|
Aksel Lund Svindal ist Gesamtweltcupsieger der Herren 2006/07

Der Gesamtweltcupsieger 2006/07 heißt Aksel Lund
Svindal und kommt aus Norwegen. Dank eines unglaublichen Endspurts bei
den Weltcupfinaltagen im Bündnerland, wo er die Abfahrt, den Super G und
auch den Riesenslalom für sich entscheiden konnte sicherte sich der
24-Jährige die „Große Weltcupkugel“. Am Ende setzte er sich mit einem
hauchdünnen Vorsprung von 15 Punkten gegen den Tiroler Benjamin Raich
durch. Svindal, der sich in Are auch schon den WM-Titel in der Abfahrt
gesichert hatte, ist der dritte norwegische Gesamtsieger nach Kjetil
André Aamodt (1994) und Lasse Kjus (1996 und 1999). "Ich bin einfach nur
glücklich, da ist heute eine so große Last von meinen Schultern
gefallen. Ich bin genau 15. geworden, das habe ich gebraucht", lauteten
die ersten Worte von Svindal nach Erreichen seines größten Ziels. "Ich
habe die ganze Saison gesagt, der Gesamtweltcup ist das Größte, was ich
gewinnen kann. Ich bin sehr glücklich, das jetzt geschafft zu haben."
Sieben Weltcupsiege in vier Disziplinen hat er bisher zu Buche stehen,
nur ein Erfolg im Slalom fehlt dem in Kjeller bei Olso lebenden
Allrounder noch. Svindal ist mit 1,95 Meter Größe und 100 Kilogramm
Körpergewicht der Modellathlet unter den Skirennläufern, 2001 in Sölden
gab er sein Weltcup-Debüt (Ausfall), erstmals punktete er am 15.
Dezember 2002 als 23. im RTL von Val d'Isere. Das Talent zum Skifahren
hat Aksel Lund von seiner Mutter, die an Krebs starb, als er acht Jahre
alt war. Er wuchs mit seinem Vater auf, der ein Steuerberater ist und
das Management des Sohnes übernommen hat. Der Gesamtweltcup Zweite
Benjamin Raich erwies sich nach der Entscheidung wieder einmal als
großer Sportsmann: "Es ist falsch, jetzt rumzujammern. Ich hätte gerne
gewonnen, aber ich muss es akzeptieren. Aksel ist ein super Typ und er
hat verdient gewonnen. Ich bin sehr glücklich über die
Slalomweltcup-Kugel, viele haben darum gekämpft und ich habe sie.
Nächstes Jahr gebe ich wieder Gas, aber jetzt raste ich erst mal."
Nicole Hosp ist
Gesamtweltcupsiegerin der Damen 2006/07

Bei den Frauen triumphierte als Nachfolgerin von
Janica Kostelic die 23-jährige Nicole Hosp, die als achte Österreicherin
Gesamt-Weltcupsiegerin wurde. Letztmals hatte vor fünf Jahren mit
Michaela Dorfmeister eine aus dem Austria-Team den Allrounder-Titel
gewonnen. Nicole Hosp siegte im Gegensatz zu den achtfachen
Saisonsiegerinnen Marlies Schild und Renate Götschl zwar 'nur' vier Mal,
aber sie erwies sich als vielseitiger als ihre Teamkolleginnen. Hosp
zeigte sich von ihrem Triumph begeistert: "Ich bin sprachlos. Es ist ein
Traum, dass mir alles so genial aufgegangen ist. Schon gestern habe ich
mit meinem Sieg wertvolle Punkte gemacht und gewusst, dass ich im
Riesentorlauf ganz stark fahren kann." "Dabei war ich heute vor dem
Rennen relativ nervös. Mir ist sehr viel durch den Kopf gegangen, jetzt
ist das Gefühl dafür umso schöner. Ein Wahnsinn", freute sich die
24-Jährige. Konkurrentin Marlies Schild hatte ihre Weltcup-Chance schon
am Samstag im Slalom erheblich reduziert. "Die Niki hat im Riesentorlauf
so viel Routine. Da war mir klar, dass sie es runterbringen wird", gab
die geschlagene Teamkollegin zu.
Hosp gewinnt Riesenslalom in
Lenzerheide

Die Österreicherin Nicole Hosp gewann den
Riesentorlauf von Lenzerheide mit einem Vorsprung von 1,42 Sekunden vor
der Deutschen Kathrin Hölzl und ÖSV-Kollegin Michaela Kirchgasser und
sichert sich damit die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup sowie
auch die kleine Kristallkugel im Riesentorlauf Weltcup der Saison
2006/07. Insgesamt errang Weltmeisterin Nicole Hosp ihren vierten
Saisonsieg, den neunten insgesamt. Marlies Schild, die sich mit Rang
sechs begnügen musste, wurde mit 90 Punkten Rückstand auf die Tirolerin
Zweite im Gesamt-Weltcup. Die Verliererin im Finallauf war Tanja
Poutiainen, die nach dem ersten Lauf noch auf Platz 2 gelegen hatte und
letztlich auf Platz 5 zurückfiel. Vor dem letzten Rennen hatte die
Finnin im Riesenslalom-Weltcup nur 16 Punkte hinter Hosp zurückgelegen.
Die Top 10 Rennläuferinnen beim Riesenslalom der Damen in Lenzerheide:
1. Nicole Hosp (AUT) 2:11,98. 2. Kathrin Hölzl (GER) 1,42 zurück. 3.
Michaela Kirchgasser (AUT) 1,53. 4. Manuela Mölgg (ITA) 2,14. 5. Tanja
Poutiainen (FIN) 2,39. 6. Marlies Schild (AUT) und Anna Ottosson (SWE)
2,57. 8. Nicole Gius (ITA) 2,80. 9. Elisabeth Görgl (AUT) 3,44. 10.
Maria Riesch (GER) 3,49.
Benjamin Raich gewinnt Slalom in
Lenzerheide

Benjamin Raich gewann den Slalom in Lenzerheide mit
zwei Mal Laufbestzeit und sicherte sich damit die kleine Kristall-Kugel
im Slalom vor seinem Teamkollegen Mario Matt der Zweiter wurde. Den 3
Platz auf dem Podest sicherte sich der Südtiroler Manfred Pranger. Exakt
mit dem geforderten 15. Rang im abschliessenden Slalom sicherte sich der
Norweger Aksel Lund Svindal auf der Lenzerheide erstmals die grosse
Kristallkugel für den Sieger des Gesamtweltcups. Svindal entschied das
bis zuletzt spannende Duell zweier Genies auf Ski mit 13 Punkten
Vorsprung für sich. Der Norweger hatte in Are WM-Gold in Abfahrt und
Riesenslalom gewonnen und ist der unbestrittene König des Skiwinters.
Die Top 10 Rennläufer beim Slalom Weltcupfinale in Lenzerheide: 1.
Benjamin Raich (AUT) 1:39,78. 2. Mario Matt (AUT) 0,97 zurück. 3.
Manfred Mölgg (ITA) 1,74. 4. Marc Berthod (SUI) 1,92. 5. Jens Byggmark
(SWE) 1,97. 6. Jean-Baptiste Grange (FRA) 2,24. 7. Manfred Pranger (AUT)
2,36. 8. Reinfried Herbst (AUT) 2,53. 9. Michael Janyk (CAN) 2,54. 10.
Silvan Zurbriggen (SUI) 2,66.
Svindal gewinnt Riesenslalom in
Lenzerheide

Aksel Lund Svindal ist auf dem besten Weg, sich die
große Kugel im Weltcup zu holen. Der Norweger hat beim Weltcup-Finale
den dritten Sieg gelandet und durch den Erfolg im Riesenslalom auch die
Führung in der Gesamtwertung übernommen. Der Doppel-Weltmeister gewann
am Samstag auf der Lenzerheide in der Schweiz in 2:07,82 Minuten mit
einem Vorsprung von 0,21 Sekunden auf den Italiener Massimiliano
Blardone und holte sich die Weltcup- Wertung im Riesenslalom. Auf dem
dritten Rang landete der Amerikaner Bode Miller. Doppel-Olympiasieger
Benjamin Raich büßte durch sein Ausscheiden im ersten Durchgang die
Führung in der Gesamtwertung ein. Raich gab sich noch nicht ganz
geschlagen: "Ich muss das gelassen nehmen. Es ist jetzt sehr
unwahrscheinlich, dass ich den Gesamtweltcup gewinnen. Ich muss im
Slalom gewinnen, der Aksel keinen Punkt machen, das ist sehr schwierig.
Es ist möglich, aber sehr unwahrscheinlich. Aber so lange es möglich
ist, muss ich Gas geben. So lange es eine Chance gibt, kämpfen wir." Der
Schweizer Didier Cuche wurde mit zwei kompakten Fahrten Vierter -
theoretisch könnte er Raich noch von Rang 2 im Weltcup verdrängen.
Teamkollege Marc Berthod arbeitete sich mit einem hervorragenden zweiten
Lauf von Position 10 auf Rang 5 vor. Es ist sein bestes
Riesenslalom-Ergebnis bislang. Daniel Albrecht komplettierte eine gute
Schweizer Teamleistung als Elfter. Für Österreich setzte es erneut ein
Riesentorlauf-Debakel, als bester ÖSV-Aktiver landete Hannes Reichelt
nur auf Rang zwölf. Deutsche hatten sich nicht für dieses Saison-Finale
qualifiziert. Die Top 10 Rennläufer beim Riesenslalom der Herren in
Lenzerheide: 1. Aksel Lund Svindal (NOR) 2:07,82. 2. Massimiliano
Blardone (ITA) 0,21 zurück. 3. Bode Miller (USA) 0,67. 4. Didier Cuche (SUI)
0,81. 5. Marc Berthod (SUI) 0,87. 6. Kalle Palander (FIN) 1,29. 7.
François Bourque (CAN) 1,39. 8. Manfred Mölgg (ITA) 1,80. 9. Alberto
Schieppati (ITA) 1,87. 10. Ted Ligety (USA) 1,88.
Hosp gewinnt Slalom in Lenzerheide

Die Österreicherin Nicole Hosp hat den
Weltcup-Slalom auf der Lenzerheide in der Schweiz gewonnen und sich ein
Rennen vor dem Saisonende auch an die Spitze der Gesamtwertung gesetzt.
Die Riesenslalom-Weltmeisterin gewann in 1:45,67 Minuten mit einem
Vorsprung von 0,28 Sekunden vor der Schwedin Anja Pärson. Dritte wurde
die Slowakin Veronika Zuzulova. Die bislang im Gesamtweltcup führende
Österreicherin Marlies Schild kam nach einem Fahrfehler als 19. nicht in
die Weltcup-Punkte. Der Damen Slalom auf der Lenzerheide hat im
Gesamtweltcup nicht die Entscheidung, sondern die Wende gebracht. Beim
Kampf um die große Weltcupkugel hat Hosp nun 30 Punkte Vorsprung auf
Schild und war bisher die konstanteste Riesenslalom-Fahrerin der Saison.
Eines ist heute bereits fix - der Gesamtweltcup geht an Österreich. Die
US Amerikanerin Julia Mancuso, welche als dritte Fahrerin noch im
Titelrennen war, hat keine Chance mehr. Sie holte keine Punkte. Beste
Deutsche war die Partenkirchenerin Maria Riesch auf dem zehnten Platz.
Monika Bergmann-Schmuderer aus Lam belegte den 13. Rang. Schweizerinnen
waren im Slalom nicht am Start. Die Top 10 Fahrerinnen beim Slalom der
Damen auf der Lenzerheide: 1. Nicole Hosp (AUT) 1:45,67. 2. Anja Pärson
(SWE) 0,28 zurück. 3. Veronika Zuzulova (SLK) 1,35. 4. Tanja Poutiainen
(FIN) 1,37. 5. Anna Ottosson (SWE) 1,58. 6. Sarka Zahrobska (TSH) 1,78.
7. Nina Löseth (NOR) 2,00. 8. Florine De Leymarie (FRA) 2,11. 9. Therese
Borssen (SWE) 2,49. 10. Maria Riesch (GER) 2,83.
Pärson gewinnt Super G in
Lenzerheide

Die Schwedin Anja Pärson sicherte sich beim letzten
Super G in diesem Jahr ihren ersten Saisonsieg. Die dreifache
Weltmeisterin von Are war bei ihrem 35. Weltcup-Erfolg in 1:20,16
Minuten um 0,67 Sekunden schneller als Andrea Fischbacher aus
Österreich. Dritte wurde Marlies Schild (Österreich/0,93 Sekunden
zurück). Damit geht Marlies Schild (1.442 Punkte) mit 70 Punkten
Vorsprung auf Hosp (1.372) in die letzten zwei Rennen und kann schon am
Samstag in ihrer Spezialdisziplin, dem Slalom, alles klar machen.
Mancuso liegt als Dritte bereits über 100 Zähler zurück. Götschl, die
einen Stein erwischte und mit kaputtem Ski aufgeben musste, ist als
Gesamt-Vierte damit endgültig aus dem Rennen um die große Kristallkugel.
Maria Riesch ist beim letzten Super-G der Saison in Lenzerheide/Schweiz
auf Rang neun gefahren. Die Rettenbergerin Petra Haltmayr schied in
ihrem wohl letzten Weltcup-Rennen aus. Die Schweizerinnen vermochten
beim Saisonfinale nicht zu überzeugen: Nadia Styger fuhr beim letzten
Super-G der Saison auf Platz 10. Fränzi Aufdenblatten wurde 11. Martina
Schild (16.) enttäuschte mit dem zweitletzten Rang. Die Top 10
Rennfahrerinnen beim Super G in Lenzerheide: 1. Anja Pärson (SWE)
1:20,16. 2. Andrea Fischbacher (AUT) 0,67 zurück. 3. Marlies Schild (AUT)
0,93. 4. Alexandra Meissnitzer (AUT) 1,15. 5. Nicole Hosp (AUT) 1,22. 6.
Emily Brydon (CAN) 1,68. 7. Julia Mancuso (USA) 1,84. 8. Elisabeth Görgl
(AUT) 1,94. 9. Maria Riesch (GER) 1,96. 10. Nadia Styger (SUI) 2,07.
Svindal gewinnt Super G in
Lenzerheide

Der Norweger Aksel Lund Svindal, der bereits die
gestrige Abfahrt in Lenzerheide für sich entscheiden konnte sicherte
sich binnen 24 Stunden auch beim SUPER G den 1.Platz. Der
Doppel-Weltmeister gewann vor dem Österreicher Benjamin Raich und dem
Kanadier Erik Guay. Bode Miller (USA) sicherte sich durch seinen vierten
Rang hinter dem Kanadier zum zweiten Mal nach 2005 den Super-G-Weltcup.
Der Schweizer Didier Cuche (6.) hat seine Chancen auf den Sieg im
Gesamtweltcup wohl verspielt. Im Hinblick auf den Gesamtweltcup hat sich
der Norweger Svindal mit diesem Sieg eine ausgezeichnete Ausgangslage
erarbeitet. Noch steht in der Lenzerheide ein Riesenslalom (Samstag) und
ein Slalom aus. Spannung total: Raich führt nur noch mit drei Punkten
vor Verfolger Svindal. Stephan Keppler belegte als einziger deutscher
Starter den 18. Platz und blieb ohne Weltcuppunkte.
Abfahrts-Olympiasieger Fritz Strobl aus Österreich sorgte mit einer
originellen Idee für Aufsehen. Der "Mozart der Mausefalle" fuhr
verkleidet in einem Mozart- Kostüm und verabschiedete sich damit aus dem
Ski-Weltcup. Der 34- Jährige verbuchte neun Weltcup-Siege. Bei den
Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City holte er sich Gold, bei den
Weltmeisterschaften in Are in diesem Jahr gewann er Silber im Super-G
und Gold im Teamwettbewerb. Mit seinem Hit „Genie auf die Ski“ belegt er
zur Zeit in den österreichischen Charts den zweiten Platz.
Götschl gewinnt Abfahrt in
Lenzerheide

Renate Götschl hat beim Weltcup-Final auf der
Lenzerheide die Abfahrt vor ihrer Landsfrau Marlies Schild gewonnen.
Dritte wurde die Französin Marie Marchand-Arvier. Götschl stand bereits
vor dem Rennen als Gewinnerin des Abfahrt-Weltcups fest. Maria Riesch,
die einzige deutsche Fahrerin im nur 20-köpfigen Starterfeld, landete
trotz eines kleinen Fahrfehlers auf dem vierten Rang und erreichte damit
eine bessere Platzierung als Weltklassefahrerinnen wie Anja Pärson (7.)
oder Julia Mancuso (5.). Bereits im Training hatte die 22-Jährige als
Vierte überrascht. Fränzi Aufdenblatten erreichte als beste Schweizerin
Rang 9. Am Vortag hatte Marlies Schild erstmals in ihrer Karriere eine
Bestzeit im Training realisiert, im Rennen gelang nun die Bestätigung.
Der 7. Rang von Tarvisio war bisher das beste Abfahrts-Ergebnis von
Marlies Schild, doch auf der Lenzerheide fuhr die 25-jährige
Salzburgerin 58 Hundertstel hinter Teamkollegin Götschl auf den 2.
Platz, womit sie nun die ganz grosse Favoritin auf den Gewinn des
Gesamt-Weltcups ist. 55 Punkte liegt nun Marlies Schild vor Nicole Hosp,
die in der Abfahrt Platz 6 belegte. Renate Götschl liegt als Dritte
bereits 82 Punkte zurück, Die Amerikanerin Julia Mancuso, die Fünfte der
Abfahrt, hat nunmehr 86 Punkte Rückstand. Auch bei den Damen kam es, wie
zuvor bereits bei den Herren, zu zwei Stürzen. Die Italienerin Daniela
Merighetti und Elisabeth Görgl aus Österreich zogen sich
glücklicherweise keine ernsthaften Verletzungen zu. Die Top 10
Rennläuferinnen bei der Abfahrt in Lenzerheide. 1. Rentae Götschl (AUT)
1:22,73. 2. Marlies Schild (AUT) 1:23,31. 3. Marie Marchand-Arvier (FRA)
1:23,40. 4. Maria Riesch (GER) 1:23,76. 5. Julia Mancuso (USA) 1:23,78.
6. Nicole Hosp (AUT) 1:23,81. 7. Anja Pärson (SWE) 1,24. 8. Ingrid
Jacquemod (FRA) 1,44. 9. Fränzi Aufdenblatten (SUI) und Emily Brydon
(CAN) 1,59.
Svindal gewinnt Abfahrt in
Lenzerheide

Weltmeister Aksel Lund Svindal hat am Mittwoch die
letzte Herren-Abfahrt der Weltcup-Saison 2006/07 gewonnen. Der Norweger
siegte auf der Lenzerheide knapp vor dem Schweizer Daniel Albrecht
(0,05) sowie Christoph Gruber (0,07). "Es ist nie angenehm, wenn du auf
den Start wartest und zwei Kollegen verletzt sind. Ich war erstaunt,
dass ich so schnell war", sagte Svindal und freute sich vor allem,
seinen WM-Erfolg von den Titelkämpfen in Are bestätigt zu haben. "Das
ist wichtig für mich." Mit seinem Sieg machte Svindal viel Boden in der
Gesamtwertung auf Benjamin Raich, der 13. wurde, wett und hat nur noch
23 Punkte Rückstand auf den Titelverteidiger. Der Schweizer Didier Cuche,
der ex aequo mit Hermann Maier (je 0,10) Fünfter wurde, war bereits
zuvor als Abfahrts-Weltcupsieger festgestanden. Cuche glaubt, dass er
bei der heutigen Abfahrt möglicherweise schon die entscheidenden Punkte
beim Kampf um den Gesamtweltcup verloren hat. "Ich bin ein bisschen
enttäuscht, denn ich weiß, dass mir dieses Ergebnis am Sonntag sicher
wehtun wird", sagte er. "Ich habe über 100 Punkte beim Warten in
Garmisch und hier verloren sowie bei ein paar Hundertstel-Entscheidungen
gegen mich. Damit sind meine Chancen auf die große Kugel sicher kleiner
geworden, aber man weiß ja nie." Deutsche hatten sich für die Abfahrt,
die wegen schwerer Stürze des Schweizers Bruno Kernen und des Franzosen
Pierre-Emmanuel Dalcin zwei Mal unterbrochen werden musste, nicht
qualifiziert. Kernen und Dalcin wurden mit dem Rettungshubschrauber von
der Strecke geflogen. Kernen erlitt bei seinem Sturz einen Innenbandriss
im rechten Knie. Wie der Schweizer Skiverband mitteilte, zog sich der
34-Jährige zudem eine Gehirnerschütterung, einen Nasenbeinbruch sowie
Schürfwunden und Prellungen am ganzen Körper zu. Nach einer Untersuchung
im Kantons-Krankenhaus in Chur muss Kernen vier bis sechs Wochen
pausieren, ob der dreifache Abfahrtssieger seine Karriere fortsetzt, ist
noch offen. Dalcin kam mit einer Luxation der rechten Schulter
glimpflich davon.
Schild gewinnt Slalom am Arber

Marlies Schild hat auch beim Weltcup-Slalom in
Zwiesel die Konkurrenz distanziert. Die österreichische Slalomkönigin
setzte sich mit 2,23 Sekunden Vorsprung auf Weltmeisterin Sarka
Zahrobska aus Tschechien sowie vor der Schwedin Anna Ottoson durch, die
beide zeitgleich auf Platz zwei kamen. Erst dreimal hat eine Fahrerin
mit einem noch grösseren Vorsprung gewonnen als Schild. Zuletzt war dies
Lise-Marie Morerod die 1976 in Aprica mit 2,96 Sekunden Vorsprung auf
Rosi Mittermaier siegte. Mit dem achten Saisonsieg - dem siebenten im
Slalom - übernimmt Schild wieder die Führung im Gesamtweltcup. Sie führt
nun 15 Punkte vor Hosp und 51 Punkte vor Mancuso. Beste Deutsche war
Monika Bergmann-Schmuderer aus Lam, die bei ihrem Heimrennen Platz neun
belegte. Maria Riesch erreichte als Zehnte ihr bestes Slalom-Resultat
seit drei Jahren. Auf den Rängen 14 und 15 folgten Kathrin Hölzl und
Annemarie Gerg. Nachwuchsläuferin Nina Perner holte auf Rang 26 ihre
ersten Weltcup-Punkte. Als einzige Schweizerin konnte sich Aline Bonjour
in ihrem dritte Weltcup-Rennen zum zweiten Mal Punkte sichern. Die
Waadtländerin, die in der Sierra Nevada mit einem siebten Rang auf sich
aufmerksam gemacht hatte, wurde 18. Die Top 10 Rennläuferinnen beim
Slalom der Damen in Zwiesel: 1. Marlies Schild (AUT) 1:36,67. 2. Sarka
Zahrobska (TCH) und Anna Ottosson (SWE) 2,23 zurück. 4. Nicole Gius (ITA)
2,53. 5. Tanja Poutiainen (FIN) 2,57. 6. Veronika Zuzulova (SLK) 2,75.
7. Therese Borssen (SWE) 2,79. 8. Florine De Leymarie (FRA) 3,17. 9.
Monika Bergmann Schmuderer (GER) 3,28. 10. Maria Riesch (GER) 3,57.
Johannes Grugger gewinnt Super-G in
Kvitfjell

Der Österreicher Johannes Grugger hat den
Weltcup-Super-G im norwegischen Kvitfjell gewonnen. Grugger setzte sich
in 1:29,72 Minuten klar vor Mario Scheiber und dem Schweizer Didier
Cuche durch. Die "Skination Nummer Eins" hat sich damit eindrucksvoll
zurückgemeldet. Cuche ist der einzige Nicht-ÖSV-Fahrer unter den ersten
fünf Rängen: Platz vier belegte Michael Walchhofer, fünfter wurde
Hermann Maier. Eine gute Leistung zeigte auch Bruno Kernen: Der
Schweizer fuhr auf den sechsten Rang. Auf den dritten Platz fehlten dem
Berner Oberländer nur gerade fünf Hundertstel-Sekunden. Der Deutsche
Stephan Keppler aus Ebingen belegte einen guten 12. Rang - nur 29
Hundertstelsekunden fehlten auf einen Podestplatz. Er erreichte damit
das drittbeste Ergebnis seiner Karriere und qualifizierte sich in seiner
Lieblingsdisziplin für das Weltcup-Finale in Lenzerheide/Schweiz (14. -
18.03.). Weil der Norweger Aksel Lund Svindal ausschied, ist Cuche neuer
Zweiter im Gesamtweltcup. Hier führt der Österreicher Benjamin Raich,
der ebenfalls nicht das Ziel erreichte. Damit kommt der Schweizer Raich
auf unter 100 Punkte nahe. Genau beträgt der Vorsprung von Raich nun 92
Punkte auf Cuche. Und 103 Punkte auf Svindal. Im Super-G liegt der
US-Amerikaner Bode Miller (Tagessiebenter) mit 254 Zählern vor John
Kucera (CAN/178), Scheiber (170), Cuche (168) und Maier (155). Ein
Rennen beim Finale kommende Woche in Lenzerheide steht noch aus. Die Top
10 Rennläufer beim Super G in Kvitfjell: 1. Hans Grugger (AUT) 1:29,57.
2. Mario Scheiber (AUT) 0,72 zurück. 3. Didier Cuche (SUI) 0,91. 4.
Michael Walchhofer (AUT) 0,94. 5. Hermann Maier (AUT) 0,95. 6. Bruno
Kernen (SUI) 0,96. 7. Bode Miller (USA) und Marco Büchel (LIE) je 0,98.
9. Fritz Strobl (AUT) 1,00. 10. Hannes Reichelt (AUT) 1,05.
Tanja Poutiainen gewinnt
Riesenslalom in Zwiesel

Tanja Poutiainen hat am Samstag beim Riesentorlauf
in Zwiesel einen Dreifachtriumph der österreichischen Damen verhindert.
In diesem Winter hatte es Poutiainen nicht weniger als viermal aufs
Podest geschafft, aber nie auf die oberste Stufe. Das machte ihr keine
Sorgen: «Nach diesen konstant guten Leistungen wusste ich, dass der
nächste Sieg nur eine Frage der Zeit ist. Man muss halt Geduld haben.»
Die Finnin setzte sich vor Nicole Hosp, Michaela Kirchgasser und
Elisabeth Görgl durch. Die Halbzeitführende US-Amerikanerin Julia
Mancuso fiel noch auf den fünften Rang zurück. Damit übernahm
Weltmeisterin Hosp vor dem Slalom am Sonntag mit 1.263 Punkten die
Weltcup-Gesamtführung vor Mancuso (1.244), führt aber ein Rennen vor
Schluss im Riesentorlauf-Weltcup nur noch 16 Zähler vor Poutiainen.
Sollten die beiden Favoritinnen Poutiainen und Hosp in Lenzerheide beim
Saisonfinale patzen, könnte Michaela Kirchkasser zur lachenden Dritten
werden: Die Österreicherin untermauerte durch Platz drei in Zwiesel
ihren dritten Rang im Disziplinen-Weltcup. Ihre Teamkollegin Marlies
Schild (8. im Riesenslalom) weist im Kampf um den Gesamtweltcup einen
Abstand von 61 Punkte auf, den sie aber bereits beim morgigen Slalom
verringern könnte. Einmal mehr überzeugend konnte aus deutscher Sicht
Nachwuchstalent Viktoria Rebensburg: Nach dem Sie bereits im 1.
Durchgang mit Startnummer 23 auf den 12 Rang vorfuhr legte sie im
Finallauf die zweitschnellste Zeit auf die Piste und landete auf dem
siebten Platz, dem bisher beste Weltcupresultat ihrer jungen Karriere.
Die anderen deutschen Damen konnten bei ihrem Heimrennen nicht
überzeugen. Technikspezialistin Kathrin Hölzl plazierte sich auf Platz
18, Marie Riesch wurde 27. und Carolin Fernsebner schied aus. Fränzi
Aufdenblatten schaffte es als einzige Schweizerin in den zweiten Lauf,
sie wurde 26.
Cuche gewinnt Abfahrt in Kvitfjell

Der Schweizer Skirennfahrer Didier Cuche hat die
Weltcup-Abfahrt im norwegischen Kvitfjell gewonnen und sich damit auch
die Disziplinenwertung gesichert. «Es war höchste Zeit, dass wir die
Abfahrtskugel wieder einmal holten», freute sich Trainer Franz Heinzer
und beglückwünschte seinen Nachfolger. Heinzer hatte diese Trophäe als
letzter Schweizer Abfahrer vor 14 Jahren erobert. 2003 gewann Mike von
Grünigen im Riesenslalom die letzte Disziplinenwertung für Swiss-Ski.
Nun entführt Cuche die insgesamt 27. kleine Männer-Kugel in die Schweiz.
Cuche wahrte auch seine mini Chance auf den Gesamtweltcup: Leader Benni
Raich (AUT) und Verfolger Aksel Lund Svindal (NOR) büssten als 21.
respektive 11. in der Abfahrt Terrain gegenüber dem auf Rang 3 liegenden
Schweizer ein. Zur Situation im Gesamtweltcup sagte Raich: "Der
Vorsprung von über 100 Punkten ist zufrieden stellend. Aufpassen muss
man ein bisschen auf Cuche", warnte er. Von dem kam gleich die
Kampfansage. "Benni ist in den technischen Disziplinen so stark, es wird
schwer, ihn zu kriegen. Aber wer weiß? Ich gebe bis zum letzten Rennen
nicht auf." In einem wegen Nebels zunächst verschobenem und dann über
anderthalb Stunden unterbrochenem Rennen sorgte Cuche für den erster
Schweizer Abfahrtssieg seit drei Jahren. Mit einem Rückstand von 0,06
Sekunden fuhr der Kanadier Erik Guay auf Platz zwei vor dem
Liechtensteiner Marco Büchel. Walchhofer verhinderte als Vierter und
bester Österreicher ein ÖSV-Debakel in einem allerdings etwas
fragwürdigen Rennen. "Angesichts der Verhältnisse muss ich zufrieden
sein, erstmals waren hohe Nummern ein Vorteil. Von den Schmerzen her war
es okay, besser als in den vergangenen Tagen", sagte Walchhofer. Fritz
Strobl wurde 13., der Ablauf des Renntages war auch nicht nach seinem
Geschmack: "Man hätte mit dem Start länger zuwarten sollen, so war das
für die ersten Nummern nicht fair", sagte er. Viele Rennläufer hatten am
frühen Nachmittag nicht mehr mit einer Abfahrt gerechnet. Die weiteren
Österreicher landeten im geschlagenen Feld, Georg Streitberger wurde
17., Raich und Christoph Gruber ex aequo 21., Hans Grugger 27., Mario
Scheiber 28. und Hermann Maier 30., was einen mickrigen Weltcup-Punkt
bedeutete.
Benjamin Raich gewinnt Kombi in
Kvitfjell

Der Österreicher Benjamin Raich hat am Freitag die
Weltcup-Super-Kombination der alpinen Ski-Herren in Kvitfjell für sich
entschieden und damit einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung
im Gesamtweltcup getan. Der 29-jährige Tiroler setzte sich nach Abfahrt
und Slalom deutlich vor dem Schweizer Silvan Zurbriggen (1,41 Sekunden
zurück) und dem Norweger Aksel Lund Svindal (1,56) durch. Aksel Lund
Svindal gewann damit die kleine Kristallkugel in der Super-Kombination.
Der Schweizer Marc Berthod, der in der Wertung vor dem Rennen noch einen
Punkt vor Svindal lag, missglückte der Slalom völlig. Er beendete die
Kombinationswertung auf dem 2. Platz. Raich baute seine Führung
gegenüber Svindal im Gesamtweltcup damit sechs Rennen vor Schluss auf
117 Punkte aus. Vor dem Slalom hatte noch der Schweizer
Abfahrtspezialist Didier Cuche das Klassement vor US-Boy Bode Miller und
dem Österreicher Mario Scheiber angeführt. Miller blieb allerdings mit
dem Innenski an einer Slalomstange hängen und vergab wieder einmal eine
gute Platzierung. Cuche gelang eine gute Leistung im Slalomhang und
konnte auf Platz 16 noch ordentlich Weltcup-Punkte sammeln. Mario
Scheiber (AUT) wurde Sechster hinter dem Italiener Peter Fill. Die
deutschen Teilnehmer Stephan Keppler und Johannes Stehle lagen nach der
Abfahrt weit zurück. Beide traten zum Slalom nicht mehr an. Am
Wochenende stehen in Kvitfjell noch eine Abfahrt (Samstag) und ein Super
G (Sonntag) auf dem Programm. Die Top Ten Rennfahrer bei der
Superkombination in Kvitfjell: 1. Benjamin Raich (AUT) 2:21,22. 2.
Silvan Zurbriggen (SUI) 1,41 zurück. 3. Aksel Lund Svindal (NOR) 1,56.
4. Ivica Kostelic (CRO) 1,74. 5. Peter Fill (ITA) 1,92. 6. Mario
Scheiber (AUT) 2,26. 7. Hans Olsson (SWE) 2,53. 8. Pierrick Bourgeat (FRA)
2,88. 9. Marc Berthod (SUI) 3,08. 10. Didier Défago (SUI)
Matt gewinnt Slalom in Kranjska
Gora

Der Österreicher Mario Matt hat auch den
Weltcup-Slalom im slowenischen Kranjska Gora gewonnen. Nach seinem Sieg
bei der WM und vergangene Woche in Garmisch-Partenkirchen fuhr der
27-Jährige in 1:40,64 Minuten zu seinem dritten Weltcup-Erfolg in diesem
Winter und übernahm die Führung im Slalom-Weltcup. „Der Slalomweltcup
ist jetzt natürlich mein großes Ziel, da bin ich ja auch auf einem ganz
guten Weg." Sein Landsmann Benjamin Raich übernahm mit Rang zwei
(1:41,25) die Führung im Gesamtweltcup, da der Norweger Aksel Lund
Svindal schon im ersten Lauf ausgeschieden war. "Im Gesamtweltcup fange
ich erst gar nicht zu rechnen an. Ich werde aber alle Bewerbe bis zum
Saisonende fahren, denn ich will auch zeigen, was ich mir in den
Speed-Bewerben heuer vorgenommen habe", meinte der neue Weltcup-Leader.
Dritter wurde der Italiener Manfred Moelgg (1:41,80). Den ÖSV-Erfolg
komplettiert Manfred Pranger mit Rang fünf, Reinfried Herbst mußte sich
mit dem 12 Platz bescheiden. Bester Schweizer wurde Marc Berthod als 7,
sein Teamkollege Marc Gini zeigte einmal mehr eine starke Leistung im
zweiten Durchgang, als er sich von Platz 26 noch auf den 9. Rang
verbesserte. Es ist dies sein bestes Ergebnis seiner Karriere im
Weltcup. Der Deutsche Felix Neureuther kugelte sich bei einem Sturz im
ersten Durchgang die linke Schulter aus. Alois Vogl verpasste als 33.
des ersten Laufs das Finale.
Götschl gewinnt Super-G in Tarvisio

Österreichs Speed Queen Renate Götschl hat den
Super-G im italienischen Tarvisio in souveräner Manier gewonnen. Die
Steirerin, die bereits die Weltcup-Wertung in ihrer Spezialdisziplin
vorzeitig für sich entschieden hatte, gewann am Sonntag vor ihrer
Teamkollegin Nicole Hosp und der Amerikanerin Julia Mancuso. Götschl hat
damit in dieser Saison bereits sieben Siege gefeiert und eine neue
persönliche Bestleistung aufgestellt. Zudem ist sie nun mit 17 Siegen im
Super-G die erfolgreichste Fahrerin in dieser Disziplin vor Katja
Seizinger (GER/16), Carole Merle (FRA/12) und Michaela Dorfmeister (10).
Eine stille Siegerin war Alexandra Meissnitzer, die möglicherweise nach
Saisonende ihren Rücktritt bekannt geben wird ("Ich werde das in Ruhe
entscheiden"). Mit nur 0,07 Sekunden Rückstand verpasste "Meissi" als
Vierte das Stockerl, war darüber aber nur bedingt traurig: "Ich bin
einfach froh, so eine Fahrt ins Ziel gebracht zu haben. Die ersten Drei
fahren derzeit einfach mit so einer Sicherheit - die hat mir die
komplette Saison über gefehlt. Wenn du so drauf bist, fährst du dann
auch mal gleich eine halbe Sekunde schneller." Marlies Schild mußte sich
heute mit dem 12. Platz begnügen, direkt dahinter folgten Christine
Sponring, Andrea Fischbacher und Kathrin Wilhelm die als 15. das Rennen
beendete. Die Schwedin Anja Pärson (SWE) schied mit klarer
Zwischenbestzeit kurz vor dem Ziel aus. Maria Riesch aus Partenkirchen
erreichte als Achte ihr bestes Saisonresultat im Super-G. Die
Oberstdorferin Gina Stechert qualifizierte sich mit einem 21. Platz für
das Weltcup-Finale Mitte März im schweizerischen Lenzerheide. Dort ist
auch Petra Haltmayr aus Rettenberg dabei, die als 28. in Tarvisio
ebenfalls in die Punkte fuhr. Als beste des Swiss-Ski-Teams belegte
Fabienne Suter den 23. Rang. Nadia Styger (27.) und Martina Schild (29.)
verloren ebenfalls über zwei Sekunden. Die 31-Jährige Götschl, die
bereits als Gewinnerin der Kristallkugel in Abfahrt und Super G
feststeht, führt nun im Gesamtweltcup mit 1.199 Punkten ex aequo mit der
US-Amerikanerin Julia Mancuso. Nicole Hosp und Marlies Schild ließen
sich aber nicht abschütteln und können am Technik-Wochenende in Zwiesel
wieder zurück schlagen. Sechs Rennen stehen noch aus. 2 Slaloms, 2.
Riesenslaloms und je eine Abfahrt und ein Super G. Damit spricht
eindeutig mehr für die Allrounderinnen Hosp, Schild und Mancuso. Götschl
hat nur in den Speed-Renenn realistische Chancen auf „Big Points“. Die
Top 10 Rennfahrerinnen beim Super-G in Tarvisio: 1. Renate Götschl (AUT)
1:18,66. 2. Nicole Hosp (AUT) 1,01 zurück. 3. Julia Mancuso (USA) 1,22.
4. Alexandra Meissnitzer (AUT) 1,29. 5. Tina Maze (SLO) 1,35. 6. Stacey
Cook (USA) 1,42. 7. Britt Janyk (CAN) 1,55. 8. Maria Riesch (GER) 1,62.
9. Emily Brydon (CAN) 1,71. 10. Ingrid Jacquemod (FRA) 1,74.
Raich gewinnt Riesenslalom in Kranjska-Gora

Benjamin Raich feierte beim Riesenslalom der Herren
in Kranjska Gora seinen 27. Weltcupsieg. Der Pitztaler siegte mit einem
Vorsprung von 55 Hundertstel Sekunden vor dem Kanadier Francois Bourque.
Massimiliano Blardone aus Italien wurde Dritter vor Weltmeister Aksel
Lund Svindal aus Norwegen, der seine Führung im Gesamtweltcup knapp
behauptete. Svindal teilte sich den 4. Platz mit dem zeitgleichen US
Amerikaner Ted Ligety . Als einziger Schweizer im Klassement wurde
Didier Cuche Sechster. Nach dem schlechten Abschneiden bei der WM in Are
konnte das Österreichische Riesenslalom Team heute mit einer
geschlossenen Mannschaftsleistung aufwarten. Hannes Reichelt (7.),
Christoph Gruber (8.), Mario Scheiber (9.), Mario Matt (11.) und
Matthias Lanzinger (12.) komplettieren die starke ÖSV-Leistung. Mit
seinem zweiten Saisonsieg im Riesenslalom übernimmt Raich auf "seinem"
Hang die Führung im Riesenslalom Weltcup. Der Tiroler hat nun 3 Punkte
Vorsprung auf Svindal und 19 Punkte Vorsprung auf Blardone. Auch im
Gesamtweltcup mischt Raich mit seinem 4. Saisonsieg wieder voll mit. Nur
noch 53 Punkte Rückstand hat der „Blitz aus Pitz“ auf Svindal. Das Duo
hat sich nun etwas abgesetzt und wird sich die große Kristallkugel wohl
untereinander ausmachen.
Mancuso gewinnt Abfahrt in Tarvisio

Die US Amerikanerin Julia Mancuso gewann den
Abfahrtslauf in Tarvisio (ITA) und feierte ihren 4 Saisonsieg. Die 22
jährige setzte sich knapp vor Renate Götschl durch, die sich damit aber
vorzeitig den Sieg im Abfahrtsweltcup sicherte. Vor dem Weltcupfinale in
Lenzerheide hat die Steierin einen Vorsprung von uneinholbaren 114
Punkten. Dritte wurde mit einem Rückstand von 21 Hundertstel Sekunden
die Kanadierin Emily Brydon, die den zweiten „Stockerlplatz“ ihrer
Karriere erreichte. Auf dem 4. Rang folgte die Österreicherin Elisabeth
Görgl, vor der Kanadierin Kelly Vanderbeek. Als beste Schweizerin
klassierte sich Nadia Styger, vor der Weltcup-Gesamtführenden Marlies
Schild, auf Platz 6. Mit Ausnahme von Nadia Styger und Catherine Borghi
(12.) präsentierten sich die Damen des Swiss Team heute eher schwach:
Sylvaine Berthod, Fränzi Aufdenblatten, Martina Schild und Monika
Dumermuth belegten lediglich die Ränge 20, 21, 25 und 27. Weltmeisterin
Anja Pärson aus Schweden schied mit bester Zwischenzeit nach einem
Torfehler aus, Nicole Hosp aus Österreich, die sich noch Hoffnungen auf
den Gesamtweltcup macht, kam nicht über Rang 17 hinaus. Beste
DSV-Fahrerin war Maria Riesch auf Position 19, Gina Stechert wurde 22.
Überschattet wurde das Rennen von einem schweren Sturz von Tamara Wolf.
Die 21-jährige Schweizerin wurde von einer Bodenwelle abgehoben und
anschliessend ins Netz geschleudert. Dabei überschlug sie sich mehrfach.
Mit dem Helikopter wurde sie ins Spital von Udine geflogen. Gemäss
ersten Informationen soll sie ein Gehirntrauma erlitten haben. Sie ist
aber bei Bewusstsein. Im Kampf um den Gesamtweltcup machte Renate
Götschl wichtiges Terrain gut und liegt nur noch knapp hinter ihrer
führenden ÖSV-Teamkollegin Marlies Schild. Die Salzburgerin hat nun nur
mehr 9 Punkte Vorsprung auf Julia Mancuso. Nicole Hosp verlor etwas an
Boden und liegt nun 33 Punkte hinter Schild, während Renate Götschl 49
Punkte zurückliegt.
Hosp gewinnt Superkombination von
Tarvisio

Die Österreicherin Nicole Hosp gewann die
Superkombination der Damen von Tarvisio (ITA) vor der US Amerikanerin
Julia Mancuso und ihrer Teamkollegin Marlies Schild. Die Tirolerin hatte
ihre gute Startnummer im abschließenden Slalom perfekt genutzt und fuhr,
nach dem Sie nach der Abfahrt noch auf Rang 19 plaziert war, zu ihrem
siebenten Weltcupsieg! Mit diesem Erfolg ist die Bichlbacherin auch beim
Kampf um die große Weltcupkugel wieder groß im Geschäft, auch wenn Sie
davon nichts wissen will: "Ich hab nicht mehr mit dem Sieg gerechnet,
weil ich schon weit hinten war. Im Slalom hab ich meine Nummer sehr gut
ausgenützt und einen guten Lauf gemacht. Der Gesamtweltcup beschäftigt
mich derzeit überhaupt nicht." Etwas enttäuscht zeiget sich die
Drittplazierte Marlies Schild nach dem Rennen. Die Salzburgerin hatte
den Sieg angepeilt um sich im Gesamtweltcup weiter abzusetzen, mußte
sich aber mit Rang 3 begnügen. Wenn es sich heute auch nicht mit den 100
Punkten ausging konnte sich die österreichische Slalomkönigin mit dem
Gewinn der kleinen Kristallkugel für die Superkombination 2006/07
trösten. „Ich freu mich über die Kristallkugel, ärger mich aber auch,
dass ich es im Slalom nicht „gscheit dafahren“ bin. Ich bin aber auch
froh, dass ich gesund herunten bin. Ich denke, dass der Gesamtweltcup
ein heißer Kampf wird." Und dieser Kampf um die große Weltcupkugel
spitzt sich immer weiter zu. Marlies Schild liegt weiterhin in Führung,
büßte aber heute Punkte auf ihre Verfolgerinnen ein. Eine Hundertstel
Sekunde, die Sie vom 2 Rang trennte, kostete letztlich 20 Punkte. Damit
rückte Nicole Hosp bis auf 23 Punkte an Schild heran. Die US
Amerikanerin Julia Mancuso folgt mit einem Rückstand von 73 Punkten auf
Rang 3. Renate Götschl, die Aufgrund ihres gestrigen Sturzes, auf einen
Start verzichtete weißt einen Rückstand von 93 Punkten auf.
Matt gewinnt Slalom in
Garmisch-Partenkirchen

Der Österreicher Mario Matt war auch in Garmisch
nicht zu schlagen. "Ich wollte einfach schnell fahren, das ist mir
gelungen. Im zweiten Lauf riskierte ich nicht mehr alles, weil der Kurs
schwierig gesteckt war", sagte Matt. In bestechender Form und mit der
Abgeklärtheit eines Weltmeisters verwies er den 22-jährigen Lokalmatador
Felix Neureuther auf den 2. Platz. Dem Deutschen fehlten am Ende 41
Hundertstel Sekunden zu seinem ersten Weltcupsieg, trotzdem konnte er
sich über das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere freuen. Vater
Christian hatte 1974 für den letzten deutschen Sieg am Gudiberg gesorgt.
Der Pitztaler Benjamin Raich katapultierte sich mit Laufbestzeit im
zweiten Durchgang noch auf den dritten Platz. Der Salzburger Reinfried
Herbst komplettiert den ÖSV-Erfolg mit Rang 13. Als Bester Schweizer
wurde Marc Berthod 7. und verpasste das Podest um 35 Hundertstel
Sekunden. Sein Teamkollege Daniel Albrecht wurde 16., Sandro Viletta
konnte sich über einen 16. Rang freuen und Marc Gini wurde 22. Im
Gesamtweltcup führt weiter der Norweger Aksel Lund Svindal, der aber
nicht über Platz 20 hinauskam und nun nur noch 53 Zähler vor Raich
liegt. Für Matt war es der siebente Weltcup-Sieg, der sechste im Slalom.
In dieser Saison hatte der Doppelweltmeister bereits die
Super-Kombination in Wengen für sich entschieden.
Schild gewinnt Slalom in der
Sierra Nevada

Österreichs Slalomkönigin Marlies Schild gewann den
Slalom in Sierra Nevada und damit vorzeitig die Kristallkugel im
Slalom-Weltcup der Damen. Die Salzburgerin verwies die Finnin Tanja
Poutiainen (0,32) sowie die Tschechin Veronika Zuzulova (0,93) auf die
Plätze. Pech hatte die Tirolerin Nicole Hosp, die Rang drei um 1.
Hundertstel Sekunden verpasste. Die Österreicherinnen Daniela Zeiser und
Elisabeth Görgl belegten die Ränge 17 und 19. Aus Schweizer Sicht hat
die 22-jährige Aline Bonjour als Siebte für eine Überraschung gesorgt.
Bonjour hatte bereits im ersten Lauf den 13. Rang erreicht und doppelte
im zweiten Durchgang gleich nach. Die Westschweizerin war bislang erst
einmal im Weltcup gestartet. Vor etwas mehr als einem Jahr erreichte sie
in Maribor den zweiten Lauf nicht. Ein persönliches Bestergebnis
realisierte auch Sandra Gini als Zehnte. Letzte klassierte Schweizer
Fahrerin war Rabea Grand als 24. Die nach dem 1. Lauf auf Platz 8
liegende Monika Bergmann aus Deutschland schied mit einem Torfehler aus,
ihre Teamkollegin Fanny Chmelar wurde 21. Marlies Schild und Renate
Götschl haben die Kristallkugeln in Slalom und Super G bereits fix. Auch
in Abfahrt, Riesenslalom, Kombi und im Gesamtweltcup sieht es für
Österreichs Damen sehr gut aus! Mit ihrem siebenten Saisonsieg übernimmt
Schild auch wieder die Führung im Gesamtweltcup! Sie hat nun 33 Punkte
Vorsprung auf Teamkollegin Renate Götschl und 63 Punkte Vorsprung auf
Niki Hosp. Julia Mancuso hat als Vierte 93 Punkte Rückstand. Unter
diesen vier Damen wird auch die Entscheidung um den Gesamtweltcup
fallen.
Kirchgasser gewinnt Riesenslalom in
der Sierra Nevada

Die Österreicherin Michaela Kirchgasser hat beim
alpinen Ski-Weltcup im spanischen Sierra Nevada den Riesenslalom
gewonnen. Die WM-Vierte sicherte sich vor ihrer Teamkollegin Nicole Hosp
den ersten Weltcupsieg ihr noch jungen Karriere. In 2:14,41 Minuten
hatte Kirchgasser einen Vorsprung von 0,42 Sekunden auf die
Weltmeisterin. Auf dem dritten Rang landete die Olympia-Zweite Tanja
Poutiainen aus Finnland die nach dem 1. Durchgang noch in Führung lag.
Marlies Schild als 7. und Daniela Zeiser als 9. komplettierten das
starke Mannschafts-Resultat der Österreicherinnen. Renate Götschl holte
als 14. wichtige Punkte im Kampf um den Gesamt-Weltcup. Beste Deutsche
war die 17-jährige Viktoria Rebensburg. Die Kreutherin belegte mit der
viertbesten Laufzeit im zweiten Durchgang den 13. Rang. Maria Riesch aus
Partenkirchen landete auf Platz 15.
Erik Guay gewinnt in Garmisch

Der Kanadier Erik Guay hat die zweite Abfahrt beim
alpinen Ski-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Knapp 24 Stunden
nach seinem dritten Rang setzte sich der 25-Jährige vor dem
Vortagessieger Andrej Jerman aus Slowenien durch. Guay hatte in 1:56,80
Minuten einen Vorsprung von 0,50 Sekunden. Dritter bei frühlingshaften
Temperaturen auf der Kandahar wurde der Schweizer Didier Cuche, der
seine Führung im Abfahrts-Weltcup ausbaute. Als Konkurrenten um den
Abfahrts-Weltcup verbleiben nur noch Marco Büchel und Peter Fill, beide
liegen mehr als hundert Punkte zurück. Bode Miller und Michael
Walchhofer starteten erst gar nicht. Mario Scheiber kam als zweiter
Österreicher unter die Top Ten und konnte sein schlechtes Resultat aus
der ersten Abfahrt, als er nur 25. wurde, mit Rang neun verbesseren.
Hans Grugger verpatzte diesmal seine Fahrt und kam nach schweren Fehlern
über Rang 22 nicht hinaus. Abermals nicht nach Wunsch verlief das Rennen
für Hermann Maier, der mit über zwei Sekunden Rückstand nur 24. wurde.
Jerman Sensationssieger bei Garmisch-Abfahrt

Der Slowene Andrej Jerman gewann bei
frühlingshaften Temperaturen die Kandahar Abfahrt von Garmisch
Partenkirchen vor dem Österreicher Hans Grugger (+0,22 Sek.) und dem
Kanadier Erik Guay (+0,44). Jerman der mit Startnummer 11 ins Rennen
ging, profitierte von einer immer weicher werdenden Piste und feierte
den 1. Abfahrtssieg für sein Land. "Es ist Wahnsinn. Ich habe die ganze
Zeit hart gearbeitet. Nach meinen vielen Verletzungen ist dies der Lohn
für die harte Arbeit. Die Piste ist für die höheren Startnummern
natürlich nicht besser geworden. Ich hatte sehr gute Verhältnisse und es
war schön zu fahren." Slowenien ist damit bereits die 12. Sieger-Nation
der Saison. Bester Fahrer aus dem Team Swiss war Didier Défago. Der
Schweizer verpasste das Podest um nur gerade drei Hundertstel-Sekunden
und klassierte sich auf dem vierten Rang. Die anderen Schweizer
enttäuschten und kamen nicht unter die besten 15. Für das ÖSV Team
plazierte sich Christoph Gruber als zweitbester Österreicher auf Rang 6,
Klaus Kröll wurde Achter und Andreas Buder wurde, vor seinem
Teamkollegen Fritz Strobl Zehnter. Die "30er-Startregel" fordert heute
einmal mehr ihre "Opfer". Nur ein Läufer mit einer Startnummer über 20 -
also den Top Ten der Abfahrts-Welt - klassiert sich in den Top 10 dieser
Abfahrt. Didier Cuche, Marko Büchel, Bode Miller oder auch Hermann Maier
landeten im geschlagenen Feld. Im Kampf um den Abfahrts-Weltcup ist
deshalb noch keine Entscheidung gefallen. Der Gesamt-Zweite Marco Büchel
wurde 14., Leader Cuche kam auf Rang 20. Cuche hatte doppeltes Pech:
Direkt vor ihm stürzte der Österreicher Michael Walchhofer. Cuche wurde
auf der Strecke aufgehalten, musste ein zweites Mal starten und hatte
mit der (noch) höheren Startnummer keine Chance.
Österreich Teamweltmeister 2007

Das Österreichische Team mit Michaela Kirchgasser,
Renate Götschl, Marlies Schild, Benjamin Raich, Fritz Strobl und Mario
Matt sind Nationen Team Weltmeister 2007. Mit diesem Sieg ist Österreich
auch das erfolgreichste Team in der WM Medaillenwertung der WM 2007 in
Are. Die Silbermedaille geht an Schweden mit der Besetzung Anja Pärson,
Anna Ottosson, Markus Larsson, Jens Byggmark, Patrik Järbyn und Hans
Olsson. Die Bronzemedaille sicherte sich das Schweizer Team mit Nadia
Styger, Fabienne Suter, Dominique Gini, Rabea Grand, Mark Berthod und
Daniel Albrecht. "Wir haben unser Ziel erreicht, wir haben die
Medaillenwertung gewonnen. Das war unser großes Ziel. Gratulation an die
ganze Mannschaft, Läufer und Trainer haben bestens zusammengearbeitet",
freute sich Alpinchef und Teamkapitän Hans Pum. "Es ist spannend und
macht Spaß", freute sich Schild, die mit ihrer Slalom-Bestzeit für die
vorzeitige Entscheidung sorgte. Als Belohnung gab es im Ziel ein
Siegerküsschen vom "Teamkollegen" und Freund Raich, der nun zwölf
Medaillen bei Großereignissen abgeräumt hat. "Es ist schon ein anderes
Gefühl und eine andere Belastung, wenn man fürs Team fährt. Man will es
halt auch nicht vermasseln", betonte Schild. Was diese Goldene wert ist,
drückte "Speed-Queen" Götschl so aus: "Der Teambewerb hat eine große
Bedeutung. Wir Österreicher sind die Skination schlechthin, deswegen
musste diese Goldene unser großes Ziel sein. In Bormio hatten wir es
nicht geschafft (Silber hinter Deutschland, Anm.), jetzt haben wir das
wieder gutgemacht." Strobl war sogar extra für den Bewerb und seinen
Super-G-Auftritt wieder nach Aare eingeflogen worden. "Ich habe die
Pause genützt, um frische Kräfte zu sammeln." Das Rennen sah er dann
"als Training". Die Bedeutung des Teambewerbs und das dadurch
entstehende Mannschaftsgefühl strich aber auch der
Super-G-Silber-Gewinner hervor: "Man steht nicht nur für sich am Start,
das ist schon ein besonderes Gefühl." Für Strobl war es bei seinem
letzten WM-Auftritt ein würdiger Abschied. Matt hatte zwar seine
Slalom-Goldene am Samstagabend ohnehin ausgekostet, eigentlich hätte er
den Teambewerb aber auch gänzlich ohne Schlaf bestreiten können. Denn
seine Fahrt war bereits ohne Bedeutung. "Ich bin extra früher
heimgegangen, aber das hätte ich mir eigentlich sparen können", meinte
Matt lachend.
Mario Matt gewinnt Slalom-Gold

Der Österreicher Mario Matt darf zum zweiten Mal
nach 2001 über WM-Gold im Slalom jubeln ! Der Tiroler gewann zum
Abschluss der Einzelbewerbe der WM in Aare in überlegener Art und Weise
die erste Goldmedaille für Österreichs Herrenteam. "Es ist immer
schwierig, mit so einem Vorsprung Gas zu geben. Weltmeister zu werden
ist immer ein super Gefühl. Früher ist alles so einfach gegangen - jetzt
habe ich zwischendurch hart arbeiten müssen - dadurch ist es um so
schöner!" Matt erzielt in beiden Durchgängen Laufbestzeit und gewann
souverän in 1:57,33 Min. vor dem Südtiroler Manfred Mölgg (+1,81 Sek.)
und dem Franzosen Jean-Baptiste Grange (+2,21). Mölgg fuhr mit einer
ausgezeichneten Fahrt vom sechsten auf den zweiten Rang, Grange vom
fünften auf den dritten Platz. Die Bronzemedaille von Grange ist die
erste WM-Medaille für Frankreich seit zehn Jahren. Der österreichische
Topfavorit Benjamin Raich fuhr um 3 Hundertstel Sekunden am Podest
vorbei und mußte sich mit dem 4. Rang begnügen. "Mario hat ein super
Rennen gefahren. Für mich ist sich das Podest heute knapp nicht
ausgegangen. Der Mario war in einer eigenen Liga und dazu muss man ihm
wirklich gratulieren." Der nach dem 1. Durchgang auf Rang 3 plazierte
Manfred Pranger aus Österreich belegte im Schlußklassement Rang 5. Auch
der Deutsche Felix Neureuther, der als zweitplazierter in den Finallauf
ging, hat die große Chance auf eine Medaille nicht nützen können. Der 22
Jahre alte Partenkirchener, schied nach Zwischenbestzeit im 2. Durchgang
aus. Der für Moldawien startende Schweizer Urs Imboden fuhr auf Platz
11. Der WM-Slalom wird als "Ausfallfestival" in die Ski-Geschichte
eingehen. Topfavoriten wie Jens Byggmark, Doppel-Weltmeister Aksel Lund
Svindal, Giorgio Rocca, die Schweizer WM-Medaillengewinner Daniel
Albrecht, Marc Berthod, die US-Amerikaner Ted Ligety und Bode Miller
fiehlen bereits im ersten Durchgang aus. Insgesamt sahen in dem
ausfallsreichen Rennen nur 25 von 74 Läufern das Ziel.
Sarka Zahrobska Slalom
Weltmeisterin 2007

Sarka Zahrobska hat in Are WM-Gold im Slalom geholt
und verwies Marlies Schild und Anja Pärson knapp auf die Plätze zwei und
drei. Den Grundstein für die
Goldmedaille legte Zahrobska bereits im 1. Durchgang. Die 22jährige
schreibt damit zum zweiten Mal in Folge WM-Geschichte. Bei der WM 2005 holte
sie als erste Tschechin überhaupt eine WM-Medaille, in Are sorgte sie
nun für Tschechiens erstes WM-Gold! "Weltmeisterin, das ist ein super
Gefühl. Ich war in guter Form und bereits in den letzten beiden Rennen
am Podest. Ich habe mir hier eine Medaille als Ziel gesetzt, nicht
unbedingt Gold, aber Dritte wollte ich schon werden. Jetzt bin selbst
etwas überrascht das ich den Titel geholt habe aber das ist ein sehr
schönes Gefühl.“ Die österreichische Slalomkönigin Marlies Schild zeigte
einen starken 2. Lauf, halbierte den Rückstand auf die
Goldmedaillengewinnerin und verbesserte sich damit vom 4. Rang auf den
Silbermedaillenplatz. "Ich freu mich schon über die Silbermedaille. Aber
es war ein großer Traum von mir, da heute Gold zu machen. Ich hab mein
bestes versucht, aber es war nicht mehr drinnen. Ich habe sofort nach
meinem Lauf gemerkt, dass es nicht so gut war. Gott sei Dank ist es noch
Silber geworden." Auch für Anja Pärson erfüllte sich der Traum vom
vierten WM Gold in Are nicht. Der Schwedin fehlten am Ende 16
Hundertstel Sekunden und sie mußte sich mit der Bronzemedaille begnügen.
"Ein bisschen schade, vielleicht hätte es auch mehr sein können. Ich
hatte im zweiten Durchgang unten einen kleinen Fehler gemacht. Es ist
alles so eng zusammen in der Weltspitze. Aber ich bin wieder zurück im
Slalom und kann wieder mitkämpfen." Die Österreicherin Kathrin Zettel
(0,82) wurde, hinter der Kroatin Ana Jelusic (+0,50) Fünfte, Michaela Kirchgasser Neunte (1,62), während Riesenslalom-Weltmeisterin Nicole
Hosp nach einem verhauten ersten Lauf in der Endabrechnung nicht über
Rang 17 (2,78) hinauskam. Die ÖSV-Damen holten damit in jedem der fünf
Damen-WM-Bewerbe in Aare eine Medaille (ein Mal Gold, ein Mal Silber,
drei Mal Bronze). Die deutsche Monika Bergmann-Schmuderer bestätigte ihr
Resultat aus Durchgang eins und wurde Sechste mit einem Rückstand von
0,74 Sekunden auf Bronze. Einen starken zweiten Durchgang zeigte auch
die Schweizerin Sandra Gini, die sich vom 20. auf den 15. Platz
vorarbeitete. Besser war sie im Weltcup noch nie klassiert.
Aksel Lund Svindal Riesenslalom Weltmeister 2007

Abfahrts-Weltmeister Aksel Lund Svindal hat sich im
schwedischen Are auch den Titel im Riesenslalom erkämpft. Svindal tritt
damit das norwegische Erbe von Lasse Kjus an, der 1999 letztmals den
Titel für Norwegen ergattern konnte. Der „Allrounder“ holte sich am
Mittwoch bei den alpinen Weltmeisterschaften sein zweites Gold in
2:19,64 Minuten vor dem Schweizer Daniel Albrecht, der 0,48 Sekunden
Rückstand hatte. Albrechts Landsmann Didier Cuche (0,92 Sekunden zurück)
gewann Bronze und damit seine erste WM-Medaille überhaupt und sorgen für
die Medaillen 4 und 5 für das Schweizer Team bei der SKI WM in Are! Nach
Cuche’s Pech im Super-G und in der Abfahrt, als er die Podestplätze nur
um wenige Hundertstel verpasst hatte, war dem Schweizer nun endlich das
Glück hold. Weniger gut lief es für Marc Berthod (3. nach 1. Lauf) und
Didier Défago (8.), die ihre gute Ausgangslage nicht zu nutzen
vermochten und zurückfielen. Nur um 7 Hundertstel Sekunden schrammte der
US-Amerikaner Ted Ligety an Bronze vorbei, während sich der beste
Azzurro, Alberto Schieppati, auf Rang fünf einreihte, dem in der
Endabrechnung 16 Hundertstel auf Bronze fehlten. Für den ÖSV gab es eine
historische Schlappe zu verarbeiten. Hermann Maier belegte als bester
Österreicher Rang 21, Rainer Schönfelder fuhr auf Platz 25. Benjamin
Raich, Hannes Reichelt und Christoph Gruber waren bereits in Lauf eins
ausgeschieden. Das war das schlechteste ÖSV Abschneiden in einem
WM-Rennen, in dem Österreicher ins Ziel gekommen sind.
Nicole Hosp Riesenslalom
Weltmeisterin 2007

Nicole Hosp hat im Riesenslalom der Frauen das
erste Gold für Österreich bei der alpinen Ski-WM in Are gewonnen. "Ich
kann es noch nicht wirklich fassen. Es ist wie ein Traum. Ich habe mir
im zweiten Lauf nur gedacht: Ich will den besten Riesenslalom fahren,
den ich je gefahren bin. Und es war ein sehr guter Lauf. Das warten war
nicht schwer. Ich hatte so einen großen Vorsprung. Da habe ich gewusst,
dass es für die anderen schwierig wird, das zu biegen." Die
WM-Abfahrts-Dritte aus Bichlbach in Tirol, siegte in der Zeit von
2:31,72 Minuten mit einem Vorsprung von 0,85 Sekunden auf die Schwedin
Maria Pietilae-Holmner. Dritte wurde Denise Karbon aus Italien. Die
Salzburgerin Michaela Kirchgasser verbesserte sich nach starker Fahrt im
zweiten Durchgang von Rang 19 auf den undankbaren vierten Platz. Groß
war der Ärger wegen des verpatzten ersten Laufs: "Ich bin total sauer
auf mich. Es ist sch... WM ist nur einmal im Jahr und da mache ich im 1.
Durchgang den schlechtesten Lauf der Saison." Ihre Grippe geschwächte
Teamkollegin Kathrin Zettel mußte sich mit dem Neunten Platz begnügen.
Die nach dem 1. Durchgang in Führung liegende US Amerikanerin Julia
Mancuso blieb ohne Medaille und reihte sich auf Rang 5 im Endklassement
ein. Die Deutsche Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) verpasste die
Medaillenränge als Sechste um 0,33 Sekunden. Sensationell belegte die
17-jährige Viktoria Rebensburg Rang acht. Fabienne Suter kam als beste
Schweizerin auf Rang 13, Fränzi Aufdenblatten beendete den Riesentorlauf
als 19. Die dreifache Goldmedaillengewinnerin Anja Pärson (Schweden)
schied im zweiten Lauf aus. Im Ziel zeigte sich ÖSV Damen-Chef Herbert
Mandl, nach einer starken Skiweltcupsaison seiner „Mädls“ mit dem Gewinn
der Goldmedaille bei der WM in Are erleichtert: "Ich hab schon
mitgezittert am Hang. Es war ein turbulentes Finale. Die Niki ist sehr
gut gefahren und hat sich das wirklich verdient. Nach der Fahrt war der
Abstand sehr groß. Die Michi Kirchgasser hat schon einen sehr guten Lauf
gehabt - und die Niki war dann sogar noch schneller. Natürlich war Druck
da, das hat man im ersten Lauf gesehen. Im zweiten Lauf haben sie aber
gezeigt, was sie können. Ich gratuliere der ganzen Mannschaft."
Anja Pärson Abfahrtsweltmeisterin
2007

Anja Pärson hat bei den alpinen Ski-
Weltmeisterschaften in ihrem Heimatland Schweden nach dem Super-G und
der Super-Kombination auch die Abfahrt gewonnen. "Ich habe alles
riskiert und dabei auch Fehler gemacht. Aber meistens ist das ein
Zeichen dafür, dass man schnell ist", meinte die Weltmeisterin in einer
ersten Reaktion. Auf die Frage, ob sie schön müde sei, antwortete Pärson
nur: "Jetzt habe ich viel Kraft!" Damit hat Anja Pärson das Kunststück
vollbracht, in allen fünf Disziplinen mindestens einmal Weltmeisterin zu
werden. Und die traditionellen Lieblingsdisziplinen Pärson kommen erst
noch. Im Weltcup entschied sie bislang 18 Slaloms und elf Riesenslaloms
für sich. Zum Vergleich: In der Abfahrt triumphierte sie bislang erst
dreimal. Die 25-Jährige verwies am Sonntag Lindsey Kildow aus den USA
auf den zweiten Platz. Nicole Hosp bewahrte mit Bronze das ÖSV-Team vor
einem totalen Abfahrtsdebakel, nachdem die Herren zuvor eine schwere
Niederlage kassiert hatten. "Ich bin überglücklich und kann es gar nicht
richtig glauben. Am Ende dachte ich, dass es schon wieder nur Platz vier
wird", meinte die glückliche Tirolerin. Eine starke Teamleistung zeigten
die Schweizerinnen. Nadia Styger wurde Vierte, Dominique Gisin Fünfte.
Beide verloren rund fünf Zehntel auf die Zweite und die Dritte. «Es ist
hart, bei einer WM Vierte zu werden», bilanzierte Styger. «Aber wenn der
Rückstand so gross ist, trauert man immerhin nicht den Hundertsteln
nach.» Pärsons Teamkollegin Niki Bent konnte sich neben der
3.Goldmedaille für das schwedische Team über einen starken 6. Platz
freuen. Grosse Geschlagene des Tages war Österreichs „Speed Queen“
Renate Götschl (Ö), die sich mit Rang 7 begnügen mußte und dem
entsprechend enttäuscht war: "Ich habe einige Fehler gemacht, war
unsicher und habe eine wichtige Kurve total verhaut", war die
Mitfavoritin niedergeschlagen. Beste Deutsche war auch heute wieder
Maria Riesch, die den neunten Rang erreicht - Petra Haltmayr landet
abgeschlagen auf dem 28. Platz, Gina Stechert die das Rennen eröffnete
schied nach einem Torfehler aus.
Aksel Lund Svindal ist
Abfahrtsweltmeister 2007

Aksel Lund Svindal ist der „König der Abfahrer
2007“ und läßt ganz Norwegen erstmals in der WM-Geschichte über eine
Goldmedaille in der WM-Herren Abfahrt jubeln. "Ich war vielleicht nicht
einer der Top-Favoriten. Aber ich bin gut gefahren - und hatte auch ein
bisschen Glück. Ein guter Tag für Aksel und für Norwegen. Ich wollte
hier schon unbedingt eine Medaille, weil so viele Freunde und die
Familie da sind. Es ist einfach ein schönes Gefühl." Ging Svindal noch
als einer der Favoriten ins Rennen sind auf den weiteren Medaillenplätze
zwei Sensationen zu vermelden. Silber ging mit einem Rückstand von 0,72
Sekunden an den Kanadier Jan Hudec, Bronze sicherte sich der schwedische
Lokalmatador Patrick Järbyn (+0,97). "Ich habe vor elf Jahren meine
erste Medaille gemacht - es ist wie damals schwer zu fassen. Bronze in
der Abfahrt. Ich bin so unglaublich glücklich. Ich muss mich auch bei
meinem Servicemann bedanken. Ich hatte vielleicht vier, fünf Mal in
meinem Leben solche Ski wie heute, die sind unglaublich gut gegangen."
Der undankbare 4. Platz ging mit einem Rückstand von 2 Hundertstel
Sekunden auf den Podestplatz, an den Kanadier Erik Guay (+0,99) vor den
beiden Schweizern Ambrosi Hoffmann (+1,00) und Didier Cuche (+1,01) dem
wieder einmal 4 Hundertstel Sekunden für eine Medaillenrang fehlten.
Topfavorit und Titelverteidiger Bode Miller (1,21) mußte sich mit dem 7
Rang begnügen. Neben dem geschlagenen Miller war das ÖSV Abfahrtsteam
der große Verlierer des „Super Abfahrts Sunday“. Als bester Österreich
belegt bei der Königsdisziplin Mario Scheiber den 8. Platz. Hermann
Maier kommt über Rang 13 nicht hinaus. Michael Walchhofer wird 15.,
Fritz Strobl gar nur 21. So ein schlechte Ergebnisse in der
Herren-Abfahrten gab es erst zwei Mal - 1987 und 1993. Auch da war der
beste Österreicher auf Rang acht zu finden. Ebenso enttäuschten die
Fahrer des DSV. Keppler stürzte nach einem durchwachsenen Lauf im
Zielhang und sein Teamkollege Johannes Stehle konnte sich mit einem
Rückstand von 2,81 Sekunden nur auf dem 27. Rang plazieren.
Anja Pärson
Kombinationsweltmeisterin 2007

Anja Pärson beherrscht weiterhin die
Damenwettbewerbe der Ski WM 2007 nach belieben. Mit einem dosierten
Kombislalomlauf sicherte sich die 25jährige Schwedin nach ihrem Sieg im
Super-G auch den Titel in der Super- Kombination und somit ihren 6. WM
Titel. "Dieser Lauf war der schwierigste meines Lebens. Der Schnee ist
so hart und brutal glatt, der Kurs war auch nicht für mich gesetzt. Es
war ein Traum von mir, eine Medaille zu gewinnen, jetzt habe ich zwei."
Silber holte sich mit einem Vorsprung von 4 Hundertstel Sekunden die US
Amerikanerin Julia Mancuso, Bronze ging an die Österreicherin Marlies
Schild. Auch Schild freute sich über ihre unerhoffte Medaille: "Ich
hatte mit einer Medaille schon abgeschlossen, ich hatte auch großes
Glück mit dem Ausfall einiger Läuferinnen. Aber eine WM-Medaille ist
immer schön und das war ein guter Auftakt für mich." Ganz zufrieden war
Schild, trotz Laufbestzeit, mit ihrer Slalomfahrt jedoch nicht: "Oben
war die Fahrt ganz okay, aber am letzten Hang war ich zu verhalten, weil
normal müsste ich unten noch was gutmachen auf Mancuso. Aber
Laufbestzeit stimmt mich zuversichtlich." Mit dem undankbaren 4. Platz
mußte sich die Tschechin Sarka Zahrobska abfinden. Für Kathrin Zettel
aus Österreich reichte es nach einer durchschnittlichen Abfahrtsleistung
für Rang 5, ihre Teamkollegin Nicole Hosp mußte sich nach einem groben
Fehler im oberen Slalomhang mit Platz 6 begnügen. Beste Deutsche war
Maria Riesch aus Partenkirchen auf Rang sieben. Die Schweizerinnen
konnten wie erwartet nicht in die Entscheidung eingreiffen. Einen
Achtungserfolg gelang Nachwuchsfahrerin Rabea Grand aus dem Swiss Team.
Von Rang 30 arbeitete sie sich auf Platz 13 nach vorne.
Daniel Albrecht
Kombinationsweltmeister 2007

Die Außenseiter stehlen den Favoriten bei den
alpinen Ski-Weltmeisterschaften weiter die Schau und lieferten die
zweite Sensation im zweiten Herrenrennen von Aare: Daniel Albrecht
gewann WM-Gold in der erstmals ausgetragenen Super-Kombi. Der Schweizer
blieb hauchdünne 8 Hundertstel Sekunden vor Titelverteidiger Benjamin
Raich, der sich mit Bestzeit im Slalom von Rang 14 nach der Abfahrt noch
auf Platz 2 nach vorne schob und die dritte ÖSV-Medaille einfuhr. Der
Österreicher hatte vor zwei Jahren noch im alten Format mit zwei
Slalom-Läufen triumphiert. „Ich bin noch ein bisschen ungläubig“, sagte
der ehemalige Junioren-Weltmeister Albrecht, der im Weltcup noch nie
einen Podestplatz erreicht hatte. Sein Landsmann Marc Berthod wurde 0,24
Sekunden zurück Dritter und bescherte der Schweiz bereits die dritte
Medaille im dritten WM-Wettbewerb - vor zwei Jahren waren die
„Eidgenossen“ bei den Titelkämpfen leer ausgegangen. „Daniel wollte mich
unbedingt schlagen, er hat es geschafft. Wir werden noch ein bisschen
feiern“, kündigte Berthod an. Die hervorragende Schweizer Bilanz rundete
Didier Défago auf Rang 4 und Silvan Zurbriggen als Achter ab. Der nach
der Abfahrt führende Bode Miller (USA) fiel im Slalom auf Platz sechs
zurück und verließ ohne Interviews die Strecke. „Ich hatte kein Gefühl
und konnte mich nicht motivieren“, ließ der wieder einmal enttäuschende
US-Skistar über seinen Pressesprecher ausrichten. Auch der
Kombiabfahrts-Zweite Sinvdal verpasste als Fünfter die Medaillenränge.
Der Österreicher Romed Baumann wurde Siebenter (+0,99 Sek.), Mario Matt
landete mit zweitbester Laufzeit noch auf Rang 11.
Anja Pärson SUPER G Weltmeisterin
2007

Anja Pärson feierte beim WM Super-G-der Damen in
Aare einen überragenden Heimsieg. Als Lokal-Matadorin verteidigte die
Schwedin in 1:18,85 Min. ihren Titel von 2005 und holt sich zum 5. Mal
eine WM-Goldmedaille. Pärson hatte bei der schwedischen WM-Bewerbung von
Aare tatkräftig mitgeholfen. Klar, dass die Goldene nun ganz besonders
hell strahlt. "Das war viele Jahre ein Traum von mir, bei der Heim-WM
Gold zu gewinnen", jubelte die nun fünffache Weltmeisterin, die im
Sommer eine Knie-OP zurückgeworfen hatte. "Ich habe mir aber nicht
gedacht, dass ich es gleich im Super-G schaffe. Das ist unglaublich. Ich
habe die ganze Saison gekämpft und viel getestet. Am Start hatte ich sie
noch, aber mit dem dritten Schwung war die Balance schon da." Silber
hinter der Weltmeisterin ging, mit einem Rückstand von 0,32 Sekunden an
US-Girl Lindsey Kildow. Die dreifache Saisonsiegerin und Top-Favoritin
Renate Götschl aus Österreich rettet mit 0,53 Sek. Rückstand Bronze.
"Ich wollte eine Medaille und die habe ich. Ich weiß, wie es ist, wenn
man ohne wieder heimfährt. Das war ein schwieriges Rennen, der Schnee
war aggressiver als ich gedacht habe, das hat mich ein bisserl
überrascht. Ich bin ein paar Mal über die Linie rausgeschossen", so die
Steirerin. Fehler hätten sich eingeschlichen, die man sich "bei der
Bombenform der anderen nicht leisten" könne. "Aber wenn du gewinnen
willst, musst du voll riskieren." Ihre Teamkollegin Nicole Hosp musste
sich um 6 Hundertstel geschlagen, ebenso wie die zeitgleiche Kanadierin
Britt Janyk mit dem undankbaren 4. Platz begnügen. "Das zipft mich schon
ziemlich an. Ich weiß nicht, warum ich das verdient habe", war die
Riesenenttäuschung bei Hosp über Rang vier nicht zu überhören. Bei
Olympia 2006 hatte es für die Tirolerin "Blech" im Riesenslalom gegeben,
an vierten Plätzen im Weltcup hat sie bereits reichlich zu Hause. Wenn
es Gerechtigkeit gäbe, dann müsse sie sich bei ihr schon irgendwann
einmal "gewaltig" einstellen. „Aber ich hoffte, dass das Glück
irgendwann auf meiner Seite ist. Jetzt ist der Frust noch groß, aber am
Abend sieht es schon wieder besser aus", war sie überzeugt. Nadia Styger
kam als beste Schweizerin, hinter Julia Mancuso aus den USA auf den
siebten Rang. Die Top Ten komplettierten auf Rang 8 die Österreicherin
Alexandra Meissnitzer gefolgt von der US Amerikanerin Libby Ludlow und
der auf Rang 10 plazierten besten DSV Rennläuferin Maria Riesch.
Patrick Staudacher ist Super G
Weltmeister 2007

Topsensation zum Start der Ski WM 2007. Der
Italiener Patrick Staudacher, der bis dato als bestes Weltcup-Ergebnis
im Super G einen achten Rang zu Buche stehen hatte, ist der neue Super G
Weltmeister 2007! Silber sicherte sich mit einem Rückstand von 32
Hundertstel Sekunden der Österreicher Fritz Strobl, der damit seine
Aufstellung im ÖSV Team mehr als gerechtfertigt hat und seine Aussage,
„Ich bin kein Joker, ich bin ein Ass“ unter beweis stellte. Trotzdem
„haderte“ der Silbermedaillen-Gewinner mit dem Rennen: "Ich hätte nicht
gedacht, dass diese 'zache' Fahrt fürs Podium reicht. Ich hatte zwar ein
fehlerfreies Rennen, aber auch das Gefühl, dass ich noch überall kleine
Reserven hatte. Die Erleichterung ist jetzt groß, denn es hat ja viel
Überzeugungsarbeit gebraucht, dass ich hier zu Recht fahren durfte. Die
Nummernregel war heute sicher ein Nachteil für die Spitzenfahrer, das
ist nicht ganz fair wir Läufern sind nur Marionetten." Den Vorteil einer
niedrigen Startnummer 12 bestätigte auch der Sieger: "Die Nummer war
sicherlich ein Vorteil für mich, die Piste ist nicht besser geworden.
Ich habe das aber auch super ausgenutzt. Ich wäre schon mit einem Platz
unter den Top Sechs zufrieden gewesen. Dass ich jetzt ganz vorne stehe,
das ist unglaublich." Den Kampf um die Bronzemedaille gewann in einem
wahren Hundertstelkrimi der Schweizer Bruno Kernen. Kernen hatte vor dem
10.!!! Plazierten Marco Büchel aus Lichtenstein einen Vorsprung von 7
Hundertstel Sekunden. Neben den zeitgleichen 4. Didier Cuche aus der
Schweiz und dem Österreicher Christoph Gruber ( beide + 0,01) sowie dem
9. Francois Bourque (+0,05) aus Kanada ärgerten sich im Ziel Erik Guay
aus Kanade (6. Platz - +0,03), dessen Teamkollege Jan Hudec (7.Platz -
+0,04) und Österreichs Topstar Hermann Maier (7. Platz - + 0,04) über
die hauchdünn verpaßte Medaille. Mario Scheiber war einer der wenigen
Läufer, die bis zur letzten Zwischenzeit mit Staudacher mithalten
konnten, auf den letzten Fahrsekunden unterliefen dem Osttiroler jedoch
einige Fehler und er fiel auf Rang 11 zurück. "Die Hundertstel habe ich
sicher im unteren Teil liegen lassen. Ich wollte nicht zu rund fahren -
dann hat es mich hinten reingedrückt. Beie einer WM muss einfach alles
passen und das war heute leider nicht der Fall." Viel schlechter lief es
für Titelverteidiger Bode Miller, der nach fehlerhafter Fahrt nicht
einmal unter die Top 20 kam.
Raich gewinnt Planai-Nachtslalom

Benjamin Raich hievt sich mit seinem 26.
Weltcupsieg und dem vierten Erfolg beim Nachtslalom in Schladming vor
50.000 begeisterten Zuschauern in die WM-Favoritenrolle. Der Pitztaler,
im Gesamtweltcup nun auf Platz zwei, setzt sich auf der Planai vor dem
erneut starken Schweden Jens Byggmark (0,38) durch, der am Wochenende
beide Slaloms in Kitzbühel gewonnen hatte. "Es war extrem schwierig,
aber ich bin gut ans Limit herangekommen. Und die Stimmung war einmal
mehr sensationell. Da geht alles noch ein bisschen leichter",
analysierte Raich, der zuvor bereits 1999, 2001 und 2004 in Schladming
triumphiert hatte. Der nach dem ersten Lauf führende Österreicher Mario
Matt wurde Dritter und zeigte sich mit seinem „Stockerlplatz“ zufrieden:
„Ich habe alles versucht, habe mich aber sehr schwer getan. Jetzt war
ich fünf Mal in Folge auf dem Stockerl, was will man mehr", freute sich
der Ex-Weltmeister aus Flirsch. Manfred Pranger komplettierte den
ÖSV-Erfolg mit Rang neun, Reinfried Herbst überrascht im dritten Rennen
nach seinem Comeback mit dem tollen 11. Platz. Der Olympiazweite Herbst
hat damit so gut wie fix das fünfte ÖSV-Ticket für den WM-Slalom am 17.
Februar gelöst. Zu einem beachtlichen Erfolg kam Marc Berthod. Der
Schweizer steigerte sich im 2. Lauf und verbesserte sich von Rang 7 auf
den 4. Platz. Neben Berthod gelangte nur noch Daniel Albrecht als 19.
ins Ziel. Alle anderen Schweizer schieden aus. Auch die deutschen
Slalomläufer Alois Vogl (Zwiesel), Felix Neureuther (Partenkirchen) und
Stefan Kogler (Schliersee) verabschiedeten sich nach zum Teil schweren
Patzern bereits nach dem ersten Lauf. "Ich hatte bis jetzt eine so gute
Saison. Ausgerechnet hier und beim letzten Rennen vor der WM muss mir so
etwas passieren", ärgerte sich Neureuther im Zielraum. Der Norweger
Aksel Lund Svindal verteidigte als 13. seine Gesamt-Weltcup-Führung.
Byggmark gewinnt Slalom-Double in
Kitzbühel

Schweden hat einen neuen Slalom-Star: Jens Byggmark
gewann auch den zweiten Kitzbühel-Slalom beim „Herzschlagfinale“ am
Sonntag. Der 21-Jährige verwies Mario Matt aus Österreich hauchdünn auf
Rang zwei. Der Tiroler schrammte um lediglich 3 Hundertstel an seinem
zweiten Kitz-Sieg vorbei. Fünf Hundertstelsekunden haben dem Südtiroler
Manfred Mölgg zum ganz großen Coup gefehlt. Nach der Führung im ersten
Durchgang zeigte der 24-jährige Italiener auch im zweiten Lauf eine
starke Leistung und beendete das Rennen auf Platz drei. Stark fuhren
auch die Schweizer: Marc Berthod belegte Platz 4, Marc Gini wurde wie am
Vortag und zum dritten Mal in diesem Winter Zehnter. Am Vortag war Marc
Berthod auf dem Weg zum Podium kurz vor dem Ziel ausgeschieden. Im
zweiten Anlauf machte er es besser. Der 23-jährige Bündner, Siebenter
nach dem ersten Lauf, verpasste zwar das Podest, aber als Vierter
realisierte der Sieger von Adelboden dennoch sein zweitbestes
Slalom-Ergebnis seiner Karriere. Der Deutsche Felix Neureuther kämpfte
sich durch einen beherzten zweiten Lauf vom 15. auf den 5. Platz vor.
Alois Vogl, nach dem ersten Durchgang noch einen Platz vor Neureuther,
fädelte im zweiten Lauf ein und schied aus. Topfavorit Benjamin Raich
landet am Ende auf Rang sechs, ihm fehlten lediglich 7 Hundertstel
Sekunden um den Sprung auf Rang vier zuschaffen. Die ÖSV-Asse waren am
heutigen Sonntag nicht vom Glück verfolgt. Pranger fiel im Finallauf von
Rang 2 auf Rang 8 zurück. Rainer Schönfelder, der nach dem 1. Durchgang
aussichtsreich auf Platz 4 lag, schied aus. Byggmark war auch finanziell
der grosse Abräumer. 134 000 Euro kassierte der bleichgesichtige
Skandinavier für seine beiden Siege. Schon am Dienstag geht es für die
Stangenakrobaten weiter. Im Nachtslalom von Schladming wird wieder eine
unglaubliche Atmosphäre herrschen und der Kampf um die Hundertstel
Sekunden erneut entbrennen.
Kildow gewinnt 2. Super G von San
Sicario

Die US-Amerikanerin Lindsey Kildow hat in einer
Zeit von 1:30.06 Minuten den Weltcup-Super-G von San Sicario gewonnen.
Nach den 2 Abfahrts-Siegen in Lake Louise und Val d'Isere schafft sie
ihren dritten Saisonsieg und den ersten in einem Super-G. Damit wurde es
aus Sicht der Österreicher nichts mit dem erhofften Sieges-Hattrick von
Renate Götschl. Nach den Erfolgen im Freitags-Super-G und in der Abfahrt
blieb für die steirische Speed-Queen im 2. Super G am Sonntag "nur"
Platz 2. Götschl hatte aber trotzdem Grund zur Freude: Für die
31-Jährige war es der 100. Podestplatz ihrer Karriere. Das haben bis
heute nur ganz wenige Skiweltcup-Größen wie Ingemar Stenmark, Annemarie
Moser-Pröll und Vreni Schneider geschafft. Den 3. Platz am Stockerl
sicherte sich ihre österreichische Teamkollegin Christine Sponring
(+0,29) die bei ihrem zweiten Weltcup-Super-G den zweiten Podestplatz
einfuhr. Als beste Schweizerin klassierte sich Nadia Styger hinter Britt
Janyk aus Kanada und der Slowenin Tina Maze auf Rang sechs. Für eine
Überraschung aus Sicht des DSV sorgte Gina Stechert die sich auf dem 10.
Rang plazieren konnte.
Byggmark siegt beim Slalom in
Kitzbühel

Der Schwede Jens Byggmark hat am Samstag in
überlegener Manier den ersten von zwei Slaloms am Wochenende in
Kitzbühel gewonnen und damit seinen ersten Weltcup-Sieg überhaupt
eingefahren. Byggmark ist bereits der 16. Sieger in dieser Saison. Nur
Miller, Walchhofer, Svindal und Raich konnten bereits mehr als ein
Rennen für sich entscheiden! Der 21-Jährige, der bereits nach dem ersten
Durchgang klar geführt hatte, verwies den Tiroler Lokalmatador Mario
Matt um 0,87 Sekunden auf Platz zwei. Matt hatte den klassischen Slalom
von Kitzbühel im Jahr 2000 gewonnen. Den 3. Platz auf dem Podium
sicherte sich der Deutsche Alois Vogel (1,48 zurück). Der Schweizer
Silvan Zurbriggen (+1,61) verpasste das Podest als Vierter knapp
plazierte sich aber noch vor dem Tiroler Benjamin Raich (+1,67) der als
zweitbester Österreicher auf Rang fünf landete. Der Schweizer Marc
Berthod schied an zweiter Stelle liegend im zweiten Lauf aus. Auch Felix
Neureuther (+1,72) konnte mit seinem 6. Platz mehr als zufrieden sein.
Hinter dem Deutschen folgten der Kroate Ivica Kostelic und der
Österreicher Rainer Schönfelder der sich von Platz 20 nach dem 1. Lauf
im Finale auf Rang 8 verbessern konnte. Der Südtiroler Manfred Mölgg kam
als Bester der italienischen Herren auf den zwölften Endrang.
Slalomweltcupsieger Giorgio Rocca verschlechterte sich im zweiten
Durchgang um sieben Plätze und beendete das Rennen auf dem 14. Rang. Mit
seinem ersten Weltcupsieg übernimmt Byggmark auch sensationell das Rote
Trikot im Slalom-Weltcup. Knapp dahinter lauern mit einem Rückstand von
18 Punkten die punktegleich Benjamin Raich und Markus Larsson. Am
Sonntag steht in Kitzbühel noch ein weiterer Weltcup-Slalom auf dem
Programm.
Götschl führt österreichischen
Dreifach-Sieg an

Renate Götschl feierte in San Sicario bereits ihren
6. Weltcupsieg in dieser Saison Einen Tag nach ihrem Erfolg beim Super G
war Renate Götschl auch am Samstag bei der Abfahrt nicht zu schlagen.
Die 31-jährige Steirerin führte dank eines Traumlaufs, in einer Zeit von
1:51,65 Minuten eine ÖSV-Dreifach-Triumph vor ihren
Mannschaftskolleginnen Elisabeth Görgl (+1,17 Sekunden) und Maria Holaus
(+1,35) an. Götschl baute damit nicht nur ihre Führung im
Abfahrts-Weltcup aus, sondern übernahm auch erstmals in dieser Saison
die Führung im Gesamt-Weltcup vor Marlies Schild. Hinter den drei
Österreicherinnen folgten die US Amerikanerinnen Lindsey C. Kildow und
Julia Mancuso auf den Rängen 4 und 5. Auch die Schweizerinnen zeigte
eine starke Mannschaftsleistung. Dominique Gisin überragte ihre
Teamkolleginnen einmal mehr und verpasste als sechste den dritten Platz
nur um eine halbe Sekunde. Vier Schweizerinnen unter den ersten neun und
insgesamt acht Schweizerinnen in den ersten 23. Ausgerechnet Martina
Schild, vor einem Jahr auf der gleichen Piste noch
Silbermedaillgewinnerin an den Olympischen Spielen, musste sich in einem
sehr starken Schweizer Team mit dem intern letzten Platz begnügen. Maria
Riesch belegte als beste deutsche Rennfahrerin einen enttäuschenden 21.
Platz.
Renalte Götschl
gewinnt Super G in San Sicario

Renate Götschl ist auch in San Sicario nicht zu
bezwingen Renate Götschl bleibt in dieser Saison die dominierende
Fahrerin im Super G. Die Steirerin gewinnt in San Sicario 0,09 Sekunden
vor Lindsey Kildow (USA) und feiert ihren fünften Saisonsieg.
Sensationell fuhr Christine Sponring in ihrem ersten Weltcup-Super-G mit
Startnummer 36 auf den dritten Stockerlplatz (+0,90). Mit 16
Weltcuptriumphen im Super-G holte Götschl damit Katja Seizinger als
erfolgreichste Fahrerin in dieser Disziplin ein. Die österreichische
Speed Queen ist damit klare Favoritin für die Abfahrt am Samstag und dem
2. Super Ski in San Sicario am Sonntag. Kein Wunder das Sie im Zielraum
nur so von Selbstvertrauen strotzte: "Es passt zur Zeit einfach alles
zusammen. Angefangen vom Material, dem gesamten Umfeld und meiner Form.
Ich kann einfach locker skifahren. Wenn man einmal Erfolg hat, braucht
man nicht mehr viel nachdenken. Es ist sicherlich nicht der schwerste
Berg, aber es ist schwer zu gewinnen. Hier können viele gewinnen. Auch
eine Lindsey ist top in Form - das hat man auch heute wieder gesehen. Es
ist wirklich eine Gaudi da runter zufahren." Die Schweizerin Fränzi
Aufdenblatten verfehlte das Podest lediglich um 23 Hundertstel und wurde
hinter den beiden Kanadierinnen Britt Janyk (+0.93) und Kelly Vanderbeek
(+0,94) Sechste. Als drittbeste Österreicherin landet Alexandra
Meissnitzer, mit 1,21 Sekunden Rückstand unmittelbar vor der US
Amerikanerin Julia Mancuso auf dem siebten Rang. Als beste DSV Fahrerin
plazierte sich Gina Stechert auf dem 16. Rang, noch vor Maria Riesch die
sich mit Platz 18 begnügen mußte. Mit ihrem 3 Siege und einem dritten
Platz ist Renate Götschl die Super-G-Läuferin dieser Saison.
Dementsprechend klar führt sie im Super-G-Weltcup - mit 140 Punkten
Vorsprung auf Niki Hosp und 150 Punkte Vorsprung auf Lindsey Kildow. Im
Gesamtweltcup schiebt sich alles noch enger zusammen. Die
österreichische Slalomkönigin Marlies Schild sammelte heute einige
Punkte und behauptet die Spitze. Ihre Landsfrau Nicole Hosp rückt ihr
allerdings wieder etwas näher und hat nun 42 Punkte Rückstand. Die US
Amerikanerin Julia Mancuso macht ebenso etwas Boden gut und liegt 68
Punkte zurück. Auch Renate Götschl mischt plötzlich im Gesamtweltcup
wieder mit - sie liegt 73 Punkte hinter Teamkollegin Schild!
Putzer gewinnt Riesenslalom in
Cortina d’Ampezzo

Die 28-jährige Italienerin Karen Putzer konnte
durch zwei herausragende Läufe den Riesenslalom in Cortina d’Ampezzo für
sich entscheiden. Sie verwies die Amerikanerin Julia Mancuso (+0,41),
die zum 5.Mal in Folge auf das Podest fuhr, und die ihre Teamkollegin
Denis Karbon (+0,68) aus Kastelrutherin auf die Plätze zwei und drei.
Putzer meldet sich mit ihrem achten Weltcup-Sieg rechtzeitig zur
Weltmeisterschaft im schwedischen Aare in der Weltspitze zurück. Nicole
Gius als Neunte und Manuela Mölgg, die Platz zehn erreichte, runden das
hervorragende Ergebnis der Südtiroler Läuferinnen ab. Für Österreichs
Ski-Damen endete das Cortina Wochenende mit einer unerwarteten
Niederlage. Nach drei Riesenslalom-Siegen in dieser Saison reicht es
diesmal nur zu Rang 11 durch Elisabeth Görgl. Nicole Hosp schied ebenso
wie Michaela Kirchgasser bei schlechter Sicht im ersten Lauf aus.
Marlies Schild war nach verpatztem 1. Lauf (Rang 26) im Finale stark
unterwegs, verfuhr sich aber im unteren Teil und schied aus. Auch die
Schweizerinnen enttäuschten schwer. Die beiden vermeintlichen
Teamleaderinnen Nadia Styger und Fränzi Aufdenblatten schieden aus und
die Läuferinnen mit den hinteren Startnummern konnten nicht von den im
ersten Lauf immer besser werdenden Verhältnissen profitieren. Die
deutsche Kathrin Hölzl hat trotz schlechtester Sichtbedingungen einen
hervorragenden achten Platz erreicht und gilt als heißeste deutsche
Medaillenanwärterin für die WM in Are. Nach dem ersten Durchgang war sie
noch auf Rang elf gewesen, doch im zweiten Lauf verbesserte sie sich um
drei Plätze und lag letztendlich knapp drei Sekunden hinter der
Siegerin. Die Schwedin Anja Pärson reist nach ihrem Ausfall im ersten
Durchgang des Riesentorlaufs aus Italien ab und wird auf die kommenden
Bewerbe in San Sicario verzichten. Die 25-Jährige sieht in den
Speed-Disziplinen keine großen Chancen aufs Siegerpodest. Daher wird
sich Pärson in Aare schon einmal auf die Heim-WM Anfang Februar
vorbereiten und vermehrt Slalom trainieren.
Dalcin Überraschungssieger in Val
d’Isere

Sensationssieg in Val d’Isere. Der Franzose
Pierre-Emanuel Dalcin nützt seine niedrige Startnummer sowie den
Heimvorteil und feiert sensationell seinen ersten Weltcup-Sieg! "Es lief
alles perfekt. Ich habe mich sehr gut gefühlt, meine Skier war schnell,
und ich hatte eine gute Startnummer. Super!", sagte der Franzose. Mit
ihm freuten sich die beiden Kanadier Eric Guay als Zweitplazierter und
Manuel Osborne als Dritter. Damit geht der "verrückte" Weltcup-Winter
weiter. Dalcin sorgte für den ersten Saisonsieg Frankreichs und damit
auch für die 11 Nation die sich in diesem Skiwinter über einen obersten
„Stockerlplatz“ freuen durfte. Die Favoriten des Tages mußten sich im
geschlagenen Feld wiederfinden. Als Bester Österreicher landete Mario
Scheiber auf Rang 5 vor seinem Teamkollegen Andreas Buder. Der
Kastelruther Peter Fill erreichte den siebten Platz zeitgleich mit dem
Lichtensteiner Marco Büchel. Die Schweizer Bruno Kernen (9.), Didier
Cuche (10.) und Didier Défago (11.) vermochten sich noch knapp im ersten
Dutzend zu klassieren. Cuche war in diesem Winter bisher in der Abfahrt
nie schlechter als Fünfter gewesen. Die Österreicher Hans Grugger (12.),
Fritz Strobl (15.) und Hermann Maier (16.) bleiben ebenso unter den
Erwartungen wie Michael Walchhofer, der nur den enttäuschenden 21. Rang
belegt. Der US Amerikaner Bode Miller schied nach einem Fahrfehler aus.
Nach dem Training auf verkürzter Piste am Donnerstag und der Absage des
Zeitlaufs am Freitag wegen starken Winds, absolvierten die Läufer
Samstagfrüh vor der Besichtigung noch eine kurze Trainingsfahrt im
obersten Abschnitt. Dabei stürzte der Deutsche Stephan Keppler und zog
sich nach erster Diagnose einen Kahnbeinbruch, schwere Prellungen und
eine leichte Gehirnerschütterung zu. Das Rennen wurde dann nach einem
Sturz des Schweden Hans Olsson für längere Zeit unterbrochen.
Götschl feiert Abfahrtssieg in
Cortina d’Ampezzo

Renate Götschl feiert in ihrem „Wohnzimmer“ bei der
Abfahrt von Cortina d’Ampezzo ihren zehnten Sieg auf der Tofane - den
fünften in einer Cortina-Abfahrt. Die Steierin übernahm damit auch
wieder die Führung im Abfahrtsweltcup, da die Leaderin Lindsey Kildow
stürzte. "Ein unfassbar wildes Rennen. Ich habe praktisch nichts gesehen
und obwohl ich hier jeden Meter kenne, hat es mich öfter total
versetzt", konnte Götschl über ihre eigene Fahrt nur staunen: "Deshalb
habe ich's am Ende nur noch laufen lassen. Die Ski sind wieder mal nur
so gefahren mit mir." Auf Rang zwei folgte die Siegerin des Super G vom
Vortag Julia Mancuso aus den USA. Den 3 Platz auf dem Podium konnte sich
überraschenderweise die Französin Marie Marchand-Arvier sichern. Bei
ihrem Heimrennen wartete auch die Italienerin Daniela Merighetti als
Fünfte, noch vor der Schwedin Anja Pärson, mit einer starken Leistung
auf. Als beste Schweizerin klassierte sich Catherine Borghi auf dem 6.
Platz, Dominique Gisin wurde Achte. Vor allem die routinierten Schweizer
Fahrerinnen vermochten in Cortina nicht zu überzeugen: Fränzi
Aufdenblatten wurde nur 14., Sylviane Berthod 18. und Nadia Styger 25.,
alle deutlich hinter Monika Dumermuth (11.). Die junge Tamara Wolf
stürzte auf dem Weg zu einer Spitzenzeit im letzten Streckendrittel. Die
ÖSV-Damen Andrea Fischbacher und Elisabeth Görgl belegen die Ränge zehn
und elf. Ingrid Rumpfhuber kommt über Platz 21 nicht hinaus. Maria
Riesch belegte mit einem Rückstand von 1,76 Sekunden Rang 20, Gina
Stechert wurde 30. Petra Haltmayr (2,47 zurück), am Vortag im Super-G
noch 10., konnte sich nicht in den Punkterängen plazieren.
Mancuso gewinnt Super G von Cortina

Nach dreieinhalb Stunden
Wartezeit wegen Regens hatte sich der Damen-Super-G in Cortina d'Ampezzo
am Freitagnachmittag schließlich zu einem Länderkampf Österreich - USA
entwickelt. Die Ski vorne hatte am Ende Julia Mancuso, die ihren dritten
Weltcup-Erfolg feierte, den ersten in der Heimat ihrer Vorfahren,
nachdem sie vergangenen Februar in Italien schon überraschend
Olympiasiegerin geworden war. Die US Amerikanerin gewann den Super G der
Damen in Cortina d’Ampezzo und verhinderte damit den 10. Sieg der „Miss
Cortina“ Renate Götschl die Dritte wurde. Der "Speed-Queen" blieb zwar
der zehnte Sieg unter der Tofana und nach Siegen in Lake Louise und auf
der Reiteralm der Super-G-Saison-Hattrick versagt, zum 20. Podestplatz
in ihrem "Wohnzimmer" reichte es aber. Rang 2 auf dem „Stockerl“
sicherte sich mit einem Rückstand von 33 Hundertstel Sekunden die
Österreicherin Nicole Hosp. Der geteilte 4 Platz geht an das US-Girl
Lindsey C. Kildow und Andrea Fischbacher aus dem Team Austria. Auf Rang
6 plazierte sich Anja Pärson aus Schweden gefolgt von Silvia Berger (AUT
-7) den beiden zeitgleichen Läuferinnen Nadia Fanchini (ITA-8) und
Jessica Lindell-Vikarby (SWE-8) sowie der zehntplazierten Petra Haltmayr
aus Deutschland, die mit diesem Ergebnis die WM Qualifikation schaffte.
Auch die DSV Rennfahrerin Maria Riesch zeigte aufsteigende Form und
belegte den 14. Rang. Martina Schild, die schon beim letzten Super-G auf
der Reiteralm die Beste Schweizerin gewesen war, als sie mit ihrem 3.
Platz einen siebenfachen Austria-Triumph verhinderte, büsste als Elfte
1,01 Sekunden ein. Fränzi Aufdenblatten als 16. und Sylviane Berthod als
18. rundeten die mässige Schweizer Bilanz ab.
Mancuso gewinnt Superkombi in
Zauchensee

Die US-Girls feierten in der Super-Kombination in
Zauchensee einen Doppelsieg! Julia Mancuso gewann den Bewerb vor ihrer
Landsfrau Lindsey Kildow. Schon nach der Abfahrt lagen die beiden
Amerikanerinnen in Führung. Julia Mancuso hatte in der Kombi auf der
Reiteralm noch Platz 16 belegt, doch in Altenmarkt/Zauchensee gelang ihr
eine besonders gute Abfahrt. 88 Hundertstel nahm sie hier der
zweitplatzierten Kildow ab, und von dieser Reserve rettete sie im Slalom
sechs Hundertstel ins Ziel. Marlies Schild durfte sich als Dritte über
einen Podestplatz freuen. Die Slalom-Dominatorin verbesserte sich trotz
eines schweren Fehlers noch von Platz elf auf drei. Damit verdrängte sie
Resi Stiegler auf den 4. Rang und verhinderte damit einen 3fach Sieg der
US-Girls. "Ich bin sehr zufrieden, ich habe eine gute Leistung geboten.
Das ist mehr, als ich mir erwartet habe. Der Fehler im Slalom war
Semmering-verdächtig", meinte Schild, die die erste, aus Super-G und
Slalom bestehende Super-Kombination in diesem Winter auf der Reiteralm
vor drei Landsfrauen gewonnen hatte. Mit einer starken Slalomleistung
plazierte sich die Tschechin Sarka Zahrobska auf dem 5. Platz. Nicole
Hosp als Sechste und Michaela Kirchgasser als Siebente rundeten das gute
ÖSV-Ergebnis ab. Elisabeth Görgl wurde Elfte. Die nach der Abfahrt
viertplatzierte Schwedin Anja Pärson schied im Slalom aus. Die
Schweizerinnen, die in der bisher einzigen Kombination des Winters auf
der Reiteralm nur gerade Jessica Pünchera als 28. in die Punkteränge
gebracht hatten, waren diesmal immerhin zu viert unter den ersten 30
vertreten. Ein Spitzenergebnis resultierte indes nicht. Catherine Borghi
war als 21. die Beste ihres Teams. Dahinter folgten Dominique Gisin
(22.), Rabea Grand (24.) und Tamara Wolf (26.). Die
Partenkirchenerin Maria Riesch schied nach Platz 32 in der Abfahrt beim
Kombinationsslalom aus. Eine weitere Talentprobe gab die erst 17-jährige
Liechtensteinerin Tina Weirather ab, die Tochter der einstigen Ski-
Cracks Harti Weirather und Hanni Wenzel. Unter den Augen ihres Vaters
fuhr die Junioren-Weltmeisterin im Riesenslalom auf Platz 8 zu ihrem bis
anhin besten Weltcup-Ergebnis. Sie scheint von Rennen zu Rennen stärker
zu werden.
Matt gewinnt Superkombination in
Wengen

Der Österreicher Mario Matt nutzte bei der
Superkombination der Herren in Wengen die Gunst der Stunde und sichert
sich nach Platz 34 in der Abfahrt den 6. Weltcupsieg. Der 27-jährige
Tiroler eröffnete den Slalom vom bereinigt Rang 30 nach der Abfahrt. Die
nachfolgenden Läufer konnten bei immer schlechter werdenden Bedingungen
Matt nicht mehr gefährden. "Ich bin auch in der vergangenen Saison schon
einige Male gut unterwegs gewesen. Aber heute war das Glück wieder auf
meiner Seite", strahlte der Flirscher nach seinem ersten Weltcupsieg in
der Kombi. "An die Top Fünf habe ich eventuell geglaubt, an den Sieg
aber sicher nicht", meinte er. Matt war im zweiten Lauf ganze 1,08
Sekunden schneller als der nächste Läufer, Ivica Kostelic (CRO) der
Vierter wurde. Der Topfavorit nach der Kombiabfahrt, Bode Miller, hatte
zwar 2.37 Sekunden Vorsprung auf Matt, schied aber wieder einmal nach
einem „Einfädler“ im Slalom aus. Während die Pistenarbeiter immer wieder
mit Schaufeln und Hacken versuchen mussten, die Strecke halbwegs zu
retten, hatten auch die Schweizer Fans reichlich Grund zum Jubeln. Im
Finaldurchgang brillierten Marc Berthod der sich Rang zwei sicherte und
der Drittplazierte Silvan Zurbriggen. Daniel Albrecht mit seinem fünften
und Didier Défago mit seinem siebten Platz rundeten das hervorragende
Schweizer Ergebnis ab: Vier Swiss-Ski-Fahrer in den ersten Sieben.
Benjamin Raich der Sieger der letzten beiden Superkombis in Wengen wurde
Sechster, der norwegische Gesamtweltcup-Leader Aksel Lund Svindal Achter
und der Tiroler Romed Baumann, der am Sonntag seinen 21. Geburtstag
feierte, Neunter. Der nach der Abfahrt Führende Peter Fill aus Italien
fiel auf Rang 21 zurück. Der Österreicher Michael Walchhofer ging 24
Stunden nach seinem schweren Sturz in der Abfahrt an den Kombi-Start.
"Das war vor allem für meinen Kopf extrem wichtig", meinte der
Salzburger, der 15. wurde, aber den Kampf gegen sich selbst gewonnen
hat. Sein Teamkollege Rainer Schönfelder kam nicht über Platz 17 hinaus.
"Mir geht es körperlich mäßig, Dementsprechend war auch meine Leistung.
Ich brauche jetzt Ruhe", so der Kärntner, der zuletzt zwei schwere
Trainingsstürze hinnehmen musste. Die deutschen Starter Johannes Stehle
(Obermaiselstein) landete mit einem Rückstand von 4,40 Sekunden auf Rang
32. und Stephan Keppler (Ebingen) verzichtete als 51. nach der Abfahrt
auf einen Slalom-Start.
Bode Miller gewinnt Lauberhorn
Abfahrt

Der US-Amerikaner Bode Miller hat bei der
klassischen Lauberhorn-Abfahrt in Wengen in der Schweiz triumphiert.
Bode Miller fuhr beim Klassiker im Berner Oberland in eigener Liga und
gewann die Abfahrt am Lauberhorn von Wengen. Der 29jährige Weltmeister
fuhr in 2:28,89 Min. zur überlegenen Bestzeit und feierte den 25.
Weltcup-Sieg seiner Karriere, der vierte in dieser Saison. Aber auch für
einen Bode Miller ist der Sieg beim Lauberhorn-Klassiker etwas
besonderes: "Es ist ein großartiges Gefühl, hier zu gewinnen. Ich habe
Daron im Vorjahr hier siegen gesehen, da dachte ich mir, ich will hier
auch einmal gewinnen. Ich habe sehr viel Risiko genommen und alles
gegeben. Die Strecke war sehr anspruchsvoll, in der letzte Kurve habe
ich keine Kraft mehr gehabt. Aber 2:30 Minuten ist auch eine
unglaubliche Fahrzeit. Ich habe vor dem letzten Sprung schon gewusst,
dass ich mich da in den Schnee setzen muss." Miller war nur einer von
vielen, die nach der mehr als 4 km langen Abfahrt und dem diesmal
außerordentlich weit gehenden Zielsprung über die Ziellinie stürzten.
Der Schweizer Didier Cuche wurde in Wengen zum vierten Mal in dieser
Saison Zweiter. Im Gegensatz zu Beaver Creek (+0,15), Val Gardena
(+0.02) und Bormio (+0.01), wo er den Sieg jeweils nur ganz knapp
verpasst hatte, war er diesmal gegen den hoch überlegenen Bode Miller
ohne Chance und lag im Ziel 65 Hundertstel hinter dem Amerikaner, der
nach Beaver Creek seine zweite Abfahrt der Saison gewann. Mit dem
Respektabstand von 1,47 Sekunden sicherte sich der Südtiroler Peter Fill
noch einen Platz auf dem Podest. Der Schweizer Ambrosi Hoffmann
verpasste das Podest als Vierter um neun Hundertstel Sekunden.
Österreichs Herren müssen nach den letzten Erfolgs-Erlebnissen wieder
einen Rückschlag hinnehmen. Als Bester ÖSV Fahrer plazierte sich Klaus
Kröll als 6., vor seinem Teamkollegen Christoph Gruber. Hermann Maier
belegte Rang 9 und zog den Hut vor jenen Läufern, die erschöpft ins Ziel
purzelten. "Die gehen ans Limit und drüber. So ans Limit bin ich noch
nie gegangen." Benjamin Raich fuhr auf den zwölften Rang, Fritz Strobl
wurde 13. Pech hatte Michael Walchhofer: Der Doppelsieger von Bormio
stieg sich beim Start auf die Ski und kommt später schwer zu Sturz blieb
aber zum Glück unverletzt. Walchhofer war erleichtert: "Das war schon
mein dritter schwerer Sturz hier, und zum Glück bin ich jedes Mal
unverletzt geblieben. Jetzt weiß ich, dass ich das auch kann." Der
Deutsche Stephan Keppler kam bei seinem ersten Start auf der mit 4480 m
längsten Abfahrtsstrecke im alpinen Ski-Weltcup mit 3,77 Sekunden
Rückstand nicht unter die besten 20. Das Rennen konnte trotz den warmen
Temperaturen bei ausgezeichneten Bedingungen durchgeführt werden. Die
Lauberhorn-Strecke war aber gewohnt schwierig zu fahren, ein vereistes
Brüggli-S machte vielen Fahrern zu schaffen und immer wieder verzögerten
Stürze den Rennfluss.
Götschl gewinnt Abfahrt in
Zauchensee

Die Österreicherin Renate Götschl feierte in
Altenmarkt/Zauchensee ihren dritten Saisonsieg 2006/07 - den ersten in
einer Abfahrt. „Ich hab gewusst, dass die Zeit von Gisin schwer zu
knacken sein wird. Ich hab versucht, das umzusetzen, was man hier machen
muss. Über einen Sieg in Österreich geht kaum was drüber - perfekt!" Auf
dem zweiten Rang plazierte sich die Schweizerin Dominique Gisin, die in
ihrem erst sechsten Weltcup-Rennen erstmals aufs Podest fuhr. Denn
Dritten Stockerlplatz sicherte sich die US Amerikanerin Julia Mancuso.
Spannend wurde es noch, als nach Götschl die US-Amerikanerin Lindsey
Kildow bei der oberen Zwischenzeit eine halbe Sekunde voranlag. Die
US-Amerikanerin rutschte dann aber auf dem Innenski aus und ins
Fangnetz. Mit einem 4. Rang überraschte die Österreicherin Maria Holaus:
„So ein Erfolg und das auch noch daheim - Wahnsinn. Wenn man die Strecke
gut kennt, dann ist das sicherlich ein Vorteil. Ich war zuletzt vier
Jahre verletzt - habe jetzt hier die Chance bekommen von den Trainern
und habe sie genutzt". Aus dem ÖSV Team schaffte es noch Marlies Schild
als 10.in die Top Ten. Die im Training als Zweite so starke Salzburgerin
Andrea Fischbacher (am Ende 33.), Alexandra Meissnitzer (18.), Nicole
Hosp (23.), Elisabeth Görgl (30.) und Ingrid Rumpfhuber (35.) blieben
zwar ohne groben Fehler, konnten aber mit den Plazierungen nicht
zufrieden sein. Im Sog der 21-jährigen Dominique Gisin wuchs eine zweite
Schweizerin über sich hinaus. Die gleichaltrige Tamara Wolf, die vor
knapp vier Jahren als Junioren-Abfahrtsweltmeisterin 2003 beim
Saisonfinale in Kvitfjell ihr bislang einziges Weltcup-Rennen bestritten
hatte, danach aber durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen worden
war, fuhr mit der Startnummer 45 in den 8. Rang vor. Die Schweizerinnen
zeigten sich auch als Team stark: Die zuletzt enttäuschende Nadia Styger
wurde Sechste, Sylviane Berthod Neunte und Fränzi Aufdenblatten Zehnte.
Die deutschen Damen befinden sich drei Wochen vor Beginn der
Ski-Weltmeisterschaften im schwedischen Are dagegen weiterhin auf der
Suche nach ihrer Form. Maria Riesch holte auf Platz 26 als einzige
Läuferin des DSV Weltcup-Punkte. Sehr schlecht präsentierten sich auch
die italienischen Skidamen. Mehr als ein 25. Platz für Daniela
Merighetti und ein 27. Platz für Elena Fanchini waren nicht drin.
Sensationssieg von Marc Berthod auf
dem Kuonisbergli

Marc Berthod hat bei seinem Heimspiel in Adelboden
völlig überraschend den vierten Weltcup-Slalom des WM-Winters gewonnen.
Mit Startnummer 60 hatte sich der 23-Jährige als 27. gerade noch für das
Finale qualifiziert, ehe er mit einem Traumlauf auf dem Kuonisbergli zu
seinem ersten Sieg im Weltcup fuhr und damit nach einer Durststrecke von
103 Rennen die Erfolglosigkeit der Schweizer Ski-Herren beendete. In
einer Gesamtzeit von 1:47,42 Minuten lag Berthod vor Benjamin Raich aus
Österreich (1:47,68) und dessen Landsmann Mario Matt (1:47,80). Die
ÖSV-Herren legten damit eine eindrucksvolle Reaktion auf das Debakel von
Alta Badia hin - am 18. Dezember war kein Österreicher in den Top 30
gelandet. Von 27 auf 1 - das bedeutet «Weltrekord», das hatte vor Marc
Berthod noch keiner geschafft. Die bisherige Bestmarke hatte Benjamin
Raich gehalten, der vor sieben Jahren in Schladming den Nachtslalom aus
der 23. Position für sich entschieden hatte. Für den Pitztaler war es
damals ebenfalls der erste Weltcup-Sieg gewesen. Keinen Rekord bedeutet
allerdings der Sieg mit der Nummer 60. "Unglaublich, das war ein echter
Traumlauf. Das ist wirklich cool", konnte Berthod sein Glück gar nicht
fassen. "Als ich am Vormittag mit Nummer 60 gestartet bin, habe ich
keine Sekunde an den Sieg gedacht", so der Zweitplatzierte der
Superkombi im November 2006 in Beaver Creek. "Ich mag den Berg, hier
läuft es auch im Training immer gut für mich." Wie unglaublich die Fahrt
von Berthod im zweiten Lauf war, zeigt die Tatsache, dass er 1,53
Sekunden schneller als der zweitschnellste Manfred Mölgg (ITA) war. Nach
dem ersten Durchgang hatte der Schweizer gar 2,76 Sekunden Rückstand auf
den Leader Markus Larsson (SWE). Seine Position im zweiten Lauf
verbesserte auch sein Teamkollege Daniel Albrecht. Berthods Kumpel
machte neun Plätze gut und schaffte damit sein zweitbestes Ergebnis in
dieser Sparte. Zahlreiche Favoriten sahen bei weicher Piste und
schwierigen Bedingungen - zunächst Regen, dann Sonne, dann Nebel - nicht
das Ziel. Gesamtweltcup-Leader Aksel Lund Svindal (NOR) schied im ersten
Durchgang im 18. Saisonrennen erstmals aus. Ebenfalls bereits im ersten
Lauf verabschiedeten sich Manfred Pranger (AUT), Ted Ligety (USA), Andre
Myhrer (SWE) und Ivica Kostelic (CRO). Im zweiten Durchgang folgten auch
Rainer Schönfelder (AUT) und Bode Miller (USA). Der Weltcup-Tross bleibt
jetzt in der Schweiz. Die Punktejagd geht am kommenden Wochenende in
Wengen weiter, am Freitag steht die Superkombi, am Samstag die Abfahrt
und am Sonntag der Slalom auf dem Programm. Abzuwarten bleibt jedoch,
wie das anhaltende Warmwetter im Berner Oberland dem Lauberhorn zusetzt.
Das erste Training für die 77. Lauberhornabfahrt ist am Mittwoch um
12.30 Uhr geplant.
Schild auch in Kranjska Gora
„unschlagbar“

Marlies Schild war auch beim Slalom von Kranjska
Gora eine Klasse für sich und feiert ihren 5. Saisonsieg im Slalom. Wie
schon in Levi und Aspen fuhr sie in beiden Läufen Bestzeit. Für Schild
war es der insgesamt 13. Weltcup-Sieg, der 11. im Slalom. Die weiteren
Podestplätze belegten zwei Athletinnen, die von ihren Vätern trainiert
werden. Die Tschechin Sarka Zahrobska, die WM-Dritte von 2005, liess dem
3. Rang vor drei Tagen in Zagreb, ihrer ersten Klassierung im Weltcup
unter den ersten drei, nun Position 2 folgen. Die Slowakin Veronika
Zuzulova steigerte sich nach den Rängen 5, 7 und 9 in den letzten drei
Slaloms auf Platz 3 und egalisierte ihr Bestergebnis. Dritte war die
Junioren-Weltmeisterin von 2002 schon einmal geworden, im Februar 2004
in Zwiesel. Tanja Poutiainen verpaßte als 4 das „Stockerl“ um 7
Hundertstel Sekunden. Ihren Aufwärtstrend bestätigen konnte die Kroatin
Ana Jelusic, die sich vor Therese Borssen aus Schweden, auf dem 5 Rang
plazieren konnte. Aus dem ÖSV Team konnte noch Nicole Hosp als Siebte
und Michaela Kirchgasser als Neunte in die Top-Ten fahren. Als beste DSV
Fahrerin erreichte Annemarie Gerg den 12. Platz. Die Schweizerin Sandra
Gini sorgte gleich für eine doppelte Premiere. Sie, die in 22 Versuchen
zuvor leer ausgegangen war, gewann als 16. nicht nur ihre ersten
Weltcup-Punkte, sondern sorgte auch für das erste zählbare Ergebnis für
das gesamte Schweizer Slalom-Team in diesem Winter. Die Südtirolerin
Manuela Mölgg aus Bruneck erreichte den 13. Platz. Die Halbzeitdritte
Kathrin Zettel aus Österreich war im Finale ebenso ausgeschieden wie die
Schwedin Anja Pärson.
Raich gewinnt Riesenslalom in Adelboden

Benni Raich ist beim Klassiker im Berner Oberland
so wie im Vorjahr wieder nicht zu schlagen und wiederholt seinen Erfolg
am Kuonisbergli. Der Tiroler gewann so wie 2006 den klassischen
Riesenslalom von Adelboden und feiert seinen 2. Saisonsieg, den 25.
insgesamt. Damit gibt es im vierten Riesenslalom in dieser Saison, den
vierten Sieger. Nach Blardone, Palander und Svindal feiert Raich nun
seinen ersten Saisonsieg im Riesenslalom. Dass Benjamin Raich so kurz
nach dem Jahreswechsel den Tritt wieder findet, überrascht nicht, zumal
der erste Monat des Jahres seit jeher seine bevorzugte Phase im Winter
war; 14 seiner nunmehr 25 Weltcup-Siege errang der Freund von Marlies
Schild im Januar. Der Olympiasieger hielt mit einer Zeit von 2:25,29
Min. den Italiener Massimo Blardone auf Distanz (+0,85 Sek.). Rang drei
ging an Aksel Lund Svindal (+1,00). Die Plätze vier und fünf für den
Finnen Kalle Palander und den Franzosen Joel Chenal sorgten dafür, dass
in den Top-5 fünf verschiedene Nationen vertreten waren. Manuel Mölgg
aus Italien erreichte den sechsten Rang. Der Beste Schweizer Didier
Cuche fiel im zweiten Lauf noch um zwei Positionen auf Platz 7 zurück,
lieferte nach dem 4. Rang in Beaver Creek aber wiederum Zeugnis davon
ab, dass er auch im Riesenslalom den Anschluss an die Besten endgültig
wieder geschafft hat. Didier Défago machte im Finale vier Ränge gut und
setzte als Neunter nach den Positionen 5, 3 und 9 seine Serie an
einstelligen Platzierungen fort. Ebenfalls zum viertenmal Weltcup-Punkte
in dieser Saison gabs für Daniel Albrecht (16.). Der Österreicher Hannes
Reichelt kann sich im ÖSV Lager als 13. Hoffnungen auf das Ticket für
die WM 2007 in Are machen. Hermann Maier hat dieses Ticket als
Titelverteidiger bereits sicher fiel aber im zweiten Lauf von Rang 8 auf
Platz 15 zurück. Wirklich aufgedrängt hat sich außer Raich, der sein
Ticket aber ohnehin schon in der Tasche hatte, keiner. Neben
Titelverteidiger, Raich und Rainer Schönfelder haben wohl Reichelt und
Gruber die besten Karten auf einen WM-Einsatz. Der Klassiker in
Adelboden war nicht nur aus sportlicher Sicht ein echtes
Saisonhighlight. Mehr als 20.000 Zuschauer stürmten das "Chuenisbärgli"
im Berner Oberland, bei strahlendem Sonnenschein wurde ein echtes
Ski-Fest gefeiert. Die Stimmung war prächtig, obwohl die Schweizer
vergeblich gegen die Fortsetzung ihrer sieglosen Serie kämpften. Im
Gesamtweltcup rückte Raich auf Rang fünf vor, der Tiroler weist nun 261
Punkte Rückstand auf Svindal auf. "Abgerechnet wird am Schluss", meinte
der amtierende Gewinner der "Großen Kugel", der auch am Sonntag im
Slalom einer der heißesten Topfavoriten ist.
Hosp gewinnt Riesenslalom in
Kranjska Gora

Nicole Hosp feiert in Kranjska Gora beim
Riesenslalom der Damen ihren ersten Weltcup Sieg der Saison. Die
Österreicherin gewann in einer Zeit von 2:09,85 Min. und sichert dem ÖSV
den 3. Sieg im 3. Riesenslalom und den 10. Saison-Sieg für Österreichs
Damen. Der Sieg von Hosp, der insgesamt vierte im Riesenslalom, war
überfällig. Die Tirolerin war in diesem Winter schon viermal Zweite
geworden, unter anderem im Riesenslalom kurz vor dem Jahreswechsel am
Semmering. Rang zwei ging an die Italienerin Nicole Gius (+0,43 Sek.),
Dritte wurde die Finnin Tanja Poutiainen (+0,57). Erfreulich aus
deutscher Sicht ist der 4 Rang von Kathrin Hölzl zu erwähnen, die mit
Laufbestzeit im Finaldurchgang zum besten Ergebnis ihrer Karriere fuhr.
Elisabeth Görgl wurde als zweitbeste ÖSV-Dame 5., vor Andrea Fischbacher,
die von Rang 12 nach dem 1. Durchgang mit einem starken Finallauf nach
vorne fuhr. Michaela Kirchgasser verpatzt den 2. Lauf, klassiert sich
als Achte aber dennoch in den Top-Ten. Von den Schweizerinnen konnte nur
Rabea Grand (24.) zufrieden sein die als einzige Schweizerin das Finale
der besten 30 erreichte. Vor allem bei Nadia Styger und Fränzi
Aufdenblatten liegen Anspruch und Wirklichkeit nach wie vor meilenweit
auseinander. Styger büsste im ersten Lauf über vier Sekunden ein und
verpasste den zweiten Durchgang, Aufdenblatten schied aus. Die Frauen
fanden auf dem Podkoren-Hang, auf dem normalerweise die Männer antreten,
die erwartet schwierigen Bedingungen vor. Schlechte
Bodensichtverhältnissen sowie Wellen und Schlägen auf der sehr griffig
präparierten Piste verlangten von den Fahrerinnen alles ab. An der
schweren Aufgabe scheiterten schon im ersten Lauf zahlreiche prominente
Fahrerinnen. Angeführt wurde die Liste von Kathrin Zettel, welche die
ersten beiden Riesenslaloms dieses Winters gewonnen hatte und der
Slalom-Dominatorin Marlies Schild. Olympiasiegerin Julia Mancuso stieg
nach einem Fehler zurück und konnte sich nicht für den Finallauf
qualifizieren. Hosp, die ihren letzten Sieg am 16. März 2006 im Super-G
beim Weltcup-Finale in Aare gefeiert hatte, übernahm das Trikot für die
Führung in der Weltcup Riesentorlauf-Wertung von der zweifachen
Saisonsiegerin Kathrin Zettel. Im Gesamtweltcup blieb Marlies Schild
voran, allerdings schmolz der Vorsprung auf 33 Zähler.
Marlies Schild feiert Slalomsieg in
Zagreb

Marlies Schild bleibt die "Snow Queen" auf dem
Bärenberg von Zagreb! Die Salzburgerin gewann wie im Vorjahr den
Nachtslalom in Zagreb und feierte den 4. Sieg in diesem Jahr in dieser
Disziplin. Im Finaldurchgang verteidigte sie ihren Vorsprung trotz
Patzer im oberen Streckenabschnitt und einem mehr als unsportlichen
Pfeifkonzert der 25.000 kroatischen Zuschauer souverän. Standesgemäß
konnte sich Schild als „Schneekönigin“ über Krone und Mantel sowie
60.000 Euro Preisgeld, das höchste im Frauen-Weltcup, freuen. Die
zweitplatzierte kroatische Lokalmatadorin Ana Jelusic hatte bereits 1,66
Sekunden Rückstand. Den 3. Rang sicherte sich die Tschechin Sarka
Zahrobska (+1,85). Die Schwedin Anja Pärson, die sich nach dem ersten
Lauf auf Platz zwei plazierte, schied nach guten Zwischenzeiten kurz vor
dem Ziel aus. Die Italienerin Chiara Costazza bestätigte derweil mit
Rang 4, nach dem sie bereits Fünfte am Zauberberg in Semmering war,
ihren Aufwärtstrend und verwies US Girl Resi Stiegler, die als Vierte
ins Finale ging, auf Rang 5. Das ÖSV Team, hinter Marlies Schild konnte
heute nicht an die bisherigen Saisonleistungen anknüpfen. Nicole Hosp
und Kathrin Zettel landetenn auf den Rängen 11 und 12, Michaela
Kirchgasser scheiterte bereits im 1. Durchgang. Monika
Bergmann-Schmuderer qualifizierte sich als beste Deutsche auf Rang 7.
Kathrin Hölzl verbesserte sich von Platz 30 nach dem 1. Lauf auf Platz
15, Fanny Chmelar wurde 25. Pech hatte die Schweizerin Aita Camistral.
Die Engadinerin qualifizierte sich mit ihrer persönlichen Bestleistung
und dem 22. Platz für den zweiten Lauf, fädelte dort aber kurz vor dem
Ziel ein. Rabea Grand wurde 36. und verpasste das Finale um rund eine
halbe Sekunde. Im Slalom-Weltcup ist Marlies Schild, die bereits 203
Punkte Vorsprung auf ihre Teamkollegin Kathrin Zettel hat, die kleine
Slalom-Weltcupkugel kaum mehr zu nehmen. Auch im Gesamtweltcup baute
Schild ihren Vorsprung auf nun 133 Punkte auf Nicole Hosp aus. Kathrin
Zettel ist Dritte vor der besten Nicht-Österreicherin Lindsey Kildow die
einen Rückstand von 249 Punkten auf die Führende aufweist.
Borssen gewinnt Nachtslalom am
Semmering

Marlies Schild hat erstmals in dieser Saison einen
Slalom nicht gewonnen. Die Österreicherin vergab beim Nacht-Slalom auf
dem Zauberg vor 15.000 Zuschauer in Semmering den schon sicheren
geglaubten Sieg. Mit 82 Hundertsteln Vorsprung auf Borssen hatte Marlies
Schild vor dem euphorischen Heimpublikum den zweiten Lauf in Angriff
nehmen können. Bei der Zwischenzeit lag sie dann 1,39 Sekunden voraus,
doch wenige Tore vor dem Ziel folgte der schwere Fehler, der ihren
vierten Slalomsieg in Serie verhinderte und sie auf den 3 Rang
zurückfallen lies. Die Schwedin Therese Borssen kam so zu ihrem ersten
Weltcupsieg. "Unglaublich! Ich war überzeugt, Zweite zu sein. Denn
Marlies war einfach zu gut", gestand die Schwedin, die im Zielraum
zunächst ihr Glück gar nicht fassen konnte. "Ich bin total happy. Wie
man gesehen hat kann beim Slalom so viel passieren. Besonders gefreut
habe ich mich das Anja (Pärson) mich gleich angerufen hat und mir zum
Sieg gratulierte." Die Gewinnerin des gestrigen Riesenslalom, Kathrin
Zettel schrammte nur knapp am totalen Triumph am Semmering vorbei und
|