LIVETICKER
www.SkiWM2007.de
 

Alle Informationen zur SKI WM 2007 in Are / Schweden:  www.SkiWM2007.de

LIVETICKER
www.SkiWM2007.de                              







 


Aksel Lund Svindal ist Gesamtweltcupsieger der Herren 2006/07

Der Gesamtweltcupsieger 2006/07 heißt Aksel Lund Svindal und kommt aus Norwegen. Dank eines unglaublichen Endspurts bei den Weltcupfinaltagen im Bündnerland, wo er die Abfahrt, den Super G und auch den Riesenslalom für sich entscheiden konnte sicherte sich der 24-Jährige die „Große Weltcupkugel“. Am Ende setzte er sich mit einem hauchdünnen Vorsprung von 15 Punkten gegen den Tiroler Benjamin Raich durch. Svindal, der sich in Are auch schon den WM-Titel in der Abfahrt gesichert hatte, ist der dritte norwegische Gesamtsieger nach Kjetil André Aamodt (1994) und Lasse Kjus (1996 und 1999). "Ich bin einfach nur glücklich, da ist heute eine so große Last von meinen Schultern gefallen. Ich bin genau 15. geworden, das habe ich gebraucht", lauteten die ersten Worte von Svindal nach Erreichen seines größten Ziels. "Ich habe die ganze Saison gesagt, der Gesamtweltcup ist das Größte, was ich gewinnen kann. Ich bin sehr glücklich, das jetzt geschafft zu haben." Sieben Weltcupsiege in vier Disziplinen hat er bisher zu Buche stehen, nur ein Erfolg im Slalom fehlt dem in Kjeller bei Olso lebenden Allrounder noch. Svindal ist mit 1,95 Meter Größe und 100 Kilogramm Körpergewicht der Modellathlet unter den Skirennläufern, 2001 in Sölden gab er sein Weltcup-Debüt (Ausfall), erstmals punktete er am 15. Dezember 2002 als 23. im RTL von Val d'Isere. Das Talent zum Skifahren hat Aksel Lund von seiner Mutter, die an Krebs starb, als er acht Jahre alt war. Er wuchs mit seinem Vater auf, der ein Steuerberater ist und das Management des Sohnes übernommen hat. Der Gesamtweltcup Zweite Benjamin Raich erwies sich nach der Entscheidung wieder einmal als großer Sportsmann: "Es ist falsch, jetzt rumzujammern. Ich hätte gerne gewonnen, aber ich muss es akzeptieren. Aksel ist ein super Typ und er hat verdient gewonnen. Ich bin sehr glücklich über die Slalomweltcup-Kugel, viele haben darum gekämpft und ich habe sie. Nächstes Jahr gebe ich wieder Gas, aber jetzt raste ich erst mal."

Nicole Hosp ist Gesamtweltcupsiegerin der Damen 2006/07

Bei den Frauen triumphierte als Nachfolgerin von Janica Kostelic die 23-jährige Nicole Hosp, die als achte Österreicherin Gesamt-Weltcupsiegerin wurde. Letztmals hatte vor fünf Jahren mit Michaela Dorfmeister eine aus dem Austria-Team den Allrounder-Titel gewonnen. Nicole Hosp siegte im Gegensatz zu den achtfachen Saisonsiegerinnen Marlies Schild und Renate Götschl zwar 'nur' vier Mal, aber sie erwies sich als vielseitiger als ihre Teamkolleginnen. Hosp zeigte sich von ihrem Triumph begeistert: "Ich bin sprachlos. Es ist ein Traum, dass mir alles so genial aufgegangen ist. Schon gestern habe ich mit meinem Sieg wertvolle Punkte gemacht und gewusst, dass ich im Riesentorlauf ganz stark fahren kann." "Dabei war ich heute vor dem Rennen relativ nervös. Mir ist sehr viel durch den Kopf gegangen, jetzt ist das Gefühl dafür umso schöner. Ein Wahnsinn", freute sich die 24-Jährige. Konkurrentin Marlies Schild hatte ihre Weltcup-Chance schon am Samstag im Slalom erheblich reduziert. "Die Niki hat im Riesentorlauf so viel Routine. Da war mir klar, dass sie es runterbringen wird", gab die geschlagene Teamkollegin zu.

Hosp gewinnt Riesenslalom in Lenzerheide

Die Österreicherin Nicole Hosp gewann den Riesentorlauf von Lenzerheide mit einem Vorsprung von 1,42 Sekunden vor der Deutschen Kathrin Hölzl und ÖSV-Kollegin Michaela Kirchgasser und sichert sich damit die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup sowie auch die kleine Kristallkugel im Riesentorlauf Weltcup der Saison 2006/07. Insgesamt errang Weltmeisterin Nicole Hosp ihren vierten Saisonsieg, den neunten insgesamt. Marlies Schild, die sich mit Rang sechs begnügen musste, wurde mit 90 Punkten Rückstand auf die Tirolerin Zweite im Gesamt-Weltcup. Die Verliererin im Finallauf war Tanja Poutiainen, die nach dem ersten Lauf noch auf Platz 2 gelegen hatte und letztlich auf Platz 5 zurückfiel. Vor dem letzten Rennen hatte die Finnin im Riesenslalom-Weltcup nur 16 Punkte hinter Hosp zurückgelegen. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Riesenslalom der Damen in Lenzerheide: 1. Nicole Hosp (AUT) 2:11,98. 2. Kathrin Hölzl (GER) 1,42 zurück. 3. Michaela Kirchgasser (AUT) 1,53. 4. Manuela Mölgg (ITA) 2,14. 5. Tanja Poutiainen (FIN) 2,39. 6. Marlies Schild (AUT) und Anna Ottosson (SWE) 2,57. 8. Nicole Gius (ITA) 2,80. 9. Elisabeth Görgl (AUT) 3,44. 10. Maria Riesch (GER) 3,49.

Benjamin Raich gewinnt Slalom in Lenzerheide

Benjamin Raich gewann den Slalom in Lenzerheide mit zwei Mal Laufbestzeit und sicherte sich damit die kleine Kristall-Kugel im Slalom vor seinem Teamkollegen Mario Matt der Zweiter wurde. Den 3 Platz auf dem Podest sicherte sich der Südtiroler Manfred Pranger. Exakt mit dem geforderten 15. Rang im abschliessenden Slalom sicherte sich der Norweger Aksel Lund Svindal auf der Lenzerheide erstmals die grosse Kristallkugel für den Sieger des Gesamtweltcups. Svindal entschied das bis zuletzt spannende Duell zweier Genies auf Ski mit 13 Punkten Vorsprung für sich. Der Norweger hatte in Are WM-Gold in Abfahrt und Riesenslalom gewonnen und ist der unbestrittene König des Skiwinters. Die Top 10 Rennläufer beim Slalom Weltcupfinale in Lenzerheide: 1. Benjamin Raich (AUT) 1:39,78. 2. Mario Matt (AUT) 0,97 zurück. 3. Manfred Mölgg (ITA) 1,74. 4. Marc Berthod (SUI) 1,92. 5. Jens Byggmark (SWE) 1,97. 6. Jean-Baptiste Grange (FRA) 2,24. 7. Manfred Pranger (AUT) 2,36. 8. Reinfried Herbst (AUT) 2,53. 9. Michael Janyk (CAN) 2,54. 10. Silvan Zurbriggen (SUI) 2,66.

Svindal gewinnt Riesenslalom in Lenzerheide

Aksel Lund Svindal ist auf dem besten Weg, sich die große Kugel im Weltcup zu holen. Der Norweger hat beim Weltcup-Finale den dritten Sieg gelandet und durch den Erfolg im Riesenslalom auch die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Der Doppel-Weltmeister gewann am Samstag auf der Lenzerheide in der Schweiz in 2:07,82 Minuten mit einem Vorsprung von 0,21 Sekunden auf den Italiener Massimiliano Blardone und holte sich die Weltcup- Wertung im Riesenslalom. Auf dem dritten Rang landete der Amerikaner Bode Miller. Doppel-Olympiasieger Benjamin Raich büßte durch sein Ausscheiden im ersten Durchgang die Führung in der Gesamtwertung ein. Raich gab sich noch nicht ganz geschlagen: "Ich muss das gelassen nehmen. Es ist jetzt sehr unwahrscheinlich, dass ich den Gesamtweltcup gewinnen. Ich muss im Slalom gewinnen, der Aksel keinen Punkt machen, das ist sehr schwierig. Es ist möglich, aber sehr unwahrscheinlich. Aber so lange es möglich ist, muss ich Gas geben. So lange es eine Chance gibt, kämpfen wir." Der Schweizer Didier Cuche wurde mit zwei kompakten Fahrten Vierter - theoretisch könnte er Raich noch von Rang 2 im Weltcup verdrängen. Teamkollege Marc Berthod arbeitete sich mit einem hervorragenden zweiten Lauf von Position 10 auf Rang 5 vor. Es ist sein bestes Riesenslalom-Ergebnis bislang. Daniel Albrecht komplettierte eine gute Schweizer Teamleistung als Elfter. Für Österreich setzte es erneut ein Riesentorlauf-Debakel, als bester ÖSV-Aktiver landete Hannes Reichelt nur auf Rang zwölf. Deutsche hatten sich nicht für dieses Saison-Finale qualifiziert. Die Top 10 Rennläufer beim Riesenslalom der Herren in Lenzerheide: 1. Aksel Lund Svindal (NOR) 2:07,82. 2. Massimiliano Blardone (ITA) 0,21 zurück. 3. Bode Miller (USA) 0,67. 4. Didier Cuche (SUI) 0,81. 5. Marc Berthod (SUI) 0,87. 6. Kalle Palander (FIN) 1,29. 7. François Bourque (CAN) 1,39. 8. Manfred Mölgg (ITA) 1,80. 9. Alberto Schieppati (ITA) 1,87. 10. Ted Ligety (USA) 1,88.

Hosp gewinnt Slalom in Lenzerheide

Die Österreicherin Nicole Hosp hat den Weltcup-Slalom auf der Lenzerheide in der Schweiz gewonnen und sich ein Rennen vor dem Saisonende auch an die Spitze der Gesamtwertung gesetzt. Die Riesenslalom-Weltmeisterin gewann in 1:45,67 Minuten mit einem Vorsprung von 0,28 Sekunden vor der Schwedin Anja Pärson. Dritte wurde die Slowakin Veronika Zuzulova. Die bislang im Gesamtweltcup führende Österreicherin Marlies Schild kam nach einem Fahrfehler als 19. nicht in die Weltcup-Punkte. Der Damen Slalom auf der Lenzerheide hat im Gesamtweltcup nicht die Entscheidung, sondern die Wende gebracht. Beim Kampf um die große Weltcupkugel hat Hosp nun 30 Punkte Vorsprung auf Schild und war bisher die konstanteste Riesenslalom-Fahrerin der Saison. Eines ist heute bereits fix - der Gesamtweltcup geht an Österreich. Die US Amerikanerin Julia Mancuso, welche als dritte Fahrerin noch im Titelrennen war, hat keine Chance mehr. Sie holte keine Punkte. Beste Deutsche war die Partenkirchenerin Maria Riesch auf dem zehnten Platz. Monika Bergmann-Schmuderer aus Lam belegte den 13. Rang. Schweizerinnen waren im Slalom nicht am Start. Die Top 10 Fahrerinnen beim Slalom der Damen auf der Lenzerheide: 1. Nicole Hosp (AUT) 1:45,67. 2. Anja Pärson (SWE) 0,28 zurück. 3. Veronika Zuzulova (SLK) 1,35. 4. Tanja Poutiainen (FIN) 1,37. 5. Anna Ottosson (SWE) 1,58. 6. Sarka Zahrobska (TSH) 1,78. 7. Nina Löseth (NOR) 2,00. 8. Florine De Leymarie (FRA) 2,11. 9. Therese Borssen (SWE) 2,49. 10. Maria Riesch (GER) 2,83.

Pärson gewinnt Super G in Lenzerheide

Die Schwedin Anja Pärson sicherte sich beim letzten Super G in diesem Jahr ihren ersten Saisonsieg. Die dreifache Weltmeisterin von Are war bei ihrem 35. Weltcup-Erfolg in 1:20,16 Minuten um 0,67 Sekunden schneller als Andrea Fischbacher aus Österreich. Dritte wurde Marlies Schild (Österreich/0,93 Sekunden zurück). Damit geht Marlies Schild (1.442 Punkte) mit 70 Punkten Vorsprung auf Hosp (1.372) in die letzten zwei Rennen und kann schon am Samstag in ihrer Spezialdisziplin, dem Slalom, alles klar machen. Mancuso liegt als Dritte bereits über 100 Zähler zurück. Götschl, die einen Stein erwischte und mit kaputtem Ski aufgeben musste, ist als Gesamt-Vierte damit endgültig aus dem Rennen um die große Kristallkugel. Maria Riesch ist beim letzten Super-G der Saison in Lenzerheide/Schweiz auf Rang neun gefahren. Die Rettenbergerin Petra Haltmayr schied in ihrem wohl letzten Weltcup-Rennen aus. Die Schweizerinnen vermochten beim Saisonfinale nicht zu überzeugen: Nadia Styger fuhr beim letzten Super-G der Saison auf Platz 10. Fränzi Aufdenblatten wurde 11. Martina Schild (16.) enttäuschte mit dem zweitletzten Rang. Die Top 10 Rennfahrerinnen beim Super G in Lenzerheide: 1. Anja Pärson (SWE) 1:20,16. 2. Andrea Fischbacher (AUT) 0,67 zurück. 3. Marlies Schild (AUT) 0,93. 4. Alexandra Meissnitzer (AUT) 1,15. 5. Nicole Hosp (AUT) 1,22. 6. Emily Brydon (CAN) 1,68. 7. Julia Mancuso (USA) 1,84. 8. Elisabeth Görgl (AUT) 1,94. 9. Maria Riesch (GER) 1,96. 10. Nadia Styger (SUI) 2,07.

Svindal gewinnt Super G in Lenzerheide

Der Norweger Aksel Lund Svindal, der bereits die gestrige Abfahrt in Lenzerheide für sich entscheiden konnte sicherte sich binnen 24 Stunden auch beim SUPER G den 1.Platz. Der Doppel-Weltmeister gewann vor dem Österreicher Benjamin Raich und dem Kanadier Erik Guay. Bode Miller (USA) sicherte sich durch seinen vierten Rang hinter dem Kanadier zum zweiten Mal nach 2005 den Super-G-Weltcup. Der Schweizer Didier Cuche (6.) hat seine Chancen auf den Sieg im Gesamtweltcup wohl verspielt. Im Hinblick auf den Gesamtweltcup hat sich der Norweger Svindal mit diesem Sieg eine ausgezeichnete Ausgangslage erarbeitet. Noch steht in der Lenzerheide ein Riesenslalom (Samstag) und ein Slalom aus. Spannung total: Raich führt nur noch mit drei Punkten vor Verfolger Svindal. Stephan Keppler belegte als einziger deutscher Starter den 18. Platz und blieb ohne Weltcuppunkte. Abfahrts-Olympiasieger Fritz Strobl aus Österreich sorgte mit einer originellen Idee für Aufsehen. Der "Mozart der Mausefalle" fuhr verkleidet in einem Mozart- Kostüm und verabschiedete sich damit aus dem Ski-Weltcup. Der 34- Jährige verbuchte neun Weltcup-Siege. Bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City holte er sich Gold, bei den Weltmeisterschaften in Are in diesem Jahr gewann er Silber im Super-G und Gold im Teamwettbewerb. Mit seinem Hit „Genie auf die Ski“ belegt er zur Zeit in den österreichischen Charts den zweiten Platz.

Götschl gewinnt Abfahrt in Lenzerheide

Renate Götschl hat beim Weltcup-Final auf der Lenzerheide die Abfahrt vor ihrer Landsfrau Marlies Schild gewonnen. Dritte wurde die Französin Marie Marchand-Arvier. Götschl stand bereits vor dem Rennen als Gewinnerin des Abfahrt-Weltcups fest. Maria Riesch, die einzige deutsche Fahrerin im nur 20-köpfigen Starterfeld, landete trotz eines kleinen Fahrfehlers auf dem vierten Rang und erreichte damit eine bessere Platzierung als Weltklassefahrerinnen wie Anja Pärson (7.) oder Julia Mancuso (5.). Bereits im Training hatte die 22-Jährige als Vierte überrascht. Fränzi Aufdenblatten erreichte als beste Schweizerin Rang 9. Am Vortag hatte Marlies Schild erstmals in ihrer Karriere eine Bestzeit im Training realisiert, im Rennen gelang nun die Bestätigung. Der 7. Rang von Tarvisio war bisher das beste Abfahrts-Ergebnis von Marlies Schild, doch auf der Lenzerheide fuhr die 25-jährige Salzburgerin 58 Hundertstel hinter Teamkollegin Götschl auf den 2. Platz, womit sie nun die ganz grosse Favoritin auf den Gewinn des Gesamt-Weltcups ist. 55 Punkte liegt nun Marlies Schild vor Nicole Hosp, die in der Abfahrt Platz 6 belegte. Renate Götschl liegt als Dritte bereits 82 Punkte zurück, Die Amerikanerin Julia Mancuso, die Fünfte der Abfahrt, hat nunmehr 86 Punkte Rückstand. Auch bei den Damen kam es, wie zuvor bereits bei den Herren, zu zwei Stürzen. Die Italienerin Daniela Merighetti und Elisabeth Görgl aus Österreich zogen sich glücklicherweise keine ernsthaften Verletzungen zu. Die Top 10 Rennläuferinnen bei der Abfahrt in Lenzerheide. 1. Rentae Götschl (AUT) 1:22,73. 2. Marlies Schild (AUT) 1:23,31. 3. Marie Marchand-Arvier (FRA) 1:23,40. 4. Maria Riesch (GER) 1:23,76. 5. Julia Mancuso (USA) 1:23,78. 6. Nicole Hosp (AUT) 1:23,81. 7. Anja Pärson (SWE) 1,24. 8. Ingrid Jacquemod (FRA) 1,44. 9. Fränzi Aufdenblatten (SUI) und Emily Brydon (CAN) 1,59.

Svindal gewinnt Abfahrt in Lenzerheide

Weltmeister Aksel Lund Svindal hat am Mittwoch die letzte Herren-Abfahrt der Weltcup-Saison 2006/07 gewonnen. Der Norweger siegte auf der Lenzerheide knapp vor dem Schweizer Daniel Albrecht (0,05) sowie Christoph Gruber (0,07). "Es ist nie angenehm, wenn du auf den Start wartest und zwei Kollegen verletzt sind. Ich war erstaunt, dass ich so schnell war", sagte Svindal und freute sich vor allem, seinen WM-Erfolg von den Titelkämpfen in Are bestätigt zu haben. "Das ist wichtig für mich." Mit seinem Sieg machte Svindal viel Boden in der Gesamtwertung auf Benjamin Raich, der 13. wurde, wett und hat nur noch 23 Punkte Rückstand auf den Titelverteidiger. Der Schweizer Didier Cuche, der ex aequo mit Hermann Maier (je 0,10) Fünfter wurde, war bereits zuvor als Abfahrts-Weltcupsieger festgestanden. Cuche glaubt, dass er bei der heutigen Abfahrt möglicherweise schon die entscheidenden Punkte beim Kampf um den Gesamtweltcup verloren hat. "Ich bin ein bisschen enttäuscht, denn ich weiß, dass mir dieses Ergebnis am Sonntag sicher wehtun wird", sagte er. "Ich habe über 100 Punkte beim Warten in Garmisch und hier verloren sowie bei ein paar Hundertstel-Entscheidungen gegen mich. Damit sind meine Chancen auf die große Kugel sicher kleiner geworden, aber man weiß ja nie." Deutsche hatten sich für die Abfahrt, die wegen schwerer Stürze des Schweizers Bruno Kernen und des Franzosen Pierre-Emmanuel Dalcin zwei Mal unterbrochen werden musste, nicht qualifiziert. Kernen und Dalcin wurden mit dem Rettungshubschrauber von der Strecke geflogen. Kernen erlitt bei seinem Sturz einen Innenbandriss im rechten Knie. Wie der Schweizer Skiverband mitteilte, zog sich der 34-Jährige zudem eine Gehirnerschütterung, einen Nasenbeinbruch sowie Schürfwunden und Prellungen am ganzen Körper zu. Nach einer Untersuchung im Kantons-Krankenhaus in Chur muss Kernen vier bis sechs Wochen pausieren, ob der dreifache Abfahrtssieger seine Karriere fortsetzt, ist noch offen. Dalcin kam mit einer Luxation der rechten Schulter glimpflich davon.

Schild gewinnt Slalom am Arber

Marlies Schild hat auch beim Weltcup-Slalom in Zwiesel die Konkurrenz distanziert. Die österreichische Slalomkönigin setzte sich mit 2,23 Sekunden Vorsprung auf Weltmeisterin Sarka Zahrobska aus Tschechien sowie vor der Schwedin Anna Ottoson durch, die beide zeitgleich auf Platz zwei kamen. Erst dreimal hat eine Fahrerin mit einem noch grösseren Vorsprung gewonnen als Schild. Zuletzt war dies Lise-Marie Morerod die 1976 in Aprica mit 2,96 Sekunden Vorsprung auf Rosi Mittermaier siegte. Mit dem achten Saisonsieg - dem siebenten im Slalom - übernimmt Schild wieder die Führung im Gesamtweltcup. Sie führt nun 15 Punkte vor Hosp und 51 Punkte vor Mancuso. Beste Deutsche war Monika Bergmann-Schmuderer aus Lam, die bei ihrem Heimrennen Platz neun belegte. Maria Riesch erreichte als Zehnte ihr bestes Slalom-Resultat seit drei Jahren. Auf den Rängen 14 und 15 folgten Kathrin Hölzl und Annemarie Gerg. Nachwuchsläuferin Nina Perner holte auf Rang 26 ihre ersten Weltcup-Punkte. Als einzige Schweizerin konnte sich Aline Bonjour in ihrem dritte Weltcup-Rennen zum zweiten Mal Punkte sichern. Die Waadtländerin, die in der Sierra Nevada mit einem siebten Rang auf sich aufmerksam gemacht hatte, wurde 18. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Slalom der Damen in Zwiesel: 1. Marlies Schild (AUT) 1:36,67. 2. Sarka Zahrobska (TCH) und Anna Ottosson (SWE) 2,23 zurück. 4. Nicole Gius (ITA) 2,53. 5. Tanja Poutiainen (FIN) 2,57. 6. Veronika Zuzulova (SLK) 2,75. 7. Therese Borssen (SWE) 2,79. 8. Florine De Leymarie (FRA) 3,17. 9. Monika Bergmann Schmuderer (GER) 3,28. 10. Maria Riesch (GER) 3,57.

Johannes Grugger gewinnt Super-G in Kvitfjell

Der Österreicher Johannes Grugger hat den Weltcup-Super-G im norwegischen Kvitfjell gewonnen. Grugger setzte sich in 1:29,72 Minuten klar vor Mario Scheiber und dem Schweizer Didier Cuche durch. Die "Skination Nummer Eins" hat sich damit eindrucksvoll zurückgemeldet. Cuche ist der einzige Nicht-ÖSV-Fahrer unter den ersten fünf Rängen: Platz vier belegte Michael Walchhofer, fünfter wurde Hermann Maier. Eine gute Leistung zeigte auch Bruno Kernen: Der Schweizer fuhr auf den sechsten Rang. Auf den dritten Platz fehlten dem Berner Oberländer nur gerade fünf Hundertstel-Sekunden. Der Deutsche Stephan Keppler aus Ebingen belegte einen guten 12. Rang - nur 29 Hundertstelsekunden fehlten auf einen Podestplatz. Er erreichte damit das drittbeste Ergebnis seiner Karriere und qualifizierte sich in seiner Lieblingsdisziplin für das Weltcup-Finale in Lenzerheide/Schweiz (14. - 18.03.). Weil der Norweger Aksel Lund Svindal ausschied, ist Cuche neuer Zweiter im Gesamtweltcup. Hier führt der Österreicher Benjamin Raich, der ebenfalls nicht das Ziel erreichte. Damit kommt der Schweizer Raich auf unter 100 Punkte nahe. Genau beträgt der Vorsprung von Raich nun 92 Punkte auf Cuche. Und 103 Punkte auf Svindal. Im Super-G liegt der US-Amerikaner Bode Miller (Tagessiebenter) mit 254 Zählern vor John Kucera (CAN/178), Scheiber (170), Cuche (168) und Maier (155). Ein Rennen beim Finale kommende Woche in Lenzerheide steht noch aus. Die Top 10 Rennläufer beim Super G in Kvitfjell: 1. Hans Grugger (AUT) 1:29,57. 2. Mario Scheiber (AUT) 0,72 zurück. 3. Didier Cuche (SUI) 0,91. 4. Michael Walchhofer (AUT) 0,94. 5. Hermann Maier (AUT) 0,95. 6. Bruno Kernen (SUI) 0,96. 7. Bode Miller (USA) und Marco Büchel (LIE) je 0,98. 9. Fritz Strobl (AUT) 1,00. 10. Hannes Reichelt (AUT) 1,05.

Tanja Poutiainen gewinnt Riesenslalom in Zwiesel

Tanja Poutiainen hat am Samstag beim Riesentorlauf in Zwiesel einen Dreifachtriumph der österreichischen Damen verhindert. In diesem Winter hatte es Poutiainen nicht weniger als viermal aufs Podest geschafft, aber nie auf die oberste Stufe. Das machte ihr keine Sorgen: «Nach diesen konstant guten Leistungen wusste ich, dass der nächste Sieg nur eine Frage der Zeit ist. Man muss halt Geduld haben.» Die Finnin setzte sich vor Nicole Hosp, Michaela Kirchgasser und Elisabeth Görgl durch. Die Halbzeitführende US-Amerikanerin Julia Mancuso fiel noch auf den fünften Rang zurück. Damit übernahm Weltmeisterin Hosp vor dem Slalom am Sonntag mit 1.263 Punkten die Weltcup-Gesamtführung vor Mancuso (1.244), führt aber ein Rennen vor Schluss im Riesentorlauf-Weltcup nur noch 16 Zähler vor Poutiainen. Sollten die beiden Favoritinnen Poutiainen und Hosp in Lenzerheide beim Saisonfinale patzen, könnte Michaela Kirchkasser zur lachenden Dritten werden: Die Österreicherin untermauerte durch Platz drei in Zwiesel ihren dritten Rang im Disziplinen-Weltcup. Ihre Teamkollegin Marlies Schild (8. im Riesenslalom) weist im Kampf um den Gesamtweltcup einen Abstand von 61 Punkte auf, den sie aber bereits beim morgigen Slalom verringern könnte. Einmal mehr überzeugend konnte aus deutscher Sicht Nachwuchstalent Viktoria Rebensburg: Nach dem Sie bereits im 1. Durchgang mit Startnummer 23 auf den 12 Rang vorfuhr legte sie im Finallauf die zweitschnellste Zeit auf die Piste und landete auf dem siebten Platz, dem bisher beste Weltcupresultat ihrer jungen Karriere. Die anderen deutschen Damen konnten bei ihrem Heimrennen nicht überzeugen. Technikspezialistin Kathrin Hölzl plazierte sich auf Platz 18, Marie Riesch wurde 27. und Carolin Fernsebner schied aus. Fränzi Aufdenblatten schaffte es als einzige Schweizerin in den zweiten Lauf, sie wurde 26.

Cuche gewinnt Abfahrt in Kvitfjell

Der Schweizer Skirennfahrer Didier Cuche hat die Weltcup-Abfahrt im norwegischen Kvitfjell gewonnen und sich damit auch die Disziplinenwertung gesichert. «Es war höchste Zeit, dass wir die Abfahrtskugel wieder einmal holten», freute sich Trainer Franz Heinzer und beglückwünschte seinen Nachfolger. Heinzer hatte diese Trophäe als letzter Schweizer Abfahrer vor 14 Jahren erobert. 2003 gewann Mike von Grünigen im Riesenslalom die letzte Disziplinenwertung für Swiss-Ski. Nun entführt Cuche die insgesamt 27. kleine Männer-Kugel in die Schweiz. Cuche wahrte auch seine mini Chance auf den Gesamtweltcup: Leader Benni Raich (AUT) und Verfolger Aksel Lund Svindal (NOR) büssten als 21. respektive 11. in der Abfahrt Terrain gegenüber dem auf Rang 3 liegenden Schweizer ein. Zur Situation im Gesamtweltcup sagte Raich: "Der Vorsprung von über 100 Punkten ist zufrieden stellend. Aufpassen muss man ein bisschen auf Cuche", warnte er. Von dem kam gleich die Kampfansage. "Benni ist in den technischen Disziplinen so stark, es wird schwer, ihn zu kriegen. Aber wer weiß? Ich gebe bis zum letzten Rennen nicht auf." In einem wegen Nebels zunächst verschobenem und dann über anderthalb Stunden unterbrochenem Rennen sorgte Cuche für den erster Schweizer Abfahrtssieg seit drei Jahren. Mit einem Rückstand von 0,06 Sekunden fuhr der Kanadier Erik Guay auf Platz zwei vor dem Liechtensteiner Marco Büchel. Walchhofer verhinderte als Vierter und bester Österreicher ein ÖSV-Debakel in einem allerdings etwas fragwürdigen Rennen. "Angesichts der Verhältnisse muss ich zufrieden sein, erstmals waren hohe Nummern ein Vorteil. Von den Schmerzen her war es okay, besser als in den vergangenen Tagen", sagte Walchhofer. Fritz Strobl wurde 13., der Ablauf des Renntages war auch nicht nach seinem Geschmack: "Man hätte mit dem Start länger zuwarten sollen, so war das für die ersten Nummern nicht fair", sagte er. Viele Rennläufer hatten am frühen Nachmittag nicht mehr mit einer Abfahrt gerechnet. Die weiteren Österreicher landeten im geschlagenen Feld, Georg Streitberger wurde 17., Raich und Christoph Gruber ex aequo 21., Hans Grugger 27., Mario Scheiber 28. und Hermann Maier 30., was einen mickrigen Weltcup-Punkt bedeutete.

Benjamin Raich gewinnt Kombi in Kvitfjell

Der Österreicher Benjamin Raich hat am Freitag die Weltcup-Super-Kombination der alpinen Ski-Herren in Kvitfjell für sich entschieden und damit einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung im Gesamtweltcup getan. Der 29-jährige Tiroler setzte sich nach Abfahrt und Slalom deutlich vor dem Schweizer Silvan Zurbriggen (1,41 Sekunden zurück) und dem Norweger Aksel Lund Svindal (1,56) durch. Aksel Lund Svindal gewann damit die kleine Kristallkugel in der Super-Kombination. Der Schweizer Marc Berthod, der in der Wertung vor dem Rennen noch einen Punkt vor Svindal lag, missglückte der Slalom völlig. Er beendete die Kombinationswertung auf dem 2. Platz. Raich baute seine Führung gegenüber Svindal im Gesamtweltcup damit sechs Rennen vor Schluss auf 117 Punkte aus. Vor dem Slalom hatte noch der Schweizer Abfahrtspezialist Didier Cuche das Klassement vor US-Boy Bode Miller und dem Österreicher Mario Scheiber angeführt. Miller blieb allerdings mit dem Innenski an einer Slalomstange hängen und vergab wieder einmal eine gute Platzierung. Cuche gelang eine gute Leistung im Slalomhang und konnte auf Platz 16 noch ordentlich Weltcup-Punkte sammeln. Mario Scheiber (AUT) wurde Sechster hinter dem Italiener Peter Fill. Die deutschen Teilnehmer Stephan Keppler und Johannes Stehle lagen nach der Abfahrt weit zurück. Beide traten zum Slalom nicht mehr an. Am Wochenende stehen in Kvitfjell noch eine Abfahrt (Samstag) und ein Super G (Sonntag) auf dem Programm. Die Top Ten Rennfahrer bei der Superkombination in Kvitfjell: 1. Benjamin Raich (AUT) 2:21,22. 2. Silvan Zurbriggen (SUI) 1,41 zurück. 3. Aksel Lund Svindal (NOR) 1,56. 4. Ivica Kostelic (CRO) 1,74. 5. Peter Fill (ITA) 1,92. 6. Mario Scheiber (AUT) 2,26. 7. Hans Olsson (SWE) 2,53. 8. Pierrick Bourgeat (FRA) 2,88. 9. Marc Berthod (SUI) 3,08. 10. Didier Défago (SUI)

Matt gewinnt Slalom in Kranjska Gora

Der Österreicher Mario Matt hat auch den Weltcup-Slalom im slowenischen Kranjska Gora gewonnen. Nach seinem Sieg bei der WM und vergangene Woche in Garmisch-Partenkirchen fuhr der 27-Jährige in 1:40,64 Minuten zu seinem dritten Weltcup-Erfolg in diesem Winter und übernahm die Führung im Slalom-Weltcup. „Der Slalomweltcup ist jetzt natürlich mein großes Ziel, da bin ich ja auch auf einem ganz guten Weg." Sein Landsmann Benjamin Raich übernahm mit Rang zwei (1:41,25) die Führung im Gesamtweltcup, da der Norweger Aksel Lund Svindal schon im ersten Lauf ausgeschieden war. "Im Gesamtweltcup fange ich erst gar nicht zu rechnen an. Ich werde aber alle Bewerbe bis zum Saisonende fahren, denn ich will auch zeigen, was ich mir in den Speed-Bewerben heuer vorgenommen habe", meinte der neue Weltcup-Leader. Dritter wurde der Italiener Manfred Moelgg (1:41,80). Den ÖSV-Erfolg komplettiert Manfred Pranger mit Rang fünf, Reinfried Herbst mußte sich mit dem 12 Platz bescheiden. Bester Schweizer wurde Marc Berthod als 7, sein Teamkollege Marc Gini zeigte einmal mehr eine starke Leistung im zweiten Durchgang, als er sich von Platz 26 noch auf den 9. Rang verbesserte. Es ist dies sein bestes Ergebnis seiner Karriere im Weltcup. Der Deutsche Felix Neureuther kugelte sich bei einem Sturz im ersten Durchgang die linke Schulter aus. Alois Vogl verpasste als 33. des ersten Laufs das Finale.

Götschl gewinnt Super-G in Tarvisio

Österreichs Speed Queen Renate Götschl hat den Super-G im italienischen Tarvisio in souveräner Manier gewonnen. Die Steirerin, die bereits die Weltcup-Wertung in ihrer Spezialdisziplin vorzeitig für sich entschieden hatte, gewann am Sonntag vor ihrer Teamkollegin Nicole Hosp und der Amerikanerin Julia Mancuso. Götschl hat damit in dieser Saison bereits sieben Siege gefeiert und eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt. Zudem ist sie nun mit 17 Siegen im Super-G die erfolgreichste Fahrerin in dieser Disziplin vor Katja Seizinger (GER/16), Carole Merle (FRA/12) und Michaela Dorfmeister (10). Eine stille Siegerin war Alexandra Meissnitzer, die möglicherweise nach Saisonende ihren Rücktritt bekannt geben wird ("Ich werde das in Ruhe entscheiden"). Mit nur 0,07 Sekunden Rückstand verpasste "Meissi" als Vierte das Stockerl, war darüber aber nur bedingt traurig: "Ich bin einfach froh, so eine Fahrt ins Ziel gebracht zu haben. Die ersten Drei fahren derzeit einfach mit so einer Sicherheit - die hat mir die komplette Saison über gefehlt. Wenn du so drauf bist, fährst du dann auch mal gleich eine halbe Sekunde schneller." Marlies Schild mußte sich heute mit dem 12. Platz begnügen, direkt dahinter folgten Christine Sponring, Andrea Fischbacher und Kathrin Wilhelm die als 15. das Rennen beendete. Die Schwedin Anja Pärson (SWE) schied mit klarer Zwischenbestzeit kurz vor dem Ziel aus. Maria Riesch aus Partenkirchen erreichte als Achte ihr bestes Saisonresultat im Super-G. Die Oberstdorferin Gina Stechert qualifizierte sich mit einem 21. Platz für das Weltcup-Finale Mitte März im schweizerischen Lenzerheide. Dort ist auch Petra Haltmayr aus Rettenberg dabei, die als 28. in Tarvisio ebenfalls in die Punkte fuhr. Als beste des Swiss-Ski-Teams belegte Fabienne Suter den 23. Rang. Nadia Styger (27.) und Martina Schild (29.) verloren ebenfalls über zwei Sekunden. Die 31-Jährige Götschl, die bereits als Gewinnerin der Kristallkugel in Abfahrt und Super G feststeht, führt nun im Gesamtweltcup mit 1.199 Punkten ex aequo mit der US-Amerikanerin Julia Mancuso. Nicole Hosp und Marlies Schild ließen sich aber nicht abschütteln und können am Technik-Wochenende in Zwiesel wieder zurück schlagen. Sechs Rennen stehen noch aus. 2 Slaloms, 2. Riesenslaloms und je eine Abfahrt und ein Super G. Damit spricht eindeutig mehr für die Allrounderinnen Hosp, Schild und Mancuso. Götschl hat nur in den Speed-Renenn realistische Chancen auf „Big Points“. Die Top 10 Rennfahrerinnen beim Super-G in Tarvisio: 1. Renate Götschl (AUT) 1:18,66. 2. Nicole Hosp (AUT) 1,01 zurück. 3. Julia Mancuso (USA) 1,22. 4. Alexandra Meissnitzer (AUT) 1,29. 5. Tina Maze (SLO) 1,35. 6. Stacey Cook (USA) 1,42. 7. Britt Janyk (CAN) 1,55. 8. Maria Riesch (GER) 1,62. 9. Emily Brydon (CAN) 1,71. 10. Ingrid Jacquemod (FRA) 1,74.

Raich gewinnt Riesenslalom in Kranjska-Gora

Benjamin Raich feierte beim Riesenslalom der Herren in Kranjska Gora seinen 27. Weltcupsieg. Der Pitztaler siegte mit einem Vorsprung von 55 Hundertstel Sekunden vor dem Kanadier Francois Bourque. Massimiliano Blardone aus Italien wurde Dritter vor Weltmeister Aksel Lund Svindal aus Norwegen, der seine Führung im Gesamtweltcup knapp behauptete. Svindal teilte sich den 4. Platz mit dem zeitgleichen US Amerikaner Ted Ligety . Als einziger Schweizer im Klassement wurde Didier Cuche Sechster. Nach dem schlechten Abschneiden bei der WM in Are konnte das Österreichische Riesenslalom Team heute mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung aufwarten. Hannes Reichelt (7.), Christoph Gruber (8.), Mario Scheiber (9.), Mario Matt (11.) und Matthias Lanzinger (12.) komplettieren die starke ÖSV-Leistung. Mit seinem zweiten Saisonsieg im Riesenslalom übernimmt Raich auf "seinem" Hang die Führung im Riesenslalom Weltcup. Der Tiroler hat nun 3 Punkte Vorsprung auf Svindal und 19 Punkte Vorsprung auf Blardone. Auch im Gesamtweltcup mischt Raich mit seinem 4. Saisonsieg wieder voll mit. Nur noch 53 Punkte Rückstand hat der „Blitz aus Pitz“ auf Svindal. Das Duo hat sich nun etwas abgesetzt und wird sich die große Kristallkugel wohl untereinander ausmachen.

Mancuso gewinnt Abfahrt in Tarvisio

Die US Amerikanerin Julia Mancuso gewann den Abfahrtslauf in Tarvisio (ITA) und feierte ihren 4 Saisonsieg. Die 22 jährige setzte sich knapp vor Renate Götschl durch, die sich damit aber vorzeitig den Sieg im Abfahrtsweltcup sicherte. Vor dem Weltcupfinale in Lenzerheide hat die Steierin einen Vorsprung von uneinholbaren 114 Punkten. Dritte wurde mit einem Rückstand von 21 Hundertstel Sekunden die Kanadierin Emily Brydon, die den zweiten „Stockerlplatz“ ihrer Karriere erreichte. Auf dem 4. Rang folgte die Österreicherin Elisabeth Görgl, vor der Kanadierin Kelly Vanderbeek. Als beste Schweizerin klassierte sich Nadia Styger, vor der Weltcup-Gesamtführenden Marlies Schild, auf Platz 6. Mit Ausnahme von Nadia Styger und Catherine Borghi (12.) präsentierten sich die Damen des Swiss Team heute eher schwach: Sylvaine Berthod, Fränzi Aufdenblatten, Martina Schild und Monika Dumermuth belegten lediglich die Ränge 20, 21, 25 und 27. Weltmeisterin Anja Pärson aus Schweden schied mit bester Zwischenzeit nach einem Torfehler aus, Nicole Hosp aus Österreich, die sich noch Hoffnungen auf den Gesamtweltcup macht, kam nicht über Rang 17 hinaus. Beste DSV-Fahrerin war Maria Riesch auf Position 19, Gina Stechert wurde 22. Überschattet wurde das Rennen von einem schweren Sturz von Tamara Wolf. Die 21-jährige Schweizerin wurde von einer Bodenwelle abgehoben und anschliessend ins Netz geschleudert. Dabei überschlug sie sich mehrfach. Mit dem Helikopter wurde sie ins Spital von Udine geflogen. Gemäss ersten Informationen soll sie ein Gehirntrauma erlitten haben. Sie ist aber bei Bewusstsein. Im Kampf um den Gesamtweltcup machte Renate Götschl wichtiges Terrain gut und liegt nur noch knapp hinter ihrer führenden ÖSV-Teamkollegin Marlies Schild. Die Salzburgerin hat nun nur mehr 9 Punkte Vorsprung auf Julia Mancuso. Nicole Hosp verlor etwas an Boden und liegt nun 33 Punkte hinter Schild, während Renate Götschl 49 Punkte zurückliegt.

Hosp gewinnt Superkombination von Tarvisio

Die Österreicherin Nicole Hosp gewann die Superkombination der Damen von Tarvisio (ITA) vor der US Amerikanerin Julia Mancuso und ihrer Teamkollegin Marlies Schild. Die Tirolerin hatte ihre gute Startnummer im abschließenden Slalom perfekt genutzt und fuhr, nach dem Sie nach der Abfahrt noch auf Rang 19 plaziert war, zu ihrem siebenten Weltcupsieg! Mit diesem Erfolg ist die Bichlbacherin auch beim Kampf um die große Weltcupkugel wieder groß im Geschäft, auch wenn Sie davon nichts wissen will: "Ich hab nicht mehr mit dem Sieg gerechnet, weil ich schon weit hinten war. Im Slalom hab ich meine Nummer sehr gut ausgenützt und einen guten Lauf gemacht. Der Gesamtweltcup beschäftigt mich derzeit überhaupt nicht." Etwas enttäuscht zeiget sich die Drittplazierte Marlies Schild nach dem Rennen. Die Salzburgerin hatte den Sieg angepeilt um sich im Gesamtweltcup weiter abzusetzen, mußte sich aber mit Rang 3 begnügen. Wenn es sich heute auch nicht mit den 100 Punkten ausging konnte sich die österreichische Slalomkönigin mit dem Gewinn der kleinen Kristallkugel für die Superkombination 2006/07 trösten. „Ich freu mich über die Kristallkugel, ärger mich aber auch, dass ich es im Slalom nicht „gscheit dafahren“ bin. Ich bin aber auch froh, dass ich gesund herunten bin. Ich denke, dass der Gesamtweltcup ein heißer Kampf wird." Und dieser Kampf um die große Weltcupkugel spitzt sich immer weiter zu. Marlies Schild liegt weiterhin in Führung, büßte aber heute Punkte auf ihre Verfolgerinnen ein. Eine Hundertstel Sekunde, die Sie vom 2 Rang trennte, kostete letztlich 20 Punkte. Damit rückte Nicole Hosp bis auf 23 Punkte an Schild heran. Die US Amerikanerin Julia Mancuso folgt mit einem Rückstand von 73 Punkten auf Rang 3. Renate Götschl, die Aufgrund ihres gestrigen Sturzes, auf einen Start verzichtete weißt einen Rückstand von 93 Punkten auf.

Matt gewinnt Slalom in Garmisch-Partenkirchen

Der Österreicher Mario Matt war auch in Garmisch nicht zu schlagen. "Ich wollte einfach schnell fahren, das ist mir gelungen. Im zweiten Lauf riskierte ich nicht mehr alles, weil der Kurs schwierig gesteckt war", sagte Matt. In bestechender Form und mit der Abgeklärtheit eines Weltmeisters verwies er den 22-jährigen Lokalmatador Felix Neureuther auf den 2. Platz. Dem Deutschen fehlten am Ende 41 Hundertstel Sekunden zu seinem ersten Weltcupsieg, trotzdem konnte er sich über das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere freuen. Vater Christian hatte 1974 für den letzten deutschen Sieg am Gudiberg gesorgt. Der Pitztaler Benjamin Raich katapultierte sich mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang noch auf den dritten Platz. Der Salzburger Reinfried Herbst komplettiert den ÖSV-Erfolg mit Rang 13. Als Bester Schweizer wurde Marc Berthod 7. und verpasste das Podest um 35 Hundertstel Sekunden. Sein Teamkollege Daniel Albrecht wurde 16., Sandro Viletta konnte sich über einen 16. Rang freuen und Marc Gini wurde 22. Im Gesamtweltcup führt weiter der Norweger Aksel Lund Svindal, der aber nicht über Platz 20 hinauskam und nun nur noch 53 Zähler vor Raich liegt. Für Matt war es der siebente Weltcup-Sieg, der sechste im Slalom. In dieser Saison hatte der Doppelweltmeister bereits die Super-Kombination in Wengen für sich entschieden.

Schild gewinnt Slalom in der Sierra Nevada

Österreichs Slalomkönigin Marlies Schild gewann den Slalom in Sierra Nevada und damit vorzeitig die Kristallkugel im Slalom-Weltcup der Damen. Die Salzburgerin verwies die Finnin Tanja Poutiainen (0,32) sowie die Tschechin Veronika Zuzulova (0,93) auf die Plätze. Pech hatte die Tirolerin Nicole Hosp, die Rang drei um 1. Hundertstel Sekunden verpasste. Die Österreicherinnen Daniela Zeiser und Elisabeth Görgl belegten die Ränge 17 und 19. Aus Schweizer Sicht hat die 22-jährige Aline Bonjour als Siebte für eine Überraschung gesorgt. Bonjour hatte bereits im ersten Lauf den 13. Rang erreicht und doppelte im zweiten Durchgang gleich nach. Die Westschweizerin war bislang erst einmal im Weltcup gestartet. Vor etwas mehr als einem Jahr erreichte sie in Maribor den zweiten Lauf nicht. Ein persönliches Bestergebnis realisierte auch Sandra Gini als Zehnte. Letzte klassierte Schweizer Fahrerin war Rabea Grand als 24. Die nach dem 1. Lauf auf Platz 8 liegende Monika Bergmann aus Deutschland schied mit einem Torfehler aus, ihre Teamkollegin Fanny Chmelar wurde 21. Marlies Schild und Renate Götschl haben die Kristallkugeln in Slalom und Super G bereits fix. Auch in Abfahrt, Riesenslalom, Kombi und im Gesamtweltcup sieht es für Österreichs Damen sehr gut aus! Mit ihrem siebenten Saisonsieg übernimmt Schild auch wieder die Führung im Gesamtweltcup! Sie hat nun 33 Punkte Vorsprung auf Teamkollegin Renate Götschl und 63 Punkte Vorsprung auf Niki Hosp. Julia Mancuso hat als Vierte 93 Punkte Rückstand. Unter diesen vier Damen wird auch die Entscheidung um den Gesamtweltcup fallen.

Kirchgasser gewinnt Riesenslalom in der Sierra Nevada

Die Österreicherin Michaela Kirchgasser hat beim alpinen Ski-Weltcup im spanischen Sierra Nevada den Riesenslalom gewonnen. Die WM-Vierte sicherte sich vor ihrer Teamkollegin Nicole Hosp den ersten Weltcupsieg ihr noch jungen Karriere. In 2:14,41 Minuten hatte Kirchgasser einen Vorsprung von 0,42 Sekunden auf die Weltmeisterin. Auf dem dritten Rang landete die Olympia-Zweite Tanja Poutiainen aus Finnland die nach dem 1. Durchgang noch in Führung lag. Marlies Schild als 7. und Daniela Zeiser als 9. komplettierten das starke Mannschafts-Resultat der Österreicherinnen. Renate Götschl holte als 14. wichtige Punkte im Kampf um den Gesamt-Weltcup. Beste Deutsche war die 17-jährige Viktoria Rebensburg. Die Kreutherin belegte mit der viertbesten Laufzeit im zweiten Durchgang den 13. Rang. Maria Riesch aus Partenkirchen landete auf Platz 15.

Erik Guay gewinnt in Garmisch

Der Kanadier Erik Guay hat die zweite Abfahrt beim alpinen Ski-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Knapp 24 Stunden nach seinem dritten Rang setzte sich der 25-Jährige vor dem Vortagessieger Andrej Jerman aus Slowenien durch. Guay hatte in 1:56,80 Minuten einen Vorsprung von 0,50 Sekunden. Dritter bei frühlingshaften Temperaturen auf der Kandahar wurde der Schweizer Didier Cuche, der seine Führung im Abfahrts-Weltcup ausbaute. Als Konkurrenten um den Abfahrts-Weltcup verbleiben nur noch Marco Büchel und Peter Fill, beide liegen mehr als hundert Punkte zurück. Bode Miller und Michael Walchhofer starteten erst gar nicht. Mario Scheiber kam als zweiter Österreicher unter die Top Ten und konnte sein schlechtes Resultat aus der ersten Abfahrt, als er nur 25. wurde, mit Rang neun verbesseren. Hans Grugger verpatzte diesmal seine Fahrt und kam nach schweren Fehlern über Rang 22 nicht hinaus. Abermals nicht nach Wunsch verlief das Rennen für Hermann Maier, der mit über zwei Sekunden Rückstand nur 24. wurde.

Jerman Sensationssieger bei Garmisch-Abfahrt

Der Slowene Andrej Jerman gewann bei frühlingshaften Temperaturen die Kandahar Abfahrt von Garmisch Partenkirchen vor dem Österreicher Hans Grugger (+0,22 Sek.) und dem Kanadier Erik Guay (+0,44). Jerman der mit Startnummer 11 ins Rennen ging, profitierte von einer immer weicher werdenden Piste und feierte den 1. Abfahrtssieg für sein Land. "Es ist Wahnsinn. Ich habe die ganze Zeit hart gearbeitet. Nach meinen vielen Verletzungen ist dies der Lohn für die harte Arbeit. Die Piste ist für die höheren Startnummern natürlich nicht besser geworden. Ich hatte sehr gute Verhältnisse und es war schön zu fahren." Slowenien ist damit bereits die 12. Sieger-Nation der Saison. Bester Fahrer aus dem Team Swiss war Didier Défago. Der Schweizer verpasste das Podest um nur gerade drei Hundertstel-Sekunden und klassierte sich auf dem vierten Rang. Die anderen Schweizer enttäuschten und kamen nicht unter die besten 15. Für das ÖSV Team plazierte sich Christoph Gruber als zweitbester Österreicher auf Rang 6, Klaus Kröll wurde Achter und Andreas Buder wurde, vor seinem Teamkollegen Fritz Strobl Zehnter. Die "30er-Startregel" fordert heute einmal mehr ihre "Opfer". Nur ein Läufer mit einer Startnummer über 20 - also den Top Ten der Abfahrts-Welt - klassiert sich in den Top 10 dieser Abfahrt. Didier Cuche, Marko Büchel, Bode Miller oder auch Hermann Maier landeten im geschlagenen Feld. Im Kampf um den Abfahrts-Weltcup ist deshalb noch keine Entscheidung gefallen. Der Gesamt-Zweite Marco Büchel wurde 14., Leader Cuche kam auf Rang 20. Cuche hatte doppeltes Pech: Direkt vor ihm stürzte der Österreicher Michael Walchhofer. Cuche wurde auf der Strecke aufgehalten, musste ein zweites Mal starten und hatte mit der (noch) höheren Startnummer keine Chance.

Österreich Teamweltmeister 2007

Das Österreichische Team mit Michaela Kirchgasser, Renate Götschl, Marlies Schild, Benjamin Raich, Fritz Strobl und Mario Matt sind Nationen Team Weltmeister 2007. Mit diesem Sieg ist Österreich auch das erfolgreichste Team in der WM Medaillenwertung der WM 2007 in Are. Die Silbermedaille geht an Schweden mit der Besetzung Anja Pärson, Anna Ottosson, Markus Larsson, Jens Byggmark, Patrik Järbyn und Hans Olsson. Die Bronzemedaille sicherte sich das Schweizer Team mit Nadia Styger, Fabienne Suter, Dominique Gini, Rabea Grand, Mark Berthod und Daniel Albrecht. "Wir haben unser Ziel erreicht, wir haben die Medaillenwertung gewonnen. Das war unser großes Ziel. Gratulation an die ganze Mannschaft, Läufer und Trainer haben bestens zusammengearbeitet", freute sich Alpinchef und Teamkapitän Hans Pum. "Es ist spannend und macht Spaß", freute sich Schild, die mit ihrer Slalom-Bestzeit für die vorzeitige Entscheidung sorgte. Als Belohnung gab es im Ziel ein Siegerküsschen vom "Teamkollegen" und Freund Raich, der nun zwölf Medaillen bei Großereignissen abgeräumt hat. "Es ist schon ein anderes Gefühl und eine andere Belastung, wenn man fürs Team fährt. Man will es halt auch nicht vermasseln", betonte Schild. Was diese Goldene wert ist, drückte "Speed-Queen" Götschl so aus: "Der Teambewerb hat eine große Bedeutung. Wir Österreicher sind die Skination schlechthin, deswegen musste diese Goldene unser großes Ziel sein. In Bormio hatten wir es nicht geschafft (Silber hinter Deutschland, Anm.), jetzt haben wir das wieder gutgemacht." Strobl war sogar extra für den Bewerb und seinen Super-G-Auftritt wieder nach Aare eingeflogen worden. "Ich habe die Pause genützt, um frische Kräfte zu sammeln." Das Rennen sah er dann "als Training". Die Bedeutung des Teambewerbs und das dadurch entstehende Mannschaftsgefühl strich aber auch der Super-G-Silber-Gewinner hervor: "Man steht nicht nur für sich am Start, das ist schon ein besonderes Gefühl." Für Strobl war es bei seinem letzten WM-Auftritt ein würdiger Abschied. Matt hatte zwar seine Slalom-Goldene am Samstagabend ohnehin ausgekostet, eigentlich hätte er den Teambewerb aber auch gänzlich ohne Schlaf bestreiten können. Denn seine Fahrt war bereits ohne Bedeutung. "Ich bin extra früher heimgegangen, aber das hätte ich mir eigentlich sparen können", meinte Matt lachend.

Mario Matt gewinnt Slalom-Gold

Der Österreicher Mario Matt darf zum zweiten Mal nach 2001 über WM-Gold im Slalom jubeln ! Der Tiroler gewann zum Abschluss der Einzelbewerbe der WM in Aare in überlegener Art und Weise die erste Goldmedaille für Österreichs Herrenteam. "Es ist immer schwierig, mit so einem Vorsprung Gas zu geben. Weltmeister zu werden ist immer ein super Gefühl. Früher ist alles so einfach gegangen - jetzt habe ich zwischendurch hart arbeiten müssen - dadurch ist es um so schöner!" Matt erzielt in beiden Durchgängen Laufbestzeit und gewann souverän in 1:57,33 Min. vor dem Südtiroler Manfred Mölgg (+1,81 Sek.) und dem Franzosen Jean-Baptiste Grange (+2,21). Mölgg fuhr mit einer ausgezeichneten Fahrt vom sechsten auf den zweiten Rang, Grange vom fünften auf den dritten Platz. Die Bronzemedaille von Grange ist die erste WM-Medaille für Frankreich seit zehn Jahren. Der österreichische Topfavorit Benjamin Raich fuhr um 3 Hundertstel Sekunden am Podest vorbei und mußte sich mit dem 4. Rang begnügen. "Mario hat ein super Rennen gefahren. Für mich ist sich das Podest heute knapp nicht ausgegangen. Der Mario war in einer eigenen Liga und dazu muss man ihm wirklich gratulieren." Der nach dem 1. Durchgang auf Rang 3 plazierte Manfred Pranger aus Österreich belegte im Schlußklassement Rang 5. Auch der Deutsche Felix Neureuther, der als zweitplazierter in den Finallauf ging, hat die große Chance auf eine Medaille nicht nützen können. Der 22 Jahre alte Partenkirchener, schied nach Zwischenbestzeit im 2. Durchgang aus. Der für Moldawien startende Schweizer Urs Imboden fuhr auf Platz 11. Der WM-Slalom wird als "Ausfallfestival" in die Ski-Geschichte eingehen. Topfavoriten wie Jens Byggmark, Doppel-Weltmeister Aksel Lund Svindal, Giorgio Rocca, die Schweizer WM-Medaillengewinner Daniel Albrecht, Marc Berthod, die US-Amerikaner Ted Ligety und Bode Miller fiehlen bereits im ersten Durchgang aus. Insgesamt sahen in dem ausfallsreichen Rennen nur 25 von 74 Läufern das Ziel.

Sarka Zahrobska Slalom Weltmeisterin 2007

Sarka Zahrobska hat in Are WM-Gold im Slalom geholt und verwies Marlies Schild und Anja Pärson knapp auf die Plätze zwei und drei. Den Grundstein für die Goldmedaille legte Zahrobska bereits im 1. Durchgang. Die 22jährige schreibt damit zum zweiten Mal in Folge WM-Geschichte. Bei der WM 2005 holte sie als erste Tschechin überhaupt eine WM-Medaille, in Are sorgte sie nun für Tschechiens erstes WM-Gold! "Weltmeisterin, das ist ein super Gefühl. Ich war in guter Form und bereits in den letzten beiden Rennen am Podest. Ich habe mir hier eine Medaille als Ziel gesetzt, nicht unbedingt Gold, aber Dritte wollte ich schon werden. Jetzt bin selbst etwas überrascht das ich den Titel geholt habe aber das ist ein sehr schönes Gefühl.“ Die österreichische Slalomkönigin Marlies Schild zeigte einen starken 2. Lauf, halbierte den Rückstand auf die Goldmedaillengewinnerin und verbesserte sich damit vom 4. Rang auf den Silbermedaillenplatz. "Ich freu mich schon über die Silbermedaille. Aber es war ein großer Traum von mir, da heute Gold zu machen. Ich hab mein bestes versucht, aber es war nicht mehr drinnen. Ich habe sofort nach meinem Lauf gemerkt, dass es nicht so gut war. Gott sei Dank ist es noch Silber geworden." Auch für Anja Pärson erfüllte sich der Traum vom vierten WM Gold in Are nicht. Der Schwedin fehlten am Ende 16 Hundertstel Sekunden und sie mußte sich mit der Bronzemedaille begnügen. "Ein bisschen schade, vielleicht hätte es auch mehr sein können. Ich hatte im zweiten Durchgang unten einen kleinen Fehler gemacht. Es ist alles so eng zusammen in der Weltspitze. Aber ich bin wieder zurück im Slalom und kann wieder mitkämpfen." Die Österreicherin Kathrin Zettel (0,82) wurde, hinter der Kroatin Ana Jelusic (+0,50) Fünfte, Michaela Kirchgasser Neunte (1,62), während Riesenslalom-Weltmeisterin Nicole Hosp nach einem verhauten ersten Lauf in der Endabrechnung nicht über Rang 17 (2,78) hinauskam. Die ÖSV-Damen holten damit in jedem der fünf Damen-WM-Bewerbe in Aare eine Medaille (ein Mal Gold, ein Mal Silber, drei Mal Bronze). Die deutsche Monika Bergmann-Schmuderer bestätigte ihr Resultat aus Durchgang eins und wurde Sechste mit einem Rückstand von 0,74 Sekunden auf Bronze. Einen starken zweiten Durchgang zeigte auch die Schweizerin Sandra Gini, die sich vom 20. auf den 15. Platz vorarbeitete. Besser war sie im Weltcup noch nie klassiert.

Aksel Lund Svindal Riesenslalom Weltmeister 2007

Abfahrts-Weltmeister Aksel Lund Svindal hat sich im schwedischen Are auch den Titel im Riesenslalom erkämpft. Svindal tritt damit das norwegische Erbe von Lasse Kjus an, der 1999 letztmals den Titel für Norwegen ergattern konnte. Der „Allrounder“ holte sich am Mittwoch bei den alpinen Weltmeisterschaften sein zweites Gold in 2:19,64 Minuten vor dem Schweizer Daniel Albrecht, der 0,48 Sekunden Rückstand hatte. Albrechts Landsmann Didier Cuche (0,92 Sekunden zurück) gewann Bronze und damit seine erste WM-Medaille überhaupt und sorgen für die Medaillen 4 und 5 für das Schweizer Team bei der SKI WM in Are! Nach Cuche’s Pech im Super-G und in der Abfahrt, als er die Podestplätze nur um wenige Hundertstel verpasst hatte, war dem Schweizer nun endlich das Glück hold. Weniger gut lief es für Marc Berthod (3. nach 1. Lauf) und Didier Défago (8.), die ihre gute Ausgangslage nicht zu nutzen vermochten und zurückfielen. Nur um 7 Hundertstel Sekunden schrammte der US-Amerikaner Ted Ligety an Bronze vorbei, während sich der beste Azzurro, Alberto Schieppati, auf Rang fünf einreihte, dem in der Endabrechnung 16 Hundertstel auf Bronze fehlten. Für den ÖSV gab es eine historische Schlappe zu verarbeiten. Hermann Maier belegte als bester Österreicher Rang 21, Rainer Schönfelder fuhr auf Platz 25. Benjamin Raich, Hannes Reichelt und Christoph Gruber waren bereits in Lauf eins ausgeschieden. Das war das schlechteste ÖSV Abschneiden in einem WM-Rennen, in dem Österreicher ins Ziel gekommen sind.

Nicole Hosp Riesenslalom Weltmeisterin 2007

Nicole Hosp hat im Riesenslalom der Frauen das erste Gold für Österreich bei der alpinen Ski-WM in Are gewonnen. "Ich kann es noch nicht wirklich fassen. Es ist wie ein Traum. Ich habe mir im zweiten Lauf nur gedacht: Ich will den besten Riesenslalom fahren, den ich je gefahren bin. Und es war ein sehr guter Lauf. Das warten war nicht schwer. Ich hatte so einen großen Vorsprung. Da habe ich gewusst, dass es für die anderen schwierig wird, das zu biegen." Die WM-Abfahrts-Dritte aus Bichlbach in Tirol, siegte in der Zeit von 2:31,72 Minuten mit einem Vorsprung von 0,85 Sekunden auf die Schwedin Maria Pietilae-Holmner. Dritte wurde Denise Karbon aus Italien. Die Salzburgerin Michaela Kirchgasser verbesserte sich nach starker Fahrt im zweiten Durchgang von Rang 19 auf den undankbaren vierten Platz. Groß war der Ärger wegen des verpatzten ersten Laufs: "Ich bin total sauer auf mich. Es ist sch... WM ist nur einmal im Jahr und da mache ich im 1. Durchgang den schlechtesten Lauf der Saison." Ihre Grippe geschwächte Teamkollegin Kathrin Zettel mußte sich mit dem Neunten Platz begnügen. Die nach dem 1. Durchgang in Führung liegende US Amerikanerin Julia Mancuso blieb ohne Medaille und reihte sich auf Rang 5 im Endklassement ein. Die Deutsche Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) verpasste die Medaillenränge als Sechste um 0,33 Sekunden. Sensationell belegte die 17-jährige Viktoria Rebensburg Rang acht. Fabienne Suter kam als beste Schweizerin auf Rang 13, Fränzi Aufdenblatten beendete den Riesentorlauf als 19. Die dreifache Goldmedaillengewinnerin Anja Pärson (Schweden) schied im zweiten Lauf aus. Im Ziel zeigte sich ÖSV Damen-Chef Herbert Mandl, nach einer starken Skiweltcupsaison seiner „Mädls“ mit dem Gewinn der Goldmedaille bei der WM in Are erleichtert: "Ich hab schon mitgezittert am Hang. Es war ein turbulentes Finale. Die Niki ist sehr gut gefahren und hat sich das wirklich verdient. Nach der Fahrt war der Abstand sehr groß. Die Michi Kirchgasser hat schon einen sehr guten Lauf gehabt - und die Niki war dann sogar noch schneller. Natürlich war Druck da, das hat man im ersten Lauf gesehen. Im zweiten Lauf haben sie aber gezeigt, was sie können. Ich gratuliere der ganzen Mannschaft."

Anja Pärson Abfahrtsweltmeisterin 2007

Anja Pärson hat bei den alpinen Ski- Weltmeisterschaften in ihrem Heimatland Schweden nach dem Super-G und der Super-Kombination auch die Abfahrt gewonnen. "Ich habe alles riskiert und dabei auch Fehler gemacht. Aber meistens ist das ein Zeichen dafür, dass man schnell ist", meinte die Weltmeisterin in einer ersten Reaktion. Auf die Frage, ob sie schön müde sei, antwortete Pärson nur: "Jetzt habe ich viel Kraft!" Damit hat Anja Pärson das Kunststück vollbracht, in allen fünf Disziplinen mindestens einmal Weltmeisterin zu werden. Und die traditionellen Lieblingsdisziplinen Pärson kommen erst noch. Im Weltcup entschied sie bislang 18 Slaloms und elf Riesenslaloms für sich. Zum Vergleich: In der Abfahrt triumphierte sie bislang erst dreimal. Die 25-Jährige verwies am Sonntag Lindsey Kildow aus den USA auf den zweiten Platz. Nicole Hosp bewahrte mit Bronze das ÖSV-Team vor einem totalen Abfahrtsdebakel, nachdem die Herren zuvor eine schwere Niederlage kassiert hatten. "Ich bin überglücklich und kann es gar nicht richtig glauben. Am Ende dachte ich, dass es schon wieder nur Platz vier wird", meinte die glückliche Tirolerin. Eine starke Teamleistung zeigten die Schweizerinnen. Nadia Styger wurde Vierte, Dominique Gisin Fünfte. Beide verloren rund fünf Zehntel auf die Zweite und die Dritte. «Es ist hart, bei einer WM Vierte zu werden», bilanzierte Styger. «Aber wenn der Rückstand so gross ist, trauert man immerhin nicht den Hundertsteln nach.» Pärsons Teamkollegin Niki Bent konnte sich neben der 3.Goldmedaille für das schwedische Team über einen starken 6. Platz freuen. Grosse Geschlagene des Tages war Österreichs „Speed Queen“ Renate Götschl (Ö), die sich mit Rang 7 begnügen mußte und dem entsprechend enttäuscht war: "Ich habe einige Fehler gemacht, war unsicher und habe eine wichtige Kurve total verhaut", war die Mitfavoritin niedergeschlagen. Beste Deutsche war auch heute wieder Maria Riesch, die den neunten Rang erreicht - Petra Haltmayr landet abgeschlagen auf dem 28. Platz, Gina Stechert die das Rennen eröffnete schied nach einem Torfehler aus.

Aksel Lund Svindal ist Abfahrtsweltmeister 2007

Aksel Lund Svindal ist der „König der Abfahrer 2007“ und läßt ganz Norwegen erstmals in der WM-Geschichte über eine Goldmedaille in der WM-Herren Abfahrt jubeln. "Ich war vielleicht nicht einer der Top-Favoriten. Aber ich bin gut gefahren - und hatte auch ein bisschen Glück. Ein guter Tag für Aksel und für Norwegen. Ich wollte hier schon unbedingt eine Medaille, weil so viele Freunde und die Familie da sind. Es ist einfach ein schönes Gefühl." Ging Svindal noch als einer der Favoriten ins Rennen sind auf den weiteren Medaillenplätze zwei Sensationen zu vermelden. Silber ging mit einem Rückstand von 0,72 Sekunden an den Kanadier Jan Hudec, Bronze sicherte sich der schwedische Lokalmatador Patrick Järbyn (+0,97). "Ich habe vor elf Jahren meine erste Medaille gemacht - es ist wie damals schwer zu fassen. Bronze in der Abfahrt. Ich bin so unglaublich glücklich. Ich muss mich auch bei meinem Servicemann bedanken. Ich hatte vielleicht vier, fünf Mal in meinem Leben solche Ski wie heute, die sind unglaublich gut gegangen." Der undankbare 4. Platz ging mit einem Rückstand von 2 Hundertstel Sekunden auf den Podestplatz, an den Kanadier Erik Guay (+0,99) vor den beiden Schweizern Ambrosi Hoffmann (+1,00) und Didier Cuche (+1,01) dem wieder einmal 4 Hundertstel Sekunden für eine Medaillenrang fehlten. Topfavorit und Titelverteidiger Bode Miller (1,21) mußte sich mit dem 7 Rang begnügen. Neben dem geschlagenen Miller war das ÖSV Abfahrtsteam der große Verlierer des „Super Abfahrts Sunday“. Als bester Österreich belegt bei der Königsdisziplin Mario Scheiber den 8. Platz. Hermann Maier kommt über Rang 13 nicht hinaus. Michael Walchhofer wird 15., Fritz Strobl gar nur 21. So ein schlechte Ergebnisse in der Herren-Abfahrten gab es erst zwei Mal - 1987 und 1993. Auch da war der beste Österreicher auf Rang acht zu finden. Ebenso enttäuschten die Fahrer des DSV. Keppler stürzte nach einem durchwachsenen Lauf im Zielhang und sein Teamkollege Johannes Stehle konnte sich mit einem Rückstand von 2,81 Sekunden nur auf dem 27. Rang plazieren.

Anja Pärson Kombinationsweltmeisterin 2007

Anja Pärson beherrscht weiterhin die Damenwettbewerbe der Ski WM 2007 nach belieben. Mit einem dosierten Kombislalomlauf sicherte sich die 25jährige Schwedin nach ihrem Sieg im Super-G auch den Titel in der Super- Kombination und somit ihren 6. WM Titel. "Dieser Lauf war der schwierigste meines Lebens. Der Schnee ist so hart und brutal glatt, der Kurs war auch nicht für mich gesetzt. Es war ein Traum von mir, eine Medaille zu gewinnen, jetzt habe ich zwei." Silber holte sich mit einem Vorsprung von 4 Hundertstel Sekunden die US Amerikanerin Julia Mancuso, Bronze ging an die Österreicherin Marlies Schild. Auch Schild freute sich über ihre unerhoffte Medaille: "Ich hatte mit einer Medaille schon abgeschlossen, ich hatte auch großes Glück mit dem Ausfall einiger Läuferinnen. Aber eine WM-Medaille ist immer schön und das war ein guter Auftakt für mich." Ganz zufrieden war Schild, trotz Laufbestzeit, mit ihrer Slalomfahrt jedoch nicht: "Oben war die Fahrt ganz okay, aber am letzten Hang war ich zu verhalten, weil normal müsste ich unten noch was gutmachen auf Mancuso. Aber Laufbestzeit stimmt mich zuversichtlich." Mit dem undankbaren 4. Platz mußte sich die Tschechin Sarka Zahrobska abfinden. Für Kathrin Zettel aus Österreich reichte es nach einer durchschnittlichen Abfahrtsleistung für Rang 5, ihre Teamkollegin Nicole Hosp mußte sich nach einem groben Fehler im oberen Slalomhang mit Platz 6 begnügen. Beste Deutsche war Maria Riesch aus Partenkirchen auf Rang sieben. Die Schweizerinnen konnten wie erwartet nicht in die Entscheidung eingreiffen. Einen Achtungserfolg gelang Nachwuchsfahrerin Rabea Grand aus dem Swiss Team. Von Rang 30 arbeitete sie sich auf Platz 13 nach vorne.

Daniel Albrecht Kombinationsweltmeister 2007

Die Außenseiter stehlen den Favoriten bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften weiter die Schau und lieferten die zweite Sensation im zweiten Herrenrennen von Aare: Daniel Albrecht gewann WM-Gold in der erstmals ausgetragenen Super-Kombi. Der Schweizer blieb hauchdünne 8 Hundertstel Sekunden vor Titelverteidiger Benjamin Raich, der sich mit Bestzeit im Slalom von Rang 14 nach der Abfahrt noch auf Platz 2 nach vorne schob und die dritte ÖSV-Medaille einfuhr. Der Österreicher hatte vor zwei Jahren noch im alten Format mit zwei Slalom-Läufen triumphiert. „Ich bin noch ein bisschen ungläubig“, sagte der ehemalige Junioren-Weltmeister Albrecht, der im Weltcup noch nie einen Podestplatz erreicht hatte. Sein Landsmann Marc Berthod wurde 0,24 Sekunden zurück Dritter und bescherte der Schweiz bereits die dritte Medaille im dritten WM-Wettbewerb - vor zwei Jahren waren die „Eidgenossen“ bei den Titelkämpfen leer ausgegangen. „Daniel wollte mich unbedingt schlagen, er hat es geschafft. Wir werden noch ein bisschen feiern“, kündigte Berthod an. Die hervorragende Schweizer Bilanz rundete Didier Défago auf Rang 4 und Silvan Zurbriggen als Achter ab. Der nach der Abfahrt führende Bode Miller (USA) fiel im Slalom auf Platz sechs zurück und verließ ohne Interviews die Strecke. „Ich hatte kein Gefühl und konnte mich nicht motivieren“, ließ der wieder einmal enttäuschende US-Skistar über seinen Pressesprecher ausrichten. Auch der Kombiabfahrts-Zweite Sinvdal verpasste als Fünfter die Medaillenränge. Der Österreicher Romed Baumann wurde Siebenter (+0,99 Sek.), Mario Matt landete mit zweitbester Laufzeit noch auf Rang 11.

Anja Pärson SUPER G Weltmeisterin 2007

Anja Pärson feierte beim WM Super-G-der Damen in Aare einen überragenden Heimsieg. Als Lokal-Matadorin verteidigte die Schwedin in 1:18,85 Min. ihren Titel von 2005 und holt sich zum 5. Mal eine WM-Goldmedaille. Pärson hatte bei der schwedischen WM-Bewerbung von Aare tatkräftig mitgeholfen. Klar, dass die Goldene nun ganz besonders hell strahlt. "Das war viele Jahre ein Traum von mir, bei der Heim-WM Gold zu gewinnen", jubelte die nun fünffache Weltmeisterin, die im Sommer eine Knie-OP zurückgeworfen hatte. "Ich habe mir aber nicht gedacht, dass ich es gleich im Super-G schaffe. Das ist unglaublich. Ich habe die ganze Saison gekämpft und viel getestet. Am Start hatte ich sie noch, aber mit dem dritten Schwung war die Balance schon da." Silber hinter der Weltmeisterin ging, mit einem Rückstand von 0,32 Sekunden an US-Girl Lindsey Kildow. Die dreifache Saisonsiegerin und Top-Favoritin Renate Götschl aus Österreich rettet mit 0,53 Sek. Rückstand Bronze. "Ich wollte eine Medaille und die habe ich. Ich weiß, wie es ist, wenn man ohne wieder heimfährt. Das war ein schwieriges Rennen, der Schnee war aggressiver als ich gedacht habe, das hat mich ein bisserl überrascht. Ich bin ein paar Mal über die Linie rausgeschossen", so die Steirerin. Fehler hätten sich eingeschlichen, die man sich "bei der Bombenform der anderen nicht leisten" könne. "Aber wenn du gewinnen willst, musst du voll riskieren." Ihre Teamkollegin Nicole Hosp musste sich um 6 Hundertstel geschlagen, ebenso wie die zeitgleiche Kanadierin Britt Janyk mit dem undankbaren 4. Platz begnügen. "Das zipft mich schon ziemlich an. Ich weiß nicht, warum ich das verdient habe", war die Riesenenttäuschung bei Hosp über Rang vier nicht zu überhören. Bei Olympia 2006 hatte es für die Tirolerin "Blech" im Riesenslalom gegeben, an vierten Plätzen im Weltcup hat sie bereits reichlich zu Hause. Wenn es Gerechtigkeit gäbe, dann müsse sie sich bei ihr schon irgendwann einmal "gewaltig" einstellen. „Aber ich hoffte, dass das Glück irgendwann auf meiner Seite ist. Jetzt ist der Frust noch groß, aber am Abend sieht es schon wieder besser aus", war sie überzeugt. Nadia Styger kam als beste Schweizerin, hinter Julia Mancuso aus den USA auf den siebten Rang. Die Top Ten komplettierten auf Rang 8 die Österreicherin Alexandra Meissnitzer gefolgt von der US Amerikanerin Libby Ludlow und der auf Rang 10 plazierten besten DSV Rennläuferin Maria Riesch.

Patrick Staudacher ist Super G Weltmeister 2007

Topsensation zum Start der Ski WM 2007. Der Italiener Patrick Staudacher, der bis dato als bestes Weltcup-Ergebnis im Super G einen achten Rang zu Buche stehen hatte, ist der neue Super G Weltmeister 2007! Silber sicherte sich mit einem Rückstand von 32 Hundertstel Sekunden der Österreicher Fritz Strobl, der damit seine Aufstellung im ÖSV Team mehr als gerechtfertigt hat und seine Aussage, „Ich bin kein Joker, ich bin ein Ass“ unter beweis stellte. Trotzdem „haderte“ der Silbermedaillen-Gewinner mit dem Rennen: "Ich hätte nicht gedacht, dass diese 'zache' Fahrt fürs Podium reicht. Ich hatte zwar ein fehlerfreies Rennen, aber auch das Gefühl, dass ich noch überall kleine Reserven hatte. Die Erleichterung ist jetzt groß, denn es hat ja viel Überzeugungsarbeit gebraucht, dass ich hier zu Recht fahren durfte. Die Nummernregel war heute sicher ein Nachteil für die Spitzenfahrer, das ist nicht ganz fair wir Läufern sind nur Marionetten." Den Vorteil einer niedrigen Startnummer 12 bestätigte auch der Sieger: "Die Nummer war sicherlich ein Vorteil für mich, die Piste ist nicht besser geworden. Ich habe das aber auch super ausgenutzt. Ich wäre schon mit einem Platz unter den Top Sechs zufrieden gewesen. Dass ich jetzt ganz vorne stehe, das ist unglaublich." Den Kampf um die Bronzemedaille gewann in einem wahren Hundertstelkrimi der Schweizer Bruno Kernen. Kernen hatte vor dem 10.!!! Plazierten Marco Büchel aus Lichtenstein einen Vorsprung von 7 Hundertstel Sekunden. Neben den zeitgleichen 4. Didier Cuche aus der Schweiz und dem Österreicher Christoph Gruber ( beide + 0,01) sowie dem 9. Francois Bourque (+0,05) aus Kanada ärgerten sich im Ziel Erik Guay aus Kanade (6. Platz - +0,03), dessen Teamkollege Jan Hudec (7.Platz - +0,04) und Österreichs Topstar Hermann Maier (7. Platz - + 0,04) über die hauchdünn verpaßte Medaille. Mario Scheiber war einer der wenigen Läufer, die bis zur letzten Zwischenzeit mit Staudacher mithalten konnten, auf den letzten Fahrsekunden unterliefen dem Osttiroler jedoch einige Fehler und er fiel auf Rang 11 zurück. "Die Hundertstel habe ich sicher im unteren Teil liegen lassen. Ich wollte nicht zu rund fahren - dann hat es mich hinten reingedrückt. Beie einer WM muss einfach alles passen und das war heute leider nicht der Fall." Viel schlechter lief es für Titelverteidiger Bode Miller, der nach fehlerhafter Fahrt nicht einmal unter die Top 20 kam.

Raich gewinnt Planai-Nachtslalom

Benjamin Raich hievt sich mit seinem 26. Weltcupsieg und dem vierten Erfolg beim Nachtslalom in Schladming vor 50.000 begeisterten Zuschauern in die WM-Favoritenrolle. Der Pitztaler, im Gesamtweltcup nun auf Platz zwei, setzt sich auf der Planai vor dem erneut starken Schweden Jens Byggmark (0,38) durch, der am Wochenende beide Slaloms in Kitzbühel gewonnen hatte. "Es war extrem schwierig, aber ich bin gut ans Limit herangekommen. Und die Stimmung war einmal mehr sensationell. Da geht alles noch ein bisschen leichter", analysierte Raich, der zuvor bereits 1999, 2001 und 2004 in Schladming triumphiert hatte. Der nach dem ersten Lauf führende Österreicher Mario Matt wurde Dritter und zeigte sich mit seinem „Stockerlplatz“ zufrieden: „Ich habe alles versucht, habe mich aber sehr schwer getan. Jetzt war ich fünf Mal in Folge auf dem Stockerl, was will man mehr", freute sich der Ex-Weltmeister aus Flirsch. Manfred Pranger komplettierte den ÖSV-Erfolg mit Rang neun, Reinfried Herbst überrascht im dritten Rennen nach seinem Comeback mit dem tollen 11. Platz. Der Olympiazweite Herbst hat damit so gut wie fix das fünfte ÖSV-Ticket für den WM-Slalom am 17. Februar gelöst. Zu einem beachtlichen Erfolg kam Marc Berthod. Der Schweizer steigerte sich im 2. Lauf und verbesserte sich von Rang 7 auf den 4. Platz. Neben Berthod gelangte nur noch Daniel Albrecht als 19. ins Ziel. Alle anderen Schweizer schieden aus. Auch die deutschen Slalomläufer Alois Vogl (Zwiesel), Felix Neureuther (Partenkirchen) und Stefan Kogler (Schliersee) verabschiedeten sich nach zum Teil schweren Patzern bereits nach dem ersten Lauf. "Ich hatte bis jetzt eine so gute Saison. Ausgerechnet hier und beim letzten Rennen vor der WM muss mir so etwas passieren", ärgerte sich Neureuther im Zielraum. Der Norweger Aksel Lund Svindal verteidigte als 13. seine Gesamt-Weltcup-Führung.

Byggmark gewinnt Slalom-Double in Kitzbühel

Schweden hat einen neuen Slalom-Star: Jens Byggmark gewann auch den zweiten Kitzbühel-Slalom beim „Herzschlagfinale“ am Sonntag. Der 21-Jährige verwies Mario Matt aus Österreich hauchdünn auf Rang zwei. Der Tiroler schrammte um lediglich 3 Hundertstel an seinem zweiten Kitz-Sieg vorbei. Fünf Hundertstelsekunden haben dem Südtiroler Manfred Mölgg zum ganz großen Coup gefehlt. Nach der Führung im ersten Durchgang zeigte der 24-jährige Italiener auch im zweiten Lauf eine starke Leistung und beendete das Rennen auf Platz drei. Stark fuhren auch die Schweizer: Marc Berthod belegte Platz 4, Marc Gini wurde wie am Vortag und zum dritten Mal in diesem Winter Zehnter. Am Vortag war Marc Berthod auf dem Weg zum Podium kurz vor dem Ziel ausgeschieden. Im zweiten Anlauf machte er es besser. Der 23-jährige Bündner, Siebenter nach dem ersten Lauf, verpasste zwar das Podest, aber als Vierter realisierte der Sieger von Adelboden dennoch sein zweitbestes Slalom-Ergebnis seiner Karriere. Der Deutsche Felix Neureuther kämpfte sich durch einen beherzten zweiten Lauf vom 15. auf den 5. Platz vor. Alois Vogl, nach dem ersten Durchgang noch einen Platz vor Neureuther, fädelte im zweiten Lauf ein und schied aus. Topfavorit Benjamin Raich landet am Ende auf Rang sechs, ihm fehlten lediglich 7 Hundertstel Sekunden um den Sprung auf Rang vier zuschaffen. Die ÖSV-Asse waren am heutigen Sonntag nicht vom Glück verfolgt. Pranger fiel im Finallauf von Rang 2 auf Rang 8 zurück. Rainer Schönfelder, der nach dem 1. Durchgang aussichtsreich auf Platz 4 lag, schied aus. Byggmark war auch finanziell der grosse Abräumer. 134 000 Euro kassierte der bleichgesichtige Skandinavier für seine beiden Siege. Schon am Dienstag geht es für die Stangenakrobaten weiter. Im Nachtslalom von Schladming wird wieder eine unglaubliche Atmosphäre herrschen und der Kampf um die Hundertstel Sekunden erneut entbrennen.

Kildow gewinnt 2. Super G von San Sicario

Die US-Amerikanerin Lindsey Kildow hat in einer Zeit von 1:30.06 Minuten den Weltcup-Super-G von San Sicario gewonnen. Nach den 2 Abfahrts-Siegen in Lake Louise und Val d'Isere schafft sie ihren dritten Saisonsieg und den ersten in einem Super-G. Damit wurde es aus Sicht der Österreicher nichts mit dem erhofften Sieges-Hattrick von Renate Götschl. Nach den Erfolgen im Freitags-Super-G und in der Abfahrt blieb für die steirische Speed-Queen im 2. Super G am Sonntag "nur" Platz 2. Götschl hatte aber trotzdem Grund zur Freude: Für die 31-Jährige war es der 100. Podestplatz ihrer Karriere. Das haben bis heute nur ganz wenige Skiweltcup-Größen wie Ingemar Stenmark, Annemarie Moser-Pröll und Vreni Schneider geschafft. Den 3. Platz am Stockerl sicherte sich ihre österreichische Teamkollegin Christine Sponring (+0,29) die bei ihrem zweiten Weltcup-Super-G den zweiten Podestplatz einfuhr. Als beste Schweizerin klassierte sich Nadia Styger hinter Britt Janyk aus Kanada und der Slowenin Tina Maze auf Rang sechs. Für eine Überraschung aus Sicht des DSV sorgte Gina Stechert die sich auf dem 10. Rang plazieren konnte.

Byggmark siegt beim Slalom in Kitzbühel

Der Schwede Jens Byggmark hat am Samstag in überlegener Manier den ersten von zwei Slaloms am Wochenende in Kitzbühel gewonnen und damit seinen ersten Weltcup-Sieg überhaupt eingefahren. Byggmark ist bereits der 16. Sieger in dieser Saison. Nur Miller, Walchhofer, Svindal und Raich konnten bereits mehr als ein Rennen für sich entscheiden! Der 21-Jährige, der bereits nach dem ersten Durchgang klar geführt hatte, verwies den Tiroler Lokalmatador Mario Matt um 0,87 Sekunden auf Platz zwei. Matt hatte den klassischen Slalom von Kitzbühel im Jahr 2000 gewonnen. Den 3. Platz auf dem Podium sicherte sich der Deutsche Alois Vogel (1,48 zurück). Der Schweizer Silvan Zurbriggen (+1,61) verpasste das Podest als Vierter knapp plazierte sich aber noch vor dem Tiroler Benjamin Raich (+1,67) der als zweitbester Österreicher auf Rang fünf landete. Der Schweizer Marc Berthod schied an zweiter Stelle liegend im zweiten Lauf aus. Auch Felix Neureuther (+1,72) konnte mit seinem 6. Platz mehr als zufrieden sein. Hinter dem Deutschen folgten der Kroate Ivica Kostelic und der Österreicher Rainer Schönfelder der sich von Platz 20 nach dem 1. Lauf im Finale auf Rang 8 verbessern konnte. Der Südtiroler Manfred Mölgg kam als Bester der italienischen Herren auf den zwölften Endrang. Slalomweltcupsieger Giorgio Rocca verschlechterte sich im zweiten Durchgang um sieben Plätze und beendete das Rennen auf dem 14. Rang. Mit seinem ersten Weltcupsieg übernimmt Byggmark auch sensationell das Rote Trikot im Slalom-Weltcup. Knapp dahinter lauern mit einem Rückstand von 18 Punkten die punktegleich Benjamin Raich und Markus Larsson. Am Sonntag steht in Kitzbühel noch ein weiterer Weltcup-Slalom auf dem Programm.

Götschl führt österreichischen Dreifach-Sieg an

Renate Götschl feierte in San Sicario bereits ihren 6. Weltcupsieg in dieser Saison Einen Tag nach ihrem Erfolg beim Super G war Renate Götschl auch am Samstag bei der Abfahrt nicht zu schlagen. Die 31-jährige Steirerin führte dank eines Traumlaufs, in einer Zeit von 1:51,65 Minuten eine ÖSV-Dreifach-Triumph vor ihren Mannschaftskolleginnen Elisabeth Görgl (+1,17 Sekunden) und Maria Holaus (+1,35) an. Götschl baute damit nicht nur ihre Führung im Abfahrts-Weltcup aus, sondern übernahm auch erstmals in dieser Saison die Führung im Gesamt-Weltcup vor Marlies Schild. Hinter den drei Österreicherinnen folgten die US Amerikanerinnen Lindsey C. Kildow und Julia Mancuso auf den Rängen 4 und 5. Auch die Schweizerinnen zeigte eine starke Mannschaftsleistung. Dominique Gisin überragte ihre Teamkolleginnen einmal mehr und verpasste als sechste den dritten Platz nur um eine halbe Sekunde. Vier Schweizerinnen unter den ersten neun und insgesamt acht Schweizerinnen in den ersten 23. Ausgerechnet Martina Schild, vor einem Jahr auf der gleichen Piste noch Silbermedaillgewinnerin an den Olympischen Spielen, musste sich in einem sehr starken Schweizer Team mit dem intern letzten Platz begnügen. Maria Riesch belegte als beste deutsche Rennfahrerin einen enttäuschenden 21. Platz.

Renalte Götschl gewinnt Super G in San Sicario

Renate Götschl ist auch in San Sicario nicht zu bezwingen Renate Götschl bleibt in dieser Saison die dominierende Fahrerin im Super G. Die Steirerin gewinnt in San Sicario 0,09 Sekunden vor Lindsey Kildow (USA) und feiert ihren fünften Saisonsieg. Sensationell fuhr Christine Sponring in ihrem ersten Weltcup-Super-G mit Startnummer 36 auf den dritten Stockerlplatz (+0,90). Mit 16 Weltcuptriumphen im Super-G holte Götschl damit Katja Seizinger als erfolgreichste Fahrerin in dieser Disziplin ein. Die österreichische Speed Queen ist damit klare Favoritin für die Abfahrt am Samstag und dem 2. Super Ski in San Sicario am Sonntag. Kein Wunder das Sie im Zielraum nur so von Selbstvertrauen strotzte: "Es passt zur Zeit einfach alles zusammen. Angefangen vom Material, dem gesamten Umfeld und meiner Form. Ich kann einfach locker skifahren. Wenn man einmal Erfolg hat, braucht man nicht mehr viel nachdenken. Es ist sicherlich nicht der schwerste Berg, aber es ist schwer zu gewinnen. Hier können viele gewinnen. Auch eine Lindsey ist top in Form - das hat man auch heute wieder gesehen. Es ist wirklich eine Gaudi da runter zufahren." Die Schweizerin Fränzi Aufdenblatten verfehlte das Podest lediglich um 23 Hundertstel und wurde hinter den beiden Kanadierinnen Britt Janyk (+0.93) und Kelly Vanderbeek (+0,94) Sechste. Als drittbeste Österreicherin landet Alexandra Meissnitzer, mit 1,21 Sekunden Rückstand unmittelbar vor der US Amerikanerin Julia Mancuso auf dem siebten Rang. Als beste DSV Fahrerin plazierte sich Gina Stechert auf dem 16. Rang, noch vor Maria Riesch die sich mit Platz 18 begnügen mußte. Mit ihrem 3 Siege und einem dritten Platz ist Renate Götschl die Super-G-Läuferin dieser Saison. Dementsprechend klar führt sie im Super-G-Weltcup - mit 140 Punkten Vorsprung auf Niki Hosp und 150 Punkte Vorsprung auf Lindsey Kildow. Im Gesamtweltcup schiebt sich alles noch enger zusammen. Die österreichische Slalomkönigin Marlies Schild sammelte heute einige Punkte und behauptet die Spitze. Ihre Landsfrau Nicole Hosp rückt ihr allerdings wieder etwas näher und hat nun 42 Punkte Rückstand. Die US Amerikanerin Julia Mancuso macht ebenso etwas Boden gut und liegt 68 Punkte zurück. Auch Renate Götschl mischt plötzlich im Gesamtweltcup wieder mit - sie liegt 73 Punkte hinter Teamkollegin Schild!

Putzer gewinnt Riesenslalom in Cortina d’Ampezzo

Die 28-jährige Italienerin Karen Putzer konnte durch zwei herausragende Läufe den Riesenslalom in Cortina d’Ampezzo für sich entscheiden. Sie verwies die Amerikanerin Julia Mancuso (+0,41), die zum 5.Mal in Folge auf das Podest fuhr, und die ihre Teamkollegin Denis Karbon (+0,68) aus Kastelrutherin auf die Plätze zwei und drei. Putzer meldet sich mit ihrem achten Weltcup-Sieg rechtzeitig zur Weltmeisterschaft im schwedischen Aare in der Weltspitze zurück. Nicole Gius als Neunte und Manuela Mölgg, die Platz zehn erreichte, runden das hervorragende Ergebnis der Südtiroler Läuferinnen ab. Für Österreichs Ski-Damen endete das Cortina Wochenende mit einer unerwarteten Niederlage. Nach drei Riesenslalom-Siegen in dieser Saison reicht es diesmal nur zu Rang 11 durch Elisabeth Görgl. Nicole Hosp schied ebenso wie Michaela Kirchgasser bei schlechter Sicht im ersten Lauf aus. Marlies Schild war nach verpatztem 1. Lauf (Rang 26) im Finale stark unterwegs, verfuhr sich aber im unteren Teil und schied aus. Auch die Schweizerinnen enttäuschten schwer. Die beiden vermeintlichen Teamleaderinnen Nadia Styger und Fränzi Aufdenblatten schieden aus und die Läuferinnen mit den hinteren Startnummern konnten nicht von den im ersten Lauf immer besser werdenden Verhältnissen profitieren. Die deutsche Kathrin Hölzl hat trotz schlechtester Sichtbedingungen einen hervorragenden achten Platz erreicht und gilt als heißeste deutsche Medaillenanwärterin für die WM in Are. Nach dem ersten Durchgang war sie noch auf Rang elf gewesen, doch im zweiten Lauf verbesserte sie sich um drei Plätze und lag letztendlich knapp drei Sekunden hinter der Siegerin. Die Schwedin Anja Pärson reist nach ihrem Ausfall im ersten Durchgang des Riesentorlaufs aus Italien ab und wird auf die kommenden Bewerbe in San Sicario verzichten. Die 25-Jährige sieht in den Speed-Disziplinen keine großen Chancen aufs Siegerpodest. Daher wird sich Pärson in Aare schon einmal auf die Heim-WM Anfang Februar vorbereiten und vermehrt Slalom trainieren.

Dalcin Überraschungssieger in Val d’Isere

Sensationssieg in Val d’Isere. Der Franzose Pierre-Emanuel Dalcin nützt seine niedrige Startnummer sowie den Heimvorteil und feiert sensationell seinen ersten Weltcup-Sieg! "Es lief alles perfekt. Ich habe mich sehr gut gefühlt, meine Skier war schnell, und ich hatte eine gute Startnummer. Super!", sagte der Franzose. Mit ihm freuten sich die beiden Kanadier Eric Guay als Zweitplazierter und Manuel Osborne als Dritter. Damit geht der "verrückte" Weltcup-Winter weiter. Dalcin sorgte für den ersten Saisonsieg Frankreichs und damit auch für die 11 Nation die sich in diesem Skiwinter über einen obersten „Stockerlplatz“ freuen durfte. Die Favoriten des Tages mußten sich im geschlagenen Feld wiederfinden. Als Bester Österreicher landete Mario Scheiber auf Rang 5 vor seinem Teamkollegen Andreas Buder. Der Kastelruther Peter Fill erreichte den siebten Platz zeitgleich mit dem Lichtensteiner Marco Büchel. Die Schweizer Bruno Kernen (9.), Didier Cuche (10.) und Didier Défago (11.) vermochten sich noch knapp im ersten Dutzend zu klassieren. Cuche war in diesem Winter bisher in der Abfahrt nie schlechter als Fünfter gewesen. Die Österreicher Hans Grugger (12.), Fritz Strobl (15.) und Hermann Maier (16.) bleiben ebenso unter den Erwartungen wie Michael Walchhofer, der nur den enttäuschenden 21. Rang belegt. Der US Amerikaner Bode Miller schied nach einem Fahrfehler aus. Nach dem Training auf verkürzter Piste am Donnerstag und der Absage des Zeitlaufs am Freitag wegen starken Winds, absolvierten die Läufer Samstagfrüh vor der Besichtigung noch eine kurze Trainingsfahrt im obersten Abschnitt. Dabei stürzte der Deutsche Stephan Keppler und zog sich nach erster Diagnose einen Kahnbeinbruch, schwere Prellungen und eine leichte Gehirnerschütterung zu. Das Rennen wurde dann nach einem Sturz des Schweden Hans Olsson für längere Zeit unterbrochen.

Götschl feiert Abfahrtssieg in Cortina d’Ampezzo

Renate Götschl feiert in ihrem „Wohnzimmer“ bei der Abfahrt von Cortina d’Ampezzo ihren zehnten Sieg auf der Tofane - den fünften in einer Cortina-Abfahrt. Die Steierin übernahm damit auch wieder die Führung im Abfahrtsweltcup, da die Leaderin Lindsey Kildow stürzte. "Ein unfassbar wildes Rennen. Ich habe praktisch nichts gesehen und obwohl ich hier jeden Meter kenne, hat es mich öfter total versetzt", konnte Götschl über ihre eigene Fahrt nur staunen: "Deshalb habe ich's am Ende nur noch laufen lassen. Die Ski sind wieder mal nur so gefahren mit mir." Auf Rang zwei folgte die Siegerin des Super G vom Vortag Julia Mancuso aus den USA. Den 3 Platz auf dem Podium konnte sich überraschenderweise die Französin Marie Marchand-Arvier sichern. Bei ihrem Heimrennen wartete auch die Italienerin Daniela Merighetti als Fünfte, noch vor der Schwedin Anja Pärson, mit einer starken Leistung auf. Als beste Schweizerin klassierte sich Catherine Borghi auf dem 6. Platz, Dominique Gisin wurde Achte. Vor allem die routinierten Schweizer Fahrerinnen vermochten in Cortina nicht zu überzeugen: Fränzi Aufdenblatten wurde nur 14., Sylviane Berthod 18. und Nadia Styger 25., alle deutlich hinter Monika Dumermuth (11.). Die junge Tamara Wolf stürzte auf dem Weg zu einer Spitzenzeit im letzten Streckendrittel. Die ÖSV-Damen Andrea Fischbacher und Elisabeth Görgl belegen die Ränge zehn und elf. Ingrid Rumpfhuber kommt über Platz 21 nicht hinaus. Maria Riesch belegte mit einem Rückstand von 1,76 Sekunden Rang 20, Gina Stechert wurde 30. Petra Haltmayr (2,47 zurück), am Vortag im Super-G noch 10., konnte sich nicht in den Punkterängen plazieren.

Mancuso gewinnt Super G von Cortina

Nach dreieinhalb Stunden Wartezeit wegen Regens hatte sich der Damen-Super-G in Cortina d'Ampezzo am Freitagnachmittag schließlich zu einem Länderkampf Österreich - USA entwickelt. Die Ski vorne hatte am Ende Julia Mancuso, die ihren dritten Weltcup-Erfolg feierte, den ersten in der Heimat ihrer Vorfahren, nachdem sie vergangenen Februar in Italien schon überraschend Olympiasiegerin geworden war. Die US Amerikanerin gewann den Super G der Damen in Cortina d’Ampezzo und verhinderte damit den 10. Sieg der „Miss Cortina“ Renate Götschl die Dritte wurde. Der "Speed-Queen" blieb zwar der zehnte Sieg unter der Tofana und nach Siegen in Lake Louise und auf der Reiteralm der Super-G-Saison-Hattrick versagt, zum 20. Podestplatz in ihrem "Wohnzimmer" reichte es aber. Rang 2 auf dem „Stockerl“ sicherte sich mit einem Rückstand von 33 Hundertstel Sekunden die Österreicherin Nicole Hosp. Der geteilte 4 Platz geht an das US-Girl Lindsey C. Kildow und Andrea Fischbacher aus dem Team Austria. Auf Rang 6 plazierte sich Anja Pärson aus Schweden gefolgt von Silvia Berger (AUT -7) den beiden zeitgleichen Läuferinnen Nadia Fanchini (ITA-8) und Jessica Lindell-Vikarby (SWE-8) sowie der zehntplazierten Petra Haltmayr aus Deutschland, die mit diesem Ergebnis die WM Qualifikation schaffte. Auch die DSV Rennfahrerin Maria Riesch zeigte aufsteigende Form und belegte den 14. Rang. Martina Schild, die schon beim letzten Super-G auf der Reiteralm die Beste Schweizerin gewesen war, als sie mit ihrem 3. Platz einen siebenfachen Austria-Triumph verhinderte, büsste als Elfte 1,01 Sekunden ein. Fränzi Aufdenblatten als 16. und Sylviane Berthod als 18. rundeten die mässige Schweizer Bilanz ab.

Mancuso gewinnt Superkombi in Zauchensee

Die US-Girls feierten in der Super-Kombination in Zauchensee einen Doppelsieg! Julia Mancuso gewann den Bewerb vor ihrer Landsfrau Lindsey Kildow. Schon nach der Abfahrt lagen die beiden Amerikanerinnen in Führung. Julia Mancuso hatte in der Kombi auf der Reiteralm noch Platz 16 belegt, doch in Altenmarkt/Zauchensee gelang ihr eine besonders gute Abfahrt. 88 Hundertstel nahm sie hier der zweitplatzierten Kildow ab, und von dieser Reserve rettete sie im Slalom sechs Hundertstel ins Ziel. Marlies Schild durfte sich als Dritte über einen Podestplatz freuen. Die Slalom-Dominatorin verbesserte sich trotz eines schweren Fehlers noch von Platz elf auf drei. Damit verdrängte sie Resi Stiegler auf den 4. Rang und verhinderte damit einen 3fach Sieg der US-Girls. "Ich bin sehr zufrieden, ich habe eine gute Leistung geboten. Das ist mehr, als ich mir erwartet habe. Der Fehler im Slalom war Semmering-verdächtig", meinte Schild, die die erste, aus Super-G und Slalom bestehende Super-Kombination in diesem Winter auf der Reiteralm vor drei Landsfrauen gewonnen hatte. Mit einer starken Slalomleistung plazierte sich die Tschechin Sarka Zahrobska auf dem 5. Platz. Nicole Hosp als Sechste und Michaela Kirchgasser als Siebente rundeten das gute ÖSV-Ergebnis ab. Elisabeth Görgl wurde Elfte. Die nach der Abfahrt viertplatzierte Schwedin Anja Pärson schied im Slalom aus. Die Schweizerinnen, die in der bisher einzigen Kombination des Winters auf der Reiteralm nur gerade Jessica Pünchera als 28. in die Punkteränge gebracht hatten, waren diesmal immerhin zu viert unter den ersten 30 vertreten. Ein Spitzenergebnis resultierte indes nicht. Catherine Borghi war als 21. die Beste ihres Teams. Dahinter folgten Dominique Gisin (22.), Rabea Grand (24.) und Tamara Wolf (26.).  Die Partenkirchenerin Maria Riesch schied nach Platz 32 in der Abfahrt beim Kombinationsslalom aus. Eine weitere Talentprobe gab die erst 17-jährige Liechtensteinerin Tina Weirather ab, die Tochter der einstigen Ski- Cracks Harti Weirather und Hanni Wenzel. Unter den Augen ihres Vaters fuhr die Junioren-Weltmeisterin im Riesenslalom auf Platz 8 zu ihrem bis anhin besten Weltcup-Ergebnis. Sie scheint von Rennen zu Rennen stärker zu werden.

Matt gewinnt Superkombination in Wengen

Der Österreicher Mario Matt nutzte bei der Superkombination der Herren in Wengen die Gunst der Stunde und sichert sich nach Platz 34 in der Abfahrt den 6. Weltcupsieg. Der 27-jährige Tiroler eröffnete den Slalom vom bereinigt Rang 30 nach der Abfahrt. Die nachfolgenden Läufer konnten bei immer schlechter werdenden Bedingungen Matt nicht mehr gefährden. "Ich bin auch in der vergangenen Saison schon einige Male gut unterwegs gewesen. Aber heute war das Glück wieder auf meiner Seite", strahlte der Flirscher nach seinem ersten Weltcupsieg in der Kombi. "An die Top Fünf habe ich eventuell geglaubt, an den Sieg aber sicher nicht", meinte er. Matt war im zweiten Lauf ganze 1,08 Sekunden schneller als der nächste Läufer, Ivica Kostelic (CRO) der Vierter wurde. Der Topfavorit nach der Kombiabfahrt, Bode Miller, hatte zwar 2.37 Sekunden Vorsprung auf Matt, schied aber wieder einmal nach einem „Einfädler“ im Slalom aus. Während die Pistenarbeiter immer wieder mit Schaufeln und Hacken versuchen mussten, die Strecke halbwegs zu retten, hatten auch die Schweizer Fans reichlich Grund zum Jubeln. Im Finaldurchgang brillierten Marc Berthod der sich Rang zwei sicherte und der Drittplazierte Silvan Zurbriggen. Daniel Albrecht mit seinem fünften und Didier Défago mit seinem siebten Platz rundeten das hervorragende Schweizer Ergebnis ab: Vier Swiss-Ski-Fahrer in den ersten Sieben. Benjamin Raich der Sieger der letzten beiden Superkombis in Wengen wurde Sechster, der norwegische Gesamtweltcup-Leader Aksel Lund Svindal Achter und der Tiroler Romed Baumann, der am Sonntag seinen 21. Geburtstag feierte, Neunter. Der nach der Abfahrt Führende Peter Fill aus Italien fiel auf Rang 21 zurück. Der Österreicher Michael Walchhofer ging 24 Stunden nach seinem schweren Sturz in der Abfahrt an den Kombi-Start. "Das war vor allem für meinen Kopf extrem wichtig", meinte der Salzburger, der 15. wurde, aber den Kampf gegen sich selbst gewonnen hat. Sein Teamkollege Rainer Schönfelder kam nicht über Platz 17 hinaus. "Mir geht es körperlich mäßig, Dementsprechend war auch meine Leistung. Ich brauche jetzt Ruhe", so der Kärntner, der zuletzt zwei schwere Trainingsstürze hinnehmen musste. Die deutschen Starter Johannes Stehle (Obermaiselstein) landete mit einem Rückstand von 4,40 Sekunden auf Rang 32. und Stephan Keppler (Ebingen) verzichtete als 51. nach der Abfahrt auf einen Slalom-Start.

Bode Miller gewinnt Lauberhorn Abfahrt

Der US-Amerikaner Bode Miller hat bei der klassischen Lauberhorn-Abfahrt in Wengen in der Schweiz triumphiert. Bode Miller fuhr beim Klassiker im Berner Oberland in eigener Liga und gewann die Abfahrt am Lauberhorn von Wengen. Der 29jährige Weltmeister fuhr in 2:28,89 Min. zur überlegenen Bestzeit und feierte den 25. Weltcup-Sieg seiner Karriere, der vierte in dieser Saison. Aber auch für einen Bode Miller ist der Sieg beim Lauberhorn-Klassiker etwas besonderes: "Es ist ein großartiges Gefühl, hier zu gewinnen. Ich habe Daron im Vorjahr hier siegen gesehen, da dachte ich mir, ich will hier auch einmal gewinnen. Ich habe sehr viel Risiko genommen und alles gegeben. Die Strecke war sehr anspruchsvoll, in der letzte Kurve habe ich keine Kraft mehr gehabt. Aber 2:30 Minuten ist auch eine unglaubliche Fahrzeit. Ich habe vor dem letzten Sprung schon gewusst, dass ich mich da in den Schnee setzen muss." Miller war nur einer von vielen, die nach der mehr als 4 km langen Abfahrt und dem diesmal außerordentlich weit gehenden Zielsprung über die Ziellinie stürzten. Der Schweizer Didier Cuche wurde in Wengen zum vierten Mal in dieser Saison Zweiter. Im Gegensatz zu Beaver Creek (+0,15), Val Gardena (+0.02) und Bormio (+0.01), wo er den Sieg jeweils nur ganz knapp verpasst hatte, war er diesmal gegen den hoch überlegenen Bode Miller ohne Chance und lag im Ziel 65 Hundertstel hinter dem Amerikaner, der nach Beaver Creek seine zweite Abfahrt der Saison gewann. Mit dem Respektabstand von 1,47 Sekunden sicherte sich der Südtiroler Peter Fill noch einen Platz auf dem Podest. Der Schweizer Ambrosi Hoffmann verpasste das Podest als Vierter um neun Hundertstel Sekunden. Österreichs Herren müssen nach den letzten Erfolgs-Erlebnissen wieder einen Rückschlag hinnehmen. Als Bester ÖSV Fahrer plazierte sich Klaus Kröll als 6., vor seinem Teamkollegen Christoph Gruber. Hermann Maier belegte Rang 9 und zog den Hut vor jenen Läufern, die erschöpft ins Ziel purzelten. "Die gehen ans Limit und drüber. So ans Limit bin ich noch nie gegangen." Benjamin Raich fuhr auf den zwölften Rang, Fritz Strobl wurde 13. Pech hatte Michael Walchhofer: Der Doppelsieger von Bormio stieg sich beim Start auf die Ski und kommt später schwer zu Sturz blieb aber zum Glück unverletzt. Walchhofer war erleichtert: "Das war schon mein dritter schwerer Sturz hier, und zum Glück bin ich jedes Mal unverletzt geblieben. Jetzt weiß ich, dass ich das auch kann." Der Deutsche Stephan Keppler kam bei seinem ersten Start auf der mit 4480 m längsten Abfahrtsstrecke im alpinen Ski-Weltcup mit 3,77 Sekunden Rückstand nicht unter die besten 20. Das Rennen konnte trotz den warmen Temperaturen bei ausgezeichneten Bedingungen durchgeführt werden. Die Lauberhorn-Strecke war aber gewohnt schwierig zu fahren, ein vereistes Brüggli-S machte vielen Fahrern zu schaffen und immer wieder verzögerten Stürze den Rennfluss.

Götschl gewinnt Abfahrt in Zauchensee

Die Österreicherin Renate Götschl feierte in Altenmarkt/Zauchensee ihren dritten Saisonsieg 2006/07 - den ersten in einer Abfahrt. „Ich hab gewusst, dass die Zeit von Gisin schwer zu knacken sein wird. Ich hab versucht, das umzusetzen, was man hier machen muss. Über einen Sieg in Österreich geht kaum was drüber - perfekt!" Auf dem zweiten Rang plazierte sich die Schweizerin Dominique Gisin, die in ihrem erst sechsten Weltcup-Rennen erstmals aufs Podest fuhr. Denn Dritten Stockerlplatz sicherte sich die US Amerikanerin Julia Mancuso. Spannend wurde es noch, als nach Götschl die US-Amerikanerin Lindsey Kildow bei der oberen Zwischenzeit eine halbe Sekunde voranlag. Die US-Amerikanerin rutschte dann aber auf dem Innenski aus und ins Fangnetz. Mit einem 4. Rang überraschte die Österreicherin Maria Holaus: „So ein Erfolg und das auch noch daheim - Wahnsinn. Wenn man die Strecke gut kennt, dann ist das sicherlich ein Vorteil. Ich war zuletzt vier Jahre verletzt - habe jetzt hier die Chance bekommen von den Trainern und habe sie genutzt". Aus dem ÖSV Team schaffte es noch Marlies Schild als 10.in die Top Ten. Die im Training als Zweite so starke Salzburgerin Andrea Fischbacher (am Ende 33.), Alexandra Meissnitzer (18.), Nicole Hosp (23.), Elisabeth Görgl (30.) und Ingrid Rumpfhuber (35.) blieben zwar ohne groben Fehler, konnten aber mit den Plazierungen nicht zufrieden sein. Im Sog der 21-jährigen Dominique Gisin wuchs eine zweite Schweizerin über sich hinaus. Die gleichaltrige Tamara Wolf, die vor knapp vier Jahren als Junioren-Abfahrtsweltmeisterin 2003 beim Saisonfinale in Kvitfjell ihr bislang einziges Weltcup-Rennen bestritten hatte, danach aber durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen worden war, fuhr mit der Startnummer 45 in den 8. Rang vor. Die Schweizerinnen zeigten sich auch als Team stark: Die zuletzt enttäuschende Nadia Styger wurde Sechste, Sylviane Berthod Neunte und Fränzi Aufdenblatten Zehnte. Die deutschen Damen befinden sich drei Wochen vor Beginn der Ski-Weltmeisterschaften im schwedischen Are dagegen weiterhin auf der Suche nach ihrer Form. Maria Riesch holte auf Platz 26 als einzige Läuferin des DSV Weltcup-Punkte. Sehr schlecht präsentierten sich auch die italienischen Skidamen. Mehr als ein 25. Platz für Daniela Merighetti und ein 27. Platz für Elena Fanchini waren nicht drin.

Sensationssieg von Marc Berthod auf dem Kuonisbergli

Marc Berthod hat bei seinem Heimspiel in Adelboden völlig überraschend den vierten Weltcup-Slalom des WM-Winters gewonnen. Mit Startnummer 60 hatte sich der 23-Jährige als 27. gerade noch für das Finale qualifiziert, ehe er mit einem Traumlauf auf dem Kuonisbergli zu seinem ersten Sieg im Weltcup fuhr und damit nach einer Durststrecke von 103 Rennen die Erfolglosigkeit der Schweizer Ski-Herren beendete. In einer Gesamtzeit von 1:47,42 Minuten lag Berthod vor Benjamin Raich aus Österreich (1:47,68) und dessen Landsmann Mario Matt (1:47,80). Die ÖSV-Herren legten damit eine eindrucksvolle Reaktion auf das Debakel von Alta Badia hin - am 18. Dezember war kein Österreicher in den Top 30 gelandet. Von 27 auf 1 - das bedeutet «Weltrekord», das hatte vor Marc Berthod noch keiner geschafft. Die bisherige Bestmarke hatte Benjamin Raich gehalten, der vor sieben Jahren in Schladming den Nachtslalom aus der 23. Position für sich entschieden hatte. Für den Pitztaler war es damals ebenfalls der erste Weltcup-Sieg gewesen. Keinen Rekord bedeutet allerdings der Sieg mit der Nummer 60. "Unglaublich, das war ein echter Traumlauf. Das ist wirklich cool", konnte Berthod sein Glück gar nicht fassen. "Als ich am Vormittag mit Nummer 60 gestartet bin, habe ich keine Sekunde an den Sieg gedacht", so der Zweitplatzierte der Superkombi im November 2006 in Beaver Creek. "Ich mag den Berg, hier läuft es auch im Training immer gut für mich." Wie unglaublich die Fahrt von Berthod im zweiten Lauf war, zeigt die Tatsache, dass er 1,53 Sekunden schneller als der zweitschnellste Manfred Mölgg (ITA) war. Nach dem ersten Durchgang hatte der Schweizer gar 2,76 Sekunden Rückstand auf den Leader Markus Larsson (SWE). Seine Position im zweiten Lauf verbesserte auch sein Teamkollege Daniel Albrecht. Berthods Kumpel machte neun Plätze gut und schaffte damit sein zweitbestes Ergebnis in dieser Sparte. Zahlreiche Favoriten sahen bei weicher Piste und schwierigen Bedingungen - zunächst Regen, dann Sonne, dann Nebel - nicht das Ziel. Gesamtweltcup-Leader Aksel Lund Svindal (NOR) schied im ersten Durchgang im 18. Saisonrennen erstmals aus. Ebenfalls bereits im ersten Lauf verabschiedeten sich Manfred Pranger (AUT), Ted Ligety (USA), Andre Myhrer (SWE) und Ivica Kostelic (CRO). Im zweiten Durchgang folgten auch Rainer Schönfelder (AUT) und Bode Miller (USA). Der Weltcup-Tross bleibt jetzt in der Schweiz. Die Punktejagd geht am kommenden Wochenende in Wengen weiter, am Freitag steht die Superkombi, am Samstag die Abfahrt und am Sonntag der Slalom auf dem Programm. Abzuwarten bleibt jedoch, wie das anhaltende Warmwetter im Berner Oberland dem Lauberhorn zusetzt. Das erste Training für die 77. Lauberhornabfahrt ist am Mittwoch um 12.30 Uhr geplant.

Schild auch in Kranjska Gora „unschlagbar“

Marlies Schild war auch beim Slalom von Kranjska Gora eine Klasse für sich und feiert ihren 5. Saisonsieg im Slalom. Wie schon in Levi und Aspen fuhr sie in beiden Läufen Bestzeit. Für Schild war es der insgesamt 13. Weltcup-Sieg, der 11. im Slalom. Die weiteren Podestplätze belegten zwei Athletinnen, die von ihren Vätern trainiert werden. Die Tschechin Sarka Zahrobska, die WM-Dritte von 2005, liess dem 3. Rang vor drei Tagen in Zagreb, ihrer ersten Klassierung im Weltcup unter den ersten drei, nun Position 2 folgen. Die Slowakin Veronika Zuzulova steigerte sich nach den Rängen 5, 7 und 9 in den letzten drei Slaloms auf Platz 3 und egalisierte ihr Bestergebnis. Dritte war die Junioren-Weltmeisterin von 2002 schon einmal geworden, im Februar 2004 in Zwiesel. Tanja Poutiainen verpaßte als 4 das „Stockerl“ um 7 Hundertstel Sekunden. Ihren Aufwärtstrend bestätigen konnte die Kroatin Ana Jelusic, die sich vor Therese Borssen aus Schweden, auf dem 5 Rang plazieren konnte. Aus dem ÖSV Team konnte noch Nicole Hosp als Siebte und Michaela Kirchgasser als Neunte in die Top-Ten fahren. Als beste DSV Fahrerin erreichte Annemarie Gerg den 12. Platz. Die Schweizerin Sandra Gini sorgte gleich für eine doppelte Premiere. Sie, die in 22 Versuchen zuvor leer ausgegangen war, gewann als 16. nicht nur ihre ersten Weltcup-Punkte, sondern sorgte auch für das erste zählbare Ergebnis für das gesamte Schweizer Slalom-Team in diesem Winter. Die Südtirolerin Manuela Mölgg aus Bruneck erreichte den 13. Platz. Die Halbzeitdritte Kathrin Zettel aus Österreich war im Finale ebenso ausgeschieden wie die Schwedin Anja Pärson.

Raich gewinnt Riesenslalom in Adelboden

Benni Raich ist beim Klassiker im Berner Oberland so wie im Vorjahr wieder nicht zu schlagen und wiederholt seinen Erfolg am Kuonisbergli. Der Tiroler gewann so wie 2006 den klassischen Riesenslalom von Adelboden und feiert seinen 2. Saisonsieg, den 25. insgesamt. Damit gibt es im vierten Riesenslalom in dieser Saison, den vierten Sieger. Nach Blardone, Palander und Svindal feiert Raich nun seinen ersten Saisonsieg im Riesenslalom. Dass Benjamin Raich so kurz nach dem Jahreswechsel den Tritt wieder findet, überrascht nicht, zumal der erste Monat des Jahres seit jeher seine bevorzugte Phase im Winter war; 14 seiner nunmehr 25 Weltcup-Siege errang der Freund von Marlies Schild im Januar. Der Olympiasieger hielt mit einer Zeit von 2:25,29 Min. den Italiener Massimo Blardone auf Distanz (+0,85 Sek.). Rang drei ging an Aksel Lund Svindal (+1,00). Die Plätze vier und fünf für den Finnen Kalle Palander und den Franzosen Joel Chenal sorgten dafür, dass in den Top-5 fünf verschiedene Nationen vertreten waren. Manuel Mölgg aus Italien erreichte den sechsten Rang. Der Beste Schweizer Didier Cuche fiel im zweiten Lauf noch um zwei Positionen auf Platz 7 zurück, lieferte nach dem 4. Rang in Beaver Creek aber wiederum Zeugnis davon ab, dass er auch im Riesenslalom den Anschluss an die Besten endgültig wieder geschafft hat. Didier Défago machte im Finale vier Ränge gut und setzte als Neunter nach den Positionen 5, 3 und 9 seine Serie an einstelligen Platzierungen fort. Ebenfalls zum viertenmal Weltcup-Punkte in dieser Saison gabs für Daniel Albrecht (16.). Der Österreicher Hannes Reichelt kann sich im ÖSV Lager als 13. Hoffnungen auf das Ticket für die WM 2007 in Are machen. Hermann Maier hat dieses Ticket als Titelverteidiger bereits sicher fiel aber im zweiten Lauf von Rang 8 auf Platz 15 zurück. Wirklich aufgedrängt hat sich außer Raich, der sein Ticket aber ohnehin schon in der Tasche hatte, keiner. Neben Titelverteidiger, Raich und Rainer Schönfelder haben wohl Reichelt und Gruber die besten Karten auf einen WM-Einsatz. Der Klassiker in Adelboden war nicht nur aus sportlicher Sicht ein echtes Saisonhighlight. Mehr als 20.000 Zuschauer stürmten das "Chuenisbärgli" im Berner Oberland, bei strahlendem Sonnenschein wurde ein echtes Ski-Fest gefeiert. Die Stimmung war prächtig, obwohl die Schweizer vergeblich gegen die Fortsetzung ihrer sieglosen Serie kämpften. Im Gesamtweltcup rückte Raich auf Rang fünf vor, der Tiroler weist nun 261 Punkte Rückstand auf Svindal auf. "Abgerechnet wird am Schluss", meinte der amtierende Gewinner der "Großen Kugel", der auch am Sonntag im Slalom einer der heißesten Topfavoriten ist.

Hosp gewinnt Riesenslalom in Kranjska Gora

Nicole Hosp feiert in Kranjska Gora beim Riesenslalom der Damen ihren ersten Weltcup Sieg der Saison. Die Österreicherin gewann in einer Zeit von 2:09,85 Min. und sichert dem ÖSV den 3. Sieg im 3. Riesenslalom und den 10. Saison-Sieg für Österreichs Damen. Der Sieg von Hosp, der insgesamt vierte im Riesenslalom, war überfällig. Die Tirolerin war in diesem Winter schon viermal Zweite geworden, unter anderem im Riesenslalom kurz vor dem Jahreswechsel am Semmering. Rang zwei ging an die Italienerin Nicole Gius (+0,43 Sek.), Dritte wurde die Finnin Tanja Poutiainen (+0,57). Erfreulich aus deutscher Sicht ist der 4 Rang von Kathrin Hölzl zu erwähnen, die mit Laufbestzeit im Finaldurchgang zum besten Ergebnis ihrer Karriere fuhr. Elisabeth Görgl wurde als zweitbeste ÖSV-Dame 5., vor Andrea Fischbacher, die von Rang 12 nach dem 1. Durchgang mit einem starken Finallauf nach vorne fuhr. Michaela Kirchgasser verpatzt den 2. Lauf, klassiert sich als Achte aber dennoch in den Top-Ten. Von den Schweizerinnen konnte nur Rabea Grand (24.) zufrieden sein die als einzige Schweizerin das Finale der besten 30 erreichte. Vor allem bei Nadia Styger und Fränzi Aufdenblatten liegen Anspruch und Wirklichkeit nach wie vor meilenweit auseinander. Styger büsste im ersten Lauf über vier Sekunden ein und verpasste den zweiten Durchgang, Aufdenblatten schied aus. Die Frauen fanden auf dem Podkoren-Hang, auf dem normalerweise die Männer antreten, die erwartet schwierigen Bedingungen vor. Schlechte Bodensichtverhältnissen sowie Wellen und Schlägen auf der sehr griffig präparierten Piste verlangten von den Fahrerinnen alles ab. An der schweren Aufgabe scheiterten schon im ersten Lauf zahlreiche prominente Fahrerinnen. Angeführt wurde die Liste von Kathrin Zettel, welche die ersten beiden Riesenslaloms dieses Winters gewonnen hatte und der Slalom-Dominatorin Marlies Schild. Olympiasiegerin Julia Mancuso stieg nach einem Fehler zurück und konnte sich nicht für den Finallauf qualifizieren. Hosp, die ihren letzten Sieg am 16. März 2006 im Super-G beim Weltcup-Finale in Aare gefeiert hatte, übernahm das Trikot für die Führung in der Weltcup Riesentorlauf-Wertung von der zweifachen Saisonsiegerin Kathrin Zettel. Im Gesamtweltcup blieb Marlies Schild voran, allerdings schmolz der Vorsprung auf 33 Zähler.

Marlies Schild feiert Slalomsieg in Zagreb

Marlies Schild bleibt die "Snow Queen" auf dem Bärenberg von Zagreb! Die Salzburgerin gewann wie im Vorjahr den Nachtslalom in Zagreb und feierte den 4. Sieg in diesem Jahr in dieser Disziplin. Im Finaldurchgang verteidigte sie ihren Vorsprung trotz Patzer im oberen Streckenabschnitt und einem mehr als unsportlichen Pfeifkonzert der 25.000 kroatischen Zuschauer souverän. Standesgemäß konnte sich Schild als „Schneekönigin“ über Krone und Mantel sowie 60.000 Euro Preisgeld, das höchste im Frauen-Weltcup, freuen. Die zweitplatzierte kroatische Lokalmatadorin Ana Jelusic hatte bereits 1,66 Sekunden Rückstand. Den 3. Rang sicherte sich die Tschechin Sarka Zahrobska (+1,85). Die Schwedin Anja Pärson, die sich nach dem ersten Lauf auf Platz zwei plazierte, schied nach guten Zwischenzeiten kurz vor dem Ziel aus. Die Italienerin Chiara Costazza bestätigte derweil mit Rang 4, nach dem sie bereits Fünfte am Zauberberg in Semmering war, ihren Aufwärtstrend und verwies US Girl Resi Stiegler, die als Vierte ins Finale ging, auf Rang 5. Das ÖSV Team, hinter Marlies Schild konnte heute nicht an die bisherigen Saisonleistungen anknüpfen. Nicole Hosp und Kathrin Zettel landetenn auf den Rängen 11 und 12, Michaela Kirchgasser scheiterte bereits im 1. Durchgang. Monika Bergmann-Schmuderer qualifizierte sich als beste Deutsche auf Rang 7. Kathrin Hölzl verbesserte sich von Platz 30 nach dem 1. Lauf auf Platz 15, Fanny Chmelar wurde 25. Pech hatte die Schweizerin Aita Camistral. Die Engadinerin qualifizierte sich mit ihrer persönlichen Bestleistung und dem 22. Platz für den zweiten Lauf, fädelte dort aber kurz vor dem Ziel ein. Rabea Grand wurde 36. und verpasste das Finale um rund eine halbe Sekunde. Im Slalom-Weltcup ist Marlies Schild, die bereits 203 Punkte Vorsprung auf ihre Teamkollegin Kathrin Zettel hat, die kleine Slalom-Weltcupkugel kaum mehr zu nehmen. Auch im Gesamtweltcup baute Schild ihren Vorsprung auf nun 133 Punkte auf Nicole Hosp aus. Kathrin Zettel ist Dritte vor der besten Nicht-Österreicherin Lindsey Kildow die einen Rückstand von 249 Punkten auf die Führende aufweist.

Borssen gewinnt Nachtslalom am Semmering

Marlies Schild hat erstmals in dieser Saison einen Slalom nicht gewonnen. Die Österreicherin vergab beim Nacht-Slalom auf dem Zauberg vor 15.000 Zuschauer in Semmering den schon sicheren geglaubten Sieg. Mit 82 Hundertsteln Vorsprung auf Borssen hatte Marlies Schild vor dem euphorischen Heimpublikum den zweiten Lauf in Angriff nehmen können. Bei der Zwischenzeit lag sie dann 1,39 Sekunden voraus, doch wenige Tore vor dem Ziel folgte der schwere Fehler, der ihren vierten Slalomsieg in Serie verhinderte und sie auf den 3 Rang zurückfallen lies. Die Schwedin Therese Borssen kam so zu ihrem ersten Weltcupsieg. "Unglaublich! Ich war überzeugt, Zweite zu sein. Denn Marlies war einfach zu gut", gestand die Schwedin, die im Zielraum zunächst ihr Glück gar nicht fassen konnte. "Ich bin total happy. Wie man gesehen hat kann beim Slalom so viel passieren. Besonders gefreut habe ich mich das Anja (Pärson) mich gleich angerufen hat und mir zum Sieg gratulierte." Die Gewinnerin des gestrigen Riesenslalom, Kathrin Zettel schrammte nur knapp am totalen Triumph am Semmering vorbei und