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Von Triumphen und Tragödien

Bode Miller war die tragische Figur der WM in Val d’Isère, Lindsey Vonn die strahlende Siegerin. Gewonnen haben aber auch die Veranstalter, die Kanadier – und am Schluss sogar die Österreicher.

Jede Ski-WM produziert ihre Stars. Vor zwei Jahren drückte Anja Pärson den Wettkämpfen in Are den Stempel auf, 2009 war diese Rolle Lindsey Vonn vorbehalten. Die Amerikanerin gewann als einzige Fahrerin zweimal Gold, die dreifache Titelverteidigerin Pärson dagegen ging leer aus.

Alles erlebt

Dazu schrieb Lindsey Vonn Geschichte(n): Als grosse Favoritin in der Super-Kombination schied sie auf dem Weg zu Gold aus, beim Feiern der beiden Titel verletzte sie sich am Daumen schwer - Vonn hat in zwei Wochen alles erlebt.

Dass die Amerikanerin zum Schluss im Slalom durch einen Rutscher ihre dritte Medaille verpasste, war irgendwie der passende Abschluss. Vonn - alles oder nichts!

Das Comeback von Maria Riesch

Lange Zeit war Vonn auch als Trösterin ihrer besten Freundin Maria Riesch gefragt. Die Deutsche ging in jeder Disziplin als (Mit-)Favoritin an den Start und erlebte ihr persönliches Waterloo: Im Super-G und in der Kombination fuhr Riesch knapp an einer Medaille vorbei, in der Abfahrt und im Riesenslalom wurde sie deutlich geschlagen. Dann kam der Slalom und Riesch machte im zweiten Lauf - ihrem achten an dieser WM insgesamt - alles wieder gut: Verdientes Gold nach einem grossen Comeback.

Der seltsame Fall des Bode Miller

Von diesem Comeback konnte Bode Miller höchstens träumen. Der Amerikaner hatte trotz seines unbestrittenen Talents nie eine Chance auf Edelmetall, schied im Slalom, im Riesenslalom und in der Super-Kombination aus.

Und neben der Piste sorgte Miller mit merkwürdigen Aussagen für Verwirrung. Erst bezeichnete er Didier Cuche nach dem Super-G-Triumph als «Bremser», dann kokettierte er mit seinem Rücktritt mit Aussagen wie: «Es ist möglicherweise wahrscheinlich, dass ich zurücktrete». Ziemlich wirr, Miller, auf und neben der Piste.

Die Kanadier kommen

Besser als die US-Fahrer schnitt das kanadische Männer-Team ab. John Kucera wurde Weltmeister in der Abfahrt, Michael Janyk holte Bronze im Slalom. Zwei Medaillen sind doppelt so viele wie vor zwei Jahren in Are und ein (kleiner) Beleg dafür, dass an den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver durchaus mit den «locals» gerechnet werden muss.

Denn: Niemand zelebriert «Alles oder Nichts» so konsequent wie die «Crazy Canucks». Sowohl in der Abfahrt wie auch im Slalom schieden jene drei Kanadier aus, die keine Medaille gewannen.

Jammern auf hohem Niveau

Viel gejammert wurde in Österreich. Von Debakel war die Rede, von Jahrhundertpleite. Dabei schienen in Österreich vor allem die Medien zu vergessen, dass auch die WM in Are nach österreichischem Massstab nicht wirklich erfolgreich war. Auch dort holte das Männer-Team erst im abschliessenden Slalom die erlösende Goldmedaille. Nach Prangers Gold in Val d’Isère war vieles wieder gut - vielleicht bis zu Vancouver 2010?

Viel Schnee und trotzdem wenig Probleme

Fast alles gut machten die Veranstalter der WM. Die Strecken «Solaise» und «Face de Bellevarde» waren ebenso schwierig wie spektakulär. Das Wetter war zwar wie erwartet nicht immer gut, der Zeitplan konnte aber trotz grossen Neuschneemengen mehrheitlich eingehalten werden. Einziges Opfer des Wetters war der Team-Wettkampf, der ersatzlos gestrichen werden musste.

Nach vielen Problemen in der Vorbereitung wurde die WM dann ein grosser Erfolg. Zumindest für alle jene, die auf und neben der Strecke für die positiven Schlagzeilen sorgten. 

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Manfred Pranger ist Slalomweltmeister 2009

„Er ist einer der nettesten Menschen überhaupt …“ sagen Serviceleute, Teamkollegen und sogar Konkurrenten wie Felix Neureuther und heute ist dieser nette Mensch zum Weltmeister geworden: Manfred Pranger behält die Nerven und fährt zur für Österreich so wichtigen Goldmedaille.

Manfred Pranger: „Ich hab es mir schon zwei Mal vorgesagt - es ist so unglaublich. Ich hab immer davon geträumt. Hab mir immer gedacht: Wenn ich nur mal Weltmeister werden könnte. Ich hab gesehen, dass die anderen vor mir rausgeflogen sind. Ich hab mir gedacht: Hauptsache eine Medaille. Ich fahr nur ins Ziel, habe nichts riskiert. Dass es noch gereicht hat, ist unglaublich.“ beschreibt der neue Weltmeister seine Gefühle.

Der Vizeweltmeister ist ein Franzose und versetzt das Publikum in Begeisterungsstürme: Julien Lizeroux zaubert als vierter des ersten Durchganges einen Traumlauf in die ruppige Piste und zieht damit vielleicht seinen Mitkonkurrenten die Nerven: er schwingt im Ziel mit über einer Sekunde Vorsprung ab und gleich nach ihm fallen Topfavorit Grange und der Überraschungszweite Johan Brolenius aus. Nur Pranger kann Lizeroux noch 31 Hundertstel abnehmen

Julien Lizeroux: „Es war am Start verrückt. Du siehst die ganzen Leute, die für dich schreien. Ich war im Ziel über eine Sekunde vorne. Manfred war heute aber noch stärker als ich - er hat es sich verdient, er hatte so ein schweres Jahr. Ich mag diesen Sport, ich mag diese Anspannung. Ich hab meines Bestes gegeben“

Der glückliche Bronzemedaillengewinner heißt somit überraschend Michael Janyk aus Kanada. „Es war nur eine Frage der Zeit, dass wir eine Medaille haben. Wir haben ein starkes Team. Nach dem Gold von Johnny haben wir gewusst, wir können es schaffen. Kanada ist ein kleines Land, was das Ski fahren betrifft. Aber wir haben gewusst, hier können wir etwas erreichen.“

Zufrieden mit Blech, sportlich höchst fair und sehr sympathisch auf Platz 4 Felix Neureuther. Er zeigt endlich wieder einmal sein großes Talent und fährt sich mit einem „lockeren Lauf“ von Platz 14 noch fast in die Medaillenränge. Es fehlen nur 19 Hundertstel auf Bronze. Dennoch sagt Neureuther „Ich hätte mir heute keine Medaille verdient. Aber ich habe im zweiten Lauf gesehen, dass ich um den Sieg mitfahren könnte. Ich freu mich total mit den Medaillengewinnern. Der Manni, das ist einer der Nettesten überhaupt, auch wenn er am Start so seine Mätzchen macht …“. Und „die“ WM für Felix kommt erst: in zwei Jahren seine Heimspiele in Garmisch-Partenkirchen!

Auf den weiteren Plätzen, mit über 2 Sekunden Rückstand aber ohne Medaillenchancen:
5. Mattias Hargin (SWE), 6. Steve Missillier (FRA), 7. Patrick Thaler (ITA), 8. Krystof Kryzl (SLO), 9. Urs Imboden (MOL), 10. Jimmy Cochran (USA)

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Halbzeitführung für Pranger beim WM-Slalom

Der Österreicher Manfred Pranger führt beim Slalom in Val D´Isere mit einer Zeit von 52,49 Sekunden. Pranger kommt als einziger Österreicher mit dem vom ÖSV-Trainer Höflehner gesteckten, schwierigen Kurs und der eisigen Piste zurecht. „Mit dem Ergebnis war ich happy - mit dem Lauf nicht. Ich hab mich nicht so wohl gefühlt - aber es war scheinbar dennoch gut. Es war unterschiedlich - oben griffig, dann glatt. Da muss man sich darauf einstellen. Mit dem Ergebnis nach dem 1. Lauf bin ich zufrieden.“ so Pranger.

Nur 4 Hundertstel zurück liegt überraschend Johann Brolenius aus Schweden. In idealer Angriffsposition dahinter die Lokalmatadoren Jean-Baptiste Grange (+0,27) auf Platz 3 und Julien Lizeroux (+0,49) auf Platz 4.

Vor dem fünften Ted Ligety aus Amerika dann ein größerer Zeitsprung – er liegt schon 0,94 Sekunden zurück und nur 3 Hundertstel hinter ihm lauert mit Manfred Mölgg der beste Italiener.

Danach wieder ein Zeitsprung von einer halben Sekunde zum 7. Benjamin Raich (AUT, +1,51). „Ich hab nicht so das lockere Fahren gefunden, war ein bisserl verkrampft. Es ist sehr eisig, es wäre schon gut zu fahren. Man muss halt gut draufstehen, dass ist das Um und Auf.“

Einen kontrollierten Lauf liefert heute Jens Byggmark und landet mit 1,87 Sekunden Rückstand auf Platz 8. Nur eine Hundertstel dahinter hervorragend platziert ex aequo der Kanadier Michael Janyk und der Slowene Krystof Kryzl.

Nach einem Steher im obersten Teil schafft Felix Neureuther noch den ansprechenden 13. Platz.

Der erste Durchgang ist geprägt von sehr vielen Ausfällen. Nicht nur Giorgio Rocca muss schon nach wenigen Toren seine Medaillenhoffnungen begraben – auch das starke ÖSV-Quintett ist schon auf 2 Hoffnungen geschrumpft. Herbst scheidet kurz nach dem Start aus, Hirscher kurz vor dem Ziel und Mario Matt gibt nach der ersten Zwischenzeit auf, weil er nach eigenen Angaben „nur herumgerutscht“ ist. Die Kurssetzung und die Pistenbeschaffenheit machen diesen heutigen Slalom wahrscheinlich zum schwierigsten der Saison.

Eigentlich ist auf so einer Piste kein Überraschungssieger möglich und die besten 4 aus dem ersten Durchgang sollten sich Gold unter sich ausmachen. „Sollten“. Den gerade beim WM-Slalom ist das Konzept mehr als sonst „Alles oder Nichts“ und genau dieses Konzept führt dazu, dass es noch mehr Ausfälle gibt als sonst. Und von den Ausfällen der Favoriten könnte der eine oder andere Außenseiter profitieren.

Im Gegensatz zur Startliste bieten die Top Ten nach dem ersten Durchgang ein buntes Nationengemisch und die Spannung vor dem Finale ist groß!

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Maria Riesch Slalomweltmeisterin 2009

Maria Riesch holt bei der WM in Val d'Isere Gold im Slalom. Damit hat nach 33 Jahren (1976 war Rosi Mittermaiers Olympiasieg in Innsbruck auch als WM-Titel gewertet worden) erstmals wieder eine deutsche Skifahrerin den Weltmeistertitel im Slalom geholt. Die Deutsche, nach Durchgang eins noch auf Rang sechs, triumphiert vor Titelverteidigerin Sarka Zahrobksa aus der Tschechei und der Finnin Tanja Poutiainen.

Die vierfache Slalom-Saisonsiegerin sicherte den DSV-Damen damit die 2. Goldmedaille und war danach überglücklich: "Wahnsinn, ich hätte es selber nicht mehr für möglich gehalten. Ich bin Weltmeisterin, das ist der Hammer", sagte die 24-Jährige. "Ich habe gewusst, dass der Druck im Slalom riesengroß sein würde. Alle haben gehofft, dass ich eine Medaille hole - auch ich selber", meinte sie.

Riesch hat vier der sieben Saisonslaloms gewonnen, war einmal Zweite und einmal Dritte geworden. "Es hat selten so eine verdiente Weltmeisterin gegeben wie sie", sagte Cheftrainer Mathias Berthold, der vor dem entscheidenden Lauf nicht zu optimistisch war: "Als ich den zweiten Durchgang besichtigt hatte, habe ich gesagt, um Gottes Willen, was für ein schwerer Lauf."

Riesch profitierte aber auch von den Ausfällen der drei Führenden nach dem ersten Lauf: Sandrine Aubert aus Frankreich, Lindsey Vonn aus den USA und Manuela Mölgg aus Italien. Vonn vergab damit die Chance auf das dritte WM-Gold nach Abfahrt und Super-G. Die Italienerin Mölgg hatte vor ihrem Ausscheiden bei der letzten Zwischenzeit noch einen Vorsprung von drei Zehntel vor Riesch.

Auch ansonsten konnte man beim DSV mit dem Finaldurchgang sehr zufrieden sein. Die Partenkirchenerin Fanny Chmelar wurde Achte, Kathrin Hölzl aus Bischofswiesen kam auf Platz 18.

Für die Südtirolerin Denise Karbon war auch der Slalom äußerst bitter. Wie schon im Riesentorlauf reichte es für die Kastelrutherin letztendlich nur zu Platz vier. Karbon fehlte nur ein Hundertstel für die Bronzemedaille. Teamkollegin Nicole Gius wurde sehr gute Fünfte.

Für einen Lichtblick im Schweizer Team sorgte Denise Feierabend. Die erst 19-Jährige verbesserte sich mit einer aggressiven Fahrt von Platz 13 noch auf den ausgezeichneten sechsten Schlussrang. Am Ende fehlten sechs Zehntel auf Bronze. Mit Aline Bonjour klassierte sich im zehnten Rang eine zweite Schweizerin in den Top ten.

Für die ÖSV-Damen setzt es ein Debakel. Die Medaillenhoffnungen Zettel und Kirchgasser schieden im 1. Durchgang beim exakt selben Tor aus, Görgl und Fenninger verpassten das Finale. Die verletzungsbedingten Ausfälle der Leaderinnen Nicole Hosp und Marlies Schild wogen zu schwer.

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Manuela Mölgg führt beim WM Slalom der Damen

Die Südtirolerin Manuela Mölgg geht überraschend nach dem 1. Durchgang beim WM Slalom der Damen auf der Piste Face de Bellevarde in Val d’Isere als Führende in den um 13.30 Uhr stattfinden Finallauf.

Manuela Mölgg im ORF Interview: „Ich bin gut Ski gefahren von oben bis unten. Ich hoffe, das gelingt mir auch im zweiten Durchgang. Der Schnee gefällt mir sehr gut - ich hoffe auf ein gutes Resultat.“

Mölgg setzte sich mit einer beherzten fast fehlerfreien Fahrt mit einer Zeit von 55.00 Sekunden an die Spitze. Hinter der Italienerin folgt mit der US Amerikanerin Lindsey Vonn (+0,24), die in dieser Saison bereits zwei Slalomweltcuprennen gewonnen hat, eine der Topfavoritinnen auf den Weltmeistertitel.

Die Doppel-Weltmeisterin, die nach einer Daumen-Operation am Dienstag in Tirol auf ein Antreten im Riesentorlauf verzichtet hatte, startete jedoch mit dem Handykap einer Spezialschiene an der Hand. „Ich hatte gedacht, dass es sehr schmerzhaft sein wird. Ich habe aber einfach Vollgas gegeben. Es war eine schwierige Kurssetzung, es war nicht einfach. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Lauf, ich hoffe, ich kann es auch im 2. Durchgang so machen.“

Auf dem 3. Rang nutze die Französin Sadrine Aubert (+0,40) ihren Heimvorteil und kann sich berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen.

Mit einem Rückstand von 47 Hundertstel Sekunden geht die amtierende Slalomweltmeisterin Sarka Zahrobska das Unternehmen Titelverteidigung im 2. Durchgang an.

Als beste Schwedin reihte sich Frida Handsdotter auf dem 5. Rang ein. Ihre Teamkollegin Anja Pärson konnte sich nach einer durchwachsenen Fahrt und mit einem Rückstand von über 2 Sekunden nicht in den Top 15 plazieren.

Auch für die Topfavoritin auf den Slalomweltmeistertitel, Maria Riesch aus Garmisch-Partenkirchen lief es im 1. Lauf nicht fehlerfrei. Mit einem Zeitrückstand von 63 Hundertstelsekunden, sind von Platz 6 aus startend, die Medaillenchancen noch intakt, ob jedoch noch der Sprung auf den Goldplatz möglich ist, scheint doch sehr fraglich.

Auf den Plätzen 7 und 8 konnten sich, mit den „hohen“ Startnummern 30 und 24, die 19-jährige Sanni Leinonen aus Finnland und die 23-jährige Kanadierin Anna Goodman (+ 0,86) plazieren.

Etwas enttäuscht wird wohl auch Tanja Poutiainen (+ 0.91) mit ihrem 9. Zwischenrang sein. Für die Finnin kann es im 2. Durchgang nur noch „Alles oder Nichts“ heißen. Ihr Rückstand auf das Podium beträgt 51 Hundertstel Sekunden.

Hinter der Zehntplazierten Denise Karbon (+ 0,95) aus Italien konnte sich die beste Schweizerin Rabe Grand für den Finallauf qualifizieren. Eine gute Leistung zeigte auch die Team-Swiss Läuferin Denise Feierabend (13.). Als eher enttäuschend sind die Auftritte von Aline Bonjour (16.) und Sandra Gini (22.) zu bewerten.

Nur kurz durften Österreichs Damen-Asse von einer Medaille träumen. Kathrin Zettel und Michaela Kirchgasser schieden jeweils schon nach wenigen Fahrsekunden exakt beim selben Tor aus. Elisabeth Görgl und Anna Fenninger fuhren der Konkurrenz rund fünf Sekunden hinterher und waren von einer Qualifikation für den zweiten Durchgang weit entfernt. Das ist im Damen-Slalom das schlechteste Österreichische WM-Ergebnis seit Innsbruck 1976, wo Olympia und WM noch zeitgleich ausgetragen wurden.

Auch für den DSV sähe die vorläufige Slalom-Bilanz ohne den sechsten Zwischenrang von Maria Riesch eher bescheiden aus: Riesenslalom-Weltmeisterin Kathrin Hölzl aus Berchtesgaden kam nach mehreren Fehlern mit einer Zeit von 58,42 Sekunden nur auf den 26. Zwischenrang - und die Zeit von 56,62 Sekunden der Partenkirchnerin Fanny Chmelar reichte für die Slalomspezialistin nur für Platz 14. Maria Rieschs Schwester Susanne fädelte ein und schied aus.

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RTL-Gold für die Schweiz durch Carlo Janka

Carlo Janka behält trotz eines Fehlers im oberen Teil die Nerven und ist auch im Finale des WM-Riesentorlaufes eine Klasse für sich: er krönt sich mit einer Zeit von 2:18,82 zum Weltmeister. „Im zweiten Lauf, wo ich den Fehler gemacht habe, ist es noch mal eng geworden. Ich hab dann gewusst, ich muss unten noch mal Gas geben. Ich wusste, wenn ich unten noch mal so fahre wie im ersten Durchgang, dann sollte es sich mit dem Polster ausgehen.“

Als Zweiter holt Benjamin Raich endlich, endlich die ersehnte Herrenmedaille für Österreich! Sein Rückstand mit 0,71 Sekunden. Es ist die insgesamt 11. Medaille für Benni Raich und er stellt damit den österreichischen Rekord von Skilegende Toni Sailer ein. „Es war schwierig. Ich hab alles riskiert, bin auf Sieg gefahren. Das ist sich weit nicht ausgegangen - ich muss froh sein, dass ich noch Silber gemacht habe. Es waren Schläge drinnen, da hat es mich schon verjagt. Aber auch der Carlo hat Fehler gemacht, er war heute wohl zu gut für mich. Natürlich hofft man im Ziel, dass man noch Gold holt.“

Ted Ligety hat wohl wirklich an Tina Maze gedacht und fuhr mit einem sensationellen Lauf auf der immer schwieriger werdenden Piste von Platz 9 noch zu Bronze. „Nach dem ersten Lauf war ich richtig sauer, ich war nicht zufrieden mit der Art, wie ich gefahren bin. Ich habe viel Risiko genommen und bin sehr glücklich, dass ich so viel Zeit gut machen konnte. Ich bin sehr glücklich!“

Haarscharf um 7 Hundertstel an den Medaillen vorbei schrammt Marcel Hirscher. Doch Hirscher und Raich werden die Diskussionen um die Krise des ÖSV erst einmal zum pausieren bringen. „Wenn zwei, drei Rennen einmal keiner am Podest steht, dann ist noch lange keine Krise da - aber bitte. Für mich ist die Silberne heute sehr schön.“ so Raich. Es ist außerdem die 250. Medaille bei Weltmeisterschaften für Österreich.

Enttäuscht auf Platz 5 ist Massimiliano Blardone, Rückstand 1,67. Er hätte sich vom zweiten Lauf mehr erwartet, denn es wären seine Bedingungen gewesen, außerdem hat sein Trainer den Lauf ausgeflaggt.

Auch für Didier Cuche reicht es heute nicht für Edelmetall. Zu viele kleine Fehler, zu unruhig sein Lauf. Am Schluss Rang 6 mit 1,69 Sekunden Rückstand

Jean Baptiste-Grange (FRA +1,75), Alexander Ploner (ITA +1,78), Aksel Svindal (NOR +1,79 und Mark Berthod (SUI +1,94) liegen knapp beisammen auf den Plätzen 7 bis 10.

Die Schweiz führt nun mit 2 Goldenen im Medaillenspiegel. Die positiven Nachrichten aus Innsbruck sind heute das Sahnehäubchen auf dem Schweizer Glückshaufen: Daniel Albrecht, der seit seinem schweren Sturz in Kitzbühel im Koma lag, ist wach. Er ist ansprechbar und reagiert auf einfache Befehle. Man ist zuversichtlich, dass er in wenigen Wochen aus neurologischer Sicht „gesund“ ist. Alles Gute wünschen wir der Schweizer Mannschaft – sowohl zum sportlichen Erfolg in Val d´Isere, als auch zum Kampf zurück von Daniel Albrecht!

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Janka im RTL auf Goldkurs

Er hat schon die WM-Generalprobe im Dezember gewonnen und er führt auch heute wieder: Carlo Janka aus der Schweiz. Das Wetter (endlich) herrlich, der Kurs vom eigenen Trainer gesteckt und bereits eine Medaille in der Tasche, man hatte das Gefühl Carlo Janka fährt wie auf Schienen über den schwierigen Kurs. „Schwierig zu sagen, ob er perfekt war. Er war sicherlich gut ohne Fehler. Ich bin zufrieden mit dem Lauf. Der Vorsprung ändert für mich nichts - ich werde so fahren, als ob ich eine Hundertstel Sekunde voran.“

Dabei hält er einen komfortablen Vorsprung von 0,48 Sekunden auf Benjamin Raich aus Österreich und 0,96 Sekunden vor dem Dritten Massimiliano Blardone aus Italien.

Erst danach werden die Abstände knapper: schon auf Platz 4 Didier Cuche, derzeit nur 17 Hundertstel hinter seiner dritten Medaille bei dieser WM. Die Schweizer blasen wieder zum Angriff!

Österreich hofft jedoch, diesmal dagegen halten zu können. Neben Routinier Raich gibt der junge Marcel Hirscher eine weitere Talentprobe ab. Mit Startnummer 21 schafft er noch Rang 5 – sein Rückstand auf Janka 1,15 Sekunden – Bronze ist aber nur 19 Hundertstel entfernt. „Ich hab mich sehr, sehr schlecht gefühlt - der Hang verlangt einem alles ab. Aber auch für den zweiten Durchgang gilt volles Risiko, sonst gewinnt man nichts. Ich glaube aber, auf diesem Hang fühlt sich keiner richtig wohl.“ so Hirscher. Auch noch in Hoffnungsdistanz ein weiterer Nachwuchsläufer des ÖSV – Philipp Schörghofer. Er rechtfertigt seine Aufstellung mit Rang 7 nach dem ersten Lauf (+1,59).

Auch Italien hat 2 Eisen im Kampf um die Medaillen im Feuer: neben Blardone darf auch Manfred Mölgg noch mit Edelmetall spekulieren. Er liegt mit 1,19 Rückstand auf Platz 6.

Jean-Baptiste Grange legt einen etwas zu braven Lauf in den Schnee, im unteren Teil noch einige Unsicherheiten, das reicht nur für den 8. Platz.

Ted Ligety startete mit Nummer 1 und staunte nicht schlecht, als die Startnummer 2 – Carlo Janka – ihm 1,71 Sekunden abnahm. Auf der Ergebnisliste findet er sich nun auf Platz 9 wieder und wenn wir an den Traumlauf der Slowenin Maze gestern denken, dann gibt er den Medaillentraum sicher noch nicht ganz auf. Das selbe gilt wohl für den RTL-Weltmeister von Aare Aksel Svindal. Derzeit liegt er nach einem fehlerhaften Lauf mit 2,21 Sek. Rückstand nur auf Platz 12. Sein Teamkollege Truls-Ove Karlsen hält derzeit Platz 10 (+1,95).

Auch der zweite Lauf wird schwierig. Der Schnee ist aggressiv, teils blankes Eis wechselt mit griffigen Stellen. Aber im Gegensatz zum Damenrennen scheinen heute die äußerlichen Bedingungen und speziell die Sicht für jeden gleich zu sein. Trotz der Teils großen Zeitabstände erwartet uns ein spannender zweiter Durchgang – ohne Risiko keine Medaillen!

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Kathrin Hölzl ist Riesenslalomweltmeisterin 2009

Kathrin Hölzl aus Bischofswiesen hat in Val d’Isere sensationell die Goldmedaille im Riesenslalom gewonnen. Die 24-Jährige siegte vor der Silbermedaillengewinnerin Tina Maze aus Slowenien und der Finnin Tanja Poutiainen die sich über Bronze freuen durfte.

Hölzl ist damit die erste deutsche Skirennfahrerin seit 31 Jahren die sich über den Titel Riesenslalom-Weltmeisterin freuen darf. 1978 hatte Maria Epple bei der Heim-WM in Garmisch-Partenkirchen Riesenslalom-Gold gewonnen.

"Es ist einfach so unglaublich. Ich habe noch nie ein Weltcup-Rennen gewonnen, und dann ist das Erste, was ich gewinne, gleich die WM. Das glaubt man im ersten Augenblich gar nicht. Ich habe mich im Ziel gar nicht zu schauen getraut. Dass es für den Sieg reicht, hätte ich nicht zu träumen gewagt. Das ist im zweiten Durchgang schwerer geworden auf der Piste, viel brutaler als im ersten Durchgang. Ich war aufgeregt. Ich dachte mir nur, von hinten auf die Tore fahren und die Ski laufen lassen", sagte die frischgebackene Weltmeisterin. "Ich habe schon gewusst, dass ich schnell Ski fahren kann. Heute habe ich alles gegeben und es ist sich ausgegangen", so die glückliche Deutsche.

Die Freude über diesen Riesenerfolg war auch bei Trainer Mathias Berthold groß: "Das ist ohne Worte, die Kathrin hat sich das verdient. Das ganze Trainerteam hat irre gut gearbeitet. Dieser Sieg bei der WM ist Wahnsinn. Ich hoffe, dass das den Mädels, dem Felix und Stefan Kogler hilft."

Viktoria Rebensburg fiel von Rang drei nach dem ersten Lauf noch auf Platz neun zurück: "Oben habe ich es echt verbockt. Ich muss den ersten Lauf im Kopf behalten, ich kann mit den Besten mithalten. Es war schwierig zu fahren, und es war ein bisschen zu aggressiv. Hinterher ist man immer schlauer", sagte sie gegenüber dem ZDF.

Das gleiche Schicksal ereilte auch Kathrin Zettel. Die 22-jährige Niederösterreicherin musste sich nach ihrer Halbzeitführung im Riesentorlauf mit Platz sechs begnügen und wurde damit knapp hinter Michaela Kirchgasser nicht einmal beste ÖSV-Läuferin.

Zettel wirkte nach der vergebenen Führung im ersten Durchgang sichtlich niedergeschlagen: "Natürlich ist es ein bisschen ärgerlich. Leider hab ich oben gleich den Fehler mit dem Stock zwischen den Füßen gemacht, dann habe ich einfach alles riskieren müssen, und leider ist es herunten auch noch einmal schiefgegangen. Das kann passieren, wenn man gewinnen will."

Zumindest bleibt der Sieg in der Superkombi als Trost: "Die Welt geht trotzdem nicht unter. Eine Goldmedaille habe ich schon und die kann mir keiner mehr nehmen."

Elisabeth Görgl (+1,48) wurde Zehnte, Titelverteidigerin Nicole Hosp, die beim Comeback nach Verletzungspause im ersten Lauf Probleme mit einer zugeeisten Skibrille gehabt hatte, rangierte als 23. mit einem Rückstand von 4,14 Sekunden nur im geschlagenen Feld. Andrea Fischbacher (+4,23) ging es mit Platz 24 sogar noch schlechter.

Auch für Maria Riesch lief es nach einem Ausrutscher im zweiten Lauf nicht nach Plan, sie wurde nur 28. und kann sich ab sofort auf den Slalom am Samstag konzentrieren.

Andera Dettling war die einzige Schweizerin in zweiten Lauf. Die Schwyzerin verbesserte sich um zwei Ränge auf Schlussplatz 22, hatte nach vorne aber keine Chance.

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Zettel führt beim WM Riesenslalom der Damen

Die Niederösterreichische Goldmedaillengewinnerin in der Superkombination Kathrin Zettel stellte beim Riesenslalom der Damen auf der „Piste Bellevarde“ ihre derzeitige Topform unter Beweis und übernahm nach dem 1. Durchgang in einer Zeit von 59,53 Sekunden die Führung.

Zettel die ihre Startnummer eins optimal ausgenutzt äußerte sich im ORF mit ihrer Fahrt zufrieden: „Es ist sehr wechselhaft auf der Piste, die Sicht ist auch nicht perfekt. Aber ich denke, ich habe mich ganz gut gehalten. Herunten war es nicht 100 Prozent - aber ganz gut. Taktieren ist im 2. Durchgang sicher nicht drinnen.“

Hinter der 22-jährige Göstlingerin folgt mit einem Rückstand von 40 Hundertstel Sekunden die im Riesenslalomweltcup Führende Finnin Tanja Poutiainen.

Für die große Überraschung nach dem 1. Durchgang sorgte jedoch die 19-jährige DSV Fahrerin Viktoria Rebensburg aus Kreuth. Sie liegt nach dem 1. Durchgang mit einem Rückstand von 57 Hundertstel Sekunden auf dem Bronzemedaillenrang.

"Ich bin selbst überrascht gewesen, denn es war wirklich nicht leicht zu fahren", sagte Rebensburg nach ihrem Lauf. Im zweiten Durchgang will sie wie gehabt voll auf Angriff fahren: "Attackieren, Gas geben, Spaß haben - dann schauen wir, was dabei herauskommt."

Direkt hinter Rebensburg, auf dem 4. Rang folgt mit Kathrin Hölzl die zweitbeste Rennläuferin des Deutschen Ski Verbandes nach dem 1. Lauf. Die für den WSC Bischofswiesen startende 24-jährige hat mit einem Rückstand von 68 Hundertstel Sekunden noch alle Möglichkeiten im Finallauf.

Auch Kathrin Hölzl hat sich für den zweiten Durchgang vorgenommen, noch den Sprungs aufs Podest zu schaffen: "Ich werde voll attackieren, denn ich habe ja nichts zu verlieren."

Maria Riesch belegt nach dem ersten Durchgang Platz 13 und hat ebenfalls noch die Chance, weit nach vorne zu fahren.

Als Zweitbeste Österreicherin plazierte sich Michaela Kirchgasser auf Rang sieben (+1,27).
Ich hätte mir mehr Aggressivität von mir gewünscht. Ich bin nicht reingekommen, bin recht runtergedriftet und zu rund gefahren, jetzt muss ich schauen, dass ich zum Skifahren zurückfinde."

Ihre Teamkollegin Elisabeth Görgl hat als Elfte bereits 1,63 Sekunden Rückstand. "Ich werde im zweiten Durchgang versuchen alles zu geben und voll zu attackieren, das ist mir jetzt nicht gelungen."

Titelverteidigerin Nicole Hosp landete hingegen sichtlich gehandicapt von ihrer Verletzung mit über vier Sekunden Rückstand im geschlagenen Feld. „Das Knie ist in Ordnung. Mein Problem war, dass mir die Brille komplett zugeist ist und ich nichts gesehen habe. Ich habe überhaupt nicht gewusst, wie weit ich vom Tor weg bin und wann ich den Schwung ansetzen muss. Ich denke, dass das Glas kaputt war - das ist einfach Pech, kann passieren.“

Nur fünf Hunderstel besser war Andrea Fischbacher unterwegs (+4,05) und ärgerte sich: "Das hat mit Skifahren nichts zu tun gehabt, ich war die ganze Zeit nur am driften." Ähnlich schlecht erging es Olympia-Siegerin Julia Mancuso mit 3,11 Sekunden Rückstand.

Auch Anja Pärson wird mit ihrem Lauf nicht wirklich zufrieden sein, die Schwedin muss 1,44 Sekunden auf Zettel vorgeben. Die junge Schweizerin Lara Gut schied nach hervorragender Zwischenzeit aus.

Für die Schweizerinnen war heute ein schwarzer Tag. Wie Gut schieden auch Aline Bonjour und Rabea Grand aus. Andrea Dettling überquerte den Zielstrich als einzige Schweizerin, jedoch mit einem Rückstand von 3'48". Dies reichte für Rang 24 und die Teilnahme am 2. Lauf der um 13.30 Uhr gestartet wird.

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Teambewerb wegen Schlechtwetters abgesagt

Der Teambewerb bei der alpinen Ski-WM in Val d'Isere ist am Mittwoch abgesagt und ersatzlos gestrichen worden. Wegen Neuschnees und Verwehungen war es den Organisatoren nicht möglich, die Piste auf dem Bellevarde rechtzeitig für Super-G und Slalom zu präparieren, außerdem herrschte zumindest in der Nacht auf Mittwoch noch teilweise Lawinengefahr.

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Svindal ist Kombi-Weltmeister

Der Kombinationsweltmeister 2009 heißt Aksel Lund Svindal! Er kann seinen Vorsprung aus der Abfahrt verteidigen und siegt mit einer Gesamtzeit von genau 2 Minuten und 23 Sekunden. Zweiter wird der Franzose Julien Lizeroux, der das kleine Skiwunder, das wir im ersten Bericht angesprochen haben, schafft und von Platz 23 zur Silbermedaille carvt. Sensationell die Bronzemedaille für Kroatien: Natko Zrncic-Dim profitiert wie schon in Kitzbühel vom Favoritensterben und wird Dritter.

Bitter ist Platz 4 für den Hahnenkamm-Kombisieger Silvan Zurbriggen (SUI) – nur eine läppische Hundertstelsekunde hinter Bronze!

Noch viel bitterer die Ausfälle für die ganz großen Favoriten Bode Miller (USA) und Jean-Baptiste Grange (FRA). Miller schien bis zu seinem Einfädler sicher unterwegs, doch im unteren Teil dann überraschend das Aus. Anders bei Grange – er ging mit vollem Risiko ans Werk und kam schon im oberen Teil öfters in Bedrängnis. Im Mittelteil driftet er ein Tor sehr früh an und fädelt ebenfalls ein. Danach reicht Svindal ein relativ sicherer Lauf, hatte er doch fast 3 Sekunden Vorsprung auf den bis dahin führenden Lizeroux.

Lizeroux findet sehr faire Worte für den neuen Weltmeister „Svindal ist ein würdiger Weltmeister und ich bin stolz, sein Vize-Weltmeister zu sein!“

Die Medaillen sind verteilt, die weiteren Plätze „Nebensache“, trotzdem der Vollständigkeit halber und aus Respekt vor der großen Leistung der Läufer die Top Ten:
5. Peter Fill (ITA +1,96), 6. ex aequo Thomas Mermillod Blondin (FRAU) und Sandro Viletta (SUI +2,07), erst 8. der einzige (!) Österreicher im Classement Romed Baumann (+2,21), 9. Kjetil Jansrud (NOR +2,30) und 10. Alexandr Horoshilov (RUS +2,91).

Stimmen zum Rennen:

Aksel Svindal
Es ist gutes Timing - ich hab heute meinen besten Slalom der Saison gezeigt. Als ich am Start war und Lizeroux immer noch vorne war, habe ich gedacht: Ich muss richtig Gas geben, sonst habe ich keine Chance. Ich habe heute gezeigt, dass ich in der Abfahrt sehr schnell bin. Ein schönes Gold nach einer Abfahrt, wo ich sehr enttäuscht war. Ich wollte nur zurückkommen und mitfahren - um Podestplätze im Weltcup.

Julien Lizeroux
Es war schon ein toller Moment, in Kitzbühel zu gewinnen. Aber hier ist es noch mal schöner. Ich war nach der Abfahrt 3 Sekunden hinten und habe dann gesagt: Du musst einfach 100 Prozent geben. Es war heute ein wirklich schwieriger Slalom.

Natko Zrncic-Dim
Ich bin sehr zufrieden. Es ist der schönste Tag in meinem Leben. Ich liebe Val d'Isere. Ich habe hier meine ersten Weltcup-Punkte geholt, stand hier erstmals im Weltcup am Podest. Es ist der schönste Platz für mich.

Für die Österreichischen Skiherren setzt es ein weiteres Debakel. Raich scheidet schon im ersten Durchgang aus, Hirscher – im Slalom bei der zweiten Zwischenzeit noch auf Medaillenkurs – scheitert ebenso wie der junge Bernhard Graf. Baumann schafft nur Rang 8. Raich ist aus Val D´Isere abgereist um daheim abzuschalten und zu trainieren. Die rot-weiß-rote Skination hofft, dass Benni Raich den Schalter umlegen kann und in alter Stärke zu den Technikbewerben zurückkommt.

Abseits der Kämpfe um Medaillen und Sekunden möchten wir dem Kombi-Weltmeister von 2007 die besten Genesungswünsche nach Innsbruck schicken: Daniel Albrecht befindet sich weiter auf dem Weg der Besserung. Zwar muss der Aufwachprozess wegen Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge noch etwas hinausgezögert werden, die Prognosen der Ärzte sind jedoch durchwegs positiv. Man hofft auf völlige Genesung des sympathischen jungen Schweizers! Alles Gute!

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Lindsey Vonn holt in der Abfahrt 2. WM Gold

Die amerikanische Top-Favoritin Lindsey Vonn ist Abfahrtsweltmeisterin 2009. Sie gewann ihr zweites Gold nach dem Erfolg im Super-G und wiederholte damit das Double, das vor zwei Jahren in Are der Schwedin Anja Pärson gelungen war. Vonn ist die erste US-Abfahrtsweltmeisterin seit Hilary Lindh 1997.

Die 24-Jährige setzte sich auf der extrem welligen Piste "Rhône-Alpes" in einer Zeit von 1:30,31 Minuten klar vor der erst 17-jährige Schweizerin Lara Gut (0,52 Sekunden zurück) die schon in der Super-Kombination Silber gewonnen hatte und der Italienerin Nadia Fanchini (0,57) durch.

"Heute war das schwierigste Rennen. Nach meinem Ausfall in der Superkombi war ich ein wenig traurig und habe viel nachgedacht. Aber ich wollte unbedingt auch diese Goldmedaille gewinnen. Eigentlich habe ich gedacht, dass Lara in der Abfahrt unschlagbar ist, aber jetzt bin ich so glücklich", war Vonn nach ihrem zweiten Triumph gerührt.

Die ÖSV-Damen gingen indes erstmals bei dieser WM leer aus. Beste Österreicherin wurde Elisabeth Görgl auf Rang vier (0,93). Andrea Fischbacher landet auf Rang sieben (1,57). Renate Götschl kommt trotz Zwischenbestzeit mit mehr als vier Sekunden Rückstand ins Ziel und wurde 24. Anna Fenninger schied aus.

"Ich habe bis zum Schluss auf eine Medaille gehofft. Aber ich nehme das so in Kauf. Von der Linienführung her habe ich es sehr gut erwischt. Aber es ist ein schmaler Grat zwischen Gefühl und Stabilität", nahm Görgl "Blech" durch den undankbaren vierten Platz im ORF-Interview gefasst zur Kenntnis.

Besonders hart ging Renate Götschl mit sich selbst ins Gericht: "Das ist eine Riesenenttäuschung. Da kann man nur mehr ein Loch graben und zuschütten. Ich kann wahrscheinlich doch nicht mehr Ski fahren. Vier Sekunden ist eine Welt, das ist ja fast die halbe Strecke", war Götschl fassungslos. "Ich kann nur mehr lachen, denn eigentlich ist das zum Weinen."

Die Deutsche Maria Riesch belegte nach Rang acht im Super-G und Rang vier in der Super-Kombination diesmal Rang zehn. "Ich bin schon enttäuscht, es wäre mehr drin gewesen", sagte die 24 Jahre alte Partenkirchnerin mit Tränen in den Augen. "Wenn man um eine Medaille mitfahren will, braucht man ein gutes Rennen, aber das hatte ich nicht", sagte Riesch, die ihre letzte Medaillenchance nun beim Slalom am 14. Januar hat.

Zu den Geschlagenen zählten auch die übrigen Schweizerinnen. Fabienne Suter musste sich nach einer fehlerhaften Fahrt mit einem Rang jenseits der Top 15 begnügen, Nadia Styger und Dominique Gisin schieden aus. Die zweifache Saisonsiegerin Gisin war bis zu ihrem Ausfall schnell unterwegs.

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Svindal vor Miller nach Kombiabfahrt

Der starke Norwegische Allrounder Aksel Lund Svindal führt zur Halbzeit in der WM-Super-Kombi. Er legt in der Abfahrt mit 1.30,99 eine starke Zeit vor. Nur Bode Miller kann bis auf 4 Hundertstel mithalten und ist derzeit Zweiter. Svindal hat zwar schon oft auch seine Slalomstärke gezeigt, zuletzt ist jedoch Bode Miller wieder mit guten Slalomzeiten ins Ziel gekommen – zb in Garmisch. Miller ist, so er ins Ziel kommt, wohl stärker einzuschätzen.

Auf den Plätzen 3 und 4 mit Respektabstand die Lokalmatadoren Adrien Theaux (+ 0,91) und Jean-Baptiste Grange (+1,10). Während Theaux in den Medaillenrängen eine echte Überraschung wäre, darf man Grange noch alles zutrauen. Der Rückstand ist groß, doch wer wenn nicht der Slalomdominator Grange, könnte das aufholen? Ob er vom Druck der Heim-WM beflügelt oder gehemmt wird, werden wir im Slalom beobachten können.

Platz 5 belegt nach der Abfahrt der Slowene Andrej Jermann, er wird um die Medaillen wohl nicht mitreden. Der Kroate Natko Zrncic-Dim belegt derzeit Platz 6. Er war in Kitzbühel in der Kombination überraschend Dritter und soll wohl auch heute für Ivica Kostelic (wegen Rückenschmerzen nicht dabei) in die Presche springen.

Den 7. Kjetil Jansrud (NOR, +1,71) und den achtplatzierten Christoph Innerhofer (ITA +1,74) muss man für die Medaillenentscheidung auch nicht unbedingt auf der Rechnung haben. Zu gute Slalomläufer sind schon in der Abfahrt vor ihnen.

Die bislang enttäuschenden Österreichischen Herren müssen auch heute schon den Ausfall ihrer großen Medaillenhoffnung Benjamin Raich hinnehmen. Zwischen den Felsen ist er zu direkt dran, bekommt dazu noch einen Schlag und aus der Traum vom Edelmetall. „Ich habe mir schon einiges ausgerechnet, aber dafür muss man halt ins Ziel kommen …“ so der enttäuschte Raich. Also ist Österreich in die absolute Außenseiterrolle gerutscht. Die beste Ausgangsposition hat derzeit Romed Baumann als neunter – sein Rückstand 1,75 Sekunden. Aber ganz realistisch gesehen, müsste er im Slalom wesentlich mehr zeigen als zuletzt, um wirklich in die Medaillenränge zu kommen. Mehr erwarten darf man sich vielleicht von Marcel Hirscher, derzeit auf Platz 18 mit einem Rückstand von 2,43. Er kann sehr schnell Slalom fahren, wenn er durchkommt. Allerdings auch bei einer tollen Slalomleistung muss er auf Fehler der Topfavoriten Grange, Miller und Svindal hoffen.

Wer könnte sonst noch aus dem Hinterhalt überraschen? Kitzbühelsieger Silvan Zurbriggen (SUI) liegt mit 1,95 Rückstand auf Platz 12. Dem Amerikaner Ted Ligety bieten sich ähnliche Voraussetzungen wie dem Österreicher Hirscher. Er liegt 2,35 Sekunden zurück auf Platz 17. Eine Sonderleistung im Slalom und einige Patzer der Favoriten und es könnte noch einiges möglich sein. Außerdem sollten Ligety oder Hirscher von der besseren Piste profitieren. Ebenso der Franzose Julien Lizeroux, der auf Platz 23 liegt. Wenn er mit seinem Rückstand von 2,93 noch auf´s Podium fährt, wäre das aber schon ein kleines Skiwunder …

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Damen-Abfahrt auf Montag verschoben

Die Damen-Abfahrt bei der alpinen Ski-WM 2009 in Val d'Isere ist am Sonntag abgesagt und auf Montag verschoben worden.

Wegen mehrerer Zentimeter Neuschnee war die für 13.00 Uhr geplante Abfahrt zunächst um zwei Stunden auf 15.00 Uhr verschoben. Die Neuschnee-Massen auf der Piste ließen jedoch kein Rennen zu.

Das für Sonntag angesetzte Herren-Abfahrtstraining für die Super-Kombinierer war bereits zuvor ebenfalls gestrichen worden.

Das Rennen soll nun am Montag um 13.00 Uhr (live in ORF1) nachgetragen werden. Für Montag ist in Val d'Isere auch die Super-Kombi der Herren angesetzt, mögliche Startzeiten für diesen Bewerb sind 10.00 und 17.00 Uhr (ebenfalls live in ORF1).

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Walchhofers „Doppelabfahrts-Anstrengungen“ waren vergebens

Michael Walchhofer, der wie schon berichtet die WM-Abfahrt zweimal fuhr, weil er bei der Anweisung „Start Stopp“ trotzdem ins Rennen geschickt wurde, hätte sich diese Anstrengungen sparen können.
Wie die FIS bekannt gab zählte Walchhofers „Re Run“ nicht und er steht mit dem Ergebnis seiner ersten Abfahrt des heutigen Tages in der offiziellen Ergebnisliste - Rang zwölf.

Die Jury entschied, dass der Re-Run des Salzburgers nicht gerechtfertigt war.

Walchhofer wurde laut FIS aus dem Starthaus gelassen bevor das Rennen unterbrochen wurde.
Für den Österreicher macht es sicher keinen großen Unterschied, ob er bei der WM, wo nur die Medaillen zählen, am Ende Neunter oder Zwölfter ist. Diese scheinbar willkürliche Entscheidung der Jury wird aber vermutlich dennoch zu Diskussionen führen.

Neunter in der offiziellen Ergebnisliste ist daher Klaus Kröll (AUT), Zehnter Christof Innerhofer (ITA), Elfter Aksel Lund Svindal (NOR) und Zwölfter der Mann, der laut Didier Cuche heute die Diamantmedaille für seine beiden Fahrten verdient hätte und vor dessen Leistung sich einige Kollegen verbeugt haben – Michael Walchhofer.

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John Kucera gewinnt Gold in der Königsdisziplin

John Kucera aus Kanada ist der neue Abfahrtsweltmeister. Nach der Silbermedaille seines Teamkollegen Jan Hudec bei der WM 2007 in Aare setzte der 24-jährige noch einen darauf und gewann als erster Kanadier WM-Gold.

Mit Startnummer 2 ging der Kanadier ins Rennen und konnte diese Chance auch perfekt nützen. Sein bestes Ergebnis in einer Abfahrt war bis jetzt ein 7. Rang in Lake Louise. „Es ist etwas total Unerwartetes, es gibt keinen besseren Platz für meinen ersten Abfahrts-Podestplatz.“ Das Warten im Ziel war für ihn ziemlich nervenaufreibend: „Ja, ich war sehr nervös. Als Michael Walchhofer zum zweiten Mal gefahren ist, das war wirklich sehr heftig für mich.“

Kuceras Siegerzeit von 2:07,01 war nicht zu brechen, aber es wurde recht knapp. Der Schweizer Super-G Weltmeister Didier Cuche kam bis auf 4 Hundertstel an den Abfahrtskönig heran. Er träumte natürlich von einem zweiten Weltmeistertitel, gab sich aber mit seiner Silbermedaille zufrieden und war froh, dass der Nebel erst nach ihm ein wenig in die Strecke gezogen war. „Ich bin überglücklich. Ich bin gefahren und habe Silber geholt und nicht Gold verloren, weil es war extrem schwierig. Ich habe es schon vor dem Super-G gewusst, dass es in der Abfahrt sehr schwierig sein wird.“
„Für mich ist Michi der Gewinner heute, der fährt zweimal da herunter, fährt unter die ersten zehn – für mich hat er eine Diamantmedaille gewonnen.“

Nur weitere 13 Hundertstel hinter Cuche fuhr der nächste Schweizer Carlo Janka zu Bronze. Er hat sich mit dieser Bronzemedaille selbst ein wenig überrascht. „Es ist schwierig alles zu verarbeiten. Erst der Unfall von Daniel Albrecht, jetzt hier eine Medaille... Es ist gerade ein wenig viel“, sagte der sonst so coole Obersaxer. Ein weiterer Schweizer Topanwärter auf eine Medaille Didier Defago stürzte und begrub seine Hoffnungen im Schnee der Face de Bellevard Strecke.

Marco Büchel (LIE + 0,52) erreichte den vierten Rang und war mit seiner Fahrt recht zufrieden, dass es nicht für das Siegerpodest reichte enttäuschte ihn natürlich schon ein wenig. „Auf der einen Seite ist es ein gutes Resultat, ich bin gut gefahren, im Ziel bin ich stolz auf mich, aber keine Medaille ist keine Medaille.“

Adrien Theaux (+0,94) erreichte bei seiner Heim-WM als bester Franzose den fünften Rang.

Die großen Geschlagenen sind vor allem die Österreicher und auch Aksel Lund Svindal.

Nicht nur das Wetter machte den Österreichern einen Strich durch die Rechnung. Günter Hujara, der FIS Verantwortliche gab vor Walchhofers Start wegen Nebels die Anweisung „Start Stopp“. Trotzdem ließen die Startrichter die letzte Medaillenhoffnung der Österreicher starten. Kaum im Ziel erfuhr Michael Walchhofer, dass er noch einmal starten darf, aber macht das bei dieser schwierigen Strecke überhaupt Sinn?

Der Salzburger Hotelier durfte selbst bestimmen ob und wann er noch mal an den Start geht. Er nützte die Chance, bereitete sich in Ruhe auf das zweite Rennen vor und erreichte mit seinem „Re Run“ den neunten Platz mit 1,43 Sekunden Rückstand. (Nach seinem ersten Rennen lag er nur auf Rang zwölf.)
„So Startszenen wie heute habe ich schon ein paar Mal erlebt. Start Stopp und dann wieder nicht und dann haben sie es verpasst u.s.w., da hat es schon öfter gegeben, aber dann noch mal fahren, dass ist mir noch nie passiert.“

Bei all der Aufregung ging die Platzierung des besten Österreichers Hermann Maier ein wenig unter. Mit Startnummer 1 hatte er noch strahlenden Sonnenschein und beste Bedingungen auf der ganzen Strecke, konnte diesen Vorteil aber nicht für eine Fahrt auf das Podest nützen und wurde sechster.
Christoph Gruber, der sich in der internen Qualifikation durchsetzte stürzte und Klaus Kröll wurde Zehnter.

Auch Aksel Lund Svindal (NOR +1,70), der zum großen Favoritenkreis zählte, musste sich der schwierigen Bellevarde Piste geschlagen geben und war wohl mit seinem 12. Rang nicht ganz zufrieden.

Unter den Top Ten befand sich auch noch der Italiener Werner Heel (+1,20) als siebter, dessen Teamkollegen Peter Fill und Christof Innerhofer mit den Rängen 11 und 14 eher enttäuschten.

Der Topläufer und Mitfavorit des amerikanischen Teams, Bode Miller, hatte zwar keinen groben Fehler auf der Strecke, verlor aber kontinuierlich Zeit und wurde so mit 1,38 Sekunden Rückstand nur Achter.

Rang 9, ging wie schon erwähnt an den österreichischen Doppelstarter Michael Walchhofer und der zehnte Platz an den Steirer Klaus Kröll (+1,6)

Der einzige Starter aus dem Team des DSV war Stephan Keppler, der mit 2,30 Sekunden Rückstand an die 15. Stelle fuhr.

Ausgeschieden sind – zum Glück alle unverletzt – u.a. Christoph Gruber (AUT), die Kanadier Jan Hudec, Manuel Osborne-Paradis, Erik Guay und Didier Defago,

Die erfreulichste Nachricht des heutigen Tages kommt von Daniel Albrecht aus Innsbruck . „Es ist so, dass sich der Patient weiterhin stabilisiert hat, das heißt, dass die Lungenentzündung nun deutlich zurückgegangen ist – auch die damit verbundenen Entzündungszeichen. Es ist so, dass wir jetzt dazu übergegangen sind den Patienten munter werden zu lassen.“

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Gesundheitszustand von Albrecht "deutlich verbessert" - Bitte hier klicken

Kathrin Zettel holt Gold in der Superkombination

Die Niederösterreicherin Kathrin Zettel ist die neue Weltmeisterin in der Superkombination der Damen. Die Silbermedaille geht an die erst 17-jährige Lara Gut aus der Schweiz, Bronze holte sich die Österreicherin Elisabeth Görgl.

"Weltmeisterin hört sich gut. Ich hätte nach der Abfahrt nicht mehr damit gerechnet, aber so kann sich das Blatt wenden. Der Fehler von Lindsey, die sonst im Slalom sehr stark ist, hat dann die Entscheidung gebracht", freute sich die gerührte Goldmedaillen-Gewinnerin in einem ersten ORF-Interview. "Ich habe versucht, rund zu fahren, und diese Taktik ist voll aufgegangen. Die WM hat sehr gut angefangen, und jetzt kommen noch meine Paradedisziplinen Riesentorlauf und Slalom", blickte Zettel den nächsten Bewerben voller Vorfreude entgegen.

Die Aufgabe im Slalom brachte die junge Schweizerin Lara Gut im Stil einer Routinière souverän hinter sich. In der Disziplin, in der sie im Weltcup noch überhaupt nie angetreten war, zeigte sie keinerlei Unsicherheiten und holte sich die Silbermedaille. Nach Didier Cuches Super-G-Gold hat die Schweiz damit bereits die zweite Medaille an diesen Titelkämpfen gewonnen.

Auch Görgl war nach Bronze überglücklich: "Zuerst habe ich es gar nicht geglaubt. Ich habe alles gegeben, und der vierte Platz war dann auch das, was nach der Abfahrt zu erwarten war. Nach dem Fehler von Lindsey war ich mir eine Zeit lang nicht sicher, bis mir ein Servicemann gratuliert hat." "Es war ein spuriger Slalom, man musste sich gut bewegen und locker bleiben. Unten habe ich dann voll attackiert", lautete das Erfolgsrezept der Steirerin.

Die nach der Abfahrt klar in Führung liegende US Amerikanerin Lindsey Vonn wurde nach einem Torfehler nachträglich disqualifiziert. Maria Riesch aus Garmisch Partenkirchen mußte sich mit dem undankbaren 4. Platz abfinden.

Nach einem schweren Fahrfehler kurz nach dem Start kam Riesch völlig aus dem Tritt. Bis ins Ziel blieb ihr Lauf unrhythmisch. Um 0,66 Sekunden verfehlte sie am Ende den Bronze-Platz. "Mit der Fahrt habe ich es auch nicht verdient", kommentierte sie ihre Leistung. "Ich war selber Schuld. Ich bin nicht so gefahren, wie ich hätte fahren müssen." Allerdings war die 24-jährige Partenkirchenerin nach ihrem schweren Trainingssturz vom Mittwoch mit einem Handicap an den Start gegangen. Damit muss der DSV weiterhin auf eine WM-Einzelmedaille warten. Zuletzt gab es 2001 durch Martina Ertl Edelmetall.

Für Titelverteidigerin Anja Pärson war bereits in der Abfahrt das frühe Aus gekommen. Die Schwedin fuhr an einem Tor vorbei und vergab damit die Chance auf einen erneuten WM-Erfolg.

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Vonn nach Kombiabfahrt auf Goldkurs

Lindsey Vonn ist bei der WM-Super-Kombination der Damen in Val d'Isere erneut auf Goldkurs. Wie bereits beim WM Super G zeigte Sie sich von ihren unschlagbaren Seite und demonstrierte der Konkurrenz ihre Nervenstärke auch bei der Kombinationsabfahrt in Val d’Isere.

Die US Amerikanerin führt nach der Abfahrt in einer Zeit von 1.30,49 Minuten mit einem Vorsprung von 14 Hundertstel Sekunden vor der 17 jährigen Schweizerin Lara Gut und der Österreicherin Elisabeth Görgl und ist somit klare Gold-Favoritin.

Das große Fragezeichen ist Lara Gut, die nach sensationeller Abfahrt nur 14 Hundertstel zurück liegt. Mit Elisabeth Görgl als 4. und Kathrin Zettel als 6. mischen sich auch zwei Österreicherinnen im Kampf um die Medaillen ein.

"Ich bin sehr zufrieden, die Abfahrt ist mir gut gelungen. Jetzt freue ich mich auf den Slalom. Da habe ich meine Qualitäten, ich muss sie nur rauslassen", sagte Görgl im ORF-Interview in einer ersten Reaktion.

Vor allem Kathrin Zettel macht sich aus dem ÖSV Lager berechtigte Medaillenhoffnungen: „Gold ist schon weit entfernt. 1,5 Sekunden Rückstand auf Lindsey ist schon zu viel. Da müsste sie schon einen schweren Fehler haben. Die bessere Sicht war sicherlich ein Vorteil. Es sind so viele Schläge drin, da ist es schon besser, wenn man was sieht.“

Respekt auch vor der Leistung der Deutschen Maria Riesch, die sich nach ihrem spektakulären Sturz beim Abfahrtstraining überwinden konnte und sich zwischen den beiden Österreicherinnen auf dem 5. Rang plazierte: „Es war zwar keine perfekte Fahrt. Aber ich habe wieder rennmäßiger angreifen können. Der Rückstand ist nicht weiter schlimm. Ich bin froh, dass ich nach der Abfahrt noch dabei bin und Chancen im Slalom habe. Im Slalom werde ich voll angreifen, meine Chancen auf das Podest stehen 50:50“

Für DSV-Cheftrainer Berthold hat Riesch noch alle Chancen: "Wenn sie so fährt wie im Training, hat sie alle Möglichkeiten."

Mitfavoritin Anja Pärson aus Schweden verpasste ein Tor und schied ebenso wie die Österreicherin Michaela Kirchgasser vorzeitig aus. "Das ist natürlich sehr schade, wenn man bei der Medaillenentscheidung zuschauen muss. Jetzt kann ich nur nach vorne schauen", lautete die erste Stellungnahme von Pärson.

Ski-WM, Super-Kombination Frauen, Stand nach der Abfahrt: 1. Lindsey Vonn (USA) 1:30,49. 2. Lara Gut (SUI) 0,14 zurück. 3. Elisabeth Görgl (AUT) 0,54. 4. Maria Riesch (GER) 1,43. 5. Kathrin Zettel (AUT) 1,48. 6. Marie Marchand-Arvier (FRA) 1,66. 7. Stacey Cook (USA) 1,88. 8. Marusa Ferk (SLO) 1,92. 9. Fabienne Suter (SUI) 1,96. 10. Daniela Merighetti (ITA) 2,14.

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Cuche Schnellster im zweiten Training

Super-G-Weltmeister Didier Cuche hat auch im zweiten Training zur Abfahrt vom Samstag bewiesen, dass ihm die Strecke liegt. Der Schweizer stellte die Tagesbestzeit auf, 11 Hundetstel Sekunden vor Super-G-Bronzegewinner Aksel Lund Svindal aus Norwegen und dem US Amerikaner Bode Miller der einen Zeitrückstand von 32 Hundertstel Sekunden aufwies.

Auf den weiteren Plätzen klassierten sich der Österreicher Michael Walchhofer (4.), vor dem Lichtensteiner Marco Büchel (5.) und dem Schweizer Didier Défago (6.) der die letzten beiden Klassikerabfahrten in Wengen und Kitzbühel gewann.

Défago verlor auf Cuche 0,89 Sekunden. Mit Carlo Janka zeigte ein weiterer Schweizer, dass mit ihm am Samstag durchaus zu rechnen ist. Der Bündner verlor als Elfter 1,39 Sekunden.

Als zweitbester Österreicher plazierte sich Hermann Maier auf dem 14. Rang, der Trainingsschnellste von Gestern Christop Gruber mußte sich mit Rang 22 begnügen gefolgt von seinem Teamkollegen Klaus Kröll der sich auf Platz 23 einreihte.

Damit bilden Michael Walchhofer, Hermann Maier, Klaus Kröll und Christoph Gruber Österreichs Team für die WM-Abfahrt am Samstag (11.00 Uhr, live in ORF1) in Val d'Isere.

Diese Aufstellung gab ÖSV-Alpinchef Hans Pum im Rahmen des zweiten und letzten Abfahrtstrainings der Herren am Freitag bekannt: "Ich fühle mich in der Lage, die Abfahrt zu bestreiten", sagte Maier nach dem Abschlusstraining. Hinter dem Start des 36-jährigen Salzburgers war wegen einer Verkühlung ein Fragezeichen gestanden.

Das zweite Training fand, wegen des schlechterem Wetter und der beeinträchtigten Sicht vom Start der Super-Kombination aus statt. Auch auf die Kritik am Zielsprung hatte die FIS reagiert. Der Zielsprung wurde abgeflacht, so dass die Sprünge der Abfahrer weniger weit ausfielen.

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Hosp steigt in Training ein und hofft auf WM-Start

Die Hoffnung von Nicole Hosp auf einen Start bei der alpinen Ski-WM 2009 in Val d'Isere lebt. Die Tirolerin bekam am Mittwoch die ärztliche Freigabe zum Skifahren und war am Donnerstag bereits zwei Stunden lang frei beim Skilaufen.

Außer einem leichten Ziehen im Knie verspürte Hosp laut Informationen auf ihrer Website keine Schmerzen. Auch das Gefühl beim Skifahren sei sehr gut gewesen. Sollten die Trainingsleistungen aber nicht entsprechend sein, werde sie kein WM-Rennen bestreiten.

Für Freitag ist das erste Riesentorlauftraining auf der Ehrwalder Alm geplant. Damit darf sich die zweifache Saisonsiegerin im Slalom berechtigte Chancen auf einen Start im RTL am Donnerstag, dem 12. Februar und im Torlauf am Samstag, dem 14. Februar ausrechnen.

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Gruber mit Trainingsbestzeit in Val D´Isere

Christoph Gruber drängt sich mit seiner heutigen Trainingsbestzeit von 2.10,82 für das Österreichische Abfahrtsteam am Samstag auf.

Doch was ist diese Bestzeit wert? Was kann man überhaupt aus den heutigen Trainingszeiten schließen? Gezielt eingebaute Gegenschwünge, ja sogar Schneepflug bekam der Zuschauer geboten. Bevor das Training los ging, wurde noch ein Novum eingebaut: vor dem Zielsprung wurde ein rotes „Richtungstor“ aufgestellt, das die Läufer darauf hinweisen sollte, abzubremsen vor dem Sprung. Diese Maßnahme war die Reaktion auf einige Schwierigkeiten, die Vorläufer und Kamerafahrer wie Hans Knauß und Bruno Kernen bei ihren Läufen hatten.

Dann konnte das Training starten. Eine Aussage von Marco Büchel gab in etwa das wieder, was man auch bei allen Läufern beobachten konnte „Es war ein Kampf von oben bis unten.“. Die schlechte Sicht, die eisige Piste und die Länge der Strecke haben den Läufern alles abverlangt. Neben hervorragender Technik und Material wird auch die Kondition eine Rolle spielen. Ein Überraschungssieger in der WM-Abfahrt wäre eine echte Überraschung!

Das heutige Trainingsergebnis ist zwar aus österreichischer Sicht höchst erfreulich, allerdings nur bedingt aussagekräftig. Christoph Gruber gab selber zu, bereits einigermaßen auf Zug gefahren zu sein, schließlich kämpft er noch für einen Startplatz für die Abfahrt. Auch der Zweitplatzierte Michael Walchhofer wollte nach seinen eigenen Angaben bereits „ein bissl probieren war geht“.

Im Gegensatz dazu sprachen die meisten anderen Athleten von einem „Abtasten“ der Strecke. Es hat auch bei dem oben erwähnten Richtungstor jeder unterschiedlich an Tempo herausgenommen. Klaus Kröll und Didier Cuche sprachen von einer „konservativen“ Trainingsfahrt. Weit entfernt vom Limit hat man sich die Strecke quasi nur genauer angeschaut. Cuche meinte, es würde auf alle Fälle schwierig werden am Samstag. Auf seine Super-G-Goldmedaille angesprochen sagte er aber mit einem unübersehbaren Funkeln in den Augen „im unteren Teil ist es schon sehr Super-G ähnlich ….“

Das Favoritenfeld ist groß wie selten zuvor. Cuche, ein Toptechniker, der bereits Gold in der Tasche hat ist sicher ein heißer Anwärter. Teamkollege Defago ist ebenfalls in Top Form. Die junge Garde aus Südtirol dürstet nach großen Erfolgen – motiviert von den gestrigen Leistungen. Besonders Innerhofer will nicht mehr auf dem Platz neben dem Podest stehen – schon lieber ganz oben auf selbigen. Aksel Lund Svindal kann seine Technik hier voll ausspielen. Ein Bode Miller kann, so er sich selber nicht ins Out stellt, jederzeit Gold gewinnen. Und nicht zuletzt haben auch die Österreicher mit Klaus Kröll ein heißes Eisen am Start.

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Vonn mit Bestzeit im 2. Abfahrtstraining

Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn hat am Donnerstag im zweiten Abfahrtstraining der Damen bei der Weltmeisterschaft in Val d'Isere (Frankreich) die Bestzeit markiert.

Wegen Windes im oberen Teil wurde vom Reserve- und Kombinations-Start gefahren. 0,38 Sekunden Rückstand hatte die Französin Marie Marchand-Arvier, 0,52 die Salzburgerin Andrea Fischbacher.

Die Top Drei entsprachen damit exakt dem Ergebnis im WM-Super-G. Elisabeth Görgl landete auf Rang fünf, Nicole Schmidhofer auf zehn und Kathrin Zettel auf 13.

Die Schweizerin Lara Gut, die am Mittwoch im ersten Training zur WM-Abfahrt von Sonntag die Bestzeit aufgestellt hatte, reihte sich auch am Donnerstag in der Weltspitze ein. Die 17-jährige Tessinerin fuhr mit 0,56 Sekunden Rückstand die viertschnellste Zeit heraus.

Die Teamkolleginnen Andrea Dettling, Dominique Gisin, Fabienne Suter und Nadia Styger belegten die Plätze 11, 17, 18 und 20. Kombiniererin Rabea Grand fuhr die 31. Zeit, Monika Dumermuth wurde nach einem Torfehler disqualifiziert.

Somit stehen die gesetzten Gisin und Styger sowie Gut als Starterinnen für die Abfahrt fest. Der vierte Startplatz wird am Samstag im Abschlusstraining zwischen Dettling, Dumermuth und Suter ausgefahren.

Maria Riesch war nach ihrem gestrigen Sturz 2,65 Sekunden langsamer als die Schnellste Vonn, die auf die Tücken der Rhones-Alpes-Strecke hinwies. «Wenn du einen Fehler machst, kannst du schnell im Netz landen. Das ist auch für deinen Kopf schwierig», sagte die 24-Jährige und freute sich über die sichere Zieleinfahrt der Freundin. «Ich bin sehr glücklich, dass sie nicht wieder gestürzt ist. Dass sie ins Ziel gekommen ist, ist wichtig für ihr Selbstvertrauen.»

Riesch sagte nach dem Training, sie habe "ein bisschen gebremst, vor allem an der Stelle, an der ich gestürzt bin. Ich habe großen Respekt gehabt."

«Die Erwartungen sind schon ein bissel geschrumpft. Ich hoffe, dass die Physiotherapeuten meinen Körper so weit hinkriegen, dass das halbwegs funktinioniert», sagte die zehnmalige Weltcup-Siegerin am Donnerstag und war bemüht, aus dem Malheur bei den Ski- Weltmeisterschaften im französischen Val d'Isère das Beste zu machen. «Vielleicht ist es auch gar nicht so schlecht, wenn die etwas niedrigere Erwartungshaltung ein bisschen den Druck nimmt.»

Die US-Amerikanerin Lindesey Vonn geht nun als Topfavoritin in der Super-Kombination an den Start. Die 24-Jährige könnte am Freitag ihren zweiten Titel nach dem Super-G perfekt machen.

Zum Kreis der Titelaspirantinnen gehören vor allem aber auch die schwedische Titelverteidigerin Anja Pärson, die Österreicherinnen Kathrin Zettel und Elisabeth Görgl oder Fabienne Suter aus der Schweiz.

Die Super-Kombination besteht aus Abfahrt (Start: 11.00 Uhr) und Slalom (Start: 14.00 Uhr).

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Didier Cuche ist Super G Weltmeister

Didier Cuche ist Weltmeister im Super-G. Der Schweizer bewältigte die schwierige Piste «Face de Bellevard» in Val d'Isère am schnellsten und siegt vor dem Südtiroler Peter Fill und dem Norweger Aksel Svindal. Damit feiert der 34-Jährige seinen ersten WM-Titel überhaupt. Vor elf Jahren hatte er in Nagano hinter Hermann Maier Olympia-Silber im Super-G geholt und bei der WM 2007 Riesentorlauf-Bronze in Aare gewonnen.

Im Ziel gestand der glückliche Sieger Didier Cuche: «Es war ein Kampf von oben bis unten. Aber ich konnte mein Rennen durchziehen. Es hat Spass gemacht!» Nebenbei machte Cuche seinem Cheftrainer Martin Rufer ein grandioses Geburtstagsgeschenk: Martin Rufener wurde am Mittwoch 50-jährig.

Peter Fill aus Italien fuhr mit der Startnummer 26 auf den Silberplatz (0,99 Rückstand), Aksel Svindal aus Norwegen holte mit gut einer Sekunde Rückstand Bronze. Der Südtiroler Christof Innerhofer mußte sich mit Rang 4 zufrieden geben.

Peter Fill fuhr erstmals bei Titelkämpfen auf das Podium, Akel Lund Svindal dagegen hat schon Erfahrungen mit derartigen Siegerehrungen. Der Norweger, im Dezember Gewinner des Super-G in Beaver Creek, durfte sich zum bereits vierten Mal an einer WM Edelmetall umhängen lassen. In Are wurde er Weltmeister in der Abfahrt und im Riesenslalom, 2005 in Bormio Zweiter in der Kombination.

Mit Didier Defago der Achter wurde und Carlo Janka, der bei seinem ersten WM Start als Neunter überzeugte, klassierten sich zwei weitere Schweizer Rennläufer in den Top 10. Ambrosi Hoffmann schied bereits im oberen Teil der Strecke aus.

Auf dem steilen, technisch anspruchsvoll Kurvenkarusell der Face de Bellevarde blieb für Benjamin Raich als besten ÖSV-Läufer der fünfte Platz. Bronze verpasste der Tiroler jedoch lediglich um 13 Hundertstel.

Als zweitbester Österreicher fuhr Klaus Kröll auf Rang zehn. Michael Walchhofer belegte den 13. Platz. ÖSV-Superstar Hermann Maier landete als Achtzehnter außerhalb der Top 15 und war mit 2,89 Sekunden Rückstand auf Cuche der schlechteste Österreicher.

Österreich muss damit weiter auf den ersten Weltmeister in den Speed-Bewerben seit Walchhofer bei der WM-Abfahrt 2003 in St. Moritz warten.

Stimmen zum Rennen:

Didier Cuche: „Es ist schon ein Traum, ja. Ich weiss nicht, warum es heute besser lief als bisher in der Saison. Ich hatte auch zuvor immer wieder etwas riskiert, aber es ist nie aufgegangen. Ich hatte immer einen Bock oder einen Fehler. Heute fühlte ich mich aber 100-prozentig wohl. Vor dem Start war ich sehr nervös, aber während der Fahrt gefiel es mir sehr.“

Peter Fill: „Ich bin nach meinem Lauf brutal glücklich. Ich habe auf einer tollen Piste alles riskiert. Es tut mir Leid, dass ich meinen Zimmerkollegen Christof vom Podium verdrängt habe. Ich habe geglaubt, dass er Zweiter ist und dass wir beide eine Medaille haben. Erst auf der Anzeigentafel im Ziel habe ich dann gesehen, dass Svindal hinter Cuche lag. Ich bin mir aber sicher, dass Christof in der Abfahrt gut abscheiden wird“, so Fill, der sich im Jahr 2002 bei der Junioren-Weltmeisterschaft Super G-Gold holte.“

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Lara Gut Schnellste im 1. Damen Abfahrtstraining

Update: Maria Riesch, die beim ersten Abfahrtstraining am heutigen Mittwoch nach einem Fahrfehler von der Piste abkam und im Fangzaun landete, hat sich keine schwerwiegenden Verletzungen zugezogen. DSV-Mannschaftsarzt Dr. Wolfgang Vogt diagnostizierte Prellungen der Wirbelsäule und eine leichte Zerrung im linken Knie. Eine in Val d’Isère durchgeführte Röntgenuntersuchung wies auf keine weiteren knöchernen Verletzungen hin. Maria Riesch wurde noch am Nachmittag physiotherapeutisch behandelt und äußerte sich positiv: „Mir geht es soweit gut. Ich werde sehen, wie ich mich morgen fühle und dann entscheiden, ob ich das morgige Abfahrtstraining fahre.“

Niemand fuhr im ersten Training zur WM-Abfahrt in Val d'Isère schneller als die 17-jährige Tessinerin Lara Gut. Zahlreiche Fahrerinnen kamen auf der schwierigen Piste zu Fall oder liessen ein Tor aus. Für die Schwedin Jessica Lindell-Vikarby ist die WM vorbei.

Die Piste Solaise erwies sich wie schon im Super-G als Knacknuss. Davon zeugten zahlreiche Stürze und Ausfälle. Am schlimmsten erwischte es die Schwedin Jessica Lindell-Vikarby, die mit einem Kreuzbandriss für den Rest der Saison ausfällt. Maria Riesch (GER) klagte nach ihrem Sturz über Knie- und Rückenschmerzen und hatte Schürfungen im Gesicht.

"Sie muss den Blick nach vorne richten, das muss aus dem Kopf raus", sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier, der erleichtert war, dass die Röntgenbilder keine Knochenverletzungen zeigten. Riesch will sich vor weiteren Fahrten das Knie tapen, laut Pressesprecher Ralph Eder schränkt sie dies nicht sonderlich ein. Wie sich die Verletzung aber auswirkt, wird man erst im Wettkampf sehen. Bis dahin wollen Physiotherapeut und Ärzte die 24-Jährige weiter behandeln.

Auch Nadia Styger und Dominique Gisin kamen zu Fall, blieben aber unverletzt. Die meisten Fahrerinnen bekundeten in der Kompression vor dem Schlussteil Probleme. Super-G-Weltmeisterin Lindsey Vonn und Anja Pärson liessen ein Tor aus.

Lara Gut, die wie Nadia Styger fürs Rennen gesetzt ist, musste ihre Zeit nur von der mit Nummer 46 gestarteten Aussenseiterin Chemmy Alcott aus Großbritanien unterbieten lassen, die jedoch ein Tor ausgelassen hatte und nachträglich disqualifiziert wurde. Nadia Fanchini verlor als Dritte 0,30 Sekunden.

Gut richtete sich nach dem letzten Sprung auf und kurvte locker dem Ziel entgegen. «Ich bin viel gedriftet und hätte nicht gedacht, dass ich schnell bin», zeigte sich Gut überrascht von der Platzierung.

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Super G am Mittwoch wohl ohne Kostelic

Dem Gesamtweltcup-Führenden Ivica Kostelic droht gleich beim ersten Wettbewerb der Ski-Weltmeisterschaften in französischen Val d'Isere ein verletzungsbedingter Ausfall.

Der 29 Jahre alte Kroate hatte bereits nach dem ersten Lauf des Slaloms am vergangenen Sonntag in Garmisch-Partenkirchen über Rückenschmerzen geklagt. Kostelic absolvierte zwar am Dienstagvormittag das Hangbefahren, meinte jedoch danach wenig optimistisch: "Es geht mir alles andere als gut, ich kann mich kaum bewegen. Es ist traurig, aber ich glaube nicht, dass ich starten kann."

Der 29-jährige Slalomweltmeister von 2003 ergänzte, er ziehe nun sogar eine zwischenzeitliche Abreise aus Val d'Isere in Erwägung, um sich in Österreich behandeln zu lassen.

Allerdings muss Kostelic zumindest ein Abfahrtstraining (Donnerstag und Freitag) bestreiten, um an der Super-Kombination am Montag teilnehmen zu dürfen.

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Lindsey Vonn gewinnt Gold im Super-G von Val d'Isere

Lindsey Vonn gewinnt zum Auftakt der 40. Alpinen Ski-WM die Goldmedaille im Super G. Die US-Amerikanerin verdrängt die lange Zeit Führende Marie Marchand-Arvier aus Frankreich um 0,34 Sek. auf den zweiten Platz. Tolle Dritte und damit Gewinnerin der Bronzemedaille wurde die Salzburgerin Andrea Fischbacher (+ 0,40).

Für Vonn ging mit dem ersten WM-Titel natürlich ein sehnlicher Wunsch in Erfüllung. "Das ist einfach super. Nach den vielen Ausfällen und aufgrund meiner hohen Nummer hatte ich aber nicht gedacht, dass ich das schaffe", meinte die Wahl-Tirolerin - in der Weltcup-Zeit wohnt sie in Kirchberg. Die 24-Jährige hatteie auch am Sonntag bei der Super-G-Generalprobe in Garmisch-Partenkirchen gewonnen, in Frankreich hat sie sich bei ihrer Fahrt an jener von Fenninger orientiert.

"Ich bin genau ihre Linie gefahren, weil ich wusste, dass das die richtige ist", berichtete die überlegene Leaderin im Gesamt-Weltcup. Die Bedingungen haben aber auch Vonn stark zugesetzt: "Es war extrem schlagig und wellig. Dazu war auch die Sicht sehr schlecht." 2007 bei der WM in Aare hatte sich Vonn noch mit zweimal Silber in Abfahrt und Super-G zufriedengeben müssen.

Pech hat Anna Fenninger, die bei ihrem WM-Debüt mit dem undankbaren vierten Platz vorlieb nehmen musste. "Ich habe meine Nummer 1 voll ausgenutzt und bin mit meiner Leistung voll zufrieden", so die 19-Jährige, die ihre Startnummer als große Ehre empfand. "Mit der Nummer 1 die WM zu eröffnen, davon träumt wohl jede Läuferin. Ich war schon sehr nervös." In der Nacht vor dem Rennen habe sie "ziemlich viel Blödsinn geträumt".

Wie die meisten Fahrerinnen berichtete auch Görgl ("Platz sechs zählt bei einer WM leider nichts") von einem "brutal schweren und riesentorlaufähnlichen" Kurs. "So etwas sind wir vorher noch nie gefahren", meinte die gebürtige Steirerin.

Für Götschl blieb auch in Val d'Isere der erhoffte Befreiungsschlag aus, die Steirerin schied nach wenigen Sekunden aus. "Ich bin zu direkt gewesen. Besichtigungsfehler war das aber keiner, so etwas ergibt sich einfach in der Rennsituation. Solche Sachen sollten nicht passieren, aber sie passieren eben." Für Götschl ist die WM aber natürlich noch nicht zu Ende. "Mir bleibt noch die Abfahrt."

Auch für Maria Riesch hat die WM nicht mit dem erhofften Erfolgserlebnis begonnen. Die Deutsche fuhr auf der anspruchsvollen Piste in Val d'Isère zu verhalten und landete auf dem achten Platz. «Es hätte vieles einfacher gemacht, wenn es heute mit einer Medaille geklappt hätte. Jetzt heißt es locker bleiben und nicht verunsichern lassen»

Erfreulich aus Sicht des DSV ist der 10. Platz von Viktoria Rebensburg zu vermelden. Rebensburg hatte unterwegs ein «scheiß Gefühl», durfte sie sich aber dann im Ziel freuen.
Gina Stechert schied ebenso wie Titelverteidigerin Anja Pärson aus Schweden aus.

Die Erwartungen in die Schweizer Fahrerinnen für das erste Rennen der Ski-WM im französischen Val d'Isère waren gross. Doch schon die beiden ersten Fahrerinnen Fränzi Aufdenblatten und Andrea Dettling scheiterten am Dienstag auf der anspruchsvollen Strecke des Super-G. Nach Torfehlern schieden sie aus.

Lara Gut, in die die grössten Hoffnungen gesetzt worden waren, schied nach einem „Einhänger“ fast aus, fing sich dann aber im unteren Teil der Fahrt und sicherte sich den siebten Platz. Fabienne Sutter schliesslich fiel nach mehreren Fehlern über zwei Sekunden zurück und landete auf dem elften Platz.

Stimmen zum Rennen

Lindsey Vonn: "Es ist so super. Ich hätte nicht gedacht, das ich das schaffe, weil vor mir so viele ausgefallen sind. Und auch die Sicht war bei den hinteren Nummern nicht so gut. Ich habe die Fahrt von Anna Fenninger gesehen, und sie ist unten super gefahren. Da habe ich dieselbe Linie gewählt, und das hat sich als richtig herausgestellt. Die Ausfälle haben mich allerdings etwas nervös gemacht, weil es oben doch ziemlich schlagig war. Aber ich bin von etwas weiter hinten gekommen und konnte den Wellen größtenteils ausweichen."

Marie Marchand-Arvier: "Das ist ein großer Moment für mich. Ich habe richtig gezittert. Das war magisch - fantastisch, daheim Silber zu gewinnen. Das war möglicherweise das Rennen meines Lebens. Ich bin einfach überglücklich."

Andrea Fischbacher: "So richtig schnell habe ich mich eigentlich nicht gefühlt. Es ist ziemlich dahingegangen, also richtig wild. Oben ist ein langer, ziemlich unruhiger Schwung, in den ich etwas zu früh und mit zu wenig Richtung hineingegangen bin. Da hat es mich dann ein wenig hinausgedrückt und natürlich gebremst. Ganz realisiert habe ich das noch nicht, es ist einfach unbeschreiblich."

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FIS-Präsident Kasper eröffnet WM

Gian Franco Kasper, der Präsident des Internationalen Skiverbandes (FIS), hat am Montag um 19:17 Uhr in Val d'Isère die 40. Alpinen Ski-Weltmeisterschaften eröffnet. «Ich wünsche allen Sportlern, Zuschauern und Offiziellen viel Erfolg und eine außerordentliche WM», sagte der Präsident der FIS.

Kinder, die in ihren Umhängen wie kleine Wichtelmännchen aussahen, hatten zuvor die Flaggen der 73 teilnehmenden Nationen in den Zielraum getragen. Auf Sportler als Fahnenträger war verzichtet worden.

Die Rückkehr alpiner Titelkämpfe an den Olympia-Schauplatz von 1992 wurde vor mehreren tausend Zuschauern mit einer schlichten Zeremonie gefeiert.

Nur wenige Aktive stellten sich anschließend hinter den Nationentafeln aus, darunter die Österreicherinnen Michaela Kirchgasser und Nicole Schmidhofer, von den Schweizern wurden nur Carlo Janka und Didier Cuche gesichtet. Zahlenmäßig am stärksten vertreten waren Deutschland und Frankreich. Die bereits angereiste deutsche Delegation um Maria Riesch und Stephan Keppler war in fast voller Mannschaftsstärke dabei. Die erste von elf Entscheidungen fällt am Dienstag im Super-G der Damen (13:00 Uhr).

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Fünf Medaillengewinner müssen passen

Fünf Medaillengewinner der letzten Titelkämpfe werden in Val d'Isere nicht wieder um die Siege mitkämpfen können. Mit Marlies Schild und Nicole Hosp fehlen den Österreichern gleich zwei absolute Asse, die zusammen schon sieben WM-Medaillen gewinnen konnten.

Zwei der Aushängeschilder im Herren-Slalom sind ebenfalls diesmal zur Rolle von Zaungästen verurteilt: Kalle Palander kann zehn Jahre nach seinem WM-Sieg nicht mit um die Medaillen carven. Seit fast zwölf Monaten plagt er sich mit den Folgen zweier Operationen am Schienbein. Dann möchte auch Rainer Schönfelder wieder für Aufsehen sorgen. Der Österreicher hatte selbst seine Saison vorzeitig für beendet erklärt und eine "Pause von unbestimmter Dauer" verkündet, nachdem ihm in den ersten Rennen körperliche Probleme schwer zu schaffen gemacht hatten.

Wie unwichtig die Jagd nach Bestzeiten und Podiumsplätzen angesichts des Kampfes um Leben und Tod ist, ruft der Fall Daniel Albrecht in Erinnerung. Nach seinem schweren Sturz in Kitzbühel liegt der Schweizer noch immer im künstlichen Koma, auch wenn seine Genesung erste Fortschritte macht. Wer immer sein Nachfolger als Kombinations-Weltmeister wird, er dürfte auf dem Podium in Gedanken auch bei seinem Vorgänger sein.

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WM 2011 Splitter und Vaterfreuden

Sonntagskind Pranger erhielt in Garmisch einen Anruf aus der Innsbrucker Klinik und kam gerade noch zurecht, um glücklicher Augenzeuge bei der Geburt seines Sohnes zu sein. Das Sonntagskind, es wird Mario heißen, war dem Geburtstermin um fünf Tage zuvorgekommen.

Gleichgültig, ob der erste WM-Herren-Bewerb am Mittwoch durchgeführt werden kann oder nicht – das österreichische Quartett für den Super-G steht mit Hermann Maier, Klaus Kröll, Michael Walchhofer und Benjamin Raich fest.

Nachdem Maier vor drei Wochen das WM-Training in Hinterglemm wegen Schmerzen im Rücken- und Bandscheibenbereich abgebrochen hatte, musste er unmittelbar vor der Abreise nach Val d’Isère wieder passen. Maier hatte aus Garmisch neben einer Trainingsbestzeit auch eine Verkühlung mitgebracht.

Slalom-Artist Reinfried Herbst kämpft zum Beginn der Ski-WM in Val d Isere mit leichten Problemen. "Ich spüre die Hüfte, auch die Füße sind müde. Ich will jetzt bis Freitag keinen Ski sehen, dann werde ich meinen Körper wieder Richtung WM hochfahren", meinte Herbst nach seinem dritten Rang am Sonntag in Garmisch-Partenkirchen. Bis zum WM-Slalom am 15. Februar bleibt dem 30-Jährigen, der mit dem bisherigen Saisonverlauf hoch zufrieden ist, noch Zeit sich zu erholen. Nach dem Rennen in Garmisch verriet Herbst nämlich, dass es ein ganz spezielles Erfolgsgeheimnis gibt, stellte jedoch klar, dass dieses eben sein Geheminis bleiben soll. "Ich habe über viele Jahre Erfahrungswerte gesammelt, warum ich mir im Jänner oft schwergetan habe. Was ich beobachtet und verändert habe, will ich aber keinesfalls preisgeben, weil ich davon extrem profitiert habe. Mein Plan ist voll aufgegangen", berichtete der Salzburger.

Nach acht Jahren (47 Einzelrennen bei Großveranstaltungen ) ohne Einzelmedaille - die letzte sicherte sich Martina Ertl-Renz bei Olympia in Salt Lake City mit Platz drei in der Kombination - sehnt sich der DSV nach einem Erfolg. Neben Riesch und Neureuther kämpfen Gina Stechert (Oberstdorf), Susanne Riesch (Partenkirchen), Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) und Viktoria Rebensburg (Kreuth), die die WM-Norm erfüllt haben, sowie Fanny Chmelar (Partenkirchen) um gute Platzierungen. Für die Herren gehen noch Andreas und Peter Strodl (beide Partenkirchen), Stephan Keppler (Ebingen), Stefan Kogler (Schliersee) an den Start. Die lieferten zwar nicht die notwendigen Ergebnisse, sicherten sich das WM-Ticket aber ebenso wie Chmelar mit Achtungserfolgen.

Sportdirektor Wolfgang Maier will die Vorgabe des Verbandes erfüllen: "Das heißt, dass wir mit einem Edelmetall nach Hause kommen. Anhand der Ergebnisse können wir eigentlich nur bei den Frauen eine Medaille holen." In erster Linie denkt er dabei an Maria Riesch, räumt aber auch Neureuther Chancen ein. "Es ist ja nicht so, dass er nicht Skifahren kann", erklärte Maier, nachdem Neureuther mit einer Ausfall-Serie in diesem Winter mit nicht all zu viel Selbstvertrauen in Val d'Isère an den Start gehen wird.

"Wenn das Wetter schlecht ist, war es das Organisationskomitee, und wenn es gut ist, lag es am FIS-Präsidenten. Diese alte Regel lässt mich immer noch ruhig schlafen." (FIS-Präsident Gian-Franco Kasper zu den Wetteraussichten in Val d'Isère)

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