Deutschland gewinnt Gold im Nationenwettbewerb 2005

Versöhnlicher Abschluß für das DSV-Team bei der alpinen Ski-WM in Bormio. Das DSV-Sixtett hat völlig überraschend die Goldmedaille im Team-Wettbewerb gewonnen. Das Team mit Martina Ertl, Hilde Gerg, Monika Bergmann-Schmuderer, Andreas Ertl, Felix Neureuther und Florian Eckert gewinnt erstmals seit 2001 (Kombi-Gold von Martina Ertl in St. Anton) WM-Gold und siegte mit 26 Punkten vor Österreich (29) sowie Frankreich (38). Für das ÖSV-Team war es die elfte Medaille bei der WM in der Region Lombardei. Die Schweizer Hoffnung, im allerletzten Wettbewerb der WM in Bormio doch noch eine Medaille zu gewinnen, war nur von kurzer Dauer. Sonja Nef fuhr in der ersten Slalom-Serie Bestzeit und ließ sich dafür den einzigen "Einer" des Teams von Swiss-Ski notieren. Silvan Zurbriggen kam danach in seiner Abteilung nicht über den 6. Rang hinaus. Gleichwohl fehlten dem Schweizer Sextett zu jenem Zeitpunkt nur drei Rangpunkte zum 3. Platz. Der kleine Funke war aber gleich darauf endgültig erloschen. Fränzi Aufdenblatten büßte auf die Beste ihrer Serie zu viel Zeit ein, musste sich den zweiten "Neuner" gefallen lassen. Österreich vergab Gold zu Beginn des Slaloms, als Nicole Hosp nach einem Einfädler zurücksteigen musste und dafür neun Punkte einfing. Noch schlimmer erging es den USA, die neben den Österreichern als grösster Titelanwärter gehandelt worden waren. Bode Miller und Co. mussten sich hinter Frankreich mit Platz 4 bescheiden. Die Franzosen kamen so ebenfalls zu ihrer ersten Medaille in Bormio, nachdem sie wie die Deutschen in St. Moritz leer ausgegangen waren.

Deutschland punktegleich mit Österreich in Führung

Die deutschen Skirennfahrer haben bei der WM im Teamwettbewerb überraschend die Führung nach dem Super-G übernommen. Das Sextett rangierte beim abschließenden Bewerb der alpinen Ski-Weltmeisterschaft im italienischen Bormio nach vier von acht Läufen mit 12 Strafpunkten vor Österreich. Die Gold-Favoriten, Renate Götschl, Michael Walchhofer und Co., kamen ebenfalls auf 12 Zähler, hatten aber die schlechteren Einzelplatzierungen. Österreich trat mit Renate Götschl (5. in ihrer Serie), Benjamin Raich (3.), Kathrin Zettel (2.) und Michael Walchhofer (2.) an, Deutschland setzte auf Hilde Gerg (2.), Florian Eckert (2.), Martina Ertl (1.) und Andreas Ertl (7.). Dritter vor den abschließenden vier Slalom-Läufen in der erstmals ausgetragenen Konkurrenz ist das Team aus Kanada. Für die USA, neben Österreich als grösster Anwärter auf Gold gehandelt, lief es nicht wie gewünscht. Bode Miller und Daron Rahlves gewannen wohl ihre Serien, Julia Mancuso und Lindsey Kildow mussten sich nach Torfehlern aber einen "Neuner" gefallen lassen. Die Amerikaner liegen mit 20 Rangpunkten auf Platz 4.Die Schweiz hat als Siebente auf das drittplatzierte Kanada einen Rückstand von acht Rangpunkten. Die Entscheidung fällt ab 13.00 Uhr in vier Slalomläufen.

Teambewerb aus Super-G und Slalom
Die wichtigsten Infos zum neuen Bewerb im Überblick.

Gefahren wird in den Disziplinen Super-G und Slalom. Pro Nation werden pro Disziplin vier Athleten (je zwei Damen und Herren) fahren. Damen und Herren fahren auf dem selben Kurs.

Eine Nationalmannschaft besteht aus minimal vier und maximal sechs Läufern, wobei zumindest je zwei Damen und Herren nominiert werden müssen. Das heißt, es ist auch möglich, z.B. vier Herren und zwei Damen zu nominieren.

Ablauf: Zunächst findet der Super-G mit vier "Rennserien" (Damen, Herren, Damen, Herren) statt. Eine Serie wird immer nach dem gestürzten aktuellen Gesamtklassement ausgefahren. Dasselbe passiert dann im anschließenden Slalom - insgesamt acht Läufe sind also pro Nation zu absolvieren.

Zählweise: Platz 1 zählt einen Punkt, Platz 2 zwei Punkte usw.. Bei einem Ausfall oder der Überschreitung der 108-Prozent-Marke - damit wird das Zurücksteigen verhindert - wird man automatisch auf die letzte Stelle der "Rennserie" gereiht. Wenn ein Land die Serie nicht besetzt, wird es ebenfalls an die letzte Stelle, noch hinter die Ausgeschiedenen, gereiht. Sollten nach acht Läufen zwei oder mehrere Nationen die gleiche Punktzahl haben, geben zunächst die besten Platzierungen in den Einzelläufen und anschließend die bessere Gesamtzeit aller Starter den Ausschlag.

Die Pause zwischen den Rennserien dauert jeweils zwei bis fünf Minuten ("TV-Break") - in diesen muss ein Team nach dem anderen den nächsten Läufer bekannt geben. Zeit dafür: jeweils 10 Sekunden. Sollte man in diesen den Namen nicht nennen, gilt das als "nicht gestartet" - letzter Platz in der Serie.

Wie im Fußball sind auch im WM-Teambewerb Schiedsrichterentscheidungen Tatsachenentscheidungen. Die FIS-Jury entscheidet innerhalb von wenigen Momenten, ob etwa eingefädelt worden ist. Ein nachträglicher Protest ist ausgeschlossen. 

BENNI RAICH ist der Skikönig von Bormio!
4. Medaille im 4. Rennen und die in GOLD!

In einem überaus spannenden Finale siegt der neue "Bormiokönig" Benjamin Raich aus Österreich. Sensationell die Leistungen des 26-jährigen Pitztalers bei dieser 38. alpinen Skiweltmeisterschaft!
Aber der Reihe nach ....
Die 5 besten Läufer des 1. Laufes stehen noch oben ...
Rainer Schönfelder (AUT) legt mit der zweitbesten Zeit des zweiten Laufes eine sehr gute Gesamtzeit (1:41,58) vor. Es folgt Bode Miller (USA), Doppelweltmeister dieser WM (SuperG und Abfahrt), der im zweiten Lauf aggressiver unterwegs ist, aber er scheitert. Der Amerikaner stürzt nach toller Zwischenzeit. Nun liegt es an dem Lokalmatador Giorgio Rocca (ITA) den Österreichern den Sieg noch wegzuschnappen. Er verliert aber auf den Österreicher Schönfelder und liegt als er ins Ziel kommt auf Platz 2 mit 1:42,08. Nun ist sicher, dass Österreich die Goldmedaille holt ... aber wer? ... Manfred Pranger, der Sieger der letzten beiden Weltcupslaloms fährt gut, fädelt aber ein und scheidet aus. Nur noch einer am Start. Der Führende nach dem ersten Lauf, Benjamin Raich, fährt auch einen tollen, sicheren zweiten Lauf, schlägt seinen Teamkollegen Schönfelder um 0,24 Sekunden und ist wie Bode Miller Doppelweltmeister.
Benjamin Raich ist im Ziel überwältigt. "Wahnsinn, ich kann's gar nicht glauben, mir fehlen die Worte! Ich bin überglücklich" Benjamin Raich holt damit in allen Disziplinen in denen er startete eine Medaille. 2 mal GOLD (Kombination, Slalom), 1 mal SILBER (Riesentorlauf) und 1 mal BRONZE (SuperG).
Rainer Schönfelder, der stark erkältet ins Rennen ging freute sich sehr über die Silbermedaille. "Ich hab spekuliert, dass es dann Silber geworden ist, taugt mir unheimlich. Ich bin er einzige Medaillengewinner bei den Herren, der nicht mit Atomic fährt." (Schönfelder fährt Ski der Firma Fischer.)
Giorgio Rocca lobte die Form von Benjamin Raich und gab sich mit seiner zweiten Bronzemedaille bei dieser WM zufrieden. "Ich bin im zweiten Durchgang ein bisschen langsam gefahren, aber es ist die zweite Medaille bei dieser WM und ich bin zufrieden."
Die ersten 10 und ihre Zeiten im Überblick:
1. Benjamin Raich AUT 1:41,34
2. Rainer Schönfelder AUT +0,24
3. Giorgio Rocca ITA +0,74
4. Markus Larsson SWE +1,14
5. Andre Myhrer SWE +1,38
6. Thomas Grandi CAN +1,42
7. Silvan Zurbriggen SUI +1,47
8. Mitja Dragsic SLO +1,90
9. Patrick Biggs CAN +2,04
10. Stephane Tissot FRA +2,13
Felix Neureuther (GER +4,08) erreichte trotz eines sehr schweren Fehlers (kam praktisch zum Stillstand) Platz 19. Der zweite DSV-Läufer Andreas Ertl verzichtete nach dem enttäuschenden 36. Rang im 1. Lauf auf den Start im Finale. Alois Vogel, der aussichtsreichste DSV-Kandidat konnte wegen einer schweren Augenentzündung leider erst gar nicht an den Start gehen, da sein Sehvermögen mit nur 10% zu gering war.
Der heutige Slalom war die letzte Einzelentscheidung dieser doch leicht chaotischen, zuschauerarmen Weltmeisterschaft. Morgen steht noch eine Premiere in Form eines Teambewerbes an. Krönt sich Benni Raich mit Hilfe seiner Mannschaft auch noch zum SkiKAISER dieser Weltmeisterschaft in Bormio mit einer 5. Medaille?

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Benni Raich auf dem Weg zu seiner 4. Medaille -
Schafft er sogar noch mal Gold?

Der Österreicher Benjamin Raich führt nach dem 1. Lauf des WM-Slaloms in Bormio knapp vor seinem Teamkollegen Manfred Pranger und dem italienischen Lokalmatador Giorgio Rocca. Mit Startnummer 2 und der Zeit von 52,02 stellt der Tiroler Bestzeit auf. Manfred Pranger liegt nur 0,12 Sekunden und Giorgio Rocca nur 0,20 Sekunden zurück. An vierter Stelle liegen ex aequo der Österreicher Rainer Schönfelder und der amerikanische Doppelweltmeister Bode Miller (+0,74). Bei dem Amerikaner machte es den Anschein als würde er nicht so angriffslustig fahren wie sonst, um endlich auch im Slalom wieder einmal das Ziel zu erreichen. Eine knappe Sekunde hinter dem Führenden liegen die beiden Schweden Johann Brolenius (+0,95) an 6. Stelle und Markus Larsson (+0,97) auf Rang 7. Akira Sasaki (JPN +1,11) fuhr auf Platz 9, nur knapp vor dem besten Schweizer Silvan Zurbriggen (+1,15). Den 1. Lauf könnte man als Ausscheidungsrennen bezeichnen. Mario Matt (AUT), Kalle Palander (FIN), Titelverteidiger Ivica Kostelic (CRO)Truls Ove Karlsen (NOR), Manfred Mölgg (ITA), Jean Pierre-Vidal (FRA), Giancarlo Bergamelli (ITA), Jure Kosir (SLO) ….. sind nur die bekanntesten Namen der Ausfälle. Kalle Palander war im Interview sehr erbost über die Stelle bei der er und einige andere Spitzenläufer ausgeschieden sind. "Das ist einfach unglaublich, dass es so etwas bei einer WM gibt." "Die Stelle des Anstoßes" war schon im unteren Teil der Strecke, wo ein großes Loch neben dem Tor entstand, weil bei den heute wärmeren Temperaturen der Schnee zu weich war und nicht mehr erfolgreich bearbeitet werden konnte. Herausgehoben sei noch Felix Neureuther (GER +1,62), der nach seinen vielen Ausfällen den letzten Rennen mit einem Sicherheitslauf an die 16. Stelle fuhr. Sein Teamkollege Andres Ertl (+4,34) schaffte es leider nicht unter die besten 30 und erreichte nur Platz 36.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Janica Kostelic ist Slalom-Weltmeisterin 2005

Die Königin der Weltmeisterschaften 2005 von Santa Catarina heißt Janica Kostelic. Drei WM-Starts - drei Mal Gold. Die Kroatin gewann mit dem Slalom Weltmeistertitel ihre dritte WM Goldmedaille. Die Führende nach dem 1. Durchgang, Tanja Poutainen aus Finnland musste sich mit der Silbermedaille "begnügen". Bronze geht überraschend an die Tschechin Sarka Zahrobska die sich zu ihrem heutigen Geburtstag wohl selbst das schönste Geschenk machte. Doppelweltmeisterin Anja Pärson schied nach einem Fahrfehler im Mittelteil des Finaldurchgang ebenso aus wie die Österreicherin Nicole Hosp und die einzige deutsche Starterin im Finale, Annemarie Gerg. Der undankbare 4. Platz geht nach Österreich an die Junioren-Weltmeisterin Kathrin Zettel die auch zu den positiven Überraschungen des WM Slaloms zählte. Die Niederösterreicherin kann mit ihrem WM-Debüt zufrieden sein. Allerdings wird sie heute sicherlich einer Medaille nachtrauern. Lediglich 17 Hundertstel fehlen ihr am Ende zum gewinn der Bronzemedaille. Die weiteren ÖSV Starterinnen Marlies Schild und Elisabeth Görgl im ersten und Niki Hosp im zweiten Lauf schieden aus. Für Deutschlands Damen war der Slalom eine Riesenpleite. Drei Läuferinnen am Start - keine in der Wertung. Nicht viel besser erging es den Schweizerinnen. Für Sonja Nef war der zweite Auftritt an dieser WM nur von kurzer Dauer. Die Appenzellerin fädelte im obersten Abschnitt ein und musste drei Tage nach ihrem Ausscheiden im Riesenslalom erneut eine Enttäuschung hinnehmen. Marlies Oester fuhr wie schon den ganzen Winter verkrampft, beging viele Fehler und verlor im ersten Lauf über drei Sekunden. Der zweite Lauf dauerte wie bei Nef ebenfalls nur wenige Sekunden.

Tanja Poutainen führt nach 1.Durchgang

Beim WM Slalom der Damen in Santa Catarina (Italien) führt nach dem 1. Durchgang die Finnin Tanja Poutainen (0:51.19) vor den Doppelweltmeisterinnen Anja Pärson (+0.24) aus Schweden und der Kroatin Janica Kostelic (+0.40) . Auf dem 4. Rang folgt die Tschechin Sarka Zahrobska (+0.71) vor der Besten Österreicherin Nicole Hosp (+0.79) die sich noch berechtigte Medaillen-Hoffnungen machen darf: "Ich hab zwei Hakler dringehabt, die haben sicher gekostet. Ich bin ganz gut gefahren, das passt schon. Ich kann im zweiten Lauf noch voll angreifen." Auf den Plätzen 6 und 7 folgen die beiden Kroatinnen Nika Fleiss (+1.00) und Ana Jelusic (+1.08) vor den beiden US Amerikanerinnen Julia Mancuso (+1.11) und Sarah Schleper (+1.23). Als beste und einzige deutsche konnte sich Annemarie Gerg (+1.46) auf Rang 11 hinter der Österreicherin Kathrin Zettel (+1.33) für den Finallauf qualifizieren. Geprägt war dieser erste Durchgang von einer hohen Anzahl von Ausfällen. Für die Deutschen Monika Bergmann-Schmuderer und Martina Ertl, die Österreicherinnen Marlies Schild und Lisi Görgl, die Schweizerin Sonja Nef, die Französin Laure Pequegnot aus Frankreich, Veronika Zuzulova aus der Slovakei und die US Amerikanerin Kristina Koznick, alles Starterinnen aus der Top 15 Gruppe, war bereits nach dem 1. Lauf das Rennen durch Stürze bzw. Torfehler beendet.

Kostelic trainiert wieder, Pärson im Bett

Im Wettkampf um die Königin der alpinen Ski-Weltmeisterschaften zwischen Janica Kostelic (Kroatien) und der Schwedin Anja Pärson ist die Grippe derzeit der größte Gegner. Vor dem Slalom musste Pärson mit Fieber das Bett hüten. Im schwedischen Lager hoffte man aber bis zuletzt, dass Pärson am Freitag am Slalomstart steht. Kostelic hingegen hat nach ihrem Riesenslalom-Verzicht dank Zucker- und Vitamininfusionen das Training wieder aufgenommen. Das Fieber ist weg, der Husten aber noch da. Kostelic ist jedoch dann am gefährlichsten, wenn sie angeschlagen ist. Siehe St. Moritz vor zwei Jahren, wo sie tagelang durch den Zielraum humpelte, auf der Piste dann aber alle hinter sich ließ. Die beiden Doppel-Weltmeisterinnen gelten als Topfavoritinnen beim Nachtslalom (14.30 und 17.30 Uhr) im italienischen Santa Caterina. Womöglich gibt es im Kampf um den Slalomtitel aber ohnehin eine lachende Dritte, Tanja Poutiainen etwa. Die 24-jährige Finnin hat als einzige drei Saisonslaloms und damit vorzeitig auch die Weltcup-Kristallkugel in dieser Disziplin gewonnen. Ihr am nächsten kam Marlies Schild mit ihren Siegen auf dem Semmering und jenem ausgerechnet auf der WM-Piste.

Doch wieder Maier!

Die österreichische Schiwelt ist wieder in Ordnung: Doppelsieg im WM-Riesentorlauf durch Hermann Maier und Benjamin Raich. Erst auf Platz 3 der nach dem ersten Durchgang überlegen führende Amerikaner Daron Rahlves!

"Dieser Weltmeistertitel ist mir noch abgegangen und der ist sicher am meisten wert … da steckt harte Arbeit dahinter …" das waren die ersten Worte des "auferstandenen" Herminators. Einer der wenigen Augenblicke, an dem man dem Hartgesottenen die Rührung im Ziel wirklich ansah. Hoch zufrieden aber auch Benjamin Raich mit seiner Silbermedaille. Am Morgen noch sehr verunsichert, ob seine Kräfte angesichts seiner Verkühlung für so einen langen Lauf überhaupt reichen und nach dem großen Fehler im ersten Lauf setzte der Tiroler alles auf eine Karte und startete im zweiten Durchgang von Beginn an voll durch und am Ende fehlten eigentlich "nur" 0,25 Sekunden auf Gold. "Pretty Cool" findet es auch Daron Rahlves, dass er nach seinem Horrorsturz in Adelboden ausgerechnet bei der WM zum ersten Mal im Riesentorlauf auf´s Stockerl gefahren ist und ist stolz darauf, sich das Podium mit den größten Namen im Schisport zu teilen. Eine äußerst faire Reaktion für jemanden, der Gold zum greifen nah war!

Die Top Ten im Überblick:
1. Hermann Maier (AUT 2.50,41), 2. Benjamin Raich (AUT +0,25), 3. Daron Rahlves (USA +0,68), 4. Kalle Palander (FIN +1,04), 5. Thomas Grandi (CAN +1,41), 6. Aksel Lund Svindal (NOR 1,58), 7. Dane Spencer (USA +1,62), 8. Rainer Schönfelder (AUT 2,06), 9. Fredrik Nyberg (SWE 2,49), 10. Bruno Kernen (SUI +2,59).

Obwohl die ersten Zehn eine recht bunte Nationenmischung ergeben, fehlen uns dort doch ein paar ganz große Schiländer: die Italiener, die nach dem Rückfall des Lokalmatador Blardone sicher schwer enttäuscht sind und nach einem deutschen Läufer wird man die Ergebnislisten leider erfolglos absuchen, da die gestarteten Felix Neureuther und Andreas Ertl leider bereits im ersten Durchgang ausgeschieden ist.

Vor den letzten Bewerben ist die Goldbilanz zwischen Amerika und Österreich also wieder ausgeglichen und Benjamin Raich ist bisher der einzige Läufer, der in allen Bewerben, in denen er an den Start ging, eine Medaille mitnehmen konnte. Er strahlt bereits in Gold, Silber und Bronze und ist somit nach wie vor einer der härtesten Konkurrenten für das "Wahnsinnsgenie" Bode Miller.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Herminator holt sich den WM-Titel

Hermann Maier ist Riesenslalom-Weltmeister. Der 32-jährige Österreicher gewann bei den alpinen Titelkämpfen im italienischen Bormio in 2:50,41 Minuten vor seinem Landsmann Benjamin Raich (2:50,66). Bronze ging an Daron Rahlves (USA/2:51,09). Felix Neureuther und Andreas Ertl waren ausgeschieden.

Weitere Infos folgen in Kürze

Rahlves führt im WM-RTL von Bormio!

Der Länderkampf Amerika gegen Österreich geht weiter - allerdings mit wechselnden Hauptdarstellern: Daron Rahlves führt mit 1.24,45 Sek. überlegen von Hermann Maier (+ 0,60 Sek) und dem überraschend starken Kanadier Jean-Philippe Roy (+ 0,88 Sek.), der sich mit Startnummer 22 noch unter die Top 3 schieben konnte. Dahinter die Plätze 4-10 dann mit knapperen Abständen und durchaus noch intakten Medaillenchancen: 4. Kalle Palander (FIN +0,99 Sek), 5. Massimiliano Blardone (ITA 1,25 Sek), 6. Dane Spencer (USA 1,37 Sek), 7. nach schwerem Fehler im unteren Teil und mit Verkühlung Benjamin Raich (AUT +1,45 Sek.), 8. ex aequo Aksel Lund Svindal (NOR) und Thomas Grandi (CAN) beide +1,58 Sek. Rückstand und 10. noch Bjarne Solbakken (NOR +1,63 Sek). Die hinteren Nummern dürften einen leichten Vorteil durch die besser werdende Sicht haben und vielleicht kann man noch mit der einen oder anderen Überraschung rechnen. An den Spitzenplätzen wird sich aber wohl nichts mehr ändern.

Und was ist mit Topfavorit Bode Miller? In seiner typischen "Hoppodertropp" Manier nahm Miller auch heute wieder volles Risiko, musste sich aber wie schon in der Kombination der Piste und den aggressiven Schneebedingungen geschlagen geben. Er führt damit eine recht prominente Ausfallsliste an: Bode Miller (USA), Lasse Kjus (NOR), Davide Simoncelli (ITA), Mirko Deflorian (ITA), Joel Chenal (FRA), Gauthier de Tessieres (FRA), Marco Büchel (LIE), Marc Berthod (SUI)

Es verspricht ein spannender zweiter Durchgang zu werden und angesichts der schwierigen Verhältnisse wird den Läufern sowohl technisch wie auch konditionell alles abverlangt. Alles ist möglich ….

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

WM: Riesenslalom am Donnerstag

Der bei den Ski-Weltmeisterschaften in Bormio ausgefallene Herren- Riesenslalom wird am Donnerstag (09.30/13.30 Uhr) nachgeholt. "Wir haben die Bestätigung von der Fernsehstation, dass der Riesenslalom und alle folgenden WM-Rennen übertragen werden und somit stattfinden können", sagte FIS-Generalsekretärin Lewis. Das Rennen hatte am Mittwoch wegen eines Streiks beim staatlichen italienischen Fernsehsender RAI kurzfristig abgesagt werden müssen.

Der Skifan hat das nicht verdient !
RAI und ITALIEN verdirbt sich weltweit Sympathien !

Genau ein Jahr vor Beginn der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin legte ein Streik der RAI Lombardia, einer Regionalgruppe des staatlichen italienischen Fernsehens RAI, am Mittwoch die Titelkämpfe lahm und erzwang die Verschiebung des geplanten Riesentorlaufs der Herren. "Vor allem in Hinsicht auf Turin 2006 eine sehr unangenehme Angelegenheit", erklärte FIS-Boss Gianfranco Kasper. Falls der Streik entgegen den Erwartungen weitergehen sollte, sollen die TV-Stationen aus Österreich (ORF), der Schweiz (SF DRS) und aus Deutschland (ARD und ZDF) in die Bresche springen und als Notfallcrew für eine Übertragung sorgen. Laut Kasper liegt die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Notfallplan - trotz erheblichen Aufwands - klappen würde, bei 90 Prozent. Auch ein WM-Riesentorlauf ohne TV-Übertragung ist möglich, laut Kasper aber lediglich die allerletzte Alternative. "Natürlich können wir das. Wir müssen aber an die Millionen Fans zu Hause vor den Fernsehern denken", so Kasper. Außerdem sei ohne TV-Kameras auch die regelkonforme Kontrolle der Läufe nicht vollkommen gewährleistet. Für Kasper ist es "ein illegaler Streik", für den weder die FIS noch die Veranstalter verantwortlich gemacht werden dürften. "Streiks sind ein Menschenrecht, und dieser Streik hat mit der WM nichts zu tun." Zumindest in einem Punkt hatte Kasper aber offenbar Unrecht, denn der Streik war sehr wohl den Gesetzen entsprechend angemeldet und seit Tagen durch Plakate auf Bussen der RAI auch angekündigt worden. Allgemeiner Tenor: Die RAI habe dieses Problem nicht ernst genug genommen. Die Probleme vom Mittwoch sind in der Skigeschichte nicht einzigartig. Kurioserweise hatte es 1985, bei der ersten WM in Bormio, genau dieselbe Problematik gegeben. Damals kam es jedoch nicht zu einer Absage, mit Ausnahme von Veranstalter Italien konnte schließlich in alle Länder live übertragen werden.

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Ski-WM: Riesenslalom auf Donnerstag verschoben

Chaos und Skandal in Bormio! Die Pleiten-WM in Bormio hat ihren Höhepunkt! Der Riesenslalom der Herren bei den alpinen Ski- Weltmeisterschaften in Bormio ist am Mittwoch abgesagt worden. Ein Streik beim staatlichen italienischen Fernsehen RAI verhinderte die Austragung des Wettbewerbs auf der "Stelvio"-Piste, da keine Fernsehbilder garantiert werden konnten. FIS-Renndirektor Günter Hujara entschied nach Rücksprache mit FIS-Präsident Kasper auf Absage. Ein neuer Versuch soll am Donnerstag stattfinden. "Das ist ein Wahnsinn. Das würde zu der WM passen, weil da einiges nicht passt", so ein verärgerter Benjamin Raich im Zielraum. Und auch ÖSV-Cheftrainer Hans Pum zeigte sich empört: "So etwas habe ich noch nie erlebt, noch dazu bei einem so schönen Wetter und eine halbe Stunde vor Rennbeginn." Nach Angaben der Organisatoren soll das Rennen am Donnerstag nachgeholt werden.

Aktuelle Informationen wann der Riesenslalom ausgetragen werden kann geben wir sofort nach Veröffentlichung der FIS hier bekannt.

Neureuther will Medaille

Bei der Ski-Weltmeisterschaft vor zwei Jahren sorgte Felix Neureuther mit seinem jugendlichen Charme für Heiterkeit. Auch vor seinem zweiten Großereignis versprüht der Jungstar wieder Optimismus. "Ich fühle mich sehr gut. Bei einer WM zählen nur Medaillen, daher ist es mein Ziel, eine zu gewinnen", sagte der 20-Jährige trotz zuletzt mäßiger Ergebnisse. Vor seinem ersten Auftritt bei den Titelkämpfen im italienischen Bormio im Riesenslalom sind die Ansprüche jedoch noch geringer. In der Problemdisziplin der deutschen Herren wäre für Neureuther wie Andreas Ertl (Lenggries) ein Platz unter den besten 15 schon ein Erfolg.

Anja Pärson ist Riesenslalom Weltmeisterin 2005

Anja Pärson aus Schweden hat bei der Ski-WM im italienischen Santa Caterina ihren Titel im Riesenslalom erfolgreich verteidigt und nach Gold im Super-G und Silber in der Kombination ihre dritte Medaille gewonnen und ist damit wie Bode Miller und Janica Kostelic Doppelweltmeisterin. "Es ist unglaublich schön, es war wirklich hart heute, ich habe gekämpft. Ich war nicht so stark in dieser Saison. Im zweiten Durchgang habe ich alles versucht. Normal ist dieser Schnee nicht gut für mich. Ich wollte den Ski laufen lassen, schön fahren, ruhig bleiben und nicht zu sehr auf der Kante stehen. Der Super G war eine Überraschung für mich, das ist was anderes." Auch die Silbermedaille geht nach Skandinavien. Tanja Poutainen aus Finnland sicherte sich Rang 2 vor der Bronzemedaillen Gewinnerin Julia Mancuso aus den USA. Tränen im Ziel bei Martina Ertl aus Deutschland. Die 31-Jährige aus Lenggries raste um 4/100 Sekunden an einer Medaille vorbei auf den undankbaren 4. Rang. Nicole Hosp wurde als beste Österreicherin Vierte vor Karen Putzer aus Italien und ihrer Teamkollegin Elisabeth Görgel. Auf dem 7. Platz folgt Cenevieve Simard aus Kanada vor der Spanierin M. Rienda Contreras, Sarka Zahrobska aus Tschechien, Ingrid Jacquemod aus Frankreich und Anne Ottosson aus Schweden. Die Pechsträhne von Michaela Dorfmeister hielt auch im Riesenslalom an. In ihrem letzten WM-Rennen ihrer Karriere ist sie im ersten Durchgang ausgeschieden, und setzte damit ihre Ausfallserie in Santa Caterina fort. Die Niederösterreicherin hat nur noch im Ziel nur noch einen Wunsch: "Ich will einfach nur nach Hause!" Marlies Oester auf dem 18. Rang mit 3,32 Sekunden Rückstand und Fränzi Aufdenblatten auf Rang 26 mit 4,41 Rückstand hinterließen ein trauriges Bild aus Sicht der Schweizer Skination. Annemarie Gerg aus Lenggries belegte in 2:16,86 Platz 17. Die Damen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland gehen wie schon im Super G leer aus. Deutschland und die Schweiz warten auch nach dem siebenten Bewerb auf eine Medaille.

Pärson führt beim WM Riesenslalom der Damen

Die Schwedin Anja Pärson (1:07,07) führt nach dem 1. Lauf im WM Riesenslalom von Santa Catarina, vor der Österreicherin Nicole Hosp (Rückstand + 0,32 Sek.) und der Finnin Tanja Poutainen (+0,36). Auf dem 4. Platz folgt die Lokalmatadorin Karen Putzer (+0,55) vor der Kanadierin Cenevieve Simard und der deutschen Martina Ertl auf Rang 6. Julia Mancuso aus den USA ( 7.Platz - +0,72), M. Rienda Contreras aus Spanien (8. Platz - +0,74), Elisabeth Görgel aus Österreich ( 9. Platz - + 0,86) und Allison Forsyth aus Kanada als Zehnte sind alle noch in Schlagdistanz auf eine Medaille. Mit Tina Maze ist eine der Topfavoritinnen bereits im 1. Durchgang ausgeschieden. Die Doppel-Weltmeisterin Janica Kostelic aus Kroatien musste ihren Start wegen einer Grippe absagen.

Halbzeitbilanz - DSV noch nicht in Panik
ÖSV hofft aus Riesenslalom Medaille bei den Damen
Maze, Poutiainen, Pärson, Kostelic oder eine Überraschung ?

Den deutschen Skirennfahrern droht zwei Jahre nach dem Debakel von St. Moritz wieder eine Weltmeisterschaft ohne Medaille, doch von einer Krise wollen Athleten wie Funktionäre nichts wissen. "Es gibt keinen Grund, in Depressionen oder in Panik zu verfallen. Die Stimmung ist gut, die Mannschaft ist intakt", sagte Walter Vogel, Alpinchef des Deutschen Skiverbandes (DSV). Genau 20 Jahre nach dem Riesenslalom-Gold von Markus Wasmeier an gleicher Stelle ist die Bilanz trotz des Aufwärtstrends bei den Herren zur WM- Halbzeit im italienischen Bormio und Santa Caterina ernüchternd. Besonders die einst vom Erfolg verwöhnten Damen machen Sorgen. Nach zwei Tagen Kurzurlaub kehrt Martina Ertl zu den alpinen Skiweltmeisterschaften nach Bormio zurück. Sie hat zwar noch Kopfschmerzen, rechnet sich aber dennoch gute Chancen im WM-Riesenslalom (Dienstag, 9.30 Uhr) aus. "Die Pause hat mir gut getan. Das Kopfweh ist zwar noch nicht ganz weg und vor allem unter dem Helm spüre ich noch Druck, aber es geht immer besser", sagte Ertl und macht ihre Ziele deutlich. "Mein Wunschtraum ist eine Medaille. Wenn das passiert, bin ich überglücklich." Österreichs Damen-Quartett für den WM-Riesentorlauf am Dienstag (9:30/13 Uhr) besteht aus Elisabeth Görgl, der Kombi-Bronze- Medaillen-Gewinnerin Marlies Schild und Nicole Nosp und Michaela Dorfmeister. In Super-G und Abfahrt konnten die ÖSV-Damen die in sie gesetzten hohen Erwartungen nicht erfüllen. Beim WM-Riesentorlauf am Dienstag sind Läuferinnen aus anderen Nationen die Favoritinnen. So rechnen sich Tina Maze, Tanja Poutiainen, Anja Pärson und Janica Kostelic Chancen auf den Gewinn des WM Titels im Riesentorlauf aus.

Janica Kostelic Abfahrtsweltmeisterin 2005

Janica Kostelic aus Kroatien holt sich in Santa Catarina, nach dem Gewinn der Goldmedaille im Super G, auch den Titel der Abfahrtsweltmeisterin 2005. Für Kostelic ist es ihr bereits siebentes Gold insgesamt. Vier bei Weltmeisterschaft, drei bei Olympia. "Ich kann meine Leistung nicht wirklich einordnen. Es war extrem schwierig. Ich hätte mir nicht gedacht, dass irgendwer noch Fanchini schlagen kann. Sie hat einen fantastischen Job gemacht." Die Silbermedaille geht überraschend an die Italienerin Elena Fanchini. Die erst 18-Jährige feiert ihren größten Erfolg. Im Weltcup war ihr bestes Ergebnis bisher Rang 17. Fanchini, der 26 Hundertstel zur kompletten Sensation fehlten, ist die erste Italienerin seit Carla Marchelli im Jahr 1958, die in einer WM-Abfahrt eine Medaille holt. Wie schon bei den Männern erlitten die Österreicherinnen eine schwere Niederlage. Michaela Dorfmeister und Katja Wirth schieden aus. Die Salzburgerin Alexandra Meissnitzer (+2,96) musste sich unter 28 Teilnehmerinnen nur mit Rang 22 begnügen. Die Ehre rettete die Speed-Queen Renate Götschl, die sich mit 39 Hundertstelsekunden Rückstand Bronze erkämpfte und sich im Ziel freute: "Die Bronzemedaille entschädigt schon sehr. Ich hab gestern noch eine Schicht eingelegt. Ich hab noch einiges probiert, weil hier noch nichts gepasst hat. Aber die Janica ist da einfach nur schwer zu schlagen. Ich hab die letzte Kurve nicht richtig erwischt. Aber ich bin glücklich über die Medaille, das freut mich. Wenn man nur negative Sachen hört, wächst das bei mir uns schlägt sich ins Positive um! Sicher ist auch irgendwo die Wut im Bauch mit gefahren. Da runter hab ich nichts zu verlieren gehabt, ich hab voll riskiert." Hilde Gerg hat die erhoffte Abfahrts-Medaille für Deutschland verpasst. Die 29-Jährige aus Lenggries wurde in 1:41,32 Minuten nur Achte. Petra Haltmayr (Rettenberg) fuhr auf Platz 18. Die Schweizerinnen schnitten im Rahmen der Erwartungen ab. Die Ränge 9, 13 und 15 von Nadia Styger, Sylviane Berthod und Fränzi Aufdenblatten entsprechen dem Spiegelbild dieser Saison. Titelverteidigerin Melanie Turgeon war wegen Rückenproblemen nicht am Start. Die Top 10 Rennläuferinnen der WM Abfahrt der Damen in Santa Catarina: 1. Janica Kostelic (CRO) 1:39,90. 2. Elena Fanchini (ITA) 0,26 zurück. 3. Renate Götschl (AUT) 0,39. 4. Lindsey Kildow (USA) 0,62. 5. Ingrid Jacquemod (Fr) 0,96. 6. Jessica Lindell-Vikarby (Sd) 1,08. 7. Anja Pärson (Sd) 1,17. 8. Hilde Gerg (De) 1,42. 9. Nadia Styger (Sz) 1,47. 10. Isolde Kostner (It) 1,68.

ABFAHRTSWELTMEISTER 2005 IST BODE MILLER!
Die Amerikaner entscheiden das Rennen des Jahres für sich!

Ein amerikanischer Doppelsieg durch Bode Miller und Daron Rahlves entscheidet die Weltmeisterschaftsabfahrt in Bormio 2005. Bode Miller krönt sich zum Doppelweltmeister. Der 27-jährige coole Amerikaner holt sich nach dem Weltmeistertitel im SuperG nun auch den Titel in der Abfahrt. An seiner Bestzeit 1:56,22, die er bereits mit Startnummer 3 aufstellte, bissen sich sprichwörtlich alle die Zähne aus. "Das ist eine ganz große Sache, denn die Abfahrt ist der wichtigste Bewerb. Um hier zu gewinnen, muss alles passen. Die Nummer war ganz wichtig. Die Sicht ist zwar mit einer niedrigen Nummer nicht so gut, aber dafür sind da die Schneeverhältnisse besser.Mit meiner Fahrt war ich nicht vollkommen zufrieden. Teilweise habe ich eine gute Linie gefunden. Aber ich hatte zeitweise nicht wirklich das perfekte Gefühl für die Balance, vor allem beim San-Pietro-Sprung und im untersten Teil hatte ich so meine Probleme." Mit 0,44 Sekunden Rückstand landete sein Landsmann Daron Rahlves (Startnummer 21) auf Platz zwei. "Diese Medaille bedeutet mir viel, denn eine WM ist immer eine große Herausforderung. Es war hart, doch ich war körperlich und mental topfit. Ich bin meine Linie gefahren und habe gefightet vom Anfang bis zum Ende. Unten bin ich so gut gefahren wie nie zuvor." Die Bronzemedaille geht trotz Beschädigung der Kante seines rechten Ski´s durch einen Stein an den österreichischen Titelverteidiger Michael Walchhofer (+0,87), der mit Startnummer 27 ins Rennen ging. "Ich muss sagen, für mich ist es ein Wahnsinn. Oben in der Traverse hab ich kurz Zeit gehabt zum Denken. Ich hab mir gedacht: Das gibt's doch nicht, der Ski ist nicht mehr zu dafahren. Ich hab keinen Linksschwung mehr erfahren. Und dann geht sich noch Platz drei aus. Es war eine sensationelle Leistung. Ich hab oben beim Super G-Start einen Stein erwischt, der hat sich fast über den ganzen rechten Ski gezogen." Walchhofer rettete mit seinem 3. Platz gerade noch die Ehre der Österreicher, wobei man sich natürlich fragen muss, ob nicht die Teamführung der Österreicher durch ihren Aufstellungs- und Qualifikationspoker ihre eigene Mannschaft mental geschwächt hat. Der von der ÖSV-Spitze bevorzugte Hermann Maier, der obwohl er sich beim gestrigen Trainingssturz eine Rissquetschwunde zuzog (die genäht werden musste), unbedingt starten wollte erreichte nur den 17. Platz. Werner Franz, der noch gestern im Training alles geben musste, um überhaupt in die Abfahrtsaufstellung zu kommen, wurde gar nur 28. (+2,74). Kein Wunder meinen da viele, Franz spürte die vielen rennmäßigen Trainingsläufe und ihm fehlte die Substanz. Ziemlich unglücklich landete der Kärntner Fritz Strobl auf dem undankbaren 4. Platz (+0,95). Der zweifache Saisonsweltcupsieger Johann Grugger erreichte mit einer recht unsicheren Fahrt Rang 9. Auf den Plätzen 5 bis 9 sind: 5. Bruno Kernen (SUI +1,03), 6. Didier Defago (SUI +1,15), 7. Aksel Lund Svindal (NOR +1,16), 8. Ambrosi hoffmann (SUI +1,18), 9. David Poisson (FRA +1,30) ex aequo mit Johann Grugger (AUT +1,30). Aus dem DSV waren Florian Eckert (+1,43) und Max Rauffer (+1,77) am Start, die mit den Plätzen 12 und 17 nicht ganz die erhoffte Überraschung brachten. Wir gratulieren den Medaillengewinnern, die heute Abend bei der Siegerehrung die Medaillen und Trophäen überreicht bekommen. Auch die Siegerehrung der Kombinationen werden heute Abend durchgeführt.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M.Riedler

Miller rast zu Abfahrts-Gold

Bode Miller hat als erster Amerikaner die Goldmedaille in der Abfahrt bei alpinen Ski-Weltmeisterschaften gewonnen. Eine Woche nach seinem Sieg im Super-G setzte er sich im italienischen Bormio in 1:56,22 Minuten vor seinem Landsmann Daron Rahlves (1:56,66) durch. Dritter wurde Titelverteidiger Michael Walchhofer (1:57,70) aus Österreich. Strobl bleibt Blech, Grugger schummelt sich in die Top Ten, Maier und Franz agieren debakulös und werden von Nobodies gebügelt ! Florian Eckert (Lenggries) wurde in 1:57,65 Minuten Zwölfter. Max Rauffer (Leitzachtal/1:57,99) kam auf Platz 18.

Janica Kostelic ist Kombinations-Weltmeisterin

Titelverteidigerin Janica Kostelic hat die Nerven behalten und Gold in der Kombination bei der Ski-WM in Bormio gewonnen. "Ich hab meinen Titel verteidigt - ich bin überglücklich. Der erste Lauf war für mich schwierig, Anja ist super gefahren." Die Kroatin war als Führende in den zweiten Slalom-Durchgang gegangen und baute ihren Vorsprung auf die Zweite Anja Pärson aus Schweden noch auf 1:45 Sekunden aus. Marlies Schild holte Österreichs erste Damen-Medaille bei der Ski-WM in Bormio. Die 23-jährige Salzburgerin gewinnt Bronze mit 2,70 Sek. Rückstand. "Die Medaille bedeutet sehr viel für mich. Es war ein langer Tag und mental war es nach der Abfahrt nicht so leicht. Die Kombination hat große Bedeutung, weil man sich schnell umstellen muss und lange unterwegs ist. Natürlich hat es mich gefreut, dass der Benni gewonnen hat. Und ich hab mir gedacht: Das kann ich auch." Die DSV Läuferin Martina Ertl kam auf Platz sieben, Monika Bergmann- Schmuderer wurde 15. Beste Schweizerin war Marlies Oester auf dem 14. Rang mit knapp sechs Sekunden Rückstand. Die Top 10 Rennläuferinnen bei der WM Kombination der Damen 2005 in Bormio: 1. Janica Kostelic (CRO) 2:53,70. 2. Anja Pärson (SWE) 1,45 zurück. 3. Marlies Schild (AUT) 2,70. 4. Lindsey Kildow (USA) 2,90 5. Sarka Zahrobska (CZE) 3,19. 6. Kathrin Zettel (AUT) 3,74. 7. Martina Ertl (GER) 3,78. 8. Elisabeth Görgl (AUT) 3,83. 9. Julia Mancuso (USA) 3,92. 10. Tina Maze (SLO) 4,11.

Spannender Kampf um Kombi-Gold: Kostelic oder Pärson

Die beiden Favoritinnen Janica Kostelic und Anja Pärson machen den WM-Titel in der Kombination unter sich aus. Im ersten von zwei Kombi-Slalomläufen hat Anja Pärson die Hälfte ihres Rückstandes aus der Abfahrt wett gemacht und liegt noch 0,37 Sekunden hinter Janica Kostelic. Als beste Österreicherin ist Marlies Schild Vierte, nur 53 Hundertstel hinter der drittplatzierten US-Amerikanerin Lindsey C. Kildow. Die Salzburgerin ist jetzt Österreichs heißestes Eisen im Kampf um eine Medaille. Elisabeth Görgl ist knapp dahinter Fünfte, Kathrin Zettel liegt auf Rang neun. Renate Götschl ist nach Rang drei in der Abfahrt im ersten Slalom-Durchgang ausgeschieden. Die deutschen Rennläuferinnen Martina Ertl und Monika Bergmann-Schmuderer haben vor dem abschließenden zweiten Slalom-Lauf praktisch keine Medaillenchance mehr. Die nach ihrer Gehirnerschütterung von Kopfschmerzen geplagte Martina Ertl rangierte nach der Abfahrt und einem Slalom-Durchgang in 2:15,23 Minuten auf dem zehnten Platz. Monika Bergmann-Schmuderer war vor dem Finale in 2:16,92 Minuten nur 17. Marlies Oester belegt als beste Schweizerin Rang 15. Kombination der Frauen. Stand nach dem 1. Slalom-Lauf: 1. Janica Kostelic (CRO) 2:12,47. 2. Anja Pärson (SWE) 0,37 zurück. 3. Lindsey Kildow (USA) 1,63. 4. Marlies Schild (AUT) 2,16. 5. Elisabeth Görgl (AUT) und Sarka Zahrobska (CZE), je 2,23. 7. Tina Maze (SLO) 2,53. 8. Jessica Lindell-Vikarby (SWE) 2,65. 9. Kathrin Zettel (AUT) 2,69. 10. Martina Ertl (GER) 2,76.

Nach Sturz beim Training: Hermann Maier Start am Samstag fraglich
Werner Franz gewinnt interne ÖSV Quali

Hermann Maier ist am Freitag im letzten Training für die Herren-Abfahrt am Samstag gestürzt und hat sich dabei eine Rissquetschwunde zugezogen. Der Salzburger wurde mit einer Bandage am linken Bein in einem Akja sitzend abtransportiert. Ob er am Samstag starten kann, ist noch offen. Die Entscheidung liegt beim Arzt und natürlich bei Maier selbst.
Hermann Maier nach dem Besuch im Spital: "Der Start ist glaub ich nicht gefährdet, fahren könnt ich schon. Ich muss mir das noch anschauen, wie ich heute gefahren bin. Beim Start hab ich einen Streß gehabt, weil wahnsinnig viele ausgelassen haben. Es hat alles zusammen gespielt. Ich hab den Sprung gedrückt, aber der Sprung hängt etwas weg. Ich hab einen Gegendruck bekommen und bei der Geschwindigkeit kommen dann die Skier nach oben." In der ÖSV-internen Qualifikation zwischen Werner Franz und Christoph Gruber war Franz um vier Zehntelsekunden schneller als Gruber und hat damit einen Startplatz am Samstag sicher.

Janica Kostelic führt nach WM Kombi-Abfahrt

Die Kroatin Janica Kostelic liegt bei der alpinen Ski-WM im italienischen Santa Caterina in der Kombination nach der Abfahrt vorn. In 1:31,31 Minuten hat sie vor den beiden Slalom-Läufen 0,66 Sekunden Vorsprung auf die Schwedin Anja Pärson. Die Österreicherin Renate Götschl und Lindsey Kildow aus den USA sind zeitgleich 1:32,01 Minuten Dritte. Die besten Chancen auf eine Medaille hat aus dem ÖSV-Team die auf Rang sieben platzierte Elisabeth Görgl. Die Steirerin fuhr eine starke Abfahrt und verlor nur 1,2 Sekunden auf Kostelic. Von Pärson trennen sie nur sechs Zehntel. Die DSV Rennläuferin Martina Ertl (Lenggries) ist mit 2,13 Sekunden Rückstand auf Pärson 16., Monika Bergmann-Schmuderer liegt 3,41 Sekunden zurück auf Rang 23. Marlies Oester aus der Schweiz (22.) handelte sich als beste Schweizerin bereits einen grossen Rückstand auf die Spitze ein. Fränzi Aufdenblatten liegt vor den Kombi-Slaloms auf Rang 17. Noch klarer als erwartet ist Janica Kostelic nun in der Favoritenrolle beim Kampf um den WM Kombinationstitel - aber gerade bei den zwei ausstehenden Slalomdurchgängen kann noch einiges geschehen.

Kombination: Anja Pärson vs. Janica Kostelic

Fragt man die Skifachleute im italienischen Bormio wer am Freitag um 19.00 Uhr Weltmeisterin in der Kombination wird fallen nur zwei Namen. Anja Pärson oder Janica Kostelic. "Janica ist wirklich stark und für mich die große Favoritin auf Gold. Es sind alle gute Slalom-Läuferinnen, deshalb werden sie alle versuchen, in der Abfahrt eine gute Zeit hinzulegen. Wenn du nach der Abfahrt mehr als eine halbe Sekunde Rückstand hast, wird es sehr schwer. Der Slalom wird sehr kurz und auch sehr einfach sein", meinte Pärson. "Wer von uns die bessere Abfahrt fährt, wird vorne sein", gab sich Olympiasiegerin und WM-Titelverteidigerin Kostelic forsch. Gold und Silber also bereits vergeben ? Am ehesten könnte die Österreicherin Marlies Schild den beiden Topfavoriten einen Strich durch die Rechnung machen. Aber auch die angeschlagenen "Seniorin" und Kombiweltmeisterin von St. Anton 2001 Martina Ertl sowie die "Juniorin" und Bronzemedaillen Gewinnerin im SUPER G von Santa Catarina Julia Mancuso, wäre eine Überraschungsmedaille zuzutrauen. Warten wir es ab !

Raich gewinnt Gold in der Kombination

Der 26-jährige Pitztaler Benjamin Raich beweist Nervenstärke und holt sich mit 3:19,10 verdient die Goldmedaille. 14 Jahre nach seinem Tiroler Landsmann Stephan Eberharter ist er Weltmeister in der Kombination.
Im Ziel strahlte der frischgebackene Weltmeister mit den Flutlichtscheinwerfern um die Wette, die Goldmedaille erhält er erst am Samstag Abend. "Super! Es war ein Riesenziel von mir und beweist, dass wir gut gearbeitet haben! Ich habe jetzt schon sehr lange darauf- hingearbeitet, das ist mittlerweile schon meine 4. WM und ich war eigentlich immer sehr gut drauf, hab immer die Chance gehabt und jetzt hab ich's endlich geschafft!" Wie immer bei Weltmeisterschaften hat auch diesmal Norwegen wieder eine Medaille geholt. Diesmal ist es Aksel Lund Svindal, der 0,91 Sekunden hinter dem Tiroler die Silbermedaille erreicht. Bronze geht an den Italiener Giorgio Rocca (+0,98). Auch der 2. Lauf war geprägt von Windböen. Man hatte fast den Eindruck, dass er einige Läufer den Berg fast wieder hinaufgeschoben hätte. Auf den Plätzen 4 bis 10, die ja bei Weltmeisterschaften keine Bedeutung haben befinden sich: 4. Michael Walchhofer (AUT +1,45), 5. Silvan Zurbriggen (SUI +1,88), Lasse Kjus (NOR +2,24), 7. Daniel Albrecht (SUI +2,27), 8. Pierrick Bourgeat (FRA +2,43), 9. John Kucera (CAN +3,63) und 10. Francois Bourque (CAN +3,80).
Auch der Medaillensammler Kjetil - Andre Aamodt (NOR) machte es noch sehr spannend und hätte beinahe seine 13. WM-Medaille erreicht, aber leider machte er einen Torfehler und wurde disqualifiziert.
Im 2. Slalomdurchgang schieden Kjetil-Andre Aaamodt (NOR), Peter Fill (ITA), Andrej Sporn (SLO), Ales Gorza (SLO), Hubertus von Hohenlohe (MEX) aus. DSV-Läufer war in dieser Disziplin leider keiner am Start.
Mit Benni Raich hat einer der Favoriten gewonnen nachdem sein schärfster Rivale Bode Miller (USA) bereits in der Kombinationsabfahrt einen Ski verlor und nach langer, perfekter Einskitechnik dann doch ausschied. Im Ziel sagte der Amerikaner vor dem zweiten Slalomlauf, dass er sehr enttäuscht sei und versuche diese Enttäuschung bis Samstag zur Spezialabfahrt loszuwerden.
Morgen geht es mit der Kombination der Damen weiter. Die Herren haben noch ein Abfahrtstraining bei dem es leider für die Österreicher Christoph Gruber und Werner Franz auch noch um die Qualifikation geht.

Aus dem Skiweltcup Infopoint: M. Riedler

Pärson Schnellste im Training

Die ersten Anwärterinnen auf Kombinations-Gold haben überraschend auch das Abfahrtsabschlusstraining dominiert. Anja Pärson fuhr Bestzeit (zeitgleich mit Ingrid Jacquemod), Janica Kostelic belegte Platz 3. Anja Pärson bestätigte mit ihrer Bestzeit ein weiteres Mal ihre Fortschritte in der Abfahrt. Schnellste in einem Training war die Schwedin schon einmal gewesen - im Dezember 2003 in St. Moritz. Im Rennen schied sie damals allerdings aus. Ingrid Jacquemod hatte bereits vor vor einem Monat gezeigt, dass ihr die Strecke gut liegt, als sie hier das zweite Ersatzrennen für Val d´Isère für sich entschied. Die Österreicherinnen versuchten sich eher im Wettbremsen (für das Rennen gilt das gestürzte Ergebnis des Abschlusstrainings): Katja Wirth belegte Rang 15, Michaela Dorfmeister Rang 21, Alexandra Meissnitzer verbremste sich und wurde nur 32. "Speed Queen" Renate Götschl wurde nach dem Training disqualifiziert und muss wohl mit Startnummer 31 ins Rennen gehen. Nadia Styger war als Siebente beste Schweizerin. Die Deutsche Petra Haltmayr wurde 10., Hilde Gerg 14. und Martina Ertl 25.

Benjamin Raich greift nach der Goldmedaille in der WM-Kombination

Mit Laufbestzeit im 1. Slalomdurchgang der WM-Kombination jagte der Österreicher Benni Raich seinem Teamkollegen Michael Walchhofer die Führung ab. Der Kombi-Abfahrtssieger Walchhofer liegt +0,42 Sekunden hinter Raich und wird es sehr schwer haben sich in den Medaillenrängen zu halten, den auch Aksel Lund Svindal (NOR +0,78) auf dem 3. Platz, Kjetil-Andre Aamodt (NOR +1,25) 4. und Giorgio Rocca (ITA +1,62) auf dem 5. Rang hoffen mit einem guten zweiten Lauf auch aufs Treppchen zu fahren und eine Medaille zu ergattern. Dahinter lauern, allerdings schon mit relativ großen Abständen, aber auch nicht ohne Medaillenhoffnung, als 6. Silvan Zurbriggen (SUI +2,02), 7. Lasse Kjus (NOR +2,35), 8. Daniel Albrecht (SUI +2,42), 9. Ales Gorza (SLO +2,53) und 10. Andrej Sporn (SLO +2,57).
Ein wenig beeinträchtigt wurde der 1. Lauf von ziemlich heftigen Windböen, die die Medaillenanwärter Michael Walchhhofer und Mario Matt aus dem österreichischen Team und viele andere, die aber nicht im Kampf um Medaillen dabei sind betrafen. Der 2. Lauf beginnt um 18.00 Uhr und wir werden sehen welcher Läufer dann sein goldenes Lächeln aufsetzen darf.

Aus dem Skiweltcup Infopoint: M. Riedler

Walchhofer führt in WM-Kombi

Michael Walchhofer führt nach der Abfahrt der WM-Kombination in Bormio. Der Salzburger unterstrich seine Favoritenrolle für die Spezial-Abfahrt und blieb 1,05 Sek. vor dem Italiener Peter Fill, Dritter würde der Norweger Kjetil Andre Aamodt Aamodt (NOR). Die Hoffnungen von Bode Miller auf sein zweites WM Gold im zweiten Bewerb zerplatzen früh. Der US-Boy verliert kurz nach dem Start einen Ski und scheidet aus. Top-Favorit nach der Abfahrt und dem Ausfall von Bode Miller ist nun Benni Raich, der eine gute Abfahrt fuhr und Rang vier belegt. Die Konkurrenz ist aber größer als erwartet: So mischen der Italiener Giorgio Rocca und Silvan Zurbriggen sicher mit, aber auch die Norweger Kjetil Andre Aamodt, Lasse Kjus oder Aksel Lund Svindal finden sich in einer guten Ausgangsposition wieder. Die österreichischen Slalomspezialisten Mario Matt und Kurt Engl klassierten sich auf den Plätzen 19 und 24. Weiter geht es ab 15:30 Uhr mit dem ersten Slalom-Durchgang.

Kombiabfahrtstart auf 11.45 Uhr verschoben

Der Start zur Kombinationsabfahrt der Herren wurde erneut von 11.00/11.30 Uhr auf 11.45 Uhr verschoben. Grund: Wind im oberen Teil der Strecke. Es wird nicht über den "St. Pietro Sprung" gefahren, sondern seitlich vorbei. Der Startintervall wurde von 2 Minuten auf 1,15 Minuten verkürzt. Die Chancen stehen bei über 90 % das die Kombinationsabfahrt heute gestartet wird - wenn nicht, würde heute der Kombinationsslalom und morgen die Kombinationsabfahrt stattfinden.

Maier und Strobl für WM-Abfahrt nominiert

Wie bereits heute Nachmittag von uns vermutet wurde Österreichs Ski-Star Hermann Maier und Fritz Strobl von den ÖSV Trainern für die Weltmeisterschafts-Abfahrt am Samstag in Bormio nominiert. "Strobl und Maier haben schon große Erfolge gefeiert. Deshalb sind sie gesetzt", sagte ÖSV-Cheftrainer Toni Giger. Werner Franz und Christoph Gruber müssen sich am Freitag, im vierten und letzten Training um den fünften Startplatz für die WM-Abfahrt in Bormio am Samstag duellieren. Franz, der im Vorfeld mit einigen Aussagen in Richtung der Trainer aufhorchen hatte lassen (u.a.: "Eine Quali am Freitag wäre Schwachsinn"), zeigte sich am Mittwochabend relativ einsichtig. "Donnerstag haben wir ohnehin einen Ruhetag, und dann müssen wir das eben wie eine Doppelabfahrt betrachten. Ich konzentriere mich weiterhin auf Samstag und gehe davon aus, dass ich an den Start gehen werden." Maier und Strobl hatten mit der Tatsache, dass sie nun am Samstag besonders unter Erwartungsdruck stehen dürften, kein Problem. "Das ändert nichts an der Tatsache, dass ich am Samstag eine Medaille holen muss. Wenn man für Österreich an den Start geht, ist es immer schwierig. Da ist Silber oft schon zu wenig", meinte Maier.

Österreich vs. USA - Der Kampf um Kombi Gold !

Wenn sich zwei streiten freut sich der Dritte. Nach diesem Motto gehen am Donnerstag die Norwegischen Elche Lasse Kjus und Kjetil-Andre Aamodt in den Kampf um die Kombinations Goldmedaille in Bormio. Topfavoriten sind aber die Österreicher Benjamin Raich und Michael Walchhofer, sowie der SUPER G Goldmedaillen-Gewinner Bode Miller aus den USA. Aber auch
die Schweizer Didier Defago, Silvan Zurbriggen und Daniel Albrecht sowie Lokalmatador Giorgio Rocca und der Franzose Pierrick Bourgeat haben gute Medaillenchancen. Die bisher einzige SUPER-Kombi (1*Abfahrt + 1*Slalomlauf) der laufenden Saison hat auf dem Wengener Lauberhorn Raich gewonnen. Da in Bormio wieder die traditionelle Kombination (Abfahrt und zwei Slalomdurchgänge) gefahren wird, ist dies sicher ein Vorteil für den Österreicher. Eine Tatsache, die vor allem Raich (bisher neun Slalomweltcup-Siege) entgegenkommen sollte. "Dadurch sind meine Chancen sicher größer", weiß Raich, der die seit 1991 (Stephan Eberharter in Saalbach) dauernde Gold-Durststrecke der ÖSV-Kombi-Herren beenden könnte. Gestartet wird der lange Kombi-Tag um 11.45 Uhr mit der Abfahrt, der Slalom wird um 15.30 und 18.00 Uhr gefahren - die zweite Herren-Entscheidung der WM fällt also bei Flutlicht.

Wettbremsen auf der Stelvio

Nach der Absage der ÖSV-Qualifikation war das 3. Abfahrtstraining der Herren wieder einmal ein "Wettbremsen" um gute Startnummern für die Kombination am Donnerstag. Deshalb kann man die Ergebnisse des Mittwochs beruhigt im Aktenordner "Besichtigungslauf" ohne besondere Vorkommnisse ablegen. Bestzeit fuhr der Kanadier Erik Guay in 1:54,62 Minuten. Auf den zweiten Rang kam der Amerikaner Daron Rahlves vor Kristian Ghedina aus Italien. Max Rauffer hat im dritten Abfahrtstraining den 15. Platz belegt. Der 32-jährige Leitzachtaler benötigte verkürzten Strecke 1:56,14 Minuten.

Ertl droht auszufallen

Martina Ertl bangt bei der WM in Santa Caterina um ihren Start in der Kombination. Die 31-Jährige konnte zwar am Training teilnehmen, fühlte sich aber durch ihre Gehirnerschütterung und Knieblessuren sehr geschwächt. "Ich habe mich runter gequält und ziemliche Kopfschmerzen", sagte die Lenggrieserin. Starker Wind hatte das Abfahrtstraining der Damen in Santa Caterina erneut beeinträchtigt. Nach der Absage am Vortag war am Mittwoch wegen des starken Windes nur ein verkürzter Testlauf ohne Zeitnahme möglich. Die Französin Marie Marchand-Arvier stürzte dabei schwer in die Fangzäune und musste mit dem Akja abtransportiert werden. Die Wetterprognosen für das Qualifikationstraining am Donnerstag sind allerdings günstiger. Das Rennen ist für Sonntag geplant.

Trainerentscheid statt ÖSV-Qualifikation

Jetzt sind die ÖSV Trainer gefragt und eines ist sicher - nach der Entscheidung wird einer der vier Rennfahrer alles andere als zufrieden sein. Da die ÖSV-interne Qualifikation für die WM-Abfahrt der Herren in Bormio entfällt wird ein Trainerentscheid über die Aufstellung der Athleten bestimmen. Nachdem schon das Dienstag-Training nur auf verkürzter Strecke ausgetragen werden konnte, wird auch das Mittwoch-Training (11.45 Uhr) vom Kombinationsstart aus gefahren. Das ÖSV-Trainerteam entschied darauf hin, die Qualifikation zu streichen. Welche drei Läufer aus dem Quartett Hermann Maier, Christoph Gruber, Fritz Strobl und Werner Franz am Samstag eingesetzt werden ist zur Stunde noch nicht bekannt. Fixstarter sind Weltmeister Michael Walchhofer und Johann Grugger. Die ÖSV Trainer wollen am Abend entscheiden, welche Fahrer für das Rennen am Samstag nominiert werden. Folgende Nominierung scheint zur Zeit am wahrscheinlichsten: Fritz Strobl und Hermann Maier werden gesetzt. Das letzte Ticket wird am Freitag beim letzten Training zwischen Christoph Gruber und Werner Franz ausgefahren.

Miller im Superbowl Fieber

Am kommenden Montag ist Ruhetag in Bormio. Was würde also näher liegen als mal einen kleinen Ausflug zumachen. Von Bormio nach Jacksonville in den USA ! Der Gesamt-Weltcup-Leader und SUPER G Weltmeister Bode Miller hatte im Vorfeld der WM überlegt, zum Spiel, der aus seiner Heimat New England kommenden Patriots gegen die Philadelphia Eagles, nach Jacksonville zu reisen! Miller bekam jedoch von der Teamführung ein klares "No", nun wird er den Superbowl mit seinen Kollegen Daron Rahlves und Co. im USA-Haus in Bormio verfolgen. Für weiteres Aufsehen sorgte Miller, nachdem ihm kurzzeitig seine SUPER G Goldmedaille abhanden gekommen war. Der Amerikaner hatte das wertvolle Stück, bei einer Feier im US Haus, in seiner Jacke deponiert die geklaut wurde. Die Plakette wurde später am Tresen abgegeben, die Jacke blieb jedoch verschwunden. Schon die Goldmedaille für den Kombinationstitel 2003 in St. Moritz hatte Miller verloren. Der Amerikaner hatte das Edelmetall angeblich benutzt, um den wackelnden Toilettendeckel in seinem Appartement stabiler zu machen.

Gruber im Training vorn

Der Österreicher Christoph Gruber hat bei den alpinen Weltmeisterschaften im italienischen Bormio das zweite Training für die Abfahrt als Schnellster beendet. Bei unterschiedlichen Windbedingungen meisterte er die verkürzte Abfahrt in einer Zeit von 1:54,13 Minuten vor seinem Landsmann Fritz Strobl (1:54,16) und dem Britten Finlay Mickel (1:54,60). Wegen starken Windes wurde vom Kombi-Start gefahren. Die Entscheidung über die österreichischen Starter in der Abfahrt soll nun, eine Wetterbesserung vorausgesetzt, im dritten Training am Mittwoch fallen. Dann wird auch Hermann Maier zulegen müssen. Ginge es nach dem Dienstag-Resultat, wäre der Flachauer nur Zuschauer, er landete auf Rang 18 und war damit schlechter platziert als die Konkurrenten Gruber, Strobl und Mario Scheiber (11.). ÖSV Fixstarter Michael Walchhofer verzichtet auf den Lauf und trainiert in Hinblick auf die Kombination Slalom. Bei den Schweizern tat Didier Défago einen Schritt nach vorn. Trotz der Annullierung der internen Ausscheidung lieferte das Training einige "harte" Fakten. Zumindest vom Eindruck her löste Défago mit einem 5. Rang eine Option auf einen Startplatz. Die Deutschen Florian Eckert und Max Rauffer landeten auf den Plätzen 20 und 21 mit knapp zwei Sekunden Rückstand auf den Trainingsbesten. Falls bis Samstag nicht mehr trainiert werden kann, würde das Rennen aufgrund der Umkehrung der Rangliste dieses Trainings gestartet, Gruber und Strobl mit den Nummern 29 und 30 - Miller noch weiter hinten. Die Top 10 Fahrer beim 2. WM Abfahrtstraining der Herren in Bormio: 1. Christoph Gruber (AUT) 1:54,13. 2. Fritz Strobl (AUT) 0,03. 3. Finlay Mickel (GBR) 0,47. 4. Kurt Sulzenbacher (ITA) 0,51. 5. Didier Défago (SUI) 0,56. 6. Daron Rahlves (USA) 0,61. 7. Bruno Kernen (SUI) 0,67. 8. Jürg Grünenfelder (SUI) 0,75. 9. Silvan Zurbriggen (SUI) 0,84. 10. Kristian Ghedina (ITA) 0,85.

Damen-Training abgesagt - ÖSV Herren Quali am Mittwoch !

Das zweite Training für die Damen-Abfahrt bei der alpinen Ski-WM in Santa Caterina ist abgesagt worden. Starker Wind und Neuschnee machten eine Übungsfahrt auf der Piste Deborah Compagnoni unmöglich. Das zweite Training der Herren in Bormio soll wegen heftiger Böen im oberen Teil der Stelvio-Piste ab 11.45 Uhr auf verkürzter Strecke stattfinden. Die ÖSV-interne Qualifikation für das Herren Rennen soll nun am Mittwoch über die Bühne gehen. Die WM-Rennen in sind für Samstag (Herren) und Sonntag (Damen) geplant.

Fritz Strobl für "WM-Kampf" am Dienstag fit !

Bereits am Dienstag geht es für 4 Österreicher um WM Medaillen. 3 aus 4 heißt die Rechenformel für die österreichischen Abfahrtsstars: Hermann Maier, Fritz Strobl, Werner Franz und Christoph Gruber. Alle 4 wären im Favoritenkreis für die WM Medaillen am Samstag, aber nur 3 werden die interne ÖSV-Quali am Dienstag "überleben". Fritz Strobl drückte dem ersten Abfahrts-Training am Montag in Bormio seinen Stempel auf und meldet so Ansprüche auf das letzte ÖSV-Ticket für Samstag an. "Eine Qualifikation ist immer auch ein Glücksspiel, aber ich hoffe, dass ich im Rennen mit von der Partie bin! Mir fehlen zum Teil die Ergebnisse, aber ich weiß, dass ich schnell bin", sagte Fritz Strobl seinen Konkurrenten den Kampf an. Der Olympiasieger erzielte am Montag in Bormio klare Bestzeit, sieben Zehntel vor dem Schweizer Bruno Kernen und fast eine Sekunde vor Super-G-Weltmeister Bode Miller (USA). Hermann Maier verliert zwar als Sechster mehr als eine Sekunde auf Fritz Strobl, lässt aber Christoph Gruber (12) und Werner Franz (14) klar hinter sich. Der "Herminator" geht die Quali ganz locker an: "Ich will schnell und sauber fahren, aber das will ich eigentlich immer! Deshalb mache ich mir keine Gedanken über die Quali! Ich bin immer für einen Sieg gut. Und das wissen auch die Trainer". Etwas sauer reagierte über den "Nich-Fix-Startplatz" Werner Franz: "Von Euch", entfuhr es Werner Franz am Sonntag im ORF und meinte damit den Trainerstab, "werde ich mich sicher nicht aus der Ruhe bringen lassen...". Somit könne wir Skifreunde uns auf ein internes "ÖSV WM Rennen" freuen, und wie bei allen großen Rennen wird es auch am Dienstag einen undankbaren 4. Platz geben. Aus Schweizersicht haben sich Bruno Kernen (2.) und Ambrosi Hoffmann (7.) bereits am Montag für die WM-Abfahrt vom Samstag qualifiziert. Didier Défago (13.), Silvan Zurbriggen (16.) und Jürg Grünenfelder (17.) werden am Dienstag den dritte Schweizer Starter ausfahren. Der vierte wird am Mittwoch durch Trainer-Entscheid benannt. Nicht mit Ruhm bekleckern konnten sich die Starter des DSV: Max Rauffer landete mit einem Rückstand von 2,70 Sekunden als Bester DSV-Fahrer auf dem 19. Platz. Nach seinem sensationellen sechsten Rang vom Samstag enttäuschte Florian Eckert, mit einem Rückstand von 5,32 Sekunden wurde er am Ende 34. Die Top 10 Platzierten beim 1. WM Abfahrtstraining der Herren in Bormio: 1. Fritz Strobl (AUT) 1:57,69. 2. Bruno Kernen (SUI) 0,70. 3. Bode Miller (USA) 0,96. 4. Patrick Järbyn (SWE) 0,98. 5. Kristian Ghedina (ITA) 1,00. 6. Hermann Maier (AUT) 1,01. 7. Ambrosi Hoffmann (SUI) 1,23. 8. Daron Rahlves (USA) 1,24. 9. Michael Walchhofer (AUT) 1,35. 10. Johann Grugger (AUT) 1,35.

Michi Dorfmeister Schnellste beim 1. Damen WM Abfahrtstraining

Michaela Dorfmeister hat am Montag beim ersten WM-Abfahrtstraining souveräne Bestzeit erzielt. Die Niederösterreicherin verwies in Santa Caterina die Deutsche Hilde Gerg um neun Zehntel auf Rang zwei. Dritte wurde die Italienerin Isolde Kostner. Gesprächsthema Nummer 1 war jedoch der neu eingebaute Sprung nach 45 Fahrsekunden bei dem die Fahrerinnen zwischen 40 und 50 m weit fliegen. Er war zwar vor dem Training nach Intervention vieler Trainer um 20 Zentimeter abgetragen worden, gleichwohl sahen die meisten Fahrerinnen ihre Sicherheit nicht gewährleistet. Größter Kritikpunkt ist die Höhe, welche die Fahrerinnen erreichen. "Das macht keinen Sinn, Verletzungen zu provozieren. Es ist zu gefährlich", sagte Janica Kostelic stellvertretend für ihre Kolleginnen. Gerade an diesem Sprung kam auch die zum Favoritenkreis zählende US Amerikanerin Lindsey C. Kildow, böse zu Sturz. Am schwersten erwischte es jedoch die Deutsche Isabelle Huber, die ohne zu stürzen nach der Landung mit einem Kreuzbandriss abschwang. Selbst "Speed-Queen" Renate Götschl, die wie immer das erste Training locker anging und 23. wurde, plädierte dafür, die "Nase" noch einmal abzuhobeln. "An sich ist der Sprung schön, liegt auch wunderbar im Gelände. Aber er kommt ein bissl jäh daher." Dorfmeister war eine der wenigen, die gegen besagten Sprung nichts einzuwenden hatten. "Ich finde ihn super. Das gehört zu einer WM-Abfahrt." Die ÖSV- Starterinnen Katja Wirth belegte Rang 8 und Alexandra Meissnitzer musste sich mit Rang 21 begnügen. Für den DSV kam nach Hilde Gerg (2) nur noch Petra Haltmayr als 15. in die Platzierung. Bestklassierte Schweizerin wäre Nadia Styger als Siebente gewesen. Die Schweizerin ließ im untersten Streckenteil aber zwei Tore aus und wurde aus der Rangliste gestrichen. Somit war Fränzi Aufdenblatten als Neunte die Beste der drei Schweizerinnen. Sylviane Berthod, die sich im ersten Training jeweils nicht überwinden kann und die Sache entsprechend verhalten angeht, belegte Platz 18. Das zweite Training am Dienstag ist wegen Windes und leichten Schneefalls gefährdet, damit könnte das Qualifikationstraining sogar auf Freitag verschoben werden. Wann auch immer, es wird eine taktische Angelegenheit werden, denn alle wollen wegen des aufkommenden Schattens im Rennen eine "sonnige" Nummer zwischen zehn und 15. Die Top 10 Rennfahrerinnen beim 1. WM Abfahrtstraining in Santa Catarina: 1. Michaela Dorfmeister (AUT) 1:42,41. 2. Hilde Gerg (GER) 0,90 zurück. 3. Isolde Kostner (ITA) 1,01. 4. Emily Brydon (CAN) 1,28. 5. Anja Pärson (SWE) 1,52. 6. Carolina Lalive (USA) 1,54. 7. Katja Wirth (AUT) 2,12. 8. Bryna McCarty (USA) 2,14. 9. Fränzi Aufdenblatten (SUI) 2,17. 10. Carole Montillet (FRA) 2,19.

Isabelle Huber beim 1 Damen-Abfahrtstraining schwer verletzt

Isabelle Huber hat sich im ersten Training für die Abfahrt der Damen bei den Ski-Weltmeisterschafen in Santa Caterina einen Kreuzbandriss zugezogen. Bei einer Untersuchung bestätigte sich der Verdacht auf die schwere Verletzung im linken Knie. Isabelle Huber wird frühestens im nächsten Winter wieder Rennen bestreiten können. Die 23-Jährige konnte nach einem Sprung einen Sturz verhindern, musste aber den Lauf abbrechen und wurde mit Verdacht auf Kreuzbandriss ins Tal gefahren werden. Isabelle Huber hatte sich erst im letzten Rennen für die WM in Italien qualifizieren können.

Martina Ertl mit Meniskusquetschung im Knie

Martina Ertl kann am Montag nicht zum ersten Abfahrtstraining bei der Ski-WM in Santa Caterina antreten. Bei ihrem Sturz im Super-G hat sich die 31-Jährige neben Prellungen auch eine Meniskusquetschung im Knie. Ein Start in der alpinen Kombination am Freitag ist für die Lenggrieserin aber nicht gefährdet. Ertl will bei ihrer letzten WM zudem noch in Riesenslalom, Slalom und Team-Wettbewerb antreten.

Kampf um ÖSV Abfahrtstickets beginnt

Ab Montag stehen in Bormio die Trainingsläufe für die Abfahrt auf dem Programm. Beim ÖSV geht es dabei um die Vergabe der Starttickets für das WM Highlight am Samstag. Fix dabei sind am Samstag Titelverteidiger Michael Walchhofer und Johann Grugger. Um die drei freien ÖSV-Startplätze kämpfen in einer internen Qualifikation Hermann Maier, Fritz Strobl, Werner Franz und Christoph Gruber. Geplant ist die Qualifikation für Dienstag, also für das zweite Abfahrtstraining. Sollten die relativ schlechten Wetterprognosen Wirklichkeit werden, dann wird die Ausscheidung auf Mittwoch verschoben. Wenn auch da kein Training stattfinden kann bzw. keine fairen Bedingungen vorherrschen, dann wird es laut ÖSV-Herrenchef Toni Giger "eine neue Entscheidung" geben. "Es wird jeweils vor dem Training bekannt gegeben, ob das Training als Quali gilt. Das erste Training am Montag wird in die Entscheidung nicht mit- einbezogen."

Anja Pärson is SUPER G Weltmeisterin 2005 

Anja Pärson hat sich am Sonntag den Weltmeister-Titel im Super-G der Damen geholt. Die Schwedin hat sich mit dem ersten Sieg im Super-G ihr drittes WM-Gold gesichert. Bis zum zweiten Platz beim Super-G von Cortina Ende Januar war sie in dieser Disziplin nie über den 6. Rang hinausgekommen. Die Silbermedaille geht an die Bruneckerin Lucia Recchia und lässt die Veranstalter und das italienische Heimpublikum jubeln. Reccia stand im ersten Frauenrennen an der Spitze einer überragenden italienischen Mannschaft, welche die Plätze zwei, vier und fünf belegte. Bronze sicherte sich die junge US Amerikanerin Julia Mancuso. Für das ÖSV & DSV Team gab es eine handfeste Ohrfeige: Hatten sie in der Weltcup-Saison die Rennen dominiert, so klappte es ausgerechnet bei der WM überhaupt nicht. Beste ÖSV Läuferin wurde die 19-jährige Debütantin Andrea Fischbacher auf Rang sieben, Silvia Berger belegte Platz elf. Titelverteidigerin Michaela Dorfmeister aus Österreich fuhr an einem Tor vorbei und schied ebenso wie Alexandra Meissnitzer aus. Die Führenden im Super-G-Weltcup, Renate Götschl, verlor im oberen Streckenabschnitt einen Stock und fuhr nur als 22. ins Ziel. Götschl: "Ich kann leben damit. Ich hab's probiert, es ist halt nicht gegangen. Ohne Stecken kann man nichts gewinnen. Ich wollte ein gutes Rennen fahren. Aber wenn so was passiert. Das heute war wieder einmal so ein Rennen, wo die Favoriten gestorben sind. Das ist bei der WM schon oft passiert." In einem Rennen, in dem alle Favoriten versagten, war die Lenggrieserin Hilde Gerg als 13. in 1:19,07 Minuten beste Deutsche. Martina Ertl (Lenggries) stürzte nach dem vierten Tor, blieb aber unverletzt. Petra Haltmayr (Rettenberg) kam in 1:20,17 nicht unter die ersten 20. "Ich habe oben ein Riesenfehler gemacht. Da habe ich schon gedacht, soll ich abschwingen oder den Lauf noch als Abfahrtstraining mitnehmen", erklärte Hilde Gerg enttäuscht. Als beste Schweizerin klassierte sich Nadia Styger auf dem ansprechenden 8. Platz. Bei einem groben Fehler im Startabschnitt hatte die Schweizerin bereits alle Chancen vergeben. "Schade", meinte Styger, "dieser Fehler war einer zuviel. Ich wollte es gut machen, stand aber zu wenig konsequent auf dem Ski. " Sylviane Berthod und Fränzi Aufdenblatten belegten die Ränge 16 und 18. Die Top 10 Rennläuferinnen beim WM-SUPER G der Damen in Santa Catarina: 1. Anja Pärson (SWE) 1:17,64. 2. Lucia Recchia (ITA) 0,45 zurück. 3. Julia Mancuso (USA) 0,76. 4. Nadia Fanchini (ITA) 0,79. 5. Isolde Kostner (ITA) 0,90. 6. Tina Maze (SLO) 1,03. 7. Andrea Fischbacher (AUT) 1,09. 8. Nadia Styger (SUI) 1,15. 9. Lindsey Kildow (USA) 1,18. 10. Kirsten Clark (USA) 1,30.

Goldige ÖSV-Damen sind Favoriten beim Super G

Dank Renate Götschl, Michaela Dorfmeister und Alexandra Meissnitzer, die vier der letzten fünf Weltcup-Super-Gs gewonnen haben, sind die ÖSV Damen Favoritinnen beim Kampf um den Weltmeistertitel im SUPER G. Am Start steht das wohl beste ÖSV Super-G-Team aller Zeiten, denn neben der WM-Debütantin Andrea Fischbacher und Silvia Berger bietet Österreich mit Renate Götschl, Titelverteidigerin Michaela Dorfmeister und Alexandra Meissnitzer gleich drei Saisonsiegerinnen in dieser Disziplin auf. Mandl begründete seine Entscheidung für die Junioren-Weltmeisterin im Super G Fischbacher, unter anderem damit, dass das Rennen auf einer harten Kunstschneepiste über die Bühne geht. "Das spricht für Fischbacher, ebenso wie die Tatsache, dass sie mit Nummer zwei oder drei starten kann", sagte der Damen-Chef. Herausgefordert werden die ÖSV-Damen vor allem von einer Amerikanerin: Lindsay Kildow. Die 20-Jährige fuhr bereits dreimal aufs Stockerl, der große Wurf glückte Kildow aber im Super G nicht. Noch nicht. "Ich habe viel Selbstvertrauen. Der Kurs ist sehr schnell und technisch, das kommt mir entgegen", so die Amerikanerin am Freitag. Abgesehen von Kildow sind auch Hilde Gerg, Anja Pärson und vielleicht Ingrid Jacquemond für eine Medaille gut. Die Französin gewann die Generalprobe in Santa Catarina, allerdings in der Abfahrt. "Ich bin in bestechender Form", versichert jedenfalls Jacquemond. Aus Schweizer Sicht geht man wenig verheissungsvoll ins Rennen. Die letzten beiden Weltcup-Rennen im Super G endeten in einem Fiasko. Keine Schweizerin klassierte sich unter den ersten 20. Dem widerspricht Marie-Theres Nadig: "Das ist eine negative Darstellung. Nadia Styger befand sich auf dem Weg zu einem Top-Ten-Platz, ehe...". Positiv denken und das Negative ausblenden - im Schweizer Frauen-Team herrscht das Prinzip Hoffnung.

Bode Miller Weltmeister im SUPER G

Der Amerikaner Bode Miller hat zum Auftakt der alpinen Ski-Weltmeisterschaften im italienischen Bormio den Titel im Super-G und damit seine dritte WM-Goldmedaille gewonnen. Vor zwei Jahren war Miller mit den Titeln im Riesenslalom und in der Kombination sowie der Silbermedaille im Super-G der erfolgreichste Fahrer der WM in St. Moritz gewesen. Der US-Boy hatte nach seinem Super-Start im Weltcup seit Sestriere nicht mehr gewonnen. Rechtzeitig zur WM ist er aber wider voll da. Dem 27-Jährigen gelang auf der Stelvio ein perfekter Lauf. Miller fuhr mit 1:27,55 Bestzeit vor den Österreichern Michael Walchhofer (1:27,69) und Benjamin Raich (1:28,23). Hermann Maier belegt den undankbaren vierten Platz. Damit geht der Herminator erstmals bei einer WM im Super-G leer aus. Stephan Görgl wird 21. Florian Eckert aus Lenggries sorgte für einen gelungenen deutschen WM-Auftakt: Der 25-Jährige wurde in 1:28,69 Minuten überraschend Sechster und erzielte damit das beste Super-G-Resultat seiner Karriere. Die Schweizer mit vier Fahrern in den ersten 17 zeigten eine ansprechende Teamleistung. In den Kampf um die Podestplätze vermochte jedoch keiner einzugreifen; Didier Défago lag fast eine Sekunde hinter dem drittklassierten Benjamin Raich zurück. Défago war wohl (wie erwartet) der beste Vertreter von Swiss-Ski, er musste aber gleichwohl einem Trainingskollegen den Vortritt lassen: Der Liechtensteiner Marco Büchel wurde Fünfter. Die Top 10 Rennläufer beim WM SUPER G der Herren in Bormio: 1. Bode Miller (USA) 1:27,55. 2. Michael Walchhofer (AUT) 0,14 zurück. 3. Benjamin Raich (AUT) 0,68. 4. Hermann Maier (AUT) 0,85. 5. Marco Büchel (LIE) 1,06. 6. Florian Eckert (GER) 1,14. 7. Aksel Lund Svindal (NOR) und Didier Défago (SUI) 1,61. 9. David Poisson (FRA) 1,69. 10. Daron Rahlves (USA) 1,70.

Der Super-G wird von Kristian Ghedina eröffnet.

Der große Favorit beim Auftakt der Titelkämpfe, der ohne den zurückgetretenen Titelverteidiger Stephan Eberharter über die Bühne geht, ist Hermann Maier, der am vergangenen Montag die Generalprobe in Kitzbühel gewonnen hat. Die weiteren drei Österreicher - Michael Walchhofer (Startnummer* 28), Stephan Görgl (25*) und Benjamin Raich (26*) - zählen wie die US-Amerikaner Daron Rahlves (29*) und Bode Miller (27*) zu den ersten Herausforderern Maiers, der mit 21 Weltcup-Siegen überlegen die ewige Super-G-Rangliste anführt. "Ein wahnsinnig langer Super-G mit vielen Übergängen und sehr, sehr unruhiger Piste. Der könnte kräfteraubender als die Abfahrt werden - und die ist schon am Limit", so Maier, der 2003 in St. Moritz zeitgleich mit Bode Miller Zweiter hinter Stephan Eberharter war. Andreas Ertl und Florian Eckert gehen als Außenseiter mit den Startnummern 8 und 9 ins Rennen. Drei der vier Schweizer gehen unmittelbar hintereinander ins Rennen. Ambrosi Hoffmann, Bruno Kernen und Didier Défago starten mit den Nummern 15, 16 und 17. Tobias Grünenfelder trägt die 21. Die Südtiroler Kurt Sulzenbacher und Peter Fill starten als Vierter bzw. als Vierzehnter.
Hubertus von Hohenlohe, der blau- und kaltblütige Wahlmexikaner, stürzt sich mit Nummer 63 ins Tal.

Janica Kostelic verzichtet auf Super-G

Im Super-G der Frauen am Sonntag wird mit Janica Kostelic die Olympia-Zweite von Salt Lake City fehlen. Die Kroatin will ihre Kräfte einteilen und verzichtet auf ihre derzeit wohl schwächste Disziplin. Der Super-G ist die einzige Disziplin, in der Kostelic in diesem Winter keinen Podestplatz belegen konnte.

Die Ski Weltmeisterschaft 2005 ist eröffnet !

Die 29. alpinen Ski-Weltmeisterschaften im italienischen Bormio haben begonnen. Der Präsident des Internationalen Skiverbandes FIS, Gian-Franco Kasper, eröffnete die Titelkämpfe. Für die elfköpfige deutsche Mannschaft marschierte Petra Haltmayr (Rettenberg) ins Zielstadion von Bormio ein. Bis zum 13. Februar kämpfen über 300 Athleten aus 62 Ländern um die Medaillen. Die erste von elf Entscheidungen fällt am Samstag im Super-G der Herren.

Hilde Gerg will Gold

Martina Ertl rechtzeitig in Bestform, Hilde Gerg bereit zur Operation Gold und die einst belächelten Herren mit den Weltcup-Siegern Alois Vogl und Max Rauffer so gut wie seit Jahren nicht mehr: Die deutschen Skirennfahrer reisen mit großen Hoffnungen zu den 29. alpinen Weltmeisterschaften vom 28. Januar bis 13. Februar nach Bormio und Santa Caterina und wollen endlich die Schmach von St. Moritz tilgen. "Wir fahren mit dem Anspruch nach Italien, Medaillen zu gewinnen", sagte der Alpin-Chef des Deutschen Skiverbandes (DSV), Walter Vogel. Trotz des Optimismus sitzt den Verantwortlichen und Athleten aber auch die Angst im Nacken. Nach dem WM-Debakel von 2003 wäre ein erneutes Großereignis ohne Edelmetall ein kaum zu verdauender Tiefschlag.

ÖSV mit 25 Aktiven zur WM nach Bormio

Das Aufgebot des ÖSV für die am Samstag beginnende alpine Ski-WM in Bormio umfasst mit 13 Herren und zwölf Damen 25 Aktive. Österreich schöpft damit nicht das mögliche volle Kontingent von 26 aus. Laut Alpinchef Hans Pum sind nämlich alle Disziplinen "ausreichend und sehr gut besetzt". Mit dabei sind die Slalom-Spezialisten Kurt Engl und Sabine Egger sowie die 19-jährige Andrea Fischbacher, während der verletzte Andreas Schifferer (er feiert nach der WM sein Weltcup-Comeback) und Kraus Kröll nicht berücksichtigt wurden. "Küken" des ÖSV-Teams ist die 18-jährige Niederösterreicherin Kathrin Zettel, die sich mit ihrem sechsten Slalom-Rang von Marburg qualifiziert hat. Senior ist der Abfahrer Werner Franz, der am 8. März 33 Jahre alt wird. Für den Super-G der Herren, das erste WM-Rennen am Samstag, wurden mit Hermann Maier, Michael Walchhofer und Benjamin Raich bereits drei Fixstarter nominiert. Um den vierten Startplatz absolvieren Fritz Strobl und Beaver-Creek-Sieger Stephan Görgl laut Pum am Donnerstag eine interne Qualifikation. Für den Damen-Super-G am Sonntag wird über den fünften Startplatz neben Titelverteidigerin Michaela Dorfmeister, Renate Götschl, Alexandra Meissnitzer und Silvia Berger in Bormio entschieden. In Italien werden auch alle anderen Kriterien (Abfahrtsquali etc.) festgelegt. Pum setzte sechs bis acht Medaillen als Ziel: "Das ist realistisch. Ich habe große Erwartungen, denn wir haben eine starke Mannschaft. Speziell bei den Herren haben wir eine erfahrene Mannschaft. Bei den Damen haben wir etliche Jüngere, die wertvolle Erfahrungen sammeln können. Sie sind aber sehr schnell, und wenn alles passt, können auch sie vorne mitmischen", sagte der Oberösterreicher. ÖSV-HERREN-WM-Team für Bormio: Kurt Engl - Werner Franz - Stephan Görgl - Christoph Gruber - Johann Grugger - Hermann Maier - Mario Matt - Manfred Pranger - Benjamin Raich - Mario Scheiber - Rainer Schönfelder - Fritz Strobl - Michael Walchhofer.
ÖSV-DAMEN-WM-Team für Bormio: Silvia Berger - Michaela Dorfmeister - Sabine Egger - Andrea Fischbacher - Elisabeth Görgl - Renate Götschl - Nicole Hosp - Michaela Kirchgasser - Alexandra Meissnitzer - Marlies Schild - Katja Wirth und Kathrin Zettel

DSV WM-Aufgebot für Bormio steht fest

Folgende elf DSV-Aktive wurden von der Sportführung des Deutschen Skiverbandes (DSV) für die anstehenden Weltmeisterschaften 2005 in Bormio/ITA (28. Januar bis 13. Februar 2005) nominiert: Alpin Damen für die Wettbewerbe in Santa Catarina: Monika Bergmann-Schmuderer (SpVgg Lam), Martina Ertl (SC Lenggries), Hilde Gerg (SC Lenggries), Annemarie Gerg (SC Lenggries), Petra Haltmayr (SC Rettenbach), Isabelle Huber (SC Ruhpolding) Alpin Herren für die Wettbewerbe in Bormio: Florian Eckert (SC Lenggries), Andreas Ertl (SC Lenggries), Felix Neureuther (SC Partenkirchen), Max Rauffer (SC Leitzachtal), Alois Vogl (SC Zwiesel).

Swiss-Ski fährt nur mit 14 Athleten zur WM

Die WM-Mannschaft der Männer besteht aus neun Athleten, die - ausser der 20 Jahre junge Marc Gini - sich im Weltcup mindestens einmal in den ersten sieben oder zweimal in den ersten 15 klassiert haben. Konrad Hari, der nur einmal einen 12. Platz (im Dezember im Super-G in Beaver Creek) erreichte, ist wie erwartet nicht selektioniert worden. Mit 9 Männern und 5 Frauen ist die WM-Mannschaft von Swiss-Ski außergewöhnlich klein ausgefallen. 24 Fahrer und Fahrerinnen hätten nominiert werden können, maximal 14 pro Geschlecht. Das WM-Aufgebot der Männer: Daniel Albrecht (Jahrgang 1983, Fiesch), Marc Berthod (1983, St. Moritz), Didier Défago (1977, Morgins), Marc Gini (1984, Bivio), Jürg Grünenfelder (1974, Elm), Tobias Grünenfelder (1977, Elm), Ambrosi Hoffmann (1977, Davos), Bruno Kernen (1972, Wimmis) und Silvan Zurbriggen (1981, Glis). Die WM-Kriterien der Schweizer Damen erfüllten lediglich Fränzi Aufdenblatten, Sylviane Berthod, Sonja Nef, Marlies Oester und Nadia Styger, auf den Einsatz von jungen Fahrerinnen verzichtete Cheftrainerin Marie-Theres Nadig.

Italiens WM Team besteht aus 24 Athleten -
Acht Südtiroler bei Ski-WM dabei

Die Rennsportleiter der italienischen Ski-Alpin-Nationalmannschaft, Flavio Roda (Männer) und Tino Pietrogiovanna (Frauen), haben die 24 Athleten bekannt gegeben, die für die Weltmeisterschaft in Bormio und Santa Caterina Valfurva einberufen wurden. Die Ski-WM beginnt am Donnerstag. Insgesamt stehen 13 Männer im Aufgebot, darunter drei Südtiroler. Es sind dies Manfred Mölgg, der den Riesentorlauf, Slalom und den Mannschaftsbewerb bestreiten wird, Peter Fill, der in der Abfahrt, Super G, Kombination und im Mannschaftsbewerb startet, Kurt Sulzenbacher (Abfahrt und SuperG), Giorgio Rocca, Giancarlo Bergamelli, Cristian Deville, Massimiliano Blardone, Mirko Deflorian, Davide Simoncelli, Kristian Ghedina und Alessandro Fattori. Reserven zu Hause sind Alberto Schieppati und Patrick Thaler. Sie nehmen an Europacup-Rennen teil und stehen auf Abruf bereit. Bei den Frauen wurden hingegen 11 Athletinnen einberufen. Fünf davon kommen aus Südtirol: Karen Putzer, Nicole Gius, Manuela Mölgg, Isolde Kostner, Lucia Recchia, Nadia Fanchini, Elena Fanchini, Annalisa Ceresa, Chiara Costazza, Daniela Ceccarelli und Giulia Gianesini. Die Frauen-Nationalmannschaft hat in der heurigen Saison drei Podiumsplätze herausgefahren, alle mit Südtirolerinnen. Im Slalom mit Manuela Mölgg, im Super G mit Lucia Recchia und im Riesentorlauf mit Karen Putzer.

Stefan Eberharter startet im deutschen Team !

Mainz - Am kommenden Samstag, 29. Januar, startet die alpine Ski-WM 2005, die an zwei unterschiedlichen Orten ausgetragen wird. Die Damen fahren ihre Rennen in Santa Caterina, die Herren in Bormio. Das ZDF setzt den Schwerpunkt seiner Live-Berichterstattung im WM-Ort Bormio mit den Herren-Wettkämpfen in der Kombination (am Donnerstag, 3. Februar 2005, ab 11.35 Uhr), in der Abfahrt (am Samstag, 5. Februar 2005, ab 11.30 Uhr), im Riesenslalom (am Mittwoch, 9. Februar 2005, ab 9.05 Uhr) und im Slalom (am Samstag, 12. Februar 2005, ab 9.50 Uhr). Aus Santa Caterina überträgt das ZDF am Sonntag, 6. Februar 2005, ab 11.30 Uhr die Damen-Abfahrt. Hinzu kommt ein Novum in der Geschichte der alpinen Ski-WM der Nationencup, den das ZDF zum Abschluss der WM am Sonntag, 13. Februar 2005, ab 10.15 Uhr live überträgt. Bei diesem Mannschaftswettbewerb gehen aus den verschiedenen Nationen je zwei Damen und Herren im Super-G und im Slalom an den Start. Dem ZDF steht mit dem österreichischen Olympiasieger, Weltmeister und Gesamtweltcupsieger Stefan Eberharter ein kompetenter Gesprächspartner zur Verfügung, der darüber hinaus die Abfahrtsstrecken der Herren den Zuschauern vorstellen wird.

Die ARD grüßt: "Benvenuti á Bormio"

Am kommenden Wochenende geht es gleich richtig los: "Gold, Silber oder Bronze?" heißt es in den Super-G-Rennen. Ob Hilde Gerg oder Renate Götschl, ob Hermann Maier oder Bode Miller das Rennen macht - Gerd Rubenbauer kommentiert live alle Entscheidungen aus Bormio und Santa Caterina. An der Seite von Moderator Waldemar Hartmann stehen mit gewohnt fachkundigem Rat die ARD-Experten Christian Neureuther und Markus Wasmeier. Besonders Markus Wasmeier ist hochmotiviert: 20 Jahre nach seinem Weltmeistertitel in Bormio fährt er mit einer Kamera wieder die Pisten hinunter und erläutert bei Tempo 100 allen Skifans zu Hause die Schlüsselstellen und Schwierigkeiten der Strecke.

 



 

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