rocca eine tolle Zeit vor. Der Slalomweltcupsieger Rocca brachte seinen zweiten Lauf nicht ins Ziel, und so triumphierte Larsson zum ersten Mal im Weltcup. Stephane Tissot (FRA +0,82) stand als 2. und Thomas Grandi (CAN +0,93) als 3. am Siegerpodest. Ivica Kostelic (CRO) fuhr als 4. nur 0,03 Sekunden am Stockerl vorbei. 5. wurde Pierrick Bourgeat (FRA +0,99), dem so schwierige Pistenverhältnisse zu liegen scheinen. Als bester Österreicher klassierte sich der Tiroler Mario Matt (+1,25) an die 6. Stelle. Mit Platz 7 und dem Ausscheiden von Bode Miller sicherte sich Aksel Lund Svindal (NOR +1,63) den 2. Platz in der Weltcupgesamtwertung. Rainer Schönfelder (AUT +1,70) fuhr auf Rang 8, Akira Sasaki (JPN +1,71) auf Rang 9 und Andre Myhrer (SWE +1,94) beschloss die Gruppe der besten 10. Felix Neureuther fuhr im letzten Rennen der Saison auf Rang 12. Ausgeschieden sind im 2. Lauf Bode Miller (USA), Alois Vogl (GER), Manfred Pranger (AUT), Martin Hansson (SWE), Patrick Thaler (ITA) und Michael Janyk (CAN). Mit dem heutigen Rennen wurde die Weltcupsaison der Herren geschlossen, es wird am Sonntag nur noch ein Teambewerb ausgetragen. Die Weltcupsaison 2005/2006 brachte Benjamin Raich (AUT) zum ersten Mal die große Kugel für den Gesamtweltcup und die kleine Kugel im Riesentorlaufweltcup. Die Abfahrtsweltcupwertung entschied Michael Walchhofer (AUT) für sich und den Sieg im Slalomweltcup holte sich wie schon erwähnt der Italiener Giorgio Rocca.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Raich holt sich die Riesenslalom Weltcupkugel
Raich auch beim letzten Riesenslalom der Saison erfolgreich

Doppel-Olympiasieger Benjamin Raich hat den Sack zugemacht. Der Doppel-Olympiasieger hat nach dem Gesamtweltcup auch die Riesenslalom-Wertung gewonnen. "Ich hab noch einmal alles gegeben", freute sich Raich nach dem Erfolg. "Ich wollte einfach alles aus mit herausholen." Der 28 Jahre alte Österreicher holte sich die kleine Kristallkugel mit seinem Sieg im letzten Riesenslalom der Saison in Are mit 481 Punkten vor Massimiliano Blardone (442). Der Italiener hatte nach dem ersten Durchgang noch vor Raich in Führung gelegen, musste sich aber letztlich in 2:23,44 Minuten mit fast einer Sekunde Rückstand auf Raich (2:22,50) geschlagen geben. Auf Rang drei folgte der Schweden Fredrik Nyberg (1,02). Hannes Reichelt belegte als zweitbester Österreicher Platz fünf. Raich feierte damit seinen bereits siebenten Erfolg in diesem Winter, den dritten im Riesenslalom nach Kranjska Gora und Adelboden. Insgesamt war es der 23. Weltcup-Triumph des grossen Dominators dieser Saison. Die Top 10 Rennläufer des Riesenslalom Weltcupfinale in Aare: 1. Benjamin Raich (AUT) 2:22,50. 2. Massimiliano Blardone (ITA) 0,94 zurück. 3. Fredrik Nyberg (SWE) 1,02. 4. François Bourque (CAN) 1,29. 5. Hannes Reichelt (AUT) 1,62. 6. Daron Rahlves (USA) 1,75. 7. Ted Ligety (USA) 2,18. 8. Thomas Fanara (FRA) und Peter Fill (ITA) 2,37. 10. Alberto Schieppati (ITA) 2,47.

Kostelic gewinnt Slalom Weltcup
Kostelic auch beim Slalom von Aare unschlagbar

Janica Kostelic aus Kroatien gewann auch den letzten Damen-Slalom der Saison 2005/06 in Aare (SWE) vor der Österreicherin Marlies Schild (0,87). "Kostelic macht einfach keine Fehler, fährt konstant", meint die 24-Jährige. Die Salzburgerin verwies immerhin die Slalom Olympiasiegerin Anja Pärson nach starkem zweiten Durchgang auf Platz drei (1,06). Resi Stiegler (USA) überrascht mit Rang vier (1,56). Die Nummer eins des Slalom-Weltcups stand mit Janica Kostelic bereits vor dem letzten Rennen fest. Marlies Schild (550) belegte vor Anja Pärson (485) den zweiten Rang. Ein längerer Bericht folgt im Laufe des Nachmittags.

Dorfmeister gewinnt Super G Weltcup
ÖSV-Doppelsieg im Damen-Super-G - Kostelic holt Gesamtweltcup

Die Tirolerin Nicole Hosp gewann zum ersten Mal in ihrer Karriere einen Weltcup-Super-G Rennen der Damen. "Ich bin echt überwältigt! Das ist für mich eine echte Sensation, erst zum Schluss habe ich ein bisschen spekuliert. Mir gefällt diese Strecke hier unheimlich, obwohl ich schon ein paar Fehler hatte." Hosp siegte in einer Zeit von 1:19.45 Minuten vor Doppel-Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister (0,27). Im drittletzten Rennen ihrer Karriere ist auch Ski-Rennläuferin Martina-Ertl-Renz noch einmal aufs Siegertreppchen gefahren. Rang drei ging an die Deutsche vor Janica Kostelic (0,87). Die Kroatin sichert sich damit zum dritten Mal den Gesamtweltcup (1.770) vor Anja Pärson (1.566) aus Schweden die nach einem Fahrfehler bereits nach 15 Sekunden ausschied und die Olympia Saison 2005/06 im Zielraum analysierte: "Wenn du gewinnen willst, musst du alles riskieren! Ich habe leider an der Kante Luft bekommen, da ich ein wenig zu direkt war und hatte danach keine Chance. Ich bin leider 7 Mal ausgeschieden und das sind eben 700 Punkte. Ich hoffe ich kann jetzt vielleicht noch im Slalom oder Riesenslalom gewinnen. Es war trotzdem eine tolle Saison für mich." Glücklich aber gefasst äußerte sich Janica Kostelic gegenüber dem ORF: "Ich habe Anja gestern gesehen, ich wusste, dass es schwer wird. Es ist am Ende immer enger geworden. Anja ist leider zu oft ausgefallen, aber ich glaube auch sie wird mit ihrer Saison und Olympia-Gold zufrieden sein." Nicht zufrieden mit dem letzten Super G konnte Petra Haltmayr sein. Die Rettenbergerin stürzte schwer schien jedoch unverletzt zu sein. Als Siegerin der kleinen Kristallkugel im Super G stand schon vor Aare Michaela Dorfmeister (626) fest. Alexandra Meissnitzer (441) belegt Rang zwei.

Svindal gewinnt Super G Weltcup
Miller gewinnt Super-G

Der US-Amerikaner Bode Miller hat den Weltcup-Super-G im schwedischen Aare gewonnen. Beim Finale der Skirennläufer lag Miller vor seinem Landsmann Daron Rahlves und dem Norweger Aksel Lund Svindal, der sich damit auch den Disziplinen-Weltcup sicherte. Der Flachauer Hermann Maier musste sich mit Platz vier zufrieden geben und verlor am Ende um zwei Zähler bzw. 9 Hundertstel Sekunden, den Kampf um die kleine SUPER G Kristallkugel. Aus rot-weiß-roter Sicht war das Rennen aber nicht nur aufgrund der „maierschen Schlappe“ eine Enttäuschung, auch mannschaftlich ließen die ÖSV-Fahrer zu wünschen übrig: Erstmals seit März 1996 fand sich kein Österreichischer Läufer auf dem Podest wieder. Einziger Schweizer im Klassement war der Berner Oberländer Bruno Kernen, der als 10. sein zweitbestes Saisonergebnis im Super-G realisierte. Deutsche Teilnehmer waren nicht am Start. Der Super-G in Aare verlangte den Läufern noch einmal alles ab, auf der selektiven Strecke kam keiner der 25 Starter fehlerfrei ins Ziel. Nach der Startnummer neun (Miller) musste sogar der viel zu weite und gefährliche Russi-Sprung abgetragen und somit entschärft werden. Die Top 10 Rennläufer beim Super G Finale der Herren in Aare: 1. Bode Miller (USA) 1:27,78. 2. Daron Rahlves (USA) 0,34 zurück. 3. Aksel Lund Svindal (NOR) 0,53. 4. Hermann Maier (AUT) 0,62. 5. Stephan Görgl (AUT) 0,66. 6. Marco Büchel (LIE) 0,70. 7. Peter Fill (ITA) 1,50. 8. Kjetil André Aamodt (NOR) 1,53. 9. Hannes Reichelt (AUT) 1,57. 10. Bruno Kernen (SUI) 1,60.

Michaela Dorfmeister holt Abfahrts Weltcup
Anja Pärson gewinnt Abfahrtsfinale in Aare

Die Slalom-Olympiasiegerin Anja Pärson hat beim Weltcup-Finale der alpinen Skirennläufer im schwedischen Aare die Abfahrt gewonnen. Die Schwedin lag in 1:24,60 Minuten vor der Amerikanerin Lindsey Kildow und Elisabeth Görgl aus Österreich und feierte ihren 34. Weltcup-Erfolg (den dritten in der Abfahrt). Pärson verkürzte damit den Rückstand im Gesamtweltcup auf die pausierende Kroatin Janica Kostelic auf 154 Punkte. Nach Siegen hat Anja Pärson ihre Gegenspielerin aus Kroatien vorerst wieder übertrumpft. Die Schwedin errang ihren bereits achten Saisonsieg, derweil Kostelic bei sieben Erfolgen steht. Morgen im Super-G treffen die beiden Konkurrentinnen im direkten Duell aufeinander. Ein heißer Showdown der beiden Alpin-Schwergewichte ist damit garantiert! Nur zwei der sechs gestarteten Schweizerinnen konnten sich Weltcuppunkte sichern. Die Walliserin Fränzi Aufdenblatten zeigte als Sechste eine gute Leistung. Das Podest verfehlte sie nur um 28 Hundertstel. Damit verpasste sie aber auch die 400 Punkte, die es ihr erlaubt hätten, in Are den Super-G und den Riesenslalom zu bestreiten. Mit ihrer Abfahrts-Leistung durfte sie aber dennoch zufrieden sein. Neben ihr errang vom Schweizer Team nurmehr Nadia Styger als 10. Weltcuppunkte, die es beim Finale nur für die ersten 15 gibt. Die Olympia-Zweite Martina Schild wurde 17., und auch Sylviane Berthod (21.), Catherine Borgi (25.) und Junioren-Weltmeisterin Marianne Abderhalden (27.) blieben ohne Zähler. Die einzige DSV Starterin Petra Haltmayr landete auf Platz 16. Als Gewinnerin des Abfahrts-Weltcups stand bereits die Österreicherin Michaela Dorfmeister fest, die in ihrer 115. und letzten Abfahrt den 7. Rang belegte und sich mit der kleinen Kristall-Kugel von der Downhill-Bühne verabschiedete. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Abfahrts Weltcupfinale 2006 in Are: 1. Anja Pärson (SWE) 1:24,60. 2. Lindsey Kildow (USA) 0,30 zurück. 3. Elisabeth Görgl (AUT) 0,36. 4. Nicole Hosp (AUT) 0,38. 5. Nadia Fanchini (ITA) 0,53. 6. Fränzi Aufdenblatten (SUI) 0,64. 7. Michaela Dorfmeister (AUT) 0,74. 8. Lucia Recchia (ITA) 0,77. 9. Elena Fanchini (ITA) 0,80. 10. Nike Bent (SWE) und Nadia Styger (SUI) 0,84.

Michael Walchhofer gewinnt Abfahrts Weltcup 2006
Svindal gewinnt letzte Abfahrt

Michael Walchhofer sicherte sich mit Platz elf in der letzten Abfahrt der Saison in Aare die kleine Kristallkugel und wiederholte somit seinen Vorjahres-Triumph. Aksel Lund Svindal aus Norwegen hatte beim Saisonfinale der alpinen Skirennläufer im schwedischen Aare seine erste Weltcup-Abfahrt gewonnen. Er setzte sich in 1:42,40 Minuten vor dem Amerikaner Bode Miller und Peter Fill aus Italien durch. Fritz Strobl wurde als bester Österreicher Vierter und landete im Abfahrts-Weltcup auf Platz zwei. Hermann Maier belegt den enttäuschenden 14. Rang. Den Schweizern gelang zum Abschluss ein ansprechendes Ergebnis. Didier Défago realisierte als Fünfter ebenso sein bestes Weltcup-Ergebnis des gesamten Winters wie Didier Cuche als Achter. Und der Olympia-Dritte Bruno Kernen belegte Platz 10, womit sich in der neunten Abfahrt der Saison erst zum zweiten Mal drei Schweizer in den Top 10 klassierten. Tobias Grünenfelder schied aus, nachdem er schon im oberen Abschnitt ein Tor verpasst hatte. Die Abfahrt im Weltmeisterschafts-Ort von 2007 musste wegen mehrerer schwerer Stürze oft unterbrochen werden. Olympia-Sieger Antoine Deneriaz (FRA) stürzt schwer - blieb aber wie durch ein Wunder unverletzt. Weniger Glück hatte hingegen Klaus Kröll. Der Steirer überschlug sich bei einem Sturz nach einem Fahrfehler in einer Kurve dreieinhalb Mal und musste mit dem Hubschrauber abtransportiert werden. Die Top 10 Rennfahrer beim Weltcupfinale 2006 in Are: 1. Aksel Lund Svindal (NOR) 1:42,40. 2. Bode Miller (USA) 0,20 zurück. 3. Peter Fill (ITA) 0,30. 4. Fritz Strobl (AUT) 0,48. 5. Didier Défago (SUI) 0,65. 6. Kjetil André Aamodt (NOR) 0,66. 7. Daron Rahlves (USA) 0,97. 8. Didier Cuche (SUI) 1,02. 9. Yannick Bertrand (FRA) 1,18. 10. Bruno Kernen (SUI) 1,19.

Anja Pärson siegt im Weltcup-Slalom von Levi

Anja Pärson hat den Weltcup-Slalom im finnischen Levi gewonnen. Die Schwedin hatte in 1:38,86 Minuten 0,29 Sekunden Vorsprung auf die Kroatin Janica Kostelic. Dritte wurde die Österreicherin Nicole Hosp. Kostelic reichte der zweite Platz zum vorzeitigen Gewinn der Slalom-Weltcupwertung. Kathrin Zettel, Dritte nach dem ersten Lauf, schied im zweiten Durchgang aus. Marlies Schild wird Vierte. Als Zwölfte erreichte Fanny Chmelar aus Partenkirchen ihr bestes Weltcup-Ergebnis. Monika Bergmann-Schmuderer belegte den 14. Rang. Annemarie Gerg aus Lenggries schied nach einem Sturz aus.

Herbst & Palander siegen zeitgleich

Rot-weiß-roter Feiertag für Österreichs Ski-Sport Fans: Benni Raich sichert sich erstmals den Gesamtweltcup - und Reinfried Herbst feiert in Shigakogen seinen ersten Weltcupsieg. Es war 4:26 Uhr als sich Benjamin Raich als vierter Österreicher den Gesamtweltcup sicherte. Zuvor war dieses Kunststück Karl Schranz, Hermann Maier und Stephan Eberharter geglückt! Im 33. Saisonrennen feiert das ÖSV-Herren-Team bereits den 17 Saison-Sieg eine echt starke Bilanz! Der Salzburger Reinfried Herbst - im Sommer noch aus dem ÖSV-Kader geflogen - krönt eine unglaubliche Saison mit seinem ersten Weltcupsieg. Den teilt sich der 27-Jährige gerne mit Kalle Palander (FIN), der seinen 12. Weltcupsieg feiert. Auf dem 3. Rang folgt der Kanadier Tom Grandi. Benni Raich wird Vierter, Matt kommt vor Pranger auf Rang 11. Felix Neureuther fuhr im Finallauf von Rang 26 auf Rang 13 vor. Alois Vogl, nach dem ersten Durchgang noch 13., schied im Finale aus. Beide qualifizierten sich jedoch für das Weltcup-Finale in Are (SWE) wo ab Mittwoch das große Finale am Programm steht. Bei diesem letzen Slalomrennen der Saison muss auch die Entscheidung im Slalom Weltcup fallen. Kalle Palander machte heute wieder mächtig Punkte gut und liegt vor dem letzten Slalom nur noch 52 Punkte hinter dem Italiener Giorgio Rocca zurück.

Kostelic gewinnt Nachtslalom im finnischen Levi

Wenn es noch eines Beweises an der Slalom-Überlegenheit der vierfachen Olympiasiegerin bedurft hätte, Kostelic hätte diesen in Levi erbracht. Bei Schneetreiben legte die 24-Jährige zwei Laufbestzeiten hin und siegte mit dem größten Vorsprung seit über drei Jahren. Die Kroatin setzte sich in 1:37,52 Minuten vor der Schwedin Anja Pärson durch, die 1,47 Sekunden mehr benötigte. Dritte des Weltcup-Rennens wurde die Österreicherin Kathrin Zettel. "Ich habe nicht mehr mit einem Stockerlplatz gerechnet. Ich hatte einen großen Fehler im Steilhang. Dass sich das noch ausgegangen ist, ist ein Wahnsinn". Zettel kam als einzige Österreicherin in die Wertung, die übrigen ÖSV-Läuferinnen schieden aus. Nicole Hosp und Elisabeth Görgl im ersten Durchgang, Michaela Kirchgasser und Marlies Schild im zweiten. Mit ihrem 28. Weltcup-Sieg dürfte Kostelic der Sieg im Slalom-Weltcup nicht mehr zu nehmen sein. Marlies Schild, die im zweiten Durchgang ausgeschieden ist, hat nur mehr theoretische Chancen. Die Kombinations-Olympiasiegerin von Turin baute damit aber auch ihren Vorsprung im Gesamtweltcup auf die Zweitplatzierte Anja Pärson aus Schweden vor den letzten fünf Rennen auf 274 Punkte aus. Die einzige Schweizer Starterin Rabea Grand, die im ersten Lauf mit der Startnummer 50 auf den 23. Platz vorgestossen war, verteidigte zwar diese Position im zweiten Durchgang trotz eines groben Fehlers, dennoch waren ihr die ersten Weltcuppunkte nicht gegönnt. Sie fiel der Klausel zum Opfer, wonach es bei Rückständen von mehr als 8 Prozent auf die Siegerzeit keine Punkte mehr gibt. Als beste Deutsche kam Monika Bergmann-Schmuderer aus Lam auf den zehnten Platz.

Raich gewinnt 1. Slalom in Shigakogen

Benjamin Raich gewinnt den Slalom in Shigakogen mit einem Vorsprung von 17 Hundertstel Sekunden Vorsprung vor dem Japaner Akira Sasaki, der bei seinen Heimrennen den Sprung auf das „Stockerl“ schaffte. Dritter Mann auf dem Podest ist der Kanadier Thomas Grandi, der seinen Teamkollegen Michael Janyk um 2 Hundertstel Sekunden auf Rang 4 verdrängte. Nach diesem Sieg im ersten von zwei Slaloms in Shigakogen steht Benjamin Raich kurz vor dem Gewinn des Gesamt-Weltcups. Theoretisch einholen könnte den Pitztaler nur noch der Norweger Aksel Lund Svindal, der als einziger Konkurrent noch bei fünf ausstehenden Rennen an den Start geht und diese alle gewinnen müsste. Der Sieger der ersten fünf Saisonslaloms, Giorgio Rocca muss nach seinem 16. Platz um seine schon sicher gedachte Slalomweltcupkugel bangen. Bei zwei ausständigen Slaloms liegt der Italiener nur mehr 120 Punkte vor Kalle Palander. Auf Ted Ligety beträgt Roccas Vorsprung 145 Zähler, Benjamin Raich liegt weitere zehn Punkte dahinter.

Rienda-Contreras gewinnt Riesenslalom in Hafjell

Maria Jose Rienda-Contreras hat beim Riesenslalom im norwegischen Hafjell ihren vierten Saisonsieg eingefahren. In 2:22,64 Minuten gewann die Spanierin vor der Österreicherin Nicole Hosp (2:22,89) und Tanja Poutiainen (2:23,16). Mit diesem Sieg hält Maria Jose Rienda den Riesenslalom-Weltcup weiter offen. Die Spanierin fuhr im Finaldurchgang noch vom 6. Rang zum Sieg. Ihre Konkurrentin um die Kristallkugel, Anja Pärson, musste sich mit Rang 5 bescheiden. Im Gesamtweltcup machte Pärson ein paar Punkte auf die führende Kroatin Janica Kostelic gut, die Sechste wurde. Michaela Dorfmeister legt ebenfalls einen Traumlauf hin und wurde noch 4., es fehlten nur 0,13 Sekunden aufs Stockerl. Erwähnenswert auch der Lauf von Niki Hosp, die sich trotz eines groben Fehlers im unteren Teil der Strecke vom 9. auf den 2. Platz vorschob. Weniger zufrieden waren die weiteren Damen des ÖSV: Elisabeth Görgl wurde 14., gefolgt von Kathrin Zettel und Silvia Berger auf den Rängen 17 und 18. Michaela Kirchgasser kam nicht über Platz 20, Andrea Fischbacher über Rang 24 hinaus. Die Deutsche Martina Ertl-Renz rutschte durch einen schlechten zweiten Lauf von Rang fünf auf elf ab. Kathrin Hölzl wurde 25. Annemarie Gerg belegte Rang 29. Fanny Chmelar konnte sich nicht für den zweiten Lauf qualifizieren. Einzige Schweizerin im zweiten Durchgang war Fränzi Aufdenblatten. Die Zermatterin erreichte mit der hohen Startnummer 48 den 20. Platz.

Ted Ligety Sensationssieger in Yongpyong

Am Samstag hatte er noch verschlafen und das Rennen verpasst, am Sonntag stand Ted Ligety ganz oben auf dem Siegespodest. Der US Amerikaner gewann den Riesenslalom von Yongpyong mit einem hauchdünnen Vorsprung von 3 Hundertstel Sekunden vor den zeitgleichen Frederik Nyberg aus Schweden und dem Finnen Kalle Palander. Benjamin Raich verpasste den Sieg um gerade einmal 4 Hundertstel Sekunden und war nicht einmal auf dem „Stockerl“. Trotzdem darf sich Raich wieder das Rote Trikot des Weltcupleaders im Riesenslalom überstreifen. Er geht mit 19 Punkten Vorsprung auf Blardone ins Finale in Are. Der Italiener Davide Simoncelli der nach dem 1. Durchgang noch in Führung lag musste sich am Ende mit Rang fünf begnügen. Auch der Norweger Aksel Lund Svindal konnte seinen zweiten Rang aus dem 1. Lauf nicht halten und rutschte auf Platz 6 ab.

Janica Kostelic bleibt Königin der Kombination

Die Kroatin Janica Kostelic gewann die Weltcup-Premiere der neuen Super-Kombination (Super G und ein Slalom-Durchgang) der Damen im norwegischen Hafjell in 2:06,92 Minuten und feierte damit ihren siebenten Kombi-Sieg in Serie. Die 24-Jährige, nach dem Super G mit ÖSV-Star Michaela Dorfmeister ex aequo in Führung, verwies die Schwedin Anja Pärson um 0,13 Sekunden auf Platz zwei. Marlies Schild verbessert sich im Slalom vom fünften auf den dritten Rang (0,65). Damit waren exakt die drei Rennläuferinnen auf dem „Stockerl“ welche auch bei der Olympiade 2006 die Medaillen abräumten. Einziger Unterschied, in Turin holte sich Marlies Schild die Silbermedaille und für Anja Pärson blieb „nur“ das bronzene Edelmetall. Hinter der US-Amerikanerin Lindsey Kildow (1,39) wurden die ÖSV Damen Kathrin Zettel Fünfte (1,53) und Nicole Hosp Sechste (1,65). Doppel-Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister fiel erwartungsgemäß auf Rang 15 zurück. Im Gesamtweltcup baute Kostelic ihre Führung auf Pärson, die weiter auf den so ersehnten ersten Kombinationssieg warten muss, und Dorfmeister aus. Die Schwedin überholte die Österreicherin und ist wieder Zweite, bei noch sieben ausstehenden Rennen. Die DSV Athletin Martina Ertl-Renz (Lenggries) verbesserte sich nach Rang elf im Super-G im Slalom noch auf Platz sieben. Die 20-jährige Fanny Chmelar (Partenkirchen) fuhr auf Platz 16. Als Beste aus dem Team Swiss klassierte sich Fränzi Aufdenblatten auf Rang 21.

Simoncelli gewinnt Riesenslalom in Yongpyong

Mit einem italienischen Doppelsieg endete der erste von zwei Riesentorläufen in Yongpyong (KOR). Davide Simoncelli feiert vor seinem Landsmann Blardone seinen zweiten Weltcupsieg, erstmals stand er außerhalb von Alta Badia auf einem Sieger-Podest. Blardone übernimmt mit seinem zweiten Rang das Rote Trikot des Riesenslalom Weltcup-Leaders. Dicht gefolgt von Benni Raich, der 13 Punkte Rückstand hat. Freddy Nyberg liegt bereits 70 Punkte zurück. Der Norweger Aksel Lund Svindal, der nach dem 1. Durchgang in Führung lag musste sich mit dem 3. Rang begnügen. Platz 4 ging an den Schweden Frederik Nyberg. Österreichs Ehre retten Benjamin Raich (5.) und Stephan Görgl (7.). Zwar hatte Raich heute nichts mit dem Sieg zu tun - dennoch ist er ein "Sieger" dieses Rennens. Für Rang fünf erhält er 45 Punkte, damit baut er den Vorsprung im Gesamtweltcup weiter aus. Michael Walchhofer hat als erster Verfolger bereits 279 Punkte Rückstand vor den noch ausstehen sieben Rennen! Der Rest des ÖSV-Teams enttäuschte, Schönfelder wird 19., Walchhofer 20., Bechter 21. und Hermann Maier gar nur 23.! Als bester Schweizer Rennfahrer klassierte sich Didier Defago auf Rang 14, dicht gefolgt von Daniel Albrecht der 16. wurde. Didier Cuche wurde nach einem Fahrfehler vom 8. auf den 25. Platz durchgereicht, noch schlechter erging es Marc Berthod der im Finallauf ausschied. Der einzige deutsche Starter, Felix Neureuther konnte sich mit Rang 21 über Weltcuppunkte freuen.

Drei Ex-aequo-Sieger bei Damen-Super-G

Doppel-Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister, Lindsey Kildow (USA) und Nadia Styger (SUI) teilen sich den Sieg beim Super G der Damen in Hafjell (NOR). Zum zweiten Mal in der Geschichte des alpinen Ski-Weltcups lagen drei Läuferinnen zeitgleich auf Platz eins. Olympiasiegerin Dorfmeister feiert einen weiteren Höhepunkt in ihrer Karriere. Nach den zwei Goldmedaillen von Turin kürt sie sich auch zur Super-G-Weltcup-Siegerin. Wäre Michi Dorfmeister um nur ein Hundertstel langsamer gewesen, wäre der Super-G-Weltcup weiter offen gewesen. Für die Niederösterreicherin war die ihr 25. Weltcupsieg, den zehnten im Super G! Unglaubliches Pech für Kelly Vanderbeek: Mit nur einer Hunderstel Rückstand auf Platz eins verpasst sie das Stockerl! Die ersten sieben Fahrerinnen liegen innerhalb von nur 0,11 Sekunden! Für Lucia Recchia (ITA) reicht es nur für den fünften Platz (0,05). Zweitbeste Läuferin des ÖSV-Teams ist Kathrin Zettel, die 0,12 Sekunden verliert, Rang 8 belegt. Petra Haltmayr, die während der Olympischen Spiele durch eine Erkältung geschwächt war, wurde beste Deutsche auf Rang 10. Martina Ertl-Renz, die ihre Karriere nach der Saison bekanntermaßen beenden wird, belegte knapp dahinter den 14. Platz.

Benjamin Raich gewinnt Olympia Slalom 2006

Benjamin Raich krönte sich, fünf Tage nach seiner Riesenslalom-Goldmedaille zum Doppel-Olympiasieger und führt einen ÖSV-Dreifach-Triumph im Slalomwettbewerb an. „Ich habe es geschafft, an den richtigen Stellen zu dosieren“, erklärte Benjamin Raich, der seine bereits zehnte Medaille bei Großereignissen errang. „Ich habe vorher gesagt, alles, was noch kommt ist Draufgabe. Insofern war`s heute gar nicht schwierig zu fahren“. Der Österreicher setzte sich bei der letzten Alpin-Entscheidung in Sestriere in 1:43,14 Minuten vor seinem Landsmann Reinfried Herbst durch, der einen Rückstand von 0,83 Sekunden hatte. Bronze ging in 1:44,15 Minuten an Rainer Schönfelder, der mit einem Vorsprung von 0,03 auf die ex aequo 4. platzierten Myhrer (SWE) und Minagawa (JP) sein 2. Bronzemedaille holte. Der Finne, Kalle Palander, zur Halbzeit auf Platz 2, fädelt kurz nach dem Start ein und schied aus. Italiens Goldtraum mit Giorgio Rocca wurde schon im ersten Durchgang zerstört. Nach nur 34 Sekunden verstummten die „Forza Giorgio“-Rufe aber mit einem Schlag, der 30-Jährige schied kurz nach der ersten Zwischenzeit aus. Noch kürzer als Rocca war Bode Miller unterwegs, der US-Amerikaner schied bereits nach 18 Sekunden aus. Der unumstrittene Disco-König im Alpin-Feld hat damit keine einzige seiner insgesamt fünf mehr als realistischen Medaillenchancen genutzt. Platz fünf in der Abfahrt, Platz sechs im Riesentorlauf, Out in Kombi, Super G und Slalom. Es bleibt abzuwarten, ob Miller diese teilweise leichtfertig weggeworfenen Chancen auf Olympia-Gold nicht eines Tages Leid tun werden. Der Titel „König der Nacht“ ist dem 28-Jährigen jedoch sicher. Auch Kombi-Olympiasieger Ted Ligety war nach einem Einfädler ebenso wie der Lohberger Alois Vogel im Finale nicht mehr dabei. Felix Neureuther aus Partenkirchen ereilte dieses Schicksal im zweiten Lauf. Erstmals seit 1984 bleibt die deutsche Olympia-Mannschaft (Damen und Herren) ohne Alpin-Medaille. Das Schweizer Trio hatte alle Chance auf Spitzenplätze schon im ersten Lauf mit Rückständen von 1,8 bis 2,85 Sekunden vergeben. Marc Berthod, der das Finale eröffnen durfte, fuhr trotz eines groben Schnitzers im 2. Lauf nur einen Hundertstel hinter Benjamin Raich die zweitbeste Zeit und verbesserte sich in der Schlussrangliste immerhin um 16 Plätze auf den 14. Rang. Unmittelbar dahinter klassierte sich Silvan Zurbriggen, der sich seinerseits um neun Positionen zu steigern vermochte. Daniel Albrecht schied leider aus.

Gold für Julia Mancuso im Olympischen Riesenslalom

Das letzte alpine Frauen-Rennen von "Torino 2006" hat ein unerwartetes Siegertrio gebracht. Julia Mancuso hat bei den Olympischen Winterspielen die Goldmedaille im alpinen Riesenslalom gewonnen. Die Amerikanerin setzte sich in Sestriere in 2:09,19 Minuten durch. "Ich habe gewusst, ich kann es. Ich gehe immer raus, um zu gewinnen. Aber ich hätte nicht gedacht, dass ich heute als Olympiasiegerin schlafen gehe", sagte Mancuso. Tanja Poutiainen aus Finnland hatte auf dem Silberrang 0,67 Sekunden Rückstand. Dritte wurde die Schwedin Anna Ottoson, die von Platz 13 im ersten Lauf noch nach vorne fuhr. Anja Pärson, zur Halbzeit noch Zweite, wurde nur Sechste und die mit Nummer eins gestartete Favoritin und dreifache Saisonsiegerin Maria-Jose Rienda (ESP) kam vor den Augen des extra angereisten spanischen Prinzen Felipe mit fast drei Sekunden Rückstand über Rang 13 nicht hinaus. Titelverteidigerin Janica Kostelic trat krankheitsbedingt gar nicht an. Es war dies das erste alpine Rennen bei diesen Winterspielen, in dem Österreich ohne Medaille geblieben war. Beste ÖSV-Läuferin wird Nicole Hosp, die den 3. Rang nur um 0,33 Sekunden verpasst und Vierte wird. "Platz vier ist natürlich immer ein 'Kaas', nicht schon wieder", ärgerte sich die Bichlbacherin, fand dann aber doch versöhnliche Abschiedsworte. "Das eine Auge weint, das andere glänzt aber silbern", so Hosp. Kathrin Zettel belegt Rang 7, Schild wird 7. Kirchgasser scheidet im 2. Lauf aus. Martina Ertl-Renz fiel von Platz fünf noch auf den 15. Rang zurück. Annemarie Gerg schied im zweiten Lauf aus. Auch das Swiss 2 Frauen Team machte eine Berg und Talfahrt. Auch wenn sich Fränzi Aufdenblatten nach einem verpatzten Auftritt im ersten Lauf, im Finale wenigstens um 12 Plätze noch in den 16. Rang verbesserte, ging Nadia Styger den umgekehrten Weg. Nach halbem Pensum hatte sie noch mit Rang 8 überrascht wurde aber im Finallauf ins "Niemandsland" der Rangliste auf Position 24 durchgereicht. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Olympia Riesenslalom der Damen 2006: 1. Julia Mancuso (USA) 2:09,19. 2. Tanja Poutiainen (FIN) 0,67 zurück. 3. Anna Ottosson (SWE) 1,14. 4. Nicole Hosp (AUT) 1,47. 5. Geneviève Simard (CAN) 1,54. 6. Anja Pärson (SWE) 1,77. 7. Kathrin Zettel (AUT) 2,16. 8. Nadia Fanchini (ITA) 2,27. 9. Ana Drev (SLO) 2,48. 10. Maria Pietilä-Holmner (SWE) 2,50.

Anja Pärson holt Goldmedaille im Slalom

Anja Pärson hat bei den Olympischen Winterspielen den alpinen Slalom gewonnen. Die Schwedin setzte sich in Sestriere in 1:29,04 Minuten durch und holte sich ihre allererste Goldmedaille ab. Dass ihr dies im Slalom glückte, machte den Erfolg umso schöner. Gold in dieser Disziplin hatte schon Wochen vor der Anreise nach Italien in ihrer Wunschliste ganz oben gestanden. "Wenn ich auswählen könnte, wäre mir Slalom-Gold am liebsten", hatte das Kraftpaket aus Tärnaby gesagt. Der Traum wurde nun Wirklichkeit: Anja Pärson ist die erste Olympiasiegerin im Slalom, ja die einzige Medaillengewinnerin aus Schweden in dieser Sparte überhaupt. Nicole Hosp aus Österreich hatte auf dem zweiten Rang 0,29 Sekunden Rückstand. Die Erleichterung über ihre erste Olympiamedaille war der 22-jährigen Bichlbacherin anzusehen. "Ich habe mir sehr gewünscht, dass ich hier eine Medaille gewinne. Im Riesentorlauf habe ich jetzt nichts mehr zu verlieren." Die Bronzemedaille ging an deren Teamkollegin Marlies Schild. Die Salzburgerin legte im zweiten Durchgang einen tollen Lauf hin und fuhr vor den Augen von Freund Benjamin Raich von Platz sechs in die Medaillenränge. "Ich war relativ weit hinten, musste also alles riskieren. Der Lauf war wieder nicht optimal und die Sicht nicht gut. Deshalb bin ich auch mit Bronze überglücklich. Mit zwei Medaillen kann ich mich wirklich nicht beklagen", sagte Schild nach einer innigen Umarmung von ihrem „goldigen Freund“ Benjami Raich. Janica Kostelic musste sich mit Rang 4 bescheiden. Damit musste sich Janica Kostelic nach fünf Jahren erstmals wieder in einem Slalom bei Grossveranstaltungen geschlagen geben; neben dem Olympiasieg 2002 hatte sie sich auch an den Weltmeisterschaften 2003 und 2005 den Titel gesichert. Pech hatte Michaela Kirchgasser. Die 20-Jährige fällt nach Rang drei im zweiten Durchgang auf den 5. Platz (1:24) zurück. "Drei so depperte Fehler, das tut schon ein bissl weh", ärgerte sich die Filzmoserin. "Da wäre mehr drin gewesen, andererseits hätte ich vorher nicht gedacht, dass ich hier um Medaillen mitfahre." Pech hatte Kathrin Zettel: Die 19-jährige Niederösterreicherin war bei der ersten Zwischenzeit überlegen voran, musste dann allerdings nach einem schweren Fehler zurücksteigen und wurde wegen eines Torfehlers disqualifiziert. Annemarie Gerg kam in 1:30,89 Minuten als beste Deutsche auf Platz sieben. Monika Bergmann-Schmuderer wurde in 1:31,84 Minuten 15. Martina Ertl-Renz war im ersten Durchgang ausgeschieden. Beste der enttäuschenden "Azzurre" wurde Chiara Costazza mit Platz acht. Damit droht den italienischen Alpinen eine Olympia-Nullnummer. Die letzte Hoffnung liegt nun auf den Schultern von Giorgio Rocca. Aus Sicht von Swiss-Ski brachte das zweitletzte Frauen-Rennen dieser Spiele eine bittere Premiere. Erstmals wurde ein alpines Rennen ohne Schweizer Beteiligung ausgetragen. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Olympia Slalom 2006: 1. Anja Pärson (SWE) 1:29,04. 2. Nicole Hosp (AUT) 0,29 zurück. 3. Marlies Schild (AUT) 0,75. 4. Janica Kostelic (CRO) 0,90. 5. Michaela Kirchgasser (AUT) 1,24. 6. Tanja Poutiainen (FIN) 1,75. 7. Annemarie Gerg (GER) 1,85. 8. Chiara Costazza (ITA) und Therese Borssen (SWE) 2,04. 10. Sarah Schleper (USA) 2,34.

Michaela Dorfmeister SUPER G Olympiasiegerin 2006

Das gab es noch nie! Zwei österreichische Alpin-Goldmedaillen an einem Tag! Michaela Dorfmeister krönte sich zur Doppel-Olympiasiegerin! Nach Gold in der Abfahrt gewinnt die Niederösterreicherin in San Sicario mit einer Zeit von 1:32,47 auch den Super G. Mit ihrer zweiten Goldenen verabschiedet sich Michael Dorfmeister von Olympia in Turin. Ihre Karriere beschließt die frisch gekürte „Speed-Queen“ am Saisonende. Ihre Bilanz aus insgesamt sechs Olympia-Teilnahmen: zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze. Dementsprechend groß war der Jubel bei der frisch gebackenen Doppel-Olympiasiegerin: „Ich habe das noch gar nicht realisiert. Die Emotionen werden erst später kommen. Ich habe eine tadellose Fahrt erwischt, der Ski ist gegangen wie die Hölle, ich konnte ihn kaum bändigen.“ Auf den zweiten Platz fuhr mit einem Rückstand von 0,27 Sekunden, die durch eine Erkältung geschwächte Kroatin Janica Kostelic. Auch bei Alexandra Meissnitzer, die mit einem Rückstand von knapp sechs Zehntel Bronze eroberte, herrschte Riesenfreude: „Das ist für mich sensationell. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit den eher schwereren Gegnerinnen mithalten konnte.“ Kelly Vanderbeek aus Kanada platzierte sich auf Rang 4 und verpasste Bronze um drei Hundertstel Sekunden. Fünf Tage nach ihrem Silber-Coup in der Abfahrt wuchs die Schweizerin Martina Schild ein zweites Mal über sich hinaus. Die Grindelwalderin, schrammte mit Platz 5 nur knapp an einem neuerlichen Husarenstück, sprich einer zweiten Medaille vorbei; zu Bronze fehlten ihr lediglich 27 Hundertstel. "Natürlich bin ich ein wenig enttäuscht", sagte die abermals bestklassierte Schweizerin. "Im oberen Streckenteil wäre sicher etwas mehr dringelegen." Die drei arrivierten Weltcup-Fahrerinnen von Swiss-Ski blieben deutlich geschlagen. Total von der Rolle war Nadia Styger. Die nach ihrem Sieg in Aspen (USA) zu den Favoritinnen gezählte Schwyzerin fand sich im Klassement mit über drei Sekunden Rückstand auf Platz 35 wieder. Die durch ihre Rückenprobleme gehandicapte Sylviane Berthod wurde 15., Fränzi Aufdenblatten wurde 17. Auch die Österreicherin Renate Götschl blieb mit Platz 25 weit hinter ihren Erwartungen und war bitter enttäuscht: „Ich weiß nicht, was los war. Es ist hier ja nur ein In-der-Hocke-Fahren. Ich war zu langsam, habe nicht gewonnen, bin nicht auf dem Stockerl, alles andere ist unwichtig. Ich kann mir das nicht erklären.“ Götschl kündigte an, dass sie nicht beim Weltcup-Finale dabei sein wird: „Das war wahrscheinlich mein letztes Rennen. Mein Knie ist verletzt, es ist ein Band gerissen.“ Olympia-Debütantin Andrea Fischbacher aus Österreich belegte den 13. Rang. Die deutsche Petra Haltmayr wurde in 1:33,50 Minuten Neunte. Martina Ertl-Renz kam in 1:34,03 Minuten nicht unter die besten 15. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Olympia Super G der Damen 2006: 1. Michaela Dorfmeister (AUT) 1:32,47. 2. Janica Kostelic (CRO) 0,27 zurück. 3. Alexandra Meissnitzer (AUT) 0,59. 4. Kelly Vanderbeek (CAN) 0,62. 5. Carole Montillet-Carles (FRA) 0,84. 6. Martina Schild (SUI) 0,86. 7. Lindsey Kildow (USA) 0,95. 8. Lucia Recchia (ITA) 1,01. 9. Petra Haltmayr (GER) und Emily Brydon (CAN) 1,03.

Benjamin Raich holt Gold im Riesenslalom

Feiertag in ÖsterRAICH. Benjamin Raich ist der Olympiasieger 2006 im Riesenslalom. Mit einem entfesselten Lauf im zweiten Durchgang schaffte der 28-jährige Pitztaler den Sprung von Platz fünf an die Spitze und lies sich die Goldmedaille nicht mehr nehmen. "Ich bin überglücklich und sprachlos. Auf diesen Moment habe ich mein ganzes Leben hingearbeitet", so der 27-Jährige Raich nach seinem Triumph. Mit einem hauchdünnen Rückstand von 0,07 Sekunden sicherte sich der Franzose Joel Chenal die Silbermedaille und bescherte Frankreich die erste "Riesen"-Medaille seit Jean-Claude Killys Sieg 1968 in Grenoble. Hermann Maier holt mit Bronze seine 2. Medaille bei diesen Spielen. Der Rückstand des "Herminator" betrug nur 0,16 Sekunden was Maiers Medaillenfreude etwas trübte: „Die Bronzemedaille strahlt schön, aber die paar Hundertstel ärgern mich so wie nach dem Super-G. Im Endeffekt war das Glück nicht auf meiner Seite. Meine beiden Fahrten waren nicht perfekt. Nach dem Unfall ist das, was ich erreicht habe, wunderbar, aber es steckt noch mehr drin." Francois Bourque (Kanada), der nach dem ersten Lauf noch in Führung lag, musste sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. Der Drittplatzierte nach dem ersten Durchgang, Routinier Fredrik Nyberg, landete auf dem fünften Rang. Weit von einem Podestplatz entfernt blieb die einzige Medaillenhoffnung der „Azzurri“: Massimiliano Blardone wurde mit einer enttäuschenden Vorstellung bis auf Platz 11 durchgereicht. Ein deutliches Lebenszeichen gab US-Boy Bode Miller im zweiten Durchgang von sich: Dank einer enormen Leistungssteigerung gegenüber dem Vormittag konnte er bis auf Endrang sechs vorfahren. Rainer Schönfelder erreichte Platz acht, Stephan Goergl schied bei seinem Olympia-Debüt im zweiten Durchgang aus. Welchen Stellenwert der Skialpinsport in Österreich hat, zeigte die Anwesenheit von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, der im Ziel den Österreichern die Daumen drückte: „Es war eine Zitterpartie. Benjamin Raich hat die Niederlagen bei der Kombination weggesteckt und verdient gewonnen, es war eine großartige Leistung auf einer extrem schweren Piste. Ich will auch dem Hermann Maier zu seiner Bronzemedaille gratulieren.“ Das Schweizer Quartett von Swiss-Ski vermochte den Schwung aus den erfolgreichen Vorstellungen in den Speed-Disziplinen und in der Kombination nicht mitzunehmen und war schon nach halbem Pensum aus dem Kampf um die Medaillen eliminiert. Auf dem Hang, auf dem Michael von Grünigen 1997 seinen ersten WM-Titel errungen hatte, war Didier Défago im 14. Rang, 2,60 Sekunden hinter Raich, am Ende noch der Beste. Didier Cuche (19.) büsste sogar über 4,3 Sekunden ein. Der einzige Starter des DSV Team, Felix Neureuther war bereits im ersten Durchgang ausgeschieden. Die Top 10 Rennläufer beim Olympia Riesenslalom 2006: 1. Benjamin Raich (AUT) 2:34,00. 2. Joel Chenal (FRA) 0,07 zurück. 3. Hermann Maier (AUT) 0,16. 4. François Bourque (CAN) 0,92. 5. Frederik Nyberg (SWE) 1,05. 6. Bode Miller (USA) und Aksel Lund Svindal (NOR) 1,06. 8. Rainer Schönfelder (AUT) 1,64. 9. Kalle Palander (FIN) 1,82. 10. Thomas Grandi (CAN) 1,88.

Kostelic holt Gold in der Kombination

Duplizität der Ereignisse: Am selben Tag wie Kjetil Andre Aamodt bei den Herren hat auch Janica Kostelic als erste alpine Skirennläuferin die vierte alpine Goldmedaille gewonnen. "Ich zitterte von Beginn weg. Bis zur Ziellinie war es eine sehr lange Zeit. Doch jetzt habe ich Gold, das reicht mir, das war mein Ziel hier bei den Spielen. Damit bin ich glücklich. Normalerweise widme ich meine Medaillen niemandem. Doch wie alle wissen, hatten wir Krieg in Kroatien. Daher widme ich diese Medaille dem kroatischen Volk", betonte Kostelic. Die 24-jährige Kroatin (2:51,08 Minuten) setzte sich in der Kombination nach zwei Slalomdurchgängen und der abschließenden Abfahrt mit 50 hundertstel Sekunden vor der Österreicherin Marlies Schild durch. Mitfavoritin Anja Pärson (2:51,63) aus Schweden musste sich wie in der Spezial-Abfahrt mit Bronze begnügen. Die sonst so freundliche Athletin nahm es mit versteinertem Gesicht zur Kenntnis und starrte böse in die untergehende Sonne. "Es ist wie zu gewinnen und Letzte zu werden", sagte Pärson zum Vergleich ihrer beiden Bronzemedaillen. "Ich bin hierher gekommen, um Olympiasiegerin zu werden und habe eine weitere Chance vergeben. Ich habe es verloren, weil die Abfahrt nicht schon am Freitag war." Auch der Rest der ÖSV-Damen schlug sich hervorragend. Kathrin Zettel, Nicole Hosp und Michaela Kirchgasser schrammen mit den Plätzen vier, fünf und sechs aber am Podest vorbei. Martina Ertl-Renz kam in 2:54,28 Minuten auf Platz sieben. Monika Bergmann-Schmuderer belegte in 2:56,80 Rang 16. Zum zweiten Mal in der Geschichte Olympischer Winterspiele fand die Kombinations-Abfahrt erst nach dem Slalom statt. Der zweite Wettkampf dieser Spiele wurde für die Fahrerinnen zur Geduldsprobe. Nach der Absage der Abfahrt am Freitag stand deren Durchführung auch am Samstag wegen Schneefalls während Stunden in der Schwebe. Nachmittags um 15.30 Uhr gings dann doch noch los; kurz vor dem Eindunkeln hatte sich Janica Kostelic als "Königin der Kombination" bestätigt. Die Top 10 Rennläuferinnen bei der Olympia Kombination 2006: 1. Janica Kostelic (CRO) 2:51,08. 2. Marlies Schild (AUT) 0,50 zurück. 3. Anja Pärson (SWE) 0,55. 4. Kathrin Zettel (AUT) 1,33. 5. Nicole Hosp (AUT) 2,13. 6. Michaela Kirchgasser (AUT) 2,40. 7. Martina Ertl (GER) 3,20. 8. Jessica Lindell-Vikarby (SWE) 4,11. 9. Julia Mancuso (USA) 4,36. 10. Brigitte Acton (CAN) 4,67.

Aamodt feiert vierten Olympiasieg und holt Super-G Gold

„Der Elch“ hat es am Samstag allen gezeigt. Kjetil-Andre Aamodt hat wie vor vier Jahren die Goldmedaille im alpinen Super-G gewonnen. Der Norweger hat zum dritten Mal nach 1992 und 2002 Olympia-Gold in der Disziplin SUPER G gewonnen. „Es ist ein unglaubliches Gefühl, hier zu gewinnen. Ich bin die Kombination nicht gefahren, vielleicht war das Glück. Wenn man hart arbeitet, kommt immer etwas zurück. Bei Großereignissen ist es immer sehr gut für mich gelaufen“, sagte der 34-jährige Aamodt, der sich am Sonntag in der Spezialabfahrt am Knie verletzt hatte und die Titelverteidigung in der Kombination nicht in Angriff nehmen konnte. Aamodt setzte sich in 1:30,65 Minuten mit 13 Hundertstelsekunden vor Nagano-Sieger Hermann Maier aus Österreich durch. Der Flachauer Maier sprach davon, Gold verloren zu haben. „Es ging besser als am Sonntag. Es war nicht schlecht, aber ich habe Gold verloren. Ich bin wirklich nicht gut gefahren. Oben war die Piste sehr unruhig, in der Mitte war es so langsam, da hätte ich Zeitung lesen können. Ich bin erst unten in Schwung gekommen, da bin ich ins Rennen hineingekommen. Es wäre mehr möglich gewesen, ich bin aber mit Silber nicht unzufrieden.“ An der Vorbereitung sollte es nicht gelegen haben. In den letzten Tagen hatte er in Hinterreit (AUT) unter der Ägide seines Trainer Andi Evers trainiert. Und Evers war in Sestriere auch der Kurssetzer des olympischen Super-G. Weitere 20 Hundertstel zurück lag Bronze-Gewinner Ambrosi Hoffmann aus der Schweiz. "Als Aamodt mit 33 Hundertsteln Vorsprung vor mir die Führung übernahm, habe ich befürchtet, dass es nochmals eng werden wird. Als dann aber Rahlves mit der 29 im Ziel und ich immer noch Zweiter war, fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen", schilderte der Schweizer die bangen Momente. Die Bronzemedaille darf der bald 29-Jährige auch als Entschädigung für die WM 2003 sehen. In St. Moritz war er im Super-G Vierter geworden und hatte die Silbermedaille um nur vier Hundertstel verpasst. Grossanlässe sind nach wie vor die Sache des Kjetil André Aamodt - auch im hohen Rennfahrer-Alter von 34 Jahren. Das Phänomen aus dem hohen Norden sicherte sich mit dem vierten Olympiasieg seine 20. Medaille bei Titelkämpfen. Aamodt ist mit seinen vier Goldmedaillen erfolgreichster alpiner Athlet bei Olympischen Winterspielen. Im Lager der Österreicher war man trotz der Silbermedaille von Hermann Maier etwas enttäuscht: Hannes Reichelt wurde nur Zehnter (+0,74), Christoph Gruber belegt Rang 18 (+1,35) und Benjamin Raich musste sich mit Platz 20 (+1,40) begnügen. Für den Super-G waren zwei Anläufe notwendig. Der erste Versuch wurde nach Bruno Kernen mit der Startnummer 17 abgebrochen, nachdem der immer stärker einsetzende Schneefall für irreguläre Bedingungen gesorgt hatte. Die Top 10 Rennläufer beim Olympia Super G 2006: 1. Kjetil André Aamodt (NOR) 1:30,65. 2. Hermann Maier (AUT) 0,13 zurück. 3. Ambrosi Hoffmann (SUI) 0,33. 4. Erik Guay (CAN) 0,43. 5. Aksel Lund Svindal (NOR) 0,45. 6. Marco Büchel (LIC) 0,57. 7. Scott Macartney (USA) 0,58. 8. François Bourque (CAN) 0,62. 9. Daron Rahlves (USA) 0,72. 10. Hannes Reichelt (AUT) 0,74.

Michaela Dorfmeister holt Olympiagold in der Abfahrt

Michaela Dorfmeister hat bei den Olympischen Winterspielen die Goldmedaille in der alpinen Abfahrt gewonnen. Die 32-Jährige Niederösterreicherin setzte sich auf der Piste "Fraiteve Olympique" in San Sicario in 1:56,49 Minuten mit 37 Hundertstelsekunden vor der „Überraschungszweiten“ Martina Schild (Schweiz) und 64 Hundertstelsekunden vor der Schwedin Anja Pärson durch. Die neue Olympia-Siegerin war nach dem Rennen überglücklich. „Ich kann das noch gar nicht glauben. Das war immer mein Ziel, das zu erreichen. Das ist ein Wahnsinn. Ich bin überwältig, wie sich jeder mitfreut. Auf die Anja (Pärson) und die Lindsey (Kildow) war immer zu warten. Ich habe den Vorsprung gesehen und habe mir gedacht, das kann nur eine Wahnsinns-Fahrt gewesen sein. Oben haben die anderen ein wenig eine schnellere Fahrt gehabt, aber das ist komplett wurscht. Danke an meine Familie, meinen Schatz und alle, die immer hinter mir gestanden sind. Es ist ein super Tag, auch wenn die Sonne heute nicht scheint“, sagte Dorfmeister. Pech hatte dagegen ihre Teamkollegin Renate Götschl, die Edelmetall als Vierte nur um 0,07 Sekunden verpasst. Alex Meissnitzer (1,29) musste sich mit dem 8. Platz begnügen, Elisabeth Görgl schied nach einem Sturz, zum Glück unverletzt aus. Die Schweiz hat mit Martina Schild erstmals seit 1988, als Brigitte Oertli in Calgary ebenfalls Silber gewonnen hatte, wieder eine Medaillengewinnerin in der Olympia-Abfahrt. Die Grindelwalderin wandelt damit auf den Spuren ihrer Grossmutter. Hedy Schlunegger war 1948 in St. Moritz Olympiasiegerin in der Abfahrt geworden. Selbstbewusst hatte Martina Schild in den Tagen vor dem Rennen verkündet, dass für sie eine Medaille im Bereich des Möglichen liege. "Geträumt habe ich schon immer davon, einmal in einem grossen Rennen etwas Grosses erreichen zu können. Trotzdem kann ich es noch nicht so richtig glauben, dass dieser Traum nun Wirklichkeit geworden ist." Der 5. Rang von Nadia Styger war das Ergebnis einer fortlaufenden Steigerung im Vergleich zu den Trainingsvortagen. Fränzi Aufdenblatten, der im Schweizer Lager neben Martina Schild die grössten Chancen auf eine Medaille eingeräumt worden waren, vermochte dagegen die (eigenen) Hoffnungen nicht ganz zu erfüllen. Die Frohnatur aus Zermatt musste sich mit Rang 12 bescheiden. Die einzige deutsche Starterin, Petra Haltmayr aus Rettenberg, kam in 1:57,69 Minuten auf den sechsten Rang. Die Top 10 Rennläuferinnen bei der Olympiaabfahrt der Damen 2006: 1. Michaela Dorfmeister (AUT) 1:56,49. 2. Martina Schild (SUI) 0,37 zurück. 3. Anja Pärson (SWE) 0,64. 4. Renate Götschl (AUT) 0,71. 5. Nadia Styger (SUI) 1,13. 6. Petra Haltmayr (GER) 1,20. 7. Julia Mancuso (USA) 1,22. 8. Lindsey Kildow (USA) 1,29. 9. Alexandra Meissnitzer (AUT) 1,29. 10. Nadia Fanchini (ITA) 1,35.

Sensation - Ligety holt Gold in der Kombination

Den Sieg vor Augen fädelte der Österreicher Benjamin Raich im zweiten Slalom-Durchgang der Olympischen Herren-Kombination ein. Der Tiroler ging in Sestriere nach der Abfahrt und dem ersten Slalom-Lauf mit fast einer Sekunde Vorsprung in die Entscheidung. Nach dem Ausfall konnte sich der US Amerikaner Ted Ligety als Überraschungssieger der alpinen Kombination bei den Olympischen Winterspielen in Turin feiern lassen. Ligety war nach der Abfahrt nur auf Rang 32 zu finden. Mit einem entfesselten Slalom fährt er sensationell zu Gold und wurde damit Nachfolger des Norwegers Kjetil-Andre Aamodt, der wegen einer in der Spezialabfahrt erlittenen Knieverletzung passen musste. Der US Amerikaner lag nach der Abfahrt und zwei Slalomdurchgängen in 3:09,35 Minuten 53 Hundertstelsekunden vor Ivica Kostelic aus Kroatien. Kostelic holt damit die erste Männer-Medaille Kroatiens bei Winterspielen. Bronze sicherte sich der Österreicher Rainer Schönfelder mit 1,32 Sekunden Rückstand. Für den Kärntner Schönfelder war es die erste Medaille bei einem Großereignis: „Dass der Benni einfädelt, ist Pech. Aber ich freue mich sehr über Bronze. Ich habe irrsinnige Probleme im Slalom gehabt. Ich war im zweiten Lauf nicht am Limit, habe aber dennoch Fehler gemacht", erklärte Schönfelder, der am Ende immerhin nur sechs Hundertstel vor dem Schweizer Daniel Albrecht und sieben vor dem Italiener Giorgio Rocca lag. Bode Miller und Didier Defago, die Schnellsten der Abfahrt, scheiterten im ersten Durchgang. Die Top 10 Rennläufer der Männer-Kombination: 1. Ted Ligety (USA) 3:09,35. 2. Ivica Kostelic (CRO) 0,53 zurück. 3. Rainer Schönfelder (AUT) 1,32. 4. Daniel Albrecht (SUI) 1,38. 5. Giorgio Rocca (ITA) 1,39. 6. Ondrej Bank (CZE) 1,65. 7. Marc Berthod (SUI) 1,87. 8. Pierrick Bourgeat (FRA) 1,94. 9. Peter Fill (ITA) 2,86. 10. Kjetil Jansrud (NOR) 2,97.

Der Abfahrts-Olympiasieger heißt Antoine Deneriaz

Gold für Antoine Deneriaz ! Der Franzose sorgt für die Top-Sensation! Mit einer Traum-Fahrt deklassiert er den Rest des Feldes und wurde mit einem Vorsprung von 74 Hundertstel Sekunden Abfahrts-Olympiasieger 2006. Der Franzose hatte bisher drei Weltcup-Abfahrten gewonnen Zweimal in Gröden, einmal in Kvitfjell und war im Zielraum überglücklich: „Ich kann das noch gar nicht fassen. Ich hatte in dieser Woche immer ein gutes Gefühl. Ich wusste, dass ich heute sehr gut fahren kann. Ich habe gefightet und alles gegeben. Das ist der schönste Moment meiner Karriere. Es war mein großes Ziel seit ich mich letztes Jahr in Chamonix verletzt habe. Ich wusste, ich muss hart arbeiten, dass ich wieder in diese Form kommen. Man weiß nie, ob man gewinnen kann. Es gab so viele Favoriten heute, Unglaublich.“. Bitter für Michael Walchhofer der bis Startnummer 30 schon wie der Olympiasieger aussah und sich mit der Silbermedaille begnügen musste: „Ich habe sicherlich zunächst ein langes Gesicht gemacht. Aber jetzt freu ich mich schon wieder. Der Druck war riesengroß. Ich hab ihm zum großen Teil standgehalten. Deneriaz hat sicherlich einfach drauf los fahren können. Gratulation, er ist ein verdienter Sieger. Bronze geht in die Schweiz. Bruno Kernen, der auf der gleichen Strecke 1997 den WM-Titel gewonnen hatte, lag 1,02 Sekunden hinter dem Sieger. Für das Schweizer Team endete eine 16 Jahr dauernde Olympia Durststrecke. Die letzten Olympia-Medaillen in der Abfahrt hatten Pirmin Zurbriggen und Peter Müller mit dem Doppelerfolg 1988 in Calgary geholt. Der Norweger Kjetil Andre Aamodt landete auf dem undankbaren 4. Platz. Zu großen Verlierern des Tages wurden die US-Favoriten: Bode Miller und Daron Rahlves mussten ihren Traum vom Gold begraben und landeten auf den Rängen fünf und zehn. Der nach einer Grippe sichtlich noch geschwächte ÖSV-Superstar Hermann Maier (+1,20) landete auf Rang sechs, "Titelverteidiger" Fritz Strobl aus Kärnten (+1,32), Olympiasieger 2002 in Salt Lake City, wurde Achter. Deutsche Rennfahrer waren nicht am Start !

Janica Kostelic gewinnt Slalom von Ofternschwang

Janica Kostelic feierte nach Siegen in Abfahrt, Super G, Kombination und Riesenslalom heute ihren ersten Saisonsieg im Slalom und hat damit erst als zweite Dame der Weltcup-Geschichte in einer Saison alle fünf Disziplinen gewonnen! Im Schatten der Kroatin überzeugen die ÖSV-Damen. Zettel als Zweite und Schild als Dritte stehen neuerlich am Podest - Michaela Kirchgasser darf als Vierte über ihr bestes Ergebnis jubeln. Pech für Niki Hosp, sie scheidet auf dem Weg zu einem Top-Platz nach einem Torfehler aus. Für einen Lichtblick beim DSV sorgt Annemarie Gerg als Fünfte. Die zur Halbzeitführende Anja Pärson war bei der Zwischenzeit noch hauchdünn voran - aber dann ein kurzer Verschneider und das Aus nach einem Torfehler. Die Schwedin konnte in den Riesenslaloms von Ofterschwang Boden gut machen. Aber im Slalom rückt Janica Kostelic die Verhältnisse wieder zu Recht und baute den Vorsprung wieder auf 261 Punkte aus. Im Slalom-Weltcup hat Janica Kostelic mit ihrem ersten Saisonsieg nun die alleinige Führung übernommen. Marlies Schild ist mit 40 Punkten Rückstand erste Verfolgerin. Zettel liegt als Dritte bereist 150 Punkte zurück. Nun steht alles im Zeichen der fünf Ringe. Erste Damen-Entscheidung ist am 15. Februar die Damen-Abfahrt.

Ofterschwang: Pärson und Rienda ex aequo

Der zweite Weltcup-Riesenslalom der Frauen in Ofterschwang hat zwei Siegerinnen: In einem spannenden Finish waren Anja Pärson und Maria Jose Rienda-Contreras, die nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte, am Ende in insgesamt 2:22,18 Minuten zeitgleich. "Es war wirklich schwierig, die Führung nach dem ersten Lauf zu behalten, aber ich habe mich gut konzentrieren können. Als ich im Ziel die Zuseher hörte, wusste ich, dass ich es geschafft habe. Einfach toll", jubelte die Spanierin. Auch die zweite Siegerin war freilich mit ihrer Leistung zufrieden: "Ich bin einfach froh darüber, dass ich derzeit gut fahre. Gemeinsam auf der obersten Stufe zu stehen, ist immer eine spezielle Sache." Rang drei sicherte sich, mit einem Rückstand von 0,09 Sekunden die US-Amerikanerin Julia Mancuso. Als beste ÖSV-Starterin belegte Michaela Kirchgasser hinter der Kanadierin Genevieve Simard den fünften Platz. "Eineinhalb Durchgänge war es sehr gut, dann habe ich mich aber im Zielhang ein bissl eingebremst", gestand die die 20-jährige Salzburgerin, die endlich ihren Ruf als bloßes Talent loswerden will. "Beste Österreicherin zu sein, tut sehr, sehr gut. Vielleicht klappt's ja auch endlich mal mit dem Stockerl." Nicole Hosp wurde Siebte, Kathrin Zettel schied im ersten Durchgang aus. "Zu viel am Innenski und dann auch noch eine Eisplatte erwischt", erzählte Zettel. Die 19-Jährige steckte den Ausfall aber nach außen hin locker weg. "So etwas passiert halt, wenn man am Limit fährt. Jetzt freue ich mich erst einmal auf den Slalom." Beste Deutsche war überraschend Kathrin Hölzl aus Bischofshofen, die in 2:24,24 Minuten Rang 12 belegte. Martina Ertl-Renz kam in 2:25,06 Minuten nur auf den 19. Platz. Nachdem sich 24 Stunden zuvor keine Schweizerin für den zweiten Durchgang qualifiziert hatte, gelang im zweiten Anlauf eine deutliche Steigerung. Fränzi Aufdenblatten schaffte mit der hohen Nummer 55 als 27. die Qualifikation für den zweiten Lauf, danach steigerte sie sich auf den 22. Schlussrang, ihrer bisher besten Saison-Klassierung im Riesenslalom. Nadia Styger, am Vortag enttäuschende 50., sammelte als 27. ebenfalls ein paar Weltcuppunkte. Die mit Fieber angetretene Janica Kostelic verpasste nach einer völlig verpatzten Fahrt mit vielen Fehlern die Qualifikation für den zweiten Lauf. In der Weltcup-Gesamtwertung liegt sie allerdings noch immer 161 Punkte vor Pärson. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Samstag Riesenslalom der Damen in Ofterschwang: 1. Anja Pärson (SWE) und Maria José Rienda Contreras (ESP) 2:22,18. 3. Julia Mancuso (USA) 0,09 zurück. 4. Geneviève Simard (CAN) 0,66. 5. Michaela Kirchgasser (AUT) 1,05. 6. Maria Pietilä-Holmner (SWE) 1,15. 7. Nicole Hosp (AUT) 1,40. 8. Anna Ottosson (SWE) 1,61. 9. Sarah Schleper (USA) 1,73. 10. Christina Lustenberger (CAN) 1,81.

„Mister Kombi“ Raich gewinnt auch in Chamonix

Österreichischer Doppelsieg bei der Superkombination in Chamonix. Benjamin Raich, gewinnt mit einem Vorsprung von 83 Hundertstel Sekunden vor seinem Teamkollegen Rainer Schoenfelder und dem US Amerikaner Bode Miller (+0,99). Hinter dem US-Star belegten Michael Walchhofer und der Schweizer Didier Defago (jeweils +1,12) zeitgleich Rang vier. Der nach der Abfahrt führende Norweger Kjetil-Andre Aamodt wird nach einem schlechten Slalomlauf noch auf Rang acht durchgereicht, ihm fehlen am Ende 1,34 Sekunden auf Raich. Mit dem Sieg baut der Tiroler seine Führung im Gesamt-Weltcup weiter aus. Hermann Maier verzichtete, nach Platz 2 in der Abfahrt, auf den Start beim Kombinationsslalom. Für den Sieger der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen vor einer Woche ist der Verzicht "ein bisserl ein Protest" gegen die "unglaublich altmodische" Art der Kombination. Die Abfahrtsstrecke sei so leicht, dass die Slalomspezialisten kaum Zeit verlieren, während der Slalom-Durchgang extrem lang sei. Schock-Meldung im Schweizer Team um Bruno Kernen: Beim Slalom musste sich der beste Schweizer Abfahrer dieses Winters in der Super-Kombi von Chamonix nur gerade von Kijetl Andre Aamodt um 9 Hundertstel geschlagen geben. Doch nach seinem 2. Rang begann sein Knie zu schmerzen. Während der Fahrt hatte Kernen einen Schlag aufs Knie erhalten. Meniskus-Quetschung hieß die erste Diagnose. Kernen reiste sofort aus dem französischen Olympia-Ort von 1924 ab und begab sich nach Sion ins Spital. Dort wird nach einer MRI-Untersuchung genau bezeichnet werden können, wie schlimm die Verletzung ist. Die Top 10 Rennfahrer bei der Superkombi von Chamonix: 1. Benjamin Raich (AUT) 2:36,48. 2. Rainer Schönfelder (AUT) 0,83 zurück. 3. Bode Miller (USA) 0,99. 4. Michael Walchhofer (AUT) und Didier Défago (SUI) 1,12. 6. Andrej Sporn (SLO) 1,16. 7. Pierrick Bourgeat (FRA) 1,30. 8. Kjetil Andre Aamodt (NOR) 1,34. 9. Silvan Zurbriggen (SUI) 1,50. 10. Ted Ligety (USA) 1,63.

Rienda Contreras gewinnt Riesenslalom in Ofterschwang

Maria Jose Rienda-Contreras hat den ersten von zwei Weltcup-Riesenslaloms in Ofterschwang gewonnen. Die Olympia-Favoritenrolle macht Contreras kein Kopfweh. "Ich bin derzeit einfach so super drauf. Ich hoffe, das bleibt so." Für die 30-jährige Spanierin war es der 2. Weltcup-Sieg der Saison. Mit 2:19,52 Min. siegte sie vor der Schwedin Anja Pärson und Kathrin Zettel aus Österreich. "Nicht unbedingt das, was ich mag", sagte "Leichtgewicht" Zettel. "Aber die Piste war derart perfekt, dass es ein Riesenspaß war, hier zu fahren", strahlte die Niederösterreicherin, die sich nach Platz drei im "siebenten Himmel" fühlte. Und das nach zuletzt zwei Ausfällen in Folge. "Deshalb habe ich im ersten noch gebremst und erst im zweiten angegriffen." Auch die anderen ÖSV-Damen zeigten sich im vorletzten Riesenslalom vor Olympia in Form. Cortina-Siegerin Nicole Hosp verpasste als Vierte das Podest knapp. Michaela Kirchgasser sicherte sich Rang 9 und wahrt damit ihre Chance auf das 4. Olympia-Ticket im RTL. Andrea Fischbacher wird 13., Marlies Schild 14. Im sechsten Riesenslalom des Winters schaffte zum zweiten Mal keine Schweizerin den Vorstoss in den Finaldurchgang. Fränzi Aufdenblatten, mit der Nummer 61 gestartet, scheiterte als 33. nur um vier Hundertstel. Nadia Styger jedoch, mit der 31 gestartet und damit die einzige Schweizerin mit einer einigermassen tiefen Nummer. Letzte Woche in Cortina war die Schwyzerin immerhin 16. geworden, doch der 50. Platz von Ofterschwang kam einem herben Rückschlag gleich. Die Lenggrieserin Martina Ertl-Renz wurde als beste Deutsche 21. Kathrin Hölzl aus Bischofswiesen kam auf Platz 23, Caroline Fernsebner aus Ramsau erreichte Rang 26, und Annemarie Gerg beendete das Rennen als 29. Veronika Staber konnte sich nicht fürs Finale qualifizieren. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Riesenslalom von Ofterschwang ( Ersatzrennen für Maribor): 1. Maria José Rienda Contreras (ESP) 2:19,52. 2. Anja Pärson (SWE) 0,64 zurück. 3. Kathrin Zettel (AUT) 0,84. 4. Nicole Hosp (AUT) 1,16. 5. Anna Ottosson (SWE) 1,37. 6. Nadia Fanchini (ITA) 1,41. 7. Tina Maze (SLO) 1,47. 8. Allison Forsyth (CAN) 1,62. 9. Michaela Kirchgasser (AUT) 1,66. 10. Julia Mancuso (USA) 1,78.

Hosp holt sich Sieg im Riesenslalom in Cortina

Die Österreicherin Nicole Hosp gewinnt den Riesenslalom der Damen in Cortina d’Ampezzo vor der Kanadierin Genevieve Simard und ihrer Teamkollegin Elisabeth Görgl. Hosp, die nach dem 1. Durchgang noch auf Rang lag, holte somit den ersten Riesentorlauf Sieg für Österreich in dieser Saison und kehrte damit nach mehr als zwei Jahren Pause wieder auf das Siegerpodest zurück.: "Ich hab in letzter Zeit schon sehr gut trainiert. Ich hab mich im RTL schon sehr gut gefühlt. Gerade im Hinblick auf Olympia ist mir ein Riesen-Stein vom Herzen gefallen, ich bin überglücklich, es hat mir die Tränen rausgedrückt. Vor Olympia ist das natürlich super. Die schnellen Disziplinen in den letzten Wochen haben mir sehr gut getan". Fischbacher und Kirchgasser komplettieren den ÖSV-Erfolg mit den Rängen neun bzw. zehn. Die zur Halbzeit Führende Spanierin M.J. Rienda Contreras schied nach einem Torfehler aus. Renate Götschl, die Abfahrtssiegerin von Samstag, war wie Zettel bereits im ersten Durchgang ausgeschieden. Die Steirerin zog sich bei ihrem spektakulären Abflug Prellungen am ganzen Körper zu. "Bis auf den Oberkörper tut mir alles weh, auch das Knie schmerzt ein bisschen, aber das ist nicht tragisch. Ich habe jetzt zwei Tage Pause, dann wird es schon wieder", meinte Götschl. Die Schweizerinnen Nadia Styger und Fränzi Aufdenblatten schlugen sich achtbar, schafften in ihrer dritten Disziplin immerhin Saisonbestleistungen mit den Plätzen 14 bzw. 24 und holten zum zweiten Mal in diesem Winter Weltcup-Punkte im Riesenslalom. Die Deutsche Martina Ertl-Renz fährt weiter hinterher und platzierte sich mit einem Rückstand von 2,31 Sekunden nur auf dem 16. Platz. "Das bereitet einem schon einige schlaflose Stunden. Es funktioniert einfach nicht, da muss ich Geduld haben", sagte Ertl-Renz, die gerade in ihrer Spezialdisziplin auf ein besseres Abschneiden hoffte. Noch schlechter machte es Annemarie Gerg: Sie schied im ersten Lauf aus. Anja Blieninger sammelte als 23. ebenso Weltcup-Punkte wie Kathrin Hölzl als 25. Die Top 10 Fahrerinnen beim Riesenslalom der Damen in Cortina d’Ampezzo: 1. Nicole Hosp (AUT) 2:33,51. 2. Geneviève Simard (CAN) 0,31 zurück. 3. Elisabeth Görgl (AUT) 0,57. 4. Allison Forsyth (CAN) 0,60. 5. Julia Mancuso (USA) 0,87. 6. Anja Pärson (SWE) 1,02. 7. Janica Kostelic (CRO) 1,20. 8. Andrea Fischbacher (AUT) 1,72. 9. Michaela Kirchgasser (AUT) 1,90. 10. Denise Karbon (ITA) 1,92.

Gruber gewinnt Super G in Garmisch Partenkirchen

Christoph Gruber gewinnt mit einem Vorsprung von 82 Hundertstel Sekunden den Super-G von Garmisch-Partenkirchen. Wie schon 2002 bei Olympia in Salt Lake City, 2003 bei der WM in St. Moritz und 2005 bei der WM in Bormio springt Christoph Gruber in Garmisch noch auf den Olympia-Zug auf. Zweiter wurde überraschend der US Amerikaner Scott Macartney der mit der Nummer 1 ins Rennen ging: "Die niedrige Startnummer hat mir sicher sehr geholfen. Ich kann es fast noch nicht fassen, dass ich wirklich Zweiter bin. Ich fühle mich sensationell und habe für Olympia viel Selbstvertrauen." Als Dritter schaffte Kjetil-Andre Aamodt aus Norwegen den Sprung auf das Podest. Der Norweger ist reif für eine Eintragung ins "Guiness-Buch der Weltrekorde": Als erster Fahrer der Weltcup-Geschichte bringt er es auf 438. Starts. Für Garmisch-Abfahrtssieger Hermann Maier reicht es bei seinem 200. Weltcup-Einsatz für den vierten Platz (0,88). Michael Walchhofer (5.), Hannes Reichelt (9.) und Andreas Schifferer (10.) machen die gute ÖSV-Teamleistung komplett. Im Schweizer Team fehlten Bruno Kernen (7.) und Didier Défago (8.) 15 beziehungsweise 16 Hundertstel zu Rang 3. Neben den beiden vermochten die weiteren Schweizer Trümpfe nicht zu überzeugen. Didier Cuche, der auf der Kandahar-Piste im Super-G schon zweimal Zweiter und einmal Dritter war, musste sich mit Platz 19 zufrieden geben. Ambrosi Hoffmann, in Val Gardena Dritter und in drei der vier voran gegangenen Super-G jeweils der beste Schweizer, ist sogar nur an 22. Stelle zu finden, unmittelbar vor Tobias Grünenfelder. Für den DSV konnte sich Andreas Ertl (SC Lenggries) mit Startnummer 53 in dieser Saison erstmals Weltcuppunkte sichern. Im Endklassement landete der 30-Jährige auf dem 25. Rang. Die Top 10 Rennläufer beim Super G der Herren in Garmisch Partenkirchen: 1. Christoph Gruber (AUT) 1:26,52. 2. Scott Macartney (USA) 0,82 zurück. 3. Kjetil André Aamodt (NOR) 0,85. 4. Hermann Maier (AUT) 0,88. 5. Lasse Kjus (NOR) 0,89. 6. Michael Walchhofer (AUT) 0,98. 7. Bruno Kernen (SUI) 1,00. 8. Didier Défago (SUI) 1,01. 9. Hannes Reichelt (AUT) 1,03. 10. Andreas Schifferer (AUT) 1,04.

Renate Götschl gewinnt in ihrem „Wohnzimmer“

Die Österreicherin Renate Götschl gewinnt die Abfahrt auf der "Olimpia delle Tofane", in Cortina d’Ampezzo in einer Zeit von 1:09,64 Min vor der US Amerikanerin Julia Mancuso und der Österreicherin Elisabeth Görgl. Mit ihrem ersten Saisonsieg schreibt die „Königin von Cortina“ Geschichte, als erste Läuferin kann Götschl an einem Ort neun Weltcup-Rennen gewinnen. Bisher teilte sie sich den Spitzenplatz in dieser Statistik mit Ingemar Stenmark. "Ich freue mich riesig. Ich bin froh, dass ich wieder die Leistung bringe, zu der ich fähig bin. Und dass, wo es auf Olympia zugeht. Nach dem schlechten Start ist das heute nur schön, und damit ist es wieder ein perfekter Winter", amtete die 30-jährige Steirerin auf. Im Abfahrts-Weltcup ist die Entscheidung gefallen. Michaela Dorfmeister belegt heute Rang vier und macht 50 Weltcuppunkte. Lindsey Kildow kommt über Rang zehn nicht hinaus. Damit baut Dorfmeister den Vorsprung sogar noch aus und ist bei der letzten Abfahrt in Are nicht mehr einzuholen! "Das ist natürlich super, diese Kugel ist noch einmal ein ganz großes Ziel von mir und meinem Servicemann gewesen. Schön, dass ich es schon im Jänner fixiert habe" sagte die Niederösterreicherin, die bereits 2003 den Abfahrtsweltcup für sich entschieden hatte. Im Gesamtweltcup bleibt Janica Kostelic (Kroatien) mit 1228 Zählern vor Dorfmeister (1020).Auf der wegen Neuschnees verkürzten Strecke waren ohne den spektakulären Tofana-Schuss gute Gleitfähigkeiten gefragt. Für die Viertplatzierte Michaela Dorfmeister eine untragbare Entscheidung das Rennen zustarten: " "Traurig, dass wir so ein Rennen fahren, das ist keine Werbung für uns, damit verkaufen wir uns schlecht. Und schade, dass sich nicht alle einig waren." Fränzi Aufdenblatten wurde bei der «Sprintabfahrt» als beste Schweizerin Fünfte. Der Walliserin, die in Bad Kleinkirchheim Dritter geworden war, fehlten 28 Hundertstel zum neuerlichen Sprung unter die ersten drei. Nadia Styger, die 32 Hundertstel am 3. Platz vorbei fuhr, egalisierte als Sechste ihr Saisonbestergebnis in der Abfahrt. Wieder einmal Enttäuschen das Abschneiden des DSV Teams. Petra Haltmayr wurde in 1:10,77 Minuten 13. Isabelle Huber verpasste einen Platz unter den ersten 15 und damit das Ticket für Olympia. Die Top 10 Rennfahrerinnen bei der Abfahrt in Cortina d’Ampezzo: 1. Renate Götschl (AUT) 1:09,64. 2. Julia Mancuso (USA) 0,05 zurück. 3. Elisabeth Görgl (AUT) 0,30. 4. Michaela Dorfmeister (AUT) 0,35. 5. Fränzi Aufdenblatten (SUI) 0,58.6. Nadia Styger (SUI) 0,62. 7. Nadia Fanchini (ITA) 0,73. 8. Lucia Recchia (ITA) 0,74. 9. Lindsey Kildow (USA) 0,78. 10. Daniela Merighetti (ITA) 0,87.

Österreichisches Podest bei der Abfahrt in Garmisch
Maier siegt vor Kröll und Buder

Aus dem ÖSV-Team kamen die ersten drei der Abfahrt in Garmisch. Nach seinen angeblichen Materialproblemen im Herbst, kommt Hermann Maier doch noch in Fahrt. „Ich habe heute nicht so die Körperspannung gehabt, die Kraft in den Beinen hat etwas gefehlt. Das hab ich in der Früh schon gefühlt. Ich habe mich aber noch runtergerettet - Abschnittsweise bin ich ja sehr gut gefahren. Vielleicht war das ja das Geheimnis, dass ich schlapp war. Da hab ich nicht so hin und her fahren können. Ich habe jetzt ein paar Bilder von oben runter gesehen - das hat mich an früher erinnert. Ein paar Kurven bin ich sehr, sehr gut gefahren. Aber wie gesagt: Ein paar Kurven. Aber es war heute schon sehr, sehr gut.“ Hermann „Schlappi“ Maier gewann mit 1:57,56 vor dem Steirer Klaus Kröll (+0,27), der lange geführt hatte. Rang 3 ging an den Niederösterreicher Andreas Buder (+0,28), der nach seinem 8. Rang in Kitzbühel seine Leistung noch verbesserte und zum ersten Mal aufs Siegespodest klettern durfte. „Mir hat es hier von Anfang an getaugt. Ich habe gewusst, dass ich hier schnell Ski fahren kann. Ich wusste, dass es extrem schlagig wird. Aber wir haben das perfekte Material für diese Bedingungen. Oben bin ich nicht richtig ins Fahren gekommen. Aber im Mittelteil hab ich risikiert - und es ist mir aufgegangen.“ Damit haben Kröll und Buder neben Strobl (Titelverteidiger), Walchhofer und Maier natürlich die besten Chancen auf einen Olympiastartplatz in Turin. Senationell platzierte sich in Garmisch der Amerikaner Steven Nyman (+0,44). Er fuhr auf den 4. Platz und schlug mit Daron Rahlves (+1,28) einen der Topfavoriten aus seinem Team, der nur 13. wurde. Kjetil Andre Aamodt (NOR +0,54), dem wir hier auch zu seiner Tochter gratulieren wollen, kommt wieder in Olympiamedaillienform und belegte Platz 5. Bruno Kernen (SUI +0,61) und Marco Büchel (LIE)  teilten sich den 6. Rang. Der zweite Schweizer in den Topten ist Ambrosi Hoffmann (+0,77) als 8. Die besten 10 wurden dann wieder von zwei Österreichern beschlossen. Michael Walchhofer (+0,98) und Fritz Strobl belegten nach tollen Zwischenzeiten ex aequo den 10. Rang. Die Showeinlage des Tages lieferte der Tiroler Christoph Gruber. Ihm schlug es die Bindung des Außenskis auf und er konnte auf einem Bein einen Sturz ins Netz vermeiden. Neben Christoph Gruber (AUT) schieden auch noch Johannes Stehle (GER), Peter Fill (ITA) und Benjamin Raich (AUT) aus. Stephan Keppler erreichte als einziger DSV-Läufer das Ziel und belegte Rang 21.  Morgen wird in Garmisch noch ein Super G ausgetragen.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M.Riedler

Anja Pärson gewinnt Super G von Cortina

Die Schwedin Anja Pärson gewinnt den Super G der Damen in Cortina d’Ampezzo vor den beiden US Amerikanerinnen Julia Mancuso (+0,34 Sek.) und Lindsey C. Kildow (+0,78). Auf dem 4 Rang folgt die Kroatin Janica Kostelic (+1,02) gefolgt von der überraschten starken 30-Jährigen Petra Haltmayr (+1,09) aus Deutschland. Ihre Teamkollegin Martina Ertl-Renz belegte mit 1,94 Sekunden Rückstand Rang 17. Starke Schneefälle hatten für einen verspäteten Rennbeginn gesorgt. Den Organisatoren gelang es trotzdem nicht, den gesamten Schnee aus der Piste zu räumen. Wer nur ein wenig von der Ideallinie abkam, landete im "Tiefschnee". Auch schlechte Sicht machte den Läuferinnen zu schaffen. Die ÖSV-Damen schaffen erstmals seit Dezember 2004 keinen Podestplatz in dieser Disziplin. Als Beste Österreicherin qualifiziert sich Alexandra Meissnitzer (+1,28) auf dem 8 Rang und holt im Super-G-Weltcup auf Michael Dorfmeister, die nur 10. wird, auf. In der morgigen Abfahrt wird "Meissi" aber passen. "In Anbetracht der Tatsache, dass ich im Moment wegen meiner Knieverletzung nicht hundertprozentig fit bin, kann ich mit diesem Platz schon zufrieden sein", meinte Meissnitzer. "Doch es wäre schöner gewesen, wenn eine von uns aufs Podest gekommen wäre." Renate Götschl belegt auf ihrer "Hausstrecke" Rang 8. "Es war ein schwieriges Rennen, in dem ich manchmal zu weit von der Linie weg war. Vor allem unten habe ich verloren, sonst wäre es sich mit dem Podest vielleicht noch ausgegangen", analysierte Götschl, die für die Abfahrt am Samstag auf ihrer Lieblingsstrecke nun ein besseres Ergebnis erhofft. Nadia Styger musste sich als schnellste Schweizerin mit dem 14. Platz begnügen. Im Gesamtweltcup führt weiter die Kroatin Janica Kostelic, die nach Rang vier auf der Tofana nun schon 238 Punkte vor Dorfmeister liegt. Titelverteidigerin Pärson hat als Drittplatzierte 307 Zähler Rückstand auf Kostelic. Die Top 10 Rennfahrerinnen beim Super G der Damen in Cortina d’Ampezzo: 1. Anja Pärson (SWE) 1:16,75. 2. Julia Mancuso (USA) 0,34 zurück. 3. Lindsey Kildow (USA) 0,78. 4. Janica Kostelic (CRO) 1,02. 5. Petra Haltmayr (GER) 1,09. 6. Carole Montillet-Carles (FRA) 1,27. 7. Alexandra Meissnitzer (AUT) 1,28. 8. Renate Götschl (AUT) 1,33. 9. Tina Maze (SLO) 1,34. 10. Silvia Berger (AUT) und Michaela Dorfmeister (AUT) 1,44.

Palander feierte 1. Saisonsieg bei der Slalomparty in Schladming

Der Finne Kalle Palander ließ sich den Sieg im Nachtslalom nicht mehr nehmen. Palander, der schon zur Pause führte, sicherte sich mit zweitbester Zeit im 2. Lauf und einer Gesamtzeit von 1:42,34 den Sieg vor rund 50 000 begeisterten Skifans. „Ungalublich! Es ist so lange her seit meinem letzten Sieg. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mich so gut gefühlt habe nach einem Sieg. Es ist nicht so leicht, die anderen zu schlagen. Es waren kleine Dinge, die immer gefehlt haben. Und jetzt ist der Sieg wieder da!“ 2. wurde Akira Sasaki (+0,79), einer der wieder erstarkten Japaner, die jedoch weiterhin auf den ersten japanischen Slalomweltcupsieg warten müssen. Der 2. Lauf war wesentlich schneller, direkter gesteckt und das lag auch Benjamin Raich (+0,81), der doch wieder bester Österreicher wurde und sich mit Laufbestzeit im 2. Lauf vom 10. auf den 3. Platz katapultierte. „Der erste Lauf war natürlich nicht gut. Im zweiten Lauf habe ich mich gut überwinden können, habe aber unten etwas Glück gehabt. Aber es war ein schönes Rennen. Wenn man das vom ersten weg denkt, dann hätte es sicher noch besser ausgeschaut. Aber es passt schon. Ich schau nicht viel auf den Gesamtweltcup. Ich tu Rennen fahren und am Ende dann zusammen zählen.“ Hinter Benjamin Raich, der mit seinem 3. Platz die Führung im Gesamtweltcup weiter ausbaute, reihte sich der Schwede Andre Myhrer (+1,05) auf dem 4. Platz ein. Stephane Tissot (FRA +1,41) erreichte heute mit dem 5. Platz wieder ein Spitzenergebnis. 6. wurde der zweite Japaner Kentaro Minagawa (+1,47). Bester Italiener wurde nach dem Ausfall von Giorgio Rocca Patrick Thaler (ITA +1,50), der mit viertbester Laufzeit auf sich aufmerksam machte und Platz 7 erreichte. Martin Hansson (SWE +1,88), der schon im Herbst gute Ergebnisse erzielte, kam drei Wochen nach seiner Blinddarmoperation auf Rang 8. Manfred Pranger (AUT +2,06), der Sieger des Schladminger Nightraces 2005 freute sich, dass er mit zwei Sicherheitsläufen Platz 9 einfahren konnte. Die Topten vervollständigte Hannes Paul Schmid (ITA +2,12). Girogio Rocca (ITA) hatte, wie schon erwähnt, auch diesmal in Schladming kein Glück, er fädelte knapp vor dem Ziel ein und schied aus. Bernard Vajdic (SLO) konnte das Rennen ebenfalls nicht beenden. Die nächsten Weltcuprennen der Herren finden kommendes Wochenende in Garmisch Partenkirchen statt.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Kostelic gewinnt Super Kombi in St. Moritz

Die Kroatin Janica Kostelic hat beim alpinen Ski-Weltcup in St. Moritz die Super-Kombination gewonnen. D ie dreimalige Olympiasiegerin setzte sich in dem Wettbewerb aus verkürzter Abfahrt und Slalom in 2:15,74 Minuten vor Anja Pärson durch und hatte im Ziel einen Vorsprung von 0,45 Sekunden. Die Schwedin zeigte im oberen Teil der Strecke eine starke Fahrt aber beim Übergang ins Flache unterlief ihr ein Fehler der viel Zeit kostete. Auf dem 3. Rang platzierte sich, trotz einer schwächeren Abfahrtsleistung, etwas überraschend die US Amerikanerin Lindsey C. Kildow. Damit hat Kostelic im Gesamtweltcup wieder mehr als 200 Punkte Vorsprung auf die erste Verfolgerin Michaela Dorfmeister. Für Österreichs Damen gab es zum Abschluss des St. Moritz-Wochenendes keinen Podestplatz. Auf den Rängen vier, fünf und sechs reihen sich Nicole Hosp, Marlies Schild und Kathrin Zettel ein. Die Schweizerinnen kämpften glücklos. Nadia Styger schied nach guter Zwischenzeit ebenso aus wie Fränzi Aufdenblatten, die hart an einer Stange anschlug. Beste Schweizerin war letztlich die 23-jährige Bündnerin Jessica Pünchera, die in der Abfahrt mit Nummer 48 auf den 22. Platz gekommen war und sich danach auf den 15. Schlussrang verbesserte. Pünchera holte sich so ihre ersten Weltcuppunkte überhaupt. Als beste Deutsche kam die Lenggrieserin Martina Ertl-Renz auf den zwölften Platz. Die Top 10 Fahrerinnen bei der SUPER KOMBI in St. Moritz: 1. Janica Kostelic (CRO) 2:15,74. 2. Anja Pärson (SWE) 0,45 zurück. 3. Lindsey Kildow (USA) 1,74. 4. Nicole Hosp (AUT) 1,80. 5. Marlies Schild (AUT) 2,25. 6. Kathrin Zettel (AUT) 2,53. 7. Janette Hargin (SWE) 2,87. 8. Nike Bent (SWE) 3,06. 9. Julia Mancuso (USA) 3,33. 10. Johanna Schnarf (ITA) 3,47.

Vidal läßt sich Sieg nicht mehr nehmen

„Es ist eine Olympiasaison, ich bin Titelverteidiger und das verleiht Flügel ...“ sprachs in der Pause und flog zum Sieg am Ganslernhang: Jean Pierre Vidal verhindert totalen Österreichischen Triumpf am Hahnenkammwochenende und gewinnt den Slalom in einer Zeit von 1.38,88. Dahinter die Österreicher Reinfried Herbst (+0,36) und Benjamin Raich (+0,50). 4. der junge aufstrebende Franzose Stephane Tissot (+0,76), 5. Rainer Schönfelder (AUT +1,04), 6. Ted Ligety (USA +1,27), 7. Kalle Palander mit vielen Fehlern im zweiten Lauf (FIN +1,29), 8. Thomas Grandi (CAN +1,30), 9. Markus Larsson – er zündet als Dreißigster nach dem ersten Lauf den zweiten gleich so richtig an macht 21 Plätze gut! Die Top Ten vervollständigt ein weiterer Franzose: Jean-Baptiste Grange (+1,43). Alois Vogl wird 16. (+1,99) und Felix Neureuther nach verpatztem Übergang und vielen weiteren kleinen Fehlern nur 25. (+2,63). Die Hahnenkammkombination kann Benjamin Raich für sich entscheiden und schreibt somit allein heute 160 Punkte auf seinem Gesamtweltcuppunktekonto dazu. Zweiter in der Kombi wird Bode Miller (USA), der mit einem dosierten zweiten Lauf und Platz 18 im Slalom zeigt, dass auch er „mit Köpfchen“ fahren kann. Als Dritter schafft noch Aksel Lund Svindal (NOR) den Sprung auf´s Kombistockerl. Nach diesem spannenden Slalom freuen wir uns bereits ganz besonders auf das nächste Highlight: den Nightrace in Schladming!

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Dorfmeister gewinnt auch Abfahrt in St. Moritz

Michaela Dorfmeister macht das Doubele in St. Moritz perfekt. Nach dem Erfolg im Super G am Freitag, holte sie die Niederösterreicherin auch den Abfahrtsieg am Samstag. "Ich genieße im Moment alles. Alles geht von allein, so leicht. Dazu kommt noch eine grenzenlose Sicherheit, das ganze Paket stimmt", betonte die 32-jährige nach dem insgesamt 24. Weltcup-Sieg ihrer Karriere, dem siebenten in der Abfahrt, den sie mit einer perfekten Fahrt im unteren Teil sicherstellte. In der Abfahrt war es der erste Saisonerfolg für das erfolgsgewohnte Austria-Team. Dorfmeister gewann in 1:43,76 Minuten mit sieben Hundertstel Vorsprung auf ihre Teamkollegin Renate Götschl. Mit Platz zwei in der Königsdisziplin ist nun wohl endgültig der Knoten bei der „Speed Queen“ geplatzt. "Ich kann das gar nicht fassen. Ich bin überglücklich und total zufrieden, dass ich es geschafft habe, aus diesem Loch herauszukommen. Jetzt brauche ich nicht mehr grübeln, überlegen oder an der Abstimmung feilen", lautete der erleichterte Kommentar der 30-Jährigen. Die dreifache Olympiasiegerin Janica Kostelic (1:43,95) fuhr auf Platz drei. Die Salzburgerin Alexandra Meissnitzer landete als Vierte (+0,25) ebenfalls im Spitzenfeld, mit der Tirolerin Nicole Hosp als Neunter - in ihrer ersten Spezial-Abfahrt im Weltcup! - kam noch eine vierte ÖSV-Dame in die Top Ten. Da mit Fortlauf des Rennens die Bedingungen besser wurden, kamen zahlreiche Fahrerinnen aus dem hinteren Teil des Feldes zu Weltcup-Punkten. In Abwesenheit von Leaderin Sylviane Berthod klassierten sich sechs Schweizerinnen in den Top 12. Mit hohen Nummern fuhren die Schweizerinnen gleich serienweise ins erste Dutzend. Am besten tat dies die Bernerin Martina Schild, die mit Nummer 45 auf den 5. Platz kam und damit die direkte Olympia-Qualifikation ebenso erfüllte wie Monika Dumermuth, die mit Nummer 39 Sechste wurde. Martina Schild büsste lediglich 35 Hundertstel auf die Siegerin ein, zu einem Podestplatz fehlten gar nur 16 Hundertstel. Beste Deutsche war Martina Ertl-Renz auf Rang 21 in 1:45,94 Minuten. Petra Haltmayr wurde enttäuschend nur 24. Die Top 10 Fahrerinnen bei der Abfahrt der Damen in St Moritz: 1. Michaela Dorfmeister (AUT) 1:43,76. 2. Renate Götschl (AUT) 0,07 zurück. 3. Janica Kostelic (CRO) 0,19. 4. Alexandra Meissnitzer (AUT) 0,25. 5. Martina Schild (SUI) 0,35. 6. Monika Dumermuth (SUI) 0,42. 7. Anja Pärson (SWE) 0,45. 8. Wendy Siorpaes (ITA) 0,55. 9. Nicole Hosp (AUT) 0,57. 10. Carmen Casanova (SUI) 0,86.

Walchhofer gewinnt Kitzbühel-Krimi

Verpatzter Steilhang, verpatzte Traverse ... man fragt sich WO Michael Walchhofer (AUT) seine Siegerzeit von 1.46,75 geholt hat! „ ... in der Traverse hab i mir denkt: des Tor, des muss sich irgendwie ausgeh ...“ Ganz besonders wird sich das der nur 5 Hundertstel dahinter liegende Liechtensteiner Marco Büchel fragen, der schon kurz von seinem ersten Kitzbühel Sieg träumen durfte „I hab ma scho dacht ´i gewinn, i gewinn ...´ aber dann – knapp!“ . Dritter der Favorit: Daron Rahlves (USA +0,33), der sich für seinen vermeintlich letzten Ritt auf dem Hahnenkamm viel vorgenommen hatte. Auf Grund der Witterungsverhältnisse wurde der Start unter die Mausefalle verlegt – die Verkürzung konnte dem spektakulärsten Rennen des Weltcups jedoch nichts von seiner Spannung nehmen! Bode Miller (USA +0,38) schaffte endlich wieder einmal eine konzentrierte Fahrt mit kaum Ausrutschern und reiht sich hinter Teamkollege Rahlves auf Platz 4 ein. Hervorragender 5. Erik Guay (CAN 0,68), 6. Didier Defago (SUI +0,83), 7. wahrscheinlich auch das letzte Mal auf der Streif Kristian Ghedina (ITA +0,84), toller 8. Andreas Buder (AUT +0,93) und das mit Startnummer 1, was für den hervorragenden Zustand der Piste für alle Teilnehmer spricht, 9. Antoine Deneriaz (FRA +1,05), 10. ex aequo Didier Cuche (SUI) und Benjamin Raich (AUT) – beide 1,25 Sekunden zurück. Raich fuhr nach schlechter Schiwahl und Platz 31 von gestern wohl mit der Wut im Bauch zu seinem besten Abfahrtsergebnis und verschafft sich eine ideale Ausgangsposition für die Kombination. Aber wie immer darf man Bode Miller nicht vergessen und auch Walchhofer, der heuer ja schon eine Kombination gewonnen hat, wird seine Chancen zu nützen wissen! Leider enttäuscht wurden die vielen Fans vom gestrigen Sieger Hermann Maier – er wird nur 22. mit über 2 Sekunden Rückstand.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Dorfmeister gewinnt Super G in St. Moritz

Michaela Dorfmeister gewinnt den Super G der Damen in St. Moritz. Die Weltmeisterin von 2003 kürt sich mit ihrem zweiten Saisonsieg zur Top-Favoritin im Super G für die Olympischen Spiele! Dorfmeister stand im zehnten Speed-Rennen des Olympia-Winters zum neunten Mal auf dem Stockerl und baute ihre Führung in der Super-G-Gesamtwertung aus. Beim insgesamt 23. Erfolg ihrer Karriere setzte sich die 32-jährige Niederösterreicherin mit vier Zehntelsekunden Vorsprung auf die Slowenin Tina Maze durch. Hinter Maze belegten Nicole Hosp, Alexandra Meissnitzer und Renate Götschl die Ränge drei bis fünf. Auch Elisabeth Görgl (7.), Kathrin Wilhelm (8.), Silvia Berger (10.) und Andrea Fischbacher (11.) fuhren in die Spitze. Als beste Schweizerin platzierte sich Nadia Styger auf dem 6. Rang. Vier der fünf Deutschen Läuferinnen schieden aus. Martina Ertl-Renz erreichte zwar das Ziel, allerdings kann sie mit der gezeigten Leistung nicht zufrieden sein. Immerhin bedeutet Platz 27 für die Lenggrieserin noch vier Weltcuppunkte. Der Super-G von St. Moritz wird als das Rennen der Ausfälle in Erinnerung bleiben. Von den ersten 30 der Startliste erreichten nur gerade 17 Fahrerinnen das Ziel - eine geradezu unglaubliche Quote. Im Gesamtweltcup reduzierte die Super-G-Weltmeisterin von St. Moritz 2003 als Zweite ihren Rückstand auf die führende Kroatin Janica Kostelic, die nicht unter den Top Ten landete, auf weniger als 200 Punkte. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Super G der Damen in St. Moritz: 1. Michaela Dorfmeister (AUT) 1:17,20. 2. Tina Maze (SLO) 0,40 zurück. 3. Nicole Hosp (AUT) 0,56. 4. Alexandra Meissnitzer (AUT) 0,57. 5. Renate Götschl (AUT) 0,59. 6. Nadia Styger (SUI) 0,61. 7. Elisabeth Görgl (AUT) 0,69. 8. Kathrin Wilhelm (AUT) 0,93. 9. Ingrid Jacquemod (FRA) 0,95. 10. Silvia Berger (AUT) 1,00.

Maier kämmt den Hahn am schnellsten

Hermann Maier beweist mit Startnummer 29, dass die Piste noch Bestzeiten zulässt und gewinnt den Super-G von Kitzbühel in einer Zeit von 1.22,05. "Ich bin fast ein bisschen gerührt, ein Sieg hier ist etwas besonderes. Ich weiß selbst nicht genau, wie es gelungen ist. Mein Zielsprung war so lang, dass ich in der Luft schon einen Jauchzer gelassen habe. Der Jubel der Fans war fantastisch!" so Maiers erste Worte im Ziel. Knappe 5 Hundertstel dahinter völlig überraschend der Südtiroler Peter Fill, der die Gunst seiner niederen Nummer 7 bestens nützen konnte. Dahinter bereits die nächsten Österreicher, die bei ihrem Heimrennen natürlich top motiviert sind: mit Platz 3 und 4 dürften sich Hannes Reichelt (AUT +0,28) und Stephan Görgl (AUT +0,40) für die raren Olympiatickets empfehlen. Besonders der Österreicher Klaus Kröll zeigt, was in der Piste noch drin ist: Platz 5 mit Startnummer 34 und nur 0,47 Sekunden Rückstand! Nur Platz 6 für Daron Rahlves (USA +0,49) auf seiner Lieblingsstrecke, doch er hat morgen noch die Chance, ein letztes Mal in seiner Karriere den Hahnekamm mit Bestzeit zu bezwingen. 7. Fritz Strobl (AUT +0,51), 8. Ambrosi Hoffmann (SUI +0,54), 9. Patrick Järbyn (SWE +0,55), 10. Konrad Hari (SUI +0,56), 11. ex aequo Bruno Kernen (SUI) und Bjarne Solbakken (NOR), beide 0,59 Sekunden zurück. Aus Österreichischer Sicht enttäuschen leider Michael Walchhofer und Benni Raich, die nicht nur wegen ihrer hohen Nummer sondern vor allem durch Eigenfehler im Classement weit zurückfallen. Wieder nicht im Ziel: Bode Miller ...

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Verhext - Rocca gewinnt auch Wengen-Slalom

Giorgio Rocca bleibt der Slalom-Dominator in diesem Jahr, wenn auch glücklich. "Ich habe das noch nicht richtig realisiert. Ich stehe im Moment sehr sicher am Ski, bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich hatte natürlich auch Glück, denn Benjamin hat eingefädelt. Ich habe jetzt schon fünf Slaloms gewonnen, ich kann also in Kitzbühel und Schladming locker fahren.", sagte der Italiener nach dem Rennen. Jetzt jagt der 30-Jährige den Startrekord seines Landsmannes Alberto Tomba, der 1994/95 die ersten sieben Saisonslaloms für sich entschieden hatte. Rocca holte in Wengen im 5. Saisonrennen seinen 5. Sieg, profitiert heute aber vom Ausfall von Benni Raich. Der Pitztaler lag nach dem 1. Durchgang in Führung, fädelte aber im Finaldurchgang bereits beim 3. Tor ein und brachte zum vierten Mal eine Halbzeitführung nicht ins Ziel. Trotz seines Ausfalls zeigte sich Benjamin Raich nicht verunsichert: "Natürlich schaut es blöd aus, wenn man beim dritten Tor und nicht erst beim 30. einfädelt, aber so etwas kann einfach immer passieren. Ich habe auf diesem Hang auch schon große Erfolge gefeiert. Ich habe einfach Gas gegeben, leider hat es nicht geklappt.“ Im Gesamtweltcup bleibt Raich weiter 106 Punkte vor dem Salzburger Michael Walchhofer in Front. Platz 2 in Wengen geht an Kalle Palander (FIN/+ 0,20) vor dem überraschend starken DSV Fahrer Aois Vogl aus Lohberg, der damit den ersten alpinen Podestplatz für den Deutschen Skiverband im Olympia-Winter erreicht. Der Vorjahressieger sicherte sich damit auch das Ticket für die Olympischen Spiele in Turin. Felix Neureuther dagegen verpasste denkbar knapp den 2. Lauf und hat damit weiterhin nur eine halbe Qualifikation für Olympia in der Tasche. Bester Österreicher wurde Reinfried Herbst auf Rang 6, Daniel Albrecht als bester Schweizer wurde 13. Die Top 10 Rennläufer beim Weltcupslalom in Wengen: 1. Giorgio Rocca (ITA) 1:42,28. 2. Kalle Palander (FIN) 0,20 zurück. 3. Alois Vogl (GER) 0,51. 4. Kentaro Minagawa (JAP) 0,62. 5. Ted Ligety (USA) 0,65. 6. Reinfried Herbst (AUT) 0,93. 7. Andre Myhrer (SWE) 1,29. 8. Bode Miller (USA) 1,39. 9. Jean-Pierre Vidal (FRA) 2,00. 10. Aksel Lund Svindal (NOR) 2,05.

Janica Kostelic gewinnt Super G in Bad Kleinkirchheim

Was für ein Wochenende für Janica Kostelic in Bad Kleinkirchheim. Beim Super G der Damen, auf der Franz Klammer-Piste in Bad Kleinkirchheim gewann die Kroatin vor den beiden Österreicherinnen Michaela Dorfmeister und Alexandra Meissnitzer die sich zeitgleich mit 10/100 Sekunden auf den 2. Rang platzierten. Die dreimalige Olympiasiegerin schreibt sich mit diesem Erfolg in die Geschichtsbücher des Skiweltcup. Mit dem heutigen Sieg feiert Janica Kostelic nach ihrem ersten Sieg in einer Weltcup-Abfahrt gestern heute den ersten Sieg in einem Weltcup-Super-G und hat damit als erste Läuferin in sechs Disziplinen Weltcup-Rennen gewonnnen. Abfahrt, Super G, Riesenslalom, Slalom, Kombination und Super-Kombi! "Ich habe gedacht, dass ich keine Chance auf den Sieg hatte. Im Ziel war ich sehr überrascht, dass ich vorne geblieben bin. Ich fühle mich komisch, ich will lachen und weinen, ich freue mich sehr", jubelte die Weltcup-Leaderin nach dem Rennen. Aber auch im ÖSV Damenlager konnte man sich nach dem Rennen freuen. Besonders für Michaela Dorfmeister, die heute ihr letztes Weltcuprennen auf österreichischen Boden bestritt und noch einmal die tolle Stimmung im Zielraum auf sich wirken lies, war es ein besonderes Rennen. "Jetzt weiß ich, wie sich die Herren in Kitzbühel fühlen müssen. Es war ein versöhnliches Ende. Vor 15 Jahren habe ich hier mein erstes Weltcup-Rennen bestritten. Ich bin sehr zufrieden, dass ich so weit vorne gelandet bin.“ Auch Alexandra Meissnitzer war sehr zufrieden: "Ich hätte nach dieser Fahrt nicht geglaubt, dass ich so wenig hinten bin. Ich war im Ziel sehr überrascht und bin froh, dass es für Platz zwei gereicht hat." Den Triumph von Janica Kostelic in Bad Kleinkirchheim hätte aber eine andere wohl verhindert: Anja Pärson lag bei der letzten Zwischenzeit um 39 Hundertstel voraus, fuhr dann aber wie tags zuvor in der zweiten Abfahrt an einem Tor vorbei. Mit Nadia Styger auf Rang Fünf, gibt es für die Schweizer Equipe erneut grund zur Freude. Ein Wermutstropfen bleibt jedoch, denn Silvian Berthod musste wegen starker Rückenschmerzen kurzfristig auf den Start verzichten, dadurch klafft hinter Styger, bis zu Fränzi Aufdenblatten als 21., eine grosse Lücke. Die Fahrerinnen des DSV hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Petra Haltmayr holte als 20. immerhin einige Weltcuppunkte, während Martina Ertl lediglich den 38.Rang belegte. Die Top 10 Fahrerinnen beim SUPER G in Bad Kleinkirchheim: 1. Janica Kostelic (CRO) 1:09,41. 2. Alexandra Meissnitzer (AUT) und Michaela Dorfmeister (AUT) 0,10 zurück. 4. Kirsten Clark (USA) 0,22. 5. Nadia Styger (SUI) 0,37. 6. Tina Maze (SLO) 0,62. 7. Libby Ludlow (USA) 0,75. 8. Marlies Schild (AUT) 0,77. 9. Elisabeth Görgl (AUT) 0,80. 10. Silvia Berger (AUT) 0,82.

Daron Rahlves gewinnt Lauberhornabfahrt

Bei traumhaftem Wetter und idealen Pistenverhältnissen gewann Daron Rahlves (USA 2:30,54) in seiner, nach eigenen Angaben, vielleicht letzten Saison, am Samstag die klassische Abfahrt in Wengen. „Es war ein sehr guter Lauf. Viel besser als in den Trainingsläufen. Ich hatte ein gutes Gefühl. Ich fahre immer mein eigenes Rennen, habe auch die richtige Skiwahl getroffen. Alles ist heute gut gelaufen. Michael (Walchhofer) ist ein ganz großartiger Ski-Rennläufer und hat gestern gezeigt, was er drauf hat. Es ist dies eines der großartigsten Rennen und hier zu gewinnen ist etwas Besonderes. Im Mittelteil bin ich sehr gut gefahren und auch der untere Teil ist mir sehr gut gelaufen. Herunten bin ich etwas müde geworden und war froh, im Ziel zu sein.“ Bis zur Fahrt des Siegers führte der erwähnte Österreicher Michael Walchhofer, dessen Fahrt schon wie die vermeintliche Siegesfahrt aussah. Letztendlich musste er sich dem Amerikaner aber um +0,40 Sekunden geschlagen geben. „Der Speed hat heute sehr gut gepasst. Aber leider das Brüggli und das Ziel-S nicht perfekt. Bei der Anfahrt hats mich schon sehr weit aussetragen, hab dann nur noch ein bissl quer einastelln können. Mit dem Vorsprung auf Fritz war ich sehr zufrieden, denn mit zwei schweren Fehlern so weit voran. Aber dem Rahlves hab i zuagschaut, der hats perfekt dawischt.“ Walchhofer führte mit seinem zweiten Platz ein österreichisches Dreierpaket an. Hinter ihm fuhr noch der Kärtner Fritz Strobl (+1,06) auf das Podest. „I bin sehr zufrieden, das Rennen hat sich ausgezahlt. Im oberen Teil hab ich schon ziemlich viel Zeit verlorn, im mittleren und unteren Teil wars eigentlich a ganz a guate Fahrt.“ Auch für den „Herminator“ Hermann Maier (+1,29) ging es in der Abfahrt endlich wieder Richtung Siegespodest. „ I bin sehr, sehr zufrieden, muss i sagen, weil i glaub, es waren zwei verschiedene Rennen heut. Mit der hohen Nummer wars eine gute Leistung.“ Bester norwegischer „Elch“ Kjetil Andre Aamodt, gestern 2. in der Superkombination, (+2,01) reihte sich auf dem 5. Platz ein, Peter Fill (ITA), der gestrige dritte in der Superkombination schaffte eine gute Abfahrt und wurde 6. Platz 7 und 8 gehörten beim Heimrennen auf dem Lauberhorn den Schweizern Ambrosi Hoffmann (+2,14) und Didier Defago (+2,22). Der Liechtensteiner Marco Büchel (+2,37), Trainingskollege der Schweizer, belegte Rang 9. Unter die Topten schaffte es dann noch als 10. Finlay Mickel (GBR +2,40). Zu den bekanntesten Ausfällen zählten Lasse Kjus (NOR) und der Sieger von 2003 Bruno Kernen (SUI). Leider war wiedereinmal kein DSV-Läufer am Start. Fritz Strobl (AUT) führt mit 415 Punkten weiter in der Abfahrtsweltcupwertung vor Michael Walchhofer (AUT) 372 Punkte und Daron Rahlves (USA) 330 Punkte. Im Gesamtweltcup bleibt Benjamin Raich (AUT 706 Punkte) vor Michael Walchhofer (AUT 600 Punkte) und Daron Rahlves (USA 589 Punkte). Morgen fahren die Herren in Wengen noch einen Slalom.
Zur besseren Übersicht noch mal die Besten 10 in der Übersicht: 1. Daron Rahlves USA 2:30,54. 2. Michael Walchhofer AUT +0,40. 3. Fritz Strobl AUT +1,06. 4. Hermann Maier AUT +2,29. 5. Kjetil Andre Aamodt NOR +2,01. 6. Peter Fill ITA +2,09. 7. Ambrosi Hoffmann SUI +2,14. 8. Didier Defago SUI +2,22. 9. Marco Büchel LIE +2,37. 10.Finlay Mickel GBR +2,40

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M.Riedler

Kostelic gewinnt 2. Abfahrt in Bad Kleinkirchheim

Beim zweiten Teil des Abfahrts-Spektakels auf der Franz Klammer Piste in Bad Kleinkirchheim hatte dieses Mal Janica Kostelic am Ende die Nase vorne. Kurios, dies war der 1. Abfahrtsweltcupsieg der amtierenden Abfahrtsweltmeisterin von 2005. „Es ist ein ganz wichtiger Sieg. Es kann immer Zufall sein, dass man ein Rennen bei der WM gewinnt. Ich war mir sicher, dass mir ein guter Lauf gelingen kann.“ Jetzt fehlt nur noch ein Triumph im Super G, dann hat sie alle fünf Disziplinen gewonnen. Den zweiten Rang sicherte sich die Überraschungszweite der gestrigen Abfahrt Nike Bent aus Schweden vor Michaela Dorfmeister aus Österreich. "Es war teilweise eisiger, unruhiger, aber in etwa die gleichen Bedingungen wie am Vortag. Ich bin mit dem gleichen Ski gefahren. Nach langer Überlegung bin ich sehr, sehr happy", sagte die 32-Jährige, die wie am Freitag Österreich den Podestplatz sicherte: "Gut, dass es mich alte Hütte noch gibt", war Dorfmeister um einen launigen Kommentar nicht verlegen. Die Siegerin des gestrigen Hundertstel-Krimi Anja Pärson schied nach einem Fahrfehler aus. Die Schweizern Sylviane Berthod wird wohl nach ihrer Dominanz im Training mit ihrem Abschneiden auf der neuen, vom ehemaligen Abfahrtskönig Franz Klammer mitkonzipierten Strecke in Kärnten nicht ganz zufrieden sein. Tags zuvor hatte sie mit einem Zeit raubenden Fehler den Sieg vergeben, nun verpasste sie Platz 3 um vier Hundertstel. Fränzi Aufdenblatten dagegen ließ knapp 24 Stunden nach dem 3. Rang mit Platz 5 die Bestätigung folgen. Nadia Styger sorgte als Zehnte dafür, dass sich wie in der ersten Abfahrt drei Schweizerinnen in den Top Ten klassieren konnten. Die Österreicherinnen Renate Götschl und Brigitte Obermoser belegten die Ränge sechs und acht. Als Beste einer enttäuschenden deutschen Mannschaft kam Petra Haltmayr aus Rettenberg in 1:39,75 Minuten auf den 20. Rang. Die Top 10 Rennfahrerinnen der 2. Abfahrt in Bad Kleinkirchheim: 1. Janica Kostelic (CRO) 1:37,96. 2. Nike Bent (SWE) 0,17 zurück. 3. Michaela Dorfmeister (AUT) 0,57. 4. Sylviane Berthod (SWE) 0,61. 5. Fränzi Aufdenblatten (SUI) 0,95. 6. Renate Götschl (AUT) 0,98. 7. Jessica Lindell-Vikarby (SWE) 1,12. 8. Brigitte Obermoser (AUT) 1,40. 9. Daniela Merighetti (ITA) 1,42. 10. Nadia Styger (SUI) 1,43.

Superbenni gewinnt zum zweiten Mal die Superkombi in Wengen

Wie schon im letzten Jahr gewinnt der Tiroler Benjamin Raich die Superkombination in Wengen mit einer Gesamtzeit von 2.38,46. Hinter ihm der beste Kombinierer der letzten 10 Jahre: Kjetil Andre Aamodt (NOR +0,19). Auf Platz 3 völlig überraschend der Italiener Peter Fill – er zaubert einen tollen Slalom hin und hält den Rückstand mit +0,32 sehr gering. Es wüde uns nicht verwundern, wenn er demnächst im italienischen Slalomteam zu finden ist. Den undankbaren vierten Platz belegt Michael Walchhofer (AUT +0,36), für den mit besserer Slalomleistung sicher mehr drin gewesen wäre. Dahinter auf Platz 5 Didier Defago (SUI +1,32), der sich bei der letzten Superkombi bereits als Sieger sonnte, bevor er wegen einer zu hohen Bindungsplatte disqualifiziert wurde. 6. Kjetil Jansrud (NOR +1,44). 7. Lasse Kjus (NOR +1,53), 8. Pierrick Bourgeat (FRA +1,76), 9. Aksel Lund Svindal (NOR +1,88), 10. Lars Myhre (NOR +2,28). Wieder Pech für den reuigen Bode Miller: nach toller Abfahrtsleistung und unterwegs zum Sieg fädelt er 7 Tore vor dem Ziel ein und „verschenkt so wichtige Punkte im Gesamtweltcup. Dort führt Raich jetzt mit knapp 200 Punkten Vorsprung auf Teamkollege Walchhofer und die Amerikaner Miller und Rahlves. Aber genau diese können schon bei der morgigen Abfahrt wertvolle Punkte aufholen ... Diese Superkombi hat gezeigt, dass es bei Olympia doch etliche Medaillenanwärter gibt – nicht zuletzt unter der Kombinierernation Norwegen mit 5 (!) Fahrern in den Top Ten heute!

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Anja Pärson gewinnt Hundertstel-Krimi

Die Schwedin Anja Pärson ist die erste Siegerin auf der Klammer-Piste in Kleinkirchheim. Auf beeindruckende Weise gewann Pärson die 2. Weltcup-Abfahrt ihrer Karriere. "Ich bin mit keiner so guten Einstellung hergekommen. Aber es ist mir dann hier jeden Tag besser gegangen", sagte die Titelverteidigerin im Gesamtweltcup. Ihr Saison-Fokus ist aber auf Olympia gerichtet. "Dort will ich in allen Disziplinen in Topform sein. Ich werde mich jetzt auf den Super-G und das Slalomtraining konzentrieren." Für die 24-Jährige Schwedin war es bereits der vierte Tagessieg in der laufenden Saison und der 30.Weltcupsieg ihrer Laufbahn. Michaela Dorfmeister musste sich im Hunderstel-Krimi (4/100) knapp geschlagen geben und belegte einen ausgezeichneten 2. Rang. "Ich bin ganz zufrieden heute, es war eine sehr gute Fahrt. Unten habe ich vielleicht ein bisserl zu viel gehalten. Ich habe schon einmal um eine Hundertstel Olympiagold verpasst (Super-G Nagano 1998), da haben mich die vier hier auch nur im ersten Moment geärgert. Jetzt nicht mehr. Hinten ist hinten"", nahm es die 32-Jährige Niederösterreicherin sportlich. Den 3. Platz auf dem Stockerl sicherte sich die Schweizerin Fränzi Aufdenblatten (8/10) hauchdünn vor der Kroatin Janica Kostelic (9/100). Die Schweizerin Sylviane Berthod fuhr - trotz einem groben Fehler - auf Platz 5. Nadja Styger komplettierte das gute Schweizer Resultat mit Rang 10. Die Österreicherinnen Elisabeth Görgl und Alexandra Meissnitzer belegten die Ränge sieben und acht. Renate Götschl kam unmittelbar hinter Andrea Fischbacher nur auf Platz 15. "Ich kann nur versuchen, es am Samstag besser zu machen", sagte die steirische "Speed-Queen", die heuer weiter ihrer Form hinterherfährt. Beste deutsche Starterin war Martina Ertl-Renz aus Lenggries, die allerdings eine Platzierung unter den ersten 20 verpasste. Die Top 10 Fahrerinnen bei der Weltcup-Abfahrt der Frauen in Kleinkirchheim: 1. Anja Pärson (SWE) 1:37,70. 2. Michaela Dorfmeister (AUT) 0,04 zurück. 3. Fränzi Aufdenblatten (SUI) 0,08. 4. Janica Kostelic (CRO) 0,09. 5. Sylviane Berthod (SUI) 0,33. 6. Nike Bent (SWE) 0,42. 7. Elisabeth Görgl (AUT) 0,43. 8. Alexandra Meissnitzer (AUT) 0,52. 9. Lindsey Kildow (USA) 0,89. 10. Nadia Styger (SUI) 0,99.

Riesenslalom von Maribor wird in Ofterschwang nachgeholt

Ofterschwang wird bei der Olympia-Generalprobe der alpinen Ski-Damen am ersten Februar-Wochenende drei statt der vorgesehen zwei Weltcup-Rennen veranstalten. Der zuletzt im slowenischen Maribor ausgefallene Riesenslalom-Weltcup wird nun definitiv am 3. Februar im Allgäu nachgeholt. Das bestätigte am Mittwoch das dortige Organisationskomitee nach Gesprächen mit dem Deutschen Skiverband (DSV) und dem Weltskiverband FIS.

Slalomsieg Nummer 4 für Giorgio Rocca in Adelboden

Der Italiener Giorgio Rocca setzte heute Sonntag seine Siegesserie dieser Saison fort und holte sich den 4. Sieg im 4. Slalom. 1:39,14 war seine Gesamtzeit, an der die Konkurrenten scheiterten. „Ich freue mich, dass ich mit guter Form nach Österreich komme. Ich fahre sehr sicher, kann mir leisten, bei schwierigen Stellen etwas zu bremsen.“Ted Ligety (USA +0,60) erreichte auf der schwierigen Piste am Kuonisbergli Platz 2 und somit sein bestes Slalomergebnis überhaupt. Der gestrige Riesentorlaufsieger Benjamin Raich (AUT +0,78) erreichte Rang 3. „Der zweite Lauf war schwierig. Ich war nicht ganz zufrieden mit meiner Leistung heute. Ich war eigentlich immer ein bisschen hintennach. Ich habe versucht, alles zu geben. Aber es hat nicht ganz gereicht. Ich hab nicht ganz die Spannung aufgebaut wie gestern. Ich bin aber sehr zufrieden mit Platz drei. Giorgio ist derzeit nicht zu schlagen, er ist auch im zweiten wieder ganz sicher runter gefahren.“ 4. wurde der regierende Slalom-Olympiasieger Jean-Pierre Vidal (FRA +1,07) vor Kalle Palander (FIN +1,31), der nach einer fehlerhaften Fahrt vom 3. auf den 5. Rang zurückfiel. Platz 6 und 7 gehörte heute den Schweden mit Markus Larsson (+1,34) und Andre Myhrer (+1,42). 8. wurde der Norweger Kjetil Jansrud (+0,93). An die 9. Stelle, endlich wieder ein Lebenszeichen der deutschen Mannschaft, konnte sich Alois Vogl (+2,02) setzen. (Felix Neureuther wurde 18. mit +3,78 Rückstand). Michael Janyk (CAN +2,13) verteidigte seinen 10. Zwischenrang erfolgreich. Besonders schwierig war für die Läufer heute der steile, eisige Zielhang, wo zwar nicht viele ausschieden, aber das Tempo doch sehr reduzieren mussten, um im Rennen zu bleiben. Ausgefallen sind im 2. Lauf Martin Marinac (AUT), Tom Rothrock (USA) Akira Sasaki (JPN) und Ivica Kostelic (CRO). Der Slalomweltcup wird Giorgio Rocca (ITA) nur noch schwer zu nehmen sein, er führt mit dem Maximum von 400 Punkten. 2. ist Ted Ligety (USA), der ebenfalls eine tolle Slalomsaison hat, mit 240 Punkten und 3. Benjamin Raich (AUT) mit 140 Punkten. Im Gesamtweltcup ist noch nichts entschieden. Benjamin Raich holte sich in Adelboden 160 Punkte ab und führt nun mit 606 Punkten und 117 Punkten Vorsprung auf die Amerikaner Bode Miller und Daron Rahlves (beide 489 Punkte) und Michael Walchhofer (AUT 470 Punkte). Die Herren bestreiten ihre nächsten Rennen in Wengen, wo die klassische Lauberhornabfahrt, der Slalom und eine Superkombination auf dem Programm stehen.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M.Riedler

Marlies Schild gewinnt Slalom in Maribor

Auch Rückenprobleme können Marlies Schild derzeit nicht stoppen. Sie feiert nach Lienz und Zagreb ihren dritten Sieg in Folge und bleibt das Maß der Slalom-Dinge. Für Schild war es der siebente Weltcup-Sieg ihrer Karriere, der sechste im Slalom. Stark auch wieder Janica Kostelic, die zum vierten Mal in dieser Saison im Slalom am Podest steht und mit Laufbestzeit im 2. Durchgang vom 8. auf den 2. Platz vor fährt.. Therese Borssen machte das Siegerbild komplett. Auch die weiteren ÖSV-Damen lieferten ein anständiges Ergebnis ab. Niki Hosp belegte den 5. Rang. Michi Kirchgasser wurde 10. und Elisabeth Görgl 15. Pech für Kathrin Zettel, die nach Bestzeit im 1. Durchgang im Finallauf nach einem Torfehler ausfiel. Die Bilanz beim DSV Team mit Sonne und Schatten. Anja Blieninger aus Altenau hat sich mit dem zweiten zwölften Platz in dieser Saison das Olympia-Ticket gesichert. Beste deutsche Skirennfahrerin war Martina Ertl-Renz aus Lenggries als Sechste. Monika Bergmann-Schmuderer (Lam) kam auf einen enttäuschenden 17. Rang. Die Lenggrieserin Annemarie Gerg, nach dem ersten Durchgang noch Dritte, schied aus. Nur negative Schlagzeilen gab es für das Swiss-Team. Sonja Nefs Auftritt war ein sehr kurzer. Sie fädelte im ersten Lauf bereits im zweiten Tor ein und vergab derart eine weitere Möglichkeit, sich für einen Olympia-Start ins Gespräch zu bringen. Ebenfalls nicht ins Ziel kam Rabea Grand, die zuletzt mit zwei 4. Plätzen in den Europacup-Slaloms in Lenzerheide überzeugt hatte. Die Waadtländerin Aline Bonjour, eine Fahrerin aus dem C-Kader, kam bei ihrer Weltcup-Premiere drei Tage nach ihrem 21. Geburtstag mit über fünfeinhalb Sekunden Rückstand nicht über den 63. Rang hinaus. Im Gesamtweltcup baut Kostelic ihre Führung aus. Im Slalom-Weltcup gibt es nun zwei Führende. Marlies Schild schließt mit dem dritten Sieg in Folge zu Janica Kostelic auf. Die Top 10 Fahrerinnen beim Slalom von Maribor: 1. Marlies Schild (AUT) 1:48,34. 2. Janica Kostelic (CRO) 0,57 zurück. 3. Therese Borssen (SWE) 0,69. 4. Kristina Koznick (USA) 1,18. 5. Nicole Hosp (AUT) 1,32. 6. Martina Ertl (GER) 1,75. 7. Laure Péquegnot (FRA) 1,87. 8. Maria Pietilä-Holmner (SWE) 2,18. 9. Lindsey Kildow (USA) 2,42. 10. Michaela Kirchgasser (AUT) 2,45.

Der Sieger am Kuonisbergli heißt Benjamin Raich

Eine sensationelle Fahrt brachte dem 27-jährigen Österreicher Benjamin Raich den Sieg im ersten Herrenrennen dieses Kalenderjahres. Obwohl der Pitztaler knapp vor der Einfahrt zum letzten Steilhang einen „Steher“ hatte, siegte er mit 2:23,25. „Ich habe nur gewusst: Ich muss weiterkämpfen. Es ist Gott sei Dank danach steil, da nimmt man wieder Schwung auf. Ich habe heute wirklich zwei gute Läufe gehabt. Der Fehler war natürlich ein bisserl blöd, aber sonst waren es gute Läufe. In Adelboden habe ich hier bisher nur einen dritten Platz gehabt. Das ist einfach der schwerste Hang und den wollte ich einmal gewinnen.“ Frederik Nyberg (SWE +0,49) gab im letzten Riesentorlauf vor den olympischen Spielen ein kräftiges Lebenszeichen von sich und klettert als 2. auf das Podest. Eng wurde es auf dem Stockerl für Kalle Palander (FIN +1,22) und Stephan Görgl (AUT), die ex aequo den 3. Platz belegten. Die Überraschung des Tages war der junge Franzose Thomas Fanara (+ 1,43), der auch im zweiten Lauf sein Können bestätigte und sich noch von Rang 7 auf Rang 5 verbesserte. Hinter ihm dann als 6. Thomas Grandi (CAN +1,57), 7. Hermann Maier (AUT +1,81) und ex aequo 8. Joel Chenal (FRA +1,95), die österreichische Überraschung Patrick Bechter und Davide Simoncelli (ITA). Unter die besten 15 fuhren noch: 11. Massimiliano Blardone (ITA +1,97), 12. Manfred Mölgg (ITA +2,26), 13.Ted Ligety (USA +2,27), 14. Bode Miller (USA +2,39) und 15. ex aequo Mario Matt (AUT +2,45), Marco Büchel (LIE) und Erik Schlopy (USA). Im geschlagenen Feld fanden sich außer den Amerikanern auch die Schweizer, die mit Didier Cuche und Marc Berthod nicht über den 21. Rang hinauskamen. Der einzige deutsche im Starterfeld war Andreas Ertl. Er musste sich mit dem ersten Lauf begnügen, denn er qualifizierte sich als 42. nicht fürs Finale der besten 30. Im 2. Lauf gab es weniger Ausfälle (im 1. waren es 25!). Auch heuer konnte der Amerikaner Daron Rahlves den steilen Zielhang nicht bezwingen und stürzte. Zum Glück überstand er diesen Sturz aber unverletzt. Auch Hannes Reichelt (AUT) und Marc Gini (SUI) konnten das Rennen nicht beenden. Mit dem heutigen Sieg übernimmt Benjamin Raich sowohl die Führung im Riesentorlaufweltcup (286 Punkte) vor Massimiliano Blardone (ITA 264 Punkte) und Frederik Nyberg (SWE 224 Punkte) als auch im Gesamtweltcup (546 Punkte) vor Bode Miller und Daron Rahlves (USA mit je 489 Punkten). Morgen (Sonntag) fahren die Herren in Adelboden einen Slalom.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Riesenslalom in Maribor abgesat

Der Riesenslalom der Damen in Maribor wurde abgesagt. Auf Grund der schlechten Pistenverhältnisse kann kein Rennen ausgetragen werden. Der Regen der letzten Tage und der Temperaturanstieg hatten der Piste zu sehr zugesetzt. Auf der aufgeweichten Schneedecke war daher eine reguläre Durchführung nicht möglich. Auch der Slalom am Sonntag ist durch die schlechten Wettervorhersagen fraglich. Ein möglicher Ersatztermin wäre der Montag.

Schild führt österreichischen Doppelsieg an

Die erste Skiweltcup Siegerin im Olympiajahr 2006 heißt Marlies Schild aus Österreich. Sie bewältigte den „Hausberg Sljeme“ der kroatischen Hauptstadt Zagreb, vor 25.000 begeisterten Zuschauer in einer Bestzeit von 1:53.63 Minuten und konnte sich über eine Siegprämie von 60.000 Euro freuen. Die Salzburgerin markierte wie schon zuletzt in Osttirol Laufbestzeit in beiden Durchgängen. Es war der sechste Weltcup-Sieg für Schild, der fünfte im Slalom. Aber auch ihre Mannschaftskollegin Kathrin Zettel, die sich auf Rang 2 platzierte, erhielt einen Scheck in Höhe von 30.000 Euro und der Drittplazierten Lokalmatadorin Janica Kostelic, die den 2. Lauf durch ein Missgeschick kurz nach dem Start nur mit einem Stock und ohne Handschuh beenden musste, wurden immerhin noch 15.000 Euro auf ihrem Konto gutgeschrieben. Damit verhinderte die Kroatin, die ihre Führung im Gesamtweltcup ausbaute, einen Dreifacherfolg der Österreicherinnen, denn die Halbzeitdritte Nicole Hosp aus Tirol landete in der Endwertung auf Platz vier. Annemarie Gerg fuhr als beste Deutsche in 1:57,34 Minuten auf Rang elf. Anja Blieninger (1:57,60) schaffte als 14. ihr bestes Weltcup-Resultat und die halbe Olympia-Norm. Martina Ertl-Renz (1:57,88) kam auf Rang 19. Sonja Nef, die in den Rennen kurz vor dem Jahreswechsel in Lienz wegen einer Grippe nicht startete, war mit Rang 21 einmal mehr weit von der für eine Teilnahme geforderten Olympiavorgabe entfernt und das auf dem Hang, auf dem sie vor einem Jahr noch Fünfte geworden war. Will die einstige Riesenslalom-Weltmeisterin zum Karriere-Abschluss in Italien dabei sein, muss sie im Januar entweder einmal unter den ersten sieben oder zweimal in den Top Ten klassiert sein. Am Samstag geht es bei den Damen aber schon wieder weiter. Dann steht der Riesenslalom von Marburg auf dem Programm! Die Top 10 Rennläuferinnen beim Slalom von Zagreb: 1. Marlies Schild (AUT) 1:53,63. 2. Kathrin Zettel (AUT) 0,44 zurück. 3. Janica Kostelic (CRO) 1,45. 4. Nicole Hosp (AUT) 1,62. 5. Anja Pärson (SWE) 1,64. 6. Tanja Poutiainen (FIN) 1,84. 7. Kristina Koznick (USA) 2,06. 8. Sarka Zahrobska (CZ) 3,35. 9. Therese Borssen (SWE) 3,54. 10. Resi Stiegler (USA) 3,61.

Marlies Schild gewinnt Slalom von Lienz

Die ÖSV Skidamen feiern beim Slalom in Lienz einen Doppelsieg. Mit einer fehlerfreien Fahrt baute die Salzburgerin Marlies Schild ihren Vorsprung im Finaldurchgang noch auf über eine Sekunde aus. Die Freundin von Benjamin Raich fuhr ihren vierten Weltcup-Sieg in grosser Manier ein; in beiden Läufen stellte sie Bestzeit auf und gewinnt wie schon vor einem Jahr das Heimrennen, diesmal nicht am Semmering sondern in Lienz. Eine überglückliche Marlies Schild nach dem Rennen: „Ich war schon nervös. Aber wie ich aus dem Start raus bin, war es vorbei. Im zweiten Lauf hätte ich mir nicht gedacht, dass es Laufbestzeit wird. Ich hab einmal schön gezaubert. Aber es ist wohl jeder so gegangen. Ich bin heuer im Slalom immer schnell gefahren, aber es hat halt das nötige Glück gefehlt. Ich hab mir wahrscheinlich auch etwas zu viel Druck gemacht.“ Rang 2 sicherte sich ihre Teamkollegin Nikol Hosp. Noch nie zuvor hatte es für die ÖSV-Damen in Österreich einen Doppelsieg gegeben. Es war dies heute der dritte Saisonsieg für die ÖSV-Damen, die Podestplätze 18 und 19. Der dritte Platz auf dem Podest geht an Janica Kostelic aus Kroatien, die dadurch auch die Führung im Gesamt-Weltcup von der Ausgefallenen Anja Pärson (Schweden) übernahm. Mit Kathrin Zettel (5.) liegt noch eine weitere rot-weiß-rote Läuferin unter den Top fünf. Martina Ertl-Renz (Lenggries) kam zwar als Siebte ins Ziel, wurde aber wegen eines Torfehlers disqualifiziert. Monika Bergmann-Schmuderer (Lam) schaffte trotz starker Rückenschmerzen als 13. die Olympia-Qualifikation. Die Top 10 Fahrerinnen in Lienz: 1. Marlies Schild (AUT) 1:57,92. 2. Nicole Hosp (AUT) 1,02 zurück. 3. Janica Kostelic (CRO) 1,73. 4. Kristina Koznick (USA) 1,89. 5. Kathrin Zettel (AUT) 2,07. 6. Tanja Poutiainen (FIN) 2,84. 7. Laure Péquegnot (FRA) 3,78. 8. Lindsey Kildow (USA) 3,79. 9. Anna Ottosson (SWE) 3,83. 10. Chiara Costazza (ITA) 3,97.

Daron Rahlves gewinnt Abfahrt in Bormio

Wie schon bei der WM hat auch heute ein Amerikaner die Nase vorn: Daron Rahlves gewinnt mit einer Zeit von 1.57,68 Sekunden „... ich liebe diesen Hügel – den Speed, das Gelände ....“ Rahlves scheint die Stelvio so sehr zu lieben, dass er sogar Weihnachten zu ihren Füßen in seinem Wohnmobil verbracht hat. Zweiter wird der Österreicher Fritz Strobl (+0,32). Doch heute steht nicht das Ländermatch Österreich-Amerika im Vordergrund. Leider ist das Rennen geprägt von schweren Stürzen und langen Unterbrechungen. Nach einem schlimmen Sturz eines Vorläufer beginnt das Rennen schon um eine halbe Stunde später. Der drittplatzierte Tobias Grünenfelder stürzt nach dem Zielsprung, „fällt“ ins Ziel und wird kurioserweise noch Dritter – ein schwacher Trost, da er anschließend humpelnd das Zielstadion mit Verdacht auf Kreuzbandriss Richtung Spital verläßt. Michael Walchhofer (AUT, +0,36), vor dem Rennen als Favorit gehandelt, schwingt als Vierter ab. Auf Platz 5 der Sieger von Gröden – Marco Büchel (LIE +0,51). 6. Kristian Ghedina (ITA +0,57), 7. Pierre-Emmanual Dalcin (FRA +0,66), 8. Didier Defago (SUI +0,67), 9. Bode Miller (USA +0,90) - bei den oberen Zwischenzeiten noch in der Zeit von Strobl, unten dürften seine Kraftreserven jedoch zu Ende gewesen sein. Die Top Ten vervollständigt Klaus Kröll (AUT) mit 0,95 Sekunden Rückstand. Bormio – wieder einmal ein Rennen der knappen Abstände, aber auch der schweren Stürze. Neben Grünenfelder „erwischt“ es auch die große österreichische Olympiahoffnung Hans Grugger. Nach einem Verschneider im Gleitstück wird Grugger mit Verdacht auf Oberschenkelbruch mit dem Hubschrauber abtransportiert. Wir gratulieren dem verdienten Sieger Rahlves und dem Zweiten Strobl und wir drücken Grünenfelder und Grugger alle Daumen und Zehen, dass sie vielleicht doch die Olympiasaison noch fortsetzen können!

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Anja Pärson verteidigt ihre Zwischenführung und siegt in Lienz

Anja Pärson (SWE) gewinnt den Riesentorlauf in Lienz mit 2:09,94 und übernimmt auch gleich die Führung im Gesamtweltcup. Nicole Hosp (AUT +0,21) kann sich als 2. mit Laufbestzeit im 2. Lauf endlich wieder über einen Stockerlplatz freuen. „Ich bin wirklich sehr froh, dass es endlich mit einem Stockerlplatz geklappt hat. Ich war immer knapp dran, heute hat es geklappt. Ich habe mir heute keinen Druck gemacht, im zweiten Lauf gezeigt, dass ich wieder voll da bin.“ 3. wird Tina Maze (SLO 0,40), nur 4/100 Sekunden vor der 4. Kathrin Zettel (AUT +0,44). Auf Platz 5 schon die nächste Österreicherin Marlies Schild (+0,51). Janica Kostelic (KRO +0,95) wird nach ihrem Riesentorlaufsieg von Spindlermühle hier 6., Maria Jose Rienda Contreras belegt Rang 7. Manuela Mölgg (ITA +1,19) reiht sich auf Platz 8 ein. Martina Ertl-Renz (GER +1,37) verteidigt ihren 9. Zwischenrang erfolgreich. "Nachdem es die letzten Rennen nichts war, bin ich mit Platz neun absolut zufrieden. Von Formkrise kann keine Rede sein", sagte die Rekordhalterin im alpinen Skisport nach ihrem 407. Weltcup-Einsatz. Anna Ottosson (SWE +1,42) vervollständigt das Resultat der schnellsten zehn Läuferinnen. Für das Team der Schweizerinnen läuft es heute nicht so gut. Nadia Styger fährt als einzige in die Weltcuppunkteränge und belegt Platz 20 (+2,48). Aus dem deutschen Damenteam kommen auch noch Anja Blieninger (+3,17) als 27. und Annemarie Gerg (+3,39) als 29. in die Weltcuppunkteränge. Morgen bestreiten die Damen mit einem Slalom das letzte Rennen für das Jahr 2005.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Pärson gewinnt Riesenslalom in Lienz

Die Schwedin Anja Pärson gewinnt den Riesenslalom in Lienz und feiert damit den 29. Weltcuperfolg ihrer Karriere und ihren 3. Sieg (nach zwei Slalomsiegen) in Lienz. Mit Anja Pärson gibt es die vierte Saisonsiegerin im Riesenslalom. Neben ihr steht Niki Hosp erstmals in dieser Saison am Podest. Und dazu noch Sölden-Siegerin Tina Maze.

Hattrick für Slalomkönig Rocca

Giorgio Rocca (ITA) krönt sich in Kranjska Gora endgültig zum Slalomkönig dieser Saison und gewinnt zum dritten Mal in Folge! Angesichts Rocca´s vorgelegter Zeit von 1.35,98 muss der Halbzeitführende Raich alles riskieren und fädelt nach hervorragender Zwischenzeit ein. Der Halbzeitzweite Pallander „verschläft“ den zweiten Lauf und rutscht auf Platz 5 zurück. Auch Mario Matt (AUT) und Ivica Kostelic (CRO) bringen ihre hervorragenden Positionen nach dem ersten Lauf nicht ins Ziel und scheiden aus. Und so sehen die Top Ten von Kranjska Gora wie folgt aus: 1. Giorgio Rocca (ITA 1.35,98), 2. Thomas Grandi (CAN +0,64), 3. Ted Ligety (USA +0,67), 4. Rainer Schönfelder (AUT +1,08), 5. Kalle Palander (FIN +1,21), 6. nach toller Aufholjagd Johann Brolenius (SWE +1,56), 7. mit hoher Startnummer 50, Naoki Yuasa (JPN +1,61), 8. Manfred Pranger (AUT +1,63), 9. ex aequo Martin Hansson (SWE ) und Jean-Pierre Vidal (FRA) beide 1,66 Sekunden zurück. Nach unserem Zwischenbericht vom ersten Durchgang schaffen es noch unerwartet viele Läufer mit hohen Nummern unter die ersten 30 – das hat zur Folge, dass Alois Vogl im zweiten Durchgang leider nicht mehr am Start ist und Felix Neureuther auf den 22. Platz zurückfällt. Im zweiten Lauf kann er sich noch auf Platz 20 verbessern – eine Leistung, die umso höher einzuschätzen ist, da der DSV-Läufer die rechte Hand im Gips trägt und nicht einmal den Schistock halten kann – bravo!

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Pärson gewinnt Damen-Slalom in Spindermühle

Wie bereits im Slalom von Aspen gewinnt Anja Pärson auch, diesmal klar vor Kostelic, den 2. Saisonslalom der Damen in Spindlermühle. Für die Schwedin ist dies bereits der 28. Weltcupsieg in ihrer Karriere. Mit Marlies Schild steht wieder eine Österreicherin am Podest. Besonders erfreulich aus sicht des DSV ist der 4 Rang von Annemarie Gerg zu vermelden. Stark fuhren auch die Österreicherinnen Kathrin Zettel und Nicole Hosp, sie belegten die Ränge fünf und sieben. Durch den Sieg von Pärson geht Michaela Dorfmeister als Weltcup-Gesamtführende in die Weihnachtspause.

Benni Raich gewinnt in Kranjska Gora!

Endlich – der erste Sieg für Benjamin Raich in dieser Saison! Er läßt sich die Halbzeitführung nicht mehr nehmen und gewinnt mit 2.22,46 und genau 1 Sekunde Vorsprung vor dem nunmehr führenden in der Disziplinenwertung, Massimiliano Blardone (ITA). „I hab mir nit vorstellen können, dass i da siegen könnt, aber i hab kämpft und es hat geklappt ... „ sagt ein sichtlich erleichterter Raich angesichts der schwierigen Verhältnisse – difuses Licht, Schläge, harte Piste. Was war das für ein zweiter Durchgang! Ausfall der Amerikaner Rahlves und Miller, Horrorsturz (wieder einmal) von Hermann Maier, ein Pallander der kaum ein Tor richtig erwischen zu scheint und auf Platz 18 zurückfällt. Dafür findet man unter den Top Ten einen „neuen“ Amerikaner, James Cochran, der auf Platz 7 gemeinsam mit dem 6. Schlopy die Ehre der Nation rettet. Leider nicht qualifiziert für den zweiten Lauf – Felix Neureuther als 43.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Janica Kostelic gewinnt Riesenslalom in Spindlermühle

Janica Kostelic gewinnt den Riesenslalom der Damen in Spindlermühle und ist damit "das Haar in der Suppe" eines tollen österreichischen Teams. Wäre die Kroatin nicht gewesen hätte die Alpenrepublik einen 3-fach Sieg feiern können. Hinter Kostelic folgten mit Kathrin Zettel, Marlies Schild und Nicole Hosp drei Fahrerinnen aus dem rot-weiß-roten ÖSV Team. Die überragende Leistung der Österreicher unterstrichen auch Michaela Dorfmeister als Achte sowie Michaela Kirchgasser als Zehnte. Als beste DSV Läuferin platzierte sich Annemarie Gerg mit der hohen Startnummer 51 auf Rang 11. Für Martina Ertl-Renz reichte es nur für Platz 22, beachtlich jedoch das Abschneiden von Kathrin Hölzl, die mit viertbester Laufzeit im Finaldurchgang auf Rang 24 Weltcuppunkte einfahren konnte. Für das Swiss Team konnte sich keine Fahrerin für das Finale der Besten 30 qualifizieren.

Italienischer Doppelheimsieg in Alta Badia
Massimiliano Blardone siegt vor Davide Simoncelli

Der Italiener Massimiliano Blardone drehte den Zwischenstand noch um und siegt beim Riesentorlauf in Alta Badia mit 2:27,14 vor seinem Landsmann Davide Simoncelli (+0,20). „Der Heimsieg hat mir schon gefehlt, ich habe den schon sehr angestrebt. Ich war hier oft hinter Simoncelli, jetzt konnte ich ihn endlich schlagen.“ Die große Überraschung des heutigen Rennens ist der 26-jährige Kanadier Francois Bourque (+0,28), der mit zwei sehr guten Läufen Platz 3 belegt. Er lässt damit große Namen hinter sich. 4. wird Daron Rahlves (USA +0,51), der weiterhin seinem ersten Riesentorlaufsieg nachfahren muss. An die 5. Stelle platziert sich der Finne Kalle Palander (+0,82), der hier schon 2003 gewonnen hat. Nur knapp hinter dem Finnen steht der beste Österreicher, Hermann Maier (+0,88) auf der Ergebnisliste. Maier führt das Dreierpaket der schwer geschlagenen Österreicher an - hinter ihm sind Benjamin Raich (+0,92) 7. und Stephan Görgl (+1,31). 8. Danach kommt der beste Schweizer Didier Cuche (+1,39) auf Platz 9 und Rainer Schönfelder (AUT +1,41) komplettiert die besten 10 des heutigen Riesenslaloms. Andreas Ertl aus vom SC Lenggries erreichte mit der 54. Zeit des ersten Laufes leider nicht das Finale.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Dorfi und Meisi – ÖSV Doppelsieg in Val d’Isere

Welch eine tolle Leistung der Österreichischen Skidamen Michaela Dorfmeister und Alexandra Meissnitzer. Die beiden großen „alten“ Damen der Skination Nummer 1 sorgten im französischen Val d’Isere für einen Doppelsieg des ÖSV Teams. Mit einem Vorsprung von 49 Hundertstel Sekunden sicherte sich Michaela Dorfmeister den obersten Platz auf dem Stockerl, gefolgt von Ihrer Teamkollegin Alexandra Meissnitzer und der Kanadierin Emily Brydon. Die Vortagessiegerin der Abfahrt, Lindsey C. Kildow führ knapp am Podest vorbei und musste sich heute mit Rang 4 begnügen. Immer besser in Schwung kommt die 5. und damit bestplatzierte Schweizerin Fränzi Aufdenblatten. Auf den Rängen 6 bis 10 folgten die Kanadierin Kelly Vanderbeek, die US Amerikanerin Julia Mancuso, Kirsten L Clark aus den USA, Genevieve Simard aus Kanada und die Französin Carole Montillet. Eine schwere Niederlage erlitten die Fahrerinnen des DSV Teams die keine Athletin unter den Top 20 platzieren konnten.

Marco Büchel Überraschungssieger in Gröden

Alle Jahre wieder. Letztes Jahr schaffte der Deutsche Max Rauffer die Sensation, in diesem Jahr übernahm Marco Büchel die Rolle des Überraschungssiegers in Gröden/Val Gardena. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von 2 Hundertstel Sekunden gewann der 34jährige Büchel vor dem Österreicher Michael Walchhofer und dem Kanadier Erik Guay (Rückstand 0,20 Sek.). Mit einem starken 4. Rang auf der Saslong verfehlte Kristian Ghedina bei seinem (letzten) Heimrennen einen 5. Erfolg (nach 1996, 1998, 1999 und 2001). Auf den Rängen 5 bis 10 folgten der Österreicher Fritz Strobl (5. Platz – 0,47 Sek), der Norweger Kjetil Andre Aamodt (6. – 0,59), der Franzose Antoine Deneriaz (7. – 0,62), der US Amerikaner Bode Miller (8. – 0,74), der Schweizer Didier Defago (9. - 0,86) und der Österreicher Norbert Holzknecht (10. – 0,89). Ein überglücklicher Marco Büchel lies im Ziel seinen Gefühlen freien Lauf: „Wenn ich ganz ehrlich bin: Als ich im Zelt Zeit hatte musste ich weinen. 34 Jahre und dann passiert mir so etwas noch. Wie es möglich war? Keine Ahnung. Gestern hat mein Markenkollege gewonnen. Ich hab mir gedacht: Ich muss mehr riskieren. Mit dem Sieg hab ich nicht spekuliert. Aber als die Leute gejubelt haben, habe ich mir gedacht: So schlecht kann es nicht sein. Die Freude in Liechtenstein ist sicherlich riesengroß. Ich hoffe auch, dass die Schweizer diesen Sieg als ihren nehmen. Ich bin in diesem Team voll integriert.“ Alles andere als zufrieden äußerte sich der auf Rang 14 platzierte Hermann Maier: „Für den Rückstand fällt mir im Moment keine Erklärung ein. Ich hab unten, vor allem über die Ciaslat eine sehr gute Fahrt gehabt. Es ist sicher kein Zufall, dass Head wieder voran ist. Wir haben schon gutes Material, sind aber nicht mehr so dominant. Wir haben aber eh so viele Chefs in der Firma, die sollen ein bisserl nachdenken. Denen fällt dann sicher etwas ein.“ Nach Strobl, Rahlves und Grugger gab es mit Büchel heute den vierten Saisonsieger in der Abfahrt. Der Liechtensteiner ist überhaupt der zehnte unterschiedliche Saisonsieger. Nur Walchhofer und Rocca konnten zwei Rennen für sich entscheiden.

Lindsey C. Kildow gewinnt Chaosabfahrt in Val d’Isere

Schnee, Wind und immer wieder wechselnde Verhältnisse. Blindfahrten, Stürze, Unterbrechungen – kein Rennen für Skifreunde. Nach der Nummer 48 wurde es dann sogar vorzeitig beendet. Der Wind war zu stark geworden. Am besten kam die US Amerikanerin Lindsey C. Kildow mit den schlechten Vorgaben zurecht. Die 21-Jährige aus Vail konnte in Val d’Isere bereits ihren zweiten Abfahrtssieg in dieser Saison feiern. Rang zwei ging an ihrer Teamkollegin Caroline Lalive. "Ich habe im Restaurant gewartet und versucht, positiv zu bleiben. Es war wirklich schwierig, sich gedanklich nicht mit einem möglichen Abbruch zu beschäftigen." Für Kildows Landsfrau Lalive war der zweite Rang der erste Podestplatz seit 2001. "Vier Jahre sind eine lange Zeit. Es hat Zeiten gegeben, da habe ich mich gefragt, warum ich überhaupt weitermache. Aber dann wartet man auf bessere Tage und heute war so einer", jubelte die Amerikanerin. Über einen hervorragenden 3. Platz konnte sich wieder einmal die Österreicherin Alexandra Meissnitzer freuen. "Es war noch viel Neuschnee in der Piste drin und deshalb sehr schwierig. Außerdem war der Wind bei allen bei weitem nicht gleich", betonte Meissnitzer nach ihrem dritten Podestplatz im Olympia-Winter. "Aber wenn man schaut, wer auf dem Stockerl steht, dann ist das kein Zufall. Der Wind hat aber entschieden, ob man Erste oder Vierte geworden ist." Endlich auch wieder einmal ein Lichtblick im Lager des DSV. Petra Haltmayr (Rettenberg) schaffte mit ihrem 4. Rang die beste deutsche Platzierung und zugleich die Olympiaqualifikation. In der Gesamtwertung führt weiter die Niederösterreicherin Michaela Dorfmeister, die in Frankreich Achte wurde und damit nach vier Podestplatzierungen (Ränge zwei und drei in den Abfahrten in Lake Louise sowie drei/Lake Louise und zwei/Aspen im Super G) en suite ihr schlechtestes Saisonresultat in einem Speed-Rennen zur Kenntnis nehmen musste. „Ich bin froh, dass ich gesund im Ziel bin. Das Rennen hätte man nicht starten dürfen, denn man will ja gleiche Verhältnisse für alle haben", übte Dorfmeister berechtigte Kritik an der Rennleitung. Als beste Schweizerin belegte Fränzi Aufdenblatten Platz 9. Als Zwölfte war auch Catherine Borghi so gut klassiert wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Ein weiteres Topergebnis hatte Nadia Styger vor Augen. Die Siegerin des Super-G in Aspen war bei der ersten Zwischenzeit 22 Hundertstel schneller unterwegs als Lindsey Kildow, fuhr dann aber an einem Tor vorbei. Stellte sich am Ende des Chaosrennen nur noch die Frage, was passiert mit der außergewöhnlichen Siegesprämie – einer Kuh ? "Ich werde sicher kein Barbecue veranstalten. Eigentlich wollte ich sie Maria Riesch anvertrauen, aber ein FIS-Mann will nun für die Kuh sorgen", erklärte die Siegerin.

Grugger gewinnt Super G von Gröden

Der Österreicher Hans Grugger feierte heute auf der Saslong seinen dritten Weltcupsieg - den ersten im Super G. Wieder einmal war es kein Tag der Favoriten. Auf dem zweiten Rang folgte der Kanadier Erik Guay vor dem Schweizer Ambrosi Hoffmann. Ein überglücklicher Hans Grugger im Ziel: „Es ist für mich unglaublich. Ich hab gesehen, die anderen waren bei der letzten Zwischenzeit noch knapp dabei. Ich muss einen Riesen Dank an meine Serviceleute aussprechen, sie haben wieder super Arbeit geleistet. Ich war schon in Sun Peaks super drauf. Auch in Beaver Creek hab ich eine Abschnitts-Bestzeit gefahren. Aber ich hatte immer Fehler, hab es nicht runter gebracht. Heute ist mir ein Traumlauf gelungen. Ich bin mit der Saison vor Weihnachten bisher sehr zufrieden.“ Auf dem vierten landete der Norweger Kjetil Andre Aamodt vor seinem Teamkollegen Aksel Lund Svindal der damit im Gesamtweltcup dem heutigen 8. platzierten Bode Miller wieder näher rückte. Die Favoriten wussten heute wieder einmal nicht zu überzeugen: Hermann Maier belegte Rang sechs, Bode Miller Platz acht, Michael Walchhofer wurde Zwölfter hinter Daron Rahlves.

Rocca gewinnt Slalom von Madonna di Campiglio

Giorgio Rocca gewinnt nach dem Slalom von Beaver Creek auch das Nightrace von Madonna di Campiglio. Er sorgte damit genau zehn Jahre nach dem letzten von insgesamt drei Alberto-Tomba-Erfolgen wieder für einen Heimsieg. Für Rocca, der im unteren Teil des zweiten Durchgangs ganz groß auftrumpfte, war es der achte Weltcup-Erfolg, der achte im Slalom. Gleichzeitig liegt der Mann aus Livigno in der Nähe Bormios mit zwei Siegen in zwei Saison-Slaloms und dem Maximum von 200 Punkten souverän an der Spitze des Slalom-Weltcups. Benny Raich, der zur Halbzeit noch in Führung lag musste sich mit einem zweiten Rang begnügen. Raich im Ziel: "Es war heute nicht so schlecht, speziell im oberen Teil bin ich gut gefahren, unten habe ich ein bisserl nachgelassen, ich habe den Steilhang nicht so gut erwischt. Aber es war schon okay, ich bin zufrieden." Den 3. Platz sicherte sich der Finne Kalle Palander vor dem Kanadier Thomas Grandi und dem Franzosen Jean-Pierre Vidal. Auf den Rängen 6 bis 10 folgen Ted Ligety (USA), Ivica Kostelic (Kroatien), der Überraschungs-Achte Reinfried Herbst (Österreich), Patrick Thaler aus Italien und der zehnt Platzierte Markus Larsson aus Schweden. Von den anderen Österreichern konnte sich nur noch Rainer Schönfelder, der mit Abstimmungsproblemen zu kämpfen hatte, als 16. in den Punkterängen platzieren. Topfavoriten wie Manfred Pranger und Mario Matt schieden bereits in Lauf eins aus. Bode Miller (USA) folgte im zweiten Durchgang, der US-Amerikaner fädelte ein. Silvan Zurbriggen platzierte sich als einziger Schweizer, der den 800 km langen Weg von Val d'Isère unter die Räder genommen hatte, im Klassement - als 18. Dabei hatten - dank dem 22. Rang von Marc Gini in Beaver Creek - die Schweizer erstmals wieder vier Startplätze. Gini missglückte die Bestätigung (46. nach einem groben Fehler), Marc Berthod schied - nach wenigen Toren - ein weiteres Mal aus, und Daniel Albrecht verpasste als 33. die Qualifikation für den zweiten Lauf um 17 Hundertstel. Die beiden deutschen Starter in der Technik-Diziplin, Alois Vogl und Felix Neureuther, in Beaver Creek noch Elfter, scheiterten bereits nach dem ersten Durchgang.

Erster Saisonsieg für Anja Pärson

Die Schwedin Anja Pärson hat am Sonntag den Weltcup-Slaloms der Damen in Aspen im US-Bundesstaat Colorado für sich entschieden. Die Weltcup-Titelverteidigerin fing die kroatische Halbzeit-Leaderin Janica Kostelic ab, nach dem sie im ersten Lauf noch 1,03 Sekunden hinter der führenden Kroatin auf Rang 2 zurückgelegen hatte und feierte so ihren ersten Saisonsieg. Um drei Hundertstel setzte sich Pärson vor Kostelic, die ihrerseits zu sehr taktierte und den grossen Vorsprung noch verspielte. Auf Rang drei landete wie am Vortag im Riesentorlauf die 19-jährige Niederösterreichern Kathrin Zettel (0,43 Sek.). Als weitere Österreicherin in den Top Ten platzierte sich Nicole Hosp auf Rang sieben (1,70). Auf Rang 4 folgte die Französin Laure Pequegnot vor der besten DSV Läuferin Annemarie Gerg die damit gleichzeitig die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Turin schaffte. Ihre Clubkollegin Martina Ertl, die ihr 403. Weltcup-Rennen bestritt und damit alleinige Rekordhalterin ist, kam auf Platz 17. Monika Bergmann-Schmuderer aus Lam fuhr auf Rang 25 und Anja Blieningers schied bereits im 1. Durchgang nach wenige Fahrsekunden aus. Für das Swiss Team war es ein enttäuschender Slalom. Sonja Nef schied schon im ersten Lauf aus. Die Appenzellerin sagte sie sei voll auf Angriff gefahren, denn sie habe es satt, 20. zu werden. Dann scheide sie lieber gleich aus. Sandra Gini verpasste als 39. die Qualifikation für den zweiten Durchgang deutlich. Rabea Grand, die dritte am Start stehende Schweizerin, schied ebenso wie Sonja Nef aus.

Defago disqualifiziert -
Walchhofer nun Sieger der Super-Kombination

Der Schweizer Didier Defago wurde nach seinem Sieg in der Super-Kombination in Val d'Isere nachträglich disqualifiziert. Der neue Sieger heißt somit Michael Walchhofer. Paukenschlag nach der Super-Kombi in Val/Isere! Sieger Didier Defago wurde nach dem Rennen disqualifiziert, da die Bindungsplatte zu hoch war. Die maximal erlaubte Höhe liegt bei 55 Millimeter, der Wert des Schweizers lag zwischen 0,4 und 0,2 mm darüber. Eine Disqualifikation gab's schon einmal in Val d'Isere - 1997 verlor Maier einen Sieg im Riesenslalom weil er den Ski zu früh abgeschnallt hat. Diesmal profitiert der ÖSV. Defago war nach der Bekanntgabe sehr enttäuscht. Damit feiern die Österreicher am "Grünen Tisch" einen Doppelsieg. Michael Walchhofer gewinnt den Bewerb vor Rainer Schönfelder. Bode Miller (USA) rutscht als Dritter auf das Podest.

Defago gewinnt Super-Kombination in Val d'Isere

Ein Weltcupsieg für die Schweiz ist das Ergebnis der Superkombination von Val d`Isere. Didier Defago siegt mit einer Gesamtzeit von 2:42,96. "Ich habs gefühlsmäßig vor allem im Mittelteil super gehabt. Es war nicht einfach - nach der Abfahrt war ich sehr zufrieden. Ich hab mir gedacht, ein Platz unter den ersten sechs wäre super." Als 4. nach der Abfahrt, kann der Schweizer mit einer guten Leistung im Slalom endlich wieder einen Sieg für die Herren ins Land der leidgeprüften Skination Schweiz holen. Der Rest des Treppchens gehört den Österreichern. 2. wird der Sieger der gestrigen Abfahrt Michael Walchhofer (+0,19), der nach der Abfahrt noch auf Rang 5 lag. Auf den 3. Platz kann sich Rainer Schönfelder mit Slalombestzeit (52,30) vorschieben (gesamt +0,36), der nach der Abfahrt gar nur Platz 22 belegte. Platz 4 bis 6 belegen schließlich die Superkombinations Topfavoriten. Bode Miller (USA +0,60) als 4., Kjetil Andre Aamodt (NOR +0,67) als 5. und Benjamin Raich (AUT +0,80) als 6., die alle drei mit größeren oder kleineren Fehlern im Slalom eine Podestplatz vergeben. 7. wird Silvan Zurbriggen (SUI +0,81), 8. Aksel Lund Svindal (NOR +0,91), 9. Peter Fill (ITA 1,46) und 10 Ivica Kostelic (CRO +1,64). Der DSV-Läufer Johannes Stehle beendet das Rennen auf Platz 36 (+9,64), Stephan Keppler scheidet im Slalom aus. Auch die heutige Superkombination hat wieder gezeigt, dass ein Sieg in der Superkombination nur über den Slalom führt. Im Gegensatz zur klassischen Kombination mit zwei Slalomläufen sind die Chancen für die Abfahrer jedoch deutlich gestiegen. Weiter geht es schon morgen Abend mit einem Nachtslalom im italienischen Madonna di Campiglio.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Contreras gewinnt Riesenslalom in Aspen

Maria Rienda Contreras aus Spanien hat sich am Samstag den Sieg beim Weltcup-Riesenslalom im US-amerikanischen Aspen gesichert. Mit einem Vorsprung von 0,34 Sekunden verwies die Spanierin die Schwedin Anja Pärson (1:57,51) und die junge, 19-jährige Österreicherin Kathrin Zettel (1:57,53) auf die Plätze und feierte so ihr dritter Riesentorlauf-Sieg. "Ich war schon nervös am Start. Ich habe versucht, so ruhig wie möglich zu bleiben", sagte die 30-Jährige aus Granada. Zuvor gewann sie zu Beginn dieses Jahres bereits in Lenzerheide und Aare. Die ÖSV-Damen brachten mit Michaela Dorfmeister (Fünfte – und jetzt Weltcupgesamtführende), Elisabeth Görgl (Siebente) Michaela Kirchgasser (Neunte) und Andrea Fischbacher (Zehnte) gleich fünf Damen in die Top Ten, obwohl neben Alexandra Meissnitzer auch die nach Lauf eins zweitplatzierte Nicole Hosp im Finale stürzte. Mit weiteren Enttäuschungen endete das Rennen für die Schweizerinnen. Sonja Nef sah sich bereits nach dem ersten Durchgang geschlagen und belegte letztlich als beste der fünf gestarteten Schweizerinnen Platz 22. Neben Nef qualifizierte sich auch die Walliserin Fränzi Aufdenblatten mit der hohen Nummer 60 als 24. für den zweiten Lauf. Doch Aufdenblatten konnte die gute Ausgangslage nicht nutzen und musste sich mit dem 26. Schlussrang begnügen. Nadia Styger, Rabea Grand und Sandra Gini hatten sich nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren können. Martina Ertl-Renz (Lenggries/2:00,23) belegte als beste Deutsche Platz 20, ihre Teamkollegin Annemarie Gerg wurde 21. Maria Riesch stürzte im zweiten Durchgang und musste unter Tränen per Rettungsschlitten abtransportiert werden. Erschütternde Diagnose im Aspen Valley Hospital: Riss des vorderen Kreuzbandes, eine Meniskusverletzung sowie eine Knochenstauchung. Wie lange die 21-jährige Allrounderin pausieren muss, werden weitere Untersuchungen zeigen, eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Turin scheint aber wenig wahrscheinlich.

Österreichischer Abfahrtstriumph in Val d´Isere.
Walchhofer, Strobl und Grugger besiegeln den Dreifachsieg.

Bei Kaiserwetter dominieren die Österreicher die Abfahrt in Val d´Isere. Michael Walchhofer gewinnt das Rennen mit 2:00,15 und bestätigt somit seine gestrige Trainingsbestzeit. „Es war unglaublich!“ waren die ersten Worte des Siegers „Es war gar nicht so einfach von Amerika zurück. Drüben haben sich die Leute viel erwartet von mir, und ich mir selber auch. Der siebente Platz war dann nicht zufriedenstellend. Mir ist schon ein riesen Stein vom Herzen gefallen. Ich hab es schon beim Fahren gespürt, der Unterberger Edi muss super gewachselt haben. Es ist schön, wenn man spürt, dass das Material geht.“ Auf den Plätzen 2 und 3 folgen seine Teamkollegen Fritz Strobl (+0,52) und Hans Grugger (+0,95). Strobl: „Ich hab bei meiner Fahrt nicht gedacht, dass es zum Sieg reicht. Nachdem es im Training nicht richtig gelaufen ist, hat mir die Zeit und die Fahrt schon sehr getaugt. Ich war mir nicht sicher, ob der Servicemann den richtigen Griff macht. Und er hat richtig hingegriffen, da muss ich ihm gratulieren. Ich weiß, dass ich dabei bin und dass ich im Training nicht ganz schnell sein muss.“ Grugger: „Ich habe wieder meine Startschwierigkeiten gehabt, wie schon öfters. Unten war es dann eine super Fahrt, ich bin sehr zufrieden. Mir ist der Rückstand unerklärlich, ich bin mir gut vergekommen. Die Sekunde, die auf den Michi fehlt, ist unglaublich. Ich muss ihm gratulieren.“ Als bester Nichtösterreicher platziert sich der Schweizer Bruno Kernen (+1,08) an 4. Stelle, nur ganz knapp vor dem 5. Klaus Kröll (+1,10). Wie immer in Val d´Isere haben auch die hinteren Startnummern noch eine hervorragende Piste vorgefunden, die traumhaften Bedingungen ermöglichten ein faires Rennen für alle Rennläufer, was bei den Rennen in Übersee der letzten Wochenende ja leider nicht gegeben war. Die weiteren Platzierungen der besten 15: 6. Kjetil Andre Aamodt (NOR +1,37), 7. Erik Guay (CAN +1,38) ex aequo mit Bode Miller (USA +1,38), 9. Hermann Maier (AUT +1,40), 10. Kristian Ghedina (ITA +1,43), 11. Marco Büchel (LIE +1,48), 12. Jürg Grünenfelder (SUI +1,50) zeitgleich mit Manuel Osborne (CAN +1,50), 14. Daron Rahlves (USA +1,55) und 15. Yannick Bertrand (FRA +1,64). Als 54. und 55. kamen die Deutschen Johannes Stehle und Stephan Keppler ins Ziel. Morgen folgt in Val d´Isere die Superkombination (bestehend aus der Abfahrt, die um ca. 10.10 Uhr beginnt und dem Slalom, der um ca 13.15 Uhr folgt) und wir sind gespannt, ob sich Stephan Eberharter „Nachilfe“ bei Felix Neureuther schon auswirkt.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Nadia Styger gewinnt Super G in Aspen

Die Schweizerin Nadia Styger feiert in Aspen den zweiten Super G-Sieg ihrer Karriere. Die Siegerin bleibt in den Vereinigten Staaten eine Zehntel-Sekunde vor Michaela Dorfmeister, die Zweite wird und damit die Weltcup-Führung übernimmt. Das Sieger-Foto komplettiert Andrea Fischbacher, die 0,24 Sekunden Rückstand hat. Mit Alexandra Meissnitzer steht auch auf dem vierten Rang eine weitere Österreicherin. Elisabeth Görgl fährt auf den achten Endrang, dahinter steht Katja Wirth. Als beste deutsche Läuferin kam Maria Riesch auf Platz 10 ins Ziel.

Rocca gewinnt Slalom in Beaver Creek 

Der Italiener Giorgio Rocca bestätigt seine hervorragenden Trainingsergebnisse und gewinnt den ersten Slalom der Saison mit 1.51,72 vor dem jungen Franzosen Stephane Tissot, dem im zweiten Durchgang ein entfesselter Lauf und damit ein Satz Platz 19 auf Platz 2 gelingt. Dritter der Amerikaner Ted Ligety, der mit Startnummer 27 für den ausgeschiedenen Bode Miller in die Presche springt und dieses Mal die Amerikanische Fahne vom Siegespodest wehen lässt. Auf Rang 4 ex aequo gleich 3 Läufer: der junge Norweger Kjetil Jansrud, der Japaner Akira Sasaki und der Österreicher Mario Matt (Rückstand +1,33). Dahinter wird Ivica Kostelic 7. (CRO +1,56), ein weiterer junger Norweger, Lars Myhre, wird 8. (+1,59); Mit Platz 9 löst Aksel Lund Svindal (NOR +2.00) Daron Rahlves wieder an der Spitze des Gesamtweltcups ab; Silvan Zurbriggen (SUI + 2.02) komplettiert die Top Ten. Doch schon auf Platz 11 finden wir Felix Neureuther – er nützt die niedrige Startnummer, legt mit der zweitbesten Fahrzeit im zweiten Durchgang einen Traumlauf hin und springt von Platz 28 an die besten 10 heran. Wenn man sich die Top Ten durchliest, fragt man sich: Wo sind die Favoriten hin – wo sind sie geblieben? „auf der Strecke“ könnte man schlicht und ergreifend sagen. Jene die nicht schon im ersten Durchgang Opfer der Piste wurden, sind im zweiten ausgestiegen. Der große Pechvogel war Benni Raich – er führte 2 Drittel des Laufes und mein österreichisches Patriotenherz blutete, als er beim letzten Übergang vor dem Ziel regelrecht vom Wind verblasen wurde. Er hatte so gut wie keine Bodensicht mehr, kämpfte, fädelte aber wenige Tore vor dem Ziel ein. Schade! Auch Pech hatte der Finne Pallander – er kam mit dem von seinem Trainer gesteckten Lauf nicht zurecht und schied ebenso aus. Der Sieger ein bekanntes Gesicht – der Rest beinah nur junge Wilde, die die vielen Prominenten Ausfälle für wertvolle Weltcuppunkte nutzen. Man darf gespannt sein, wie viele dieser jungen Garde sich heuer schon im Spitzenfeld etablieren können!

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Meissnitzer führt österreichischen 3fach Sieg an

Bis zum vierten Saisonrennen hat es mit dem ersten Saisosieg für die ÖSV Damen gedauert! Dafür triumphierten die ÖSV-Damen beim heutigen Super G in Lake Louise. Alexandra Meissnitzer führt den sensationellen Dreifachsieg der Österreicherinnen an. Die größte Sensation ist dabei sicherlich Andrea Fischbacher, die ihren ersten Weltcupsieg nur um eine Zehntel verpasste sich aber sehr über den zweiten Rang auf dem Stockerl freute! Der Dritte Range geht mit einem Rückstand von 0,83 Sekunden an Michaela Dorfmeister. Auch im DSV und beim Team Swiss Lager konnte man sich freuen. Martina Ertl wurde Vierte, Nadia Styger sicherte sich Rang 5. Die Abfahrtssiegerin des Vortages Lindsey C. Kildow musste sich mit dem 6. Platz begnügen, war jedoch beste US Amerikanerin noch vor ihrer Teamkollegin Kirsten L Clark (7.). Die Ränge 8 und 9 waren mit Marlies Schild und Elisabeth Görgl fest in österreichischer Hand. Die Top Ten komplettierte die US Amerikanerin Libby Ludlow.

Bode Miller gewinnt Riesenslalom von Beaver Creek

Bode Miller führte am heutigen Samstag einen amerikanischen Riesentorlauftriumph an. Die Plätze 1, 2 und 4 gingen an die Amerikaner. Nur der Finne Kalle Palander konnte auf Platz 3 dazwischenfunken. Auf Platz Eins  Bode Miller (USA 2:34,56) vor Daron Rahlves 2. (USA +0,49), Kalle Palander 3. (FIN +1,23), Eric Schlopy 4. (+1,24), Aksel Lund Svindal 5. (NOR +1,43), Francois Bourque 6. (CAN +1,94), Frederik Nyberg 7. (SWE +2,03), Hermann Maier 8. (AUT +2,14), Davide Simoncelli 9. (ITA +2,21) und Rainer Schönfelder als 10. (AUT +2,28). Bode Miller ist wieder da …. macht schwere Fehler und gewinnt trotzdem. Bewundernswert auch die Leistung des Amerikaners Eric Schlopy, der sich im ersten Lauf einen Knochen des Handgelenkes brach als er an eine Torstange anschlug, trotzdem im zweiten Lauf startete und den hervorragenden vierten Rang erreichte. Der 2. des heutigen Rennens, Daron Rahlves, übernimmt mit seinen heutigen 80 Punkten die Führung im Gesamtweltcup mit 285 Punkten vor Bode Miller mit 282 und Aksel Lund Svindal mit 266 Punkten. Enttäuscht sind heute natürlich die Österreicher, die sich ein weit besseres Ergebnis erwartet hatten. Fünf Österreicher kamen nicht ins Ziel und die, die durchkamen fielen im zweiten Lauf zurück. Der Finaldurchgang fand ohne Deutsche und Südtiroler Beteiligung statt. Für den  Partenkirchener Felix Neureuther reichte es nach dem 1. Lauf mit einem Rückstand von über 3 1/2 Sekunde nur für Rang 45. Der Südtiroler Peter Fill schied im ersten Lauf aus, Manfred Mölgg wurde disqualifiziert und Arnold Rieder als 33. sowie Alexander Ploner als 47. verpaßten den Sprung in die besten 30.Morgen, Sonntag, findet in Beaver Creek noch ein Slalom statt.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Kildow gewinnt 2. Lake Louise Abfahrt

Lindsey C. Kildow aus den USA gewinnt den Hunderstelkrimi in Lake Louise! Die 21-Jährige aus Vail hatte vor einem Jahr gleichenorts ihren ersten und bisher einzigen Weltcup-Sieg verbuchen können. Auf dem zweiten Platz folgt, mit einem Rückstand von 3/100 die Schweizerin Sylviane Berthod. Die Schweizerin Berthod, die im vergangenen Winter nie besser als Sechste war, liess auf ihrer Fahrt die Ski optimal laufen und sorgte im neunten Saisonrennen für den ersten Podestplatz von Swiss-Ski. Berthods letzter Auftritt auf dem Podium datierte vom 10. März 2004, als sie in der Abfahrt von Sestriere ebenfalls Zweite wurde. Rang 3 sicherte sich die sichtlich zufrieden wirkende Österreicherin Michael Dorfmeister (12/100). Dorfmeister nach dem Rennen: "Zwei Mal Podium in zwei Rennen, das ist ein Traum!". Mit diesem 3. Platz übernahm die Niederösterreicherin nach drei Bewerben die Führung im Geamtweltcup. Um einen Wimperschlag am Potest vorbei und damit auf dem undankbaren 4 Rang landete mit Alexandra Meissnitzer (18/100) ein weitere ÖSV Fahrerin gefolgt von ihren Teamkolleginnen Renate Götschl (5. - 20/100) und Brigitte Obermoser (6. – 50/100). Die Siegerin des Vortages Elena Fanchini aus Italien musste sich heute mit Rang 7 begnügen. Für die Überraschung des Tages sorgte die US Amerikanerin Stacey J. Cook die sich mit Startnummer 51 auf den 8. Rang vorschob. Erfreulich die Comebacks von Maria Riesch aus Deutschland auf Platz 9 und der Schweizerin Fränzi Aufdenblatten die sich nach langer Durststrecke auf Rang 10 (zeitgleich mit der Österreicherin Karin Blaser) in der Weltspitze zurückmeldete. Aus Südtiroler Sicht konnte man mit dem Rennen nicht zufrieden sein. Die 33-jährige Grödnerin Isolde Kostner belegte als beste Südtirolerin den enttäuschenden 33. Platz. Nur fünf Hundertstel dahinter landete die Schnalserin Angelika Grüner auf den 35. Platz.

Elena Fanchini mit Premieren-Sieg

Die 19-Jährige Elena Fanchini feierte in Lake Louise ihren ersten Weltcupsieg! Nachdem die Italienerin bei der WM 2005 in Bormio sensationell Zweite in der Abfahrt wurde konnte sie auch heute, beim ersten Abfahrtslauf der Saison 2005/06, für eine Riesenüberraschung sorgen. Auf den Rängen zwei und drei folgten die Österreicherinnen Michaela Dorfmeister vor ihrer Teamkollegin Alexandra Meissnitzer. Für eine weitere Überraschung im Österreicherlager sorgte Ingrid Rumpfhuber die mit hoher Startnummer noch auf Rang sieben vorfuhr. Elisabeth Görgl als starke Elfte, Karin Blaser auf Platz 15, einen Rang vor Renate Götschl, rundeten das gute Ergebnis des ÖSV Teams ab. Nadia Styger (6.) und Sylviane Berthod (8.) haben für ein beachtenswertes Resultat der Schweizerinnen gesorgt. Carmen Casanova wurde als 23. drittbeste aus dem Swiss-Team. Eine schwere Schlappe mussten die DSV Läuferin einstecken. Isabelle Huber wurde als beste deutsche Läuferin 20. Maria Riesch (Partenkirchen) kam bei ihrer ersten Weltcup-Abfahrt nach dem Kreuzbandriss vor knapp elf Monaten mit 2,44 Sekunden Rückstand nur auf Rang 34. Petra Haltmayr (3,05 Sek.) landete abgeschlagen auf Rang 41, Stefanie Stemmer schied nach einem Fahrfehler aus. Nach dem schweren Sturz der mit Nummer 18 gestarteten Lucia Recchia musste das Rennen für mehr als eine halbe Stunde unterbrochen werden. Die Italienerin durchbrach die Fangnetze und musste mit dem Helikopter abtransportiert werden. Recchia erlitt nach ersten Auskünften von italienischen Betreuern keine schweren Verletzungen und musste nur zur Beobachtung ins Spital. Am Samstag findet in Lake Louise wiederum eine Abfahrt statt, am Sonntag wird der erste Super-G des Winters ausgetragen.

Rahlves gewinnt vor Miller in Beaver Creek

Die Amerikaner wiederholen ihr Double vom Vorjahr: Daron Rahlves gewinnt mit 1.13,37 vor Bode Miller (+0,27 Sek) und dem Österreicher Hans Grugger (+0,34 Sek). Nachdem die Wetterfrösche in Beaver Creek falsch gequakt hatten und die Schneefälle ausgeblieben waren, wurde das Rennen auf verkürzter Strecke und mit ein wenig Verspätung entgegen aller Befürchtungen gestartet. Die Läufer fanden die Piste in ausgezeichnetem Zustand vor und nur der Nebel drohte lange Zeit, der einzige Spielverderber zu werden. Geprägt von unzähligen Unterbrechungen verlor man als Schifan beinah die Geduld. Lange Zeit sah es nach einem Hundertstel Krimi aus – an den lange Führenden Peter Fill (letzten Endes Platz 7 mit +1,11 Sek Rückstand) kamen Kjetil Andre Aamodt (NOR, 8. +1,15 Sek) und Didier Cuche (SUI, 9. +1,19 Sek) bis auf wenige Hundertstel heran. Erst der junge Kanadier Erik Guay (6. + 1,09 Sek) konnte Fill den Platz des Führenden um knappe 2 Hundertstel abringen. Bruno Kernen, vielleicht getrieben vom Frust über den gestrigen Super-G, verdrängte Guay mit weiteren knappen 3 Hundertsteln auf Rang 2. Doch noch ehe der Schweizer sich über seine Führung so richtig freuen konnte, schien mit dem Österreicher Hans Grugger eine neue Zeitrechnung in dieser Abfahrt zu beginnen. Bei der Zwischenzeit noch fast 1 Sekunde vorn, schwingt er mit 1.13,71 und 0,72 Sekunden Vorsprung auf Kernen ab. Nach diesen beiden Läufern ist klar: die Piste hält und die Besten der weltbesten Abfahrer können sich ein faires und sogar nebelfreies Duell liefern. Überraschend schwach kann Hermann Maier die guten Verhältnisse nicht nützen und schwingt nur als 16. ex aequo mit Kollege Benjamin Raich (+1,86 Sek) ab, bevor Daron Rahlves so richtig durchstartet und Gruggers hervorragende Bestzeit pulverisiert. Der Sieger von Lake Louise, Fritz Strobl (AUT, +0,97 Sek), bringt nach einigen kleinen Fehlern noch Platz 4 ins Ziel. Nach Strobl macht es Bode Miller seinem Teamkollegen Rahlves nach und braust auf Platz 2 – endlich ein Speedresultat. Das letzte Ass im Ärmel der Österreicher, Abfahrtsweltmeister Michael Walchhofer, verhaut die Schlüsselstelle und wird nur 10. mit immerhin schon 1,22 Sekunden Rückstand und der gestrige Sieger Hannes Reichelt, als 31. gestartet, riskiert zuviel und scheidet aus. Insgesamt nach einem mühsamen Beginn ein überraschend spannendes und faires Rennen, bei dem sich die Amerikaner mit den Österreichern wieder ein packendes Duell geliefert haben. Und was für eine Freude: Schweizer, Kanadier, Italiener, Norweger, Franzosen und der Liechtensteiner Büchel sorgen für ein richtig buntes Resultat unter den besten 15. Hoffen wir, dass die Nachbarschaftshilfe von Stephan Eberharter bald Früchte trägt, damit wir auch DSV-Läufer bald wieder in den Ergebnislisten ganz vorne finden!

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Hannes Reichelt gewinnt stürmischen Super G in Beaver Creek

Hannes Reichelt, der in der letzten Saison verletzt ausfiel, fährt heute mit 1:17,33 aufs oberste Treppchen des SuperG´s in Beaver Creek. „Unglaublich! Nach zwei zachen Jahren mit den vielen Verletzungen. Das ist jetzt eine echte Wohltat. Vorne war es auch nicht leicht zu fahren, vom Wind her war es bei mir auch brutal.“ Erik Guay (CAN +0,04) liegt hinter dem österreichischen Sieger an zweiter Stelle und auf dem dritten Platz ist der junge Österreicher Matthias Lanzinger (+0,16) zu finden. Der Norweger Aksel Lund Svindal (+0,67) bestätigt seinen SuperG-Sieg und seine gute Form von Lake Luise mit einem 4. Rang. 5. wird der Amerikaner Daron Rahlves (+0,89). Das Rennen ist auf Grund der starken Windböen und der dadurch sehr schlechten Bodensicht recht umstritten. Läufer wie Bruno Kernen (SUI), Christoph Gruber (AUT) greifen sich nach ihrem Ausfall zweifelnd an den Kopf, viele der Rennläufer, die zwar ins Ziel kommen schütteln den Kopf über die Organisatoren. Für den Wind können die nichts, aber es werden Stimmen laut, dass die Piste nicht gut genug ist und auch die schlechte Markierung wird kritisiert. Die höheren Startnummern hatten somit keine Chance auf die “Treppchenplätze“.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Premieren-Sieg für Norweger Svindal

Der Norweger Aksel Lund Svindal gewinnt vor dem Österreicher Benny Raich und dem US Amerikaner Daron Rahlves den ersten Super G der Olympiasaison 2005/06. Als Bester Schweizer Rennfahrer folgt auf Rang 4 der Schweizer Ambrosi Hoffmann vor dem Norweger Kjetil Andre Aamodt und dem Lichtensteiner Marco Büchel. Der Sieger der gestrigen Abfahrt, Fritz Strobl folgt auf Platz 7 vor seinem österreichischen Landsmann Hannes Reichelt. Der Schwede Patrick Järbyn als Neunter und Michael Walchhofter komplettieren die Top 10 des Super G von Lake Louise.

Olympiasieger Fritz Strobl gewinnt erste Herrenabfahrt in Lake Louise

Favoritensterben in Lake Louise – Miller nach einem Ausrutscher gleich am Start jenseits der 20, Maier „nur“ 4, Walchhofer 6., Deneriaz 11. Dafür gewinnt Fritz Strobl seine erste Abfahrt seit seinem Olympiasieg vor 4 Jahren mit 1.40,96 Sek. Lange Zeit liegt der Liechtensteiner Marco Büchel mit + 0,15 Sek Rückstand auf Platz 2 und nachdem die Favoriten allesamt an den Zeiten von Büchel (Startnummer 19) und Strobl (Startnummer 15) zerbröseln, redet alles schon von schlechter werdenden Verhältnissen und keinen Chancen mehr für die hinteren Nummern. Bis Kjetil Andre Aamodt mit Nummer 30 die Führenden erzittern läßt. Über die Hälfte des Rennens führt er sogar knapp vor Strobl und schwingt im Ziel mit nur 9 Hundertstel Rückstand als hervorragender Zweiter ab. Die Leistung des Norwegischen Routiniers ist umso höher einzuschätzen, da sowohl Sicht als auch Witterung die hinteren Nummern sicher nicht bevorzugt haben. Erfreulich das starke Lebenszeichen der Schweizer: Bruno Kernen wird guter 5 mit 0,55 Sek. Rückstand, Didier Defago 9., 0,81 Sek. zurück und Ambrosi Hoffmann 1,05 zurück 13. ex aequo mit dem amerikanischen Newcomer Steven Nyman.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Bühne frei zur 40. Weltcup-Saison

Fünf Wochen nach dem Prolog auf dem Gletscher in Sölden erfolgt am Wochenende in Lake Louise, der mitten in einem Nationalpark gelegenen Station in den kanadischen Rocky Mountains, der eigentliche Start zur 40. Weltcup-Saison. Den Olympischen Spielen von Mitte Februar in Turin wird zwar im kommenden Winter absolute Priorität eingeräumt, aber vorerst gilt es, sich im Weltcup zu bewähren. Zunächst sind die Männer an der Reihe, mit einer Abfahrt am Samstag und einem Super-G am Sonntag. Die Frauen kommen erst eine Woche später, ebenfalls in Lake Louise, zu ihren ersten Einsätzen in den Speed-Disziplinen. Bode Miller reiste mit guten Erinnerungen nach Lake Louise. Hier gewann er im letzten Winter sowohl die Abfahrt als auch den Super- G. Lake Louise war für ihn der Startschuss zu einer unglaublichen Serie: Innerhalb von 16 Tagen schaffte der Bewegungskünstler den Weltcup-Grand-Slam mit Siegen in allen vier Disziplinen. Das hatten vor ihm nur vier Athleten erreicht, aber keiner in auch nur annähernd so kurzer Zeit.

Hilde Gerg beendet Karriere

Ski-Rennläuferin Hilde Gerg hat vier Tage nach einem schweren Sturz ihre Karriere beendet. "Ich bin sehr frustriert, aber es hat keinen Zweck mehr", sagte die Slalom-Olympiasiegerin von Nagano 1998 der Bild-Zeitung. Die bittere Diagnose nach dem Sturz in Copper Mountain lautete: Meniskuseinriss, Einriss des hinteren Kreuzbandes, schwere Stauchung des rechten Unterschenkels. "Das ist schon ein Tiefschlag. Ich war in guter Form", hatte sie nach dem Missgeschick im Super-G-Training gesagt. Es war nicht ihre erste schwere Verletzung: Im Dezember 2002 erlitt sie bei der Abfahrt im kanadischen Lake Louise einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie. Doch damals kehrte sie ohne Operation nach rekordverdächtigen 14 Tagen wieder in den Weltcup zurück. Bereits im Jahr 2000 hatte sie sich nach einem Wadenbeinbruch wieder in die Weltspitze zurückgekämpft.

Maier schlägt Miller

Heute hatten ihn sicher noch nicht viele auf der Rechnung und angesichts seines Rückstandes wohl nicht einmal er selber: Hermann Maier siegt mit 7 Hundertstel Vorsprung auf den amerikanischen Favoriten Bode Miller. Dahinter überraschend stark Rainer Schönfelder (AUT + 0,18) vor dem Tiroler Benjamin Raich (AUT +0,77). „"Das war sicher einer der schönsten Siege. Ich hab nicht mehr damit gerechnet, war ja 95 Hundertstel hinten. Ich hab mir gedacht: 2. Platz ist super. So ein Sieg ist natürlich super, der vergeht auch der Schmerz im Sprunggelenk. Ich glaub, ich war ein bisserl vom Wetter begünstigt. Die hinteren haben glaub ich Schatten gehabt, sonst verlieren sie unten raus nicht mehr so viel." lässt ein überraschend emotionaler Maier sportlich fair verlauten. Bode Miller ist trotzdem zufrieden, Rainer Schönfelder von sich begeistert und für Benjamin Raich ist es immerhin sein bisher bestes Sölden-Resultat. Doch was wäre ein Weltcupauftakt ohne Überraschungen? Dank dem Kanadier Francois Bourque als 5. (+0,82) und dem im Sog von Bode Miller stark gewordenen Amerikaner Ted Ligety als 8. gibt es auch wieder neue Gesichter in den Top Ten. Massimiliano Blardone (ITA +0,87) muss leider wieder einmal im zweiten Durchgang Nerven und Hundertstel lassen und fällt vom Dritten auf den 6. Rang. Auch Frederik Nyberg (SWE +1,02) rutscht zurück und wird 7. Ob dies wirklich wie von Hermann Maier angedeutet mit schlechterer Sicht zu tun hatte ist unklar. Das Licht war bei allen Läufern schlecht – sie wurden von den vielen Schlägen und Rippen auf der Piste regelrecht durchgebeutelt. Noch unter die besten 10 schaffen es Thomas Grandi (CAN +1,24) als 9. und Alberto Schieppati (ITA +1,27) als 10. Sölden war für viele wie üblich eine wichtige Standortbestimmung. Erfreulich war, dass die Schweizer wieder eine recht kompakte Mannschaft zu haben scheinen – trotz Rück- und Ausfällen im zweiten Durchgang - und dass die Ergebnislisten trotz leichter Rot-Weiss-Rot-Vormacht wieder bunter werden. Wäre schön, wenn auch die Deutsche Fahne wieder höher steigen würde in den alpinen Disziplinen. Blicken wir gespannt den Rennen in Übersee entgegen und freuen uns auf einen spannende Olympiasaison!

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Tina Maze gewinnt Weltcup-Auftakt in Sölden

Etwas überraschend, aufgrund des Halbzeitstandes, gewinnt die Slowenin Tina Maze den ersten Riesentorlauf der neuen Weltcupsaison. Ihren letzten Söldensieg musste sie sich noch mit Andrine Flemmen (NOR) und Nicole Hosp (AUT) teilen - heute gehört ihr der oberste Stockerlplatz ganz allein. Die Gesamtlaufbestzeit von 2:24,59 ist auch für die 2. Janica Kostelic (SLO +0,34), die Laufbestzeit im 2. Durchgang fuhr, und die 3., Gesamtweltcupsiegerin und Söldensiegerin des Vorjahres Anja Pärson (SWE +0,44), nicht zu knacken. Die erfahrenen ÖSV-Damen halten dem heimischen und dem eigenen Druck nicht stand und müssen sich mit hinteren Plätzen begnügen. Die zwei jungen Österreicherinnen Kathrin Zettel (+1,39) und Andrea Fischbacher (1,63) jedoch zeigen mit ihren heutigen Leistungen ihr Können, holen noch einige Plätze auf und belegen zur Freude der österreichischen Fans Rang 4 und 5. Beide sind mit ihren Rängen mehr als zufrieden und strahlen mit der Tiroler Sonne um die Wette. Pech hat hingegen die Halbzeitführende Tanja Poutianinen während des 2. Laufes und rutscht auf den 11. Platz zurück. Möglicherweise beschädigt ein Stein oder einen Eisbrocken die Kante ihres linken Skis. Zurückgefallen sind im zweiten Durchgang leider auch die DSV-Damen. Martina Ertl (+1,82) und Maria Riesch (+3,57). Sie beenden den Saisonauftakt auf Platz 8 und 24. Die Schweizerinnen Marlies Öster (+3,02) und Sonja Nef (+3,34) erreichen die Plätze 16 und 20. Ausgeschieden sind im 2. Lauf Jessica Lindell-Vikarby (SWE) und Michaela Kirchgasser (AUT).

Der Überbick:
1. Tina Maze (SLO) 2:24.59
2. Janica kostelic (CRO) +34
3. Anja Pärson (SWE) +0,44
4. Kathrin Zettel (AUT) +1,39
5. Andrea Fischbacher (AUT) +1,63
6. Anna Ottoson (SWE) +1,77
Maria Jose Rienda Contreras (ESP) +1,77
8. Martina Ertl (GER) +1,82
9. Genevieve Simard (CAN) +2,35
10. Elisabeth Görgl (AUT) +2,41

Die nächsten Rennen finden für die Skidamen erst Anfang Dezember in Canada statt.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Damen Weltcuptermine Saison 2005/06

22.10.2005: Riesenslalom der Damen in Sölden (AUT)
02.12.2005: Abfahrt der Damen in Lake Louise (CAN)
03.12.2005: Abfahrt der Damen in Lake Louise (CAN)
04.12.2005: Super-G der Damen in Lake Louise (CAN)
09.12.2005: Super-G der Damen in Aspen (USA)
10.12.2005: Riesenslalom der Damen in Aspen (USA)
11.12.2005: Slalom der Damen in Aspen (USA)
17.12.2005: Abfahrt der Damen in Val d'Isere (FRA)
18.12.2005: Super-G der Damen in Val d'Isere (FRA)
21.12.2005: Riesenslalom der Damen in Spindleruv Mlyn (CZE)
22.12.2005: Slalom der Damen in Spindleruv Mlyn (CZE)
28.12.2005: Riesenslalom der Damen in Lienz (AUT)
29.12.2005: Slalom der Damen in Lienz (AUT)
05.01.2006: Slalom der Damen in Zagreb-Sljeme (CRO)
07.01.2006: Riesenslalom der Damen in Maribor (SLO)
08.01.2006: Slalom der Damen in Maribor (SLO) 2006
13.01.2006: Abfahrt der Damen Bad Kleinkirchheim (AUT)
14.01.2006: Abfahrt der Damen Bad Kleinkirchheim (AUT)
15.01.2006: Super-G der Damen Bad Kleinkirchheim (AUT)
20.01.2006: Abfahrt der Damen St. Moritz (SUI)
21.01.2006: Super-G der Damen St. Moritz (SUI)
22.01.2006: Kombination der Damen St. Moritz (SUI) 
27.01.2006: Abfahrt der Damen in Cortina d'Ampezzo (ITA)
28.01.2006: Super-G der Damen in Cortina d'Ampezzo (ITA)
29.01.2006: Riesenslalom der Damen in Cortina d'Ampezzo (ITA)
04.02.2006: Riesenslalom der Damen in Ofterschwang (GER) 
05.02.2006: Slalom der Damen in Ofterschwang (GER) 
11.02 bis 26.02.2006: Olympische Spiele in Turin
03.03.2006: Kombination der Damen in Hafjell (NOR)
04.03.2006: Super-G der Damen in Hafjell (NOR)
05.03.2006: Riesenslalom der Damen in Hafjell (NOR)
10.03.2006: 1. Slalom der Damen in Levi (FIN)
11.03.2006: 2. Slalom der Damen in Levi (FIN)
16.03.2006 bis 19.03.2006 FIS Weltcup - Weltcupfinals in Are (SWE)

Herren Weltcuptermine Saison 2005/06

23.10.2005: Riesenslalom der Herren in Sölden (AUT)
26.11.2005: Abfahrt der Herren in Lake Louise (CAN)
27.11.2005: Super-G der Herren in Lake Louise (CAN)
01.12.2005: Abfahrt der Herren in Beaver Creek (USA)
02.12.2005: Super-G der Herren in Beaver Creek (USA)
03.12.2005: Riesenslalom der Herren in Beaver Creek (USA)
04.12.2005: Slalom der Herren in Beaver Creek (USA)
10.12.2005: Abfahrt der Herren in Val d'Isere (FRA)
11.12.2005: Kombination der Herren in Val d'Isere (FRA)
12.12.2005: Slalom der Herren in Madonna di Campiglio (ITA)
16.12.2005: Abfahrt der Herren in Gröden (ITA)
17.12.2005: Super-G der Herren in Gröden (ITA)
18.12.2005: Riesenslalom der Herren in Alta Badia (ITA)
21.12.2005: Riesenslalom der Herren in Kranjska Gora (SLO)
22.12.2005: Slalom der Herren in Kranjska Gora (SLO)
29.12.2005: Abfahrt der Herren in Bormio (ITA)
07.01.2006: Riesenslalom der Herren in Adelboden (SUI)
08.01.2006: Slalom der Herren in Adelboden (SUI)
13.01.2006: Kombination der Herren in Wengen (SUI)
14.01.2006: Abfahrt der Herren in Wengen (SUI)
15.01.2006: Slalom der Herren in Wengen (SUI)
20.01.2006: Super-G der Herren in Kitzbühel (AUT)
21.01.2006: Abfahrt der Herren in Kitzbühel (AUT)
22.01.2006: Slalom der Herren in Kitzbühel (AUT)
24.01.2006: Nachtslalom der Herren in Schladming (AUT)
28.01.2006: Abfahrt der Herren in Garmisch-Partenkirchen (GER)
29.01.2006: Super-G der Herren in Garmisch-Partenkirchen (GER)
11.02 bis 26.02.2006: Olympische Spiele in Turin
04.03.2006: Riesenslalom der Herren in Yongpyong (KOR)
05.03.2006: Slalom der Herren in Yongpyong (KOR)
10.03.2006: 1. Slalom der Herren in Shigakogen (JPN)
11.03.2006: 2. Slalom der Herren in Shigakogen (JPN)
16.03.2006 bis 19.03.2006 FIS Weltcup - Weltcupfinals in Are (SWE)

Anja Pärson sichert sich Gesamt Weltcup

Anja Pärson hat sich nach einem einzigartigen Herzschlagfinale zum zweiten Mal den alpinen Gesamtweltcup gesichert. Die Schwedin blieb am Sonntag beim finalen Riesentorlauf in Lenzerheide als 17. zwar ohne Punkte, Janica Kostelic schaffte aber nur Platz acht und blieb damit in der Gesamtwertung um drei Zähler hinter der Titelverteidigerin zurück.

Tanja Poutiainen holt Riesenslalom-Weltcup

Tanja Poutiainen aus Finnland sicherte sich mit Platz 2 beim Riesenslalom von Lenzerheide den Disziplinen-Weltcup im Riesenslalom und holte sich nach dem Slalom auch diese kleine Kristallkugel.

Riesenslalom Weltcup für Benni Raich

Benni Raich verpasst zwar den Gesamt-Weltcup, sichert sich nach Slalom- aber auch das Riesenslalom-Kristall. Die Würfel sind gefallen, die Kristallkugeln vergeben! Stephan Görgl gewinnt den Riesentorlauf in Lenzerheide vor US-Boy Bode Miller und Benni Raich. Für den Steirer ist es der zweite Weltcup-Sieg. Der dritte Platz reicht dem "Blitz aus Pitz" für den Gewinn von RTL-Kristall. Miller, der sich den Gesamt-Weltcup sichert, verpasst die kleine Kristallkugel um drei Punkte. RTL-Weltmeister Hermann Maier verpasst als Vierter das Stockerl nur um vier Hunderstel, Christoph Gruber fährt auf Rang 12.

Poutiainen die Slalom-Königin

Tanja Poutiainen würde nach dem Slalomrennen in Lenzerheide mit der kleine Kristallkugel für den Slalom-Weltcup ausgezeichnet. Die Finnin war die überlegene Slalom-Fahrerin dieser Saison und stand schon vor dem Rennen als Slalom Weltcupsiegerin fest.

Michaela Dorfmeister holt mit Sieg den Super-G Weltcup

Die Österreicherin Michaela Dorfmeister sichert sich erstmals den Super-G-Weltcup! Wie gestern Renate Götschl in der Abfahrt machte sie heute in Lenzerheide mit ihrem 21. Weltcupsieg beim letzten Saisonrennen alles klar! Nach dem Gesamtweltcup-Sieg 2002 und den kleinen Kugeln in Abfahrt und Riesenslalom sichert sich Dorfmeister heute auch die kleine Kugel im Super G! Ein überglückliche Michi Dorfmeister im Zielraum: "Ich war heute ein bisserl lockerer als gestern. Ich hab mir da zu viel Druck gemacht. Ich hab gewusst, man muss Außenski auf Außenski fahren. Ich hab probiert, dass halbwegs so zu fahren wie die Herren. Ich hab auf der Anzeigentafel nur geschaut, ob ich vor der Renate (Götschl) stehe. Dass ich das letzte Rennen noch gewinne, ist eine Draufgabe. Ich kann auch gleich sagen, dass ich nächstes Jahr weiter fahre und Österreich und dem Namen Dorfmeister noch einmal Ehre machen will." Ihre Teamkollegin Marlies Schild schafft zum Abschluss der Saison mit Platz 2 erstmals in ihrer Karriere den Sprung aufs Super-G-Podest ! Rang 3 sicherte sich die Schwedin Anja Pärson und baut damit den Vorsprung im Gesamtweltcup aus. Sie macht um 34 Punkte mehr als Kostelic, die sich mit Platz 15 begnügen musste! Pärson hat nun 89 Punkte Vorsprung auf Kostelic. Die größte Rivalin der Niederösterreicherin auf den Super G-Weltcupsieg war Renate Götschl. Die Steirerin platzierte sich auf den fünften Rang. Beste Deutsche war Martina Ertl aus Lenggries auf Platz 6 (1:13,10), Petra Haltmayr aus Rettenberg wurde Achte (1:13,23). Hilde Gerg fuhr als 20. (1:14,47) nicht in die Punkteränge. Schweizerinnen standen auf der Lenzerheide keine im Einsatz. Für das Super-G-Finalrennen hatte sich niemand qualifizieren können. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Weltcup-Super-G der Frauen in Lenzerheide. 1. Michaela Dorfmeister (AUT) 1:12,38. 2. Marlies Schild (AUT) 0,30 zurück. 3. Anja Pärson (SWE) 0,58. 4. Lindsey Kildow (USA) 0,60. 5. Renate Götschl (AUT) 0,65. 6. Martina Ertl (GER) 0,72. 7. Nadia Fanchini (ITA) 0,76. 8. Petra Haltmayr (GER) 0,85. 9. Elisabeth Görgl (AUT) und Silvia Berger (AUT) 0,98.

Spiel und Satz Miller - Gesamtsieg noch nicht ganz!

Doppelschlag für die US-Boys: Bode Miller und Daron Rahlves gewinnen ex aequo den letzten Super-G dieser Saison! Miller kann damit zumindest die kleine Kristallkugel für diese Disziplin in seinem Motorhome verstauen, denn der bis heute Führende im Super-G-Weltcup, Hermann Maier (AUT) wird nur 9. und fällt damit hinter Miller auf Platz 2 zurück. Gleichzeitig kann Miller seinen Vorsprung im Gesamtweltcup auf Benjamin Raich (AUT) weiter ausbauen und führt vor den beiden abschließenden technischen Bewerben mit 179 Punkten. Ausfälle wie zuletzt sollte er sich zwar nicht mehr leisten, aber auch dann müsste Raich bei beiden Rennen an der absoluten Spitze liegen, um im Kampf um die große Kristallkugel noch ein ernsthaftes Wörtchen mitreden zu können.

Abseits der spannenden Entscheidungen in den Weltcupwertungen darf man jedoch die hervorragenden Leistungen der anderen Läufer nicht übersehen: der Österreicher Stephan Görgl hält heute die rot-weiß-rote Fahne hoch und fährt zum Abschluss noch einmal auf´s Stockerl - nur 0,05 Sek. hinter den beiden Amerikanern. Noch knapper - nur um 0,02 Sek. hinter Görgl - verpasst der Liechtensteiner Marco Büchel das Podest, ist jedoch mit seinem heutigen 4. Platz mehr als zufrieden. Motiviert durch die gestrige tolle Leistung seines Landsmannes Kjus, startet Aamodt heut voll durch und erreicht Platz 5, mit dem ebenfalls knappen Rückstand von 0,11 Sek. auf die Bestzeit. Lasse Kjus wird heute guter 10. - sicher für die beiden "golden Oldies" aus dem Norden eine Riesenmotivation, mit der sie sich nun auf in die Vorbereitung für die Olympiasaison machen.

Das Ergebnis des heutigen Super-G im Überblick:
1. Bode Miller & Daron Rahlves, beide USA, 1.10,24
3. Stephan Görgl (AUT) + 0,05 Sek
4. Marco Büchel (LIE) + 0,07 Sek
5. Kjetil-Andre Aamodt (NOR) + 0,11 Sek.
6. Erik Guay (CAN) + 0,14 Sek
7. Michael Walchhofer (AUT) + 0,18 Sek
8. Tobias Grünenfelder (SUI) + 0,37 Sek
9. Hermann Maier (AUT) + 0,39 Sek
10. Lasse Kjus (NOR) + 0,44 Sek

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Kjus gewinnt Abfahrt - Walchhofer den Abfahrts-Weltcup

Der Elch aus Norwegen Lasse Kjus, jubelt über den Sieg zum Saisonabschluss. Wer hätte mit ihm gerechnet? Nur wegen der 400-Punkte-Regel durfte Kjus starten - und gewinnt auf der Neuschnee-Piste mit allem Gefühl dieses Rennen vor dem US Amerikaner Bode Miller und dem Österreicher Fritz Strobl! Michael Walchhofer hat sich erstmals eine Kristallkugel im Weltcup geholt. Der Salzburger beendete am Donnerstag die Abfahrt beim Saisonfinale in Lenzerheide auf Rang vier, das reichte ihm zum Gewinn des Abfahrts-Weltcups.

Götschl gewinnt in Lenzerheide und holt sich Abfahrts-Weltcup

Mit ihrem 37. Weltcupsieg - dem zweiten Abfahrtssieg in dieser Saison - sichert sich Renate Götschl zum vierten Mal in ihrer Karriere den Abfahrtsweltcup. Die Steirerin distanziert in einer Zeit von 1:26,89 Minuten die Französin Ingrid Jacquemod mit einem Rückstand von 0,57 Sekunden. Hilde Gerg (GER) wird Dritte und beendet den Winter als Gesamt-Zweite in der Königsdisziplin. 72 Punkte fehlten Gerg zum erstmaligen Gewinn der kleinen Kristallkugel in der Abfahrt. Ihre drei bisherigen Erfolge des Winters feierte Renate Götschl alle in Cortina d'Ampezzo. Als zweitbeste Österreicherin belegt Michaela Dorfmeister Rang sechs, Marlies Schild wurde 12. Für den DSV konnte sich Petra Haltmayr als Neunte und Martina Ertl auf Rang 10 platzieren. Die beiden Schweizerinnen konnten nicht überzeugen. Nadia Styger und Fränzi Aufdenblatten belegten die Ränge 16 und 17 und blieben damit ohne Punkte. Beim Finale gibt es nur für die ersten 15 Weltcup-Zähler. Verschärft hat sich auch das Duell im Gesamt-Weltcup: Die Kroatin Janica Kostelic rückte als Vierte der Abfahrt Weltcup-Leaderin Anja Pärson um 18 Punkte näher. Die Schwedin belegte den 8. Platz und liegt jetzt noch 45 Zähler vor Kostelic. Die Top 10 der Weltcup-Abfahrt der Frauen in Lenzerheide. 1. Renate Götschl (AUT) 1:26,89. 2. Ingrid Jacquemod (FRA) 0,57 zurück. 3. Hilde Gerg (GER) 0,67. 4. Janica Kostelic (CRO) und Julia Mancuso (USA) 0,84. 6. Michaela Dorfmeister (AUT) 1,26. 7. Daniela Ceccarelli (ITA) 1,36. 8. Anja Pärson (SWE) 1,42. 9. Petra Haltmayr (GER) 1,47. 10. Martina Ertl (GER) 1,51.

 



 

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