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Alle Informationen zur SKI WM 2007 in Are / Schweden:  www.SkiWM2007.de

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Aksel Lund Svindal ist Gesamtweltcupsieger der Herren 2006/07

Der Gesamtweltcupsieger 2006/07 heißt Aksel Lund Svindal und kommt aus Norwegen. Dank eines unglaublichen Endspurts bei den Weltcupfinaltagen im Bündnerland, wo er die Abfahrt, den Super G und auch den Riesenslalom für sich entscheiden konnte sicherte sich der 24-Jährige die „Große Weltcupkugel“. Am Ende setzte er sich mit einem hauchdünnen Vorsprung von 15 Punkten gegen den Tiroler Benjamin Raich durch. Svindal, der sich in Are auch schon den WM-Titel in der Abfahrt gesichert hatte, ist der dritte norwegische Gesamtsieger nach Kjetil André Aamodt (1994) und Lasse Kjus (1996 und 1999). "Ich bin einfach nur glücklich, da ist heute eine so große Last von meinen Schultern gefallen. Ich bin genau 15. geworden, das habe ich gebraucht", lauteten die ersten Worte von Svindal nach Erreichen seines größten Ziels. "Ich habe die ganze Saison gesagt, der Gesamtweltcup ist das Größte, was ich gewinnen kann. Ich bin sehr glücklich, das jetzt geschafft zu haben." Sieben Weltcupsiege in vier Disziplinen hat er bisher zu Buche stehen, nur ein Erfolg im Slalom fehlt dem in Kjeller bei Olso lebenden Allrounder noch. Svindal ist mit 1,95 Meter Größe und 100 Kilogramm Körpergewicht der Modellathlet unter den Skirennläufern, 2001 in Sölden gab er sein Weltcup-Debüt (Ausfall), erstmals punktete er am 15. Dezember 2002 als 23. im RTL von Val d'Isere. Das Talent zum Skifahren hat Aksel Lund von seiner Mutter, die an Krebs starb, als er acht Jahre alt war. Er wuchs mit seinem Vater auf, der ein Steuerberater ist und das Management des Sohnes übernommen hat. Der Gesamtweltcup Zweite Benjamin Raich erwies sich nach der Entscheidung wieder einmal als großer Sportsmann: "Es ist falsch, jetzt rumzujammern. Ich hätte gerne gewonnen, aber ich muss es akzeptieren. Aksel ist ein super Typ und er hat verdient gewonnen. Ich bin sehr glücklich über die Slalomweltcup-Kugel, viele haben darum gekämpft und ich habe sie. Nächstes Jahr gebe ich wieder Gas, aber jetzt raste ich erst mal."

Nicole Hosp ist Gesamtweltcupsiegerin der Damen 2006/07

Bei den Frauen triumphierte als Nachfolgerin von Janica Kostelic die 23-jährige Nicole Hosp, die als achte Österreicherin Gesamt-Weltcupsiegerin wurde. Letztmals hatte vor fünf Jahren mit Michaela Dorfmeister eine aus dem Austria-Team den Allrounder-Titel gewonnen. Nicole Hosp siegte im Gegensatz zu den achtfachen Saisonsiegerinnen Marlies Schild und Renate Götschl zwar 'nur' vier Mal, aber sie erwies sich als vielseitiger als ihre Teamkolleginnen. Hosp zeigte sich von ihrem Triumph begeistert: "Ich bin sprachlos. Es ist ein Traum, dass mir alles so genial aufgegangen ist. Schon gestern habe ich mit meinem Sieg wertvolle Punkte gemacht und gewusst, dass ich im Riesentorlauf ganz stark fahren kann." "Dabei war ich heute vor dem Rennen relativ nervös. Mir ist sehr viel durch den Kopf gegangen, jetzt ist das Gefühl dafür umso schöner. Ein Wahnsinn", freute sich die 24-Jährige. Konkurrentin Marlies Schild hatte ihre Weltcup-Chance schon am Samstag im Slalom erheblich reduziert. "Die Niki hat im Riesentorlauf so viel Routine. Da war mir klar, dass sie es runterbringen wird", gab die geschlagene Teamkollegin zu.

Hosp gewinnt Riesenslalom in Lenzerheide

Die Österreicherin Nicole Hosp gewann den Riesentorlauf von Lenzerheide mit einem Vorsprung von 1,42 Sekunden vor der Deutschen Kathrin Hölzl und ÖSV-Kollegin Michaela Kirchgasser und sichert sich damit die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup sowie auch die kleine Kristallkugel im Riesentorlauf Weltcup der Saison 2006/07. Insgesamt errang Weltmeisterin Nicole Hosp ihren vierten Saisonsieg, den neunten insgesamt. Marlies Schild, die sich mit Rang sechs begnügen musste, wurde mit 90 Punkten Rückstand auf die Tirolerin Zweite im Gesamt-Weltcup. Die Verliererin im Finallauf war Tanja Poutiainen, die nach dem ersten Lauf noch auf Platz 2 gelegen hatte und letztlich auf Platz 5 zurückfiel. Vor dem letzten Rennen hatte die Finnin im Riesenslalom-Weltcup nur 16 Punkte hinter Hosp zurückgelegen. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Riesenslalom der Damen in Lenzerheide: 1. Nicole Hosp (AUT) 2:11,98. 2. Kathrin Hölzl (GER) 1,42 zurück. 3. Michaela Kirchgasser (AUT) 1,53. 4. Manuela Mölgg (ITA) 2,14. 5. Tanja Poutiainen (FIN) 2,39. 6. Marlies Schild (AUT) und Anna Ottosson (SWE) 2,57. 8. Nicole Gius (ITA) 2,80. 9. Elisabeth Görgl (AUT) 3,44. 10. Maria Riesch (GER) 3,49.

Benjamin Raich gewinnt Slalom in Lenzerheide

Benjamin Raich gewann den Slalom in Lenzerheide mit zwei Mal Laufbestzeit und sicherte sich damit die kleine Kristall-Kugel im Slalom vor seinem Teamkollegen Mario Matt der Zweiter wurde. Den 3 Platz auf dem Podest sicherte sich der Südtiroler Manfred Pranger. Exakt mit dem geforderten 15. Rang im abschliessenden Slalom sicherte sich der Norweger Aksel Lund Svindal auf der Lenzerheide erstmals die grosse Kristallkugel für den Sieger des Gesamtweltcups. Svindal entschied das bis zuletzt spannende Duell zweier Genies auf Ski mit 13 Punkten Vorsprung für sich. Der Norweger hatte in Are WM-Gold in Abfahrt und Riesenslalom gewonnen und ist der unbestrittene König des Skiwinters. Die Top 10 Rennläufer beim Slalom Weltcupfinale in Lenzerheide: 1. Benjamin Raich (AUT) 1:39,78. 2. Mario Matt (AUT) 0,97 zurück. 3. Manfred Mölgg (ITA) 1,74. 4. Marc Berthod (SUI) 1,92. 5. Jens Byggmark (SWE) 1,97. 6. Jean-Baptiste Grange (FRA) 2,24. 7. Manfred Pranger (AUT) 2,36. 8. Reinfried Herbst (AUT) 2,53. 9. Michael Janyk (CAN) 2,54. 10. Silvan Zurbriggen (SUI) 2,66.

Svindal gewinnt Riesenslalom in Lenzerheide

Aksel Lund Svindal ist auf dem besten Weg, sich die große Kugel im Weltcup zu holen. Der Norweger hat beim Weltcup-Finale den dritten Sieg gelandet und durch den Erfolg im Riesenslalom auch die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Der Doppel-Weltmeister gewann am Samstag auf der Lenzerheide in der Schweiz in 2:07,82 Minuten mit einem Vorsprung von 0,21 Sekunden auf den Italiener Massimiliano Blardone und holte sich die Weltcup- Wertung im Riesenslalom. Auf dem dritten Rang landete der Amerikaner Bode Miller. Doppel-Olympiasieger Benjamin Raich büßte durch sein Ausscheiden im ersten Durchgang die Führung in der Gesamtwertung ein. Raich gab sich noch nicht ganz geschlagen: "Ich muss das gelassen nehmen. Es ist jetzt sehr unwahrscheinlich, dass ich den Gesamtweltcup gewinnen. Ich muss im Slalom gewinnen, der Aksel keinen Punkt machen, das ist sehr schwierig. Es ist möglich, aber sehr unwahrscheinlich. Aber so lange es möglich ist, muss ich Gas geben. So lange es eine Chance gibt, kämpfen wir." Der Schweizer Didier Cuche wurde mit zwei kompakten Fahrten Vierter - theoretisch könnte er Raich noch von Rang 2 im Weltcup verdrängen. Teamkollege Marc Berthod arbeitete sich mit einem hervorragenden zweiten Lauf von Position 10 auf Rang 5 vor. Es ist sein bestes Riesenslalom-Ergebnis bislang. Daniel Albrecht komplettierte eine gute Schweizer Teamleistung als Elfter. Für Österreich setzte es erneut ein Riesentorlauf-Debakel, als bester ÖSV-Aktiver landete Hannes Reichelt nur auf Rang zwölf. Deutsche hatten sich nicht für dieses Saison-Finale qualifiziert. Die Top 10 Rennläufer beim Riesenslalom der Herren in Lenzerheide: 1. Aksel Lund Svindal (NOR) 2:07,82. 2. Massimiliano Blardone (ITA) 0,21 zurück. 3. Bode Miller (USA) 0,67. 4. Didier Cuche (SUI) 0,81. 5. Marc Berthod (SUI) 0,87. 6. Kalle Palander (FIN) 1,29. 7. François Bourque (CAN) 1,39. 8. Manfred Mölgg (ITA) 1,80. 9. Alberto Schieppati (ITA) 1,87. 10. Ted Ligety (USA) 1,88.

Hosp gewinnt Slalom in Lenzerheide

Die Österreicherin Nicole Hosp hat den Weltcup-Slalom auf der Lenzerheide in der Schweiz gewonnen und sich ein Rennen vor dem Saisonende auch an die Spitze der Gesamtwertung gesetzt. Die Riesenslalom-Weltmeisterin gewann in 1:45,67 Minuten mit einem Vorsprung von 0,28 Sekunden vor der Schwedin Anja Pärson. Dritte wurde die Slowakin Veronika Zuzulova. Die bislang im Gesamtweltcup führende Österreicherin Marlies Schild kam nach einem Fahrfehler als 19. nicht in die Weltcup-Punkte. Der Damen Slalom auf der Lenzerheide hat im Gesamtweltcup nicht die Entscheidung, sondern die Wende gebracht. Beim Kampf um die große Weltcupkugel hat Hosp nun 30 Punkte Vorsprung auf Schild und war bisher die konstanteste Riesenslalom-Fahrerin der Saison. Eines ist heute bereits fix - der Gesamtweltcup geht an Österreich. Die US Amerikanerin Julia Mancuso, welche als dritte Fahrerin noch im Titelrennen war, hat keine Chance mehr. Sie holte keine Punkte. Beste Deutsche war die Partenkirchenerin Maria Riesch auf dem zehnten Platz. Monika Bergmann-Schmuderer aus Lam belegte den 13. Rang. Schweizerinnen waren im Slalom nicht am Start. Die Top 10 Fahrerinnen beim Slalom der Damen auf der Lenzerheide: 1. Nicole Hosp (AUT) 1:45,67. 2. Anja Pärson (SWE) 0,28 zurück. 3. Veronika Zuzulova (SLK) 1,35. 4. Tanja Poutiainen (FIN) 1,37. 5. Anna Ottosson (SWE) 1,58. 6. Sarka Zahrobska (TSH) 1,78. 7. Nina Löseth (NOR) 2,00. 8. Florine De Leymarie (FRA) 2,11. 9. Therese Borssen (SWE) 2,49. 10. Maria Riesch (GER) 2,83.

Pärson gewinnt Super G in Lenzerheide

Die Schwedin Anja Pärson sicherte sich beim letzten Super G in diesem Jahr ihren ersten Saisonsieg. Die dreifache Weltmeisterin von Are war bei ihrem 35. Weltcup-Erfolg in 1:20,16 Minuten um 0,67 Sekunden schneller als Andrea Fischbacher aus Österreich. Dritte wurde Marlies Schild (Österreich/0,93 Sekunden zurück). Damit geht Marlies Schild (1.442 Punkte) mit 70 Punkten Vorsprung auf Hosp (1.372) in die letzten zwei Rennen und kann schon am Samstag in ihrer Spezialdisziplin, dem Slalom, alles klar machen. Mancuso liegt als Dritte bereits über 100 Zähler zurück. Götschl, die einen Stein erwischte und mit kaputtem Ski aufgeben musste, ist als Gesamt-Vierte damit endgültig aus dem Rennen um die große Kristallkugel. Maria Riesch ist beim letzten Super-G der Saison in Lenzerheide/Schweiz auf Rang neun gefahren. Die Rettenbergerin Petra Haltmayr schied in ihrem wohl letzten Weltcup-Rennen aus. Die Schweizerinnen vermochten beim Saisonfinale nicht zu überzeugen: Nadia Styger fuhr beim letzten Super-G der Saison auf Platz 10. Fränzi Aufdenblatten wurde 11. Martina Schild (16.) enttäuschte mit dem zweitletzten Rang. Die Top 10 Rennfahrerinnen beim Super G in Lenzerheide: 1. Anja Pärson (SWE) 1:20,16. 2. Andrea Fischbacher (AUT) 0,67 zurück. 3. Marlies Schild (AUT) 0,93. 4. Alexandra Meissnitzer (AUT) 1,15. 5. Nicole Hosp (AUT) 1,22. 6. Emily Brydon (CAN) 1,68. 7. Julia Mancuso (USA) 1,84. 8. Elisabeth Görgl (AUT) 1,94. 9. Maria Riesch (GER) 1,96. 10. Nadia Styger (SUI) 2,07.

Svindal gewinnt Super G in Lenzerheide

Der Norweger Aksel Lund Svindal, der bereits die gestrige Abfahrt in Lenzerheide für sich entscheiden konnte sicherte sich binnen 24 Stunden auch beim SUPER G den 1.Platz. Der Doppel-Weltmeister gewann vor dem Österreicher Benjamin Raich und dem Kanadier Erik Guay. Bode Miller (USA) sicherte sich durch seinen vierten Rang hinter dem Kanadier zum zweiten Mal nach 2005 den Super-G-Weltcup. Der Schweizer Didier Cuche (6.) hat seine Chancen auf den Sieg im Gesamtweltcup wohl verspielt. Im Hinblick auf den Gesamtweltcup hat sich der Norweger Svindal mit diesem Sieg eine ausgezeichnete Ausgangslage erarbeitet. Noch steht in der Lenzerheide ein Riesenslalom (Samstag) und ein Slalom aus. Spannung total: Raich führt nur noch mit drei Punkten vor Verfolger Svindal. Stephan Keppler belegte als einziger deutscher Starter den 18. Platz und blieb ohne Weltcuppunkte. Abfahrts-Olympiasieger Fritz Strobl aus Österreich sorgte mit einer originellen Idee für Aufsehen. Der "Mozart der Mausefalle" fuhr verkleidet in einem Mozart- Kostüm und verabschiedete sich damit aus dem Ski-Weltcup. Der 34- Jährige verbuchte neun Weltcup-Siege. Bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City holte er sich Gold, bei den Weltmeisterschaften in Are in diesem Jahr gewann er Silber im Super-G und Gold im Teamwettbewerb. Mit seinem Hit „Genie auf die Ski“ belegt er zur Zeit in den österreichischen Charts den zweiten Platz.

Götschl gewinnt Abfahrt in Lenzerheide

Renate Götschl hat beim Weltcup-Final auf der Lenzerheide die Abfahrt vor ihrer Landsfrau Marlies Schild gewonnen. Dritte wurde die Französin Marie Marchand-Arvier. Götschl stand bereits vor dem Rennen als Gewinnerin des Abfahrt-Weltcups fest. Maria Riesch, die einzige deutsche Fahrerin im nur 20-köpfigen Starterfeld, landete trotz eines kleinen Fahrfehlers auf dem vierten Rang und erreichte damit eine bessere Platzierung als Weltklassefahrerinnen wie Anja Pärson (7.) oder Julia Mancuso (5.). Bereits im Training hatte die 22-Jährige als Vierte überrascht. Fränzi Aufdenblatten erreichte als beste Schweizerin Rang 9. Am Vortag hatte Marlies Schild erstmals in ihrer Karriere eine Bestzeit im Training realisiert, im Rennen gelang nun die Bestätigung. Der 7. Rang von Tarvisio war bisher das beste Abfahrts-Ergebnis von Marlies Schild, doch auf der Lenzerheide fuhr die 25-jährige Salzburgerin 58 Hundertstel hinter Teamkollegin Götschl auf den 2. Platz, womit sie nun die ganz grosse Favoritin auf den Gewinn des Gesamt-Weltcups ist. 55 Punkte liegt nun Marlies Schild vor Nicole Hosp, die in der Abfahrt Platz 6 belegte. Renate Götschl liegt als Dritte bereits 82 Punkte zurück, Die Amerikanerin Julia Mancuso, die Fünfte der Abfahrt, hat nunmehr 86 Punkte Rückstand. Auch bei den Damen kam es, wie zuvor bereits bei den Herren, zu zwei Stürzen. Die Italienerin Daniela Merighetti und Elisabeth Görgl aus Österreich zogen sich glücklicherweise keine ernsthaften Verletzungen zu. Die Top 10 Rennläuferinnen bei der Abfahrt in Lenzerheide. 1. Rentae Götschl (AUT) 1:22,73. 2. Marlies Schild (AUT) 1:23,31. 3. Marie Marchand-Arvier (FRA) 1:23,40. 4. Maria Riesch (GER) 1:23,76. 5. Julia Mancuso (USA) 1:23,78. 6. Nicole Hosp (AUT) 1:23,81. 7. Anja Pärson (SWE) 1,24. 8. Ingrid Jacquemod (FRA) 1,44. 9. Fränzi Aufdenblatten (SUI) und Emily Brydon (CAN) 1,59.

Svindal gewinnt Abfahrt in Lenzerheide

Weltmeister Aksel Lund Svindal hat am Mittwoch die letzte Herren-Abfahrt der Weltcup-Saison 2006/07 gewonnen. Der Norweger siegte auf der Lenzerheide knapp vor dem Schweizer Daniel Albrecht (0,05) sowie Christoph Gruber (0,07). "Es ist nie angenehm, wenn du auf den Start wartest und zwei Kollegen verletzt sind. Ich war erstaunt, dass ich so schnell war", sagte Svindal und freute sich vor allem, seinen WM-Erfolg von den Titelkämpfen in Are bestätigt zu haben. "Das ist wichtig für mich." Mit seinem Sieg machte Svindal viel Boden in der Gesamtwertung auf Benjamin Raich, der 13. wurde, wett und hat nur noch 23 Punkte Rückstand auf den Titelverteidiger. Der Schweizer Didier Cuche, der ex aequo mit Hermann Maier (je 0,10) Fünfter wurde, war bereits zuvor als Abfahrts-Weltcupsieger festgestanden. Cuche glaubt, dass er bei der heutigen Abfahrt möglicherweise schon die entscheidenden Punkte beim Kampf um den Gesamtweltcup verloren hat. "Ich bin ein bisschen enttäuscht, denn ich weiß, dass mir dieses Ergebnis am Sonntag sicher wehtun wird", sagte er. "Ich habe über 100 Punkte beim Warten in Garmisch und hier verloren sowie bei ein paar Hundertstel-Entscheidungen gegen mich. Damit sind meine Chancen auf die große Kugel sicher kleiner geworden, aber man weiß ja nie." Deutsche hatten sich für die Abfahrt, die wegen schwerer Stürze des Schweizers Bruno Kernen und des Franzosen Pierre-Emmanuel Dalcin zwei Mal unterbrochen werden musste, nicht qualifiziert. Kernen und Dalcin wurden mit dem Rettungshubschrauber von der Strecke geflogen. Kernen erlitt bei seinem Sturz einen Innenbandriss im rechten Knie. Wie der Schweizer Skiverband mitteilte, zog sich der 34-Jährige zudem eine Gehirnerschütterung, einen Nasenbeinbruch sowie Schürfwunden und Prellungen am ganzen Körper zu. Nach einer Untersuchung im Kantons-Krankenhaus in Chur muss Kernen vier bis sechs Wochen pausieren, ob der dreifache Abfahrtssieger seine Karriere fortsetzt, ist noch offen. Dalcin kam mit einer Luxation der rechten Schulter glimpflich davon.

Schild gewinnt Slalom am Arber

Marlies Schild hat auch beim Weltcup-Slalom in Zwiesel die Konkurrenz distanziert. Die österreichische Slalomkönigin setzte sich mit 2,23 Sekunden Vorsprung auf Weltmeisterin Sarka Zahrobska aus Tschechien sowie vor der Schwedin Anna Ottoson durch, die beide zeitgleich auf Platz zwei kamen. Erst dreimal hat eine Fahrerin mit einem noch grösseren Vorsprung gewonnen als Schild. Zuletzt war dies Lise-Marie Morerod die 1976 in Aprica mit 2,96 Sekunden Vorsprung auf Rosi Mittermaier siegte. Mit dem achten Saisonsieg - dem siebenten im Slalom - übernimmt Schild wieder die Führung im Gesamtweltcup. Sie führt nun 15 Punkte vor Hosp und 51 Punkte vor Mancuso. Beste Deutsche war Monika Bergmann-Schmuderer aus Lam, die bei ihrem Heimrennen Platz neun belegte. Maria Riesch erreichte als Zehnte ihr bestes Slalom-Resultat seit drei Jahren. Auf den Rängen 14 und 15 folgten Kathrin Hölzl und Annemarie Gerg. Nachwuchsläuferin Nina Perner holte auf Rang 26 ihre ersten Weltcup-Punkte. Als einzige Schweizerin konnte sich Aline Bonjour in ihrem dritte Weltcup-Rennen zum zweiten Mal Punkte sichern. Die Waadtländerin, die in der Sierra Nevada mit einem siebten Rang auf sich aufmerksam gemacht hatte, wurde 18. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Slalom der Damen in Zwiesel: 1. Marlies Schild (AUT) 1:36,67. 2. Sarka Zahrobska (TCH) und Anna Ottosson (SWE) 2,23 zurück. 4. Nicole Gius (ITA) 2,53. 5. Tanja Poutiainen (FIN) 2,57. 6. Veronika Zuzulova (SLK) 2,75. 7. Therese Borssen (SWE) 2,79. 8. Florine De Leymarie (FRA) 3,17. 9. Monika Bergmann Schmuderer (GER) 3,28. 10. Maria Riesch (GER) 3,57.

Johannes Grugger gewinnt Super-G in Kvitfjell

Der Österreicher Johannes Grugger hat den Weltcup-Super-G im norwegischen Kvitfjell gewonnen. Grugger setzte sich in 1:29,72 Minuten klar vor Mario Scheiber und dem Schweizer Didier Cuche durch. Die "Skination Nummer Eins" hat sich damit eindrucksvoll zurückgemeldet. Cuche ist der einzige Nicht-ÖSV-Fahrer unter den ersten fünf Rängen: Platz vier belegte Michael Walchhofer, fünfter wurde Hermann Maier. Eine gute Leistung zeigte auch Bruno Kernen: Der Schweizer fuhr auf den sechsten Rang. Auf den dritten Platz fehlten dem Berner Oberländer nur gerade fünf Hundertstel-Sekunden. Der Deutsche Stephan Keppler aus Ebingen belegte einen guten 12. Rang - nur 29 Hundertstelsekunden fehlten auf einen Podestplatz. Er erreichte damit das drittbeste Ergebnis seiner Karriere und qualifizierte sich in seiner Lieblingsdisziplin für das Weltcup-Finale in Lenzerheide/Schweiz (14. - 18.03.). Weil der Norweger Aksel Lund Svindal ausschied, ist Cuche neuer Zweiter im Gesamtweltcup. Hier führt der Österreicher Benjamin Raich, der ebenfalls nicht das Ziel erreichte. Damit kommt der Schweizer Raich auf unter 100 Punkte nahe. Genau beträgt der Vorsprung von Raich nun 92 Punkte auf Cuche. Und 103 Punkte auf Svindal. Im Super-G liegt der US-Amerikaner Bode Miller (Tagessiebenter) mit 254 Zählern vor John Kucera (CAN/178), Scheiber (170), Cuche (168) und Maier (155). Ein Rennen beim Finale kommende Woche in Lenzerheide steht noch aus. Die Top 10 Rennläufer beim Super G in Kvitfjell: 1. Hans Grugger (AUT) 1:29,57. 2. Mario Scheiber (AUT) 0,72 zurück. 3. Didier Cuche (SUI) 0,91. 4. Michael Walchhofer (AUT) 0,94. 5. Hermann Maier (AUT) 0,95. 6. Bruno Kernen (SUI) 0,96. 7. Bode Miller (USA) und Marco Büchel (LIE) je 0,98. 9. Fritz Strobl (AUT) 1,00. 10. Hannes Reichelt (AUT) 1,05.

Tanja Poutiainen gewinnt Riesenslalom in Zwiesel

Tanja Poutiainen hat am Samstag beim Riesentorlauf in Zwiesel einen Dreifachtriumph der österreichischen Damen verhindert. In diesem Winter hatte es Poutiainen nicht weniger als viermal aufs Podest geschafft, aber nie auf die oberste Stufe. Das machte ihr keine Sorgen: «Nach diesen konstant guten Leistungen wusste ich, dass der nächste Sieg nur eine Frage der Zeit ist. Man muss halt Geduld haben.» Die Finnin setzte sich vor Nicole Hosp, Michaela Kirchgasser und Elisabeth Görgl durch. Die Halbzeitführende US-Amerikanerin Julia Mancuso fiel noch auf den fünften Rang zurück. Damit übernahm Weltmeisterin Hosp vor dem Slalom am Sonntag mit 1.263 Punkten die Weltcup-Gesamtführung vor Mancuso (1.244), führt aber ein Rennen vor Schluss im Riesentorlauf-Weltcup nur noch 16 Zähler vor Poutiainen. Sollten die beiden Favoritinnen Poutiainen und Hosp in Lenzerheide beim Saisonfinale patzen, könnte Michaela Kirchkasser zur lachenden Dritten werden: Die Österreicherin untermauerte durch Platz drei in Zwiesel ihren dritten Rang im Disziplinen-Weltcup. Ihre Teamkollegin Marlies Schild (8. im Riesenslalom) weist im Kampf um den Gesamtweltcup einen Abstand von 61 Punkte auf, den sie aber bereits beim morgigen Slalom verringern könnte. Einmal mehr überzeugend konnte aus deutscher Sicht Nachwuchstalent Viktoria Rebensburg: Nach dem Sie bereits im 1. Durchgang mit Startnummer 23 auf den 12 Rang vorfuhr legte sie im Finallauf die zweitschnellste Zeit auf die Piste und landete auf dem siebten Platz, dem bisher beste Weltcupresultat ihrer jungen Karriere. Die anderen deutschen Damen konnten bei ihrem Heimrennen nicht überzeugen. Technikspezialistin Kathrin Hölzl plazierte sich auf Platz 18, Marie Riesch wurde 27. und Carolin Fernsebner schied aus. Fränzi Aufdenblatten schaffte es als einzige Schweizerin in den zweiten Lauf, sie wurde 26.

Cuche gewinnt Abfahrt in Kvitfjell

Der Schweizer Skirennfahrer Didier Cuche hat die Weltcup-Abfahrt im norwegischen Kvitfjell gewonnen und sich damit auch die Disziplinenwertung gesichert. «Es war höchste Zeit, dass wir die Abfahrtskugel wieder einmal holten», freute sich Trainer Franz Heinzer und beglückwünschte seinen Nachfolger. Heinzer hatte diese Trophäe als letzter Schweizer Abfahrer vor 14 Jahren erobert. 2003 gewann Mike von Grünigen im Riesenslalom die letzte Disziplinenwertung für Swiss-Ski. Nun entführt Cuche die insgesamt 27. kleine Männer-Kugel in die Schweiz. Cuche wahrte auch seine mini Chance auf den Gesamtweltcup: Leader Benni Raich (AUT) und Verfolger Aksel Lund Svindal (NOR) büssten als 21. respektive 11. in der Abfahrt Terrain gegenüber dem auf Rang 3 liegenden Schweizer ein. Zur Situation im Gesamtweltcup sagte Raich: "Der Vorsprung von über 100 Punkten ist zufrieden stellend. Aufpassen muss man ein bisschen auf Cuche", warnte er. Von dem kam gleich die Kampfansage. "Benni ist in den technischen Disziplinen so stark, es wird schwer, ihn zu kriegen. Aber wer weiß? Ich gebe bis zum letzten Rennen nicht auf." In einem wegen Nebels zunächst verschobenem und dann über anderthalb Stunden unterbrochenem Rennen sorgte Cuche für den erster Schweizer Abfahrtssieg seit drei Jahren. Mit einem Rückstand von 0,06 Sekunden fuhr der Kanadier Erik Guay auf Platz zwei vor dem Liechtensteiner Marco Büchel. Walchhofer verhinderte als Vierter und bester Österreicher ein ÖSV-Debakel in einem allerdings etwas fragwürdigen Rennen. "Angesichts der Verhältnisse muss ich zufrieden sein, erstmals waren hohe Nummern ein Vorteil. Von den Schmerzen her war es okay, besser als in den vergangenen Tagen", sagte Walchhofer. Fritz Strobl wurde 13., der Ablauf des Renntages war auch nicht nach seinem Geschmack: "Man hätte mit dem Start länger zuwarten sollen, so war das für die ersten Nummern nicht fair", sagte er. Viele Rennläufer hatten am frühen Nachmittag nicht mehr mit einer Abfahrt gerechnet. Die weiteren Österreicher landeten im geschlagenen Feld, Georg Streitberger wurde 17., Raich und Christoph Gruber ex aequo 21., Hans Grugger 27., Mario Scheiber 28. und Hermann Maier 30., was einen mickrigen Weltcup-Punkt bedeutete.

Benjamin Raich gewinnt Kombi in Kvitfjell

Der Österreicher Benjamin Raich hat am Freitag die Weltcup-Super-Kombination der alpinen Ski-Herren in Kvitfjell für sich entschieden und damit einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung im Gesamtweltcup getan. Der 29-jährige Tiroler setzte sich nach Abfahrt und Slalom deutlich vor dem Schweizer Silvan Zurbriggen (1,41 Sekunden zurück) und dem Norweger Aksel Lund Svindal (1,56) durch. Aksel Lund Svindal gewann damit die kleine Kristallkugel in der Super-Kombination. Der Schweizer Marc Berthod, der in der Wertung vor dem Rennen noch einen Punkt vor Svindal lag, missglückte der Slalom völlig. Er beendete die Kombinationswertung auf dem 2. Platz. Raich baute seine Führung gegenüber Svindal im Gesamtweltcup damit sechs Rennen vor Schluss auf 117 Punkte aus. Vor dem Slalom hatte noch der Schweizer Abfahrtspezialist Didier Cuche das Klassement vor US-Boy Bode Miller und dem Österreicher Mario Scheiber angeführt. Miller blieb allerdings mit dem Innenski an einer Slalomstange hängen und vergab wieder einmal eine gute Platzierung. Cuche gelang eine gute Leistung im Slalomhang und konnte auf Platz 16 noch ordentlich Weltcup-Punkte sammeln. Mario Scheiber (AUT) wurde Sechster hinter dem Italiener Peter Fill. Die deutschen Teilnehmer Stephan Keppler und Johannes Stehle lagen nach der Abfahrt weit zurück. Beide traten zum Slalom nicht mehr an. Am Wochenende stehen in Kvitfjell noch eine Abfahrt (Samstag) und ein Super G (Sonntag) auf dem Programm. Die Top Ten Rennfahrer bei der Superkombination in Kvitfjell: 1. Benjamin Raich (AUT) 2:21,22. 2. Silvan Zurbriggen (SUI) 1,41 zurück. 3. Aksel Lund Svindal (NOR) 1,56. 4. Ivica Kostelic (CRO) 1,74. 5. Peter Fill (ITA) 1,92. 6. Mario Scheiber (AUT) 2,26. 7. Hans Olsson (SWE) 2,53. 8. Pierrick Bourgeat (FRA) 2,88. 9. Marc Berthod (SUI) 3,08. 10. Didier Défago (SUI)

Matt gewinnt Slalom in Kranjska Gora

Der Österreicher Mario Matt hat auch den Weltcup-Slalom im slowenischen Kranjska Gora gewonnen. Nach seinem Sieg bei der WM und vergangene Woche in Garmisch-Partenkirchen fuhr der 27-Jährige in 1:40,64 Minuten zu seinem dritten Weltcup-Erfolg in diesem Winter und übernahm die Führung im Slalom-Weltcup. „Der Slalomweltcup ist jetzt natürlich mein großes Ziel, da bin ich ja auch auf einem ganz guten Weg." Sein Landsmann Benjamin Raich übernahm mit Rang zwei (1:41,25) die Führung im Gesamtweltcup, da der Norweger Aksel Lund Svindal schon im ersten Lauf ausgeschieden war. "Im Gesamtweltcup fange ich erst gar nicht zu rechnen an. Ich werde aber alle Bewerbe bis zum Saisonende fahren, denn ich will auch zeigen, was ich mir in den Speed-Bewerben heuer vorgenommen habe", meinte der neue Weltcup-Leader. Dritter wurde der Italiener Manfred Moelgg (1:41,80). Den ÖSV-Erfolg komplettiert Manfred Pranger mit Rang fünf, Reinfried Herbst mußte sich mit dem 12 Platz bescheiden. Bester Schweizer wurde Marc Berthod als 7, sein Teamkollege Marc Gini zeigte einmal mehr eine starke Leistung im zweiten Durchgang, als er sich von Platz 26 noch auf den 9. Rang verbesserte. Es ist dies sein bestes Ergebnis seiner Karriere im Weltcup. Der Deutsche Felix Neureuther kugelte sich bei einem Sturz im ersten Durchgang die linke Schulter aus. Alois Vogl verpasste als 33. des ersten Laufs das Finale.

Götschl gewinnt Super-G in Tarvisio

Österreichs Speed Queen Renate Götschl hat den Super-G im italienischen Tarvisio in souveräner Manier gewonnen. Die Steirerin, die bereits die Weltcup-Wertung in ihrer Spezialdisziplin vorzeitig für sich entschieden hatte, gewann am Sonntag vor ihrer Teamkollegin Nicole Hosp und der Amerikanerin Julia Mancuso. Götschl hat damit in dieser Saison bereits sieben Siege gefeiert und eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt. Zudem ist sie nun mit 17 Siegen im Super-G die erfolgreichste Fahrerin in dieser Disziplin vor Katja Seizinger (GER/16), Carole Merle (FRA/12) und Michaela Dorfmeister (10). Eine stille Siegerin war Alexandra Meissnitzer, die möglicherweise nach Saisonende ihren Rücktritt bekannt geben wird ("Ich werde das in Ruhe entscheiden"). Mit nur 0,07 Sekunden Rückstand verpasste "Meissi" als Vierte das Stockerl, war darüber aber nur bedingt traurig: "Ich bin einfach froh, so eine Fahrt ins Ziel gebracht zu haben. Die ersten Drei fahren derzeit einfach mit so einer Sicherheit - die hat mir die komplette Saison über gefehlt. Wenn du so drauf bist, fährst du dann auch mal gleich eine halbe Sekunde schneller." Marlies Schild mußte sich heute mit dem 12. Platz begnügen, direkt dahinter folgten Christine Sponring, Andrea Fischbacher und Kathrin Wilhelm die als 15. das Rennen beendete. Die Schwedin Anja Pärson (SWE) schied mit klarer Zwischenbestzeit kurz vor dem Ziel aus. Maria Riesch aus Partenkirchen erreichte als Achte ihr bestes Saisonresultat im Super-G. Die Oberstdorferin Gina Stechert qualifizierte sich mit einem 21. Platz für das Weltcup-Finale Mitte März im schweizerischen Lenzerheide. Dort ist auch Petra Haltmayr aus Rettenberg dabei, die als 28. in Tarvisio ebenfalls in die Punkte fuhr. Als beste des Swiss-Ski-Teams belegte Fabienne Suter den 23. Rang. Nadia Styger (27.) und Martina Schild (29.) verloren ebenfalls über zwei Sekunden. Die 31-Jährige Götschl, die bereits als Gewinnerin der Kristallkugel in Abfahrt und Super G feststeht, führt nun im Gesamtweltcup mit 1.199 Punkten ex aequo mit der US-Amerikanerin Julia Mancuso. Nicole Hosp und Marlies Schild ließen sich aber nicht abschütteln und können am Technik-Wochenende in Zwiesel wieder zurück schlagen. Sechs Rennen stehen noch aus. 2 Slaloms, 2. Riesenslaloms und je eine Abfahrt und ein Super G. Damit spricht eindeutig mehr für die Allrounderinnen Hosp, Schild und Mancuso. Götschl hat nur in den Speed-Renenn realistische Chancen auf „Big Points“. Die Top 10 Rennfahrerinnen beim Super-G in Tarvisio: 1. Renate Götschl (AUT) 1:18,66. 2. Nicole Hosp (AUT) 1,01 zurück. 3. Julia Mancuso (USA) 1,22. 4. Alexandra Meissnitzer (AUT) 1,29. 5. Tina Maze (SLO) 1,35. 6. Stacey Cook (USA) 1,42. 7. Britt Janyk (CAN) 1,55. 8. Maria Riesch (GER) 1,62. 9. Emily Brydon (CAN) 1,71. 10. Ingrid Jacquemod (FRA) 1,74.

Raich gewinnt Riesenslalom in Kranjska-Gora

Benjamin Raich feierte beim Riesenslalom der Herren in Kranjska Gora seinen 27. Weltcupsieg. Der Pitztaler siegte mit einem Vorsprung von 55 Hundertstel Sekunden vor dem Kanadier Francois Bourque. Massimiliano Blardone aus Italien wurde Dritter vor Weltmeister Aksel Lund Svindal aus Norwegen, der seine Führung im Gesamtweltcup knapp behauptete. Svindal teilte sich den 4. Platz mit dem zeitgleichen US Amerikaner Ted Ligety . Als einziger Schweizer im Klassement wurde Didier Cuche Sechster. Nach dem schlechten Abschneiden bei der WM in Are konnte das Österreichische Riesenslalom Team heute mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung aufwarten. Hannes Reichelt (7.), Christoph Gruber (8.), Mario Scheiber (9.), Mario Matt (11.) und Matthias Lanzinger (12.) komplettieren die starke ÖSV-Leistung. Mit seinem zweiten Saisonsieg im Riesenslalom übernimmt Raich auf "seinem" Hang die Führung im Riesenslalom Weltcup. Der Tiroler hat nun 3 Punkte Vorsprung auf Svindal und 19 Punkte Vorsprung auf Blardone. Auch im Gesamtweltcup mischt Raich mit seinem 4. Saisonsieg wieder voll mit. Nur noch 53 Punkte Rückstand hat der „Blitz aus Pitz“ auf Svindal. Das Duo hat sich nun etwas abgesetzt und wird sich die große Kristallkugel wohl untereinander ausmachen.

Mancuso gewinnt Abfahrt in Tarvisio

Die US Amerikanerin Julia Mancuso gewann den Abfahrtslauf in Tarvisio (ITA) und feierte ihren 4 Saisonsieg. Die 22 jährige setzte sich knapp vor Renate Götschl durch, die sich damit aber vorzeitig den Sieg im Abfahrtsweltcup sicherte. Vor dem Weltcupfinale in Lenzerheide hat die Steierin einen Vorsprung von uneinholbaren 114 Punkten. Dritte wurde mit einem Rückstand von 21 Hundertstel Sekunden die Kanadierin Emily Brydon, die den zweiten „Stockerlplatz“ ihrer Karriere erreichte. Auf dem 4. Rang folgte die Österreicherin Elisabeth Görgl, vor der Kanadierin Kelly Vanderbeek. Als beste Schweizerin klassierte sich Nadia Styger, vor der Weltcup-Gesamtführenden Marlies Schild, auf Platz 6. Mit Ausnahme von Nadia Styger und Catherine Borghi (12.) präsentierten sich die Damen des Swiss Team heute eher schwach: Sylvaine Berthod, Fränzi Aufdenblatten, Martina Schild und Monika Dumermuth belegten lediglich die Ränge 20, 21, 25 und 27. Weltmeisterin Anja Pärson aus Schweden schied mit bester Zwischenzeit nach einem Torfehler aus, Nicole Hosp aus Österreich, die sich noch Hoffnungen auf den Gesamtweltcup macht, kam nicht über Rang 17 hinaus. Beste DSV-Fahrerin war Maria Riesch auf Position 19, Gina Stechert wurde 22. Überschattet wurde das Rennen von einem schweren Sturz von Tamara Wolf. Die 21-jährige Schweizerin wurde von einer Bodenwelle abgehoben und anschliessend ins Netz geschleudert. Dabei überschlug sie sich mehrfach. Mit dem Helikopter wurde sie ins Spital von Udine geflogen. Gemäss ersten Informationen soll sie ein Gehirntrauma erlitten haben. Sie ist aber bei Bewusstsein. Im Kampf um den Gesamtweltcup machte Renate Götschl wichtiges Terrain gut und liegt nur noch knapp hinter ihrer führenden ÖSV-Teamkollegin Marlies Schild. Die Salzburgerin hat nun nur mehr 9 Punkte Vorsprung auf Julia Mancuso. Nicole Hosp verlor etwas an Boden und liegt nun 33 Punkte hinter Schild, während Renate Götschl 49 Punkte zurückliegt.

Hosp gewinnt Superkombination von Tarvisio

Die Österreicherin Nicole Hosp gewann die Superkombination der Damen von Tarvisio (ITA) vor der US Amerikanerin Julia Mancuso und ihrer Teamkollegin Marlies Schild. Die Tirolerin hatte ihre gute Startnummer im abschließenden Slalom perfekt genutzt und fuhr, nach dem Sie nach der Abfahrt noch auf Rang 19 plaziert war, zu ihrem siebenten Weltcupsieg! Mit diesem Erfolg ist die Bichlbacherin auch beim Kampf um die große Weltcupkugel wieder groß im Geschäft, auch wenn Sie davon nichts wissen will: "Ich hab nicht mehr mit dem Sieg gerechnet, weil ich schon weit hinten war. Im Slalom hab ich meine Nummer sehr gut ausgenützt und einen guten Lauf gemacht. Der Gesamtweltcup beschäftigt mich derzeit überhaupt nicht." Etwas enttäuscht zeiget sich die Drittplazierte Marlies Schild nach dem Rennen. Die Salzburgerin hatte den Sieg angepeilt um sich im Gesamtweltcup weiter abzusetzen, mußte sich aber mit Rang 3 begnügen. Wenn es sich heute auch nicht mit den 100 Punkten ausging konnte sich die österreichische Slalomkönigin mit dem Gewinn der kleinen Kristallkugel für die Superkombination 2006/07 trösten. „Ich freu mich über die Kristallkugel, ärger mich aber auch, dass ich es im Slalom nicht „gscheit dafahren“ bin. Ich bin aber auch froh, dass ich gesund herunten bin. Ich denke, dass der Gesamtweltcup ein heißer Kampf wird." Und dieser Kampf um die große Weltcupkugel spitzt sich immer weiter zu. Marlies Schild liegt weiterhin in Führung, büßte aber heute Punkte auf ihre Verfolgerinnen ein. Eine Hundertstel Sekunde, die Sie vom 2 Rang trennte, kostete letztlich 20 Punkte. Damit rückte Nicole Hosp bis auf 23 Punkte an Schild heran. Die US Amerikanerin Julia Mancuso folgt mit einem Rückstand von 73 Punkten auf Rang 3. Renate Götschl, die Aufgrund ihres gestrigen Sturzes, auf einen Start verzichtete weißt einen Rückstand von 93 Punkten auf.

Matt gewinnt Slalom in Garmisch-Partenkirchen

Der Österreicher Mario Matt war auch in Garmisch nicht zu schlagen. "Ich wollte einfach schnell fahren, das ist mir gelungen. Im zweiten Lauf riskierte ich nicht mehr alles, weil der Kurs schwierig gesteckt war", sagte Matt. In bestechender Form und mit der Abgeklärtheit eines Weltmeisters verwies er den 22-jährigen Lokalmatador Felix Neureuther auf den 2. Platz. Dem Deutschen fehlten am Ende 41 Hundertstel Sekunden zu seinem ersten Weltcupsieg, trotzdem konnte er sich über das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere freuen. Vater Christian hatte 1974 für den letzten deutschen Sieg am Gudiberg gesorgt. Der Pitztaler Benjamin Raich katapultierte sich mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang noch auf den dritten Platz. Der Salzburger Reinfried Herbst komplettiert den ÖSV-Erfolg mit Rang 13. Als Bester Schweizer wurde Marc Berthod 7. und verpasste das Podest um 35 Hundertstel Sekunden. Sein Teamkollege Daniel Albrecht wurde 16., Sandro Viletta konnte sich über einen 16. Rang freuen und Marc Gini wurde 22. Im Gesamtweltcup führt weiter der Norweger Aksel Lund Svindal, der aber nicht über Platz 20 hinauskam und nun nur noch 53 Zähler vor Raich liegt. Für Matt war es der siebente Weltcup-Sieg, der sechste im Slalom. In dieser Saison hatte der Doppelweltmeister bereits die Super-Kombination in Wengen für sich entschieden.

Schild gewinnt Slalom in der Sierra Nevada

Österreichs Slalomkönigin Marlies Schild gewann den Slalom in Sierra Nevada und damit vorzeitig die Kristallkugel im Slalom-Weltcup der Damen. Die Salzburgerin verwies die Finnin Tanja Poutiainen (0,32) sowie die Tschechin Veronika Zuzulova (0,93) auf die Plätze. Pech hatte die Tirolerin Nicole Hosp, die Rang drei um 1. Hundertstel Sekunden verpasste. Die Österreicherinnen Daniela Zeiser und Elisabeth Görgl belegten die Ränge 17 und 19. Aus Schweizer Sicht hat die 22-jährige Aline Bonjour als Siebte für eine Überraschung gesorgt. Bonjour hatte bereits im ersten Lauf den 13. Rang erreicht und doppelte im zweiten Durchgang gleich nach. Die Westschweizerin war bislang erst einmal im Weltcup gestartet. Vor etwas mehr als einem Jahr erreichte sie in Maribor den zweiten Lauf nicht. Ein persönliches Bestergebnis realisierte auch Sandra Gini als Zehnte. Letzte klassierte Schweizer Fahrerin war Rabea Grand als 24. Die nach dem 1. Lauf auf Platz 8 liegende Monika Bergmann aus Deutschland schied mit einem Torfehler aus, ihre Teamkollegin Fanny Chmelar wurde 21. Marlies Schild und Renate Götschl haben die Kristallkugeln in Slalom und Super G bereits fix. Auch in Abfahrt, Riesenslalom, Kombi und im Gesamtweltcup sieht es für Österreichs Damen sehr gut aus! Mit ihrem siebenten Saisonsieg übernimmt Schild auch wieder die Führung im Gesamtweltcup! Sie hat nun 33 Punkte Vorsprung auf Teamkollegin Renate Götschl und 63 Punkte Vorsprung auf Niki Hosp. Julia Mancuso hat als Vierte 93 Punkte Rückstand. Unter diesen vier Damen wird auch die Entscheidung um den Gesamtweltcup fallen.

Kirchgasser gewinnt Riesenslalom in der Sierra Nevada

Die Österreicherin Michaela Kirchgasser hat beim alpinen Ski-Weltcup im spanischen Sierra Nevada den Riesenslalom gewonnen. Die WM-Vierte sicherte sich vor ihrer Teamkollegin Nicole Hosp den ersten Weltcupsieg ihr noch jungen Karriere. In 2:14,41 Minuten hatte Kirchgasser einen Vorsprung von 0,42 Sekunden auf die Weltmeisterin. Auf dem dritten Rang landete die Olympia-Zweite Tanja Poutiainen aus Finnland die nach dem 1. Durchgang noch in Führung lag. Marlies Schild als 7. und Daniela Zeiser als 9. komplettierten das starke Mannschafts-Resultat der Österreicherinnen. Renate Götschl holte als 14. wichtige Punkte im Kampf um den Gesamt-Weltcup. Beste Deutsche war die 17-jährige Viktoria Rebensburg. Die Kreutherin belegte mit der viertbesten Laufzeit im zweiten Durchgang den 13. Rang. Maria Riesch aus Partenkirchen landete auf Platz 15.

Erik Guay gewinnt in Garmisch

Der Kanadier Erik Guay hat die zweite Abfahrt beim alpinen Ski-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Knapp 24 Stunden nach seinem dritten Rang setzte sich der 25-Jährige vor dem Vortagessieger Andrej Jerman aus Slowenien durch. Guay hatte in 1:56,80 Minuten einen Vorsprung von 0,50 Sekunden. Dritter bei frühlingshaften Temperaturen auf der Kandahar wurde der Schweizer Didier Cuche, der seine Führung im Abfahrts-Weltcup ausbaute. Als Konkurrenten um den Abfahrts-Weltcup verbleiben nur noch Marco Büchel und Peter Fill, beide liegen mehr als hundert Punkte zurück. Bode Miller und Michael Walchhofer starteten erst gar nicht. Mario Scheiber kam als zweiter Österreicher unter die Top Ten und konnte sein schlechtes Resultat aus der ersten Abfahrt, als er nur 25. wurde, mit Rang neun verbesseren. Hans Grugger verpatzte diesmal seine Fahrt und kam nach schweren Fehlern über Rang 22 nicht hinaus. Abermals nicht nach Wunsch verlief das Rennen für Hermann Maier, der mit über zwei Sekunden Rückstand nur 24. wurde.

Jerman Sensationssieger bei Garmisch-Abfahrt

Der Slowene Andrej Jerman gewann bei frühlingshaften Temperaturen die Kandahar Abfahrt von Garmisch Partenkirchen vor dem Österreicher Hans Grugger (+0,22 Sek.) und dem Kanadier Erik Guay (+0,44). Jerman der mit Startnummer 11 ins Rennen ging, profitierte von einer immer weicher werdenden Piste und feierte den 1. Abfahrtssieg für sein Land. "Es ist Wahnsinn. Ich habe die ganze Zeit hart gearbeitet. Nach meinen vielen Verletzungen ist dies der Lohn für die harte Arbeit. Die Piste ist für die höheren Startnummern natürlich nicht besser geworden. Ich hatte sehr gute Verhältnisse und es war schön zu fahren." Slowenien ist damit bereits die 12. Sieger-Nation der Saison. Bester Fahrer aus dem Team Swiss war Didier Défago. Der Schweizer verpasste das Podest um nur gerade drei Hundertstel-Sekunden und klassierte sich auf dem vierten Rang. Die anderen Schweizer enttäuschten und kamen nicht unter die besten 15. Für das ÖSV Team plazierte sich Christoph Gruber als zweitbester Österreicher auf Rang 6, Klaus Kröll wurde Achter und Andreas Buder wurde, vor seinem Teamkollegen Fritz Strobl Zehnter. Die "30er-Startregel" fordert heute einmal mehr ihre "Opfer". Nur ein Läufer mit einer Startnummer über 20 - also den Top Ten der Abfahrts-Welt - klassiert sich in den Top 10 dieser Abfahrt. Didier Cuche, Marko Büchel, Bode Miller oder auch Hermann Maier landeten im geschlagenen Feld. Im Kampf um den Abfahrts-Weltcup ist deshalb noch keine Entscheidung gefallen. Der Gesamt-Zweite Marco Büchel wurde 14., Leader Cuche kam auf Rang 20. Cuche hatte doppeltes Pech: Direkt vor ihm stürzte der Österreicher Michael Walchhofer. Cuche wurde auf der Strecke aufgehalten, musste ein zweites Mal starten und hatte mit der (noch) höheren Startnummer keine Chance.

Österreich Teamweltmeister 2007

Das Österreichische Team mit Michaela Kirchgasser, Renate Götschl, Marlies Schild, Benjamin Raich, Fritz Strobl und Mario Matt sind Nationen Team Weltmeister 2007. Mit diesem Sieg ist Österreich auch das erfolgreichste Team in der WM Medaillenwertung der WM 2007 in Are. Die Silbermedaille geht an Schweden mit der Besetzung Anja Pärson, Anna Ottosson, Markus Larsson, Jens Byggmark, Patrik Järbyn und Hans Olsson. Die Bronzemedaille sicherte sich das Schweizer Team mit Nadia Styger, Fabienne Suter, Dominique Gini, Rabea Grand, Mark Berthod und Daniel Albrecht. "Wir haben unser Ziel erreicht, wir haben die Medaillenwertung gewonnen. Das war unser großes Ziel. Gratulation an die ganze Mannschaft, Läufer und Trainer haben bestens zusammengearbeitet", freute sich Alpinchef und Teamkapitän Hans Pum. "Es ist spannend und macht Spaß", freute sich Schild, die mit ihrer Slalom-Bestzeit für die vorzeitige Entscheidung sorgte. Als Belohnung gab es im Ziel ein Siegerküsschen vom "Teamkollegen" und Freund Raich, der nun zwölf Medaillen bei Großereignissen abgeräumt hat. "Es ist schon ein anderes Gefühl und eine andere Belastung, wenn man fürs Team fährt. Man will es halt auch nicht vermasseln", betonte Schild. Was diese Goldene wert ist, drückte "Speed-Queen" Götschl so aus: "Der Teambewerb hat eine große Bedeutung. Wir Österreicher sind die Skination schlechthin, deswegen musste diese Goldene unser großes Ziel sein. In Bormio hatten wir es nicht geschafft (Silber hinter Deutschland, Anm.), jetzt haben wir das wieder gutgemacht." Strobl war sogar extra für den Bewerb und seinen Super-G-Auftritt wieder nach Aare eingeflogen worden. "Ich habe die Pause genützt, um frische Kräfte zu sammeln." Das Rennen sah er dann "als Training". Die Bedeutung des Teambewerbs und das dadurch entstehende Mannschaftsgefühl strich aber auch der Super-G-Silber-Gewinner hervor: "Man steht nicht nur für sich am Start, das ist schon ein besonderes Gefühl." Für Strobl war es bei seinem letzten WM-Auftritt ein würdiger Abschied. Matt hatte zwar seine Slalom-Goldene am Samstagabend ohnehin ausgekostet, eigentlich hätte er den Teambewerb aber auch gänzlich ohne Schlaf bestreiten können. Denn seine Fahrt war bereits ohne Bedeutung. "Ich bin extra früher heimgegangen, aber das hätte ich mir eigentlich sparen können", meinte Matt lachend.

Mario Matt gewinnt Slalom-Gold

Der Österreicher Mario Matt darf zum zweiten Mal nach 2001 über WM-Gold im Slalom jubeln ! Der Tiroler gewann zum Abschluss der Einzelbewerbe der WM in Aare in überlegener Art und Weise die erste Goldmedaille für Österreichs Herrenteam. "Es ist immer schwierig, mit so einem Vorsprung Gas zu geben. Weltmeister zu werden ist immer ein super Gefühl. Früher ist alles so einfach gegangen - jetzt habe ich zwischendurch hart arbeiten müssen - dadurch ist es um so schöner!" Matt erzielt in beiden Durchgängen Laufbestzeit und gewann souverän in 1:57,33 Min. vor dem Südtiroler Manfred Mölgg (+1,81 Sek.) und dem Franzosen Jean-Baptiste Grange (+2,21). Mölgg fuhr mit einer ausgezeichneten Fahrt vom sechsten auf den zweiten Rang, Grange vom fünften auf den dritten Platz. Die Bronzemedaille von Grange ist die erste WM-Medaille für Frankreich seit zehn Jahren. Der österreichische Topfavorit Benjamin Raich fuhr um 3 Hundertstel Sekunden am Podest vorbei und mußte sich mit dem 4. Rang begnügen. "Mario hat ein super Rennen gefahren. Für mich ist sich das Podest heute knapp nicht ausgegangen. Der Mario war in einer eigenen Liga und dazu muss man ihm wirklich gratulieren." Der nach dem 1. Durchgang auf Rang 3 plazierte Manfred Pranger aus Österreich belegte im Schlußklassement Rang 5. Auch der Deutsche Felix Neureuther, der als zweitplazierter in den Finallauf ging, hat die große Chance auf eine Medaille nicht nützen können. Der 22 Jahre alte Partenkirchener, schied nach Zwischenbestzeit im 2. Durchgang aus. Der für Moldawien startende Schweizer Urs Imboden fuhr auf Platz 11. Der WM-Slalom wird als "Ausfallfestival" in die Ski-Geschichte eingehen. Topfavoriten wie Jens Byggmark, Doppel-Weltmeister Aksel Lund Svindal, Giorgio Rocca, die Schweizer WM-Medaillengewinner Daniel Albrecht, Marc Berthod, die US-Amerikaner Ted Ligety und Bode Miller fiehlen bereits im ersten Durchgang aus. Insgesamt sahen in dem ausfallsreichen Rennen nur 25 von 74 Läufern das Ziel.

Sarka Zahrobska Slalom Weltmeisterin 2007

Sarka Zahrobska hat in Are WM-Gold im Slalom geholt und verwies Marlies Schild und Anja Pärson knapp auf die Plätze zwei und drei. Den Grundstein für die Goldmedaille legte Zahrobska bereits im 1. Durchgang. Die 22jährige schreibt damit zum zweiten Mal in Folge WM-Geschichte. Bei der WM 2005 holte sie als erste Tschechin überhaupt eine WM-Medaille, in Are sorgte sie nun für Tschechiens erstes WM-Gold! "Weltmeisterin, das ist ein super Gefühl. Ich war in guter Form und bereits in den letzten beiden Rennen am Podest. Ich habe mir hier eine Medaille als Ziel gesetzt, nicht unbedingt Gold, aber Dritte wollte ich schon werden. Jetzt bin selbst etwas überrascht das ich den Titel geholt habe aber das ist ein sehr schönes Gefühl.“ Die österreichische Slalomkönigin Marlies Schild zeigte einen starken 2. Lauf, halbierte den Rückstand auf die Goldmedaillengewinnerin und verbesserte sich damit vom 4. Rang auf den Silbermedaillenplatz. "Ich freu mich schon über die Silbermedaille. Aber es war ein großer Traum von mir, da heute Gold zu machen. Ich hab mein bestes versucht, aber es war nicht mehr drinnen. Ich habe sofort nach meinem Lauf gemerkt, dass es nicht so gut war. Gott sei Dank ist es noch Silber geworden." Auch für Anja Pärson erfüllte sich der Traum vom vierten WM Gold in Are nicht. Der Schwedin fehlten am Ende 16 Hundertstel Sekunden und sie mußte sich mit der Bronzemedaille begnügen. "Ein bisschen schade, vielleicht hätte es auch mehr sein können. Ich hatte im zweiten Durchgang unten einen kleinen Fehler gemacht. Es ist alles so eng zusammen in der Weltspitze. Aber ich bin wieder zurück im Slalom und kann wieder mitkämpfen." Die Österreicherin Kathrin Zettel (0,82) wurde, hinter der Kroatin Ana Jelusic (+0,50) Fünfte, Michaela Kirchgasser Neunte (1,62), während Riesenslalom-Weltmeisterin Nicole Hosp nach einem verhauten ersten Lauf in der Endabrechnung nicht über Rang 17 (2,78) hinauskam. Die ÖSV-Damen holten damit in jedem der fünf Damen-WM-Bewerbe in Aare eine Medaille (ein Mal Gold, ein Mal Silber, drei Mal Bronze). Die deutsche Monika Bergmann-Schmuderer bestätigte ihr Resultat aus Durchgang eins und wurde Sechste mit einem Rückstand von 0,74 Sekunden auf Bronze. Einen starken zweiten Durchgang zeigte auch die Schweizerin Sandra Gini, die sich vom 20. auf den 15. Platz vorarbeitete. Besser war sie im Weltcup noch nie klassiert.

Aksel Lund Svindal Riesenslalom Weltmeister 2007

Abfahrts-Weltmeister Aksel Lund Svindal hat sich im schwedischen Are auch den Titel im Riesenslalom erkämpft. Svindal tritt damit das norwegische Erbe von Lasse Kjus an, der 1999 letztmals den Titel für Norwegen ergattern konnte. Der „Allrounder“ holte sich am Mittwoch bei den alpinen Weltmeisterschaften sein zweites Gold in 2:19,64 Minuten vor dem Schweizer Daniel Albrecht, der 0,48 Sekunden Rückstand hatte. Albrechts Landsmann Didier Cuche (0,92 Sekunden zurück) gewann Bronze und damit seine erste WM-Medaille überhaupt und sorgen für die Medaillen 4 und 5 für das Schweizer Team bei der SKI WM in Are! Nach Cuche’s Pech im Super-G und in der Abfahrt, als er die Podestplätze nur um wenige Hundertstel verpasst hatte, war dem Schweizer nun endlich das Glück hold. Weniger gut lief es für Marc Berthod (3. nach 1. Lauf) und Didier Défago (8.), die ihre gute Ausgangslage nicht zu nutzen vermochten und zurückfielen. Nur um 7 Hundertstel Sekunden schrammte der US-Amerikaner Ted Ligety an Bronze vorbei, während sich der beste Azzurro, Alberto Schieppati, auf Rang fünf einreihte, dem in der Endabrechnung 16 Hundertstel auf Bronze fehlten. Für den ÖSV gab es eine historische Schlappe zu verarbeiten. Hermann Maier belegte als bester Österreicher Rang 21, Rainer Schönfelder fuhr auf Platz 25. Benjamin Raich, Hannes Reichelt und Christoph Gruber waren bereits in Lauf eins ausgeschieden. Das war das schlechteste ÖSV Abschneiden in einem WM-Rennen, in dem Österreicher ins Ziel gekommen sind.

Nicole Hosp Riesenslalom Weltmeisterin 2007

Nicole Hosp hat im Riesenslalom der Frauen das erste Gold für Österreich bei der alpinen Ski-WM in Are gewonnen. "Ich kann es noch nicht wirklich fassen. Es ist wie ein Traum. Ich habe mir im zweiten Lauf nur gedacht: Ich will den besten Riesenslalom fahren, den ich je gefahren bin. Und es war ein sehr guter Lauf. Das warten war nicht schwer. Ich hatte so einen großen Vorsprung. Da habe ich gewusst, dass es für die anderen schwierig wird, das zu biegen." Die WM-Abfahrts-Dritte aus Bichlbach in Tirol, siegte in der Zeit von 2:31,72 Minuten mit einem Vorsprung von 0,85 Sekunden auf die Schwedin Maria Pietilae-Holmner. Dritte wurde Denise Karbon aus Italien. Die Salzburgerin Michaela Kirchgasser verbesserte sich nach starker Fahrt im zweiten Durchgang von Rang 19 auf den undankbaren vierten Platz. Groß war der Ärger wegen des verpatzten ersten Laufs: "Ich bin total sauer auf mich. Es ist sch... WM ist nur einmal im Jahr und da mache ich im 1. Durchgang den schlechtesten Lauf der Saison." Ihre Grippe geschwächte Teamkollegin Kathrin Zettel mußte sich mit dem Neunten Platz begnügen. Die nach dem 1. Durchgang in Führung liegende US Amerikanerin Julia Mancuso blieb ohne Medaille und reihte sich auf Rang 5 im Endklassement ein. Die Deutsche Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) verpasste die Medaillenränge als Sechste um 0,33 Sekunden. Sensationell belegte die 17-jährige Viktoria Rebensburg Rang acht. Fabienne Suter kam als beste Schweizerin auf Rang 13, Fränzi Aufdenblatten beendete den Riesentorlauf als 19. Die dreifache Goldmedaillengewinnerin Anja Pärson (Schweden) schied im zweiten Lauf aus. Im Ziel zeigte sich ÖSV Damen-Chef Herbert Mandl, nach einer starken Skiweltcupsaison seiner „Mädls“ mit dem Gewinn der Goldmedaille bei der WM in Are erleichtert: "Ich hab schon mitgezittert am Hang. Es war ein turbulentes Finale. Die Niki ist sehr gut gefahren und hat sich das wirklich verdient. Nach der Fahrt war der Abstand sehr groß. Die Michi Kirchgasser hat schon einen sehr guten Lauf gehabt - und die Niki war dann sogar noch schneller. Natürlich war Druck da, das hat man im ersten Lauf gesehen. Im zweiten Lauf haben sie aber gezeigt, was sie können. Ich gratuliere der ganzen Mannschaft."

Anja Pärson Abfahrtsweltmeisterin 2007

Anja Pärson hat bei den alpinen Ski- Weltmeisterschaften in ihrem Heimatland Schweden nach dem Super-G und der Super-Kombination auch die Abfahrt gewonnen. "Ich habe alles riskiert und dabei auch Fehler gemacht. Aber meistens ist das ein Zeichen dafür, dass man schnell ist", meinte die Weltmeisterin in einer ersten Reaktion. Auf die Frage, ob sie schön müde sei, antwortete Pärson nur: "Jetzt habe ich viel Kraft!" Damit hat Anja Pärson das Kunststück vollbracht, in allen fünf Disziplinen mindestens einmal Weltmeisterin zu werden. Und die traditionellen Lieblingsdisziplinen Pärson kommen erst noch. Im Weltcup entschied sie bislang 18 Slaloms und elf Riesenslaloms für sich. Zum Vergleich: In der Abfahrt triumphierte sie bislang erst dreimal. Die 25-Jährige verwies am Sonntag Lindsey Kildow aus den USA auf den zweiten Platz. Nicole Hosp bewahrte mit Bronze das ÖSV-Team vor einem totalen Abfahrtsdebakel, nachdem die Herren zuvor eine schwere Niederlage kassiert hatten. "Ich bin überglücklich und kann es gar nicht richtig glauben. Am Ende dachte ich, dass es schon wieder nur Platz vier wird", meinte die glückliche Tirolerin. Eine starke Teamleistung zeigten die Schweizerinnen. Nadia Styger wurde Vierte, Dominique Gisin Fünfte. Beide verloren rund fünf Zehntel auf die Zweite und die Dritte. «Es ist hart, bei einer WM Vierte zu werden», bilanzierte Styger. «Aber wenn der Rückstand so gross ist, trauert man immerhin nicht den Hundertsteln nach.» Pärsons Teamkollegin Niki Bent konnte sich neben der 3.Goldmedaille für das schwedische Team über einen starken 6. Platz freuen. Grosse Geschlagene des Tages war Österreichs „Speed Queen“ Renate Götschl (Ö), die sich mit Rang 7 begnügen mußte und dem entsprechend enttäuscht war: "Ich habe einige Fehler gemacht, war unsicher und habe eine wichtige Kurve total verhaut", war die Mitfavoritin niedergeschlagen. Beste Deutsche war auch heute wieder Maria Riesch, die den neunten Rang erreicht - Petra Haltmayr landet abgeschlagen auf dem 28. Platz, Gina Stechert die das Rennen eröffnete schied nach einem Torfehler aus.

Aksel Lund Svindal ist Abfahrtsweltmeister 2007

Aksel Lund Svindal ist der „König der Abfahrer 2007“ und läßt ganz Norwegen erstmals in der WM-Geschichte über eine Goldmedaille in der WM-Herren Abfahrt jubeln. "Ich war vielleicht nicht einer der Top-Favoriten. Aber ich bin gut gefahren - und hatte auch ein bisschen Glück. Ein guter Tag für Aksel und für Norwegen. Ich wollte hier schon unbedingt eine Medaille, weil so viele Freunde und die Familie da sind. Es ist einfach ein schönes Gefühl." Ging Svindal noch als einer der Favoriten ins Rennen sind auf den weiteren Medaillenplätze zwei Sensationen zu vermelden. Silber ging mit einem Rückstand von 0,72 Sekunden an den Kanadier Jan Hudec, Bronze sicherte sich der schwedische Lokalmatador Patrick Järbyn (+0,97). "Ich habe vor elf Jahren meine erste Medaille gemacht - es ist wie damals schwer zu fassen. Bronze in der Abfahrt. Ich bin so unglaublich glücklich. Ich muss mich auch bei meinem Servicemann bedanken. Ich hatte vielleicht vier, fünf Mal in meinem Leben solche Ski wie heute, die sind unglaublich gut gegangen." Der undankbare 4. Platz ging mit einem Rückstand von 2 Hundertstel Sekunden auf den Podestplatz, an den Kanadier Erik Guay (+0,99) vor den beiden Schweizern Ambrosi Hoffmann (+1,00) und Didier Cuche (+1,01) dem wieder einmal 4 Hundertstel Sekunden für eine Medaillenrang fehlten. Topfavorit und Titelverteidiger Bode Miller (1,21) mußte sich mit dem 7 Rang begnügen. Neben dem geschlagenen Miller war das ÖSV Abfahrtsteam der große Verlierer des „Super Abfahrts Sunday“. Als bester Österreich belegt bei der Königsdisziplin Mario Scheiber den 8. Platz. Hermann Maier kommt über Rang 13 nicht hinaus. Michael Walchhofer wird 15., Fritz Strobl gar nur 21. So ein schlechte Ergebnisse in der Herren-Abfahrten gab es erst zwei Mal - 1987 und 1993. Auch da war der beste Österreicher auf Rang acht zu finden. Ebenso enttäuschten die Fahrer des DSV. Keppler stürzte nach einem durchwachsenen Lauf im Zielhang und sein Teamkollege Johannes Stehle konnte sich mit einem Rückstand von 2,81 Sekunden nur auf dem 27. Rang plazieren.

Anja Pärson Kombinationsweltmeisterin 2007

Anja Pärson beherrscht weiterhin die Damenwettbewerbe der Ski WM 2007 nach belieben. Mit einem dosierten Kombislalomlauf sicherte sich die 25jährige Schwedin nach ihrem Sieg im Super-G auch den Titel in der Super- Kombination und somit ihren 6. WM Titel. "Dieser Lauf war der schwierigste meines Lebens. Der Schnee ist so hart und brutal glatt, der Kurs war auch nicht für mich gesetzt. Es war ein Traum von mir, eine Medaille zu gewinnen, jetzt habe ich zwei." Silber holte sich mit einem Vorsprung von 4 Hundertstel Sekunden die US Amerikanerin Julia Mancuso, Bronze ging an die Österreicherin Marlies Schild. Auch Schild freute sich über ihre unerhoffte Medaille: "Ich hatte mit einer Medaille schon abgeschlossen, ich hatte auch großes Glück mit dem Ausfall einiger Läuferinnen. Aber eine WM-Medaille ist immer schön und das war ein guter Auftakt für mich." Ganz zufrieden war Schild, trotz Laufbestzeit, mit ihrer Slalomfahrt jedoch nicht: "Oben war die Fahrt ganz okay, aber am letzten Hang war ich zu verhalten, weil normal müsste ich unten noch was gutmachen auf Mancuso. Aber Laufbestzeit stimmt mich zuversichtlich." Mit dem undankbaren 4. Platz mußte sich die Tschechin Sarka Zahrobska abfinden. Für Kathrin Zettel aus Österreich reichte es nach einer durchschnittlichen Abfahrtsleistung für Rang 5, ihre Teamkollegin Nicole Hosp mußte sich nach einem groben Fehler im oberen Slalomhang mit Platz 6 begnügen. Beste Deutsche war Maria Riesch aus Partenkirchen auf Rang sieben. Die Schweizerinnen konnten wie erwartet nicht in die Entscheidung eingreiffen. Einen Achtungserfolg gelang Nachwuchsfahrerin Rabea Grand aus dem Swiss Team. Von Rang 30 arbeitete sie sich auf Platz 13 nach vorne.

Daniel Albrecht Kombinationsweltmeister 2007

Die Außenseiter stehlen den Favoriten bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften weiter die Schau und lieferten die zweite Sensation im zweiten Herrenrennen von Aare: Daniel Albrecht gewann WM-Gold in der erstmals ausgetragenen Super-Kombi. Der Schweizer blieb hauchdünne 8 Hundertstel Sekunden vor Titelverteidiger Benjamin Raich, der sich mit Bestzeit im Slalom von Rang 14 nach der Abfahrt noch auf Platz 2 nach vorne schob und die dritte ÖSV-Medaille einfuhr. Der Österreicher hatte vor zwei Jahren noch im alten Format mit zwei Slalom-Läufen triumphiert. „Ich bin noch ein bisschen ungläubig“, sagte der ehemalige Junioren-Weltmeister Albrecht, der im Weltcup noch nie einen Podestplatz erreicht hatte. Sein Landsmann Marc Berthod wurde 0,24 Sekunden zurück Dritter und bescherte der Schweiz bereits die dritte Medaille im dritten WM-Wettbewerb - vor zwei Jahren waren die „Eidgenossen“ bei den Titelkämpfen leer ausgegangen. „Daniel wollte mich unbedingt schlagen, er hat es geschafft. Wir werden noch ein bisschen feiern“, kündigte Berthod an. Die hervorragende Schweizer Bilanz rundete Didier Défago auf Rang 4 und Silvan Zurbriggen als Achter ab. Der nach der Abfahrt führende Bode Miller (USA) fiel im Slalom auf Platz sechs zurück und verließ ohne Interviews die Strecke. „Ich hatte kein Gefühl und konnte mich nicht motivieren“, ließ der wieder einmal enttäuschende US-Skistar über seinen Pressesprecher ausrichten. Auch der Kombiabfahrts-Zweite Sinvdal verpasste als Fünfter die Medaillenränge. Der Österreicher Romed Baumann wurde Siebenter (+0,99 Sek.), Mario Matt landete mit zweitbester Laufzeit noch auf Rang 11.

Anja Pärson SUPER G Weltmeisterin 2007

Anja Pärson feierte beim WM Super-G-der Damen in Aare einen überragenden Heimsieg. Als Lokal-Matadorin verteidigte die Schwedin in 1:18,85 Min. ihren Titel von 2005 und holt sich zum 5. Mal eine WM-Goldmedaille. Pärson hatte bei der schwedischen WM-Bewerbung von Aare tatkräftig mitgeholfen. Klar, dass die Goldene nun ganz besonders hell strahlt. "Das war viele Jahre ein Traum von mir, bei der Heim-WM Gold zu gewinnen", jubelte die nun fünffache Weltmeisterin, die im Sommer eine Knie-OP zurückgeworfen hatte. "Ich habe mir aber nicht gedacht, dass ich es gleich im Super-G schaffe. Das ist unglaublich. Ich habe die ganze Saison gekämpft und viel getestet. Am Start hatte ich sie noch, aber mit dem dritten Schwung war die Balance schon da." Silber hinter der Weltmeisterin ging, mit einem Rückstand von 0,32 Sekunden an US-Girl Lindsey Kildow. Die dreifache Saisonsiegerin und Top-Favoritin Renate Götschl aus Österreich rettet mit 0,53 Sek. Rückstand Bronze. "Ich wollte eine Medaille und die habe ich. Ich weiß, wie es ist, wenn man ohne wieder heimfährt. Das war ein schwieriges Rennen, der Schnee war aggressiver als ich gedacht habe, das hat mich ein bisserl überrascht. Ich bin ein paar Mal über die Linie rausgeschossen", so die Steirerin. Fehler hätten sich eingeschlichen, die man sich "bei der Bombenform der anderen nicht leisten" könne. "Aber wenn du gewinnen willst, musst du voll riskieren." Ihre Teamkollegin Nicole Hosp musste sich um 6 Hundertstel geschlagen, ebenso wie die zeitgleiche Kanadierin Britt Janyk mit dem undankbaren 4. Platz begnügen. "Das zipft mich schon ziemlich an. Ich weiß nicht, warum ich das verdient habe", war die Riesenenttäuschung bei Hosp über Rang vier nicht zu überhören. Bei Olympia 2006 hatte es für die Tirolerin "Blech" im Riesenslalom gegeben, an vierten Plätzen im Weltcup hat sie bereits reichlich zu Hause. Wenn es Gerechtigkeit gäbe, dann müsse sie sich bei ihr schon irgendwann einmal "gewaltig" einstellen. „Aber ich hoffte, dass das Glück irgendwann auf meiner Seite ist. Jetzt ist der Frust noch groß, aber am Abend sieht es schon wieder besser aus", war sie überzeugt. Nadia Styger kam als beste Schweizerin, hinter Julia Mancuso aus den USA auf den siebten Rang. Die Top Ten komplettierten auf Rang 8 die Österreicherin Alexandra Meissnitzer gefolgt von der US Amerikanerin Libby Ludlow und der auf Rang 10 plazierten besten DSV Rennläuferin Maria Riesch.

Patrick Staudacher ist Super G Weltmeister 2007

Topsensation zum Start der Ski WM 2007. Der Italiener Patrick Staudacher, der bis dato als bestes Weltcup-Ergebnis im Super G einen achten Rang zu Buche stehen hatte, ist der neue Super G Weltmeister 2007! Silber sicherte sich mit einem Rückstand von 32 Hundertstel Sekunden der Österreicher Fritz Strobl, der damit seine Aufstellung im ÖSV Team mehr als gerechtfertigt hat und seine Aussage, „Ich bin kein Joker, ich bin ein Ass“ unter beweis stellte. Trotzdem „haderte“ der Silbermedaillen-Gewinner mit dem Rennen: "Ich hätte nicht gedacht, dass diese 'zache' Fahrt fürs Podium reicht. Ich hatte zwar ein fehlerfreies Rennen, aber auch das Gefühl, dass ich noch überall kleine Reserven hatte. Die Erleichterung ist jetzt groß, denn es hat ja viel Überzeugungsarbeit gebraucht, dass ich hier zu Recht fahren durfte. Die Nummernregel war heute sicher ein Nachteil für die Spitzenfahrer, das ist nicht ganz fair wir Läufern sind nur Marionetten." Den Vorteil einer niedrigen Startnummer 12 bestätigte auch der Sieger: "Die Nummer war sicherlich ein Vorteil für mich, die Piste ist nicht besser geworden. Ich habe das aber auch super ausgenutzt. Ich wäre schon mit einem Platz unter den Top Sechs zufrieden gewesen. Dass ich jetzt ganz vorne stehe, das ist unglaublich." Den Kampf um die Bronzemedaille gewann in einem wahren Hundertstelkrimi der Schweizer Bruno Kernen. Kernen hatte vor dem 10.!!! Plazierten Marco Büchel aus Lichtenstein einen Vorsprung von 7 Hundertstel Sekunden. Neben den zeitgleichen 4. Didier Cuche aus der Schweiz und dem Österreicher Christoph Gruber ( beide + 0,01) sowie dem 9. Francois Bourque (+0,05) aus Kanada ärgerten sich im Ziel Erik Guay aus Kanade (6. Platz - +0,03), dessen Teamkollege Jan Hudec (7.Platz - +0,04) und Österreichs Topstar Hermann Maier (7. Platz - + 0,04) über die hauchdünn verpaßte Medaille. Mario Scheiber war einer der wenigen Läufer, die bis zur letzten Zwischenzeit mit Staudacher mithalten konnten, auf den letzten Fahrsekunden unterliefen dem Osttiroler jedoch einige Fehler und er fiel auf Rang 11 zurück. "Die Hundertstel habe ich sicher im unteren Teil liegen lassen. Ich wollte nicht zu rund fahren - dann hat es mich hinten reingedrückt. Beie einer WM muss einfach alles passen und das war heute leider nicht der Fall." Viel schlechter lief es für Titelverteidiger Bode Miller, der nach fehlerhafter Fahrt nicht einmal unter die Top 20 kam.

Raich gewinnt Planai-Nachtslalom

Benjamin Raich hievt sich mit seinem 26. Weltcupsieg und dem vierten Erfolg beim Nachtslalom in Schladming vor 50.000 begeisterten Zuschauern in die WM-Favoritenrolle. Der Pitztaler, im Gesamtweltcup nun auf Platz zwei, setzt sich auf der Planai vor dem erneut starken Schweden Jens Byggmark (0,38) durch, der am Wochenende beide Slaloms in Kitzbühel gewonnen hatte. "Es war extrem schwierig, aber ich bin gut ans Limit herangekommen. Und die Stimmung war einmal mehr sensationell. Da geht alles noch ein bisschen leichter", analysierte Raich, der zuvor bereits 1999, 2001 und 2004 in Schladming triumphiert hatte. Der nach dem ersten Lauf führende Österreicher Mario Matt wurde Dritter und zeigte sich mit seinem „Stockerlplatz“ zufrieden: „Ich habe alles versucht, habe mich aber sehr schwer getan. Jetzt war ich fünf Mal in Folge auf dem Stockerl, was will man mehr", freute sich der Ex-Weltmeister aus Flirsch. Manfred Pranger komplettierte den ÖSV-Erfolg mit Rang neun, Reinfried Herbst überrascht im dritten Rennen nach seinem Comeback mit dem tollen 11. Platz. Der Olympiazweite Herbst hat damit so gut wie fix das fünfte ÖSV-Ticket für den WM-Slalom am 17. Februar gelöst. Zu einem beachtlichen Erfolg kam Marc Berthod. Der Schweizer steigerte sich im 2. Lauf und verbesserte sich von Rang 7 auf den 4. Platz. Neben Berthod gelangte nur noch Daniel Albrecht als 19. ins Ziel. Alle anderen Schweizer schieden aus. Auch die deutschen Slalomläufer Alois Vogl (Zwiesel), Felix Neureuther (Partenkirchen) und Stefan Kogler (Schliersee) verabschiedeten sich nach zum Teil schweren Patzern bereits nach dem ersten Lauf. "Ich hatte bis jetzt eine so gute Saison. Ausgerechnet hier und beim letzten Rennen vor der WM muss mir so etwas passieren", ärgerte sich Neureuther im Zielraum. Der Norweger Aksel Lund Svindal verteidigte als 13. seine Gesamt-Weltcup-Führung.

Byggmark gewinnt Slalom-Double in Kitzbühel

Schweden hat einen neuen Slalom-Star: Jens Byggmark gewann auch den zweiten Kitzbühel-Slalom beim „Herzschlagfinale“ am Sonntag. Der 21-Jährige verwies Mario Matt aus Österreich hauchdünn auf Rang zwei. Der Tiroler schrammte um lediglich 3 Hundertstel an seinem zweiten Kitz-Sieg vorbei. Fünf Hundertstelsekunden haben dem Südtiroler Manfred Mölgg zum ganz großen Coup gefehlt. Nach der Führung im ersten Durchgang zeigte der 24-jährige Italiener auch im zweiten Lauf eine starke Leistung und beendete das Rennen auf Platz drei. Stark fuhren auch die Schweizer: Marc Berthod belegte Platz 4, Marc Gini wurde wie am Vortag und zum dritten Mal in diesem Winter Zehnter. Am Vortag war Marc Berthod auf dem Weg zum Podium kurz vor dem Ziel ausgeschieden. Im zweiten Anlauf machte er es besser. Der 23-jährige Bündner, Siebenter nach dem ersten Lauf, verpasste zwar das Podest, aber als Vierter realisierte der Sieger von Adelboden dennoch sein zweitbestes Slalom-Ergebnis seiner Karriere. Der Deutsche Felix Neureuther kämpfte sich durch einen beherzten zweiten Lauf vom 15. auf den 5. Platz vor. Alois Vogl, nach dem ersten Durchgang noch einen Platz vor Neureuther, fädelte im zweiten Lauf ein und schied aus. Topfavorit Benjamin Raich landet am Ende auf Rang sechs, ihm fehlten lediglich 7 Hundertstel Sekunden um den Sprung auf Rang vier zuschaffen. Die ÖSV-Asse waren am heutigen Sonntag nicht vom Glück verfolgt. Pranger fiel im Finallauf von Rang 2 auf Rang 8 zurück. Rainer Schönfelder, der nach dem 1. Durchgang aussichtsreich auf Platz 4 lag, schied aus. Byggmark war auch finanziell der grosse Abräumer. 134 000 Euro kassierte der bleichgesichtige Skandinavier für seine beiden Siege. Schon am Dienstag geht es für die Stangenakrobaten weiter. Im Nachtslalom von Schladming wird wieder eine unglaubliche Atmosphäre herrschen und der Kampf um die Hundertstel Sekunden erneut entbrennen.

Kildow gewinnt 2. Super G von San Sicario

Die US-Amerikanerin Lindsey Kildow hat in einer Zeit von 1:30.06 Minuten den Weltcup-Super-G von San Sicario gewonnen. Nach den 2 Abfahrts-Siegen in Lake Louise und Val d'Isere schafft sie ihren dritten Saisonsieg und den ersten in einem Super-G. Damit wurde es aus Sicht der Österreicher nichts mit dem erhofften Sieges-Hattrick von Renate Götschl. Nach den Erfolgen im Freitags-Super-G und in der Abfahrt blieb für die steirische Speed-Queen im 2. Super G am Sonntag "nur" Platz 2. Götschl hatte aber trotzdem Grund zur Freude: Für die 31-Jährige war es der 100. Podestplatz ihrer Karriere. Das haben bis heute nur ganz wenige Skiweltcup-Größen wie Ingemar Stenmark, Annemarie Moser-Pröll und Vreni Schneider geschafft. Den 3. Platz am Stockerl sicherte sich ihre österreichische Teamkollegin Christine Sponring (+0,29) die bei ihrem zweiten Weltcup-Super-G den zweiten Podestplatz einfuhr. Als beste Schweizerin klassierte sich Nadia Styger hinter Britt Janyk aus Kanada und der Slowenin Tina Maze auf Rang sechs. Für eine Überraschung aus Sicht des DSV sorgte Gina Stechert die sich auf dem 10. Rang plazieren konnte.

Byggmark siegt beim Slalom in Kitzbühel

Der Schwede Jens Byggmark hat am Samstag in überlegener Manier den ersten von zwei Slaloms am Wochenende in Kitzbühel gewonnen und damit seinen ersten Weltcup-Sieg überhaupt eingefahren. Byggmark ist bereits der 16. Sieger in dieser Saison. Nur Miller, Walchhofer, Svindal und Raich konnten bereits mehr als ein Rennen für sich entscheiden! Der 21-Jährige, der bereits nach dem ersten Durchgang klar geführt hatte, verwies den Tiroler Lokalmatador Mario Matt um 0,87 Sekunden auf Platz zwei. Matt hatte den klassischen Slalom von Kitzbühel im Jahr 2000 gewonnen. Den 3. Platz auf dem Podium sicherte sich der Deutsche Alois Vogel (1,48 zurück). Der Schweizer Silvan Zurbriggen (+1,61) verpasste das Podest als Vierter knapp plazierte sich aber noch vor dem Tiroler Benjamin Raich (+1,67) der als zweitbester Österreicher auf Rang fünf landete. Der Schweizer Marc Berthod schied an zweiter Stelle liegend im zweiten Lauf aus. Auch Felix Neureuther (+1,72) konnte mit seinem 6. Platz mehr als zufrieden sein. Hinter dem Deutschen folgten der Kroate Ivica Kostelic und der Österreicher Rainer Schönfelder der sich von Platz 20 nach dem 1. Lauf im Finale auf Rang 8 verbessern konnte. Der Südtiroler Manfred Mölgg kam als Bester der italienischen Herren auf den zwölften Endrang. Slalomweltcupsieger Giorgio Rocca verschlechterte sich im zweiten Durchgang um sieben Plätze und beendete das Rennen auf dem 14. Rang. Mit seinem ersten Weltcupsieg übernimmt Byggmark auch sensationell das Rote Trikot im Slalom-Weltcup. Knapp dahinter lauern mit einem Rückstand von 18 Punkten die punktegleich Benjamin Raich und Markus Larsson. Am Sonntag steht in Kitzbühel noch ein weiterer Weltcup-Slalom auf dem Programm.

Götschl führt österreichischen Dreifach-Sieg an

Renate Götschl feierte in San Sicario bereits ihren 6. Weltcupsieg in dieser Saison Einen Tag nach ihrem Erfolg beim Super G war Renate Götschl auch am Samstag bei der Abfahrt nicht zu schlagen. Die 31-jährige Steirerin führte dank eines Traumlaufs, in einer Zeit von 1:51,65 Minuten eine ÖSV-Dreifach-Triumph vor ihren Mannschaftskolleginnen Elisabeth Görgl (+1,17 Sekunden) und Maria Holaus (+1,35) an. Götschl baute damit nicht nur ihre Führung im Abfahrts-Weltcup aus, sondern übernahm auch erstmals in dieser Saison die Führung im Gesamt-Weltcup vor Marlies Schild. Hinter den drei Österreicherinnen folgten die US Amerikanerinnen Lindsey C. Kildow und Julia Mancuso auf den Rängen 4 und 5. Auch die Schweizerinnen zeigte eine starke Mannschaftsleistung. Dominique Gisin überragte ihre Teamkolleginnen einmal mehr und verpasste als sechste den dritten Platz nur um eine halbe Sekunde. Vier Schweizerinnen unter den ersten neun und insgesamt acht Schweizerinnen in den ersten 23. Ausgerechnet Martina Schild, vor einem Jahr auf der gleichen Piste noch Silbermedaillgewinnerin an den Olympischen Spielen, musste sich in einem sehr starken Schweizer Team mit dem intern letzten Platz begnügen. Maria Riesch belegte als beste deutsche Rennfahrerin einen enttäuschenden 21. Platz.

Renalte Götschl gewinnt Super G in San Sicario

Renate Götschl ist auch in San Sicario nicht zu bezwingen Renate Götschl bleibt in dieser Saison die dominierende Fahrerin im Super G. Die Steirerin gewinnt in San Sicario 0,09 Sekunden vor Lindsey Kildow (USA) und feiert ihren fünften Saisonsieg. Sensationell fuhr Christine Sponring in ihrem ersten Weltcup-Super-G mit Startnummer 36 auf den dritten Stockerlplatz (+0,90). Mit 16 Weltcuptriumphen im Super-G holte Götschl damit Katja Seizinger als erfolgreichste Fahrerin in dieser Disziplin ein. Die österreichische Speed Queen ist damit klare Favoritin für die Abfahrt am Samstag und dem 2. Super Ski in San Sicario am Sonntag. Kein Wunder das Sie im Zielraum nur so von Selbstvertrauen strotzte: "Es passt zur Zeit einfach alles zusammen. Angefangen vom Material, dem gesamten Umfeld und meiner Form. Ich kann einfach locker skifahren. Wenn man einmal Erfolg hat, braucht man nicht mehr viel nachdenken. Es ist sicherlich nicht der schwerste Berg, aber es ist schwer zu gewinnen. Hier können viele gewinnen. Auch eine Lindsey ist top in Form - das hat man auch heute wieder gesehen. Es ist wirklich eine Gaudi da runter zufahren." Die Schweizerin Fränzi Aufdenblatten verfehlte das Podest lediglich um 23 Hundertstel und wurde hinter den beiden Kanadierinnen Britt Janyk (+0.93) und Kelly Vanderbeek (+0,94) Sechste. Als drittbeste Österreicherin landet Alexandra Meissnitzer, mit 1,21 Sekunden Rückstand unmittelbar vor der US Amerikanerin Julia Mancuso auf dem siebten Rang. Als beste DSV Fahrerin plazierte sich Gina Stechert auf dem 16. Rang, noch vor Maria Riesch die sich mit Platz 18 begnügen mußte. Mit ihrem 3 Siege und einem dritten Platz ist Renate Götschl die Super-G-Läuferin dieser Saison. Dementsprechend klar führt sie im Super-G-Weltcup - mit 140 Punkten Vorsprung auf Niki Hosp und 150 Punkte Vorsprung auf Lindsey Kildow. Im Gesamtweltcup schiebt sich alles noch enger zusammen. Die österreichische Slalomkönigin Marlies Schild sammelte heute einige Punkte und behauptet die Spitze. Ihre Landsfrau Nicole Hosp rückt ihr allerdings wieder etwas näher und hat nun 42 Punkte Rückstand. Die US Amerikanerin Julia Mancuso macht ebenso etwas Boden gut und liegt 68 Punkte zurück. Auch Renate Götschl mischt plötzlich im Gesamtweltcup wieder mit - sie liegt 73 Punkte hinter Teamkollegin Schild!

Putzer gewinnt Riesenslalom in Cortina d’Ampezzo

Die 28-jährige Italienerin Karen Putzer konnte durch zwei herausragende Läufe den Riesenslalom in Cortina d’Ampezzo für sich entscheiden. Sie verwies die Amerikanerin Julia Mancuso (+0,41), die zum 5.Mal in Folge auf das Podest fuhr, und die ihre Teamkollegin Denis Karbon (+0,68) aus Kastelrutherin auf die Plätze zwei und drei. Putzer meldet sich mit ihrem achten Weltcup-Sieg rechtzeitig zur Weltmeisterschaft im schwedischen Aare in der Weltspitze zurück. Nicole Gius als Neunte und Manuela Mölgg, die Platz zehn erreichte, runden das hervorragende Ergebnis der Südtiroler Läuferinnen ab. Für Österreichs Ski-Damen endete das Cortina Wochenende mit einer unerwarteten Niederlage. Nach drei Riesenslalom-Siegen in dieser Saison reicht es diesmal nur zu Rang 11 durch Elisabeth Görgl. Nicole Hosp schied ebenso wie Michaela Kirchgasser bei schlechter Sicht im ersten Lauf aus. Marlies Schild war nach verpatztem 1. Lauf (Rang 26) im Finale stark unterwegs, verfuhr sich aber im unteren Teil und schied aus. Auch die Schweizerinnen enttäuschten schwer. Die beiden vermeintlichen Teamleaderinnen Nadia Styger und Fränzi Aufdenblatten schieden aus und die Läuferinnen mit den hinteren Startnummern konnten nicht von den im ersten Lauf immer besser werdenden Verhältnissen profitieren. Die deutsche Kathrin Hölzl hat trotz schlechtester Sichtbedingungen einen hervorragenden achten Platz erreicht und gilt als heißeste deutsche Medaillenanwärterin für die WM in Are. Nach dem ersten Durchgang war sie noch auf Rang elf gewesen, doch im zweiten Lauf verbesserte sie sich um drei Plätze und lag letztendlich knapp drei Sekunden hinter der Siegerin. Die Schwedin Anja Pärson reist nach ihrem Ausfall im ersten Durchgang des Riesentorlaufs aus Italien ab und wird auf die kommenden Bewerbe in San Sicario verzichten. Die 25-Jährige sieht in den Speed-Disziplinen keine großen Chancen aufs Siegerpodest. Daher wird sich Pärson in Aare schon einmal auf die Heim-WM Anfang Februar vorbereiten und vermehrt Slalom trainieren.

Dalcin Überraschungssieger in Val d’Isere

Sensationssieg in Val d’Isere. Der Franzose Pierre-Emanuel Dalcin nützt seine niedrige Startnummer sowie den Heimvorteil und feiert sensationell seinen ersten Weltcup-Sieg! "Es lief alles perfekt. Ich habe mich sehr gut gefühlt, meine Skier war schnell, und ich hatte eine gute Startnummer. Super!", sagte der Franzose. Mit ihm freuten sich die beiden Kanadier Eric Guay als Zweitplazierter und Manuel Osborne als Dritter. Damit geht der "verrückte" Weltcup-Winter weiter. Dalcin sorgte für den ersten Saisonsieg Frankreichs und damit auch für die 11 Nation die sich in diesem Skiwinter über einen obersten „Stockerlplatz“ freuen durfte. Die Favoriten des Tages mußten sich im geschlagenen Feld wiederfinden. Als Bester Österreicher landete Mario Scheiber auf Rang 5 vor seinem Teamkollegen Andreas Buder. Der Kastelruther Peter Fill erreichte den siebten Platz zeitgleich mit dem Lichtensteiner Marco Büchel. Die Schweizer Bruno Kernen (9.), Didier Cuche (10.) und Didier Défago (11.) vermochten sich noch knapp im ersten Dutzend zu klassieren. Cuche war in diesem Winter bisher in der Abfahrt nie schlechter als Fünfter gewesen. Die Österreicher Hans Grugger (12.), Fritz Strobl (15.) und Hermann Maier (16.) bleiben ebenso unter den Erwartungen wie Michael Walchhofer, der nur den enttäuschenden 21. Rang belegt. Der US Amerikaner Bode Miller schied nach einem Fahrfehler aus. Nach dem Training auf verkürzter Piste am Donnerstag und der Absage des Zeitlaufs am Freitag wegen starken Winds, absolvierten die Läufer Samstagfrüh vor der Besichtigung noch eine kurze Trainingsfahrt im obersten Abschnitt. Dabei stürzte der Deutsche Stephan Keppler und zog sich nach erster Diagnose einen Kahnbeinbruch, schwere Prellungen und eine leichte Gehirnerschütterung zu. Das Rennen wurde dann nach einem Sturz des Schweden Hans Olsson für längere Zeit unterbrochen.

Götschl feiert Abfahrtssieg in Cortina d’Ampezzo

Renate Götschl feiert in ihrem „Wohnzimmer“ bei der Abfahrt von Cortina d’Ampezzo ihren zehnten Sieg auf der Tofane - den fünften in einer Cortina-Abfahrt. Die Steierin übernahm damit auch wieder die Führung im Abfahrtsweltcup, da die Leaderin Lindsey Kildow stürzte. "Ein unfassbar wildes Rennen. Ich habe praktisch nichts gesehen und obwohl ich hier jeden Meter kenne, hat es mich öfter total versetzt", konnte Götschl über ihre eigene Fahrt nur staunen: "Deshalb habe ich's am Ende nur noch laufen lassen. Die Ski sind wieder mal nur so gefahren mit mir." Auf Rang zwei folgte die Siegerin des Super G vom Vortag Julia Mancuso aus den USA. Den 3 Platz auf dem Podium konnte sich überraschenderweise die Französin Marie Marchand-Arvier sichern. Bei ihrem Heimrennen wartete auch die Italienerin Daniela Merighetti als Fünfte, noch vor der Schwedin Anja Pärson, mit einer starken Leistung auf. Als beste Schweizerin klassierte sich Catherine Borghi auf dem 6. Platz, Dominique Gisin wurde Achte. Vor allem die routinierten Schweizer Fahrerinnen vermochten in Cortina nicht zu überzeugen: Fränzi Aufdenblatten wurde nur 14., Sylviane Berthod 18. und Nadia Styger 25., alle deutlich hinter Monika Dumermuth (11.). Die junge Tamara Wolf stürzte auf dem Weg zu einer Spitzenzeit im letzten Streckendrittel. Die ÖSV-Damen Andrea Fischbacher und Elisabeth Görgl belegen die Ränge zehn und elf. Ingrid Rumpfhuber kommt über Platz 21 nicht hinaus. Maria Riesch belegte mit einem Rückstand von 1,76 Sekunden Rang 20, Gina Stechert wurde 30. Petra Haltmayr (2,47 zurück), am Vortag im Super-G noch 10., konnte sich nicht in den Punkterängen plazieren.

Mancuso gewinnt Super G von Cortina

Nach dreieinhalb Stunden Wartezeit wegen Regens hatte sich der Damen-Super-G in Cortina d'Ampezzo am Freitagnachmittag schließlich zu einem Länderkampf Österreich - USA entwickelt. Die Ski vorne hatte am Ende Julia Mancuso, die ihren dritten Weltcup-Erfolg feierte, den ersten in der Heimat ihrer Vorfahren, nachdem sie vergangenen Februar in Italien schon überraschend Olympiasiegerin geworden war. Die US Amerikanerin gewann den Super G der Damen in Cortina d’Ampezzo und verhinderte damit den 10. Sieg der „Miss Cortina“ Renate Götschl die Dritte wurde. Der "Speed-Queen" blieb zwar der zehnte Sieg unter der Tofana und nach Siegen in Lake Louise und auf der Reiteralm der Super-G-Saison-Hattrick versagt, zum 20. Podestplatz in ihrem "Wohnzimmer" reichte es aber. Rang 2 auf dem „Stockerl“ sicherte sich mit einem Rückstand von 33 Hundertstel Sekunden die Österreicherin Nicole Hosp. Der geteilte 4 Platz geht an das US-Girl Lindsey C. Kildow und Andrea Fischbacher aus dem Team Austria. Auf Rang 6 plazierte sich Anja Pärson aus Schweden gefolgt von Silvia Berger (AUT -7) den beiden zeitgleichen Läuferinnen Nadia Fanchini (ITA-8) und Jessica Lindell-Vikarby (SWE-8) sowie der zehntplazierten Petra Haltmayr aus Deutschland, die mit diesem Ergebnis die WM Qualifikation schaffte. Auch die DSV Rennfahrerin Maria Riesch zeigte aufsteigende Form und belegte den 14. Rang. Martina Schild, die schon beim letzten Super-G auf der Reiteralm die Beste Schweizerin gewesen war, als sie mit ihrem 3. Platz einen siebenfachen Austria-Triumph verhinderte, büsste als Elfte 1,01 Sekunden ein. Fränzi Aufdenblatten als 16. und Sylviane Berthod als 18. rundeten die mässige Schweizer Bilanz ab.

Mancuso gewinnt Superkombi in Zauchensee

Die US-Girls feierten in der Super-Kombination in Zauchensee einen Doppelsieg! Julia Mancuso gewann den Bewerb vor ihrer Landsfrau Lindsey Kildow. Schon nach der Abfahrt lagen die beiden Amerikanerinnen in Führung. Julia Mancuso hatte in der Kombi auf der Reiteralm noch Platz 16 belegt, doch in Altenmarkt/Zauchensee gelang ihr eine besonders gute Abfahrt. 88 Hundertstel nahm sie hier der zweitplatzierten Kildow ab, und von dieser Reserve rettete sie im Slalom sechs Hundertstel ins Ziel. Marlies Schild durfte sich als Dritte über einen Podestplatz freuen. Die Slalom-Dominatorin verbesserte sich trotz eines schweren Fehlers noch von Platz elf auf drei. Damit verdrängte sie Resi Stiegler auf den 4. Rang und verhinderte damit einen 3fach Sieg der US-Girls. "Ich bin sehr zufrieden, ich habe eine gute Leistung geboten. Das ist mehr, als ich mir erwartet habe. Der Fehler im Slalom war Semmering-verdächtig", meinte Schild, die die erste, aus Super-G und Slalom bestehende Super-Kombination in diesem Winter auf der Reiteralm vor drei Landsfrauen gewonnen hatte. Mit einer starken Slalomleistung plazierte sich die Tschechin Sarka Zahrobska auf dem 5. Platz. Nicole Hosp als Sechste und Michaela Kirchgasser als Siebente rundeten das gute ÖSV-Ergebnis ab. Elisabeth Görgl wurde Elfte. Die nach der Abfahrt viertplatzierte Schwedin Anja Pärson schied im Slalom aus. Die Schweizerinnen, die in der bisher einzigen Kombination des Winters auf der Reiteralm nur gerade Jessica Pünchera als 28. in die Punkteränge gebracht hatten, waren diesmal immerhin zu viert unter den ersten 30 vertreten. Ein Spitzenergebnis resultierte indes nicht. Catherine Borghi war als 21. die Beste ihres Teams. Dahinter folgten Dominique Gisin (22.), Rabea Grand (24.) und Tamara Wolf (26.).  Die Partenkirchenerin Maria Riesch schied nach Platz 32 in der Abfahrt beim Kombinationsslalom aus. Eine weitere Talentprobe gab die erst 17-jährige Liechtensteinerin Tina Weirather ab, die Tochter der einstigen Ski- Cracks Harti Weirather und Hanni Wenzel. Unter den Augen ihres Vaters fuhr die Junioren-Weltmeisterin im Riesenslalom auf Platz 8 zu ihrem bis anhin besten Weltcup-Ergebnis. Sie scheint von Rennen zu Rennen stärker zu werden.

Matt gewinnt Superkombination in Wengen

Der Österreicher Mario Matt nutzte bei der Superkombination der Herren in Wengen die Gunst der Stunde und sichert sich nach Platz 34 in der Abfahrt den 6. Weltcupsieg. Der 27-jährige Tiroler eröffnete den Slalom vom bereinigt Rang 30 nach der Abfahrt. Die nachfolgenden Läufer konnten bei immer schlechter werdenden Bedingungen Matt nicht mehr gefährden. "Ich bin auch in der vergangenen Saison schon einige Male gut unterwegs gewesen. Aber heute war das Glück wieder auf meiner Seite", strahlte der Flirscher nach seinem ersten Weltcupsieg in der Kombi. "An die Top Fünf habe ich eventuell geglaubt, an den Sieg aber sicher nicht", meinte er. Matt war im zweiten Lauf ganze 1,08 Sekunden schneller als der nächste Läufer, Ivica Kostelic (CRO) der Vierter wurde. Der Topfavorit nach der Kombiabfahrt, Bode Miller, hatte zwar 2.37 Sekunden Vorsprung auf Matt, schied aber wieder einmal nach einem „Einfädler“ im Slalom aus. Während die Pistenarbeiter immer wieder mit Schaufeln und Hacken versuchen mussten, die Strecke halbwegs zu retten, hatten auch die Schweizer Fans reichlich Grund zum Jubeln. Im Finaldurchgang brillierten Marc Berthod der sich Rang zwei sicherte und der Drittplazierte Silvan Zurbriggen. Daniel Albrecht mit seinem fünften und Didier Défago mit seinem siebten Platz rundeten das hervorragende Schweizer Ergebnis ab: Vier Swiss-Ski-Fahrer in den ersten Sieben. Benjamin Raich der Sieger der letzten beiden Superkombis in Wengen wurde Sechster, der norwegische Gesamtweltcup-Leader Aksel Lund Svindal Achter und der Tiroler Romed Baumann, der am Sonntag seinen 21. Geburtstag feierte, Neunter. Der nach der Abfahrt Führende Peter Fill aus Italien fiel auf Rang 21 zurück. Der Österreicher Michael Walchhofer ging 24 Stunden nach seinem schweren Sturz in der Abfahrt an den Kombi-Start. "Das war vor allem für meinen Kopf extrem wichtig", meinte der Salzburger, der 15. wurde, aber den Kampf gegen sich selbst gewonnen hat. Sein Teamkollege Rainer Schönfelder kam nicht über Platz 17 hinaus. "Mir geht es körperlich mäßig, Dementsprechend war auch meine Leistung. Ich brauche jetzt Ruhe", so der Kärntner, der zuletzt zwei schwere Trainingsstürze hinnehmen musste. Die deutschen Starter Johannes Stehle (Obermaiselstein) landete mit einem Rückstand von 4,40 Sekunden auf Rang 32. und Stephan Keppler (Ebingen) verzichtete als 51. nach der Abfahrt auf einen Slalom-Start.

Bode Miller gewinnt Lauberhorn Abfahrt

Der US-Amerikaner Bode Miller hat bei der klassischen Lauberhorn-Abfahrt in Wengen in der Schweiz triumphiert. Bode Miller fuhr beim Klassiker im Berner Oberland in eigener Liga und gewann die Abfahrt am Lauberhorn von Wengen. Der 29jährige Weltmeister fuhr in 2:28,89 Min. zur überlegenen Bestzeit und feierte den 25. Weltcup-Sieg seiner Karriere, der vierte in dieser Saison. Aber auch für einen Bode Miller ist der Sieg beim Lauberhorn-Klassiker etwas besonderes: "Es ist ein großartiges Gefühl, hier zu gewinnen. Ich habe Daron im Vorjahr hier siegen gesehen, da dachte ich mir, ich will hier auch einmal gewinnen. Ich habe sehr viel Risiko genommen und alles gegeben. Die Strecke war sehr anspruchsvoll, in der letzte Kurve habe ich keine Kraft mehr gehabt. Aber 2:30 Minuten ist auch eine unglaubliche Fahrzeit. Ich habe vor dem letzten Sprung schon gewusst, dass ich mich da in den Schnee setzen muss." Miller war nur einer von vielen, die nach der mehr als 4 km langen Abfahrt und dem diesmal außerordentlich weit gehenden Zielsprung über die Ziellinie stürzten. Der Schweizer Didier Cuche wurde in Wengen zum vierten Mal in dieser Saison Zweiter. Im Gegensatz zu Beaver Creek (+0,15), Val Gardena (+0.02) und Bormio (+0.01), wo er den Sieg jeweils nur ganz knapp verpasst hatte, war er diesmal gegen den hoch überlegenen Bode Miller ohne Chance und lag im Ziel 65 Hundertstel hinter dem Amerikaner, der nach Beaver Creek seine zweite Abfahrt der Saison gewann. Mit dem Respektabstand von 1,47 Sekunden sicherte sich der Südtiroler Peter Fill noch einen Platz auf dem Podest. Der Schweizer Ambrosi Hoffmann verpasste das Podest als Vierter um neun Hundertstel Sekunden. Österreichs Herren müssen nach den letzten Erfolgs-Erlebnissen wieder einen Rückschlag hinnehmen. Als Bester ÖSV Fahrer plazierte sich Klaus Kröll als 6., vor seinem Teamkollegen Christoph Gruber. Hermann Maier belegte Rang 9 und zog den Hut vor jenen Läufern, die erschöpft ins Ziel purzelten. "Die gehen ans Limit und drüber. So ans Limit bin ich noch nie gegangen." Benjamin Raich fuhr auf den zwölften Rang, Fritz Strobl wurde 13. Pech hatte Michael Walchhofer: Der Doppelsieger von Bormio stieg sich beim Start auf die Ski und kommt später schwer zu Sturz blieb aber zum Glück unverletzt. Walchhofer war erleichtert: "Das war schon mein dritter schwerer Sturz hier, und zum Glück bin ich jedes Mal unverletzt geblieben. Jetzt weiß ich, dass ich das auch kann." Der Deutsche Stephan Keppler kam bei seinem ersten Start auf der mit 4480 m längsten Abfahrtsstrecke im alpinen Ski-Weltcup mit 3,77 Sekunden Rückstand nicht unter die besten 20. Das Rennen konnte trotz den warmen Temperaturen bei ausgezeichneten Bedingungen durchgeführt werden. Die Lauberhorn-Strecke war aber gewohnt schwierig zu fahren, ein vereistes Brüggli-S machte vielen Fahrern zu schaffen und immer wieder verzögerten Stürze den Rennfluss.

Götschl gewinnt Abfahrt in Zauchensee

Die Österreicherin Renate Götschl feierte in Altenmarkt/Zauchensee ihren dritten Saisonsieg 2006/07 - den ersten in einer Abfahrt. „Ich hab gewusst, dass die Zeit von Gisin schwer zu knacken sein wird. Ich hab versucht, das umzusetzen, was man hier machen muss. Über einen Sieg in Österreich geht kaum was drüber - perfekt!" Auf dem zweiten Rang plazierte sich die Schweizerin Dominique Gisin, die in ihrem erst sechsten Weltcup-Rennen erstmals aufs Podest fuhr. Denn Dritten Stockerlplatz sicherte sich die US Amerikanerin Julia Mancuso. Spannend wurde es noch, als nach Götschl die US-Amerikanerin Lindsey Kildow bei der oberen Zwischenzeit eine halbe Sekunde voranlag. Die US-Amerikanerin rutschte dann aber auf dem Innenski aus und ins Fangnetz. Mit einem 4. Rang überraschte die Österreicherin Maria Holaus: „So ein Erfolg und das auch noch daheim - Wahnsinn. Wenn man die Strecke gut kennt, dann ist das sicherlich ein Vorteil. Ich war zuletzt vier Jahre verletzt - habe jetzt hier die Chance bekommen von den Trainern und habe sie genutzt". Aus dem ÖSV Team schaffte es noch Marlies Schild als 10.in die Top Ten. Die im Training als Zweite so starke Salzburgerin Andrea Fischbacher (am Ende 33.), Alexandra Meissnitzer (18.), Nicole Hosp (23.), Elisabeth Görgl (30.) und Ingrid Rumpfhuber (35.) blieben zwar ohne groben Fehler, konnten aber mit den Plazierungen nicht zufrieden sein. Im Sog der 21-jährigen Dominique Gisin wuchs eine zweite Schweizerin über sich hinaus. Die gleichaltrige Tamara Wolf, die vor knapp vier Jahren als Junioren-Abfahrtsweltmeisterin 2003 beim Saisonfinale in Kvitfjell ihr bislang einziges Weltcup-Rennen bestritten hatte, danach aber durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen worden war, fuhr mit der Startnummer 45 in den 8. Rang vor. Die Schweizerinnen zeigten sich auch als Team stark: Die zuletzt enttäuschende Nadia Styger wurde Sechste, Sylviane Berthod Neunte und Fränzi Aufdenblatten Zehnte. Die deutschen Damen befinden sich drei Wochen vor Beginn der Ski-Weltmeisterschaften im schwedischen Are dagegen weiterhin auf der Suche nach ihrer Form. Maria Riesch holte auf Platz 26 als einzige Läuferin des DSV Weltcup-Punkte. Sehr schlecht präsentierten sich auch die italienischen Skidamen. Mehr als ein 25. Platz für Daniela Merighetti und ein 27. Platz für Elena Fanchini waren nicht drin.

Sensationssieg von Marc Berthod auf dem Kuonisbergli

Marc Berthod hat bei seinem Heimspiel in Adelboden völlig überraschend den vierten Weltcup-Slalom des WM-Winters gewonnen. Mit Startnummer 60 hatte sich der 23-Jährige als 27. gerade noch für das Finale qualifiziert, ehe er mit einem Traumlauf auf dem Kuonisbergli zu seinem ersten Sieg im Weltcup fuhr und damit nach einer Durststrecke von 103 Rennen die Erfolglosigkeit der Schweizer Ski-Herren beendete. In einer Gesamtzeit von 1:47,42 Minuten lag Berthod vor Benjamin Raich aus Österreich (1:47,68) und dessen Landsmann Mario Matt (1:47,80). Die ÖSV-Herren legten damit eine eindrucksvolle Reaktion auf das Debakel von Alta Badia hin - am 18. Dezember war kein Österreicher in den Top 30 gelandet. Von 27 auf 1 - das bedeutet «Weltrekord», das hatte vor Marc Berthod noch keiner geschafft. Die bisherige Bestmarke hatte Benjamin Raich gehalten, der vor sieben Jahren in Schladming den Nachtslalom aus der 23. Position für sich entschieden hatte. Für den Pitztaler war es damals ebenfalls der erste Weltcup-Sieg gewesen. Keinen Rekord bedeutet allerdings der Sieg mit der Nummer 60. "Unglaublich, das war ein echter Traumlauf. Das ist wirklich cool", konnte Berthod sein Glück gar nicht fassen. "Als ich am Vormittag mit Nummer 60 gestartet bin, habe ich keine Sekunde an den Sieg gedacht", so der Zweitplatzierte der Superkombi im November 2006 in Beaver Creek. "Ich mag den Berg, hier läuft es auch im Training immer gut für mich." Wie unglaublich die Fahrt von Berthod im zweiten Lauf war, zeigt die Tatsache, dass er 1,53 Sekunden schneller als der zweitschnellste Manfred Mölgg (ITA) war. Nach dem ersten Durchgang hatte der Schweizer gar 2,76 Sekunden Rückstand auf den Leader Markus Larsson (SWE). Seine Position im zweiten Lauf verbesserte auch sein Teamkollege Daniel Albrecht. Berthods Kumpel machte neun Plätze gut und schaffte damit sein zweitbestes Ergebnis in dieser Sparte. Zahlreiche Favoriten sahen bei weicher Piste und schwierigen Bedingungen - zunächst Regen, dann Sonne, dann Nebel - nicht das Ziel. Gesamtweltcup-Leader Aksel Lund Svindal (NOR) schied im ersten Durchgang im 18. Saisonrennen erstmals aus. Ebenfalls bereits im ersten Lauf verabschiedeten sich Manfred Pranger (AUT), Ted Ligety (USA), Andre Myhrer (SWE) und Ivica Kostelic (CRO). Im zweiten Durchgang folgten auch Rainer Schönfelder (AUT) und Bode Miller (USA). Der Weltcup-Tross bleibt jetzt in der Schweiz. Die Punktejagd geht am kommenden Wochenende in Wengen weiter, am Freitag steht die Superkombi, am Samstag die Abfahrt und am Sonntag der Slalom auf dem Programm. Abzuwarten bleibt jedoch, wie das anhaltende Warmwetter im Berner Oberland dem Lauberhorn zusetzt. Das erste Training für die 77. Lauberhornabfahrt ist am Mittwoch um 12.30 Uhr geplant.

Schild auch in Kranjska Gora „unschlagbar“

Marlies Schild war auch beim Slalom von Kranjska Gora eine Klasse für sich und feiert ihren 5. Saisonsieg im Slalom. Wie schon in Levi und Aspen fuhr sie in beiden Läufen Bestzeit. Für Schild war es der insgesamt 13. Weltcup-Sieg, der 11. im Slalom. Die weiteren Podestplätze belegten zwei Athletinnen, die von ihren Vätern trainiert werden. Die Tschechin Sarka Zahrobska, die WM-Dritte von 2005, liess dem 3. Rang vor drei Tagen in Zagreb, ihrer ersten Klassierung im Weltcup unter den ersten drei, nun Position 2 folgen. Die Slowakin Veronika Zuzulova steigerte sich nach den Rängen 5, 7 und 9 in den letzten drei Slaloms auf Platz 3 und egalisierte ihr Bestergebnis. Dritte war die Junioren-Weltmeisterin von 2002 schon einmal geworden, im Februar 2004 in Zwiesel. Tanja Poutiainen verpaßte als 4 das „Stockerl“ um 7 Hundertstel Sekunden. Ihren Aufwärtstrend bestätigen konnte die Kroatin Ana Jelusic, die sich vor Therese Borssen aus Schweden, auf dem 5 Rang plazieren konnte. Aus dem ÖSV Team konnte noch Nicole Hosp als Siebte und Michaela Kirchgasser als Neunte in die Top-Ten fahren. Als beste DSV Fahrerin erreichte Annemarie Gerg den 12. Platz. Die Schweizerin Sandra Gini sorgte gleich für eine doppelte Premiere. Sie, die in 22 Versuchen zuvor leer ausgegangen war, gewann als 16. nicht nur ihre ersten Weltcup-Punkte, sondern sorgte auch für das erste zählbare Ergebnis für das gesamte Schweizer Slalom-Team in diesem Winter. Die Südtirolerin Manuela Mölgg aus Bruneck erreichte den 13. Platz. Die Halbzeitdritte Kathrin Zettel aus Österreich war im Finale ebenso ausgeschieden wie die Schwedin Anja Pärson.

Raich gewinnt Riesenslalom in Adelboden

Benni Raich ist beim Klassiker im Berner Oberland so wie im Vorjahr wieder nicht zu schlagen und wiederholt seinen Erfolg am Kuonisbergli. Der Tiroler gewann so wie 2006 den klassischen Riesenslalom von Adelboden und feiert seinen 2. Saisonsieg, den 25. insgesamt. Damit gibt es im vierten Riesenslalom in dieser Saison, den vierten Sieger. Nach Blardone, Palander und Svindal feiert Raich nun seinen ersten Saisonsieg im Riesenslalom. Dass Benjamin Raich so kurz nach dem Jahreswechsel den Tritt wieder findet, überrascht nicht, zumal der erste Monat des Jahres seit jeher seine bevorzugte Phase im Winter war; 14 seiner nunmehr 25 Weltcup-Siege errang der Freund von Marlies Schild im Januar. Der Olympiasieger hielt mit einer Zeit von 2:25,29 Min. den Italiener Massimo Blardone auf Distanz (+0,85 Sek.). Rang drei ging an Aksel Lund Svindal (+1,00). Die Plätze vier und fünf für den Finnen Kalle Palander und den Franzosen Joel Chenal sorgten dafür, dass in den Top-5 fünf verschiedene Nationen vertreten waren. Manuel Mölgg aus Italien erreichte den sechsten Rang. Der Beste Schweizer Didier Cuche fiel im zweiten Lauf noch um zwei Positionen auf Platz 7 zurück, lieferte nach dem 4. Rang in Beaver Creek aber wiederum Zeugnis davon ab, dass er auch im Riesenslalom den Anschluss an die Besten endgültig wieder geschafft hat. Didier Défago machte im Finale vier Ränge gut und setzte als Neunter nach den Positionen 5, 3 und 9 seine Serie an einstelligen Platzierungen fort. Ebenfalls zum viertenmal Weltcup-Punkte in dieser Saison gabs für Daniel Albrecht (16.). Der Österreicher Hannes Reichelt kann sich im ÖSV Lager als 13. Hoffnungen auf das Ticket für die WM 2007 in Are machen. Hermann Maier hat dieses Ticket als Titelverteidiger bereits sicher fiel aber im zweiten Lauf von Rang 8 auf Platz 15 zurück. Wirklich aufgedrängt hat sich außer Raich, der sein Ticket aber ohnehin schon in der Tasche hatte, keiner. Neben Titelverteidiger, Raich und Rainer Schönfelder haben wohl Reichelt und Gruber die besten Karten auf einen WM-Einsatz. Der Klassiker in Adelboden war nicht nur aus sportlicher Sicht ein echtes Saisonhighlight. Mehr als 20.000 Zuschauer stürmten das "Chuenisbärgli" im Berner Oberland, bei strahlendem Sonnenschein wurde ein echtes Ski-Fest gefeiert. Die Stimmung war prächtig, obwohl die Schweizer vergeblich gegen die Fortsetzung ihrer sieglosen Serie kämpften. Im Gesamtweltcup rückte Raich auf Rang fünf vor, der Tiroler weist nun 261 Punkte Rückstand auf Svindal auf. "Abgerechnet wird am Schluss", meinte der amtierende Gewinner der "Großen Kugel", der auch am Sonntag im Slalom einer der heißesten Topfavoriten ist.

Hosp gewinnt Riesenslalom in Kranjska Gora

Nicole Hosp feiert in Kranjska Gora beim Riesenslalom der Damen ihren ersten Weltcup Sieg der Saison. Die Österreicherin gewann in einer Zeit von 2:09,85 Min. und sichert dem ÖSV den 3. Sieg im 3. Riesenslalom und den 10. Saison-Sieg für Österreichs Damen. Der Sieg von Hosp, der insgesamt vierte im Riesenslalom, war überfällig. Die Tirolerin war in diesem Winter schon viermal Zweite geworden, unter anderem im Riesenslalom kurz vor dem Jahreswechsel am Semmering. Rang zwei ging an die Italienerin Nicole Gius (+0,43 Sek.), Dritte wurde die Finnin Tanja Poutiainen (+0,57). Erfreulich aus deutscher Sicht ist der 4 Rang von Kathrin Hölzl zu erwähnen, die mit Laufbestzeit im Finaldurchgang zum besten Ergebnis ihrer Karriere fuhr. Elisabeth Görgl wurde als zweitbeste ÖSV-Dame 5., vor Andrea Fischbacher, die von Rang 12 nach dem 1. Durchgang mit einem starken Finallauf nach vorne fuhr. Michaela Kirchgasser verpatzt den 2. Lauf, klassiert sich als Achte aber dennoch in den Top-Ten. Von den Schweizerinnen konnte nur Rabea Grand (24.) zufrieden sein die als einzige Schweizerin das Finale der besten 30 erreichte. Vor allem bei Nadia Styger und Fränzi Aufdenblatten liegen Anspruch und Wirklichkeit nach wie vor meilenweit auseinander. Styger büsste im ersten Lauf über vier Sekunden ein und verpasste den zweiten Durchgang, Aufdenblatten schied aus. Die Frauen fanden auf dem Podkoren-Hang, auf dem normalerweise die Männer antreten, die erwartet schwierigen Bedingungen vor. Schlechte Bodensichtverhältnissen sowie Wellen und Schlägen auf der sehr griffig präparierten Piste verlangten von den Fahrerinnen alles ab. An der schweren Aufgabe scheiterten schon im ersten Lauf zahlreiche prominente Fahrerinnen. Angeführt wurde die Liste von Kathrin Zettel, welche die ersten beiden Riesenslaloms dieses Winters gewonnen hatte und der Slalom-Dominatorin Marlies Schild. Olympiasiegerin Julia Mancuso stieg nach einem Fehler zurück und konnte sich nicht für den Finallauf qualifizieren. Hosp, die ihren letzten Sieg am 16. März 2006 im Super-G beim Weltcup-Finale in Aare gefeiert hatte, übernahm das Trikot für die Führung in der Weltcup Riesentorlauf-Wertung von der zweifachen Saisonsiegerin Kathrin Zettel. Im Gesamtweltcup blieb Marlies Schild voran, allerdings schmolz der Vorsprung auf 33 Zähler.

Marlies Schild feiert Slalomsieg in Zagreb

Marlies Schild bleibt die "Snow Queen" auf dem Bärenberg von Zagreb! Die Salzburgerin gewann wie im Vorjahr den Nachtslalom in Zagreb und feierte den 4. Sieg in diesem Jahr in dieser Disziplin. Im Finaldurchgang verteidigte sie ihren Vorsprung trotz Patzer im oberen Streckenabschnitt und einem mehr als unsportlichen Pfeifkonzert der 25.000 kroatischen Zuschauer souverän. Standesgemäß konnte sich Schild als „Schneekönigin“ über Krone und Mantel sowie 60.000 Euro Preisgeld, das höchste im Frauen-Weltcup, freuen. Die zweitplatzierte kroatische Lokalmatadorin Ana Jelusic hatte bereits 1,66 Sekunden Rückstand. Den 3. Rang sicherte sich die Tschechin Sarka Zahrobska (+1,85). Die Schwedin Anja Pärson, die sich nach dem ersten Lauf auf Platz zwei plazierte, schied nach guten Zwischenzeiten kurz vor dem Ziel aus. Die Italienerin Chiara Costazza bestätigte derweil mit Rang 4, nach dem sie bereits Fünfte am Zauberberg in Semmering war, ihren Aufwärtstrend und verwies US Girl Resi Stiegler, die als Vierte ins Finale ging, auf Rang 5. Das ÖSV Team, hinter Marlies Schild konnte heute nicht an die bisherigen Saisonleistungen anknüpfen. Nicole Hosp und Kathrin Zettel landetenn auf den Rängen 11 und 12, Michaela Kirchgasser scheiterte bereits im 1. Durchgang. Monika Bergmann-Schmuderer qualifizierte sich als beste Deutsche auf Rang 7. Kathrin Hölzl verbesserte sich von Platz 30 nach dem 1. Lauf auf Platz 15, Fanny Chmelar wurde 25. Pech hatte die Schweizerin Aita Camistral. Die Engadinerin qualifizierte sich mit ihrer persönlichen Bestleistung und dem 22. Platz für den zweiten Lauf, fädelte dort aber kurz vor dem Ziel ein. Rabea Grand wurde 36. und verpasste das Finale um rund eine halbe Sekunde. Im Slalom-Weltcup ist Marlies Schild, die bereits 203 Punkte Vorsprung auf ihre Teamkollegin Kathrin Zettel hat, die kleine Slalom-Weltcupkugel kaum mehr zu nehmen. Auch im Gesamtweltcup baute Schild ihren Vorsprung auf nun 133 Punkte auf Nicole Hosp aus. Kathrin Zettel ist Dritte vor der besten Nicht-Österreicherin Lindsey Kildow die einen Rückstand von 249 Punkten auf die Führende aufweist.

Borssen gewinnt Nachtslalom am Semmering

Marlies Schild hat erstmals in dieser Saison einen Slalom nicht gewonnen. Die Österreicherin vergab beim Nacht-Slalom auf dem Zauberg vor 15.000 Zuschauer in Semmering den schon sicheren geglaubten Sieg. Mit 82 Hundertsteln Vorsprung auf Borssen hatte Marlies Schild vor dem euphorischen Heimpublikum den zweiten Lauf in Angriff nehmen können. Bei der Zwischenzeit lag sie dann 1,39 Sekunden voraus, doch wenige Tore vor dem Ziel folgte der schwere Fehler, der ihren vierten Slalomsieg in Serie verhinderte und sie auf den 3 Rang zurückfallen lies. Die Schwedin Therese Borssen kam so zu ihrem ersten Weltcupsieg. "Unglaublich! Ich war überzeugt, Zweite zu sein. Denn Marlies war einfach zu gut", gestand die Schwedin, die im Zielraum zunächst ihr Glück gar nicht fassen konnte. "Ich bin total happy. Wie man gesehen hat kann beim Slalom so viel passieren. Besonders gefreut habe ich mich das Anja (Pärson) mich gleich angerufen hat und mir zum Sieg gratulierte." Die Gewinnerin des gestrigen Riesenslalom, Kathrin Zettel schrammte nur knapp am totalen Triumph am Semmering vorbei und klassierte sich mit einem Rückstand von 25 Hundertstel Sekunden auf dem zweiten Platz. So wurde die Lokalmatadorin die Preisgeld-Königin von Semmering 2006. 35.850 Euro Brutto kassierte die Niederösterreicherin, die nur so strahlte. "Mit diesen zwei Tagen bin ich überglücklich. Eine Wahnsinns-Stimmung, danke an die Fans und meine Serviceleute." Die junge Kathrin Triendl holt als 20. ihre ersten Weltcup-Punkte. Auch wenn der perfekte Schlusspunkt aus ÖSV-Sicht am Semmering damit ausblieb und die österreichischen Damen erstmals in dieser Saison in einem technischen Bewerb geschlagen wurden, schlossen sie das Jahr gebührend ab. Acht Siege in 13 Rennen und 21 Podestplätze sind eine gewaltige Saisonbilanz. Fanny Chmelar aus Deutschland belegte als beste DSV-Läuferin Rang 18. Monika Bergmann-Schmuderer fiel von Platz 18 im ersten Lauf auf den 24. Platz zurück. Annemarie Gerg, Susanne und Maria Riesch schieden im zweiten Durchgang aus. Schweizerinnen erreichten keine den zweiten Lauf. Trösten durfte sich Marlies Schild damit, dass sie im Gesamt-Weltcup wieder die Führung übernommen hat. 57 Punkte liegt sie nun vor Zettel und Nicole Hosp, die bereits im ersten Lauf ausgeschieden war. Weiter geht es für die Damen am Donnerstag, den 4. Januar, mit dem Slalom in Zagreb.

Michael Walchhofer gewinnt auch 2 Abfahrt in Bormio

Michael Walchhofer feiert in Bormio auf der Piste Stelvio einen historischen Sieg. Wie am Vortag triumphierte der ÖSV-Star bei der Doppelabfahrt in Bormio und ist damit der erste Skifahrer überhaupt der 2 Doppel-Abfahrten (erstmals Garmisch 2005) gewinnen konnte. "Vorgestern, wenn man mich gefragt hätte, hätte ich gesagt: Ich wäre mit einem vierten Platz zufrieden. Und jetzt der Doppelsieg - unglaublich. Ich habe gefühlt, dass ich oben sehr schnell war. Ich war unten etwas müde, hab aber nicht mehr alles riskieren müssen. Ich habe am Start schon mit einem Stockerl spekuliert. Das Gefühl war ein anderes wie gestern - es war einfach mehr Selbstvertrauen da", freute sich der Salzburger im Zielraum. Mit einem Rückstand von 22 Hundertstel Sekunden fuhr der Südtiroler Peter Fill auf den 2. Rang. Den 3. Platz auf dem Stockerl sicherte sich, wie bei der gestrigen Abfahrt, der Österreich Mario Scheiber. Das restliche ÖSV-Team enttäuscht: Kröll und Grugger wurden zeitgleich 16., Strobl und Buder folgten auf Rang 18 und für Hermann Maier reichte es gar nur für Platz 28. Didier Cuche klassierte sich, hinter dem US Amerikaner Bode Miller, als bester Schweizer auf einem guten 5. Rang. Der Neuenburger vergab ein noch besseres Ergebnis erneut auf dem letzten Streckenabschnitt. Bruno Kernen (10.) und Ambrosi Hoffmann (14.) konnten sich ebenfalls in den Top 15 klassieren. Die DSV Läufer konnten nicht an das gute Ergebnis des gestrigen Tages anknüpfen: Der Ebinger Stephan Keppler könnte sich als 27. noch einige Weltcuppunkte gutschreiben, für Johannes Stehle aus Obermaiselstein reichte es nur für Platz 40. Im Abfahrts-Weltcup ist Michael Walchhofer auf der Jagd nach Didier Cuche. Mit seinem 2. Sieg innerhalb von 24 Stunden verringert Walchhofer seinen Rückstand auf 44 Punkte! Der Norweger Aksel Lund Svindal, heute auf Rang 6, geht als Führender im Gesamtweltcup ins neue Jahr. Er hat 39 Punkte Vorsprung auf den US Amerikaner Bode Miller. Bester Österreicher ist nun Michael Walchhofer - auf Rang fünf. Benjami Raich, der sich heute mit Rang 26 begnügen mußte, liegt als Neunter bereits 300 Punkte zurück !

Heimsieg für Zettel am Zauberberg

Die Skidamen des ÖSV feierten beim Riesenslalom am Semmering einen Dreifach-Erfolg. Kathrin Zettel konnte als erste Niederösterreicherin einen Sieg auf niederösterreichischen Boden einfahren und sich von einem frenetischen Heimpublikum am Zauberberg feiern lassen. "Es ist einfach unbeschreiblich. Der zweite Weltcupsieg, und das daheim - das ist die Krönung. Nach dem ersten Lauf hätte ich das nicht mehr für möglich gehalten", jubelt Zettel. Den zweiten Platz auf dem Siegespodest sicherte sich Nicole Hosp vor der Halbzeitführenden Marlies Schild. "Die Fehler unten waren leider zu gravierend. Ich freue mich auch über den dritten Platz. Aus den Fehlern kann man lernen - und das nächste Mal geht's besser", so Schild, die beim morgigen Slalom als Topfavoritin an den Start geht. Die Salzburgerin hatte im ersten Lauf eine wahre Schrecksekunde wegstecken müssen, nachdem sie im Ziel spektakulär gestürzt und in die Abgrenzung geflogen war. Eine schmerzende Hand und ein verdrehtes Knie waren die Folge. Trotzdem gelang ihr nach langer Zeit das Podest-Comeback im Riesentorlauf. Beste „Nichtösterreicherin“ würde, mit Laufbestzeit im Finaldurchgang, die US Amerikanerin Julia Mancuso auf Rang 4, gefolgt von der nächsten ÖSV Dame Michaela Kirchgasser. Für die Schwedin Anja Pärson reichte es trotz starker Fahrt im 2. Durchgang nur für Rang 6. Den größten Sprung im Finallauf machte die 17jährige Tina Weirather aus Lichtenstein. Sie verbesserte sich mit der zweibesten Laufzeit von Platz 25 auf den 13. Rang und konnte sich damit über die beste Plazierung ihrer Karriere im Weltcup freuen. Kathrin Hölzl belegte als einzige deutsche Starterin im Finaldurchgang Platz 16. Für das Highlight aus Schweizer Sicht sorgte Fabienne Suter, die sich mit Startnummer 67 für den zweiten Lauf qualifizieren und am Schluss mit Rang 22 ihr bestes Weltcup-Resultat realisieren konnte. Österreichs Damen sind in den technischen Bewerben dieser Saison weiter ungeschlagen, haben 8 von 12 Rennen gewonnen und 19 von 36 möglichen Podestplätzen geholt. Niki Hosp übernimmt nach ihrem zweiten Rang wieder die Führung im Gesamtweltcup - knapp vor Marlies Schild! Dahinter folgen mit Kathrin Zettel und Renate Götschl zwei weitere Österreicherinnen!

Walchhofer gewinnt 1.Abfahrt in Bormio

Der Österreicher Michael Walchhofer gewann die erste von zwei Abfahrten im italienischen Bormio und beendete damit die 13 Rennen lange sieglose Serie der Österreichischen Abfahrer. Als letzter der Top-Fahrer gestartet, entriss der Olympia-Zweite dem führenden Schweizer Didier Cuche noch um eine Hundertstelsekunde den Sieg auf der eisigen Piste Stelvio. Für die ÖSV-Herren ist es der zweite Erfolg in dieser Saison und für Walchhofer der 10. Weltcupsieg in seiner Karriere. „Es wir nicht nur mir ein Riesen-Stein vom Herzen gefallen sein - auch der ganzen Crew. Diese Hundertstel ist ganz wichtig. Ich habe eigentlich nicht geglaubt, dass es zum Sieg reicht, denn oben ist mir zwei Mal der Ski weggegangen. Deshalb hatte ich nicht so ein gutes Gefühl", erklärte Walchhofer. Während die Österreicher feierten, konnte Cuche nur noch fassungslos den Kopf schütteln über sein Pech: In Gröden wurde er um zwei Hunderstel vom Amerikaner Steve Nyman geschlagen, jetzt um eine Hundertstel von Walchhofer. "Diese blöde Hundertstel", fluchte er, gab aber auch zu: "Ich habe unten zwei Fehler gemacht. Ich hoffe, dass mir am Freitag die Revanche gelingt." Für ein kleine Überraschung auf dem 3. „Stockerlplatzt“ sorgte der Österreicher Mario Scheiber. Die Leistung von Scheiber war umso bemerkenswerter, als der 23-Jährige erst zum zweiten Mal ein Rennen auf der berüchtigten Stelvio bestritt. Große Freude herrschte im ÖSV Lager den man konnte sich neben den beiden Podestplätzen auch über die guten Plazierungen von Andreas Buder (7.) und Fritz Strobl (9.) in den Top Ten freuen, auch wenn Hermann Maier im geschlagenen Feld landete. Noch schlechter erging es Hans Grugger, der sich im Vorjahr bei einem fürchterlichen Sturz im WM-Ort 2005 eine Hüftluxation zugezogen hatte: Die Stelvio warf den Salzburger erneut ab, diesmal blieb er aber wenigstens unverletzt. "Es ist alles okay. Ich bin g'sund herunten, das ist das Wichtigste. Es läuft halt im Moment net", meinte der 25-Jährige, der sich in prominenter Gesellschaft befand, denn auch Weltmeister Bode Miller aus den USA schied aus. Für die größte Überraschung des Tages sorgte der Slowene Andre Jerman der als Vierter nur knapp am Podest vorbei schrammte. Gute Leistungen zeigten im Schweizer Lager auch Bruno Kernen und Ambrosi Hoffmann mit den Rängen 8 und 12. Durchaus respektabel schlugen sich auf die beiden deutschen Starter. Während Johannes Stehle aus Obermaiselstein auf Rang 27 (2,00 Sekunden zurück) die ersten vier Weltcup-Punkte seiner Karriere holte, erreichte Stephan Keppler Rang 24 (1,65 zurück). Der Ebinger sagte danach: "Ich habe zwei Fehler gemacht, sonst wäre ich unter den ersten 15 gelandet". Bei der zweiten Abfahrt in Bormio am Donnerstag "mach' ich die aber nicht mehr", beteuerte er.

Svindal gewinnt Riesenslalom in Hinterstoder

Aksel-Lund Svindal feiert in Hinterstoder seinen 1. Riesenslalom Weltcup Sieg in seiner Karriere. Der Norweger setzte sich vor dem Kanadier Francois Bourque (+0,26) und dem Finnen Kalle Palander (+0,40) durch. "Es war hart, aber ich bin glücklich. Man kann nicht immer gewinnen, aber heute war mein Tag", meinte der Norweger, der am 26. Dezember 24 Jahre wird. Für den Gesamtweltcupzweiten der abgelaufenen Saison war es der vierte Weltcupsieg in der vierten Disziplin, ihm fehlt nur noch ein Slalomerfolg. Österreichs Skiherren gehen mit einer Durststrecke von 13 sieglosen Rennen in die Weihnachtspause. Bester Österreicher in einem von starkem Nebel überschatteten Rennen wurde Benjamin Raich als 5. (+0,57). Hermann Maier, nach dem 1. Lauf noch Vierter, fiel in der Nebelsuppe auf Rang 12 zurück. Nachdem Didier Défago und Didier Cuche nach dem 1. Lauf als beste Schweizer auf den Rängen 13 und 14 lagen, stiess mit Défago wenigstens einer noch in die Top Ten vor. Marc Berthod, der sich auf dem Weg zu einer Spitzenzeit befand, stürzte kurz vor dem Ziel, Carlo Janka schied aus. Damit wird auch für die Schweizer ein wenig erfreuliches Jubiläum Tatsache: Seit genau 100 Weltcuprennen sind die Schweizer Männer ohne Sieg. Der letzte datiert vom 30. Januar 2004 (Cuche in der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen). Der einzige DSV Starter, Felix Neureuther, war bereits im ersten Durchgang ausgeschieden. Svindal übernahm nach seinem insgesamt vierten Weltcupsieg, dem ersten im Riesentorlauf, die Weltcup-Gesamtführung von Bode Miller, der Vierter wurde. Der Südtiroler Peter Fill fuhr auf Platz elf, Manfred Mölgg wurde 15.

Schild gewinnt auch Slalom von Val d’Isere

Marlies Schild ist die "Slalom Königin“! Die Österreicherin feierte beim Slalom von Val d’Isere ihren dritten Sieg in Folge und ihren insgesamt neunten Weltcupsieg im Slalom. Damit ist sie nun alleinige Rekordhalterin im ÖSV-Team. Erstmals in dieser Saison erreicht Schild im 2. Durchgang aber keine Laufzeit was ihr aber bei ihrem Jubiläumssieg auch völlig egal sein konnte! "Es ist etwas ganz Besonderes, wenn man die meisten Slalom-Siege in Österreich hat", freute sich Schild über ihren Eintrag in die Geschichtsbücher. Riesenfreude auch im Lager des DSV. Annemarie Gerg sicherte sich mit einem furiosen Finallauf den zweiten Platz und freute sich über den ersten Podestplatz in ihrer Karriere. Im Herbst hatte die 31-jährige Lenggrieserin schon das Handtuch werfen wollen, war aber vom österreichischen Cheftrainer Mathias Berthold zum Weitermachen überredet worden. Die Halbzeitführende Therese Borssen aus Schweden mußte sich mit dem 3. Rang zufriedengeben. Die Schwedin war die einzige, die bisher in die Phalanx der Österreicherinnen hatte einbrechen können. Auf dem Weg zu einer Überraschung befanden sich die Amerikanerinnen, die mit Resi Stiegler und Lindsey Kildow nach dem 1. Lauf die Ränge 3 und 4 belegten. Stiegler fiel aber auf Platz 6 zurück, Kildow schied aus. Mit Kathrin Zettel (4.), Michaela Kirchgasser (9.) und Nicole Hosp (11.) landen drei weitere ÖSV-Damen im Spitzenfeld. Ein starkes Weltcup-Debüt liefert auch die Österreicherin Simone Streng auf Rang 21. Die deutschen Rennfahrerinnen Monika Bergmann als Zehnte, sowie Maria Riesch auf Platz 20 konnten sich über Weltcuppunkte freuen. Die Schweizerinnen verpassten wieder einmal die Qualifikation für den 2. Durchgang klar. Im Januar, wenn auch der Startplatz von Sonja Nef wegfällt, droht den Schweizer Slalomfahrerinnen die Gefahr, dass nur noch eine einzige Athletin eingesetzt werden kann. Die Südtirolerin Manuela Mölgg wurde 17. Die Skirennläuferin aus St.Vigil/Enneberg konnte sich als einzige der "Azzurre" unter den ersten 30 platzieren. Schild übernahm mit ihrem Sieg vor den letzten Rennen des Jahres 2006 kommende Woche auf dem Semmering (Riesentorlauf und Slalom) auch wieder die Weltcup-Führung vor ihrer ÖSV-Teamkollegin Nicole Hosp.

Miller gewinnt Hinterstoder-Super G

Der US Amerikaner Bode Miller war beim Super G in Hinterstoder eine Klasse für sich. Miller gewann mit einem Vorsprung von 0,79 Sekunden vor dem Südtiroler Peter Fill und feierte seinen zweite Super-G-Erfolg in dieser Saison. „Bode ist schon ein wilder Hund und fast unmöglich zu schlagen. Aber irgendwann macht er wieder einen Fehler“, kommentierte Fill den Sieg des Amerikaners, der seinen Sieg so sah: „Ich bin hier 100 Prozent gefahren. Nicht alle sind das volle Risiko gegangen“. Bester Österreicher wurd Hermann Maier (+0,94), der trotz eines Fehler im oberen Teil noch auf das Stockerl fahren konnt. Für Maier war es der erste Podestplatz in dieser Saison trotzdem war er im Zielraum sehr verärgert: "Ich habe mir selber den Vogel gezeigt, denn ich bin ganz schlecht gefahren und habe nie einen richtigen Zug auf den Ski bekommen. Miller hat in diesen Passagen sicher voll beschleunigt. Außerdem rutscht mir immer der Ski weg, was für mich eigentlich ziemlich ungewöhnlich ist. Aber wenn das Gefühl wieder passt, dann wird auch wieder etwas weitergehen. Davon bin ich überzeugt", gab sich Maier optimistisch. Die ÖSV Fahrer Fritz Strobl landet auf dem fünften Platz, Georg Streitberger belegt Rang sieben. Benjamin Raich kam über Platz 34 nicht hinaus: "Es geht oben zwar flach weg, aber dann ordentlich zur Sache, es war sehr eisig. Eine durchwachsene Fahrt." Das österreichische Herrenteam wartet nun schon seit zwölf Rennen auf einen Sieg. Beim Team Swiss sorgte Silvan Zurbriggen mit einer tollen Fahrt für Aufsehen. Der Walliser legte mit Startnummer 1 eine Zeit vor, die lange nicht unterboten werden konnte und durfte sich bis zuletzt Hoffungen auf einen Podestplatz machen. Von Rang drei verdrängte ihn erst Hermann Maier mit der Startnummer 30 - um zwei Hundertstel-Sekunden. Didier Cuche startete nach seinem Trainingssturz noch etwas gehandicapt und erreichte immerhin Rang neun. Ausgeschieden sind Bruno Kernen und Ambrosi Hoffmann. DSV Starter Stephan Keppler aus Ebingen (1:12,29) konnte sich mit einem Rückstand von 2,53 Sekunden nur auf Rang 38 plazieren. Miller übernahm mit seinem dritten Saisonsieg auch die Führung im Gesamtweltcup (440 Pkt.) vor Aksel Lund Svindal (Norwegen; 421), Didier Cuche (Schweiz; 392) und Peter Fill (338). In der Disziplinen-Wertung des Super-G liegt Miller ebenfalls vorn.

Lindsey Kildow gewinnt 2. Abfahrt in Val d’Isere

Das französische Val d’Isere war am heutigen Mittwoch fest in US-amerikanischer Hand! Nach dem Erfolg von Julia Mancuso in der ersten Abfahrt am Dienstag, holt sich Landsfrau Lindsey Kildow den Sieg in der Zweiten Weltcupabfahrt in Val d’Isere. Kildow zeigte eine nahezu fehlerlosen Fahrt und lag im Ziel 1,24 Sekunden vor ihrer Landsfrau Julia Mancuso. "Ich wollte einfach nur besser fahren als am Dienstag, denn da habe ich viele dumme Fehler gemacht", erklärte die 22-Jährige aus Vail, die das einzige Training in Val d'Isere nicht beendet hatte und in der ersten Abfahrt Dritte gewesen war. Den dritten Platz auf dem Siegespodest sicherte sich die Schwedin Anja Pärson (+1,44). Die Österreicherin Renate Götschl mußte sich nach einem durchwachsenen Lauf mit Rang 4 begnügen. Allerdings reichte das Steirerin um erstmals seit Januar 2005 die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung zu übernehmen. "Ich muss froh sein, mit so vielen schweren Fehlern überhaupt so weit vorne zu sein." Zu ihrer Gesamtweltcup-Führung meinte sie: "Ein schönes Zwischendurch-Zuckerl, aber das wird am Donnerstag schon wieder anders sein." Alexandra Meissnitzer landet, wie schon am Vortag auf Rang sechs. Andrea Fischbacher verbesserte sich gegenüber dem Vortags um 2 Ränge auf den 8.Platz. Für das Highlight aus Schweizer Sicht hat wiederum Dominique Gisin gesorgt. Die junge Newcomerin fuhr mit der Startnummer 38 auf den neunten Rang und bestätige damit ihre starke Leistung vom Vortag. Eher enttäuschend agierten dagegen die arrivierten Fahrerinnen. Nadia Styger klassierte sich auf Platz elf, Catherine Berthod wurde 14. Als beste DSV Fahrerin plazierte sich Maria Riesch auf einen etwas enttäuschenden 26. Platz.

Mancuso gewinnt 1.Abfahrt von Val d’Isere

Julia Mancuso hat in Val d’Isere ihr erstes Rennen im alpinen Weltcup gewonnen. Die Riesenslalom-Olympiasiegerin aus den USA verwies am Dienstag bei der ersten von zwei Weltcup-Abfahrten im französischen Val d'Isère die Österreicherin Renate Götschl und die Amerikanerin Lindsey Kildow auf die Plätze zwei und drei. Als zweitbeste Österreicherin belegte Alexandra Meissnitzer Platz sechs, Andrea Fischbacher wurde Zehnte. Die Abfahrt bleibt damit die einzige Disziplin, in der die ÖSV-Damen in dieser Saison noch nicht gewonnen haben. Aus Schweizer Sicht überraschte die junge Dominique Gisin bei einer kompakten Teamleistung. Gisin fuhr mit Startnummer 41 auf Rang 9 und wurde damit beste Schweizerin. Dahinter taucht das Schweizer Kreuz regelmässig in der Rangliste auf. 11. Casanova, 12. Schild 13. Dumermuth und Berthod, 15. Borghi, 18. Alpiger, 19. Styger. Maria Riesch (Partenkirchen) verfehlte nach einem schweren Fahrfehler mit 2,84 Sekunden Rückstand eine Platzierung unter den ersten 20. Das Rennen war nach einem schweren Sturz von Nadia Fanchini vor den Topläuferinnen für mehr als eine Viertelstunde unterbrochen worden. Die Italienerin, die kurz das Bewusstsein verloren hatte, wurde mit dem Akja abtransportiert. Im Krankenhaus von Moutiers wurde ein zweifacher Bruch des Handgelenks und eine Gehirnerschütterung diagnostiziert. Weitere schwere Verletzungen blieben der 20-Jährigen nach Angaben des italienischen Verbandes aber erspart.

Markus Larsson gewinnt Slalom in Alta Badia

Der Schwede Markus Larsson feiert beim 3. Weltcupslalom der Saison 2006/07 in Alta Badia den 2. Weltcup-Sieg seiner Karriere und konnte sein Glück kaum fassen: "Ich bin wirklich glücklich. Ich versuche nicht zu viel vor den Rennen nachzudenken. Für mich ist es wichtig das ich einfach gut Ski fahren. Wir haben sehr gute Trainer und haben uns auch sehr gut auf die Saison vorbereitet. In unserem schwedischen Team haben wie viele Talente die uns auch unter Druck setzen. Aber zu Zeit läuft einfach alles super." Die Plätze auf dem Podest teilte dich der Schwede mit dem Zweitplazierten US-Amerikaner Ted Ligety und dem Kroaten Ivica Kostelic auf Rang 3. Der Halbzeitführende Franzose Stephane Tissot schied nach einem Sturz im Finallauf aus. Nicht zufrieden waren auch die Verantwortlichen des Swiss Ski Team. Als Einziger tauchte Silvan Zurbriggen auf Position 18 im Klassement auf. Marc Gini schied als 16. des ersten Laufes aus, die übrigen Swiss-Ski-Athleten hatten es nicht in den zweiten Durchgang geschafft. Die deutsche Hoffnung Felix Neureuther, im Slalom zuvor in Beaver Creek Dritter, fiel nach Rang sechs im ersten Durchgang nach einem Fahrfehler im zweiten Lauf auf Rang 18 zurück (1:45,98). Alois Vogl und Stefan Kogler waren im 1. Durchgang ausgeschieden. Mit einer historischen ÖSV-Pleite schlittert das Herren-Team immer weiter in die Krise. Erstmals seit 1986 schaffte es in einem Weltcup-Slalom kein Österreicher in die Punkteränge. Benjamin Raich qualifiziert sich als 3. als einziger ÖSV-Läufer für den 2.Durchgang, wo er aber mit Zwischenbestzeit kurz vor dem Ziel einfädelt. „Das schaut nicht gut aus und ist auch blöd. Ich bin natürlich enttäuscht aber das ist Ski fahren. Man muss das wegstecken. Wenn man nicht Gas gibt kann man auch nichts gewinnen. Es war nicht schlecht im zweiten Lauf, dann aber kam der blöde Einfädler“ rechtfertigte sich ein doch sehr enttäuschter Raich im ORF Interview.

Kalle Palander gewinnt den Riesentorlauf der Herren in Alta Badia.

Der Finne Kalle Palander gewann den 2. Riesenslalom der Saison 2006/07 auf der Klassikerstrecke Gran Riesa in Alta Badia vor dem US-Amerikaner Bode Miller (0,51) und dem Schweizer Didier Defago (0,59). "Dies ist einer der größten Erfolge in meiner Karriere", freute sich der sympathische Finne, und das nachdem er sich im Sommer noch von den Folgen eines Kreuzbandrisses im linken Knie erholen mußte. Palander feierte auf der Gran Risa seinen 13. Weltcup-Erfolg, damit hat der 29-Jährige zwei seiner nun drei Riesentorlauf-Siege in Alta Badia eingefahren und setzte damit auch die Serie der verschiedenen Gewinner fort. Die 11 Männer-Rennen des bisherigen Winters haben nun schon 10 verschiedene Sieger ergeben. Für Österreichs Herren, die nun seit zehn Rennen sieglos sind, blieb nur Rang vier durch den Tiroler Benjamin Raich (0,84). "Nach dem ersten Lauf war nicht mehr viel drin, so gesehen bin zufrieden", erklärte Raich beim Interview, nach dem er nach dem ersten Durchgang auf Platz fünf liegend mit einem Rückstand von 1,32 Sekunden ins Rennen gehen mußte. Zehn Rennen ohne ÖSV-Herren-Erfolg hatte es zuletzt in der Saison 1994/95 gegeben. ÖSV-Superstar Hermann Maier fiel im zweiten Durchgang vom dritten auf den 12. Platz zurück. "Der erste Lauf war phasenweise sehr stark. Im zweiten hätte ich aber nach drei Toren rausfahren können, da war's vorbei", bilanzierte der Salzburger, der sich nun für die vorweihnachtlichen Heimrennen in Hinterstoder ausrasten wird. Für das Swiss Skit Team plazierte sich neben Didier Défago auch Didier Cuche als Neunter in den Top 10, obwohl er durch Prellungen handicapiert war, die er am Vortag im Riesenslalom-Training erlitten hatte. Weltcuppunkte eroberten auch die übrigen drei Schweizer Starter. Daniel Albrecht wurde 17., Marc Berthod 24. Zwischen diese beiden schob sich der Bündner Carlo Janka. Der erst 20-Jährige aus Obersaxen eroberte sich in seinem erst dritten Weltcuprennen als 20. seine ersten Zähler. Erfreulich aus Sicht des DSV ist der 13. Rang von Felix Neureuther zu erwähnen.

Steven Nyman gewinnt Gröden-Abfahrt

Der US Amerikaner Steven Nyman sorgte beim Abfahrtsklassiger in Gröden für die große Überraschung und feierte seinen ersten Weltcupsieg. "Es ist großartig! Das schönste, was man sich unter dem Weihnachts-Baum erwarten kann. Ich wusste nach meiner Fahrt, es war ein guter Lauf." Nyman gewann in einer Zeit von 1:56,52 die Abfahrt auf der Saslong mit einem hauchdünnen Vorsprung von 2 Hundertstel Sekunden vor dem Schweizer Didier Cuche. Ex-Olympiasieger Fritz Strobl schaffte als Dritter den ersten Abfahrts-Podest-Platz für die Österreicher in dieser Saison (+0,43 Sek.), jedoch geht die Serie ohne ÖSV-Sieg weiter. Während die österreichischen Ski- Damen die Konkurrenz in diesem Winter nach Belieben dominieren blieben die Herren in Gröden zum neunten Mal nacheinander ohne Sieg. Hermann Maier als Achter und Andreas Buder auf Rang 9 fuhren ebenfalls in die Top-10. Im Schweizer Team wechselten Licht und Schatten. Neben dem Zweitplazierten Cuche überzeugten heute auch Silvan Zurbriggen der mit einer hohen Nummer auf Rang 18 vorfuhr. Bruno Kernen wurde Elfter, Didier Défago stürzte und Tobias Grünenfelder schied aus. Die deutschen Rennläufer konnten sich nicht in den Weltcuppunkten plazieren. Johannes Stehle und Stephan Keppler mußten sich mit den Rängen 35 und 36 begnügen. Bester Südtiroler wurde Kurt Sulzenbacher auf Rang 12. Peter Fill erreichte den 15. Platz.

Götschl feiert 40. Weltcup-Sieg

Renate Götschl wird ihrem Namen als "Speedqueen" im Super G auch auf der österreichischen Reiteralm gerecht Die Steierin feierte in 1:17,91 Min. den 2. Saison-Sieg und den 40. Weltcup-Erfolg ihrer Karriere. Götschl, die nach dem Wechsel zu Atomic nach dem letztjährigen "Seuchenwinter" den Namen "Speed-Queen" wieder zu Recht trägt, war naturgemäß happy. "Daheim der Vierziger, was will man mehr. Das ist wunderschön, das hätte ich mir nicht träumen lassen", sagte die 31-Jährige, die von der Gasselhöhe-Piste schwärmte: "Es war ein schönes Rennen, es macht riesig Spaß, da runterzufahren." Nicole Hosp sicherte mit 0,71 Sek. Rückstand den ÖSV-Doppelsieg. Nur die Schweizerin Martina Schild (+0,80 Sek.) konnte mit ihrem 3. Rang den totalen österreichischen Triumph verhindern, folgten doch mit Alexandra Meissnitzer, Kathrin Zettel, Marlies Schild, Silvia Berger und Kathrin Wilhelm nur Österreicherinnen auf dem Plätze 4 bis 8. Damit feierten die ÖSV-Damen den sechsten Sieg im achten Saisonrennen und können sich über 14 Podestplätze freuen. Die Schwedin Anja Pärson schaffte es abermals nicht ins Spitzenfeld, sie klassierte sich nur als Zwölfte. Die durch einen Magen-Darm-Virus geschwächte US-Amerikanerin Lindsey Kildow schied aus, ebenso wie die Liechtensteinerin Tina Weirather, die im Kombi-Super-G Zweite geworden war. Zu Sturz kam die Salzburgerin Andrea Fischbacher, sie blieb aber unverletzt. Aus Schweizer Sicht überzeugte die bereits erwähnte Martina Schild, welche mit ihrem dritten Platz ihr bestes persönliches Weltcupergebnis aufstellte. Zehn Monate nach dem Gewinn von Olympia-Silber in der Abfahrt stand Martina Schild wieder im Rampenlicht. Diesmal tauchte die Berner Oberländerin indessen nicht vollends aus dem Nichts an der Spitze auf; mit Rang 10, der bisher besten Klassierung in einem Weltcup-Super-G, hatte sie ihr Potenzial bereits vor zwei Wochen in Lake Louise angedeutet und aufgezeigt, dass der 6. Platz bei den Olympischen Spielen kein Zufall war. Im Gegensatz zu Fränzi Aufdenblatten (15.) die eine bessere Klassierung mit einem Fahrfehler im oberen Teil vergab, war Nadia Styger (18.) ratlos. «Ich habe keine Erklärung. Im Training läufts in beiden Disziplinen gut. Doch im Rennen fehlt mir der 'letzte Pfupf'. Zur Zeit sind die Ski noch der Chef über mich und nicht umgekehrt», zog die Schwyzerin Bilanz, in der sie nach Rang 20 in Lake Louise ein weiteres Ergebnis stehen hat, das nicht ihrem Standard entspricht. Für das DSV Team endete der SUPER G auf der Reiteralm eher enttäuschend: Mit jeweils mehr als zwei Sekunden Rückstand belegten Petra Haltmayr und Maria Riesch die Ränge 23 und 26. Renate Götschl stößt mit ihrem zweiten Saisonsieg auf Rang vier im Gesamtweltcup vor. Niki Hosp führt vor Marlies Schild und Kathrin Zettel – Die US Amerikanerin Lindsey Kildow folgt als beste Nicht-Österreicherin auf Rang fünf!

Schild führt ÖSV Vierfachsieg an

Österreichs Damen-Skiteam hat am Freitag in der Weltcup-Super-Kombination auf der Reiteralm bei Schladming einen Vierfachsieg gefeiert. Platz eins ging an die Salzburgerin Marlies Schild, die damit nach Rang 6 im Super-G und Laufbestzeit im Slalom ihren dritten Saisonsieg holte. Zweite wurde mit 0,34 Sekunden Rückstand Michaela Kirchgasser, die ihr bestes Karriereergebnis erzielte, Dritte die nach dem Super G führende Kathrin Zettel (0,35 zurück). Nicole Hosp macht als Vierte den Vierfacherfolg der Österreicherinnen perfekt. Die ÖSV-Damen feierten nach 1976 und 1988 zum 3. Mal einen Vierfach-Sieg im Weltcup. Als Beste Nicht-Österreicherin wurde die Tschechin Zarka Zahrobska Vierte. Mitfavoritin Anja Pärson fädelte im Slalom ein und konnte heute keine Weltcuppunkte einfahren. Beste Deutsche war Fanny Chmelar. Die 21-Jährige fuhr mit einem Rückstand von 1,65 Sek. als Sechste zu ihrem besten Weltcup-Ergebnis und qualifizierte sich damit für die WM in Are. Die Schweizerinnen Nadja Styger und Fränzi Aufdenblatten schieden bereits beim Super G aus.

Miller gewinnt Gröden-Super-G

Bode Miller ritt im Super G von Gröden am schnellsten über Kamelbuckel und Ciaslat und konnte seinen 2. Saisonsieg feiern. Der US-Amerikaner feierte den 23. Weltcup-Sieg, den vierten im Super G und ist damit der erste Zweifach-Sieger der laufenden Saison. "Das war meine bisher beste Fahrt in dieser Saison. Ich bin aggressiv und fehlerlos unterwegs gewesen", freute sich der 29-Jährige. Miller siegte in einer Zeit von 1:32,35 Min. vor dem Österreicher Christoph Gruber, der Miller mit 0,64 Sek. Rückstand am nächsten kam. Den 3 Platz auf dem Stockerl sicherte sich der Kanadier John Kucera, der damit seinen Sensationssieg von Lake Louise bestätigte und das Rote Trikot des Super-G-Leader erfolgreich verteidigte. Hermann Maier belegte zunächst als zweitbester ÖSV-Läufer Rang 5, wurde dann jedoch wegen eines Torfehlers aus der Wertung genommen. Der junge Georg Streitberger belegt sensationell Rang 6. Die Routiniers, wie Strobl (Platz 13) oder Walchhofer (26) blieben allerdings hinter den Erwartungen zurück. Benni Raich vermied mit Mühe einen Sturz und verpasst mit 3,10 Sek. Rückstand den Sprung in die Weltcup-Punkte. Acht Rennen ohne Sieg, das hatte es im ÖSV-Männer-Lager zuletzt zwischen dem 15. Dezember 2002 und dem 5. Januar 2003 gegeben. Die Schweizer vermochten ihr gutes Teamergebnis von Lake Louise, wo sie im ersten Super-G der Saison die Ränge 7 bis 9 belegte hatten, nicht zu wiederholen. Cuche konnte sich als einziger seiner Mannschaft unter die Top 10 schieben. Dies tat er aber als sehr guter Vierter, womit er sein bestes Super-G-Ergebnis seit vier Jahren realisierte. Den Podestplatz verpasste der Neuenburger um nur gerade fünf Hundertstel Sekunden. Eine gute Leistung zeigte auch Silvan Zurbriggen, der mit der hohen Nummer 51 auf den 10. Platz fuhr. Der deutsche Stephan Keppler freute sich als Achter über das beste deutsche Super-G-Ergebnis seit fast sechs Jahren und setzte den Aufschwung der deutschen Skiherren fort. Mit einer nicht fehlerfreien, aber couragierten Vorstellung lag der Ebinger 1,09 Sekunden hinter Miller.

Ivica Kostelic rast im Kombi-Slalom zum klaren Sieg

Ivica Kostelic gewann die 2. Super-Kombination der Saison 2006/07 auf der Reiteralm. Der Kroate lies nach Platz 7 im Super G im Slalom die Gegner mit über einer Sekunde Vorsprung hinter sich und sicherte sich in einer Gesamtzeit von 2:08,90 Min. seinen 8. Weltcup-Sieg. Kostelic war im achten Herren-Rennen der Saison der achte Sieger aus acht verschiedenen Nationen. "Nach dem wirklich guten Super G habe ich mich auch selbst in der Favoritenrolle gesehen. Ich versuche bei solchen Verhältnissen immer mit viel Gefühl zu fahren. Vereiste Pisten sind nicht so gut für mich. Die neue Kombination finde ich sehr gut. Es wird hier der kompletteste Rennfahrer gesucht. Slalom ist Kurven fahren, Abfahrt schnell fahren. Ein echter Skifahrer ist, wer beides kann. Läufer wie Romed Baumann haben hier eine große Zukunft. Ich freue mich sehr diesen Bewerb gewonnen zu haben.", sagte der Bruder von Janica Kostelic. Zweiter und bester Österreicher wurde überraschend, der von Sieger Kostelic hochgelobte Romed Baumann, der mit Startnummer 54 im Super G zunächst auf Rang neun vorfuhr. Nach dem abschließenden Slalom landete der 20-jährige Tiroler erstmals in seiner Karriere auf dem Podest. "Ich habe mich heute auch selbst überrascht. Der Super-G war gut, im Slalom hab' ich dann noch einen draufgesetzt", erklärte der Junioren-Vizeweltmeister in Abfahrt und Slalom von Quebec 2006. Rang 3 sicherte sich Pierrick Bourgeat aus Frankreich. Rainer Schönfelder als 8. und Benjamin Raich als 10. fuhren ebenfalls in die Top-Ten. Der Führende nach dem Super G Niklas Rainer (SWE) belegte Platz 7. Silvan Zurbriggen verhinderte mit dem 9. Rang eine Schweizer Pleite. Marc Berthod, der Überraschungszweite von Beaver Creek, konnte sich aus hoffnungsloser Ausgangslage (43. nach völlig missglücktem Super-G) dank der sechstbesten Laufzeit im Slalom wenigstens noch auf den 18. Platz verbessern. Didier Défago fädelte auf dem Weg zu einem Spitzenplatz ein, und Daniel Albrecht geriet das Rennen komplett daneben (36.). Der Deutsche Felix Neureuther (Partenkirchen) landete auf Platz 35 und verpasste Weltcup-Punkte. "Mit Nummer 54 noch die elftbeste Slalom-Zeit, das ist okay. Das zeigt, dass ich gut in Form bin", meinte der 22-Jährige. Stephan Keppler fuhr nach guter Zwischenzeit ebenso wie Kogler an einem Tor vorbei und schieden aus.

Myhrer gewinnt Beaver-Slalom

Das siebente Saisonrennen im alpinen Ski-Weltcup sah den siebenten Sieger aus der siebenten Nation. Der Schwede Andre Myhrer siegte mit einem Vorsprung von 0,73 Sekunden vor Michael Janyk (CAN) und feiert seinen ersten Weltcuperfolg. Die Basis zum Sieg legte Myhrer im ersten Durchgang, in dem er die Konkurrenz um 78 Hundertstel hinter sich liess. Myhrer, der in Sestriere Olympia-Bronze nur um drei Hundertstel verpasste, liess sich die Chance auf den ersten Weltcup-Sieg mit einer kontrollierten Fahrt nicht mehr nehmen. Felix Neureuther aus Deutschland hat mit Rang 3 erstmals in seiner Karriere den Sprung auf das Siegerpodest geschaft. Der 22-Jährige Sohn von Rosi Mittermaier und Christian Neureuther lag 1,40 Sekunden hinter dem siegreichen Schweden und freute sich überschwenglich beim Interview: "Seit sieben Jahren bin ich erstmals beschwerdefrei", und meinte schelmisch in Richtung seiner österreichischen Nachbarn: "Sie gewinnen derzeit nicht jedes Rennen. Das passt schon, sonst wird es eh langweilig." Für alle drei Burschen auf dem Podium waren es persönliche Bestmarken und damit wurde auch in Beaver Creek offensichtlich, dass sich im Slalom die Kraftverhältnisse deutlich verschoben haben. Viel Sonne für das DSV Team, aber auch ein kleiner Schatten. Neureuther’s Teamkollege Alois Vogel wurde mit der zweitbesten Zeit nach dem ersten Durchgang wegen eines Einfädlers nach langem Hin und Her disqualifiziert. Daniel Albrecht führte als Vierter ein starkes Swiss Ski Team an, Marc Gini wurde Zehnter, Silvan Zurbriggen 15. Manfred Pranger (+2:10) wurde als bester Österreicher Siebenter. Für Mario Matt und Andreas Omminger reichte es nur für die Plätze 14 und 16. ÖSV-Rennläufer Rainer Schönfelder blieb ein gutes Ende einer starken Woche - der Kärntner hatte als Dritter der Superkombi für den einzigen ÖSV-Podestplatz gesorgt - verwehrt. Nach Platz 7 nach dem 1. Durchgang schied Schönfelder im zweiten Lauf aus. Levi-Sieger Benjamin Raich war schon nach wenigen Toren des ersten Durchgangs ausgeschieden.

Götschl feiert Super G Sieg in Lake Louise

Nach der deutschen Maria Riesch am Freitag konnte sich am heutigen Sonntag auch die Österreicherin Renate Götschl über einen Comeback Sieg freuen. Mit Nummer 12 stellte die Steierin eine Bestzeit auf, an die keine mehr annähernd herankam. Die Speedkönigin aus dem ÖSV-Skiteam feierte im vierten Rennen nach ihrer Verletzung ihren 39. Weltcupsieg. Am Samstag hatte die 31-jährige Götschl hinter Kildow Platz zwei in der Abfahrt erobert, nun legte sie den 14. Super-G-Sieg ihrer Karriere nach. "Super, einen schöneren Abschluss des Wochenendes kann man sich nicht wünschen. Ich habe nicht viel nachgedacht, bin drauf losgefahren und das Meiste hat funktioniert." Die Fahrt sei "fast perfekt" gewesen. "Ich wollte alles riskieren und habe nicht an den Sieg gedacht." Der Super-G in Lake Louise bleibt damit weiter fest in der Hand der ÖSV-Damen, 2003 siegte Götschl, 2004 Michaela Dorfmeister und 2005 Alexandra Meissnitzer, die diesmal ausschied. Auf dem zweiten Platz folgt die Abfahrtsvortagssiegerin Lindsey C. Kildow vor der Kanadierin Kelly Vanderbeek. Erfreulich aus Sicht der Österreichischen Skimannschaft das Abschneiden von Katharin Wilhelm auf Rang 4, sowie der 7. Platz von Nicole Hosp. Für die Schwedin Anja Pärson reichte es hinter Genervieve Simard (CAN) und vor Emily Brydon für Rang 6. Als beste deutsche Rennfahrerin plazierte sich Petra Haltmayr auf Platz 9. Die Schweizerin Martina Schild realisierte als Zehnte immerhin ihr bestes Super-G-Ergebnis im Weltcup (bisher Rang 14) und war entschprechend zufrieden. In der Abfahrt hatte sie lediglich die Ränge 32 und 35 erreicht, was ihr doch einiges Kopfzerbrechen bescherte. „In der Abfahrt wollte ich vielleicht etwas zu viel“, mutmasste die Olympia-Zweite aus Grindelwald, doch mir war schon vorher klar, dass ich mich im Super-G derzeit wohler fühle.“

Blardone gewinnt Riesenslalom in Beaver Creek

Massimiliano Blardone heißt der Sieger des 1. Riesenslaloms der Saison 2006/07. Der Italiener feiert, sechs Tage nach seinem 27. Geburtstag, auf der Birds of Prey seinen insgesamt 3. Weltcupsieg! Mit ihm auf dem Podest jubeln der Norweger Ajsek Lund Svindal aus Norwegen und der Drittplazierte US Amerikaner Ted Ligerty, die sich in einem wahren Hundertstel-Krimi um 4 bzw. um 7 Hundertstel Sekunden geschlagen geben mußten. Der nach dem 1. Durchgang in Führung liegende Bode Miller viel nach einem groben Fahrfehler auf Rang 12 zurück. Doch der Amerikaner sah es nicht so tragisch. "Mich hat schon überrascht, dass ich im ersten Lauf Bestzeit hatte. Ich bin doch nur in der Gegend herumgerutscht, hatte keinen Rhythmus", machte Miller klar, dass mit ihm im Winter ganz stark zu rechnen sein wird. Besonders erfreulich aus Schweizer Sicht ist der 4. Rang von Didier Cuche und Platz 5 von Didier Defago zu verzeichnen. Beide haben mit ihren Vorstellungen ein deutliches Signal ausgesandt, dass es im Männer-Team von Swiss-Ski auch in der Sorgendisziplin Riesenslalom wieder aufwärts gehen wird. Im vergangenen Winter war Cuches 9. Rang in Alta Badia die einzige Schweizer Top-Ten-Klassierung geblieben. Große Enttäuschung im Lager der Österreicher. Wie schon im Vorjahr setzt es im Riesenslalom eine Pleite - als bester ÖSV-Läufer landete Rainer Schönfelder auf Rang acht. Hermann Maier wurde unmittelbar vor Mitfavorit Benjamin Raich Zehnter. Damit sind die ÖSV-Herren in allen fünf bisherigen Nordamerika-Rennen sieglos. Die letzte Chance gibt es am Sonntag in Beaver Creek mit dem Spezial-Slalom. Auch dort gilt Schönfelder, der schon als Dritter bester Österreicher der Super-Kombi war, als eine der großen ÖSV-Hoffnungen. "Schon wieder bester Österreicher. Wenn ich das im Slalom auch bin, dann will ich aber endlich auch ganz vorne sein", sagte der Kärntner. Felix Neureuther, der einzige Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV), belegte mit 2,31 Sekunden Rückstand auf Blardone Platz 22.

Kildow gewinnt 2. Abfahrt von Lake Louise

Die US Amerikanerin Lindsey Kildow raste bei der 2. Abfahrt von Lake Louise zum Sieg und freute sich im Zielraum: „Es ist ein wahnsinniges Gefühl. Ich wollte unbedingt noch schneller fahren als gestern und hatte für heute große Ziele. Ich war sehr nervös - habe mir dann aber vorgenommen, nicht viel nachzudenken und so zu fahren, wie ich es kann." Dies setzte sie in beeindruckender Manier um. Kildow deklassiert den Rest der Weltklasse und gewann die 2. Damen-Abfahrt in Lake Louise souverän. Das US-Girl setzte sich in 1:48,84 Minuten klar vor der Steirerin Renate Götschl (+1,33) und der Schwedin Anja Pärson (1,72) durch. Beide hatten im oberen Teil einen schweren Fehler, die Bestzeit von Kildow hätten sie aber wohl auch ohne Patzer nicht geknackt. Über den zweiten Platz war die 31-Jährige österreichische Speedkönign hocherfreut: "Ich bin sehr glücklich, auf gestern hinauf war das ein schwerer Akt. Gestern bin ich brutal schlecht gefahren, aber heute ist der Ski mit mir gefahren. Der war perfekt. Ich musste schauen, dass ich hinten nachkomme." Mit Kampf, wie sie selbst sagte, rettete die im März am Knie operierte Pärson noch den Stockerlpatz: "Vielleicht hatte ich den großen Fehler oben, weil ich so schnell war. Doch unten habe ich gekämpft und bin so noch Dritte geworden." Die Schweizerin Nadia Styger klassierte sich auf dem vierten Rang und verpaßte somit knapp einen „Stockerlplatz“. Am Schluss fehlten der Schweizerin 1,86 Sekunden auf die Siegerin und 14 Hundertstel zum Podestplatz. Styger, die schon dreimal ein Super-G-Rennen gewinnen konnte, egalisierte mit dem 4. Platz ihr bestes Resultat in dieser Disziplin. Mit Sylviane Berthod (6.) und Fränzi Aufdenblatten (13.) klassierte sich zwei weitere Fahrerinnen aus dem Schweizer Team in den Top 15. Eine Talentprobe lieferte erneut die Österreicherin Andrea Fischbacher ab, die wie am Freitag auf Platz fünf fuhr. Alexandra Meissnitzer rundet als 8. die ausgezeichnete ÖSV-Performance ab. Die DSV Fahrerin Maria Riesch hat einen Tag nach ihrem Überraschungssieg den neunten Platz belegt. Die Partenkirchenerin hatte bei der zweiten Abfahrt nach langer Verletzungspause im Ziel einen Rückstand von 2,39 Sekunden auf die überlegene Siegerin.

Riesch ist zurück - Sieg in der Abfahrt

Maria Riesch hat ein sensationelles Abfahrts-Comeback geschafft und völlig überraschend die erst Weltcupabfahrt der Saison 2006/07 im kanadischen Lake Louise gewonnen. Ein Jahr nach ihrem zweiten Kreuzbandriss lag die 22-jährige Partenkirchenerin in 1:51,31 Minuten 0,43 Sekunden vor ihrer amerikanischen Freundin Lindsey Kildow. Dritte wurde die Italienerin Nadia Fanchini. Mit einem schweren Sturz der mit Startnummer elf ins Rennen gegangenen Schwedin Jessica Lindell-Vikarby fiel dann allerdings der Schatten über die Piste. Die 22-Jährige wurde mit dem Hubschrauber und dem Verdacht auf ein Schleudertrauma oder eine Rückenverletzung abtransportiert. Als es nach rund 20 Minuten weiterging, war die Sonne völlig von den Wolken zugedeckt und die Sicht wurde zunehmend schlechter. Im Ziel wartete zu diesem Zeitpunkt mit Bestzeit die Deutsche Maria Riesch und meinte: "Es ist meine erste richtige Abfahrt seit meiner Verletzung, ich habe alles gut erwischt, aber da kommen noch einige, die genau so schnell sein können". Prinzipiell ja, aber an diesem Tag konnte sie niemand mehr abfangen. Es war erst das vierte Weltcup-Rennen von Maria Riesch nach elfmonatiger Rennpause und der 4. Weltcupsieg ihrer Karriere, ihrem ersten seit Februar 2004 und dem ersten für die deutschen Damen seit Dezember 2004. Beste Österreicherin wurde Andrea Fischbacher als Fünfte, Nicole Hosp belegte Rang acht. Speed-Queen Renate Götschl, im Abschlusstraining die Schnellste, wurde nur 16. Damit ging die Siegesserie der ÖSV-Damen zu Ende, die bisher alle drei Saisonrennen gewonnen hatten (zweimal Marlies Schild/Slalom, einmal Kathrin Zettel/RTL). Als beste Schweizerin klassierte sich die Bündnerin Carmen Casanova, die als Zehnte 1,3 Sekunden auf die 22-jährige Deutsche verlor. Aus Schweizer Sicht völlig zufrieden sein durfte nur noch Monika Dumermuth (11. Rang mit 1,50 Sekunden Rückstand). Unter den Erwartungen schnitten die Teamleaderinnen Sylviane Berthod (13.), Fränzi Aufdenblatten (16.) und Nadia Styger (20.) ab.

Bode Miller gewinnt auf der Raubvogel Piste

Nach den Doppelsiegen in den Jahren 2004 und 2005 macht Bode Miller heute den Hattrick für das US-Ski-Team bei den Heim-Rennen in Beaver Creek auf der berühmt, berüchtigten Birds of Prey perfekt. Der US Amerikaner Bode Miller gewinnt die 2. Saisonabfahrt der Saison und feiert seinen 20. Weltcuperfolg vor dem Schweizer Didier Cuche (Rückstand +0,15) und seinem Landsmann Steven Nyman (+0,33). "Der Berg passt zu meinem Stil. Es gibt nicht viele Läufer, die hier so aggressiv fahren. Es ist ein ganz besonderer Kurse der viel Überwindung fordert.“ Miller lieferte diese Bestzeit ab, obwohl im Steilhang bei vollem Tempo ein Streckenposten direkt vor ihm ausrutschte und den US Boy sichtlich irritierte. „Ich hab den Streckenposten natürlich gesehen - aber ich habe meinen Fokus behalten und bin weiter gefahren." Rang vier sicherte sich der Südtiroler Peter Fill (0,37) vor dem Abfahrtsweltcupsieger der letzen Saison, Michael Walchhofer aus Österreich der etwas ratlos im Zielraum analysierte: "Für mich persönlich war es nicht schlecht. Gratulieren muss man dem Bode Miller, er ist mit hoher Nummer noch ganz vorne reingefahren. Bei mir liegt es nicht an der Form - es muss einfach mal der Knopf aufgehen." Mario Scheiber wurde Neunter, Hermann Maier musste sich in seinem früheren "Wohnzimmer" mit Rang 23 begnügen. Punkte holten auch Klaus Kröll als 17., Fritz Strobl als 19. und Hans Grugger als 28. Trotzdem war dies bereits die dritte Abfahrt in Folge ohne ÖSV-Fahrer am Podest und mittlerweile auch seit bereits sieben Speed-Bewerben inklusive Olympia sieglos. Das hat es seit über zehn Jahren nicht mehr gegeben. "Ich bin wirklich enttäuscht, weil heute ausgerechnet wir mehr Fehler gemacht haben als die anderen", betonte ÖSV-Herrenchef Toni Giger. Glück hatte Christoph Gruber, der im Schneetreiben bei 120 km/h einen wilden Sturz fast unversehrt überstand. Im Gesamtweltcup führt weiter der Italiener Peter Fill, der mit nunmehr 184 Punkten 30 Zähler vor Cuche und 38 vor Marco Büchel liegt. Der Liechtensteiner, der in der Vorwoche in Lake Louise triumphiert hatte, belegte in Beaver Creek Rang sieben und führt die Abfahrtswertung weiter an. Die Top 10 Rennfahrer bei der 2. Saisonabfahrt in Beever Creek: 1. Bode Miller (USA) 1:46,15, 2. Didier Cuche (SUI) 0,15 zurück, 3. Steven Nyman (USA) 0,33, 4. Peter Fill (ITA) 0,38, 5. Michael Walchhofer (AUT) 0,97, 6. Kurt Sulzenbacher (ITA) 1,03, 7. Marco Büchel (LIE) 1,31, 8. Scott Macartney (USA) 1,32, 9. Mario Scheiber (AUT) 1,38, 10. Marco Sullivan (USA) 1,45.

Svindal gewinnt Superkombi von Beever Creek

Aksel Lund Svindal gewinnt in Beever Creek die erste Super Kombination der Saison 2006/07. Der Norweger hat sich aus einer kleinen "Form-Krise" zum Saison-Auftakt gezogen und feierte, nach einem Abfahrts und Super G Erfolg seinen 3. Weltcupsieg. "Als ich vor Schönfelder war, habe ich gewußt: Nicht so schlecht und vor Bodes Fahrt habe ich mir gedacht: Zweiter oder Erster - ich bin sowieso zufrieden.“ Die Plätze auf dem Stockerl teilte er sich am Ende mit dem Zweitplazierten Marc Berthod aus der Schweiz und Rainer Schönfelder aus Österreich. Schönfelder stürmte mit Laufbestzeit im Slalom noch von Rang 30 nach der Abfahrt auf Rang drei vor. Der zur Halbzeit klar in Führung gelegene Miller brachte wieder einmal den entscheidenden Lauf nicht ins Ziel. Nach drei Toren fast ausgerutscht, folgte nach etwa sieben Toren das Aus. Nach einer überzeugenden Abfahrtsleistung stand Miller am Ende ohne Ergebnis da! Ähnlich wie Miller erging es Benjamin Raich. Nach der Zwischenzeit noch auf Podestkurs, riskierte er zuviel und wurde beim letzten Übergang ausgehoben und fuhr an einem Tor vorbei. Die Top 10 Rennfahrer bei der Super Kombination in Beaver Creek: 1. Aksel Lund Svindal (NOR) 2:06,74, 2. Marc Berthod (SUI) 0,19 zurück, 3. Rainer Schönfelder (AUT) 0,37, 4. Peter Fill (ITA) 0,47, 5. Ales Gorza (SLO) 0,95, 6. Ondrej Bank (TCH) 0,98, 7. Jean-Baptiste Grange (FRA) 1,10, 8. Didier Défago (SUI) 1,68, 9. Niklas Rainer (SWE) 1,73, 10. Ted Ligety (USA) 1,80.

Schild gewinnt auch Slalom von Aspen

Marlies Schild ist zur Zeit die Slalom Königin des Skiweltcup. Die Salzburgerin entschied am Sonntag auch den Damen-Slalom in Aspen vor ihrer Landsfrau Nicole Hosp für sich. Dem dreifach Erfolg zum Saisonauftakt in Levi folgte nun ein Doppelsieg der ÖSV Damen. Die Genugtuung über den Erfolgslauf schmälert auch das Fehlen der Kroatin Janica Kostelic nicht. "Ich habe im Vorjahr trotz Janica drei Slaloms in Folge gewonnen. Deshalb ist es nicht so, dass Siege jetzt weniger wert sind", hatte Schild schon in Levi gemeint. Auch die Zweitplatzierte war zufrieden: "Es war ein brutal schwerer Lauf. Man hätte bei jedem Tor rausfliegen können. Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden." Laut Hosp wird sich die ÖSV-Dominanz allerdings nicht derartig fortsetzen. "Wenn es so weitergeht, hätte ich nichts dagegen, aber die anderen Nationen werden sicher aufholen", so die Österreicherin. Auch Damenchef Herbert Mandl, Former des neuen "Wunderteams", blieb realistisch. "Heute im Slalom war zu sehen, dass die anderen schon deutlich stärker geworden sind. Aber insgesamt läuft es natürlich derzeit wirklich sehr, sehr gut." Riesenslalom Siegerin Kathrin Zettel, in Finnland auf Rang drei, landete diesmal hinter Therese Borsen und Anja Pärson auf Rang fünf. Michaela Kirchgasser rundete als Achte das tolle ÖSV-Mannschaftsergebnis ab. Beste DSV Rennläuferin war Monika Bergmann-Schmuderer die hinter der Kroatin Ana Jelusic den 7. Rang belegen konnte. Von den acht gestarteten DSV-Athletinnen konnte außer Bergmann-Schmuderer nur noch Fanny Chmelar als 24. Weltcup-Punkte einfahren. Keine Weltcup-Punkte gab es für das Schweizer Team. Aita Camastral qualifizierte sich als ein einzige Schweizerin für den zweiten Lauf, schied aber mit einer guten Zwischenzeit aus. Der Gesamtweltcup ist nach den ersten drei Saisonrennen fest in rot-weiß-roter Hand. Nicole Hosp führt vor Kathrin Zettel, Marlies Schild und Michaela Kirchgasser! Nun wird es für die Damen erstmals schnell. Es geht nach Lake Louise. Ab Freitag steht in Kanada das erste Speed-Wochenende auf dem Programm.

Kucera gewinnt ersten Super G der Saison 2006/07

Die Kanadische Kältekammer (- 25°) von Lake Louise war auch am Sonntagabend beim Super G der Herren für eine Überraschung gut. Mit Startnummer 1 ins Rennen gegangen siegte der Kanadier John Kucera mit einer Laufzeit von 1:29.70 Minuten vor dem Österreicher Mario Scheiber (Rückstand +0,06 Sekunden) und dem Schweden Patrick Järbyn (+0,28). Das bestes Super-G-Ergebnis vor dem heutigen Rennen war für den 22jährigen Kanadier ein 25. Platz in Kitzbühel 2006. Kein Wunder das Kucera überglücklich im Ziel strahlte: "Es ist unglaublich. Ich bin so glücklich. Vielen Dank an meine Trainer und allen Service-Leuten. Gerade das Heimrennen zu gewinnen, ist etwas ganz besonders." Es war übrigens erst der zweite Heimsieg für die "Crazy Canucks" nach dem Abfahrtstriumph von Rob Boyd in Whistler Mountain im Jahre 1989. Mister Super G, Hermann Maier aus Österreich schrammt als Vierter knapp am Podest vorbei, gefolgt vom Franzosen Antoine Deneriaz und Erik Guay aus Kanada. Erfreulich aus Sicht der Schweizer Mannschaft war das Abschneiden von Didier Defago, Bruno Kernen und Didier Cuche welche die Plätze 7 bis 9 belegten. Für dem Gesamtweltcupsieger Benjamin Raich aus Österreich reichte es beim ersten Super G der neuen Saison „nur“ für Rang 10. Auf Grund der extrem tiefen Temperaturen - bis zu minus 27 Grad Celsius - hatten die Teams sogar diskutiert, ob man den Super-G überhaupt austragen sollte. Lake Louise knabberte aber nicht nur am Kälterekord sonder sorgte auch am Sonntag für eine neue „Oldie-Bestleistung“. Der Drittplazierte Schwede Patrick Järbyn ist jetzt der älteste Fahrer, der jemals in einem Weltcuprennen aufs Podest gelangte, und das nur einen Tag nachdem sich Marco Büchel (35) zum ältesten Sieger in der Skiweltcupgeschichte gemacht hatte. Järbyn verbesserte die bisherige Rekordmarke seines Landsmannes Fredrik Nyberg, der kurz vor der Saison einen Kreuzbandriss erlitten hatte. Es soll sich nach unseren Informationen jedoch nur um ein Gerücht handeln, das im nächsten Jahr auch Franz Klammer, Toni Sailer und Christian Neureuther in Lake Louis wieder an den Start gehen wollen.  

Kathrin Zettel feiert ersten Weltcupsieg

Kathrin Zettel feiert in ihrem 42. Weltcup-Rennen ihren ersten Weltcupsieg beim Riesenslalom der Damen in Aspen und verdrängt die Halbzeitführende Tanja Poutiainen (+0.28 Sekunden) aus Finnland auf Rang 2. "Unbeschreiblich, es ist ein Wahnsinn. Als Tanja im Ziel war, wusste ich zunächst gar nicht, was ich als Erstes tun soll", sagte das im Gewinnen noch unroutinierte Riesentalent aus Göstling. "Ich hab's ja immer gesagt, dieser Hang liegt mir einfach", freute sich Zettel auch über die Weltcup-Führung und eine Brutto-Börse von 50.000 Schweizer Franken (31.600 Euro). Über den ersten Sieg von Zettel jubelte ganz speziell auch Thomas Sykora. Das frühere Slalom-Ass hatte das Talent zu Beginn seiner Karriere finanziell unterstützt. Über ihren ersten Podestplatz konnte sich die Drittplazierte Michaela Kirchgasser aus Österreich freuen. "Mir ist ein großer Stein vom Herzen gefallen. Es hat jeder gesagt, dass heuer die Stockerplätze kommen müssen. Ich bin ohne Worte", so Kirchgasser. Nicole Hosp rundete, dank Laufbestzeit im Finale als Vierte das tolle Ergebnis der ÖSV Damen ab. Damit wäre fast wie beim Levi-Slalom vor zwei Wochen ein ÖSV-Dreifachsieg gelungen. Rang 5 sicherte sich die Schwedin Maria Pietilae-Holmner vor der besten DSV Rennläuferin Kathrin Hölzl (6.) die mit ihrem besten Weltcupergebnis aufhorchen lies, das zugleich auch die Qualifikation für die WM in Are bedeutet. Auf den Rängen 7 bis 10 folgten Julia Mancuso (7.) aus den USA, die Schwedin Anna Ottosson (8.), Denise Karbon (9.) und Manuela Mölgg (10.) beide aus Italien. Maria Riesch (Partenkirchen) fuhr auf der Piste, auf der sie sich vor knapp einem Jahr ihren zweiten Kreuzbandriss zugezogen hatte, nach einem verhaltenen ersten Lauf und Platz 28 noch auf den 17. Rang vor. „Ich hatte schon ein mulmiges Gefühl“, sagte Riesch über ihre Rückkehr auf die Unglücksstrecke „Ruthie’s Run“. Sie habe versucht, den verhängnisvollen Sturz vom Dezember 2005 auszublenden, „aber am Start war ich sehr nervös. Ich bin froh, dass ich das nun hinter mir habe. Von jetzt an wird alles einfacher.“ Der Riesentorlauf war erst ihr zweites Rennen nach der Verletzung, beim Comeback in Levi war sie 22. im Slalom. Berauschend war das Ergebnis aus Schweizer Sicht mit den Rängen 25, 26 und 29 für Fränzi Aufdenblatten, Jessica Pünchera und Rabea Grand nicht. Positiv zu bewerten ist jedoch, das dass Swiss-Ski erstmals seit dem Riesenslalom in Maribor im Januar 2005 wieder mit einem Trio im zweiten Durchgang vertreten war. Bereits im ersten Riesenslalom Durchgang waren Topfavoritin Marlies Schild aus Österreich und ihre Landsfrauen Elisabeth Görgl, Andrea Fischbacher und Alexandra Meissnitzer, aber auch die Schwedin Anja Pärson ausgeschieden. Mit dem Sieg übernimmt Kathrin Zettel - in Levi zum Auftakt Dritte - die Führung im Gesamtweltcup. Vor ihren Teamkolleginnen Nicole Hosp und Marlies Schild. Beste Nicht-Österreicherin ist Tanja Poutiainen auf Rang 4. Beste Deutsche ist Kathrin Hölzl auf Rang 8. Weiter geht es morgen mit einem Slalom. Rot-weiß-rot ist wieder Favorit.

Büchel gewinnt Abfahrt in Lake Louise

Überraschungen in Lake Louise. Marco Büchel aus Lichtenstein gewann in einer Zeit von 1:50.72 Minuten die erste Abfahrt der Skiweltcupsaison 2006/07 und feierte, nach Garmisch (Super G) und Gröden (Abfahrt), den 3. Weltcupsieg seiner Karriere. Auch für Büchel, der mit einer angebrochenen Rippe ins Rennen ging, kam der Sieg etwas überraschend: „Am Start habe ich mir gedacht - häng dich einfach rein. Ein Top-10-Ergebnisse wäre super. Ich bin ins Ziel gekommen, da war es dann ganz still. Da hab ich mir gedacht: Ah, sch... gefahren. Und dann war da der Einser - unglaublich!“ Ganz nebenbei avancierte das Kraftpaket aus Balzers mit 35 Jahren und 21 Tagen zum ältesten Sieger der Weltcup-Geschichte und löschte damit den "Oldie-Rekord" des Tirolers Stephan Eberharter, der am 6. März 2004 18 Tage vor seinem 35. Geburtstag die Kvitfjell-Abfahrt gewonnen hatte, aus. Mit einem Rückstand von 5 Hundertstel Sekunden folgte auf Rang 2 der Kanadier Manuel Osborne vor dem Italiener Peter Fill (+0.14). Angesichts der Dominanz des ÖSV in den letzten Jahren ist dieses Ergebnisse eine Watsch'n. Kein Österreicher am Podest in Lake Louise - das gab es lange nicht mehr. Als Bester ÖSV Fahrer plazierte sich Hans Grugger auf Rang 4 vor dem Schweizer Didier Cuche. Auf den Rängen 6 und 7 folgten die beiden Österreicher Hermann Maier, der nach einer Nebenhöhlenentzündung nicht ganz fit ins Rennen ging und Klaus Kröll vor der nächsten Riesenüberraschung. Der Deutsche Stephan Keppler fuhr mit der hohen Startnummer 42 noch auf Rang 8 vor und verdrängte den Schweizer Bruno Kernen auf den 9. Platz. «Wir haben Büchel in den Trainings auch schon geschlagen. Das macht Mut für den weiteren Verlauf der Saison», meinte jedenfalls Bruno Kernen zur geschlossenen Leistung der Schweizer Equipe. Für den Abfahrtsweltcupsieger der letzen Saison, Michael Walchhofer reichte es zum Saisonstart nur für Platz 10. Weitere Weltcup-Punkte für den ÖSV holten auch Christoph Gruber (12.), Fritz Strobl (19.), Georg Streitberger (22.), Mario Scheiber (23.) und Romed Baumann (30.). Knapp Zähler verpassten hingegen Gesamtweltcup-Titelverteidiger Benjamin Raich (31.) und "Comebacker" Werner Franz (33.).

Benni Raich gewinnt Weltcupauftakt in Levi

Marlies Schild hat gestern vorgelegt – Benni Raich zog heute nach! Wie seine Freundin Marlies triumphiert auch er beim Saison-Auftakt überlegen mit zwei Mal Laufbestzeit und feierte seinen 24. Weltcuperfolg. Der Slalom Olympiasieger siegte vor dem Schweden Markus Larsson und dem Italiener Giorgio Rocca, der im letzten Winter die ersten fünf Slaloms in Serie gewonnen hatte. Raich distanzierte den Zweitplazierten Larson um 0,62 Sekunden. Benjamin Raich im Zielraum: „ Mit dem zweiten Lauf war ich sehr zufrieden. Auch wenn man nicht weiß wo man am Saisonstart steht, war ich nicht nervös. Man darf den Sieg aber auch nicht überbewerten, da die Weltklasse sehr dicht beisammen ist.“ Rainer Schönfelder landete als zweitbester ÖSV-Läufer auf Platz fünf, Manfred Pranger wurde Neunter. Einen erfreulichen Weltcupeinstand feierte der Tiroler Romed Baumann auf einem tollen 14. Platz. Für die größte Überraschung sorgte jedoch der junge Schwede Jens Byggmark, er verbessert sich mit der zweitbesten Laufzeit im Finaldurchgang noch auf Rang sechs. Die Läufer des DSV erwischten einen mäßigen zweiten Lauf. Felix Neureuther viel von Rang 13 auf Platz 18 zurück, Alois Vogl rutschte gar von Platz 7 auf Rang 21 ab. Einen Achtungserfolg erzielte der Schweizer Silvan Zurbriggen (10.), der sich mit der Startnummer 29 über den 15. Platz im ersten Lauf in die Top-Ten vorkämpfte. So gut war der Walliser den ganzen letzten Winter im Slalom nur einmal klassiert gewesen, ebenfalls beim Eröffnungsrennen als 10. in Beaver Creek (USA). Das war zugleich das beste Schweizer Resultat des ganzen Winters gewesen. Den übrigen Schweizern war wenig Glück beschieden. Marc Berthod überzeugte zwar im 1. Lauf mit einem 16. Rang mit der Startnummer 49, schied dann aber aus. Und Daniel Albrecht hatte das Pech, als 31. den zweiten Lauf um eine Hundertstelsekunde zu verpassen. Eine Zeitlang durfte sich Albrecht noch Hoffnungen machen, weil der drittklassierte Markus Larsson ein Tor ausgelassen zu haben schien. Die Jury konnte ihm aber keinen Torfehler nachweisen. Die beiden US-Amerikaner Bode Miller und Ted Ligety konnten sich nicht für den zweiten Lauf qualifizieren. Der Ski-Zirkus übersiedelt nun nach Übersee - wo die Herren ab 25.11. in Lake Louise die ersten Speed-Rennen bestreiten.

Schild führt österreichischen 3fach Sieg an

Die Österreicherin Marlies Schild gewann am Samstag den Damen-Slalom in Levi mit Laufbestzeit in beiden Durchgängen überlegen vor ihren Teamkolleginnen Nicole Hosp und Kathrin Zettel. Michaela Kirchgasser komplettierte als Siebente das tolle Mannschaftsergebnis der Österreicherinnen. Marlies Schild nach dem Rennen im Zielraum: "Ich war auch im zweiten Lauf nicht ganz locker und war auch ein bisschen nervös. Aber mit dem Sieg wird sich das sicher legen. Ich bin sehr gut in Form, habe heute aber noch nicht alles gezeigt. Aber wenn man gewinnt, darf man sich nicht beklagen." Mit Ana Jelusic aus Kroatien auf Platz 4 und vor allem Susanne Riesch aus Deutschland machten zwei jung Rennläuferinnen auf sich aufmerksam. Die 18 Jahre alte Partenkirchenerin erreichte bei ihrem zweiten Weltcup-Start im Slalom den fünften Platz. Im Ziel hatte die kleinere Schwester von Maria Riesch 1,64 Sekunden Rückstand auf Siegerin Marlies Schild. Monika Bergmann- Schmuderer aus Lam belegte Rang sechs. Das starke DSV Ergebniss rundete Annemaria Gerg aus Lenggries als Elfte ab. Maria Riesch landete bei ihrem Comeback auf Platz 22. Eine Enttäuschung setzte es hingegen für die Skandinavierinnen. Die als grosse Favoritin für den Gesamtweltcup gehandelte Anja Pärson musste sich mit Rang 12 als drittbeste Schwedin bescheiden. Noch schlechter erging es Tanja Poutiainen: Die Einheimische fuhr vor den Augen tausender finnischer Fans nur auf Rang 14. Poutianinen war allerdings grippegeschwächt ins Rennen gegangen. Die drei gestarteten Schweizerinnen seien gut drauf, meinte Technik-Trainer Hans-Ueli Bösch. Das Rennen war für Rabea Grand, Sandra Gini und Jessica Puenchera allerdings bereits nach wenigen Fahrsekunden vorbei. Grand und Gini schieden kurz vor oder nach der Zwischenzeit aus, Puenchera absolvierte nur gerade ein paar Tore. Auch für die Südtiroler Läuferinnen begann die Weltcupsaison enttäuschend. Nicole Gius wurde 23., Manuela Mölgg kam auf Platz 24. Denise Karbon aus Kastelruth schied im ersten Lauf nach guter Zwischenzeit aus. Beste „Azzurra“ war Annalisa Ceresa auf Platz 19.

 










 

 

 

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