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Deutschland gewinnt Gold
im Nationenwettbewerb 2005

Versöhnlicher Abschluß
für das DSV-Team bei der alpinen Ski-WM in Bormio. Das DSV-Sixtett hat
völlig überraschend die Goldmedaille im Team-Wettbewerb gewonnen. Das
Team mit Martina Ertl, Hilde Gerg, Monika Bergmann-Schmuderer, Andreas
Ertl, Felix Neureuther und Florian Eckert gewinnt erstmals seit 2001
(Kombi-Gold von Martina Ertl in St. Anton) WM-Gold und siegte mit 26
Punkten vor Österreich (29) sowie Frankreich (38). Für das ÖSV-Team war
es die elfte Medaille bei der WM in der Region Lombardei. Die Schweizer
Hoffnung, im allerletzten Wettbewerb der WM in Bormio doch noch eine
Medaille zu gewinnen, war nur von kurzer Dauer. Sonja Nef fuhr in der
ersten Slalom-Serie Bestzeit und ließ sich dafür den einzigen
"Einer" des Teams von Swiss-Ski notieren. Silvan Zurbriggen kam
danach in seiner Abteilung nicht über den 6. Rang hinaus. Gleichwohl
fehlten dem Schweizer Sextett zu jenem Zeitpunkt nur drei Rangpunkte zum
3. Platz. Der kleine Funke war aber gleich darauf endgültig erloschen.
Fränzi Aufdenblatten büßte auf die Beste ihrer Serie zu viel Zeit ein,
musste sich den zweiten "Neuner" gefallen lassen. Österreich
vergab Gold zu Beginn des Slaloms, als Nicole Hosp nach einem Einfädler
zurücksteigen musste und dafür neun Punkte einfing. Noch schlimmer
erging es den USA, die neben den Österreichern als grösster
Titelanwärter gehandelt worden waren. Bode Miller und Co. mussten sich
hinter Frankreich mit Platz 4 bescheiden. Die Franzosen kamen so ebenfalls
zu ihrer ersten Medaille in Bormio, nachdem sie wie die Deutschen in St.
Moritz leer ausgegangen waren.
Deutschland punktegleich
mit Österreich in Führung

Die deutschen
Skirennfahrer haben bei der WM im Teamwettbewerb überraschend die
Führung nach dem Super-G übernommen. Das Sextett rangierte beim
abschließenden Bewerb der alpinen Ski-Weltmeisterschaft im italienischen
Bormio nach vier von acht Läufen mit 12 Strafpunkten vor Österreich. Die
Gold-Favoriten, Renate Götschl, Michael Walchhofer und Co., kamen
ebenfalls auf 12 Zähler, hatten aber die schlechteren
Einzelplatzierungen. Österreich trat mit Renate Götschl (5. in ihrer
Serie), Benjamin Raich (3.), Kathrin Zettel (2.) und Michael Walchhofer
(2.) an, Deutschland setzte auf Hilde Gerg (2.), Florian Eckert (2.),
Martina Ertl (1.) und Andreas Ertl (7.). Dritter vor den abschließenden
vier Slalom-Läufen in der erstmals ausgetragenen Konkurrenz ist das Team
aus Kanada. Für die USA, neben Österreich als grösster Anwärter auf
Gold gehandelt, lief es nicht wie gewünscht. Bode Miller und Daron
Rahlves gewannen wohl ihre Serien, Julia Mancuso und Lindsey Kildow
mussten sich nach Torfehlern aber einen "Neuner" gefallen
lassen. Die Amerikaner liegen mit 20 Rangpunkten auf Platz 4.Die Schweiz
hat als Siebente auf das drittplatzierte Kanada einen Rückstand von acht
Rangpunkten. Die Entscheidung fällt ab 13.00 Uhr in vier Slalomläufen.
Teambewerb aus Super-G
und Slalom
Die wichtigsten Infos zum neuen Bewerb im Überblick.
Gefahren wird in den
Disziplinen Super-G und Slalom. Pro Nation werden pro Disziplin vier
Athleten (je zwei Damen und Herren) fahren. Damen und Herren fahren auf
dem selben Kurs.
Eine Nationalmannschaft
besteht aus minimal vier und maximal sechs Läufern, wobei zumindest je
zwei Damen und Herren nominiert werden müssen. Das heißt, es ist auch
möglich, z.B. vier Herren und zwei Damen zu nominieren.
Ablauf: Zunächst findet
der Super-G mit vier "Rennserien" (Damen, Herren, Damen, Herren)
statt. Eine Serie wird immer nach dem gestürzten aktuellen
Gesamtklassement ausgefahren. Dasselbe passiert dann im anschließenden
Slalom - insgesamt acht Läufe sind also pro Nation zu absolvieren.
Zählweise: Platz 1
zählt einen Punkt, Platz 2 zwei Punkte usw.. Bei einem Ausfall oder der
Überschreitung der 108-Prozent-Marke - damit wird das Zurücksteigen
verhindert - wird man automatisch auf die letzte Stelle der
"Rennserie" gereiht. Wenn ein Land die Serie nicht besetzt, wird
es ebenfalls an die letzte Stelle, noch hinter die Ausgeschiedenen,
gereiht. Sollten nach acht Läufen zwei oder mehrere Nationen die gleiche
Punktzahl haben, geben zunächst die besten Platzierungen in den
Einzelläufen und anschließend die bessere Gesamtzeit aller Starter den
Ausschlag.
Die Pause zwischen den
Rennserien dauert jeweils zwei bis fünf Minuten ("TV-Break") -
in diesen muss ein Team nach dem anderen den nächsten Läufer bekannt
geben. Zeit dafür: jeweils 10 Sekunden. Sollte man in diesen den Namen
nicht nennen, gilt das als "nicht gestartet" - letzter Platz in
der Serie.
Wie im Fußball sind
auch im WM-Teambewerb Schiedsrichterentscheidungen
Tatsachenentscheidungen. Die FIS-Jury entscheidet innerhalb von wenigen
Momenten, ob etwa eingefädelt worden ist. Ein nachträglicher Protest ist
ausgeschlossen. 
BENNI RAICH ist der
Skikönig von Bormio!
4. Medaille im 4. Rennen und die in GOLD!

In einem überaus
spannenden Finale siegt der neue "Bormiokönig" Benjamin Raich
aus Österreich. Sensationell die Leistungen des 26-jährigen Pitztalers
bei dieser 38. alpinen Skiweltmeisterschaft!
Aber der Reihe nach ....
Die 5 besten Läufer des 1. Laufes stehen noch oben ...
Rainer Schönfelder (AUT) legt mit der zweitbesten Zeit des zweiten Laufes
eine sehr gute Gesamtzeit (1:41,58) vor. Es folgt Bode Miller (USA),
Doppelweltmeister dieser WM (SuperG und Abfahrt), der im zweiten Lauf
aggressiver unterwegs ist, aber er scheitert. Der Amerikaner stürzt nach
toller Zwischenzeit. Nun liegt es an dem Lokalmatador Giorgio Rocca (ITA)
den Österreichern den Sieg noch wegzuschnappen. Er verliert aber auf den
Österreicher Schönfelder und liegt als er ins Ziel kommt auf Platz 2 mit
1:42,08. Nun ist sicher, dass Österreich die Goldmedaille holt ... aber
wer? ... Manfred Pranger, der Sieger der letzten beiden Weltcupslaloms
fährt gut, fädelt aber ein und scheidet aus. Nur noch einer am Start.
Der Führende nach dem ersten Lauf, Benjamin Raich, fährt auch einen
tollen, sicheren zweiten Lauf, schlägt seinen Teamkollegen Schönfelder
um 0,24 Sekunden und ist wie Bode Miller Doppelweltmeister.
Benjamin Raich ist im Ziel überwältigt. "Wahnsinn, ich kann's gar
nicht glauben, mir fehlen die Worte! Ich bin überglücklich"
Benjamin Raich holt damit in allen Disziplinen in denen er startete eine
Medaille. 2 mal GOLD (Kombination, Slalom), 1 mal SILBER (Riesentorlauf)
und 1 mal BRONZE (SuperG).
Rainer Schönfelder, der stark erkältet ins Rennen ging freute sich sehr
über die Silbermedaille. "Ich hab spekuliert, dass es dann Silber
geworden ist, taugt mir unheimlich. Ich bin er einzige Medaillengewinner
bei den Herren, der nicht mit Atomic fährt." (Schönfelder fährt
Ski der Firma Fischer.)
Giorgio Rocca lobte die Form von Benjamin Raich und gab sich mit seiner
zweiten Bronzemedaille bei dieser WM zufrieden. "Ich bin im zweiten
Durchgang ein bisschen langsam gefahren, aber es ist die zweite Medaille
bei dieser WM und ich bin zufrieden."
Die ersten 10 und ihre Zeiten im Überblick:
1. Benjamin Raich AUT 1:41,34
2. Rainer Schönfelder AUT +0,24
3. Giorgio Rocca ITA +0,74
4. Markus Larsson SWE +1,14
5. Andre Myhrer SWE +1,38
6. Thomas Grandi CAN +1,42
7. Silvan Zurbriggen SUI +1,47
8. Mitja Dragsic SLO +1,90
9. Patrick Biggs CAN +2,04
10. Stephane Tissot FRA +2,13
Felix Neureuther (GER +4,08) erreichte trotz eines sehr schweren Fehlers
(kam praktisch zum Stillstand) Platz 19. Der zweite DSV-Läufer Andreas
Ertl verzichtete nach dem enttäuschenden 36. Rang im 1. Lauf auf den
Start im Finale. Alois Vogel, der aussichtsreichste DSV-Kandidat konnte
wegen einer schweren Augenentzündung leider erst gar nicht an den Start
gehen, da sein Sehvermögen mit nur 10% zu gering war.
Der heutige Slalom war die letzte Einzelentscheidung dieser doch leicht
chaotischen, zuschauerarmen Weltmeisterschaft. Morgen steht noch eine
Premiere in Form eines Teambewerbes an. Krönt sich Benni Raich mit Hilfe
seiner Mannschaft auch noch zum SkiKAISER dieser Weltmeisterschaft in
Bormio mit einer 5. Medaille?
Aus dem Skiweltcup
Infopoint Austria: M. Riedler
Benni Raich auf dem Weg
zu seiner 4. Medaille -
Schafft er sogar noch mal Gold?

Der Österreicher
Benjamin Raich führt nach dem 1. Lauf des WM-Slaloms in Bormio knapp vor
seinem Teamkollegen Manfred Pranger und dem italienischen Lokalmatador
Giorgio Rocca. Mit Startnummer 2 und der Zeit von 52,02 stellt der Tiroler
Bestzeit auf. Manfred Pranger liegt nur 0,12 Sekunden und Giorgio Rocca
nur 0,20 Sekunden zurück. An vierter Stelle liegen ex aequo der
Österreicher Rainer Schönfelder und der amerikanische Doppelweltmeister
Bode Miller (+0,74). Bei dem Amerikaner machte es den Anschein als würde
er nicht so angriffslustig fahren wie sonst, um endlich auch im Slalom
wieder einmal das Ziel zu erreichen. Eine knappe Sekunde hinter dem
Führenden liegen die beiden Schweden Johann Brolenius (+0,95) an 6.
Stelle und Markus Larsson (+0,97) auf Rang 7. Akira Sasaki (JPN +1,11)
fuhr auf Platz 9, nur knapp vor dem besten Schweizer Silvan Zurbriggen
(+1,15). Den 1. Lauf könnte man als Ausscheidungsrennen bezeichnen. Mario
Matt (AUT), Kalle Palander (FIN), Titelverteidiger Ivica Kostelic (CRO)Truls
Ove Karlsen (NOR), Manfred Mölgg (ITA), Jean Pierre-Vidal (FRA),
Giancarlo Bergamelli (ITA), Jure Kosir (SLO) ….. sind nur die
bekanntesten Namen der Ausfälle. Kalle Palander war im Interview sehr
erbost über die Stelle bei der er und einige andere Spitzenläufer
ausgeschieden sind. "Das ist einfach unglaublich, dass es so etwas
bei einer WM gibt." "Die Stelle des Anstoßes" war schon im
unteren Teil der Strecke, wo ein großes Loch neben dem Tor entstand, weil
bei den heute wärmeren Temperaturen der Schnee zu weich war und nicht
mehr erfolgreich bearbeitet werden konnte. Herausgehoben sei noch Felix
Neureuther (GER +1,62), der nach seinen vielen Ausfällen den letzten
Rennen mit einem Sicherheitslauf an die 16. Stelle fuhr. Sein Teamkollege
Andres Ertl (+4,34) schaffte es leider nicht unter die besten 30 und
erreichte nur Platz 36.
Aus dem Skiweltcup
Infopoint Austria: M. Riedler
Janica Kostelic ist
Slalom-Weltmeisterin 2005

Die Königin der
Weltmeisterschaften 2005 von Santa Catarina heißt Janica Kostelic. Drei
WM-Starts - drei Mal Gold. Die Kroatin gewann mit dem Slalom
Weltmeistertitel ihre dritte WM Goldmedaille. Die Führende nach dem 1.
Durchgang, Tanja Poutainen aus Finnland musste sich mit der Silbermedaille
"begnügen". Bronze geht überraschend an die Tschechin Sarka
Zahrobska die sich zu ihrem heutigen Geburtstag wohl selbst das schönste
Geschenk machte. Doppelweltmeisterin Anja Pärson schied nach einem
Fahrfehler im Mittelteil des Finaldurchgang ebenso aus wie die
Österreicherin Nicole Hosp und die einzige deutsche Starterin im Finale,
Annemarie Gerg. Der undankbare 4. Platz geht nach Österreich an die
Junioren-Weltmeisterin Kathrin Zettel die auch zu den positiven
Überraschungen des WM Slaloms zählte. Die Niederösterreicherin kann mit
ihrem WM-Debüt zufrieden sein. Allerdings wird sie heute sicherlich einer
Medaille nachtrauern. Lediglich 17 Hundertstel fehlen ihr am Ende zum
gewinn der Bronzemedaille. Die weiteren ÖSV Starterinnen Marlies Schild
und Elisabeth Görgl im ersten und Niki Hosp im zweiten Lauf schieden aus.
Für Deutschlands Damen war der Slalom eine Riesenpleite. Drei
Läuferinnen am Start - keine in der Wertung. Nicht viel besser erging es
den Schweizerinnen. Für Sonja Nef war der zweite Auftritt an dieser WM
nur von kurzer Dauer. Die Appenzellerin fädelte im obersten Abschnitt ein
und musste drei Tage nach ihrem Ausscheiden im Riesenslalom erneut eine
Enttäuschung hinnehmen. Marlies Oester fuhr wie schon den ganzen Winter
verkrampft, beging viele Fehler und verlor im ersten Lauf über drei
Sekunden. Der zweite Lauf dauerte wie bei Nef ebenfalls nur wenige
Sekunden.
Tanja Poutainen führt
nach 1.Durchgang

Beim WM Slalom der Damen
in Santa Catarina (Italien) führt nach dem 1. Durchgang die Finnin Tanja
Poutainen (0:51.19) vor den Doppelweltmeisterinnen Anja Pärson (+0.24)
aus Schweden und der Kroatin Janica Kostelic (+0.40) . Auf dem 4. Rang
folgt die Tschechin Sarka Zahrobska (+0.71) vor der Besten Österreicherin
Nicole Hosp (+0.79) die sich noch berechtigte Medaillen-Hoffnungen machen
darf: "Ich hab zwei Hakler dringehabt, die haben sicher gekostet. Ich
bin ganz gut gefahren, das passt schon. Ich kann im zweiten Lauf noch voll
angreifen." Auf den Plätzen 6 und 7 folgen die beiden Kroatinnen
Nika Fleiss (+1.00) und Ana Jelusic (+1.08) vor den beiden US
Amerikanerinnen Julia Mancuso (+1.11) und Sarah Schleper (+1.23). Als
beste und einzige deutsche konnte sich Annemarie Gerg (+1.46) auf Rang 11
hinter der Österreicherin Kathrin Zettel (+1.33) für den Finallauf
qualifizieren. Geprägt war dieser erste Durchgang von einer hohen Anzahl
von Ausfällen. Für die Deutschen Monika Bergmann-Schmuderer und Martina
Ertl, die Österreicherinnen Marlies Schild und Lisi Görgl, die
Schweizerin Sonja Nef, die Französin Laure Pequegnot aus Frankreich,
Veronika Zuzulova aus der Slovakei und die US Amerikanerin Kristina
Koznick, alles Starterinnen aus der Top 15 Gruppe, war bereits nach dem 1.
Lauf das Rennen durch Stürze bzw. Torfehler beendet.
Kostelic trainiert
wieder, Pärson im Bett

Im Wettkampf um die
Königin der alpinen Ski-Weltmeisterschaften zwischen Janica Kostelic
(Kroatien) und der Schwedin Anja Pärson ist die Grippe derzeit der
größte Gegner. Vor dem Slalom musste Pärson mit Fieber das Bett hüten.
Im schwedischen Lager hoffte man aber bis zuletzt, dass Pärson am Freitag
am Slalomstart steht. Kostelic hingegen hat nach ihrem
Riesenslalom-Verzicht dank Zucker- und Vitamininfusionen das Training
wieder aufgenommen. Das Fieber ist weg, der Husten aber noch da. Kostelic
ist jedoch dann am gefährlichsten, wenn sie angeschlagen ist. Siehe St.
Moritz vor zwei Jahren, wo sie tagelang durch den Zielraum humpelte, auf
der Piste dann aber alle hinter sich ließ. Die beiden
Doppel-Weltmeisterinnen gelten als Topfavoritinnen beim Nachtslalom (14.30
und 17.30 Uhr) im italienischen Santa Caterina. Womöglich gibt es im
Kampf um den Slalomtitel aber ohnehin eine lachende Dritte, Tanja
Poutiainen etwa. Die 24-jährige Finnin hat als einzige drei Saisonslaloms
und damit vorzeitig auch die Weltcup-Kristallkugel in dieser Disziplin
gewonnen. Ihr am nächsten kam Marlies Schild mit ihren Siegen auf dem
Semmering und jenem ausgerechnet auf der WM-Piste.
Doch wieder Maier!

Die österreichische
Schiwelt ist wieder in Ordnung: Doppelsieg im WM-Riesentorlauf durch
Hermann Maier und Benjamin Raich. Erst auf Platz 3 der nach dem ersten
Durchgang überlegen führende Amerikaner Daron Rahlves!
"Dieser
Weltmeistertitel ist mir noch abgegangen und der ist sicher am meisten
wert … da steckt harte Arbeit dahinter …" das waren die ersten
Worte des "auferstandenen" Herminators. Einer der wenigen
Augenblicke, an dem man dem Hartgesottenen die Rührung im Ziel wirklich
ansah. Hoch zufrieden aber auch Benjamin Raich mit seiner Silbermedaille.
Am Morgen noch sehr verunsichert, ob seine Kräfte angesichts seiner
Verkühlung für so einen langen Lauf überhaupt reichen und nach dem
großen Fehler im ersten Lauf setzte der Tiroler alles auf eine Karte und
startete im zweiten Durchgang von Beginn an voll durch und am Ende fehlten
eigentlich "nur" 0,25 Sekunden auf Gold. "Pretty Cool"
findet es auch Daron Rahlves, dass er nach seinem Horrorsturz in Adelboden
ausgerechnet bei der WM zum ersten Mal im Riesentorlauf auf´s Stockerl
gefahren ist und ist stolz darauf, sich das Podium mit den größten Namen
im Schisport zu teilen. Eine äußerst faire Reaktion für jemanden, der
Gold zum greifen nah war!
Die Top Ten im
Überblick:
1. Hermann Maier (AUT 2.50,41), 2. Benjamin Raich (AUT +0,25), 3. Daron
Rahlves (USA +0,68), 4. Kalle Palander (FIN +1,04), 5. Thomas Grandi (CAN
+1,41), 6. Aksel Lund Svindal (NOR 1,58), 7. Dane Spencer (USA +1,62), 8.
Rainer Schönfelder (AUT 2,06), 9. Fredrik Nyberg (SWE 2,49), 10. Bruno
Kernen (SUI +2,59).
Obwohl die ersten Zehn
eine recht bunte Nationenmischung ergeben, fehlen uns dort doch ein paar
ganz große Schiländer: die Italiener, die nach dem Rückfall des
Lokalmatador Blardone sicher schwer enttäuscht sind und nach einem
deutschen Läufer wird man die Ergebnislisten leider erfolglos absuchen,
da die gestarteten Felix Neureuther und Andreas Ertl leider bereits im ersten
Durchgang ausgeschieden ist.
Vor den letzten Bewerben
ist die Goldbilanz zwischen Amerika und Österreich also wieder
ausgeglichen und Benjamin Raich ist bisher der einzige Läufer, der in
allen Bewerben, in denen er an den Start ging, eine Medaille mitnehmen
konnte. Er strahlt bereits in Gold, Silber und Bronze und ist somit nach
wie vor einer der härtesten Konkurrenten für das
"Wahnsinnsgenie" Bode Miller.
Aus dem Skiweltcup
Infopoint Austria: C. Egger
Herminator holt sich den
WM-Titel

Hermann Maier ist
Riesenslalom-Weltmeister. Der 32-jährige Österreicher gewann bei den
alpinen Titelkämpfen im italienischen Bormio in 2:50,41 Minuten vor
seinem Landsmann Benjamin Raich (2:50,66). Bronze ging an Daron Rahlves
(USA/2:51,09). Felix Neureuther und Andreas Ertl waren ausgeschieden.
Weitere Infos folgen in
Kürze
Rahlves führt im WM-RTL
von Bormio!

Der Länderkampf Amerika
gegen Österreich geht weiter - allerdings mit wechselnden
Hauptdarstellern: Daron Rahlves führt mit 1.24,45 Sek. überlegen von
Hermann Maier (+ 0,60 Sek) und dem überraschend starken Kanadier
Jean-Philippe Roy (+ 0,88 Sek.), der sich mit Startnummer 22 noch unter
die Top 3 schieben konnte. Dahinter die Plätze 4-10 dann mit knapperen
Abständen und durchaus noch intakten Medaillenchancen: 4. Kalle Palander
(FIN +0,99 Sek), 5. Massimiliano Blardone (ITA 1,25 Sek), 6. Dane Spencer
(USA 1,37 Sek), 7. nach schwerem Fehler im unteren Teil und mit
Verkühlung Benjamin Raich (AUT +1,45 Sek.), 8. ex aequo Aksel Lund
Svindal (NOR) und Thomas Grandi (CAN) beide +1,58 Sek. Rückstand und 10.
noch Bjarne Solbakken (NOR +1,63 Sek). Die hinteren Nummern dürften einen
leichten Vorteil durch die besser werdende Sicht haben und vielleicht kann
man noch mit der einen oder anderen Überraschung rechnen. An den
Spitzenplätzen wird sich aber wohl nichts mehr ändern.
Und was ist mit
Topfavorit Bode Miller? In seiner typischen "Hoppodertropp"
Manier nahm Miller auch heute wieder volles Risiko, musste sich aber wie
schon in der Kombination der Piste und den aggressiven Schneebedingungen
geschlagen geben. Er führt damit eine recht prominente Ausfallsliste an:
Bode Miller (USA), Lasse Kjus (NOR), Davide Simoncelli (ITA), Mirko
Deflorian (ITA), Joel Chenal (FRA), Gauthier de Tessieres (FRA), Marco
Büchel (LIE), Marc Berthod (SUI)
Es verspricht ein
spannender zweiter Durchgang zu werden und angesichts der schwierigen
Verhältnisse wird den Läufern sowohl technisch wie auch konditionell
alles abverlangt. Alles ist möglich ….
Aus dem Skiweltcup
Infopoint Austria: C. Egger
WM: Riesenslalom am
Donnerstag
Der bei den
Ski-Weltmeisterschaften in Bormio ausgefallene Herren- Riesenslalom wird
am Donnerstag (09.30/13.30 Uhr) nachgeholt. "Wir haben die
Bestätigung von der Fernsehstation, dass der Riesenslalom und alle
folgenden WM-Rennen übertragen werden und somit stattfinden
können", sagte FIS-Generalsekretärin Lewis. Das Rennen hatte am
Mittwoch wegen eines Streiks beim staatlichen italienischen Fernsehsender
RAI kurzfristig abgesagt werden müssen.
Der Skifan hat das nicht
verdient !
RAI und ITALIEN verdirbt sich weltweit Sympathien !

Genau ein Jahr vor
Beginn der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin legte ein Streik der RAI
Lombardia, einer Regionalgruppe des staatlichen italienischen Fernsehens
RAI, am Mittwoch die Titelkämpfe lahm und erzwang die Verschiebung des
geplanten Riesentorlaufs der Herren. "Vor allem in Hinsicht auf Turin
2006 eine sehr unangenehme Angelegenheit", erklärte FIS-Boss
Gianfranco Kasper. Falls der Streik entgegen den Erwartungen weitergehen
sollte, sollen die TV-Stationen aus Österreich (ORF), der Schweiz (SF
DRS) und aus Deutschland (ARD und ZDF) in die Bresche springen und als
Notfallcrew für eine Übertragung sorgen. Laut Kasper liegt die
Wahrscheinlichkeit, dass dieser Notfallplan - trotz erheblichen Aufwands -
klappen würde, bei 90 Prozent. Auch ein WM-Riesentorlauf ohne
TV-Übertragung ist möglich, laut Kasper aber lediglich die allerletzte
Alternative. "Natürlich können wir das. Wir müssen aber an die
Millionen Fans zu Hause vor den Fernsehern denken", so Kasper.
Außerdem sei ohne TV-Kameras auch die regelkonforme Kontrolle der Läufe
nicht vollkommen gewährleistet. Für Kasper ist es "ein illegaler
Streik", für den weder die FIS noch die Veranstalter verantwortlich
gemacht werden dürften. "Streiks sind ein Menschenrecht, und dieser
Streik hat mit der WM nichts zu tun." Zumindest in einem Punkt hatte
Kasper aber offenbar Unrecht, denn der Streik war sehr wohl den Gesetzen
entsprechend angemeldet und seit Tagen durch Plakate auf Bussen der RAI
auch angekündigt worden. Allgemeiner Tenor: Die RAI habe dieses Problem
nicht ernst genug genommen. Die Probleme vom Mittwoch sind in der
Skigeschichte nicht einzigartig. Kurioserweise hatte es 1985, bei der
ersten WM in Bormio, genau dieselbe Problematik gegeben. Damals kam es
jedoch nicht zu einer Absage, mit Ausnahme von Veranstalter Italien konnte
schließlich in alle Länder live übertragen werden.
LÄCHERLICH
- SIND HIER NUR AMATEURE AM WERK ?
Ski-WM: Riesenslalom auf Donnerstag verschoben

Chaos und Skandal in
Bormio! Die Pleiten-WM in Bormio hat ihren Höhepunkt! Der Riesenslalom
der Herren bei den alpinen Ski- Weltmeisterschaften in Bormio ist am
Mittwoch abgesagt worden. Ein Streik beim staatlichen italienischen
Fernsehen RAI verhinderte die Austragung des Wettbewerbs auf der "Stelvio"-Piste,
da keine Fernsehbilder garantiert werden konnten. FIS-Renndirektor Günter
Hujara entschied nach Rücksprache mit FIS-Präsident Kasper auf Absage.
Ein neuer Versuch soll am Donnerstag stattfinden. "Das ist ein
Wahnsinn. Das würde zu der WM passen, weil da einiges nicht passt",
so ein verärgerter Benjamin Raich im Zielraum. Und auch ÖSV-Cheftrainer
Hans Pum zeigte sich empört: "So etwas habe ich noch nie erlebt,
noch dazu bei einem so schönen Wetter und eine halbe Stunde vor
Rennbeginn." Nach Angaben der Organisatoren soll das Rennen am
Donnerstag nachgeholt werden.
Aktuelle Informationen
wann der Riesenslalom ausgetragen werden kann geben wir sofort nach
Veröffentlichung der FIS hier bekannt.
Neureuther will Medaille

Bei der
Ski-Weltmeisterschaft vor zwei Jahren sorgte Felix Neureuther mit seinem
jugendlichen Charme für Heiterkeit. Auch vor seinem zweiten Großereignis
versprüht der Jungstar wieder Optimismus. "Ich fühle mich sehr gut.
Bei einer WM zählen nur Medaillen, daher ist es mein Ziel, eine zu
gewinnen", sagte der 20-Jährige trotz zuletzt mäßiger Ergebnisse.
Vor seinem ersten Auftritt bei den Titelkämpfen im italienischen Bormio
im Riesenslalom sind die Ansprüche jedoch noch geringer. In der
Problemdisziplin der deutschen Herren wäre für Neureuther wie Andreas
Ertl (Lenggries) ein Platz unter den besten 15 schon ein Erfolg.
Anja Pärson ist
Riesenslalom Weltmeisterin 2005

Anja
Pärson aus Schweden hat bei der Ski-WM im italienischen Santa Caterina
ihren Titel im Riesenslalom erfolgreich verteidigt und nach Gold im
Super-G und Silber in der Kombination ihre dritte Medaille gewonnen und
ist damit wie Bode Miller und Janica Kostelic Doppelweltmeisterin.
"Es ist unglaublich schön, es war wirklich hart heute, ich habe
gekämpft. Ich war nicht so stark in dieser Saison. Im zweiten Durchgang
habe ich alles versucht. Normal ist dieser Schnee nicht gut für mich. Ich
wollte den Ski laufen lassen, schön fahren, ruhig bleiben und nicht zu
sehr auf der Kante stehen. Der Super G war eine Überraschung für mich,
das ist was anderes." Auch die Silbermedaille geht nach Skandinavien.
Tanja Poutainen aus Finnland sicherte sich Rang 2 vor der Bronzemedaillen
Gewinnerin Julia Mancuso aus den USA. Tränen im Ziel bei Martina Ertl aus
Deutschland. Die 31-Jährige aus Lenggries raste um 4/100 Sekunden an
einer Medaille vorbei auf den undankbaren 4. Rang. Nicole Hosp wurde als
beste Österreicherin Vierte vor Karen Putzer aus Italien und ihrer
Teamkollegin Elisabeth Görgel. Auf dem 7. Platz folgt Cenevieve Simard
aus Kanada vor der Spanierin M. Rienda Contreras, Sarka Zahrobska aus
Tschechien, Ingrid Jacquemod aus Frankreich und Anne Ottosson aus
Schweden. Die Pechsträhne von Michaela Dorfmeister hielt auch im
Riesenslalom an. In ihrem letzten WM-Rennen ihrer Karriere ist sie im
ersten Durchgang ausgeschieden, und setzte damit ihre Ausfallserie in
Santa Caterina fort. Die Niederösterreicherin hat nur noch im Ziel nur
noch einen Wunsch: "Ich will einfach nur nach Hause!" Marlies
Oester auf dem 18. Rang mit 3,32 Sekunden Rückstand und Fränzi
Aufdenblatten auf Rang 26 mit 4,41 Rückstand hinterließen ein trauriges
Bild aus Sicht der Schweizer Skination. Annemarie Gerg aus Lenggries
belegte in 2:16,86 Platz 17. Die Damen aus Österreich, der Schweiz und
Deutschland gehen wie schon im Super G leer aus. Deutschland und die
Schweiz warten auch nach dem siebenten Bewerb auf eine Medaille.
Pärson
führt beim WM Riesenslalom der Damen
Die Schwedin Anja
Pärson (1:07,07) führt nach dem 1. Lauf im WM Riesenslalom von Santa
Catarina, vor der Österreicherin Nicole Hosp (Rückstand + 0,32 Sek.) und
der Finnin Tanja Poutainen (+0,36). Auf dem 4. Platz folgt die
Lokalmatadorin Karen Putzer (+0,55) vor der Kanadierin Cenevieve Simard
und der deutschen Martina Ertl auf Rang 6. Julia Mancuso aus den USA (
7.Platz - +0,72), M. Rienda Contreras aus Spanien (8. Platz - +0,74),
Elisabeth Görgel aus Österreich ( 9. Platz - + 0,86) und Allison Forsyth
aus Kanada als Zehnte sind alle noch in Schlagdistanz auf eine Medaille.
Mit Tina Maze ist eine der Topfavoritinnen bereits im 1. Durchgang
ausgeschieden. Die Doppel-Weltmeisterin Janica Kostelic aus Kroatien
musste ihren Start wegen einer Grippe absagen.
Halbzeitbilanz - DSV
noch nicht in Panik
ÖSV hofft aus Riesenslalom Medaille bei den Damen
Maze, Poutiainen, Pärson, Kostelic oder eine Überraschung ?

Den deutschen
Skirennfahrern droht zwei Jahre nach dem Debakel von St. Moritz wieder
eine Weltmeisterschaft ohne Medaille, doch von einer Krise wollen Athleten
wie Funktionäre nichts wissen. "Es gibt keinen Grund, in
Depressionen oder in Panik zu verfallen. Die Stimmung ist gut, die
Mannschaft ist intakt", sagte Walter Vogel, Alpinchef des Deutschen
Skiverbandes (DSV). Genau 20 Jahre nach dem Riesenslalom-Gold von Markus
Wasmeier an gleicher Stelle ist die Bilanz trotz des Aufwärtstrends bei
den Herren zur WM- Halbzeit im italienischen Bormio und Santa Caterina
ernüchternd. Besonders die einst vom Erfolg verwöhnten Damen machen
Sorgen. Nach zwei Tagen Kurzurlaub kehrt Martina Ertl zu den alpinen
Skiweltmeisterschaften nach Bormio zurück. Sie hat zwar noch
Kopfschmerzen, rechnet sich aber dennoch gute Chancen im WM-Riesenslalom
(Dienstag, 9.30 Uhr) aus. "Die Pause hat mir gut getan. Das Kopfweh
ist zwar noch nicht ganz weg und vor allem unter dem Helm spüre ich noch
Druck, aber es geht immer besser", sagte Ertl und macht ihre Ziele
deutlich. "Mein Wunschtraum ist eine Medaille. Wenn das passiert, bin
ich überglücklich." Österreichs Damen-Quartett für den
WM-Riesentorlauf am Dienstag (9:30/13 Uhr) besteht aus Elisabeth Görgl,
der Kombi-Bronze- Medaillen-Gewinnerin Marlies Schild und Nicole Nosp und
Michaela Dorfmeister. In Super-G und Abfahrt konnten die ÖSV-Damen die in
sie gesetzten hohen Erwartungen nicht erfüllen. Beim WM-Riesentorlauf am
Dienstag sind Läuferinnen aus anderen Nationen die Favoritinnen. So
rechnen sich Tina Maze, Tanja Poutiainen, Anja Pärson und Janica Kostelic
Chancen auf den Gewinn des WM Titels im Riesentorlauf aus.
Janica Kostelic
Abfahrtsweltmeisterin 2005

Janica Kostelic aus
Kroatien holt sich in Santa Catarina, nach dem Gewinn der Goldmedaille im
Super G, auch den Titel der Abfahrtsweltmeisterin 2005. Für Kostelic ist
es ihr bereits siebentes Gold insgesamt. Vier bei Weltmeisterschaft, drei
bei Olympia. "Ich kann meine Leistung nicht wirklich einordnen. Es
war extrem schwierig. Ich hätte mir nicht gedacht, dass irgendwer noch
Fanchini schlagen kann. Sie hat einen fantastischen Job gemacht." Die
Silbermedaille geht überraschend an die Italienerin Elena Fanchini. Die
erst 18-Jährige feiert ihren größten Erfolg. Im Weltcup war ihr bestes
Ergebnis bisher Rang 17. Fanchini, der 26 Hundertstel zur kompletten
Sensation fehlten, ist die erste Italienerin seit Carla Marchelli im Jahr
1958, die in einer WM-Abfahrt eine Medaille holt. Wie schon bei den
Männern erlitten die Österreicherinnen eine schwere Niederlage. Michaela
Dorfmeister und Katja Wirth schieden aus. Die Salzburgerin Alexandra
Meissnitzer (+2,96) musste sich unter 28 Teilnehmerinnen nur mit Rang 22
begnügen. Die Ehre rettete die Speed-Queen Renate Götschl, die sich mit
39 Hundertstelsekunden Rückstand Bronze erkämpfte und sich im Ziel
freute: "Die Bronzemedaille entschädigt schon sehr. Ich hab gestern
noch eine Schicht eingelegt. Ich hab noch einiges probiert, weil hier noch
nichts gepasst hat. Aber die Janica ist da einfach nur schwer zu schlagen.
Ich hab die letzte Kurve nicht richtig erwischt. Aber ich bin glücklich
über die Medaille, das freut mich. Wenn man nur negative Sachen hört,
wächst das bei mir uns schlägt sich ins Positive um! Sicher ist auch
irgendwo die Wut im Bauch mit gefahren. Da runter hab ich nichts zu
verlieren gehabt, ich hab voll riskiert." Hilde Gerg hat die erhoffte
Abfahrts-Medaille für Deutschland verpasst. Die 29-Jährige aus Lenggries
wurde in 1:41,32 Minuten nur Achte. Petra Haltmayr (Rettenberg) fuhr auf
Platz 18. Die Schweizerinnen schnitten im Rahmen der Erwartungen ab. Die
Ränge 9, 13 und 15 von Nadia Styger, Sylviane Berthod und Fränzi
Aufdenblatten entsprechen dem Spiegelbild dieser Saison.
Titelverteidigerin Melanie Turgeon war wegen Rückenproblemen nicht am
Start. Die Top 10 Rennläuferinnen der WM Abfahrt der Damen in Santa
Catarina: 1. Janica Kostelic (CRO) 1:39,90. 2. Elena Fanchini (ITA) 0,26
zurück. 3. Renate Götschl (AUT) 0,39. 4. Lindsey Kildow (USA) 0,62. 5.
Ingrid Jacquemod (Fr) 0,96. 6. Jessica Lindell-Vikarby (Sd) 1,08. 7. Anja
Pärson (Sd) 1,17. 8. Hilde Gerg (De) 1,42. 9. Nadia Styger (Sz) 1,47. 10.
Isolde Kostner (It) 1,68.
ABFAHRTSWELTMEISTER 2005
IST BODE MILLER!
Die Amerikaner entscheiden das Rennen des Jahres für sich!

Ein amerikanischer
Doppelsieg durch Bode Miller und Daron Rahlves entscheidet die
Weltmeisterschaftsabfahrt in Bormio 2005. Bode Miller krönt sich zum
Doppelweltmeister. Der 27-jährige coole Amerikaner holt sich nach dem
Weltmeistertitel im SuperG nun auch den Titel in der Abfahrt. An seiner
Bestzeit 1:56,22, die er bereits mit Startnummer 3 aufstellte, bissen sich
sprichwörtlich alle die Zähne aus. "Das ist eine ganz große Sache,
denn die Abfahrt ist der wichtigste Bewerb. Um hier zu gewinnen, muss
alles passen. Die Nummer war ganz wichtig. Die Sicht ist zwar mit einer
niedrigen Nummer nicht so gut, aber dafür sind da die Schneeverhältnisse
besser.Mit meiner Fahrt war ich nicht vollkommen zufrieden. Teilweise habe
ich eine gute Linie gefunden. Aber ich hatte zeitweise nicht wirklich das
perfekte Gefühl für die Balance, vor allem beim San-Pietro-Sprung und im
untersten Teil hatte ich so meine Probleme." Mit 0,44 Sekunden
Rückstand landete sein Landsmann Daron Rahlves (Startnummer 21) auf Platz
zwei. "Diese Medaille bedeutet mir viel, denn eine WM ist immer eine
große Herausforderung. Es war hart, doch ich war körperlich und mental
topfit. Ich bin meine Linie gefahren und habe gefightet vom Anfang bis zum
Ende. Unten bin ich so gut gefahren wie nie zuvor." Die
Bronzemedaille geht trotz Beschädigung der Kante seines rechten Ski´s
durch einen Stein an den österreichischen Titelverteidiger Michael
Walchhofer (+0,87), der mit Startnummer 27 ins Rennen ging. "Ich muss
sagen, für mich ist es ein Wahnsinn. Oben in der Traverse hab ich kurz
Zeit gehabt zum Denken. Ich hab mir gedacht: Das gibt's doch nicht, der
Ski ist nicht mehr zu dafahren. Ich hab keinen Linksschwung mehr erfahren.
Und dann geht sich noch Platz drei aus. Es war eine sensationelle
Leistung. Ich hab oben beim Super G-Start einen Stein erwischt, der hat
sich fast über den ganzen rechten Ski gezogen." Walchhofer rettete
mit seinem 3. Platz gerade noch die Ehre der Österreicher, wobei man sich
natürlich fragen muss, ob nicht die Teamführung der Österreicher durch
ihren Aufstellungs- und Qualifikationspoker ihre eigene Mannschaft mental
geschwächt hat. Der von der ÖSV-Spitze bevorzugte Hermann Maier, der
obwohl er sich beim gestrigen Trainingssturz eine Rissquetschwunde zuzog
(die genäht werden musste), unbedingt starten wollte erreichte nur den
17. Platz. Werner Franz, der noch gestern im Training alles geben musste,
um überhaupt in die Abfahrtsaufstellung zu kommen, wurde gar nur 28.
(+2,74). Kein Wunder meinen da viele, Franz spürte die vielen
rennmäßigen Trainingsläufe und ihm fehlte die Substanz. Ziemlich
unglücklich landete der Kärntner Fritz Strobl auf dem undankbaren 4.
Platz (+0,95). Der zweifache Saisonsweltcupsieger Johann Grugger erreichte
mit einer recht unsicheren Fahrt Rang 9. Auf den Plätzen 5 bis 9 sind: 5.
Bruno Kernen (SUI +1,03), 6. Didier Defago (SUI +1,15), 7. Aksel Lund
Svindal (NOR +1,16), 8. Ambrosi hoffmann (SUI +1,18), 9. David Poisson
(FRA +1,30) ex aequo mit Johann Grugger (AUT +1,30). Aus dem DSV waren
Florian Eckert (+1,43) und Max Rauffer (+1,77) am Start, die mit den
Plätzen 12 und 17 nicht ganz die erhoffte Überraschung brachten. Wir
gratulieren den Medaillengewinnern, die heute Abend bei der Siegerehrung
die Medaillen und Trophäen überreicht bekommen. Auch die Siegerehrung
der Kombinationen werden heute Abend durchgeführt.
Aus dem Skiweltcup
Infopoint Austria: M.Riedler
Miller rast zu
Abfahrts-Gold

Bode Miller hat als
erster Amerikaner die Goldmedaille in der Abfahrt bei alpinen
Ski-Weltmeisterschaften gewonnen. Eine Woche nach seinem Sieg im Super-G
setzte er sich im italienischen Bormio in 1:56,22 Minuten vor seinem
Landsmann Daron Rahlves (1:56,66) durch. Dritter wurde Titelverteidiger
Michael Walchhofer (1:57,70) aus Österreich. Strobl bleibt Blech, Grugger
schummelt sich in die Top Ten, Maier und Franz agieren debakulös und
werden von Nobodies gebügelt ! Florian Eckert (Lenggries) wurde in
1:57,65 Minuten Zwölfter. Max Rauffer (Leitzachtal/1:57,99) kam auf Platz
18.
Janica Kostelic ist
Kombinations-Weltmeisterin

Titelverteidigerin
Janica Kostelic hat die Nerven behalten und Gold in der Kombination bei
der Ski-WM in Bormio gewonnen. "Ich hab meinen Titel verteidigt - ich
bin überglücklich. Der erste Lauf war für mich schwierig, Anja ist
super gefahren." Die Kroatin war als Führende in den zweiten
Slalom-Durchgang gegangen und baute ihren Vorsprung auf die Zweite Anja
Pärson aus Schweden noch auf 1:45 Sekunden aus. Marlies Schild holte
Österreichs erste Damen-Medaille bei der Ski-WM in Bormio. Die
23-jährige Salzburgerin gewinnt Bronze mit 2,70 Sek. Rückstand.
"Die Medaille bedeutet sehr viel für mich. Es war ein langer Tag und
mental war es nach der Abfahrt nicht so leicht. Die Kombination hat große
Bedeutung, weil man sich schnell umstellen muss und lange unterwegs ist.
Natürlich hat es mich gefreut, dass der Benni gewonnen hat. Und ich hab
mir gedacht: Das kann ich auch." Die DSV Läuferin Martina Ertl kam
auf Platz sieben, Monika Bergmann- Schmuderer wurde 15. Beste Schweizerin
war Marlies Oester auf dem 14. Rang mit knapp sechs Sekunden Rückstand.
Die Top 10 Rennläuferinnen bei der WM Kombination der Damen 2005 in
Bormio: 1. Janica Kostelic (CRO) 2:53,70. 2. Anja Pärson (SWE) 1,45
zurück. 3. Marlies Schild (AUT) 2,70. 4. Lindsey Kildow (USA) 2,90 5.
Sarka Zahrobska (CZE) 3,19. 6. Kathrin Zettel (AUT) 3,74. 7. Martina Ertl
(GER) 3,78. 8. Elisabeth Görgl (AUT) 3,83. 9. Julia Mancuso (USA) 3,92.
10. Tina Maze (SLO) 4,11.
Spannender Kampf um
Kombi-Gold: Kostelic oder Pärson

Die beiden Favoritinnen
Janica Kostelic und Anja Pärson machen den WM-Titel in der Kombination
unter sich aus. Im ersten von zwei Kombi-Slalomläufen hat Anja Pärson
die Hälfte ihres Rückstandes aus der Abfahrt wett gemacht und liegt noch
0,37 Sekunden hinter Janica Kostelic. Als beste Österreicherin ist
Marlies Schild Vierte, nur 53 Hundertstel hinter der drittplatzierten
US-Amerikanerin Lindsey C. Kildow. Die Salzburgerin ist jetzt Österreichs
heißestes Eisen im Kampf um eine Medaille. Elisabeth Görgl ist knapp
dahinter Fünfte, Kathrin Zettel liegt auf Rang neun. Renate Götschl ist
nach Rang drei in der Abfahrt im ersten Slalom-Durchgang ausgeschieden.
Die deutschen Rennläuferinnen Martina Ertl und Monika Bergmann-Schmuderer
haben vor dem abschließenden zweiten Slalom-Lauf praktisch keine
Medaillenchance mehr. Die nach ihrer Gehirnerschütterung von
Kopfschmerzen geplagte Martina Ertl rangierte nach der Abfahrt und einem
Slalom-Durchgang in 2:15,23 Minuten auf dem zehnten Platz. Monika
Bergmann-Schmuderer war vor dem Finale in 2:16,92 Minuten nur 17. Marlies
Oester belegt als beste Schweizerin Rang 15. Kombination der Frauen. Stand
nach dem 1. Slalom-Lauf: 1. Janica Kostelic (CRO) 2:12,47. 2. Anja Pärson
(SWE) 0,37 zurück. 3. Lindsey Kildow (USA) 1,63. 4. Marlies Schild (AUT)
2,16. 5. Elisabeth Görgl (AUT) und Sarka Zahrobska (CZE), je 2,23. 7.
Tina Maze (SLO) 2,53. 8. Jessica Lindell-Vikarby (SWE) 2,65. 9. Kathrin
Zettel (AUT) 2,69. 10. Martina Ertl (GER) 2,76.
Nach Sturz beim
Training: Hermann Maier Start am Samstag fraglich
Werner Franz gewinnt interne ÖSV Quali

Hermann Maier ist am
Freitag im letzten Training für die Herren-Abfahrt am Samstag gestürzt
und hat sich dabei eine Rissquetschwunde zugezogen. Der Salzburger wurde
mit einer Bandage am linken Bein in einem Akja sitzend abtransportiert. Ob
er am Samstag starten kann, ist noch offen. Die Entscheidung liegt beim
Arzt und natürlich bei Maier selbst.
Hermann Maier nach dem Besuch im Spital: "Der Start ist glaub ich
nicht gefährdet, fahren könnt ich schon. Ich muss mir das noch
anschauen, wie ich heute gefahren bin. Beim Start hab ich einen Streß
gehabt, weil wahnsinnig viele ausgelassen haben. Es hat alles zusammen
gespielt. Ich hab den Sprung gedrückt, aber der Sprung hängt etwas weg.
Ich hab einen Gegendruck bekommen und bei der Geschwindigkeit kommen dann
die Skier nach oben." In der ÖSV-internen Qualifikation zwischen
Werner Franz und Christoph Gruber war Franz um vier Zehntelsekunden
schneller als Gruber und hat damit einen Startplatz am Samstag sicher.
Janica Kostelic führt
nach WM Kombi-Abfahrt

Die Kroatin Janica
Kostelic liegt bei der alpinen Ski-WM im italienischen Santa Caterina in
der Kombination nach der Abfahrt vorn. In 1:31,31 Minuten hat sie vor den
beiden Slalom-Läufen 0,66 Sekunden Vorsprung auf die Schwedin Anja
Pärson. Die Österreicherin Renate Götschl und Lindsey Kildow aus den
USA sind zeitgleich 1:32,01 Minuten Dritte. Die besten Chancen auf eine
Medaille hat aus dem ÖSV-Team die auf Rang sieben platzierte Elisabeth
Görgl. Die Steirerin fuhr eine starke Abfahrt und verlor nur 1,2 Sekunden
auf Kostelic. Von Pärson trennen sie nur sechs Zehntel. Die DSV
Rennläuferin Martina Ertl (Lenggries) ist mit 2,13 Sekunden Rückstand
auf Pärson 16., Monika Bergmann-Schmuderer liegt 3,41 Sekunden zurück
auf Rang 23. Marlies Oester aus der Schweiz (22.) handelte sich als beste
Schweizerin bereits einen grossen Rückstand auf die Spitze ein. Fränzi
Aufdenblatten liegt vor den Kombi-Slaloms auf Rang 17. Noch klarer als
erwartet ist Janica Kostelic nun in der Favoritenrolle beim Kampf um den
WM Kombinationstitel - aber gerade bei den zwei ausstehenden
Slalomdurchgängen kann noch einiges geschehen.
Kombination: Anja
Pärson vs. Janica Kostelic

Fragt man die
Skifachleute im italienischen Bormio wer am Freitag um 19.00 Uhr
Weltmeisterin in der Kombination wird fallen nur zwei Namen. Anja Pärson
oder Janica Kostelic. "Janica ist wirklich stark und für mich die
große Favoritin auf Gold. Es sind alle gute Slalom-Läuferinnen, deshalb
werden sie alle versuchen, in der Abfahrt eine gute Zeit hinzulegen. Wenn
du nach der Abfahrt mehr als eine halbe Sekunde Rückstand hast, wird es
sehr schwer. Der Slalom wird sehr kurz und auch sehr einfach sein",
meinte Pärson. "Wer von uns die bessere Abfahrt fährt, wird vorne
sein", gab sich Olympiasiegerin und WM-Titelverteidigerin Kostelic
forsch. Gold und Silber also bereits vergeben ? Am ehesten könnte die
Österreicherin Marlies Schild den beiden Topfavoriten einen Strich durch
die Rechnung machen. Aber auch die angeschlagenen "Seniorin" und
Kombiweltmeisterin von St. Anton 2001 Martina Ertl sowie die
"Juniorin" und Bronzemedaillen Gewinnerin im SUPER G von Santa
Catarina Julia Mancuso, wäre eine Überraschungsmedaille zuzutrauen.
Warten wir es ab !
Raich gewinnt Gold in
der Kombination

Der 26-jährige
Pitztaler Benjamin Raich beweist Nervenstärke und holt sich mit 3:19,10
verdient die Goldmedaille. 14 Jahre nach seinem Tiroler Landsmann Stephan
Eberharter ist er Weltmeister in der Kombination.
Im Ziel strahlte der frischgebackene Weltmeister mit den
Flutlichtscheinwerfern um die Wette, die Goldmedaille erhält er erst am
Samstag Abend. "Super! Es war ein Riesenziel von mir und beweist,
dass wir gut gearbeitet haben! Ich habe jetzt schon sehr lange darauf-
hingearbeitet, das ist mittlerweile schon meine 4. WM und ich war
eigentlich immer sehr gut drauf, hab immer die Chance gehabt und jetzt hab
ich's endlich geschafft!" Wie immer bei Weltmeisterschaften hat auch
diesmal Norwegen wieder eine Medaille geholt. Diesmal ist es Aksel Lund
Svindal, der 0,91 Sekunden hinter dem Tiroler die Silbermedaille erreicht.
Bronze geht an den Italiener Giorgio Rocca (+0,98). Auch der 2. Lauf war
geprägt von Windböen. Man hatte fast den Eindruck, dass er einige
Läufer den Berg fast wieder hinaufgeschoben hätte. Auf den Plätzen 4
bis 10, die ja bei Weltmeisterschaften keine Bedeutung haben befinden
sich: 4. Michael Walchhofer (AUT +1,45), 5. Silvan Zurbriggen (SUI +1,88),
Lasse Kjus (NOR +2,24), 7. Daniel Albrecht (SUI +2,27), 8. Pierrick
Bourgeat (FRA +2,43), 9. John Kucera (CAN +3,63) und 10. Francois Bourque
(CAN +3,80).
Auch der Medaillensammler Kjetil - Andre Aamodt (NOR) machte es noch sehr
spannend und hätte beinahe seine 13. WM-Medaille erreicht, aber leider
machte er einen Torfehler und wurde disqualifiziert.
Im 2. Slalomdurchgang schieden Kjetil-Andre Aaamodt (NOR), Peter Fill (ITA),
Andrej Sporn (SLO), Ales Gorza (SLO), Hubertus von Hohenlohe (MEX) aus.
DSV-Läufer war in dieser Disziplin leider keiner am Start.
Mit Benni Raich hat einer der Favoriten gewonnen nachdem sein schärfster
Rivale Bode Miller (USA) bereits in der Kombinationsabfahrt einen Ski
verlor und nach langer, perfekter Einskitechnik dann doch ausschied. Im
Ziel sagte der Amerikaner vor dem zweiten Slalomlauf, dass er sehr
enttäuscht sei und versuche diese Enttäuschung bis Samstag zur
Spezialabfahrt loszuwerden.
Morgen geht es mit der Kombination der Damen weiter. Die Herren haben noch
ein Abfahrtstraining bei dem es leider für die Österreicher Christoph
Gruber und Werner Franz auch noch um die Qualifikation geht.
Aus dem Skiweltcup
Infopoint: M. Riedler
Pärson Schnellste im
Training

Die ersten
Anwärterinnen auf Kombinations-Gold haben überraschend auch das
Abfahrtsabschlusstraining dominiert. Anja Pärson fuhr Bestzeit
(zeitgleich mit Ingrid Jacquemod), Janica Kostelic belegte Platz 3. Anja
Pärson bestätigte mit ihrer Bestzeit ein weiteres Mal ihre Fortschritte
in der Abfahrt. Schnellste in einem Training war die Schwedin schon einmal
gewesen - im Dezember 2003 in St. Moritz. Im Rennen schied sie damals
allerdings aus. Ingrid Jacquemod hatte bereits vor vor einem Monat
gezeigt, dass ihr die Strecke gut liegt, als sie hier das zweite
Ersatzrennen für Val d´Isère für sich entschied. Die
Österreicherinnen versuchten sich eher im Wettbremsen (für das Rennen
gilt das gestürzte Ergebnis des Abschlusstrainings): Katja Wirth belegte
Rang 15, Michaela Dorfmeister Rang 21, Alexandra Meissnitzer verbremste
sich und wurde nur 32. "Speed Queen" Renate Götschl wurde nach
dem Training disqualifiziert und muss wohl mit Startnummer 31 ins Rennen
gehen. Nadia Styger war als Siebente beste Schweizerin. Die Deutsche Petra
Haltmayr wurde 10., Hilde Gerg 14. und Martina Ertl 25.
Benjamin Raich greift
nach der Goldmedaille in der WM-Kombination

Mit Laufbestzeit im 1.
Slalomdurchgang der WM-Kombination jagte der Österreicher Benni Raich
seinem Teamkollegen Michael Walchhofer die Führung ab. Der
Kombi-Abfahrtssieger Walchhofer liegt +0,42 Sekunden hinter Raich und wird
es sehr schwer haben sich in den Medaillenrängen zu halten, den auch
Aksel Lund Svindal (NOR +0,78) auf dem 3. Platz, Kjetil-Andre Aamodt (NOR
+1,25) 4. und Giorgio Rocca (ITA +1,62) auf dem 5. Rang hoffen mit einem
guten zweiten Lauf auch aufs Treppchen zu fahren und eine Medaille zu
ergattern. Dahinter lauern, allerdings schon mit relativ großen
Abständen, aber auch nicht ohne Medaillenhoffnung, als 6. Silvan
Zurbriggen (SUI +2,02), 7. Lasse Kjus (NOR +2,35), 8. Daniel Albrecht (SUI
+2,42), 9. Ales Gorza (SLO +2,53) und 10. Andrej Sporn (SLO +2,57).
Ein wenig beeinträchtigt wurde der 1. Lauf von ziemlich heftigen
Windböen, die die Medaillenanwärter Michael Walchhhofer und Mario Matt
aus dem österreichischen Team und viele andere, die aber nicht im Kampf
um Medaillen dabei sind betrafen. Der 2. Lauf beginnt um 18.00 Uhr und wir
werden sehen welcher Läufer dann sein goldenes Lächeln aufsetzen darf.
Aus dem Skiweltcup
Infopoint: M. Riedler
Walchhofer führt in
WM-Kombi

Michael Walchhofer
führt nach der Abfahrt der WM-Kombination in Bormio. Der Salzburger
unterstrich seine Favoritenrolle für die Spezial-Abfahrt und blieb 1,05
Sek. vor dem Italiener Peter Fill, Dritter würde der Norweger Kjetil
Andre Aamodt Aamodt (NOR). Die Hoffnungen von Bode Miller auf sein zweites
WM Gold im zweiten Bewerb zerplatzen früh. Der US-Boy verliert kurz nach
dem Start einen Ski und scheidet aus. Top-Favorit nach der Abfahrt und dem
Ausfall von Bode Miller ist nun Benni Raich, der eine gute Abfahrt fuhr
und Rang vier belegt. Die Konkurrenz ist aber größer als erwartet: So
mischen der Italiener Giorgio Rocca und Silvan Zurbriggen sicher mit, aber
auch die Norweger Kjetil Andre Aamodt, Lasse Kjus oder Aksel Lund Svindal
finden sich in einer guten Ausgangsposition wieder. Die österreichischen
Slalomspezialisten Mario Matt und Kurt Engl klassierten sich auf den
Plätzen 19 und 24. Weiter geht es ab 15:30 Uhr mit dem ersten
Slalom-Durchgang.
Kombiabfahrtstart auf
11.45 Uhr verschoben

Der Start zur
Kombinationsabfahrt der Herren wurde erneut von 11.00/11.30 Uhr auf 11.45
Uhr verschoben. Grund: Wind im oberen Teil der Strecke. Es wird nicht
über den "St. Pietro Sprung" gefahren, sondern seitlich vorbei.
Der Startintervall wurde von 2 Minuten auf 1,15 Minuten verkürzt. Die
Chancen stehen bei über 90 % das die Kombinationsabfahrt heute gestartet
wird - wenn nicht, würde heute der Kombinationsslalom und morgen die
Kombinationsabfahrt stattfinden.
Maier und Strobl für
WM-Abfahrt nominiert

Wie bereits heute
Nachmittag von uns vermutet wurde Österreichs Ski-Star Hermann Maier und
Fritz Strobl von den ÖSV Trainern für die Weltmeisterschafts-Abfahrt am
Samstag in Bormio nominiert. "Strobl und Maier haben schon große
Erfolge gefeiert. Deshalb sind sie gesetzt", sagte ÖSV-Cheftrainer
Toni Giger. Werner Franz und Christoph Gruber müssen sich am Freitag, im
vierten und letzten Training um den fünften Startplatz für die
WM-Abfahrt in Bormio am Samstag duellieren. Franz, der im Vorfeld mit
einigen Aussagen in Richtung der Trainer aufhorchen hatte lassen (u.a.:
"Eine Quali am Freitag wäre Schwachsinn"), zeigte sich am
Mittwochabend relativ einsichtig. "Donnerstag haben wir ohnehin einen
Ruhetag, und dann müssen wir das eben wie eine Doppelabfahrt betrachten.
Ich konzentriere mich weiterhin auf Samstag und gehe davon aus, dass ich
an den Start gehen werden." Maier und Strobl hatten mit der Tatsache,
dass sie nun am Samstag besonders unter Erwartungsdruck stehen dürften,
kein Problem. "Das ändert nichts an der Tatsache, dass ich am
Samstag eine Medaille holen muss. Wenn man für Österreich an den Start
geht, ist es immer schwierig. Da ist Silber oft schon zu wenig",
meinte Maier.
Österreich vs. USA -
Der Kampf um Kombi Gold !

Wenn sich zwei streiten
freut sich der Dritte. Nach diesem Motto gehen am Donnerstag die
Norwegischen Elche Lasse Kjus und Kjetil-Andre Aamodt in den Kampf um die
Kombinations Goldmedaille in Bormio. Topfavoriten sind aber die
Österreicher Benjamin Raich und Michael Walchhofer, sowie der SUPER G
Goldmedaillen-Gewinner Bode Miller aus den USA. Aber auch
die Schweizer Didier Defago, Silvan Zurbriggen und Daniel Albrecht sowie
Lokalmatador Giorgio Rocca und der Franzose Pierrick Bourgeat haben gute
Medaillenchancen. Die bisher einzige SUPER-Kombi (1*Abfahrt +
1*Slalomlauf) der laufenden Saison hat auf dem Wengener Lauberhorn Raich
gewonnen. Da in Bormio wieder die traditionelle Kombination (Abfahrt und
zwei Slalomdurchgänge) gefahren wird, ist dies sicher ein Vorteil für
den Österreicher. Eine Tatsache, die vor allem Raich (bisher neun
Slalomweltcup-Siege) entgegenkommen sollte. "Dadurch sind meine
Chancen sicher größer", weiß Raich, der die seit 1991 (Stephan
Eberharter in Saalbach) dauernde Gold-Durststrecke der ÖSV-Kombi-Herren
beenden könnte. Gestartet wird der lange Kombi-Tag um 11.45 Uhr mit der
Abfahrt, der Slalom wird um 15.30 und 18.00 Uhr gefahren - die zweite
Herren-Entscheidung der WM fällt also bei Flutlicht.
Wettbremsen auf der
Stelvio

Nach der Absage der
ÖSV-Qualifikation war das 3. Abfahrtstraining der Herren wieder einmal
ein "Wettbremsen" um gute Startnummern für die Kombination am
Donnerstag. Deshalb kann man die Ergebnisse des Mittwochs beruhigt im
Aktenordner "Besichtigungslauf" ohne besondere Vorkommnisse
ablegen. Bestzeit fuhr der Kanadier Erik Guay in 1:54,62 Minuten. Auf den
zweiten Rang kam der Amerikaner Daron Rahlves vor Kristian Ghedina aus
Italien. Max Rauffer hat im dritten Abfahrtstraining den 15. Platz belegt.
Der 32-jährige Leitzachtaler benötigte verkürzten Strecke 1:56,14
Minuten.
Ertl droht auszufallen

Martina Ertl bangt bei
der WM in Santa Caterina um ihren Start in der Kombination. Die
31-Jährige konnte zwar am Training teilnehmen, fühlte sich aber durch
ihre Gehirnerschütterung und Knieblessuren sehr geschwächt. "Ich
habe mich runter gequält und ziemliche Kopfschmerzen", sagte die
Lenggrieserin. Starker Wind hatte das Abfahrtstraining der Damen in Santa
Caterina erneut beeinträchtigt. Nach der Absage am Vortag war am Mittwoch
wegen des starken Windes nur ein verkürzter Testlauf ohne Zeitnahme
möglich. Die Französin Marie Marchand-Arvier stürzte dabei schwer in
die Fangzäune und musste mit dem Akja abtransportiert werden. Die
Wetterprognosen für das Qualifikationstraining am Donnerstag sind
allerdings günstiger. Das Rennen ist für Sonntag geplant.
Trainerentscheid statt
ÖSV-Qualifikation

Jetzt sind die ÖSV
Trainer gefragt und eines ist sicher - nach der Entscheidung wird einer
der vier Rennfahrer alles andere als zufrieden sein. Da die ÖSV-interne
Qualifikation für die WM-Abfahrt der Herren in Bormio entfällt wird ein
Trainerentscheid über die Aufstellung der Athleten bestimmen. Nachdem
schon das Dienstag-Training nur auf verkürzter Strecke ausgetragen werden
konnte, wird auch das Mittwoch-Training (11.45 Uhr) vom Kombinationsstart
aus gefahren. Das ÖSV-Trainerteam entschied darauf hin, die Qualifikation
zu streichen. Welche drei Läufer aus dem Quartett Hermann Maier,
Christoph Gruber, Fritz Strobl und Werner Franz am Samstag eingesetzt
werden ist zur Stunde noch nicht bekannt. Fixstarter sind Weltmeister
Michael Walchhofer und Johann Grugger. Die ÖSV Trainer wollen am Abend
entscheiden, welche Fahrer für das Rennen am Samstag nominiert werden.
Folgende Nominierung scheint zur Zeit am wahrscheinlichsten: Fritz Strobl
und Hermann Maier werden gesetzt. Das letzte Ticket wird am Freitag beim
letzten Training zwischen Christoph Gruber und Werner Franz ausgefahren.
Miller im Superbowl
Fieber

Am kommenden Montag ist
Ruhetag in Bormio. Was würde also näher liegen als mal einen kleinen
Ausflug zumachen. Von Bormio nach Jacksonville in den USA ! Der
Gesamt-Weltcup-Leader und SUPER G Weltmeister Bode Miller hatte im Vorfeld
der WM überlegt, zum Spiel, der aus seiner Heimat New England kommenden
Patriots gegen die Philadelphia Eagles, nach Jacksonville zu reisen!
Miller bekam jedoch von der Teamführung ein klares "No", nun
wird er den Superbowl mit seinen Kollegen Daron Rahlves und Co. im
USA-Haus in Bormio verfolgen. Für weiteres Aufsehen sorgte Miller,
nachdem ihm kurzzeitig seine SUPER G Goldmedaille abhanden gekommen war.
Der Amerikaner hatte das wertvolle Stück, bei einer Feier im US Haus, in
seiner Jacke deponiert die geklaut wurde. Die Plakette wurde später am
Tresen abgegeben, die Jacke blieb jedoch verschwunden. Schon die
Goldmedaille für den Kombinationstitel 2003 in St. Moritz hatte Miller
verloren. Der Amerikaner hatte das Edelmetall angeblich benutzt, um den
wackelnden Toilettendeckel in seinem Appartement stabiler zu machen.
Gruber im Training vorn

Der Österreicher
Christoph Gruber hat bei den alpinen Weltmeisterschaften im italienischen
Bormio das zweite Training für die Abfahrt als Schnellster beendet. Bei
unterschiedlichen Windbedingungen meisterte er die verkürzte Abfahrt in
einer Zeit von 1:54,13 Minuten vor seinem Landsmann Fritz Strobl (1:54,16)
und dem Britten Finlay Mickel (1:54,60). Wegen starken Windes wurde vom
Kombi-Start gefahren. Die Entscheidung über die österreichischen Starter
in der Abfahrt soll nun, eine Wetterbesserung vorausgesetzt, im dritten
Training am Mittwoch fallen. Dann wird auch Hermann Maier zulegen müssen.
Ginge es nach dem Dienstag-Resultat, wäre der Flachauer nur Zuschauer, er
landete auf Rang 18 und war damit schlechter platziert als die
Konkurrenten Gruber, Strobl und Mario Scheiber (11.). ÖSV Fixstarter
Michael Walchhofer verzichtet auf den Lauf und trainiert in Hinblick auf
die Kombination Slalom. Bei den Schweizern tat Didier Défago einen
Schritt nach vorn. Trotz der Annullierung der internen Ausscheidung
lieferte das Training einige "harte" Fakten. Zumindest vom
Eindruck her löste Défago mit einem 5. Rang eine Option auf einen
Startplatz. Die Deutschen Florian Eckert und Max Rauffer landeten auf den
Plätzen 20 und 21 mit knapp zwei Sekunden Rückstand auf den
Trainingsbesten. Falls bis Samstag nicht mehr trainiert werden kann,
würde das Rennen aufgrund der Umkehrung der Rangliste dieses Trainings
gestartet, Gruber und Strobl mit den Nummern 29 und 30 - Miller noch
weiter hinten. Die Top 10 Fahrer beim 2. WM Abfahrtstraining der Herren in
Bormio: 1. Christoph Gruber (AUT) 1:54,13. 2. Fritz Strobl (AUT) 0,03. 3.
Finlay Mickel (GBR) 0,47. 4. Kurt Sulzenbacher (ITA) 0,51. 5. Didier
Défago (SUI) 0,56. 6. Daron Rahlves (USA) 0,61. 7. Bruno Kernen (SUI)
0,67. 8. Jürg Grünenfelder (SUI) 0,75. 9. Silvan Zurbriggen (SUI) 0,84.
10. Kristian Ghedina (ITA) 0,85.
Damen-Training abgesagt
- ÖSV Herren Quali am Mittwoch !
Das zweite Training für
die Damen-Abfahrt bei der alpinen Ski-WM in Santa Caterina ist abgesagt
worden. Starker Wind und Neuschnee machten eine Übungsfahrt auf der Piste
Deborah Compagnoni unmöglich. Das zweite Training der Herren in Bormio
soll wegen heftiger Böen im oberen Teil der Stelvio-Piste ab 11.45 Uhr
auf verkürzter Strecke stattfinden. Die ÖSV-interne Qualifikation für
das Herren Rennen soll nun am Mittwoch über die Bühne gehen. Die WM-Rennen in sind für Samstag
(Herren) und Sonntag (Damen) geplant.
Fritz Strobl für
"WM-Kampf" am Dienstag fit !

Bereits am Dienstag geht
es für 4 Österreicher um WM Medaillen. 3 aus 4 heißt die Rechenformel
für die österreichischen Abfahrtsstars: Hermann Maier, Fritz Strobl,
Werner Franz und Christoph Gruber. Alle 4 wären im Favoritenkreis für
die WM Medaillen am Samstag, aber nur 3 werden die interne ÖSV-Quali am
Dienstag "überleben". Fritz Strobl drückte dem ersten
Abfahrts-Training am Montag in Bormio seinen Stempel auf und meldet so
Ansprüche auf das letzte ÖSV-Ticket für Samstag an. "Eine
Qualifikation ist immer auch ein Glücksspiel, aber ich hoffe, dass ich im
Rennen mit von der Partie bin! Mir fehlen zum Teil die Ergebnisse, aber
ich weiß, dass ich schnell bin", sagte Fritz Strobl seinen
Konkurrenten den Kampf an. Der Olympiasieger erzielte am Montag in Bormio
klare Bestzeit, sieben Zehntel vor dem Schweizer Bruno Kernen und fast
eine Sekunde vor Super-G-Weltmeister Bode Miller (USA). Hermann Maier
verliert zwar als Sechster mehr als eine Sekunde auf Fritz Strobl, lässt
aber Christoph Gruber (12) und Werner Franz (14) klar hinter sich. Der
"Herminator" geht die Quali ganz locker an: "Ich will
schnell und sauber fahren, aber das will ich eigentlich immer! Deshalb
mache ich mir keine Gedanken über die Quali! Ich bin immer für einen
Sieg gut. Und das wissen auch die Trainer". Etwas sauer reagierte
über den "Nich-Fix-Startplatz" Werner Franz: "Von
Euch", entfuhr es Werner Franz am Sonntag im ORF und meinte damit den
Trainerstab, "werde ich mich sicher nicht aus der Ruhe bringen
lassen...". Somit könne wir Skifreunde uns auf ein internes "ÖSV
WM Rennen" freuen, und wie bei allen großen Rennen wird es auch am
Dienstag einen undankbaren 4. Platz geben. Aus Schweizersicht haben sich
Bruno Kernen (2.) und Ambrosi Hoffmann (7.) bereits am Montag für die
WM-Abfahrt vom Samstag qualifiziert. Didier Défago (13.), Silvan
Zurbriggen (16.) und Jürg Grünenfelder (17.) werden am Dienstag den
dritte Schweizer Starter ausfahren. Der vierte wird am Mittwoch durch
Trainer-Entscheid benannt. Nicht mit Ruhm bekleckern konnten sich die
Starter des DSV: Max Rauffer landete mit einem Rückstand von 2,70
Sekunden als Bester DSV-Fahrer auf dem 19. Platz. Nach seinem
sensationellen sechsten Rang vom Samstag enttäuschte Florian Eckert, mit
einem Rückstand von 5,32 Sekunden wurde er am Ende 34. Die Top 10
Platzierten beim 1. WM Abfahrtstraining der Herren in Bormio: 1. Fritz
Strobl (AUT) 1:57,69. 2. Bruno Kernen (SUI) 0,70. 3. Bode Miller (USA)
0,96. 4. Patrick Järbyn (SWE) 0,98. 5. Kristian Ghedina (ITA) 1,00. 6.
Hermann Maier (AUT) 1,01. 7. Ambrosi Hoffmann (SUI) 1,23. 8. Daron Rahlves
(USA) 1,24. 9. Michael Walchhofer (AUT) 1,35. 10. Johann Grugger (AUT)
1,35.
Michi Dorfmeister Schnellste
beim 1. Damen WM Abfahrtstraining

Michaela Dorfmeister hat
am Montag beim ersten WM-Abfahrtstraining souveräne Bestzeit erzielt. Die
Niederösterreicherin verwies in Santa Caterina die Deutsche Hilde Gerg um
neun Zehntel auf Rang zwei. Dritte wurde die Italienerin Isolde Kostner.
Gesprächsthema Nummer 1 war jedoch der neu eingebaute Sprung nach 45
Fahrsekunden bei dem die Fahrerinnen zwischen 40 und 50 m weit fliegen. Er
war zwar vor dem Training nach Intervention vieler Trainer um 20
Zentimeter abgetragen worden, gleichwohl sahen die meisten Fahrerinnen
ihre Sicherheit nicht gewährleistet. Größter Kritikpunkt ist die Höhe,
welche die Fahrerinnen erreichen. "Das macht keinen Sinn,
Verletzungen zu provozieren. Es ist zu gefährlich", sagte Janica
Kostelic stellvertretend für ihre Kolleginnen. Gerade an diesem Sprung
kam auch die zum Favoritenkreis zählende US Amerikanerin Lindsey C.
Kildow, böse zu Sturz. Am schwersten erwischte es jedoch die Deutsche
Isabelle Huber, die ohne zu stürzen nach der Landung mit einem
Kreuzbandriss abschwang. Selbst "Speed-Queen" Renate Götschl,
die wie immer das erste Training locker anging und 23. wurde, plädierte
dafür, die "Nase" noch einmal abzuhobeln. "An sich ist der
Sprung schön, liegt auch wunderbar im Gelände. Aber er kommt ein bissl
jäh daher." Dorfmeister war eine der wenigen, die gegen besagten
Sprung nichts einzuwenden hatten. "Ich finde ihn super. Das gehört
zu einer WM-Abfahrt." Die ÖSV- Starterinnen Katja Wirth belegte Rang
8 und Alexandra Meissnitzer musste sich mit Rang 21 begnügen. Für den
DSV kam nach Hilde Gerg (2) nur noch Petra Haltmayr als 15. in die
Platzierung. Bestklassierte Schweizerin wäre Nadia Styger als Siebente
gewesen. Die Schweizerin ließ im untersten Streckenteil aber zwei Tore
aus und wurde aus der Rangliste gestrichen. Somit war Fränzi
Aufdenblatten als Neunte die Beste der drei Schweizerinnen. Sylviane
Berthod, die sich im ersten Training jeweils nicht überwinden kann und
die Sache entsprechend verhalten angeht, belegte Platz 18. Das zweite
Training am Dienstag ist wegen Windes und leichten Schneefalls gefährdet,
damit könnte das Qualifikationstraining sogar auf Freitag verschoben
werden. Wann auch immer, es wird eine taktische Angelegenheit werden, denn
alle wollen wegen des aufkommenden Schattens im Rennen eine
"sonnige" Nummer zwischen zehn und 15. Die Top 10
Rennfahrerinnen beim 1. WM Abfahrtstraining in Santa Catarina: 1. Michaela
Dorfmeister (AUT) 1:42,41. 2. Hilde Gerg (GER) 0,90 zurück. 3. Isolde
Kostner (ITA) 1,01. 4. Emily Brydon (CAN) 1,28. 5. Anja Pärson (SWE)
1,52. 6. Carolina Lalive (USA) 1,54. 7. Katja Wirth (AUT) 2,12. 8. Bryna
McCarty (USA) 2,14. 9. Fränzi Aufdenblatten (SUI) 2,17. 10. Carole
Montillet (FRA) 2,19.
Isabelle Huber beim 1
Damen-Abfahrtstraining schwer verletzt

Isabelle Huber hat sich
im ersten Training für die Abfahrt der Damen bei den
Ski-Weltmeisterschafen in Santa Caterina einen Kreuzbandriss zugezogen.
Bei einer Untersuchung bestätigte sich der Verdacht auf die schwere
Verletzung im linken Knie. Isabelle Huber wird frühestens im nächsten
Winter wieder Rennen bestreiten können. Die 23-Jährige konnte nach einem
Sprung einen Sturz verhindern, musste aber den Lauf abbrechen und wurde
mit Verdacht auf Kreuzbandriss ins Tal gefahren werden. Isabelle Huber
hatte sich erst im letzten Rennen für die WM in Italien qualifizieren
können.
Martina Ertl mit
Meniskusquetschung im Knie

Martina Ertl kann am
Montag nicht zum ersten Abfahrtstraining bei der Ski-WM in Santa Caterina
antreten. Bei ihrem Sturz im Super-G hat sich die 31-Jährige neben
Prellungen auch eine Meniskusquetschung im Knie. Ein Start in der alpinen
Kombination am Freitag ist für die Lenggrieserin aber nicht gefährdet.
Ertl will bei ihrer letzten WM zudem noch in Riesenslalom, Slalom und
Team-Wettbewerb antreten.
Kampf um ÖSV
Abfahrtstickets beginnt

Ab Montag stehen in
Bormio die Trainingsläufe für die Abfahrt auf dem Programm. Beim ÖSV
geht es dabei um die Vergabe der Starttickets für das WM Highlight am
Samstag. Fix dabei sind am Samstag Titelverteidiger Michael Walchhofer und
Johann Grugger. Um die drei freien ÖSV-Startplätze kämpfen in einer
internen Qualifikation Hermann Maier, Fritz Strobl, Werner Franz und
Christoph Gruber. Geplant ist die Qualifikation für Dienstag, also für
das zweite Abfahrtstraining. Sollten die relativ schlechten
Wetterprognosen Wirklichkeit werden, dann wird die Ausscheidung auf
Mittwoch verschoben. Wenn auch da kein Training stattfinden kann bzw.
keine fairen Bedingungen vorherrschen, dann wird es laut ÖSV-Herrenchef
Toni Giger "eine neue Entscheidung" geben. "Es wird jeweils
vor dem Training bekannt gegeben, ob das Training als Quali gilt. Das
erste Training am Montag wird in die Entscheidung nicht mit-
einbezogen."
Anja Pärson is SUPER G
Weltmeisterin 2005

Anja Pärson hat sich am
Sonntag den Weltmeister-Titel im Super-G der Damen geholt. Die Schwedin
hat sich mit dem ersten Sieg im Super-G ihr drittes WM-Gold gesichert. Bis
zum zweiten Platz beim Super-G von Cortina Ende Januar war sie in dieser
Disziplin nie über den 6. Rang hinausgekommen. Die Silbermedaille geht an
die Bruneckerin Lucia Recchia und lässt die Veranstalter und das
italienische Heimpublikum jubeln. Reccia stand im ersten Frauenrennen an
der Spitze einer überragenden italienischen Mannschaft, welche die
Plätze zwei, vier und fünf belegte. Bronze sicherte sich die junge US
Amerikanerin Julia Mancuso. Für das ÖSV & DSV Team gab es eine
handfeste Ohrfeige: Hatten sie in der Weltcup-Saison die Rennen dominiert,
so klappte es ausgerechnet bei der WM überhaupt nicht. Beste ÖSV
Läuferin wurde die 19-jährige Debütantin Andrea Fischbacher auf Rang
sieben, Silvia Berger belegte Platz elf. Titelverteidigerin Michaela
Dorfmeister aus Österreich fuhr an einem Tor vorbei und schied ebenso wie
Alexandra Meissnitzer aus. Die Führenden im Super-G-Weltcup, Renate
Götschl, verlor im oberen Streckenabschnitt einen Stock und fuhr nur als
22. ins Ziel. Götschl: "Ich kann leben damit. Ich hab's probiert, es
ist halt nicht gegangen. Ohne Stecken kann man nichts gewinnen. Ich wollte
ein gutes Rennen fahren. Aber wenn so was passiert. Das heute war wieder
einmal so ein Rennen, wo die Favoriten gestorben sind. Das ist bei der WM
schon oft passiert." In einem Rennen, in dem alle Favoriten
versagten, war die Lenggrieserin Hilde Gerg als 13. in 1:19,07 Minuten
beste Deutsche. Martina Ertl (Lenggries) stürzte nach dem vierten Tor,
blieb aber unverletzt. Petra Haltmayr (Rettenberg) kam in 1:20,17 nicht
unter die ersten 20. "Ich habe oben ein Riesenfehler gemacht. Da habe
ich schon gedacht, soll ich abschwingen oder den Lauf noch als
Abfahrtstraining mitnehmen", erklärte Hilde Gerg enttäuscht. Als
beste Schweizerin klassierte sich Nadia Styger auf dem ansprechenden 8.
Platz. Bei einem groben Fehler im Startabschnitt hatte die Schweizerin
bereits alle Chancen vergeben. "Schade", meinte Styger,
"dieser Fehler war einer zuviel. Ich wollte es gut machen, stand aber
zu wenig konsequent auf dem Ski. " Sylviane Berthod und Fränzi
Aufdenblatten belegten die Ränge 16 und 18. Die Top 10 Rennläuferinnen
beim WM-SUPER G der Damen in Santa Catarina: 1. Anja Pärson (SWE)
1:17,64. 2. Lucia Recchia (ITA) 0,45 zurück. 3. Julia Mancuso (USA) 0,76.
4. Nadia Fanchini (ITA) 0,79. 5. Isolde Kostner (ITA) 0,90. 6. Tina Maze (SLO)
1,03. 7. Andrea Fischbacher (AUT) 1,09. 8. Nadia Styger (SUI) 1,15. 9.
Lindsey Kildow (USA) 1,18. 10. Kirsten Clark (USA) 1,30.
Goldige ÖSV-Damen sind
Favoriten beim Super G

Dank Renate Götschl,
Michaela Dorfmeister und Alexandra Meissnitzer, die vier der letzten fünf
Weltcup-Super-Gs gewonnen haben, sind die ÖSV Damen Favoritinnen beim
Kampf um den Weltmeistertitel im SUPER G. Am Start steht das wohl beste
ÖSV Super-G-Team aller Zeiten, denn neben der WM-Debütantin Andrea
Fischbacher und Silvia Berger bietet Österreich mit Renate Götschl,
Titelverteidigerin Michaela Dorfmeister und Alexandra Meissnitzer gleich
drei Saisonsiegerinnen in dieser Disziplin auf. Mandl begründete seine
Entscheidung für die Junioren-Weltmeisterin im Super G Fischbacher, unter
anderem damit, dass das Rennen auf einer harten Kunstschneepiste über die
Bühne geht. "Das spricht für Fischbacher, ebenso wie die Tatsache,
dass sie mit Nummer zwei oder drei starten kann", sagte der
Damen-Chef. Herausgefordert werden die ÖSV-Damen vor allem von einer
Amerikanerin: Lindsay Kildow. Die 20-Jährige fuhr bereits dreimal aufs
Stockerl, der große Wurf glückte Kildow aber im Super G nicht. Noch
nicht. "Ich habe viel Selbstvertrauen. Der Kurs ist sehr schnell und
technisch, das kommt mir entgegen", so die Amerikanerin am Freitag.
Abgesehen von Kildow sind auch Hilde Gerg, Anja Pärson und vielleicht
Ingrid Jacquemond für eine Medaille gut. Die Französin gewann die
Generalprobe in Santa Catarina, allerdings in der Abfahrt. "Ich bin
in bestechender Form", versichert jedenfalls Jacquemond. Aus
Schweizer Sicht geht man wenig verheissungsvoll ins Rennen. Die letzten
beiden Weltcup-Rennen im Super G endeten in einem Fiasko. Keine
Schweizerin klassierte sich unter den ersten 20. Dem widerspricht
Marie-Theres Nadig: "Das ist eine negative Darstellung. Nadia Styger
befand sich auf dem Weg zu einem Top-Ten-Platz, ehe...". Positiv
denken und das Negative ausblenden - im Schweizer Frauen-Team herrscht das
Prinzip Hoffnung.
Bode Miller Weltmeister
im SUPER G

Der Amerikaner Bode
Miller hat zum Auftakt der alpinen Ski-Weltmeisterschaften im
italienischen Bormio den Titel im Super-G und damit seine dritte
WM-Goldmedaille gewonnen. Vor zwei Jahren war Miller mit den Titeln im
Riesenslalom und in der Kombination sowie der Silbermedaille im Super-G
der erfolgreichste Fahrer der WM in St. Moritz gewesen. Der US-Boy hatte
nach seinem Super-Start im Weltcup seit Sestriere nicht mehr gewonnen.
Rechtzeitig zur WM ist er aber wider voll da. Dem 27-Jährigen gelang auf
der Stelvio ein perfekter Lauf. Miller fuhr mit 1:27,55 Bestzeit vor den
Österreichern Michael Walchhofer (1:27,69) und Benjamin Raich (1:28,23).
Hermann Maier belegt den undankbaren vierten Platz. Damit geht der
Herminator erstmals bei einer WM im Super-G leer aus. Stephan Görgl wird
21. Florian Eckert aus Lenggries sorgte für einen gelungenen deutschen
WM-Auftakt: Der 25-Jährige wurde in 1:28,69 Minuten überraschend
Sechster und erzielte damit das beste Super-G-Resultat seiner Karriere.
Die Schweizer mit vier Fahrern in den ersten 17 zeigten eine ansprechende
Teamleistung. In den Kampf um die Podestplätze vermochte jedoch keiner
einzugreifen; Didier Défago lag fast eine Sekunde hinter dem
drittklassierten Benjamin Raich zurück. Défago war wohl (wie erwartet)
der beste Vertreter von Swiss-Ski, er musste aber gleichwohl einem
Trainingskollegen den Vortritt lassen: Der Liechtensteiner Marco Büchel
wurde Fünfter. Die Top 10 Rennläufer beim WM SUPER G der Herren in
Bormio: 1. Bode Miller (USA) 1:27,55. 2. Michael Walchhofer (AUT) 0,14
zurück. 3. Benjamin Raich (AUT) 0,68. 4. Hermann Maier (AUT) 0,85. 5.
Marco Büchel (LIE) 1,06. 6. Florian Eckert (GER) 1,14. 7. Aksel Lund
Svindal (NOR) und Didier Défago (SUI) 1,61. 9. David Poisson (FRA) 1,69.
10. Daron Rahlves (USA) 1,70.
Der Super-G wird von
Kristian Ghedina eröffnet.

Der große Favorit beim
Auftakt der Titelkämpfe, der ohne den zurückgetretenen Titelverteidiger
Stephan Eberharter über die Bühne geht, ist Hermann Maier, der am
vergangenen Montag die Generalprobe in Kitzbühel gewonnen hat. Die
weiteren drei Österreicher - Michael Walchhofer (Startnummer* 28),
Stephan Görgl (25*) und Benjamin Raich (26*) - zählen wie die
US-Amerikaner Daron Rahlves (29*) und Bode Miller (27*) zu den ersten
Herausforderern Maiers, der mit 21 Weltcup-Siegen überlegen die ewige
Super-G-Rangliste anführt. "Ein wahnsinnig langer Super-G mit vielen
Übergängen und sehr, sehr unruhiger Piste. Der könnte kräfteraubender
als die Abfahrt werden - und die ist schon am Limit", so Maier, der
2003 in St. Moritz zeitgleich mit Bode Miller Zweiter hinter Stephan
Eberharter war. Andreas Ertl und Florian Eckert gehen als Außenseiter mit
den Startnummern 8 und 9 ins Rennen. Drei der vier Schweizer gehen
unmittelbar hintereinander ins Rennen. Ambrosi Hoffmann, Bruno Kernen und
Didier Défago starten mit den Nummern 15, 16 und 17. Tobias Grünenfelder
trägt die 21. Die Südtiroler Kurt Sulzenbacher und Peter Fill starten
als Vierter bzw. als Vierzehnter.
Hubertus von Hohenlohe, der blau- und kaltblütige Wahlmexikaner, stürzt
sich mit Nummer 63 ins Tal.
Janica Kostelic
verzichtet auf Super-G

Im Super-G der Frauen am
Sonntag wird mit Janica Kostelic die Olympia-Zweite von Salt Lake City
fehlen. Die Kroatin will ihre Kräfte einteilen und verzichtet auf ihre
derzeit wohl schwächste Disziplin. Der Super-G ist die einzige Disziplin,
in der Kostelic in diesem Winter keinen Podestplatz belegen konnte.
Die Ski
Weltmeisterschaft 2005 ist eröffnet !
Die 29.
alpinen Ski-Weltmeisterschaften im italienischen Bormio haben begonnen.
Der Präsident des Internationalen Skiverbandes FIS, Gian-Franco Kasper,
eröffnete die Titelkämpfe. Für die elfköpfige deutsche Mannschaft
marschierte Petra Haltmayr (Rettenberg) ins Zielstadion von Bormio ein.
Bis zum 13. Februar kämpfen über 300 Athleten aus 62 Ländern um die
Medaillen. Die erste von elf Entscheidungen fällt am Samstag im Super-G
der Herren.
Hilde Gerg will Gold

Martina Ertl rechtzeitig
in Bestform, Hilde Gerg bereit zur Operation Gold und die einst
belächelten Herren mit den Weltcup-Siegern Alois Vogl und Max Rauffer so
gut wie seit Jahren nicht mehr: Die deutschen Skirennfahrer reisen mit
großen Hoffnungen zu den 29. alpinen Weltmeisterschaften vom 28. Januar
bis 13. Februar nach Bormio und Santa Caterina und wollen endlich die
Schmach von St. Moritz tilgen. "Wir fahren mit dem Anspruch nach
Italien, Medaillen zu gewinnen", sagte der Alpin-Chef des Deutschen
Skiverbandes (DSV), Walter Vogel. Trotz des Optimismus sitzt den
Verantwortlichen und Athleten aber auch die Angst im Nacken. Nach dem
WM-Debakel von 2003 wäre ein erneutes Großereignis ohne Edelmetall ein
kaum zu verdauender Tiefschlag.
ÖSV mit 25 Aktiven zur
WM nach Bormio

Das Aufgebot des ÖSV
für die am Samstag beginnende alpine Ski-WM in Bormio umfasst mit 13
Herren und zwölf Damen 25 Aktive. Österreich schöpft damit nicht das
mögliche volle Kontingent von 26 aus. Laut Alpinchef Hans Pum sind
nämlich alle Disziplinen "ausreichend und sehr gut besetzt".
Mit dabei sind die Slalom-Spezialisten Kurt Engl und Sabine Egger sowie
die 19-jährige Andrea Fischbacher, während der verletzte Andreas
Schifferer (er feiert nach der WM sein Weltcup-Comeback) und Kraus Kröll
nicht berücksichtigt wurden. "Küken" des ÖSV-Teams ist die
18-jährige Niederösterreicherin Kathrin Zettel, die sich mit ihrem
sechsten Slalom-Rang von Marburg qualifiziert hat. Senior ist der Abfahrer
Werner Franz, der am 8. März 33 Jahre alt wird. Für den Super-G der
Herren, das erste WM-Rennen am Samstag, wurden mit Hermann Maier, Michael
Walchhofer und Benjamin Raich bereits drei Fixstarter nominiert. Um den
vierten Startplatz absolvieren Fritz Strobl und Beaver-Creek-Sieger
Stephan Görgl laut Pum am Donnerstag eine interne Qualifikation. Für den
Damen-Super-G am Sonntag wird über den fünften Startplatz neben
Titelverteidigerin Michaela Dorfmeister, Renate Götschl, Alexandra
Meissnitzer und Silvia Berger in Bormio entschieden. In Italien werden
auch alle anderen Kriterien (Abfahrtsquali etc.) festgelegt. Pum setzte
sechs bis acht Medaillen als Ziel: "Das ist realistisch. Ich habe
große Erwartungen, denn wir haben eine starke Mannschaft. Speziell bei
den Herren haben wir eine erfahrene Mannschaft. Bei den Damen haben wir
etliche Jüngere, die wertvolle Erfahrungen sammeln können. Sie sind aber
sehr schnell, und wenn alles passt, können auch sie vorne
mitmischen", sagte der Oberösterreicher. ÖSV-HERREN-WM-Team für
Bormio: Kurt Engl - Werner Franz - Stephan Görgl - Christoph Gruber -
Johann Grugger - Hermann Maier - Mario Matt - Manfred Pranger - Benjamin
Raich - Mario Scheiber - Rainer Schönfelder - Fritz Strobl - Michael
Walchhofer.
ÖSV-DAMEN-WM-Team für Bormio: Silvia Berger - Michaela Dorfmeister -
Sabine Egger - Andrea Fischbacher - Elisabeth Görgl - Renate Götschl -
Nicole Hosp - Michaela Kirchgasser - Alexandra Meissnitzer - Marlies
Schild - Katja Wirth und Kathrin Zettel
DSV WM-Aufgebot für
Bormio steht fest

Folgende elf DSV-Aktive
wurden von der Sportführung des Deutschen Skiverbandes (DSV) für die
anstehenden Weltmeisterschaften 2005 in Bormio/ITA (28. Januar bis 13.
Februar 2005) nominiert: Alpin Damen für die Wettbewerbe in Santa
Catarina: Monika Bergmann-Schmuderer (SpVgg Lam), Martina Ertl (SC
Lenggries), Hilde Gerg (SC Lenggries), Annemarie Gerg (SC Lenggries),
Petra Haltmayr (SC Rettenbach), Isabelle Huber (SC Ruhpolding) Alpin
Herren für die Wettbewerbe in Bormio: Florian Eckert (SC Lenggries),
Andreas Ertl (SC Lenggries), Felix Neureuther (SC Partenkirchen), Max
Rauffer (SC Leitzachtal), Alois Vogl (SC Zwiesel).
Swiss-Ski fährt nur mit
14 Athleten zur WM

Die WM-Mannschaft der
Männer besteht aus neun Athleten, die - ausser der 20 Jahre junge Marc
Gini - sich im Weltcup mindestens einmal in den ersten sieben oder zweimal
in den ersten 15 klassiert haben. Konrad Hari, der nur einmal einen 12.
Platz (im Dezember im Super-G in Beaver Creek) erreichte, ist wie erwartet
nicht selektioniert worden. Mit 9 Männern und 5 Frauen ist die
WM-Mannschaft von Swiss-Ski außergewöhnlich klein ausgefallen. 24 Fahrer
und Fahrerinnen hätten nominiert werden können, maximal 14 pro
Geschlecht. Das WM-Aufgebot der Männer: Daniel Albrecht (Jahrgang 1983,
Fiesch), Marc Berthod (1983, St. Moritz), Didier Défago (1977, Morgins),
Marc Gini (1984, Bivio), Jürg Grünenfelder (1974, Elm), Tobias
Grünenfelder (1977, Elm), Ambrosi Hoffmann (1977, Davos), Bruno Kernen
(1972, Wimmis) und Silvan Zurbriggen (1981, Glis). Die WM-Kriterien der
Schweizer Damen erfüllten lediglich Fränzi Aufdenblatten, Sylviane
Berthod, Sonja Nef, Marlies Oester und Nadia Styger, auf den Einsatz von
jungen Fahrerinnen verzichtete Cheftrainerin Marie-Theres Nadig.
Italiens WM Team besteht
aus 24 Athleten -
Acht Südtiroler bei Ski-WM dabei

Die Rennsportleiter der
italienischen Ski-Alpin-Nationalmannschaft, Flavio Roda (Männer) und Tino
Pietrogiovanna (Frauen), haben die 24 Athleten bekannt gegeben, die für
die Weltmeisterschaft in Bormio und Santa Caterina Valfurva einberufen
wurden. Die Ski-WM beginnt am Donnerstag. Insgesamt stehen 13 Männer im
Aufgebot, darunter drei Südtiroler. Es sind dies Manfred Mölgg, der den
Riesentorlauf, Slalom und den Mannschaftsbewerb bestreiten wird, Peter
Fill, der in der Abfahrt, Super G, Kombination und im Mannschaftsbewerb
startet, Kurt Sulzenbacher (Abfahrt und SuperG), Giorgio Rocca, Giancarlo
Bergamelli, Cristian Deville, Massimiliano Blardone, Mirko Deflorian,
Davide Simoncelli, Kristian Ghedina und Alessandro Fattori. Reserven zu
Hause sind Alberto Schieppati und Patrick Thaler. Sie nehmen an
Europacup-Rennen teil und stehen auf Abruf bereit. Bei den Frauen wurden
hingegen 11 Athletinnen einberufen. Fünf davon kommen aus Südtirol:
Karen Putzer, Nicole Gius, Manuela Mölgg, Isolde Kostner, Lucia Recchia,
Nadia Fanchini, Elena Fanchini, Annalisa Ceresa, Chiara Costazza, Daniela
Ceccarelli und Giulia Gianesini. Die Frauen-Nationalmannschaft hat in der
heurigen Saison drei Podiumsplätze herausgefahren, alle mit
Südtirolerinnen. Im Slalom mit Manuela Mölgg, im Super G mit Lucia
Recchia und im Riesentorlauf mit Karen Putzer.
Stefan Eberharter
startet im deutschen Team !

Mainz - Am kommenden
Samstag, 29. Januar, startet die alpine Ski-WM 2005, die an zwei
unterschiedlichen Orten ausgetragen wird. Die Damen fahren ihre Rennen in
Santa Caterina, die Herren in Bormio. Das ZDF setzt den Schwerpunkt seiner
Live-Berichterstattung im WM-Ort Bormio mit den Herren-Wettkämpfen in der
Kombination (am Donnerstag, 3. Februar 2005, ab 11.35 Uhr), in der Abfahrt
(am Samstag, 5. Februar 2005, ab 11.30 Uhr), im Riesenslalom (am Mittwoch,
9. Februar 2005, ab 9.05 Uhr) und im Slalom (am Samstag, 12. Februar 2005,
ab 9.50 Uhr). Aus Santa Caterina überträgt das ZDF am Sonntag, 6.
Februar 2005, ab 11.30 Uhr die Damen-Abfahrt. Hinzu kommt ein Novum in der
Geschichte der alpinen Ski-WM der Nationencup, den das ZDF zum Abschluss
der WM am Sonntag, 13. Februar 2005, ab 10.15 Uhr live überträgt. Bei
diesem Mannschaftswettbewerb gehen aus den verschiedenen Nationen je zwei
Damen und Herren im Super-G und im Slalom an den Start. Dem ZDF steht mit
dem österreichischen Olympiasieger, Weltmeister und Gesamtweltcupsieger
Stefan Eberharter ein kompetenter Gesprächspartner zur Verfügung, der
darüber hinaus die Abfahrtsstrecken der Herren den Zuschauern vorstellen
wird.
Die ARD grüßt: "Benvenuti
á Bormio"

Am kommenden Wochenende
geht es gleich richtig los: "Gold, Silber oder Bronze?" heißt
es in den Super-G-Rennen. Ob Hilde Gerg oder Renate Götschl, ob Hermann
Maier oder Bode Miller das Rennen macht - Gerd Rubenbauer kommentiert live
alle Entscheidungen aus Bormio und Santa Caterina. An der Seite von
Moderator Waldemar Hartmann stehen mit gewohnt fachkundigem Rat die
ARD-Experten Christian Neureuther und Markus Wasmeier. Besonders Markus
Wasmeier ist hochmotiviert: 20 Jahre nach seinem Weltmeistertitel in
Bormio fährt er mit einer Kamera wieder die Pisten hinunter und
erläutert bei Tempo 100 allen Skifans zu Hause die Schlüsselstellen und
Schwierigkeiten der Strecke.
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