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Anja Pärson sichert sich Riesenslalom Weltcup
Kostelic gewinnt Riesenslalom-Finale

Nach ihrem Vortagessieg im Slalom brillierte Janica
Kostelic erneut. In beiden Läufen fuhr die Kroatin Bestzeit, was ihr zu
einem ungefährdeten Sieg reichte, dem bereits 30. in ihrer Karriere. 61
Hundertstel zurück belegte die Kanadierin Geneviève Simard, die schon in
Cortina Zweite geworden war und zum fünften Mal aufs Podest fuhr, Platz 2.
Die zeitgleichen Dritten, Tanja Poutiainen (Fi) und Nicole Hosp (Ö)
büssten bereits 1,54 Sekunden auf Kostelic ein. Anja Pärson sicherte sich
zum dritten Mal nach 2003 und 2004 die Disziplinenwertung im Riesenslalom.
Das Duell gegen die Spanierin Maria José Rienda Contreras entschied sie
letztlich mit 49 Punkten Vorsprung für sich. Pärson musste sich mit Rang 7
bescheiden, lag damit aber immer noch eine Position vor der Spanierin.
Michaela Kirchgasser wird gute Sechste. Sehr gut hielt sich Nadia Styger,
die einzige Schweizer Starterin. Sie büsste zwar gut drei Sekunden auf die
Bestzeit von Kostelic ein, doch dies reichte zum 10. Schlussrang, ihrem
besten Saison-Resultat im Riesenslalom. Ein paar Tränen vergoss hingegen
Michaela Dorfmeister, die sich mit einem 13. Platz vom Ski-Zirkus
verabschiedete. Martina Ertl-Renz wurde in ihrem letzten alpinen
Einzel-Weltcup Rennen Neunte. Die 32-jährige Lenggrieserin fuhr beim
Saisonfinale von Rang 17 nach dem ersten Lauf noch nach vorne. Kathrin
Hölzl (Bischofswiesen) kam auf Platz 16 und verpasste damit
Weltcup-Punkte. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Riesenslalom Finale der
Damen in Aare: 1. Janica Kostelic (CRO) 2:06,41. 2. Geneviève Simard (CAN)
0,61 zurück. 3. Tanja Poutiainen (FIN) und Nicole Hosp (AUT) 1,54. 5.
Manuela Mölgg (ITA) 1,91. 6. Michaela Kirchgasser (AUT) 2,09. 7. Anja
Pärson (SWE) 2,17. 8. Maria José Rienda Contreras (ESP) 2,55. 9. Martina
Ertl (GER) 2,85. 10. Nadia Styger (SUI) 3,03.
Giorgio Rocca gewinnt Slalom
Weltcup
1. Weltcupsieg für Markus
Larsson in Aare

Der Schwede Markus Larsson sicherte sich mit 2.
Laufzeit seinen ersten Weltcupsieg. Als 2. nach dem 1. Lauf griff er trotz
sehr schlechter Piste im 2. Durchgang voll an und legte so dem
Zwischenführenden Giorgio Rocca eine tolle Zeit vor. Der
Slalomweltcupsieger Rocca brachte seinen zweiten Lauf nicht ins Ziel, und
so triumphierte Larsson zum ersten Mal im Weltcup. Stephane Tissot (FRA
+0,82) stand als 2. und Thomas Grandi (CAN +0,93) als 3. am Siegerpodest.
Ivica Kostelic (CRO) fuhr als 4. nur 0,03 Sekunden am Stockerl vorbei. 5.
wurde Pierrick Bourgeat (FRA +0,99), dem so schwierige Pistenverhältnisse
zu liegen scheinen. Als bester Österreicher klassierte sich der Tiroler
Mario Matt (+1,25) an die 6. Stelle. Mit Platz 7 und dem Ausscheiden von
Bode Miller sicherte sich Aksel Lund Svindal (NOR +1,63) den 2. Platz in
der Weltcupgesamtwertung. Rainer Schönfelder (AUT +1,70) fuhr auf Rang 8,
Akira Sasaki (JPN +1,71) auf Rang 9 und Andre Myhrer (SWE +1,94) beschloss
die Gruppe der besten 10. Felix Neureuther fuhr im letzten Rennen der
Saison auf Rang 12. Ausgeschieden sind im 2. Lauf Bode Miller (USA), Alois
Vogl (GER), Manfred Pranger (AUT), Martin Hansson (SWE), Patrick Thaler (ITA)
und Michael Janyk (CAN). Mit dem heutigen Rennen wurde die Weltcupsaison
der Herren geschlossen, es wird am Sonntag nur noch ein Teambewerb
ausgetragen. Die Weltcupsaison 2005/2006 brachte Benjamin Raich (AUT) zum
ersten Mal die große Kugel für den Gesamtweltcup und die kleine Kugel im
Riesentorlaufweltcup. Die Abfahrtsweltcupwertung entschied Michael
Walchhofer (AUT) für sich und den Sieg im Slalomweltcup holte sich wie
schon erwähnt der Italiener Giorgio Rocca.
Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler
Raich holt sich die Riesenslalom Weltcupkugel
Raich auch beim letzten Riesenslalom der Saison erfolgreich

Doppel-Olympiasieger Benjamin Raich hat den Sack
zugemacht. Der Doppel-Olympiasieger hat nach dem Gesamtweltcup auch die
Riesenslalom-Wertung gewonnen. "Ich hab noch einmal alles gegeben", freute
sich Raich nach dem Erfolg. "Ich wollte einfach alles aus mit
herausholen." Der 28 Jahre alte Österreicher holte sich die kleine
Kristallkugel mit seinem Sieg im letzten Riesenslalom der Saison in Are
mit 481 Punkten vor Massimiliano Blardone (442). Der Italiener hatte nach
dem ersten Durchgang noch vor Raich in Führung gelegen, musste sich aber
letztlich in 2:23,44 Minuten mit fast einer Sekunde Rückstand auf Raich
(2:22,50) geschlagen geben. Auf Rang drei folgte der Schweden Fredrik
Nyberg (1,02). Hannes Reichelt belegte als zweitbester Österreicher Platz
fünf. Raich feierte damit seinen bereits siebenten Erfolg in diesem
Winter, den dritten im Riesenslalom nach Kranjska Gora und Adelboden.
Insgesamt war es der 23. Weltcup-Triumph des grossen Dominators dieser
Saison. Die Top 10 Rennläufer des Riesenslalom Weltcupfinale in Aare: 1.
Benjamin Raich (AUT) 2:22,50. 2. Massimiliano Blardone (ITA) 0,94 zurück.
3. Fredrik Nyberg (SWE) 1,02. 4. François Bourque (CAN) 1,29. 5. Hannes
Reichelt (AUT) 1,62. 6. Daron Rahlves (USA) 1,75. 7. Ted Ligety (USA)
2,18. 8. Thomas Fanara (FRA) und Peter Fill (ITA) 2,37. 10. Alberto
Schieppati (ITA) 2,47.
Kostelic gewinnt Slalom Weltcup
Kostelic auch beim Slalom von Aare unschlagbar

Janica Kostelic aus Kroatien gewann auch den letzten
Damen-Slalom der Saison 2005/06 in Aare (SWE) vor der Österreicherin
Marlies Schild (0,87). "Kostelic macht einfach keine Fehler, fährt
konstant", meint die 24-Jährige. Die Salzburgerin verwies immerhin die
Slalom Olympiasiegerin Anja Pärson nach starkem zweiten Durchgang auf
Platz drei (1,06). Resi Stiegler (USA) überrascht mit Rang vier (1,56).
Die Nummer eins des Slalom-Weltcups stand mit Janica Kostelic bereits vor
dem letzten Rennen fest. Marlies Schild (550) belegte vor Anja Pärson
(485) den zweiten Rang. Ein längerer Bericht folgt im Laufe des
Nachmittags.
Dorfmeister gewinnt Super G Weltcup
ÖSV-Doppelsieg im Damen-Super-G - Kostelic holt Gesamtweltcup

Die Tirolerin Nicole Hosp gewann zum ersten Mal in
ihrer Karriere einen Weltcup-Super-G Rennen der Damen. "Ich bin echt
überwältigt! Das ist für mich eine echte Sensation, erst zum Schluss habe
ich ein bisschen spekuliert. Mir gefällt diese Strecke hier unheimlich,
obwohl ich schon ein paar Fehler hatte." Hosp siegte in einer Zeit von
1:19.45 Minuten vor Doppel-Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister (0,27). Im
drittletzten Rennen ihrer Karriere ist auch Ski-Rennläuferin
Martina-Ertl-Renz noch einmal aufs Siegertreppchen gefahren. Rang drei
ging an die Deutsche vor Janica Kostelic (0,87). Die Kroatin sichert sich
damit zum dritten Mal den Gesamtweltcup (1.770) vor Anja Pärson (1.566)
aus Schweden die nach einem Fahrfehler bereits nach 15 Sekunden ausschied
und die Olympia Saison 2005/06 im Zielraum analysierte: "Wenn du gewinnen
willst, musst du alles riskieren! Ich habe leider an der Kante Luft
bekommen, da ich ein wenig zu direkt war und hatte danach keine Chance.
Ich bin leider 7 Mal ausgeschieden und das sind eben 700 Punkte. Ich hoffe
ich kann jetzt vielleicht noch im Slalom oder Riesenslalom gewinnen. Es
war trotzdem eine tolle Saison für mich." Glücklich aber gefasst äußerte
sich Janica Kostelic gegenüber dem ORF: "Ich habe Anja gestern gesehen,
ich wusste, dass es schwer wird. Es ist am Ende immer enger geworden. Anja
ist leider zu oft ausgefallen, aber ich glaube auch sie wird mit ihrer
Saison und Olympia-Gold zufrieden sein." Nicht zufrieden mit dem letzten
Super G konnte Petra Haltmayr sein. Die Rettenbergerin stürzte schwer
schien jedoch unverletzt zu sein. Als Siegerin der kleinen Kristallkugel
im Super G stand schon vor Aare Michaela Dorfmeister (626) fest. Alexandra
Meissnitzer (441) belegt Rang zwei.
Svindal gewinnt Super G Weltcup
Miller gewinnt Super-G

Der US-Amerikaner Bode Miller hat den Weltcup-Super-G
im schwedischen Aare gewonnen. Beim Finale der Skirennläufer lag Miller
vor seinem Landsmann Daron Rahlves und dem Norweger Aksel Lund Svindal,
der sich damit auch den Disziplinen-Weltcup sicherte. Der Flachauer
Hermann Maier musste sich mit Platz vier zufrieden geben und verlor am
Ende um zwei Zähler bzw. 9 Hundertstel Sekunden, den Kampf um die kleine
SUPER G Kristallkugel. Aus rot-weiß-roter Sicht war das Rennen aber nicht
nur aufgrund der „maierschen Schlappe“ eine Enttäuschung, auch
mannschaftlich ließen die ÖSV-Fahrer zu wünschen übrig: Erstmals seit März
1996 fand sich kein Österreichischer Läufer auf dem Podest wieder.
Einziger Schweizer im Klassement war der Berner Oberländer Bruno Kernen,
der als 10. sein zweitbestes Saisonergebnis im Super-G realisierte.
Deutsche Teilnehmer waren nicht am Start. Der Super-G in Aare verlangte
den Läufern noch einmal alles ab, auf der selektiven Strecke kam keiner
der 25 Starter fehlerfrei ins Ziel. Nach der Startnummer neun (Miller)
musste sogar der viel zu weite und gefährliche Russi-Sprung abgetragen und
somit entschärft werden. Die Top 10 Rennläufer beim Super G Finale der
Herren in Aare: 1. Bode Miller (USA) 1:27,78. 2. Daron Rahlves (USA) 0,34
zurück. 3. Aksel Lund Svindal (NOR) 0,53. 4. Hermann Maier (AUT) 0,62. 5.
Stephan Görgl (AUT) 0,66. 6. Marco Büchel (LIE) 0,70. 7. Peter Fill (ITA)
1,50. 8. Kjetil André Aamodt (NOR) 1,53. 9. Hannes Reichelt (AUT) 1,57.
10. Bruno Kernen (SUI) 1,60.
Michaela Dorfmeister holt Abfahrts Weltcup
Anja Pärson gewinnt
Abfahrtsfinale in Aare

Die Slalom-Olympiasiegerin Anja Pärson hat beim
Weltcup-Finale der alpinen Skirennläufer im schwedischen Aare die Abfahrt
gewonnen. Die Schwedin lag in 1:24,60 Minuten vor der Amerikanerin Lindsey
Kildow und Elisabeth Görgl aus Österreich und feierte ihren 34.
Weltcup-Erfolg (den dritten in der Abfahrt). Pärson verkürzte damit den
Rückstand im Gesamtweltcup auf die pausierende Kroatin Janica Kostelic auf
154 Punkte. Nach Siegen hat Anja Pärson ihre Gegenspielerin aus Kroatien
vorerst wieder übertrumpft. Die Schwedin errang ihren bereits achten
Saisonsieg, derweil Kostelic bei sieben Erfolgen steht. Morgen im Super-G
treffen die beiden Konkurrentinnen im direkten Duell aufeinander. Ein
heißer Showdown der beiden Alpin-Schwergewichte ist damit garantiert! Nur
zwei der sechs gestarteten Schweizerinnen konnten sich Weltcuppunkte
sichern. Die Walliserin Fränzi Aufdenblatten zeigte als Sechste eine gute
Leistung. Das Podest verfehlte sie nur um 28 Hundertstel. Damit verpasste
sie aber auch die 400 Punkte, die es ihr erlaubt hätten, in Are den
Super-G und den Riesenslalom zu bestreiten. Mit ihrer Abfahrts-Leistung
durfte sie aber dennoch zufrieden sein. Neben ihr errang vom Schweizer
Team nurmehr Nadia Styger als 10. Weltcuppunkte, die es beim Finale nur
für die ersten 15 gibt. Die Olympia-Zweite Martina Schild wurde 17., und
auch Sylviane Berthod (21.), Catherine Borgi (25.) und
Junioren-Weltmeisterin Marianne Abderhalden (27.) blieben ohne Zähler. Die
einzige DSV Starterin Petra Haltmayr landete auf Platz 16. Als Gewinnerin
des Abfahrts-Weltcups stand bereits die Österreicherin Michaela
Dorfmeister fest, die in ihrer 115. und letzten Abfahrt den 7. Rang
belegte und sich mit der kleinen Kristall-Kugel von der Downhill-Bühne
verabschiedete. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Abfahrts Weltcupfinale
2006 in Are: 1. Anja Pärson (SWE) 1:24,60. 2. Lindsey Kildow (USA) 0,30
zurück. 3. Elisabeth Görgl (AUT) 0,36. 4. Nicole Hosp (AUT) 0,38. 5. Nadia
Fanchini (ITA) 0,53. 6. Fränzi Aufdenblatten (SUI) 0,64. 7. Michaela
Dorfmeister (AUT) 0,74. 8. Lucia Recchia (ITA) 0,77. 9. Elena Fanchini (ITA)
0,80. 10. Nike Bent (SWE) und Nadia Styger (SUI) 0,84.
Michael Walchhofer gewinnt Abfahrts
Weltcup 2006
Svindal gewinnt letzte Abfahrt

Michael Walchhofer sicherte sich mit Platz elf in der
letzten Abfahrt der Saison in Aare die kleine Kristallkugel und
wiederholte somit seinen Vorjahres-Triumph. Aksel Lund Svindal aus
Norwegen hatte beim Saisonfinale der alpinen Skirennläufer im schwedischen
Aare seine erste Weltcup-Abfahrt gewonnen. Er setzte sich in 1:42,40
Minuten vor dem Amerikaner Bode Miller und Peter Fill aus Italien durch.
Fritz Strobl wurde als bester Österreicher Vierter und landete im
Abfahrts-Weltcup auf Platz zwei. Hermann Maier belegt den enttäuschenden
14. Rang. Den Schweizern gelang zum Abschluss ein ansprechendes Ergebnis.
Didier Défago realisierte als Fünfter ebenso sein bestes Weltcup-Ergebnis
des gesamten Winters wie Didier Cuche als Achter. Und der Olympia-Dritte
Bruno Kernen belegte Platz 10, womit sich in der neunten Abfahrt der
Saison erst zum zweiten Mal drei Schweizer in den Top 10 klassierten.
Tobias Grünenfelder schied aus, nachdem er schon im oberen Abschnitt ein
Tor verpasst hatte. Die Abfahrt im Weltmeisterschafts-Ort von 2007 musste
wegen mehrerer schwerer Stürze oft unterbrochen werden. Olympia-Sieger
Antoine Deneriaz (FRA) stürzt schwer - blieb aber wie durch ein Wunder
unverletzt. Weniger Glück hatte hingegen Klaus Kröll. Der Steirer
überschlug sich bei einem Sturz nach einem Fahrfehler in einer Kurve
dreieinhalb Mal und musste mit dem Hubschrauber abtransportiert werden.
Die Top 10 Rennfahrer beim Weltcupfinale 2006 in Are: 1. Aksel Lund
Svindal (NOR) 1:42,40. 2. Bode Miller (USA) 0,20 zurück. 3. Peter Fill (ITA)
0,30. 4. Fritz Strobl (AUT) 0,48. 5. Didier Défago (SUI) 0,65. 6. Kjetil
André Aamodt (NOR) 0,66. 7. Daron Rahlves (USA) 0,97. 8. Didier Cuche (SUI)
1,02. 9. Yannick Bertrand (FRA) 1,18. 10. Bruno Kernen (SUI) 1,19.
Anja Pärson siegt im
Weltcup-Slalom von Levi

Anja Pärson hat den Weltcup-Slalom im finnischen Levi
gewonnen. Die Schwedin hatte in 1:38,86 Minuten 0,29 Sekunden Vorsprung
auf die Kroatin Janica Kostelic. Dritte wurde die Österreicherin Nicole
Hosp. Kostelic reichte der zweite Platz zum vorzeitigen Gewinn der
Slalom-Weltcupwertung. Kathrin Zettel, Dritte nach dem ersten Lauf, schied
im zweiten Durchgang aus. Marlies Schild wird Vierte. Als Zwölfte
erreichte Fanny Chmelar aus Partenkirchen ihr bestes Weltcup-Ergebnis.
Monika Bergmann-Schmuderer belegte den 14. Rang. Annemarie Gerg aus
Lenggries schied nach einem Sturz aus.
Herbst & Palander siegen zeitgleich
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Rot-weiß-roter Feiertag für Österreichs Ski-Sport
Fans: Benni Raich sichert sich erstmals den Gesamtweltcup - und Reinfried
Herbst feiert in Shigakogen seinen ersten Weltcupsieg. Es war 4:26 Uhr als
sich Benjamin Raich als vierter Österreicher den Gesamtweltcup sicherte.
Zuvor war dieses Kunststück Karl Schranz, Hermann Maier und Stephan
Eberharter geglückt! Im 33. Saisonrennen feiert das ÖSV-Herren-Team
bereits den 17 Saison-Sieg eine echt starke Bilanz! Der Salzburger
Reinfried Herbst - im Sommer noch aus dem ÖSV-Kader geflogen - krönt eine
unglaubliche Saison mit seinem ersten Weltcupsieg. Den teilt sich der
27-Jährige gerne mit Kalle Palander (FIN), der seinen 12. Weltcupsieg
feiert. Auf dem 3. Rang folgt der Kanadier Tom Grandi. Benni Raich wird
Vierter, Matt kommt vor Pranger auf Rang 11. Felix Neureuther fuhr im
Finallauf von Rang 26 auf Rang 13 vor. Alois Vogl, nach dem ersten
Durchgang noch 13., schied im Finale aus. Beide qualifizierten sich jedoch
für das Weltcup-Finale in Are (SWE) wo ab Mittwoch das große Finale am
Programm steht. Bei diesem letzen Slalomrennen der Saison muss auch die
Entscheidung im Slalom Weltcup fallen. Kalle Palander machte heute wieder
mächtig Punkte gut und liegt vor dem letzten Slalom nur noch 52 Punkte
hinter dem Italiener Giorgio Rocca zurück.
Kostelic gewinnt Nachtslalom im finnischen Levi

Wenn es noch eines Beweises an der
Slalom-Überlegenheit der vierfachen Olympiasiegerin bedurft hätte,
Kostelic hätte diesen in Levi erbracht. Bei Schneetreiben legte die
24-Jährige zwei Laufbestzeiten hin und siegte mit dem größten Vorsprung
seit über drei Jahren. Die Kroatin setzte sich in 1:37,52 Minuten vor der
Schwedin Anja Pärson durch, die 1,47 Sekunden mehr benötigte. Dritte des
Weltcup-Rennens wurde die Österreicherin Kathrin Zettel. "Ich habe nicht
mehr mit einem Stockerlplatz gerechnet. Ich hatte einen großen Fehler im
Steilhang. Dass sich das noch ausgegangen ist, ist ein Wahnsinn". Zettel
kam als einzige Österreicherin in die Wertung, die übrigen ÖSV-Läuferinnen
schieden aus. Nicole Hosp und Elisabeth Görgl im ersten Durchgang,
Michaela Kirchgasser und Marlies Schild im zweiten. Mit ihrem 28.
Weltcup-Sieg dürfte Kostelic der Sieg im Slalom-Weltcup nicht mehr zu
nehmen sein. Marlies Schild, die im zweiten Durchgang ausgeschieden ist,
hat nur mehr theoretische Chancen. Die Kombinations-Olympiasiegerin von
Turin baute damit aber auch ihren Vorsprung im Gesamtweltcup auf die
Zweitplatzierte Anja Pärson aus Schweden vor den letzten fünf Rennen auf
274 Punkte aus. Die einzige Schweizer Starterin Rabea Grand, die im ersten
Lauf mit der Startnummer 50 auf den 23. Platz vorgestossen war,
verteidigte zwar diese Position im zweiten Durchgang trotz eines groben
Fehlers, dennoch waren ihr die ersten Weltcuppunkte nicht gegönnt. Sie
fiel der Klausel zum Opfer, wonach es bei Rückständen von mehr als 8
Prozent auf die Siegerzeit keine Punkte mehr gibt. Als beste Deutsche kam
Monika Bergmann-Schmuderer aus Lam auf den zehnten Platz.
Raich gewinnt 1. Slalom in Shigakogen

Benjamin Raich gewinnt den Slalom in Shigakogen mit
einem Vorsprung von 17 Hundertstel Sekunden Vorsprung vor dem Japaner
Akira Sasaki, der bei seinen Heimrennen den Sprung auf das „Stockerl“
schaffte. Dritter Mann auf dem Podest ist der Kanadier Thomas Grandi, der
seinen Teamkollegen Michael Janyk um 2 Hundertstel Sekunden auf Rang 4
verdrängte. Nach diesem Sieg im ersten von zwei Slaloms in Shigakogen
steht Benjamin Raich kurz vor dem Gewinn des Gesamt-Weltcups. Theoretisch
einholen könnte den Pitztaler nur noch der Norweger Aksel Lund Svindal,
der als einziger Konkurrent noch bei fünf ausstehenden Rennen an den Start
geht und diese alle gewinnen müsste. Der Sieger der ersten fünf
Saisonslaloms, Giorgio Rocca muss nach seinem 16. Platz um seine schon
sicher gedachte Slalomweltcupkugel bangen. Bei zwei ausständigen Slaloms
liegt der Italiener nur mehr 120 Punkte vor Kalle Palander. Auf Ted Ligety
beträgt Roccas Vorsprung 145 Zähler, Benjamin Raich liegt weitere zehn
Punkte dahinter.
Rienda-Contreras gewinnt Riesenslalom in Hafjell

Maria Jose Rienda-Contreras hat beim Riesenslalom im
norwegischen Hafjell ihren vierten Saisonsieg eingefahren. In 2:22,64
Minuten gewann die Spanierin vor der Österreicherin Nicole Hosp (2:22,89)
und Tanja Poutiainen (2:23,16). Mit diesem Sieg hält Maria Jose Rienda den
Riesenslalom-Weltcup weiter offen. Die Spanierin fuhr im Finaldurchgang
noch vom 6. Rang zum Sieg. Ihre Konkurrentin um die Kristallkugel, Anja
Pärson, musste sich mit Rang 5 bescheiden. Im Gesamtweltcup machte Pärson
ein paar Punkte auf die führende Kroatin Janica Kostelic gut, die Sechste
wurde. Michaela Dorfmeister legt ebenfalls einen Traumlauf hin und wurde
noch 4., es fehlten nur 0,13 Sekunden aufs Stockerl. Erwähnenswert auch
der Lauf von Niki Hosp, die sich trotz eines groben Fehlers im unteren
Teil der Strecke vom 9. auf den 2. Platz vorschob. Weniger zufrieden waren
die weiteren Damen des ÖSV: Elisabeth Görgl wurde 14., gefolgt von Kathrin
Zettel und Silvia Berger auf den Rängen 17 und 18. Michaela Kirchgasser
kam nicht über Platz 20, Andrea Fischbacher über Rang 24 hinaus. Die
Deutsche Martina Ertl-Renz rutschte durch einen schlechten zweiten Lauf
von Rang fünf auf elf ab. Kathrin Hölzl wurde 25. Annemarie Gerg belegte
Rang 29. Fanny Chmelar konnte sich nicht für den zweiten Lauf
qualifizieren. Einzige Schweizerin im zweiten Durchgang war Fränzi
Aufdenblatten. Die Zermatterin erreichte mit der hohen Startnummer 48 den
20. Platz.
Ted Ligety Sensationssieger in
Yongpyong

Am Samstag hatte er noch verschlafen und das Rennen
verpasst, am Sonntag stand Ted Ligety ganz oben auf dem Siegespodest. Der
US Amerikaner gewann den Riesenslalom von Yongpyong mit einem hauchdünnen
Vorsprung von 3 Hundertstel Sekunden vor den zeitgleichen Frederik Nyberg
aus Schweden und dem Finnen Kalle Palander. Benjamin Raich verpasste den
Sieg um gerade einmal 4 Hundertstel Sekunden und war nicht einmal auf dem
„Stockerl“. Trotzdem darf sich Raich wieder das Rote Trikot des
Weltcupleaders im Riesenslalom überstreifen. Er geht mit 19 Punkten
Vorsprung auf Blardone ins Finale in Are. Der Italiener Davide Simoncelli
der nach dem 1. Durchgang noch in Führung lag musste sich am Ende mit Rang
fünf begnügen. Auch der Norweger Aksel Lund Svindal konnte seinen zweiten
Rang aus dem 1. Lauf nicht halten und rutschte auf Platz 6 ab.
Janica Kostelic bleibt Königin der
Kombination

Die Kroatin Janica Kostelic gewann die
Weltcup-Premiere der neuen Super-Kombination (Super G und ein
Slalom-Durchgang) der Damen im norwegischen Hafjell in 2:06,92 Minuten und
feierte damit ihren siebenten Kombi-Sieg in Serie. Die 24-Jährige, nach
dem Super G mit ÖSV-Star Michaela Dorfmeister ex aequo in Führung, verwies
die Schwedin Anja Pärson um 0,13 Sekunden auf Platz zwei. Marlies Schild
verbessert sich im Slalom vom fünften auf den dritten Rang (0,65). Damit
waren exakt die drei Rennläuferinnen auf dem „Stockerl“ welche auch bei
der Olympiade 2006 die Medaillen abräumten. Einziger Unterschied, in Turin
holte sich Marlies Schild die Silbermedaille und für Anja Pärson blieb
„nur“ das bronzene Edelmetall. Hinter der US-Amerikanerin Lindsey Kildow
(1,39) wurden die ÖSV Damen Kathrin Zettel Fünfte (1,53) und Nicole Hosp
Sechste (1,65). Doppel-Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister fiel
erwartungsgemäß auf Rang 15 zurück. Im Gesamtweltcup baute Kostelic ihre
Führung auf Pärson, die weiter auf den so ersehnten ersten
Kombinationssieg warten muss, und Dorfmeister aus. Die Schwedin überholte
die Österreicherin und ist wieder Zweite, bei noch sieben ausstehenden
Rennen. Die DSV Athletin Martina Ertl-Renz (Lenggries) verbesserte sich
nach Rang elf im Super-G im Slalom noch auf Platz sieben. Die 20-jährige
Fanny Chmelar (Partenkirchen) fuhr auf Platz 16. Als Beste aus dem Team
Swiss klassierte sich Fränzi Aufdenblatten auf Rang 21.
Simoncelli gewinnt Riesenslalom in
Yongpyong

Mit einem italienischen Doppelsieg endete der erste
von zwei Riesentorläufen in Yongpyong (KOR). Davide Simoncelli feiert vor
seinem Landsmann Blardone seinen zweiten Weltcupsieg, erstmals stand er
außerhalb von Alta Badia auf einem Sieger-Podest. Blardone übernimmt mit
seinem zweiten Rang das Rote Trikot des Riesenslalom Weltcup-Leaders.
Dicht gefolgt von Benni Raich, der 13 Punkte Rückstand hat. Freddy Nyberg
liegt bereits 70 Punkte zurück. Der Norweger Aksel Lund Svindal, der nach
dem 1. Durchgang in Führung lag musste sich mit dem 3. Rang begnügen.
Platz 4 ging an den Schweden Frederik Nyberg. Österreichs Ehre retten
Benjamin Raich (5.) und Stephan Görgl (7.). Zwar hatte Raich heute nichts
mit dem Sieg zu tun - dennoch ist er ein "Sieger" dieses Rennens. Für Rang
fünf erhält er 45 Punkte, damit baut er den Vorsprung im Gesamtweltcup
weiter aus. Michael Walchhofer hat als erster Verfolger bereits 279 Punkte
Rückstand vor den noch ausstehen sieben Rennen! Der Rest des ÖSV-Teams
enttäuschte, Schönfelder wird 19., Walchhofer 20., Bechter 21. und Hermann
Maier gar nur 23.! Als bester Schweizer Rennfahrer klassierte sich Didier
Defago auf Rang 14, dicht gefolgt von Daniel Albrecht der 16. wurde.
Didier Cuche wurde nach einem Fahrfehler vom 8. auf den 25. Platz
durchgereicht, noch schlechter erging es Marc Berthod der im Finallauf
ausschied. Der einzige deutsche Starter, Felix Neureuther konnte sich mit
Rang 21 über Weltcuppunkte freuen.
Drei Ex-aequo-Sieger bei
Damen-Super-G

Doppel-Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister, Lindsey
Kildow (USA) und Nadia Styger (SUI) teilen sich den Sieg beim Super G der
Damen in Hafjell (NOR). Zum zweiten Mal in der Geschichte des alpinen
Ski-Weltcups lagen drei Läuferinnen zeitgleich auf Platz eins.
Olympiasiegerin Dorfmeister feiert einen weiteren Höhepunkt in ihrer
Karriere. Nach den zwei Goldmedaillen von Turin kürt sie sich auch zur
Super-G-Weltcup-Siegerin. Wäre Michi Dorfmeister um nur ein Hundertstel
langsamer gewesen, wäre der Super-G-Weltcup weiter offen gewesen. Für die
Niederösterreicherin war die ihr 25. Weltcupsieg, den zehnten im Super G!
Unglaubliches Pech für Kelly Vanderbeek: Mit nur einer Hunderstel
Rückstand auf Platz eins verpasst sie das Stockerl! Die ersten sieben
Fahrerinnen liegen innerhalb von nur 0,11 Sekunden! Für Lucia Recchia (ITA)
reicht es nur für den fünften Platz (0,05). Zweitbeste Läuferin des
ÖSV-Teams ist Kathrin Zettel, die 0,12 Sekunden verliert, Rang 8 belegt.
Petra Haltmayr, die während der Olympischen Spiele durch eine Erkältung
geschwächt war, wurde beste Deutsche auf Rang 10. Martina Ertl-Renz, die
ihre Karriere nach der Saison bekanntermaßen beenden wird, belegte knapp
dahinter den 14. Platz.
Benjamin Raich gewinnt Olympia Slalom
2006

Benjamin Raich krönte sich, fünf Tage nach seiner
Riesenslalom-Goldmedaille zum Doppel-Olympiasieger und führt einen
ÖSV-Dreifach-Triumph im Slalomwettbewerb an. „Ich habe es geschafft, an
den richtigen Stellen zu dosieren“, erklärte Benjamin Raich, der seine
bereits zehnte Medaille bei Großereignissen errang. „Ich habe vorher
gesagt, alles, was noch kommt ist Draufgabe. Insofern war`s heute gar
nicht schwierig zu fahren“. Der Österreicher setzte sich bei der letzten
Alpin-Entscheidung in Sestriere in 1:43,14 Minuten vor seinem Landsmann
Reinfried Herbst durch, der einen Rückstand von 0,83 Sekunden hatte.
Bronze ging in 1:44,15 Minuten an Rainer Schönfelder, der mit einem
Vorsprung von 0,03 auf die ex aequo 4. platzierten Myhrer (SWE) und
Minagawa (JP) sein 2. Bronzemedaille holte. Der Finne, Kalle Palander, zur
Halbzeit auf Platz 2, fädelt kurz nach dem Start ein und schied aus.
Italiens Goldtraum mit Giorgio Rocca wurde schon im ersten Durchgang
zerstört. Nach nur 34 Sekunden verstummten die „Forza Giorgio“-Rufe aber
mit einem Schlag, der 30-Jährige schied kurz nach der ersten Zwischenzeit
aus. Noch kürzer als Rocca war Bode Miller unterwegs, der US-Amerikaner
schied bereits nach 18 Sekunden aus. Der unumstrittene Disco-König im
Alpin-Feld hat damit keine einzige seiner insgesamt fünf mehr als
realistischen Medaillenchancen genutzt. Platz fünf in der Abfahrt, Platz
sechs im Riesentorlauf, Out in Kombi, Super G und Slalom. Es bleibt
abzuwarten, ob Miller diese teilweise leichtfertig weggeworfenen Chancen
auf Olympia-Gold nicht eines Tages Leid tun werden. Der Titel „König der
Nacht“ ist dem 28-Jährigen jedoch sicher. Auch Kombi-Olympiasieger Ted
Ligety war nach einem Einfädler ebenso wie der Lohberger Alois Vogel im
Finale nicht mehr dabei. Felix Neureuther aus Partenkirchen ereilte dieses
Schicksal im zweiten Lauf. Erstmals seit 1984 bleibt die deutsche
Olympia-Mannschaft (Damen und Herren) ohne Alpin-Medaille. Das Schweizer Trio hatte alle Chance auf
Spitzenplätze schon im ersten Lauf mit Rückständen von 1,8 bis 2,85
Sekunden vergeben. Marc Berthod, der das Finale eröffnen durfte, fuhr
trotz eines groben Schnitzers im 2. Lauf nur einen Hundertstel hinter
Benjamin Raich die zweitbeste Zeit und verbesserte sich in der
Schlussrangliste immerhin um 16 Plätze auf den 14. Rang. Unmittelbar
dahinter klassierte sich Silvan Zurbriggen, der sich seinerseits um neun
Positionen zu steigern vermochte. Daniel Albrecht schied leider aus.
Gold für Julia Mancuso im Olympischen
Riesenslalom

Das letzte alpine Frauen-Rennen von "Torino 2006" hat
ein unerwartetes Siegertrio gebracht. Julia Mancuso hat bei den
Olympischen Winterspielen die Goldmedaille im alpinen Riesenslalom
gewonnen. Die Amerikanerin setzte sich in Sestriere in 2:09,19 Minuten
durch. "Ich habe gewusst, ich kann es. Ich gehe immer raus, um zu
gewinnen. Aber ich hätte nicht gedacht, dass ich heute als Olympiasiegerin
schlafen gehe", sagte Mancuso. Tanja Poutiainen aus Finnland hatte auf dem
Silberrang 0,67 Sekunden Rückstand. Dritte wurde die Schwedin Anna Ottoson,
die von Platz 13 im ersten Lauf noch nach vorne fuhr. Anja Pärson, zur
Halbzeit noch Zweite, wurde nur Sechste und die mit Nummer eins gestartete
Favoritin und dreifache Saisonsiegerin Maria-Jose Rienda (ESP) kam vor den
Augen des extra angereisten spanischen Prinzen Felipe mit fast drei
Sekunden Rückstand über Rang 13 nicht hinaus. Titelverteidigerin Janica
Kostelic trat krankheitsbedingt gar nicht an. Es war dies das erste alpine
Rennen bei diesen Winterspielen, in dem Österreich ohne Medaille geblieben
war. Beste ÖSV-Läuferin wird Nicole Hosp, die den 3. Rang nur um 0,33
Sekunden verpasst und Vierte wird. "Platz vier ist natürlich immer ein 'Kaas',
nicht schon wieder", ärgerte sich die Bichlbacherin, fand dann aber doch
versöhnliche Abschiedsworte. "Das eine Auge weint, das andere glänzt aber
silbern", so Hosp. Kathrin Zettel belegt Rang 7, Schild wird 7.
Kirchgasser scheidet im 2. Lauf aus. Martina Ertl-Renz fiel von Platz fünf
noch auf den 15. Rang zurück. Annemarie Gerg schied im zweiten Lauf aus.
Auch das Swiss 2 Frauen Team machte eine Berg und Talfahrt. Auch wenn sich
Fränzi Aufdenblatten nach einem verpatzten Auftritt im ersten Lauf, im
Finale wenigstens um 12 Plätze noch in den 16. Rang verbesserte, ging
Nadia Styger den umgekehrten Weg. Nach halbem Pensum hatte sie noch mit
Rang 8 überrascht wurde aber im Finallauf ins "Niemandsland" der Rangliste
auf Position 24 durchgereicht. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Olympia
Riesenslalom der Damen 2006: 1. Julia Mancuso (USA) 2:09,19. 2. Tanja
Poutiainen (FIN) 0,67 zurück. 3. Anna Ottosson (SWE) 1,14. 4. Nicole Hosp
(AUT) 1,47. 5. Geneviève Simard (CAN) 1,54. 6. Anja Pärson (SWE) 1,77. 7.
Kathrin Zettel (AUT) 2,16. 8. Nadia Fanchini (ITA) 2,27. 9. Ana Drev (SLO)
2,48. 10. Maria Pietilä-Holmner (SWE) 2,50.
Anja Pärson
holt Goldmedaille im Slalom

Anja Pärson hat bei den Olympischen Winterspielen den
alpinen Slalom gewonnen. Die Schwedin setzte sich in Sestriere in 1:29,04
Minuten durch und holte sich ihre allererste Goldmedaille ab. Dass ihr
dies im Slalom glückte, machte den Erfolg umso schöner. Gold in dieser
Disziplin hatte schon Wochen vor der Anreise nach Italien in ihrer
Wunschliste ganz oben gestanden. "Wenn ich auswählen könnte, wäre mir
Slalom-Gold am liebsten", hatte das Kraftpaket aus Tärnaby gesagt. Der
Traum wurde nun Wirklichkeit: Anja Pärson ist die erste Olympiasiegerin im
Slalom, ja die einzige Medaillengewinnerin aus Schweden in dieser Sparte
überhaupt. Nicole Hosp aus Österreich hatte auf dem zweiten Rang 0,29
Sekunden Rückstand. Die Erleichterung über ihre erste Olympiamedaille war
der 22-jährigen Bichlbacherin anzusehen. "Ich habe mir sehr gewünscht,
dass ich hier eine Medaille gewinne. Im Riesentorlauf habe ich jetzt
nichts mehr zu verlieren." Die Bronzemedaille ging an deren Teamkollegin
Marlies Schild. Die Salzburgerin legte im zweiten Durchgang einen tollen
Lauf hin und fuhr vor den Augen von Freund Benjamin Raich von Platz sechs
in die Medaillenränge. "Ich war relativ weit hinten, musste also alles
riskieren. Der Lauf war wieder nicht optimal und die Sicht nicht gut.
Deshalb bin ich auch mit Bronze überglücklich. Mit zwei Medaillen kann ich
mich wirklich nicht beklagen", sagte Schild nach einer innigen Umarmung
von ihrem „goldigen Freund“ Benjami Raich. Janica Kostelic musste sich mit
Rang 4 bescheiden. Damit musste sich Janica Kostelic nach fünf Jahren
erstmals wieder in einem Slalom bei Grossveranstaltungen geschlagen geben;
neben dem Olympiasieg 2002 hatte sie sich auch an den Weltmeisterschaften
2003 und 2005 den Titel gesichert. Pech hatte Michaela Kirchgasser. Die
20-Jährige fällt nach Rang drei im zweiten Durchgang auf den 5. Platz
(1:24) zurück. "Drei so depperte Fehler, das tut schon ein bissl weh",
ärgerte sich die Filzmoserin. "Da wäre mehr drin gewesen, andererseits
hätte ich vorher nicht gedacht, dass ich hier um Medaillen mitfahre." Pech
hatte Kathrin Zettel: Die 19-jährige Niederösterreicherin war bei der
ersten Zwischenzeit überlegen voran, musste dann allerdings nach einem
schweren Fehler zurücksteigen und wurde wegen eines Torfehlers
disqualifiziert. Annemarie Gerg kam in 1:30,89 Minuten als beste Deutsche
auf Platz sieben. Monika Bergmann-Schmuderer wurde in 1:31,84 Minuten 15.
Martina Ertl-Renz war im ersten Durchgang ausgeschieden. Beste der
enttäuschenden "Azzurre" wurde Chiara Costazza mit Platz acht. Damit droht
den italienischen Alpinen eine Olympia-Nullnummer. Die letzte Hoffnung
liegt nun auf den Schultern von Giorgio Rocca. Aus Sicht von Swiss-Ski
brachte das zweitletzte Frauen-Rennen dieser Spiele eine bittere Premiere.
Erstmals wurde ein alpines Rennen ohne Schweizer Beteiligung ausgetragen.
Die Top 10 Rennläuferinnen beim Olympia Slalom 2006: 1. Anja Pärson (SWE)
1:29,04. 2. Nicole Hosp (AUT) 0,29 zurück. 3. Marlies Schild (AUT) 0,75.
4. Janica Kostelic (CRO) 0,90. 5. Michaela Kirchgasser (AUT) 1,24. 6.
Tanja Poutiainen (FIN) 1,75. 7. Annemarie Gerg (GER) 1,85. 8. Chiara
Costazza (ITA) und Therese Borssen (SWE) 2,04. 10. Sarah Schleper (USA)
2,34.
Michaela Dorfmeister SUPER G
Olympiasiegerin 2006

Das gab es noch nie! Zwei österreichische
Alpin-Goldmedaillen an einem Tag! Michaela Dorfmeister krönte sich zur
Doppel-Olympiasiegerin! Nach Gold in der Abfahrt gewinnt die
Niederösterreicherin in San Sicario mit einer Zeit von 1:32,47 auch den
Super G. Mit ihrer zweiten Goldenen verabschiedet sich Michael Dorfmeister
von Olympia in Turin. Ihre Karriere beschließt die frisch gekürte „Speed-Queen“
am Saisonende. Ihre Bilanz aus insgesamt sechs Olympia-Teilnahmen: zweimal
Gold, einmal Silber und einmal Bronze. Dementsprechend groß war der Jubel
bei der frisch gebackenen Doppel-Olympiasiegerin: „Ich habe das noch gar
nicht realisiert. Die Emotionen werden erst später kommen. Ich habe eine
tadellose Fahrt erwischt, der Ski ist gegangen wie die Hölle, ich konnte
ihn kaum bändigen.“ Auf den zweiten Platz fuhr mit einem Rückstand von
0,27 Sekunden, die durch eine Erkältung geschwächte Kroatin Janica
Kostelic. Auch bei Alexandra Meissnitzer, die mit einem Rückstand von
knapp sechs Zehntel Bronze eroberte, herrschte Riesenfreude: „Das ist für
mich sensationell. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit den eher
schwereren Gegnerinnen mithalten konnte.“ Kelly Vanderbeek aus Kanada
platzierte sich auf Rang 4 und verpasste Bronze um drei Hundertstel
Sekunden. Fünf Tage nach ihrem Silber-Coup in der Abfahrt wuchs die
Schweizerin Martina Schild ein zweites Mal über sich hinaus. Die
Grindelwalderin, schrammte mit Platz 5 nur knapp an einem neuerlichen
Husarenstück, sprich einer zweiten Medaille vorbei; zu Bronze fehlten ihr
lediglich 27 Hundertstel. "Natürlich bin ich ein wenig enttäuscht", sagte
die abermals bestklassierte Schweizerin. "Im oberen Streckenteil wäre
sicher etwas mehr dringelegen." Die drei arrivierten Weltcup-Fahrerinnen
von Swiss-Ski blieben deutlich geschlagen. Total von der Rolle war Nadia
Styger. Die nach ihrem Sieg in Aspen (USA) zu den Favoritinnen gezählte
Schwyzerin fand sich im Klassement mit über drei Sekunden Rückstand auf
Platz 35 wieder. Die durch ihre Rückenprobleme gehandicapte Sylviane
Berthod wurde 15., Fränzi Aufdenblatten wurde 17. Auch die Österreicherin
Renate Götschl blieb mit Platz 25 weit hinter ihren Erwartungen und war
bitter enttäuscht: „Ich weiß nicht, was los war. Es ist hier ja nur ein
In-der-Hocke-Fahren. Ich war zu langsam, habe nicht gewonnen, bin nicht
auf dem Stockerl, alles andere ist unwichtig. Ich kann mir das nicht
erklären.“ Götschl kündigte an, dass sie nicht beim Weltcup-Finale dabei
sein wird: „Das war wahrscheinlich mein letztes Rennen. Mein Knie ist
verletzt, es ist ein Band gerissen.“ Olympia-Debütantin Andrea Fischbacher
aus Österreich belegte den 13. Rang. Die deutsche Petra Haltmayr wurde in
1:33,50 Minuten Neunte. Martina Ertl-Renz kam in 1:34,03 Minuten nicht
unter die besten 15. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Olympia Super G der
Damen 2006: 1. Michaela Dorfmeister (AUT) 1:32,47. 2. Janica Kostelic (CRO)
0,27 zurück. 3. Alexandra Meissnitzer (AUT) 0,59. 4. Kelly Vanderbeek
(CAN) 0,62. 5. Carole Montillet-Carles (FRA) 0,84. 6. Martina Schild (SUI)
0,86. 7. Lindsey Kildow (USA) 0,95. 8. Lucia Recchia (ITA) 1,01. 9. Petra
Haltmayr (GER) und Emily Brydon (CAN) 1,03.
Benjamin Raich holt Gold im
Riesenslalom

Feiertag in ÖsterRAICH. Benjamin Raich ist der
Olympiasieger 2006 im Riesenslalom. Mit einem entfesselten Lauf im zweiten
Durchgang schaffte der 28-jährige Pitztaler den Sprung von Platz fünf an
die Spitze und lies sich die Goldmedaille nicht mehr nehmen. "Ich bin
überglücklich und sprachlos. Auf diesen Moment habe ich mein ganzes Leben
hingearbeitet", so der 27-Jährige Raich nach seinem Triumph. Mit einem
hauchdünnen Rückstand von 0,07 Sekunden sicherte sich der Franzose Joel
Chenal die Silbermedaille und bescherte Frankreich die erste "Riesen"-Medaille
seit Jean-Claude Killys Sieg 1968 in Grenoble. Hermann Maier holt mit
Bronze seine 2. Medaille bei diesen Spielen. Der Rückstand des "Herminator"
betrug nur 0,16 Sekunden was Maiers Medaillenfreude etwas trübte: „Die
Bronzemedaille strahlt schön, aber die paar Hundertstel ärgern mich so wie
nach dem Super-G. Im Endeffekt war das Glück nicht auf meiner Seite. Meine
beiden Fahrten waren nicht perfekt. Nach dem Unfall ist das, was ich
erreicht habe, wunderbar, aber es steckt noch mehr drin." Francois Bourque
(Kanada), der nach dem ersten Lauf noch in Führung lag, musste sich mit
dem undankbaren vierten Platz begnügen. Der Drittplatzierte nach dem
ersten Durchgang, Routinier Fredrik Nyberg, landete auf dem fünften Rang.
Weit von einem Podestplatz entfernt blieb die einzige Medaillenhoffnung
der „Azzurri“: Massimiliano Blardone wurde mit einer enttäuschenden
Vorstellung bis auf Platz 11 durchgereicht. Ein deutliches Lebenszeichen
gab US-Boy Bode Miller im zweiten Durchgang von sich: Dank einer enormen
Leistungssteigerung gegenüber dem Vormittag konnte er bis auf Endrang
sechs vorfahren. Rainer Schönfelder erreichte Platz acht, Stephan Goergl
schied bei seinem Olympia-Debüt im zweiten Durchgang aus. Welchen
Stellenwert der Skialpinsport in Österreich hat, zeigte die Anwesenheit
von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, der im Ziel den Österreichern die
Daumen drückte: „Es war eine Zitterpartie. Benjamin Raich hat die
Niederlagen bei der Kombination weggesteckt und verdient gewonnen, es war
eine großartige Leistung auf einer extrem schweren Piste. Ich will auch
dem Hermann Maier zu seiner Bronzemedaille gratulieren.“ Das Schweizer
Quartett von Swiss-Ski vermochte den Schwung aus den erfolgreichen
Vorstellungen in den Speed-Disziplinen und in der Kombination nicht
mitzunehmen und war schon nach halbem Pensum aus dem Kampf um die
Medaillen eliminiert. Auf dem Hang, auf dem Michael von Grünigen 1997
seinen ersten WM-Titel errungen hatte, war Didier Défago im 14. Rang, 2,60
Sekunden hinter Raich, am Ende noch der Beste. Didier Cuche (19.) büsste
sogar über 4,3 Sekunden ein. Der einzige Starter des DSV Team, Felix
Neureuther war bereits im ersten Durchgang ausgeschieden. Die Top 10
Rennläufer beim Olympia Riesenslalom 2006: 1. Benjamin Raich (AUT) 2:34,00. 2.
Joel Chenal (FRA) 0,07 zurück. 3. Hermann Maier (AUT) 0,16. 4. François
Bourque (CAN) 0,92. 5. Frederik Nyberg (SWE) 1,05. 6. Bode Miller (USA)
und Aksel Lund Svindal (NOR) 1,06. 8. Rainer Schönfelder (AUT) 1,64. 9.
Kalle Palander (FIN) 1,82. 10. Thomas Grandi (CAN) 1,88.
Kostelic holt Gold in der Kombination

Duplizität der Ereignisse: Am selben Tag wie Kjetil
Andre Aamodt bei den Herren hat auch Janica Kostelic als erste alpine
Skirennläuferin die vierte alpine Goldmedaille gewonnen. "Ich zitterte von
Beginn weg. Bis zur Ziellinie war es eine sehr lange Zeit. Doch jetzt habe
ich Gold, das reicht mir, das war mein Ziel hier bei den Spielen. Damit
bin ich glücklich. Normalerweise widme ich meine Medaillen niemandem. Doch
wie alle wissen, hatten wir Krieg in Kroatien. Daher widme ich diese
Medaille dem kroatischen Volk", betonte Kostelic. Die 24-jährige Kroatin
(2:51,08 Minuten) setzte sich in der Kombination nach zwei
Slalomdurchgängen und der abschließenden Abfahrt mit 50 hundertstel
Sekunden vor der Österreicherin Marlies Schild durch. Mitfavoritin Anja
Pärson (2:51,63) aus Schweden musste sich wie in der Spezial-Abfahrt mit
Bronze begnügen. Die sonst so freundliche Athletin nahm es mit
versteinertem Gesicht zur Kenntnis und starrte böse in die untergehende
Sonne. "Es ist wie zu gewinnen und Letzte zu werden", sagte Pärson zum
Vergleich ihrer beiden Bronzemedaillen. "Ich bin hierher gekommen, um
Olympiasiegerin zu werden und habe eine weitere Chance vergeben. Ich habe
es verloren, weil die Abfahrt nicht schon am Freitag war." Auch der Rest
der ÖSV-Damen schlug sich hervorragend. Kathrin Zettel, Nicole Hosp und
Michaela Kirchgasser schrammen mit den Plätzen vier, fünf und sechs aber
am Podest vorbei. Martina Ertl-Renz kam in 2:54,28 Minuten auf Platz
sieben. Monika Bergmann-Schmuderer belegte in 2:56,80 Rang 16. Zum zweiten
Mal in der Geschichte Olympischer Winterspiele fand die
Kombinations-Abfahrt erst nach dem Slalom statt. Der zweite Wettkampf
dieser Spiele wurde für die Fahrerinnen zur Geduldsprobe. Nach der Absage
der Abfahrt am Freitag stand deren Durchführung auch am Samstag wegen
Schneefalls während Stunden in der Schwebe. Nachmittags um 15.30 Uhr gings
dann doch noch los; kurz vor dem Eindunkeln hatte sich Janica Kostelic als
"Königin der Kombination" bestätigt. Die Top 10 Rennläuferinnen bei der
Olympia Kombination 2006: 1. Janica Kostelic (CRO) 2:51,08. 2. Marlies
Schild (AUT) 0,50 zurück. 3. Anja Pärson (SWE) 0,55. 4. Kathrin Zettel (AUT)
1,33. 5. Nicole Hosp (AUT) 2,13. 6. Michaela Kirchgasser (AUT) 2,40. 7.
Martina Ertl (GER) 3,20. 8. Jessica Lindell-Vikarby (SWE) 4,11. 9. Julia
Mancuso (USA) 4,36. 10. Brigitte Acton (CAN) 4,67.
Aamodt feiert vierten Olympiasieg und
holt Super-G Gold

„Der Elch“ hat es am Samstag allen gezeigt.
Kjetil-Andre Aamodt hat wie vor vier Jahren die Goldmedaille im alpinen
Super-G gewonnen. Der Norweger hat zum dritten Mal nach 1992 und 2002
Olympia-Gold in der Disziplin SUPER G gewonnen. „Es ist ein unglaubliches
Gefühl, hier zu gewinnen. Ich bin die Kombination nicht gefahren,
vielleicht war das Glück. Wenn man hart arbeitet, kommt immer etwas
zurück. Bei Großereignissen ist es immer sehr gut für mich gelaufen“,
sagte der 34-jährige Aamodt, der sich am Sonntag in der Spezialabfahrt am
Knie verletzt hatte und die Titelverteidigung in der Kombination nicht in
Angriff nehmen konnte. Aamodt setzte sich in 1:30,65 Minuten mit 13
Hundertstelsekunden vor Nagano-Sieger Hermann Maier aus Österreich durch.
Der Flachauer Maier sprach davon, Gold verloren zu haben. „Es ging besser
als am Sonntag. Es war nicht schlecht, aber ich habe Gold verloren. Ich
bin wirklich nicht gut gefahren. Oben war die Piste sehr unruhig, in der
Mitte war es so langsam, da hätte ich Zeitung lesen können. Ich bin erst
unten in Schwung gekommen, da bin ich ins Rennen hineingekommen. Es wäre
mehr möglich gewesen, ich bin aber mit Silber nicht unzufrieden.“ An der
Vorbereitung sollte es nicht gelegen haben. In den letzten Tagen hatte er
in Hinterreit (AUT) unter der Ägide seines Trainer Andi Evers trainiert.
Und Evers war in Sestriere auch der Kurssetzer des olympischen Super-G.
Weitere 20 Hundertstel zurück lag Bronze-Gewinner Ambrosi Hoffmann aus der
Schweiz. "Als Aamodt mit 33 Hundertsteln Vorsprung vor mir die Führung
übernahm, habe ich befürchtet, dass es nochmals eng werden wird. Als dann
aber Rahlves mit der 29 im Ziel und ich immer noch Zweiter war, fiel mir
ein riesiger Stein vom Herzen", schilderte der Schweizer die bangen
Momente. Die Bronzemedaille darf der bald 29-Jährige auch als
Entschädigung für die WM 2003 sehen. In St. Moritz war er im Super-G
Vierter geworden und hatte die Silbermedaille um nur vier Hundertstel
verpasst. Grossanlässe sind nach wie vor die Sache des Kjetil André Aamodt
- auch im hohen Rennfahrer-Alter von 34 Jahren. Das Phänomen aus dem hohen
Norden sicherte sich mit dem vierten Olympiasieg seine 20. Medaille bei
Titelkämpfen. Aamodt ist mit seinen vier Goldmedaillen erfolgreichster
alpiner Athlet bei Olympischen Winterspielen. Im Lager der Österreicher
war man trotz der Silbermedaille von Hermann Maier etwas enttäuscht:
Hannes Reichelt wurde nur Zehnter (+0,74), Christoph Gruber belegt Rang 18
(+1,35) und Benjamin Raich musste sich mit Platz 20 (+1,40) begnügen. Für
den Super-G waren zwei Anläufe notwendig. Der erste Versuch wurde nach
Bruno Kernen mit der Startnummer 17 abgebrochen, nachdem der immer stärker
einsetzende Schneefall für irreguläre Bedingungen gesorgt hatte. Die Top
10 Rennläufer beim Olympia Super G 2006: 1. Kjetil André Aamodt (NOR)
1:30,65. 2. Hermann Maier (AUT) 0,13 zurück. 3. Ambrosi Hoffmann (SUI)
0,33. 4. Erik Guay (CAN) 0,43. 5. Aksel Lund Svindal (NOR) 0,45. 6. Marco
Büchel (LIC) 0,57. 7. Scott Macartney (USA) 0,58. 8. François Bourque
(CAN) 0,62. 9. Daron Rahlves (USA) 0,72. 10. Hannes Reichelt (AUT) 0,74.
Michaela Dorfmeister holt Olympiagold
in der Abfahrt

Michaela Dorfmeister hat bei den Olympischen
Winterspielen die Goldmedaille in der alpinen Abfahrt gewonnen. Die
32-Jährige Niederösterreicherin setzte sich auf der Piste "Fraiteve
Olympique" in San Sicario in 1:56,49 Minuten mit 37 Hundertstelsekunden
vor der „Überraschungszweiten“ Martina Schild (Schweiz) und 64
Hundertstelsekunden vor der Schwedin Anja Pärson durch. Die neue
Olympia-Siegerin war nach dem Rennen überglücklich. „Ich kann das noch gar
nicht glauben. Das war immer mein Ziel, das zu erreichen. Das ist ein
Wahnsinn. Ich bin überwältig, wie sich jeder mitfreut. Auf die Anja (Pärson)
und die Lindsey (Kildow) war immer zu warten. Ich habe den Vorsprung
gesehen und habe mir gedacht, das kann nur eine Wahnsinns-Fahrt gewesen
sein. Oben haben die anderen ein wenig eine schnellere Fahrt gehabt, aber
das ist komplett wurscht. Danke an meine Familie, meinen Schatz und alle,
die immer hinter mir gestanden sind. Es ist ein super Tag, auch wenn die
Sonne heute nicht scheint“, sagte Dorfmeister. Pech hatte dagegen ihre
Teamkollegin Renate Götschl, die Edelmetall als Vierte nur um 0,07
Sekunden verpasst. Alex Meissnitzer (1,29) musste sich mit dem 8. Platz
begnügen, Elisabeth Görgl schied nach einem Sturz, zum Glück unverletzt
aus. Die Schweiz hat mit Martina Schild erstmals seit 1988, als Brigitte
Oertli in Calgary ebenfalls Silber gewonnen hatte, wieder eine
Medaillengewinnerin in der Olympia-Abfahrt. Die Grindelwalderin wandelt
damit auf den Spuren ihrer Grossmutter. Hedy Schlunegger war 1948 in St.
Moritz Olympiasiegerin in der Abfahrt geworden. Selbstbewusst hatte
Martina Schild in den Tagen vor dem Rennen verkündet, dass für sie eine
Medaille im Bereich des Möglichen liege. "Geträumt habe ich schon immer
davon, einmal in einem grossen Rennen etwas Grosses erreichen zu können.
Trotzdem kann ich es noch nicht so richtig glauben, dass dieser Traum nun
Wirklichkeit geworden ist." Der 5. Rang von Nadia Styger war das Ergebnis
einer fortlaufenden Steigerung im Vergleich zu den Trainingsvortagen.
Fränzi Aufdenblatten, der im Schweizer Lager neben Martina Schild die
grössten Chancen auf eine Medaille eingeräumt worden waren, vermochte
dagegen die (eigenen) Hoffnungen nicht ganz zu erfüllen. Die Frohnatur aus
Zermatt musste sich mit Rang 12 bescheiden. Die einzige deutsche
Starterin, Petra Haltmayr aus Rettenberg, kam in 1:57,69 Minuten auf den
sechsten Rang. Die Top 10 Rennläuferinnen bei der Olympiaabfahrt der Damen
2006: 1. Michaela Dorfmeister (AUT) 1:56,49. 2. Martina Schild (SUI) 0,37
zurück. 3. Anja Pärson (SWE) 0,64. 4. Renate Götschl (AUT) 0,71. 5. Nadia
Styger (SUI) 1,13. 6. Petra Haltmayr (GER) 1,20. 7. Julia Mancuso (USA)
1,22. 8. Lindsey Kildow (USA) 1,29. 9. Alexandra Meissnitzer (AUT) 1,29.
10. Nadia Fanchini (ITA) 1,35.
Sensation - Ligety holt Gold in
der Kombination

Den Sieg vor Augen fädelte der Österreicher Benjamin
Raich im zweiten Slalom-Durchgang der Olympischen Herren-Kombination ein.
Der Tiroler ging in Sestriere nach der Abfahrt und dem ersten Slalom-Lauf
mit fast einer Sekunde Vorsprung in die Entscheidung. Nach dem Ausfall
konnte sich der US Amerikaner Ted Ligety als Überraschungssieger der
alpinen Kombination bei den Olympischen Winterspielen in Turin feiern
lassen. Ligety war nach der Abfahrt nur auf Rang 32 zu finden. Mit einem
entfesselten Slalom fährt er sensationell zu Gold und wurde damit
Nachfolger des Norwegers Kjetil-Andre Aamodt, der wegen einer in der
Spezialabfahrt erlittenen Knieverletzung passen musste. Der US Amerikaner
lag nach der Abfahrt und zwei Slalomdurchgängen in 3:09,35 Minuten 53
Hundertstelsekunden vor Ivica Kostelic aus Kroatien. Kostelic holt damit
die erste Männer-Medaille Kroatiens bei Winterspielen. Bronze sicherte
sich der Österreicher Rainer Schönfelder mit 1,32 Sekunden Rückstand. Für
den Kärntner Schönfelder war es die erste Medaille bei einem Großereignis:
„Dass der Benni einfädelt, ist Pech. Aber ich freue mich sehr über Bronze.
Ich habe irrsinnige Probleme im Slalom gehabt. Ich war im zweiten Lauf
nicht am Limit, habe aber dennoch Fehler gemacht", erklärte Schönfelder,
der am Ende immerhin nur sechs Hundertstel vor dem Schweizer Daniel
Albrecht und sieben vor dem Italiener Giorgio Rocca lag. Bode Miller und
Didier Defago, die Schnellsten der Abfahrt, scheiterten im ersten
Durchgang. Die Top 10 Rennläufer der Männer-Kombination: 1. Ted Ligety
(USA) 3:09,35. 2. Ivica Kostelic (CRO) 0,53 zurück. 3. Rainer Schönfelder
(AUT) 1,32. 4. Daniel Albrecht (SUI) 1,38. 5. Giorgio Rocca (ITA) 1,39. 6.
Ondrej Bank (CZE) 1,65. 7. Marc Berthod (SUI) 1,87. 8. Pierrick Bourgeat (FRA)
1,94. 9. Peter Fill (ITA) 2,86. 10. Kjetil Jansrud (NOR) 2,97.
Der Abfahrts-Olympiasieger heißt
Antoine Deneriaz

Gold für Antoine Deneriaz ! Der Franzose sorgt
für die Top-Sensation! Mit einer Traum-Fahrt deklassiert er den Rest des
Feldes und wurde mit einem Vorsprung von 74 Hundertstel Sekunden
Abfahrts-Olympiasieger 2006. Der Franzose hatte bisher drei
Weltcup-Abfahrten gewonnen Zweimal in Gröden, einmal in Kvitfjell und war
im Zielraum überglücklich: „Ich kann das noch gar nicht fassen. Ich hatte
in dieser Woche immer ein gutes Gefühl. Ich wusste, dass ich heute sehr
gut fahren kann. Ich habe gefightet und alles gegeben. Das ist der
schönste Moment meiner Karriere. Es war mein großes Ziel seit ich mich
letztes Jahr in Chamonix verletzt habe. Ich wusste, ich muss hart
arbeiten, dass ich wieder in diese Form kommen. Man weiß nie, ob man
gewinnen kann. Es gab so viele Favoriten heute, Unglaublich.“. Bitter für
Michael Walchhofer der bis Startnummer 30 schon wie der Olympiasieger
aussah und sich mit der Silbermedaille begnügen musste: „Ich habe
sicherlich zunächst ein langes Gesicht gemacht. Aber jetzt freu ich mich
schon wieder. Der Druck war riesengroß. Ich hab ihm zum großen Teil
standgehalten. Deneriaz hat sicherlich einfach drauf los fahren können.
Gratulation, er ist ein verdienter Sieger. Bronze geht in die Schweiz.
Bruno Kernen, der auf der gleichen Strecke 1997 den WM-Titel gewonnen
hatte, lag 1,02 Sekunden hinter dem Sieger. Für das Schweizer Team endete
eine 16 Jahr dauernde Olympia Durststrecke. Die letzten Olympia-Medaillen
in der Abfahrt hatten Pirmin Zurbriggen und Peter Müller mit dem
Doppelerfolg 1988 in Calgary geholt. Der Norweger Kjetil Andre Aamodt
landete auf dem undankbaren 4. Platz. Zu großen Verlierern des Tages
wurden die US-Favoriten: Bode Miller und Daron Rahlves mussten ihren Traum
vom Gold begraben und landeten auf den Rängen fünf und zehn. Der nach
einer Grippe sichtlich noch geschwächte ÖSV-Superstar Hermann Maier
(+1,20) landete auf Rang sechs, "Titelverteidiger" Fritz Strobl aus
Kärnten (+1,32), Olympiasieger 2002 in Salt Lake City, wurde Achter.
Deutsche Rennfahrer waren nicht am Start !
Janica Kostelic gewinnt Slalom von Ofternschwang

Janica Kostelic feierte nach Siegen in Abfahrt, Super
G, Kombination und Riesenslalom heute ihren ersten Saisonsieg im Slalom
und hat damit erst als zweite Dame der Weltcup-Geschichte in einer Saison
alle fünf Disziplinen gewonnen! Im Schatten der Kroatin überzeugen die
ÖSV-Damen. Zettel als Zweite und Schild als Dritte stehen neuerlich am
Podest - Michaela Kirchgasser darf als Vierte über ihr bestes Ergebnis
jubeln. Pech für Niki Hosp, sie scheidet auf dem Weg zu einem Top-Platz
nach einem Torfehler aus. Für einen Lichtblick beim DSV sorgt Annemarie
Gerg als Fünfte. Die zur Halbzeitführende Anja Pärson war bei der
Zwischenzeit noch hauchdünn voran - aber dann ein kurzer Verschneider und
das Aus nach einem Torfehler. Die Schwedin konnte in den Riesenslaloms von
Ofterschwang Boden gut machen. Aber im Slalom rückt Janica Kostelic die
Verhältnisse wieder zu Recht und baute den Vorsprung wieder auf 261 Punkte
aus. Im Slalom-Weltcup hat Janica Kostelic mit ihrem ersten Saisonsieg nun
die alleinige Führung übernommen. Marlies Schild ist mit 40 Punkten
Rückstand erste Verfolgerin. Zettel liegt als Dritte bereist 150 Punkte
zurück. Nun steht alles im Zeichen der fünf Ringe. Erste
Damen-Entscheidung ist am 15. Februar die Damen-Abfahrt.
Ofterschwang: Pärson und Rienda ex aequo

Der zweite Weltcup-Riesenslalom der Frauen in
Ofterschwang hat zwei Siegerinnen: In einem spannenden Finish waren Anja
Pärson und Maria Jose Rienda-Contreras, die nach dem ersten Durchgang noch
geführt hatte, am Ende in insgesamt 2:22,18 Minuten zeitgleich. "Es war
wirklich schwierig, die Führung nach dem ersten Lauf zu behalten, aber ich
habe mich gut konzentrieren können. Als ich im Ziel die Zuseher hörte,
wusste ich, dass ich es geschafft habe. Einfach toll", jubelte die
Spanierin. Auch die zweite Siegerin war freilich mit ihrer Leistung
zufrieden: "Ich bin einfach froh darüber, dass ich derzeit gut fahre.
Gemeinsam auf der obersten Stufe zu stehen, ist immer eine spezielle
Sache." Rang drei sicherte sich, mit einem Rückstand von 0,09 Sekunden die
US-Amerikanerin Julia Mancuso. Als beste ÖSV-Starterin belegte Michaela
Kirchgasser hinter der Kanadierin Genevieve Simard den fünften Platz.
"Eineinhalb Durchgänge war es sehr gut, dann habe ich mich aber im
Zielhang ein bissl eingebremst", gestand die die 20-jährige Salzburgerin,
die endlich ihren Ruf als bloßes Talent loswerden will. "Beste
Österreicherin zu sein, tut sehr, sehr gut. Vielleicht klappt's ja auch
endlich mal mit dem Stockerl." Nicole Hosp wurde Siebte, Kathrin Zettel
schied im ersten Durchgang aus. "Zu viel am Innenski und dann auch noch
eine Eisplatte erwischt", erzählte Zettel. Die 19-Jährige steckte den
Ausfall aber nach außen hin locker weg. "So etwas passiert halt, wenn man
am Limit fährt. Jetzt freue ich mich erst einmal auf den Slalom." Beste
Deutsche war überraschend Kathrin Hölzl aus Bischofshofen, die in 2:24,24
Minuten Rang 12 belegte. Martina Ertl-Renz kam in 2:25,06 Minuten nur auf
den 19. Platz. Nachdem sich 24 Stunden zuvor keine Schweizerin für den
zweiten Durchgang qualifiziert hatte, gelang im zweiten Anlauf eine
deutliche Steigerung. Fränzi Aufdenblatten schaffte mit der hohen Nummer
55 als 27. die Qualifikation für den zweiten Lauf, danach steigerte sie
sich auf den 22. Schlussrang, ihrer bisher besten Saison-Klassierung im
Riesenslalom. Nadia Styger, am Vortag enttäuschende 50., sammelte als 27.
ebenfalls ein paar Weltcuppunkte. Die mit Fieber angetretene Janica
Kostelic verpasste nach einer völlig verpatzten Fahrt mit vielen Fehlern
die Qualifikation für den zweiten Lauf. In der Weltcup-Gesamtwertung liegt
sie allerdings noch immer 161 Punkte vor Pärson. Die Top 10
Rennläuferinnen beim Samstag Riesenslalom der Damen in Ofterschwang: 1.
Anja Pärson (SWE) und Maria José Rienda Contreras (ESP) 2:22,18. 3. Julia
Mancuso (USA) 0,09 zurück. 4. Geneviève Simard (CAN) 0,66. 5. Michaela
Kirchgasser (AUT) 1,05. 6. Maria Pietilä-Holmner (SWE) 1,15. 7. Nicole
Hosp (AUT) 1,40. 8. Anna Ottosson (SWE) 1,61. 9. Sarah Schleper (USA)
1,73. 10. Christina Lustenberger (CAN) 1,81.
„Mister Kombi“ Raich gewinnt auch in
Chamonix

Österreichischer Doppelsieg bei der Superkombination
in Chamonix. Benjamin Raich, gewinnt mit einem Vorsprung von 83
Hundertstel Sekunden vor seinem Teamkollegen Rainer Schoenfelder und dem
US Amerikaner Bode Miller (+0,99). Hinter dem US-Star belegten Michael
Walchhofer und der Schweizer Didier Defago (jeweils +1,12) zeitgleich Rang
vier. Der nach der Abfahrt führende Norweger Kjetil-Andre Aamodt wird nach
einem schlechten Slalomlauf noch auf Rang acht durchgereicht, ihm fehlen
am Ende 1,34 Sekunden auf Raich. Mit dem Sieg baut der Tiroler seine
Führung im Gesamt-Weltcup weiter aus. Hermann Maier verzichtete, nach
Platz 2 in der Abfahrt, auf den Start beim Kombinationsslalom. Für den
Sieger der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen vor einer Woche ist der
Verzicht "ein bisserl ein Protest" gegen die "unglaublich altmodische" Art
der Kombination. Die Abfahrtsstrecke sei so leicht, dass die
Slalomspezialisten kaum Zeit verlieren, während der Slalom-Durchgang
extrem lang sei. Schock-Meldung im Schweizer Team um Bruno Kernen: Beim
Slalom musste sich der beste Schweizer Abfahrer dieses Winters in der
Super-Kombi von Chamonix nur gerade von Kijetl Andre Aamodt um 9
Hundertstel geschlagen geben. Doch nach seinem 2. Rang begann sein Knie zu
schmerzen. Während der Fahrt hatte Kernen einen Schlag aufs Knie erhalten.
Meniskus-Quetschung hieß die erste Diagnose. Kernen reiste sofort aus dem
französischen Olympia-Ort von 1924 ab und begab sich nach Sion ins Spital.
Dort wird nach einer MRI-Untersuchung genau bezeichnet werden können, wie
schlimm die Verletzung ist. Die Top 10 Rennfahrer bei der Superkombi von
Chamonix: 1. Benjamin Raich (AUT) 2:36,48. 2. Rainer Schönfelder (AUT)
0,83 zurück. 3. Bode Miller (USA) 0,99. 4. Michael Walchhofer (AUT) und
Didier Défago (SUI) 1,12. 6. Andrej Sporn (SLO) 1,16. 7. Pierrick Bourgeat
(FRA) 1,30. 8. Kjetil Andre Aamodt (NOR) 1,34. 9. Silvan Zurbriggen (SUI)
1,50. 10. Ted Ligety (USA) 1,63.
Rienda Contreras gewinnt Riesenslalom
in Ofterschwang

Maria Jose Rienda-Contreras hat den ersten von zwei
Weltcup-Riesenslaloms in Ofterschwang gewonnen. Die Olympia-Favoritenrolle
macht Contreras kein Kopfweh. "Ich bin derzeit einfach so super drauf. Ich
hoffe, das bleibt so." Für die 30-jährige Spanierin war es der 2.
Weltcup-Sieg der Saison. Mit 2:19,52 Min. siegte sie vor der Schwedin Anja
Pärson und Kathrin Zettel aus Österreich. "Nicht unbedingt das, was ich
mag", sagte "Leichtgewicht" Zettel. "Aber die Piste war derart perfekt,
dass es ein Riesenspaß war, hier zu fahren", strahlte die
Niederösterreicherin, die sich nach Platz drei im "siebenten Himmel"
fühlte. Und das nach zuletzt zwei Ausfällen in Folge. "Deshalb habe ich im
ersten noch gebremst und erst im zweiten angegriffen." Auch die anderen
ÖSV-Damen zeigten sich im vorletzten Riesenslalom vor Olympia in Form.
Cortina-Siegerin Nicole Hosp verpasste als Vierte das Podest knapp.
Michaela Kirchgasser sicherte sich Rang 9 und wahrt damit ihre Chance auf
das 4. Olympia-Ticket im RTL. Andrea Fischbacher wird 13., Marlies Schild
14. Im sechsten Riesenslalom des Winters schaffte zum zweiten Mal keine
Schweizerin den Vorstoss in den Finaldurchgang. Fränzi Aufdenblatten, mit
der Nummer 61 gestartet, scheiterte als 33. nur um vier Hundertstel. Nadia
Styger jedoch, mit der 31 gestartet und damit die einzige Schweizerin mit
einer einigermassen tiefen Nummer. Letzte Woche in Cortina war die
Schwyzerin immerhin 16. geworden, doch der 50. Platz von Ofterschwang kam
einem herben Rückschlag gleich. Die Lenggrieserin Martina Ertl-Renz wurde
als beste Deutsche 21. Kathrin Hölzl aus Bischofswiesen kam auf Platz 23,
Caroline Fernsebner aus Ramsau erreichte Rang 26, und Annemarie Gerg
beendete das Rennen als 29. Veronika Staber konnte sich nicht fürs Finale
qualifizieren. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Riesenslalom von
Ofterschwang ( Ersatzrennen für Maribor): 1. Maria José Rienda Contreras (ESP)
2:19,52. 2. Anja Pärson (SWE) 0,64 zurück. 3. Kathrin Zettel (AUT) 0,84.
4. Nicole Hosp (AUT) 1,16. 5. Anna Ottosson (SWE) 1,37. 6. Nadia Fanchini
(ITA) 1,41. 7. Tina Maze (SLO) 1,47. 8. Allison Forsyth (CAN) 1,62. 9.
Michaela Kirchgasser (AUT) 1,66. 10. Julia Mancuso (USA) 1,78.
Hosp holt sich Sieg im Riesenslalom
in Cortina

Die Österreicherin Nicole Hosp gewinnt den
Riesenslalom der Damen in Cortina d’Ampezzo vor der Kanadierin Genevieve
Simard und ihrer Teamkollegin Elisabeth Görgl. Hosp, die nach dem 1.
Durchgang noch auf Rang lag, holte somit den ersten Riesentorlauf Sieg für
Österreich in dieser Saison und kehrte damit nach mehr als zwei Jahren
Pause wieder auf das Siegerpodest zurück.: "Ich hab in letzter Zeit schon
sehr gut trainiert. Ich hab mich im RTL schon sehr gut gefühlt. Gerade im
Hinblick auf Olympia ist mir ein Riesen-Stein vom Herzen gefallen, ich bin
überglücklich, es hat mir die Tränen rausgedrückt. Vor Olympia ist das
natürlich super. Die schnellen Disziplinen in den letzten Wochen haben mir
sehr gut getan". Fischbacher und Kirchgasser komplettieren den ÖSV-Erfolg
mit den Rängen neun bzw. zehn. Die zur Halbzeit Führende Spanierin M.J.
Rienda Contreras schied nach einem Torfehler aus. Renate Götschl, die
Abfahrtssiegerin von Samstag, war wie Zettel bereits im ersten Durchgang
ausgeschieden. Die Steirerin zog sich bei ihrem spektakulären Abflug
Prellungen am ganzen Körper zu. "Bis auf den Oberkörper tut mir alles weh,
auch das Knie schmerzt ein bisschen, aber das ist nicht tragisch. Ich habe
jetzt zwei Tage Pause, dann wird es schon wieder", meinte Götschl. Die
Schweizerinnen Nadia Styger und Fränzi Aufdenblatten schlugen sich
achtbar, schafften in ihrer dritten Disziplin immerhin
Saisonbestleistungen mit den Plätzen 14 bzw. 24 und holten zum zweiten Mal
in diesem Winter Weltcup-Punkte im Riesenslalom. Die Deutsche Martina
Ertl-Renz fährt weiter hinterher und platzierte sich mit einem Rückstand
von 2,31 Sekunden nur auf dem 16. Platz. "Das bereitet einem schon einige
schlaflose Stunden. Es funktioniert einfach nicht, da muss ich Geduld
haben", sagte Ertl-Renz, die gerade in ihrer Spezialdisziplin auf ein
besseres Abschneiden hoffte. Noch schlechter machte es Annemarie Gerg: Sie
schied im ersten Lauf aus. Anja Blieninger sammelte als 23. ebenso
Weltcup-Punkte wie Kathrin Hölzl als 25. Die Top 10 Fahrerinnen beim
Riesenslalom der Damen in Cortina d’Ampezzo: 1. Nicole Hosp (AUT) 2:33,51.
2. Geneviève Simard (CAN) 0,31 zurück. 3. Elisabeth Görgl (AUT) 0,57. 4.
Allison Forsyth (CAN) 0,60. 5. Julia Mancuso (USA) 0,87. 6. Anja Pärson
(SWE) 1,02. 7. Janica Kostelic (CRO) 1,20. 8. Andrea Fischbacher (AUT)
1,72. 9. Michaela Kirchgasser (AUT) 1,90. 10. Denise Karbon (ITA) 1,92.
Gruber gewinnt Super G in Garmisch
Partenkirchen

Christoph Gruber gewinnt mit einem Vorsprung von 82
Hundertstel Sekunden den Super-G von Garmisch-Partenkirchen. Wie schon
2002 bei Olympia in Salt Lake City, 2003 bei der WM in St. Moritz und 2005
bei der WM in Bormio springt Christoph Gruber in Garmisch noch auf den
Olympia-Zug auf. Zweiter wurde überraschend der US Amerikaner Scott
Macartney der mit der Nummer 1 ins Rennen ging: "Die niedrige Startnummer
hat mir sicher sehr geholfen. Ich kann es fast noch nicht fassen, dass ich
wirklich Zweiter bin. Ich fühle mich sensationell und habe für Olympia
viel Selbstvertrauen." Als Dritter schaffte Kjetil-Andre Aamodt aus
Norwegen den Sprung auf das Podest. Der Norweger ist reif für eine
Eintragung ins "Guiness-Buch der Weltrekorde": Als erster Fahrer der
Weltcup-Geschichte bringt er es auf 438. Starts. Für
Garmisch-Abfahrtssieger Hermann Maier reicht es bei seinem 200.
Weltcup-Einsatz für den vierten Platz (0,88). Michael Walchhofer (5.),
Hannes Reichelt (9.) und Andreas Schifferer (10.) machen die gute
ÖSV-Teamleistung komplett. Im Schweizer Team fehlten Bruno Kernen (7.) und
Didier Défago (8.) 15 beziehungsweise 16 Hundertstel zu Rang 3. Neben den
beiden vermochten die weiteren Schweizer Trümpfe nicht zu überzeugen.
Didier Cuche, der auf der Kandahar-Piste im Super-G schon zweimal Zweiter
und einmal Dritter war, musste sich mit Platz 19 zufrieden geben. Ambrosi
Hoffmann, in Val Gardena Dritter und in drei der vier voran gegangenen
Super-G jeweils der beste Schweizer, ist sogar nur an 22. Stelle zu
finden, unmittelbar vor Tobias Grünenfelder. Für den DSV konnte sich
Andreas Ertl (SC Lenggries) mit Startnummer 53 in dieser Saison erstmals
Weltcuppunkte sichern. Im Endklassement landete der 30-Jährige auf dem 25.
Rang. Die Top 10 Rennläufer beim Super G der Herren in Garmisch
Partenkirchen: 1. Christoph Gruber (AUT) 1:26,52. 2. Scott Macartney (USA)
0,82 zurück. 3. Kjetil André Aamodt (NOR) 0,85. 4. Hermann Maier (AUT)
0,88. 5. Lasse Kjus (NOR) 0,89. 6. Michael Walchhofer (AUT) 0,98. 7. Bruno
Kernen (SUI) 1,00. 8. Didier Défago (SUI) 1,01. 9. Hannes Reichelt (AUT)
1,03. 10. Andreas Schifferer (AUT) 1,04.
Renate Götschl gewinnt in ihrem
„Wohnzimmer“

Die Österreicherin Renate Götschl gewinnt die Abfahrt
auf der "Olimpia delle Tofane", in Cortina d’Ampezzo in einer Zeit von
1:09,64 Min vor der US Amerikanerin Julia Mancuso und der Österreicherin
Elisabeth Görgl. Mit ihrem ersten Saisonsieg schreibt die „Königin von
Cortina“ Geschichte, als erste Läuferin kann Götschl an einem Ort neun
Weltcup-Rennen gewinnen. Bisher teilte sie sich den Spitzenplatz in dieser
Statistik mit Ingemar Stenmark. "Ich freue mich riesig. Ich bin froh, dass
ich wieder die Leistung bringe, zu der ich fähig bin. Und dass, wo es auf
Olympia zugeht. Nach dem schlechten Start ist das heute nur schön, und
damit ist es wieder ein perfekter Winter", amtete die 30-jährige Steirerin
auf. Im Abfahrts-Weltcup ist die Entscheidung gefallen. Michaela
Dorfmeister belegt heute Rang vier und macht 50 Weltcuppunkte. Lindsey
Kildow kommt über Rang zehn nicht hinaus. Damit baut Dorfmeister den
Vorsprung sogar noch aus und ist bei der letzten Abfahrt in Are nicht mehr
einzuholen! "Das ist natürlich super, diese Kugel ist noch einmal ein ganz
großes Ziel von mir und meinem Servicemann gewesen. Schön, dass ich es
schon im Jänner fixiert habe" sagte die Niederösterreicherin, die bereits
2003 den Abfahrtsweltcup für sich entschieden hatte. Im Gesamtweltcup
bleibt Janica Kostelic (Kroatien) mit 1228 Zählern vor Dorfmeister
(1020).Auf der wegen Neuschnees verkürzten Strecke waren ohne den
spektakulären Tofana-Schuss gute Gleitfähigkeiten gefragt. Für die
Viertplatzierte Michaela Dorfmeister eine untragbare Entscheidung das
Rennen zustarten: " "Traurig, dass wir so ein Rennen fahren, das ist keine
Werbung für uns, damit verkaufen wir uns schlecht. Und schade, dass sich
nicht alle einig waren." Fränzi Aufdenblatten wurde bei der
«Sprintabfahrt» als beste Schweizerin Fünfte. Der Walliserin, die in Bad
Kleinkirchheim Dritter geworden war, fehlten 28 Hundertstel zum
neuerlichen Sprung unter die ersten drei. Nadia Styger, die 32 Hundertstel
am 3. Platz vorbei fuhr, egalisierte als Sechste ihr Saisonbestergebnis in
der Abfahrt. Wieder einmal Enttäuschen das Abschneiden des DSV Teams.
Petra Haltmayr wurde in 1:10,77 Minuten 13. Isabelle Huber verpasste einen
Platz unter den ersten 15 und damit das Ticket für Olympia. Die Top 10
Rennfahrerinnen bei der Abfahrt in Cortina d’Ampezzo: 1. Renate Götschl (AUT)
1:09,64. 2. Julia Mancuso (USA) 0,05 zurück. 3. Elisabeth Görgl (AUT)
0,30. 4. Michaela Dorfmeister (AUT) 0,35. 5. Fränzi Aufdenblatten (SUI)
0,58.6. Nadia Styger (SUI) 0,62. 7. Nadia Fanchini (ITA) 0,73. 8. Lucia
Recchia (ITA) 0,74. 9. Lindsey Kildow (USA) 0,78. 10. Daniela Merighetti (ITA)
0,87.
Österreichisches Podest bei der Abfahrt in Garmisch
Maier
siegt vor Kröll und Buder

Aus dem
ÖSV-Team kamen die ersten drei der Abfahrt in Garmisch.
Nach seinen angeblichen Materialproblemen im Herbst, kommt
Hermann Maier doch noch in Fahrt.
„Ich habe heute nicht so die
Körperspannung gehabt, die Kraft in den Beinen hat etwas gefehlt. Das hab
ich in der Früh schon gefühlt. Ich habe mich aber noch runtergerettet -
Abschnittsweise bin ich ja sehr gut gefahren. Vielleicht war das ja das
Geheimnis, dass ich schlapp war. Da hab ich nicht so hin und her fahren
können. Ich habe jetzt ein paar Bilder von oben runter gesehen - das hat
mich an früher erinnert. Ein paar Kurven bin ich sehr, sehr gut gefahren.
Aber wie gesagt: Ein paar Kurven. Aber es war heute schon sehr, sehr
gut.“ Hermann „Schlappi“
Maier gewann mit 1:57,56 vor
dem Steirer Klaus Kröll (+0,27), der lange geführt hatte. Rang 3 ging an
den Niederösterreicher Andreas Buder (+0,28), der nach seinem 8. Rang in
Kitzbühel seine Leistung noch verbesserte und zum ersten Mal aufs
Siegespodest klettern durfte. „Mir
hat es hier von Anfang an getaugt. Ich habe gewusst, dass ich hier schnell
Ski fahren kann. Ich wusste, dass es extrem schlagig wird. Aber wir haben
das perfekte Material für diese Bedingungen. Oben bin ich nicht richtig
ins Fahren gekommen. Aber im Mittelteil hab ich risikiert - und es ist mir
aufgegangen.“ Damit haben Kröll und Buder neben Strobl (Titelverteidiger),
Walchhofer und Maier natürlich die besten Chancen auf einen
Olympiastartplatz in Turin. Senationell platzierte sich in Garmisch der
Amerikaner Steven Nyman (+0,44). Er fuhr auf den 4. Platz und schlug mit
Daron Rahlves (+1,28) einen der Topfavoriten aus seinem Team, der nur 13.
wurde. Kjetil Andre Aamodt (NOR +0,54), dem wir hier auch zu seiner
Tochter gratulieren wollen, kommt wieder in Olympiamedaillienform und
belegte Platz 5. Bruno Kernen (SUI +0,61) und Marco Büchel (LIE) teilten
sich den 6. Rang. Der zweite Schweizer in den Topten ist Ambrosi Hoffmann
(+0,77) als 8. Die besten 10 wurden dann wieder von zwei Österreichern
beschlossen. Michael Walchhofer (+0,98) und Fritz Strobl belegten nach
tollen Zwischenzeiten ex aequo den 10. Rang.
Die
Showeinlage des Tages lieferte der Tiroler Christoph Gruber. Ihm schlug es
die Bindung des Außenskis auf und er konnte auf einem Bein einen Sturz ins
Netz vermeiden. Neben Christoph Gruber (AUT) schieden auch noch Johannes
Stehle (GER), Peter Fill (ITA) und Benjamin Raich (AUT) aus. Stephan
Keppler erreichte als einziger DSV-Läufer das Ziel und belegte Rang 21.
Morgen wird in Garmisch noch ein Super G ausgetragen.
Aus dem Skiweltcup
Infopoint Austria: M.Riedler
Anja Pärson gewinnt Super G von
Cortina

Die Schwedin Anja Pärson gewinnt den Super G der
Damen in Cortina d’Ampezzo vor den beiden US Amerikanerinnen Julia Mancuso
(+0,34 Sek.) und Lindsey C. Kildow (+0,78). Auf dem 4 Rang folgt die
Kroatin Janica Kostelic (+1,02) gefolgt von der überraschten starken
30-Jährigen Petra Haltmayr (+1,09) aus Deutschland. Ihre Teamkollegin
Martina Ertl-Renz belegte mit 1,94 Sekunden Rückstand Rang 17. Starke
Schneefälle hatten für einen verspäteten Rennbeginn gesorgt. Den
Organisatoren gelang es trotzdem nicht, den gesamten Schnee aus der Piste
zu räumen. Wer nur ein wenig von der Ideallinie abkam, landete im
"Tiefschnee". Auch schlechte Sicht machte den Läuferinnen zu schaffen. Die
ÖSV-Damen schaffen erstmals seit Dezember 2004 keinen Podestplatz in
dieser Disziplin. Als Beste Österreicherin qualifiziert sich Alexandra
Meissnitzer (+1,28) auf dem 8 Rang und holt im Super-G-Weltcup auf Michael
Dorfmeister, die nur 10. wird, auf. In der morgigen Abfahrt wird "Meissi"
aber passen. "In Anbetracht der Tatsache, dass ich im Moment wegen meiner
Knieverletzung nicht hundertprozentig fit bin, kann ich mit diesem Platz
schon zufrieden sein", meinte Meissnitzer. "Doch es wäre schöner gewesen,
wenn eine von uns aufs Podest gekommen wäre." Renate Götschl belegt auf
ihrer "Hausstrecke" Rang 8. "Es war ein schwieriges Rennen, in dem ich
manchmal zu weit von der Linie weg war. Vor allem unten habe ich verloren,
sonst wäre es sich mit dem Podest vielleicht noch ausgegangen",
analysierte Götschl, die für die Abfahrt am Samstag auf ihrer
Lieblingsstrecke nun ein besseres Ergebnis erhofft. Nadia Styger musste
sich als schnellste Schweizerin mit dem 14. Platz begnügen. Im
Gesamtweltcup führt weiter die Kroatin Janica Kostelic, die nach Rang vier
auf der Tofana nun schon 238 Punkte vor Dorfmeister liegt.
Titelverteidigerin Pärson hat als Drittplatzierte 307 Zähler Rückstand auf
Kostelic. Die Top 10 Rennfahrerinnen beim Super G der Damen in Cortina
d’Ampezzo: 1. Anja Pärson (SWE) 1:16,75. 2. Julia Mancuso (USA) 0,34
zurück. 3. Lindsey Kildow (USA) 0,78. 4. Janica Kostelic (CRO) 1,02. 5.
Petra Haltmayr (GER) 1,09. 6. Carole Montillet-Carles (FRA) 1,27. 7.
Alexandra Meissnitzer (AUT) 1,28. 8. Renate Götschl (AUT) 1,33. 9. Tina
Maze (SLO) 1,34. 10. Silvia Berger (AUT) und Michaela Dorfmeister (AUT)
1,44.
Palander feierte 1. Saisonsieg bei
der Slalomparty in Schladming

Der Finne Kalle Palander ließ sich den Sieg im
Nachtslalom nicht mehr nehmen. Palander, der schon zur Pause führte,
sicherte sich mit zweitbester Zeit im 2. Lauf und einer Gesamtzeit von
1:42,34 den Sieg vor rund 50 000 begeisterten Skifans. „Ungalublich! Es
ist so lange her seit meinem letzten Sieg. Ich kann mich nicht erinnern,
wann ich mich so gut gefühlt habe nach einem Sieg. Es ist nicht so leicht,
die anderen zu schlagen. Es waren kleine Dinge, die immer gefehlt haben.
Und jetzt ist der Sieg wieder da!“ 2. wurde Akira Sasaki (+0,79), einer
der wieder erstarkten Japaner, die jedoch weiterhin auf den ersten
japanischen Slalomweltcupsieg warten müssen. Der 2. Lauf war wesentlich
schneller, direkter gesteckt und das lag auch Benjamin Raich (+0,81), der
doch wieder bester Österreicher wurde und sich mit Laufbestzeit im 2. Lauf
vom 10. auf den 3. Platz katapultierte. „Der erste Lauf war natürlich
nicht gut. Im zweiten Lauf habe ich mich gut überwinden können, habe aber
unten etwas Glück gehabt. Aber es war ein schönes Rennen. Wenn man das vom
ersten weg denkt, dann hätte es sicher noch besser ausgeschaut. Aber es
passt schon. Ich schau nicht viel auf den Gesamtweltcup. Ich tu Rennen
fahren und am Ende dann zusammen zählen.“ Hinter Benjamin Raich, der mit
seinem 3. Platz die Führung im Gesamtweltcup weiter ausbaute, reihte sich
der Schwede Andre Myhrer (+1,05) auf dem 4. Platz ein. Stephane Tissot (FRA
+1,41) erreichte heute mit dem 5. Platz wieder ein Spitzenergebnis. 6.
wurde der zweite Japaner Kentaro Minagawa (+1,47). Bester Italiener wurde
nach dem Ausfall von Giorgio Rocca Patrick Thaler (ITA +1,50), der mit
viertbester Laufzeit auf sich aufmerksam machte und Platz 7 erreichte.
Martin Hansson (SWE +1,88), der schon im Herbst gute Ergebnisse erzielte,
kam drei Wochen nach seiner Blinddarmoperation auf Rang 8. Manfred Pranger
(AUT +2,06), der Sieger des Schladminger Nightraces 2005 freute sich, dass
er mit zwei Sicherheitsläufen Platz 9 einfahren konnte. Die Topten
vervollständigte Hannes Paul Schmid (ITA +2,12).
Girogio Rocca (ITA) hatte, wie schon erwähnt, auch diesmal in Schladming
kein Glück, er fädelte knapp vor dem Ziel ein und schied aus. Bernard
Vajdic (SLO) konnte das Rennen ebenfalls nicht beenden. Die nächsten
Weltcuprennen der Herren finden kommendes Wochenende in Garmisch
Partenkirchen statt.
Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M.
Riedler
Kostelic gewinnt Super Kombi in St.
Moritz

Die Kroatin Janica Kostelic hat beim alpinen
Ski-Weltcup in St. Moritz die Super-Kombination gewonnen. D ie dreimalige
Olympiasiegerin setzte sich in dem Wettbewerb aus verkürzter Abfahrt und
Slalom in 2:15,74 Minuten vor Anja Pärson durch und hatte im Ziel einen
Vorsprung von 0,45 Sekunden. Die Schwedin zeigte im oberen Teil der
Strecke eine starke Fahrt aber beim Übergang ins Flache unterlief ihr ein
Fehler der viel Zeit kostete. Auf dem 3. Rang platzierte sich, trotz einer
schwächeren Abfahrtsleistung, etwas überraschend die US Amerikanerin
Lindsey C. Kildow. Damit hat Kostelic im Gesamtweltcup wieder mehr als 200
Punkte Vorsprung auf die erste Verfolgerin Michaela Dorfmeister. Für
Österreichs Damen gab es zum Abschluss des St. Moritz-Wochenendes keinen
Podestplatz. Auf den Rängen vier, fünf und sechs reihen sich Nicole Hosp,
Marlies Schild und Kathrin Zettel ein. Die Schweizerinnen kämpften
glücklos. Nadia Styger schied nach guter Zwischenzeit ebenso aus wie
Fränzi Aufdenblatten, die hart an einer Stange anschlug. Beste Schweizerin
war letztlich die 23-jährige Bündnerin Jessica Pünchera, die in der
Abfahrt mit Nummer 48 auf den 22. Platz gekommen war und sich danach auf
den 15. Schlussrang verbesserte. Pünchera holte sich so ihre ersten
Weltcuppunkte überhaupt. Als beste Deutsche kam die Lenggrieserin Martina
Ertl-Renz auf den zwölften Platz. Die Top 10 Fahrerinnen bei der SUPER
KOMBI in St. Moritz: 1. Janica Kostelic (CRO) 2:15,74.
2. Anja Pärson (SWE) 0,45
zurück. 3. Lindsey Kildow (USA) 1,74. 4. Nicole Hosp (AUT) 1,80. 5.
Marlies Schild (AUT) 2,25. 6. Kathrin Zettel (AUT) 2,53. 7. Janette Hargin
(SWE) 2,87. 8. Nike Bent (SWE) 3,06. 9. Julia Mancuso (USA) 3,33. 10.
Johanna Schnarf (ITA) 3,47.
Vidal
läßt sich Sieg nicht mehr nehmen

„Es ist eine Olympiasaison, ich bin Titelverteidiger
und das verleiht Flügel ...“ sprachs in der Pause und flog zum Sieg am
Ganslernhang: Jean Pierre Vidal verhindert totalen Österreichischen
Triumpf am Hahnenkammwochenende und gewinnt den Slalom in einer Zeit von
1.38,88. Dahinter die Österreicher Reinfried Herbst (+0,36) und Benjamin
Raich (+0,50). 4. der junge aufstrebende Franzose Stephane Tissot (+0,76),
5. Rainer Schönfelder (AUT +1,04), 6. Ted Ligety (USA +1,27), 7. Kalle
Palander mit vielen Fehlern im zweiten Lauf (FIN +1,29), 8. Thomas Grandi
(CAN +1,30), 9. Markus Larsson – er zündet als Dreißigster nach dem ersten
Lauf den zweiten gleich so richtig an macht 21 Plätze gut! Die Top Ten
vervollständigt ein weiterer Franzose: Jean-Baptiste Grange (+1,43). Alois
Vogl wird 16. (+1,99) und Felix Neureuther nach verpatztem Übergang und
vielen weiteren kleinen Fehlern nur 25. (+2,63). Die Hahnenkammkombination
kann Benjamin Raich für sich entscheiden und schreibt somit allein heute
160 Punkte auf seinem Gesamtweltcuppunktekonto dazu. Zweiter in der Kombi
wird Bode Miller (USA), der mit einem dosierten zweiten Lauf und Platz 18
im Slalom zeigt, dass auch er „mit Köpfchen“ fahren kann. Als Dritter
schafft noch Aksel Lund Svindal (NOR) den Sprung auf´s Kombistockerl. Nach
diesem spannenden Slalom freuen wir uns bereits ganz besonders auf das
nächste Highlight: den Nightrace in Schladming!
Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria:
C. Egger
Dorfmeister gewinnt auch Abfahrt in
St. Moritz

Michaela Dorfmeister macht das Doubele in St. Moritz
perfekt. Nach dem Erfolg im Super G am Freitag, holte sie die
Niederösterreicherin auch den Abfahrtsieg am Samstag. "Ich genieße im
Moment alles. Alles geht von allein, so leicht. Dazu kommt noch eine
grenzenlose Sicherheit, das ganze Paket stimmt", betonte die 32-jährige
nach dem insgesamt 24. Weltcup-Sieg ihrer Karriere, dem siebenten in der
Abfahrt, den sie mit einer perfekten Fahrt im unteren Teil sicherstellte.
In der Abfahrt war es der erste Saisonerfolg für das erfolgsgewohnte
Austria-Team. Dorfmeister gewann in 1:43,76 Minuten mit sieben Hundertstel
Vorsprung auf ihre Teamkollegin Renate Götschl. Mit Platz zwei in der
Königsdisziplin ist nun wohl endgültig der Knoten bei der „Speed Queen“
geplatzt. "Ich kann das gar nicht fassen. Ich bin überglücklich und total
zufrieden, dass ich es geschafft habe, aus diesem Loch herauszukommen.
Jetzt brauche ich nicht mehr grübeln, überlegen oder an der Abstimmung
feilen", lautete der erleichterte Kommentar der 30-Jährigen. Die dreifache
Olympiasiegerin Janica Kostelic (1:43,95) fuhr auf Platz drei. Die
Salzburgerin Alexandra Meissnitzer landete als Vierte (+0,25) ebenfalls im
Spitzenfeld, mit der Tirolerin Nicole Hosp als Neunter - in ihrer ersten
Spezial-Abfahrt im Weltcup! - kam noch eine vierte ÖSV-Dame in die Top
Ten. Da mit Fortlauf des Rennens die Bedingungen besser wurden, kamen
zahlreiche Fahrerinnen aus dem hinteren Teil des Feldes zu
Weltcup-Punkten. In Abwesenheit von Leaderin Sylviane Berthod klassierten
sich sechs Schweizerinnen in den Top 12. Mit hohen Nummern fuhren die
Schweizerinnen gleich serienweise ins erste Dutzend. Am besten tat dies
die Bernerin Martina Schild, die mit Nummer 45 auf den 5. Platz kam und
damit die direkte Olympia-Qualifikation ebenso erfüllte wie Monika
Dumermuth, die mit Nummer 39 Sechste wurde. Martina Schild büsste
lediglich 35 Hundertstel auf die Siegerin ein, zu einem Podestplatz
fehlten gar nur 16 Hundertstel. Beste Deutsche war Martina Ertl-Renz auf
Rang 21 in 1:45,94 Minuten. Petra Haltmayr wurde enttäuschend nur 24. Die
Top 10 Fahrerinnen bei der Abfahrt der Damen in St Moritz: 1. Michaela
Dorfmeister (AUT) 1:43,76. 2. Renate Götschl (AUT) 0,07 zurück. 3. Janica
Kostelic (CRO) 0,19. 4. Alexandra Meissnitzer (AUT) 0,25. 5. Martina
Schild (SUI) 0,35. 6. Monika Dumermuth (SUI) 0,42. 7. Anja Pärson (SWE)
0,45. 8. Wendy Siorpaes (ITA) 0,55. 9. Nicole Hosp (AUT) 0,57. 10. Carmen
Casanova (SUI) 0,86.
Walchhofer gewinnt Kitzbühel-Krimi

Verpatzter Steilhang, verpatzte Traverse ... man
fragt sich WO Michael Walchhofer (AUT) seine Siegerzeit von 1.46,75 geholt
hat! „ ... in der Traverse hab i mir denkt: des Tor, des muss sich
irgendwie ausgeh ...“ Ganz besonders wird sich das der nur 5 Hundertstel
dahinter liegende Liechtensteiner Marco Büchel fragen, der schon kurz von
seinem ersten Kitzbühel Sieg träumen durfte „I hab ma scho dacht ´i
gewinn, i gewinn ...´ aber dann – knapp!“ . Dritter der Favorit: Daron
Rahlves (USA +0,33), der sich für seinen vermeintlich letzten Ritt auf dem
Hahnenkamm viel vorgenommen hatte. Auf Grund der Witterungsverhältnisse
wurde der Start unter die Mausefalle verlegt – die Verkürzung konnte dem
spektakulärsten Rennen des Weltcups jedoch nichts von seiner Spannung
nehmen! Bode Miller (USA +0,38) schaffte endlich wieder einmal eine
konzentrierte Fahrt mit kaum Ausrutschern und reiht sich hinter
Teamkollege Rahlves auf Platz 4 ein. Hervorragender 5. Erik Guay (CAN
0,68), 6. Didier Defago (SUI +0,83), 7. wahrscheinlich auch das letzte Mal
auf der Streif Kristian Ghedina (ITA +0,84), toller 8. Andreas Buder (AUT
+0,93) und das mit Startnummer 1, was für den hervorragenden Zustand der
Piste für alle Teilnehmer spricht, 9. Antoine Deneriaz (FRA +1,05), 10. ex
aequo Didier Cuche (SUI) und Benjamin Raich (AUT) – beide 1,25 Sekunden
zurück. Raich fuhr nach schlechter Schiwahl und Platz 31 von gestern wohl
mit der Wut im Bauch zu seinem besten Abfahrtsergebnis und verschafft sich
eine ideale Ausgangsposition für die Kombination. Aber wie immer darf man
Bode Miller nicht vergessen und auch Walchhofer, der heuer ja schon eine
Kombination gewonnen hat, wird seine Chancen zu nützen wissen! Leider
enttäuscht wurden die vielen Fans vom gestrigen Sieger Hermann Maier – er
wird nur 22. mit über 2 Sekunden Rückstand.
Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria:
C. Egger
Dorfmeister gewinnt Super G in St.
Moritz

Michaela Dorfmeister gewinnt den Super G der Damen in
St. Moritz. Die Weltmeisterin von 2003 kürt sich mit ihrem zweiten
Saisonsieg zur Top-Favoritin im Super G für die Olympischen Spiele!
Dorfmeister stand im zehnten Speed-Rennen des Olympia-Winters zum neunten
Mal auf dem Stockerl und baute ihre Führung in der Super-G-Gesamtwertung
aus. Beim insgesamt 23. Erfolg ihrer Karriere setzte sich die 32-jährige
Niederösterreicherin mit vier Zehntelsekunden Vorsprung auf die Slowenin
Tina Maze durch. Hinter Maze belegten Nicole Hosp, Alexandra Meissnitzer
und Renate Götschl die Ränge drei bis fünf. Auch Elisabeth Görgl (7.),
Kathrin Wilhelm (8.), Silvia Berger (10.) und Andrea Fischbacher (11.)
fuhren in die Spitze. Als beste Schweizerin platzierte sich Nadia Styger
auf dem 6. Rang. Vier der fünf Deutschen Läuferinnen schieden aus. Martina
Ertl-Renz erreichte zwar das Ziel, allerdings kann sie mit der gezeigten
Leistung nicht zufrieden sein. Immerhin bedeutet Platz 27 für die
Lenggrieserin noch vier Weltcuppunkte. Der Super-G von St. Moritz wird als
das Rennen der Ausfälle in Erinnerung bleiben. Von den ersten 30 der
Startliste erreichten nur gerade 17 Fahrerinnen das Ziel - eine geradezu
unglaubliche Quote. Im Gesamtweltcup reduzierte die Super-G-Weltmeisterin
von St. Moritz 2003 als Zweite ihren Rückstand auf die führende Kroatin
Janica Kostelic, die nicht unter den Top Ten landete, auf weniger als 200
Punkte. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Super G der Damen in St. Moritz:
1. Michaela Dorfmeister (AUT) 1:17,20. 2. Tina Maze (SLO) 0,40 zurück. 3.
Nicole Hosp (AUT) 0,56. 4. Alexandra Meissnitzer (AUT) 0,57. 5. Renate
Götschl (AUT) 0,59. 6. Nadia Styger (SUI) 0,61. 7. Elisabeth Görgl (AUT)
0,69. 8. Kathrin Wilhelm (AUT) 0,93. 9. Ingrid Jacquemod (FRA) 0,95. 10.
Silvia Berger (AUT) 1,00.
Maier kämmt den Hahn am
schnellsten

Hermann Maier beweist mit Startnummer 29, dass die
Piste noch Bestzeiten zulässt und gewinnt den Super-G von Kitzbühel in
einer Zeit von 1.22,05. "Ich bin fast ein bisschen gerührt, ein Sieg hier
ist etwas besonderes. Ich weiß selbst nicht genau, wie es gelungen ist.
Mein Zielsprung war so lang, dass ich in der Luft schon einen Jauchzer
gelassen habe. Der Jubel der Fans war fantastisch!" so Maiers erste Worte
im Ziel. Knappe 5 Hundertstel dahinter völlig überraschend der Südtiroler
Peter Fill, der die Gunst seiner niederen Nummer 7 bestens nützen konnte.
Dahinter bereits die nächsten Österreicher, die bei ihrem Heimrennen
natürlich top motiviert sind: mit Platz 3 und 4 dürften sich Hannes
Reichelt (AUT +0,28) und Stephan Görgl (AUT +0,40) für die raren
Olympiatickets empfehlen. Besonders der Österreicher Klaus Kröll zeigt,
was in der Piste noch drin ist: Platz 5 mit Startnummer 34 und nur 0,47
Sekunden Rückstand! Nur Platz 6 für Daron Rahlves (USA +0,49) auf seiner
Lieblingsstrecke, doch er hat morgen noch die Chance, ein letztes Mal in
seiner Karriere den Hahnekamm mit Bestzeit zu bezwingen. 7. Fritz Strobl (AUT
+0,51), 8. Ambrosi Hoffmann (SUI +0,54), 9. Patrick Järbyn (SWE +0,55),
10. Konrad Hari (SUI +0,56), 11. ex aequo Bruno Kernen (SUI) und Bjarne
Solbakken (NOR), beide 0,59 Sekunden zurück. Aus Österreichischer Sicht
enttäuschen leider Michael Walchhofer und Benni Raich, die nicht nur wegen
ihrer hohen Nummer sondern vor allem durch Eigenfehler im Classement weit
zurückfallen. Wieder nicht im Ziel: Bode Miller ...
Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria:
C. Egger
Verhext - Rocca gewinnt auch
Wengen-Slalom

Giorgio Rocca bleibt der Slalom-Dominator in diesem
Jahr, wenn auch glücklich. "Ich habe das noch nicht richtig realisiert.
Ich stehe im Moment sehr sicher am Ski, bin sehr zufrieden mit meiner
Leistung. Ich hatte natürlich auch Glück, denn Benjamin hat eingefädelt.
Ich habe jetzt schon fünf Slaloms gewonnen, ich kann also in Kitzbühel und
Schladming locker fahren.", sagte der Italiener nach dem Rennen. Jetzt
jagt der 30-Jährige den Startrekord seines Landsmannes Alberto Tomba, der
1994/95 die ersten sieben Saisonslaloms für sich entschieden hatte. Rocca
holte in Wengen im 5. Saisonrennen seinen 5. Sieg, profitiert heute aber
vom Ausfall von Benni Raich. Der Pitztaler lag nach dem 1. Durchgang in
Führung, fädelte aber im Finaldurchgang bereits beim 3. Tor ein und
brachte zum vierten Mal eine Halbzeitführung nicht ins Ziel. Trotz seines
Ausfalls zeigte sich Benjamin Raich nicht verunsichert: "Natürlich schaut
es blöd aus, wenn man beim dritten Tor und nicht erst beim 30. einfädelt,
aber so etwas kann einfach immer passieren. Ich habe auf diesem Hang auch
schon große Erfolge gefeiert. Ich habe einfach Gas gegeben, leider hat es
nicht geklappt.“ Im Gesamtweltcup bleibt Raich weiter 106 Punkte vor dem
Salzburger Michael Walchhofer in Front. Platz 2 in Wengen geht an Kalle
Palander (FIN/+ 0,20) vor dem überraschend starken DSV Fahrer Aois Vogl
aus Lohberg, der damit den ersten alpinen Podestplatz für den Deutschen
Skiverband im Olympia-Winter erreicht. Der Vorjahressieger sicherte sich
damit auch das Ticket für die Olympischen Spiele in Turin. Felix
Neureuther dagegen verpasste denkbar knapp den 2. Lauf und hat damit
weiterhin nur eine halbe Qualifikation für Olympia in der Tasche. Bester
Österreicher wurde Reinfried Herbst auf Rang 6, Daniel Albrecht als bester
Schweizer wurde 13. Die Top 10 Rennläufer beim Weltcupslalom in Wengen: 1.
Giorgio Rocca (ITA) 1:42,28. 2. Kalle Palander (FIN) 0,20 zurück. 3. Alois
Vogl (GER) 0,51. 4. Kentaro Minagawa (JAP) 0,62. 5. Ted Ligety (USA) 0,65.
6. Reinfried Herbst (AUT) 0,93. 7. Andre Myhrer (SWE) 1,29. 8. Bode Miller
(USA) 1,39. 9. Jean-Pierre Vidal (FRA) 2,00. 10. Aksel Lund Svindal (NOR)
2,05.
Janica Kostelic gewinnt Super G in Bad Kleinkirchheim

Was für ein Wochenende für Janica Kostelic in Bad
Kleinkirchheim. Beim Super G der Damen, auf der Franz Klammer-Piste in Bad
Kleinkirchheim gewann die Kroatin vor den beiden Österreicherinnen
Michaela Dorfmeister und Alexandra Meissnitzer die sich zeitgleich mit
10/100 Sekunden auf den 2. Rang platzierten. Die dreimalige
Olympiasiegerin schreibt sich mit diesem Erfolg in die Geschichtsbücher
des S |