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Bode Miller
Kombinations-Weltmeister 2003 !

Kombinations-Weltmeister 2003 |

BODE MILLER |
Der US-Amerikaner
Bode Miller sicherte sich den Weltmeistertitel in der Kombination
vor den Norwegern Lasse Kjus (Rückstand 7/100) und Kjetil Andre
Aamodt (Rückstand 13/100). Pechvögel des Tages waren der
Österreicher Benjamin Raich, der schon nach einigen Toren im
entscheidenden Slalomdurchgang seine Medaillenträume, nach einem
Torfehler begraben musste und der Franzose Pierrick Bourgeat der die
Bronzemedaille um 5/100 Sekunden verfehlte. Auf den Rängen 5 bis 10
folgten: Silvan Zurbriggen (SUI), M. Larsson (SWE), Didier Defago
(SUI), Giorgio Rocca (ITA), G. Llorach (FRA) und Rainer Schönfelder
(AUT).

Lasse Kjus |

Kjetil Andre
Aamodt |

Pierrick
Bourgeat |

Silvan
Zurbriggen |

| Rang |
Name |
Zeit |
| 1 |
Bode
Miller (USA) |
3:18,41 |
| 2 |
Lasse
Kjus (NOR) |
3:18,48 |
| 3 |
Kjetil
Andre Aamodt (NOR) |
3:18,54 |
| 4 |
Pierrick
Bourgeat (FRA) |
3:18,59 |
| 5 |
Silvan
Zurbriggen (SUI) |
3:18,97 |
| 6 |
M.
Larsson (SWE) |
3:19,82 |
| 7 |
Didier
Defago (SUI) |
3:19,99 |
| 8 |
Giorgio
Rocca (ITA) |
3:20,10 |
| 9 |
G.
Llorach (FRA) |
3:20,75 |
| 10 |
Rainer
Schönfelder (AUT) |
3:21,30 |
| 11 |
Peter
Fill (ITA) |
3:21,39 |
| 12 |
A.
Gorza (SLO) |
3:21,74 |
| 13 |
M.
Dragsic (SLO) |
3:22,04 |
| 14 |
Bruno
Kernen (SUI) |
3:22,68 |
| 15 |
A.
Jerman (SLO) |
3:22,83 |
| 16 |
O.
Bank (CZE) |
3:23,31 |
| 17 |
Erik
Guay (CAN) |
3:23,45 |
| 18 |
Michael
Gufler (ITA) |
3:23,67 |
| 19 |
B.
Solbakken (NOR) |
3:24,74 |
| 20 |
S.
Hayer (CZE) |
3:25,13 |
| 21 |
Jeff
Hume (CAN) |
3:26,66 |
| 22 |
P.
Zahrobsky (CZE) |
3:26,71 |
| 23 |
D.
Ulianov (RUS) |
3:27,31 |
| 24 |
F.
Mickel (GBR) |
3:28,02 |
| 25 |
M.
Berthod (SUI) |
3:28,03 |
| 26 |
S.
Georgiev (BUL) |
3:29,88 |
| 27 |
S.
Komarov (RUS) |
3:30,00 |
| 28 |
I.
Grebentscharski (BUL) |
3:31,24 |
| 29 |
P.
Lubellan (SVK) |
3:32,23 |
| 30 |
I.
Heimschild (SVK) |
3:32,87 |
| 31 |
N.
Skriabin (UKR) |
3:34,06 |
| 32 |
J.
Schreurs (BEL) |
3:34,11 |
| 33 |
Mario
Matt (AUT) |
DNF |
| 34 |
Truls
Ove Karlsen (NOR) |
DNF |
| 35 |
Michael
Walchhofer (AUT) |
DNF |
| 36 |
Benjamin
Raich (AUT) |
DNF |
| 37 |
B.
Zakouril (CZE) |
DNF |
| 38 |
J.
Van Den Bogaert (BEL) |
DNF |
|
Bode Miller
besteht den "Elchtest": Kombi-Gold vor Kjus und Aamodt
Silvan Zurbriggen (5.) fehlten 56/100 zur Sensation
In der
spannendsten und knappsten WM-Kombination aller Zeiten schnappte
Bode Miller den beiden Norwegern Lasse Kjus und Kjetil André Aamodt
den Titel weg. Silvan Zurbriggen (5.) kokettierte mit einer Medaille
und verpasste Gold nur um 56/100.
Nach drei zweiten
Rängen an den Olympischen Spielen in Salt Lake City sowie am
Sonntag im WM-Super-G errang Bode Miller seinen ersten Titel. Trotz
einer missglückten Abfahrt, in der er nur 17. wurde und 2,95
Sekunden auf den überraschenden Abfahrtssieger Lasse Kjus verlor,
preschte der Amerikaner mit zwei starken Slalom-Läufen an die
Spitze vor und übertraf Kjus um 0,07 und Aamodt (3. in der Abfahrt)
um 0,13 Sekunden.
Starkes
Lebenszeichen des Nachwuchses
Selbst Pierrick
Bourgeat als Vierter verlor nur 18 Hundertstel und Zurbriggen 56
Hundertstel - eine so enge Entscheidung auf so hohem Niveau hat es
an einer WM noch nie gegeben. Mitten in diesem hochklassigen Feld
der Top-Allrounder mixte der 21-jährige Walliser mit, als ob er
schon seit Jahr und Tag mit diesen Cracks um die Wette fahren
würde. "Deshalb", so Zurbriggen, "freue ich mich
über meinen 5. Platz und denke nicht an eine verpasste
Medaille."
Mit Marc Berthod,
dem 19-jährigen WM-Schnupperlehrling, wuchs ein anderer
Nachwuchsmann über sich hinaus. Als 20. der Abfahrt stiess er mit
einem phantastischen ersten Slalom-Lauf auf den 10. Platz vor,
verpasste dann aber ein Tor, stieg zurück und verlor rund Sekunden.
"Ich wollte einfach nochmals das Maximum geben", meinte
der Sohn des WM-Rennleiters Martin Berthod.
Dieses starke
Lebenszeichen des Swiss-Ski-Nachwuchses beflügelte die beiden
Abfahrer Didier Défago und Bruno Kernen, die nach respektablen
Slalom-Vorstellungen die Plätze 7 und 14 belegten. "Ich bin im
Slalom sogar besser gefahren als in der Abfahrt", bemerkte
Défago, der in der Abfahrt (7.) über zwei Sekunden verloren hatte.
Ex-Trainer Huber
wollte Zurbriggen Abfahrt verbieten
Silvan Zurbriggen,
der seit seinem 2. Platz an der Junioren-WM vor zwei Jahren keine
Abfahrt mehr bestritten hat, gilt als Hoffnung für die Zukunft und
bestätigte sich nun sogar als Versprechen für die Gegenwart. Die
Basis für seinen Exploit legte er in der Abfahrt, in der er sich
als Achter (mit bester Zwischenzeit nach dem Gleiter-Abschnitt)
mitten unter den Spezialisten klassierte. Auf Kjus verlor er 2,31
Sekunden, auf Aamodt lediglich neun Hundertstel und auf den
Spezialisten Kernen sogar nur eine halbe Sekunde.
Dabei wollte
Slalomtrainer Huber, der seit dem Eklat von Wengen nur noch
Ex-Trainer ist, Zurbriggen gar nicht auf die Abfahrt lassen.
Cheftrainer Karl Frehsner setzte sich durch und machte den Weg frei
für den zweiten Schweizer WM-Exploit nach Ambrosi Hoffmann (4.).
Zurbriggen wird nun wie Berthod Anfang nächste Woche zwei
Europacuprennen fahren und dann für den Slalom nach St. Moritz
zurückkehren, in dem ihm ebenfalls einiges zuzutrauen ist. Im
Europacup wird Berthod gegen Marc Gini und Daniel Albrecht, zwei
weitere 19-jährige "Abruf"-Kandiaten, um den dritten und
vierten Startplatz buhlen.
Bode Miller -
flankiert von Superstars
Bode Miller,
selbst auf dem Weg zu einem Superstar, genoss den ersten Titel und
freute sich, zusammen mit "den besten Skifahrern der letzten
zehn Jahre" (so Miller) auf dem Podest stehen zu dürfen:
"In der Abfahrt durfte ich neben Eberharter und Maier stehen,
jetzt neben Aamodt und Kjus - ob ich da Erster, Zweiter oder Dritter
bin, spielt keine grosse Rolle. Doch ist es natürlich schön, auf
der 'richtigen Seite' der paar Hundertstel zu stehen.
Aamodt und Kjus
trauerten den verpassten Hundertstel nicht nach. Beide holten ihre
elfte WM-Medaille und schlossen damit in der "ewigen
Bilanz" zu Marc Girardelli auf. Während von Aamodt, dem
Weltmeister von 1997, 1999 und 2001, ein solches Ergebnis erwartet
worden war, bildete die Silbermedaille von Kjus (und vor allem die
grossartige Abfahrt mit über einer Sekunde Vorprung) eine gewaltige
Überraschung. "Auch für mich", bekannte Kjus",
"in Wengen hatte ich ja noch rund zehn Sekunden auf Kjetil
verloren." Sein Geheimnis: Er hat wieder seine alten Schuhe
hervorgekramt und ist damit auf Anhieb gleich um Sekunden schneller
geworden.
Gold für Bode
Miller - WM-Debütant Silvan Zurbriggen Fünfter
Dem Schweizer
WM-Debütanten Silvan Zurbriggen fehlte nur wenig zu einer Medaille:
Als Fünfter verpasste der 21-jährige Walliser Bronze nur um 46
Hundertstel. Der Titel ging an Bode Miller (USA), der knapp vor den
Norwegern Kjus und Aamodt gewann.
Zurbriggen
überraschte insbesondere in der Abfahrt. Der Junioren-WM-Zweite von
2001 war in den letzten beiden Jahren in dieser Disziplinen fast
zwei Jahre nicht mehr angetreten, doch in St. Moritz erreichte er
den guten 8. Zwischenrang, der ihn in den Bereich der Medaillen
brachte. Es reichte am Ende nicht ganz, doch Zurbriggen stellte
seine Qualitäten trotzdem eindrücklich unter Beweis. Auf den neuen
Kombi-Weltmeister büsste Zurbriggen nur gerade 56 Hundertstel ein.
Aufgewertet wird seine Leistung durch die Tatsache, dass nur wenige
der grossen Favoriten ausfielen. "Ich bin nicht weit hinter den
Grossen zurück. Deshalb darf ich gewiss zufrieden sein",
meinte Zurbrigen hinterher.
Eine gute Leistung
bot auch Didier Défago, der als Siebenter 1,58 Sekunden auf Bode
Miller einbüsste. Bruno Kernen beendete die Prüfung auf Platz 14.
Der erst 19-jährige St. Moritzer Marc Berthod, der sich dank einer
bemerkenswerten Leistung im ersten Slalomlauf auf den 10.
Zwischenrang vorgearbeitet hatte, beging danach aber einen schweren
Fehler und wurde 25.
Viel knapper
hätte die Entscheidung um Gold nicht mehr vonstatten gehen können.
Bode Miller errang seinen ersten grosen Titel mit lediglich 7
Hundertstel Reserve auf Lasse Kjus und 0,13 vor Kjetil André
Aamodt. Da zeigte selbst der ansonsten so coole Miller Emotionen.
"Ich dachte nach der Abfahrt nicht, dass ich noch gewinnen
könnte", erklärte der Mann aus New Hampshire. Dort hatte er
als 17. fast drei Sekunden auf Kjus eingebüsst. Doch es sollte
reichen und so gewann Miller erstmals Gold. Silber hatte er letzten
Winter an den Olympischen Spielen im Riesenslalom und in der
Kombination gewonnen, Silber errang er auch am vergangenen Samstag
im Super-G von St. Moritz.
Die beiden
Norweger durften sich damit trösten, gemeinsam den Rekord von Marc
Girardelli eingestellt zu haben. Sowohl Kjus als auch Aamodt
eroberten sich ihre 11. WM-Medaille. Das hatte zuvor nur der
Luxemburger geschafft. Das ganz grosse Ziel ging für Aamodt jedoch
nicht in Erfüllung. Mit einem Sieg hätte er zum vierten Mal in
Serie Kombinations-Weltmeister werden können. Ohne Medaille blieben
dafür erstmals an dieser WM die Österreicher. Benjamin Raich hatte
sich zwar vor dem entscheidenden zweiten Slalom-Lauf auf Platz 2
befunden, doch dann schied er wie zuvor Teamkollege Michael
Walchhofer aus.
Kjus führt nach
1. Kombinationsslalom -
aber der Vorsprung schmilzt !

Lasse Kjus |

Benjamin Raich |
Der Norweger Lasse
Kjus führt auch nach dem 1. Lauf im Kombinationsslalom in St.
Moritz. Dicht dahinter folgen aber die Medaillenjäger Benjamin
Raich (AUT - 2. / Rückstand 0,85 Sek.), Kjetil-Andre Aamodt (NOR -
3. / Rückstand 0,88 Sek.), Bode Miller (USA - 4. / Rückstand 1,35
Sek.) und Pierrick Bourgeat (FRA - 5. / Rückstand 1,48 Sek.). Auf
den Rängen 6 bis 10 folgen: Silvan Zurbriggen (SUI - 1,63 ),
Michael Walchhofer (AUT - 1,67), Didier Defago (SUI - 2,26), G.
Llorach (FRAU -2,53), Marc Berthod (SUI - 2,86).

| Rang |
Name |
Zeit |
| 1 |
Lasse
Kjus (NOR) |
2:31,68 |
| 2 |
Benjamin
Raich (AUT) |
2:32,53 |
| 3 |
Kjetil-Andre
Aamodt (NOR) |
2:32,56 |
| 4 |
Bode
Miller (USA) |
2:33,03 |
| 5 |
Pierrick
Bourgeat (FRA) |
2:33,16 |
| 6 |
Silvan
Zurbriggen (SUI) |
2:33,31 |
| 7 |
Michael
Walchhofer (AUT) |
2:33,35 |
| 8 |
Didier
Defago (SUI) |
2:33,94 |
| 9 |
G.
Llorach (FRA) |
2:34,21 |
| 10 |
Marc
Berthod (SUI) |
2:34,54 |
| 11 |
Giorgio
Rocca (ITA) |
2:34,58 |
| 12 |
Andrej
Jerman (SLO) |
2:34,58 |
| 13 |
Bruno
Kernen (SUI) |
2:34,97 |
| 14 |
M.
Larsson (SWE) |
2:35,07 |
| 15 |
Erik
Guay (KAN) |
2:35,56 |
| 16 |
Truls
Ove Karlsen (NOR) |
2:35,73 |
| 17 |
A.
Gorza (SLO) |
2:35,76 |
| 18 |
Rainer
Schönfelder (AUT) |
2:35,84 |
| 19 |
Peter
Fill (ITA) |
2:35,90 |
| 20 |
B.
Solbakken (NOR) |
2:36,45 |
| 21 |
Michael
Gufler (ITA) |
2:36,45 |
| 22 |
Jeff
Hume (CAN) |
2:36,51 |
| 23 |
M.
Dragsic (SLO) |
2:36,57 |
| 24 |
O.
Bank (CZE) |
2:37,38 |
| 25 |
Mario
Matt (AUT) |
2:38,05 |
| 26 |
F.
Mickel (GBR) |
2:38,06 |
| 27 |
S.
Hayer (CZE) |
2:38,89 |
| 28 |
P.
Zahrobsky (CZE) |
2:38,89 |
| 29 |
D.
Ulianov (RUS) |
2:40,65 |
| 30 |
S.
Komarov (RUS) |
2:40,96 |
| 31 |
B.
Zakouril (CZE) |
2:40,99 |
| 32 |
I.
Grebentscharski (BUL) |
2:42,15 |
| 33 |
P.
Lubellan (SVK) |
2:42,55 |
| 34 |
S.
Georgiev (BUL) |
2:42,74 |
| 35 |
Johan
Schreurs (BEL) |
2:42,98 |
| 36 |
I.
Heimschild (SVK) |
2:43,22 |
| 37 |
Nikolais
Skirabin (UKR) |
2:44,58 |
| 38 |
J.
Van den Bogaert (BEL) |
2:46,11 |
| 39 |
Akira
Sasaki (JPN) |
DNF |
| 40 |
Johan
Brolenius (SWE) |
DNF |
| 41 |
J.
Moulder-Brown (GBR) |
DNF |
| 42 |
C.
Branch (AUS) |
DNF |
|
Kjus führt nach
Kombinationsabfahrt !

Der Norweger Lasse
KJUS führt nach der Abfahrt der Herren in der Kombinations
Weltmeisterschaft 2003. Auf dem zweiten Rang folgt der Slowene
Andrej JERMAN vor dem Topfavoriten Kjetil Andre AAMODT. Auf den
Rängen 4 bis 10 folgten Bruno KERNEN (SUI), Finlay MICKEL (GBR),
Michael WALCHHOFER (AUT), Didier DEFAGO (SUI), Silvan ZURBRIGGEN
(SUI), Benjamin RAICH (AUT) und Vincent LAVOIE (FRA).
Mit seiner Abfahrtsleistung liegt der Olympiasieger 2002 und
amtierende Weltmeister von 2001, Kjetil-Andre Aamodt klar auf
Goldkurs. Seine größten Widersacher im Kampf um den WM-Titel sind
Benjamin Raich aus Österreich und der Amerikaner Bode Miller der
sich nach der Abfahrt mit Rang 17 begnügen musste.
Silvan Zurbriggen
nach der Kombi-Abfahrt mit Medaillenchancen

Der Norweger Lasse
Kjus, der im bisherigen Winter überhaupt nicht auf Touren gekommen
ist, scheint just auf die WM in St. Moritz wieder da zu sein: Kjus
legte in der Kombinations-Abfahrt überlegene Bestzeit vor.
Kjus verwies bei
garstigen Bedingungen den Slowenen Andrej Jerman um 1,22 Sekunden
auf Platz 2. Kjus Landsmann Kjetil André Aamodt, im Vorfeld neben
Bode Miller der meistgenannte Anwärter auf Gold, büsste als
Dritter 1,34 Sekunden ein. Miller dagegen verlor in der Abfahrt
unerwartet viel. 2,95 Sekunden liegt der Amerikaner vor den beiden
Slalom-Durchgängen hinter Kjus zurück.
Bruno Kernen
belegte mit 1,80 Sekunden Rückstand Platz 4, Didier Défago wurde
gut 2,08 Sekunden zurück Siebenter. Die besten Aussichten auf eine
Medaille besitzt von den vier Schweizern aber ganz gewiss der
Walliser Silvan Zurbriggen, der ein gutes Rennen zeigte und mit 2,31
Sekunden Rückstand Achter wurde. Auf den sechstplatzierten
Österreicher Michael Walchhofer, auch er einer der Favoriten,
büsste Zurbriggen lediglich drei Zehntel ein. Und im Slalom scheint
der Österreicher für Zurbriggen nicht unschlagbar. Die
Medaillenchancen des jungen Wallisers sind nach der Abfahrt gewiss
gestiegen.
Zurbriggen durfte
mit seiner Fahrt zufrieden sein. "Bei den letzten beiden
Sprüngen", so der 21-jährige Allrounder, "habe ich
gedacht, dass ich nicht mehr aufhöre zu fliegen. Aber jetzt muss
ich auf dem Boden bleiben. Denn es gibt noch viele andere, die hier
für eine Medaille in Frage kommen.

| Rang |
Name |
Zeit |
| 1 |
Lasse
KJUS (NOR) |
1:49,16 |
| 2 |
Andrej
JERMAN (SLO) |
1:50,38 |
| 3 |
Kjetil
Andre AAMODT (NOR) |
1:50,50 |
| 4 |
Bruno
KERNEN (SUI) |
1:50,96 |
| 5 |
Finlay
MICKEL (GBR) |
1:51,13 |
| 6 |
Michael
WALCHHOFER (AUT) |
1:51,17 |
| 7 |
Didier
DEFAGO (SUI) |
1:51,24 |
| 8 |
Silvan
ZURBRIGGEN (SUI) |
1:51,47 |
| 9 |
Benjamin
RAICH (AUT) |
1:51,51 |
| 10 |
Vincent
LAVOIE (FRA) |
1:51,54 |
| 11 |
Max
RAUFFER (GER) |
1:51,57 |
| 12 |
Gaetan
LLORACH (FRA) |
1:51,61 |
| 13 |
Michael
GUFLER (ITA) |
1:51,62 |
| 14 |
Jeff
HUME (CAN) |
1:51,71 |
| 15 |
Jakub
FIALA (USA) |
1:51,77 |
| 16 |
Erik
GUAY (CAN) |
1:52,05 |
| 17 |
Bode
MILLER (USA) |
1:52,11 |
| 18 |
Pierrick
BOURGEAT (FRA) |
1:52,12 |
| 19 |
Bjarne
SOLBAKKEN (NOR) |
1:52,36 |
| 20 |
Marc
BERTHOD (SUI) |
1:52,85 |
| 21 |
Kristian
GHEDINA (ITA) |
1:52,88 |
| 22 |
Peter
FILL (ITA) |
1:53,00 |
| 23 |
Ales
GORZA (SLO) |
1:53,07 |
| 24 |
Stefan
STANKALLA (GER) |
1:53,30 |
| 25 |
Giorgio
ROCCA (ITA) |
1:53,45 |
| 26 |
Craig
BRANCH (AUS) |
1:53,48 |
| 27 |
Daron
RAHLVES (USA) |
1:53,59 |
| 28 |
Markus
LARSSON (SWE) |
1:54,25 |
| 29 |
Truls
Ove KARLSEN (NOR) |
1:54,33 |
| 30 |
Mitja
DRAGSIC (SLO) |
1:54,48 |
| 31 |
Rainer
SCHOENFELDER (AUT) |
1:54,56 |
| 32 |
Pavel
CHESTAKOV (RUS) |
1:54,78 |
| 33 |
Ondrej
BANK (CZE) |
1:54,81 |
| 34 |
Johan
BROLENIUS (SWE) |
1:54,81 |
| 35 |
Akira
SASAKI (JPN) |
1:54,89 |
| 36 |
Petr
ZAHROBSKY (CZE) |
1:54,92 |
| 37 |
Stanley
HAYER (CZE) |
1:55,27 |
| 38 |
Sergeij
KOMAROV (RUS) |
1:55,87 |
| 39 |
Mario
MATT (AUT) |
1:56,03 |
| 40 |
Johan
SCHREURS (BEL) |
1:56,89 |
| 41 |
Borek
ZAKOURIL (CZE) |
1:56,96 |
| 42 |
Peter
LUBELLAN (SVK) |
1:57,13 |
| 43 |
Dmitrij
ULIANOV (RUS) |
1:57,35 |
| 44 |
Ivan
GREBENTSCHARSKI (BUL) |
1:57,37 |
| 45 |
Ivan
HEIMSCHILD (SVK) |
1:58,02 |
| 46 |
John
MOULDER-BROWN (GBR) |
1:58,08 |
| 47 |
Stefan
GEORGIEV (BUL) |
1:59,06 |
| 48 |
Nikolay
SKRIABIN (UKR) |
1:59,39 |
| 49 |
Jeroen
VAN DEN BOGAERT (BEL) |
2:00,58 |
| 50 |
Primoz
SKERBINEK (SLO) |
DNF |
| 51 |
Aksel
Lund SVINDAL (NOR) |
DNF |
| 52 |
Marco
SULLIVAN (USA) |
DNF |
| 53 |
Alexander
HEATH (RSA) |
DNF |
| 54 |
Jan
HUDEC (CAN) |
DNS |
|
Miller
Bode (USA)
Aamodt Kjetil-Andre (NOR)
Raich
Benjamin (AUT)
Walchhofer Michael (AUT)
Schönfelder Rainer (AUT)
Svindal Aksel Lund (NOR)
Matt
Mario (AUT)
Kjus Lasse (NOR)
Defago Didier (SUI)
Zurbriggen Silvan (SUI)
Jerman Andrej (SLO)
Hoffmann Ambrosi (SUI)
Kernen Bruno (SUI)

| StartNr. |
Name |
Land |
| 1 |
Ondrej
BANK |
CZE |
| 2 |
Marc
BERTHOD |
SUI |
| 3 |
Mario
MATT |
AUT |
| 4 |
Jeff
HUME |
CAN |
| 5 |
Pierrick
BOURGEAT |
FRA |
| 6 |
Pavel
CHESTAKOV |
RUS |
| 7 |
Michael
GUFLER |
ITA |
| 8 |
Gaetan
LLORACH |
FRA |
| 9 |
Jan
HUDEC |
CAN |
| 10 |
Benjamin
RAICH |
AUT |
| 11 |
Vincent
LAVOIE |
CAN |
| 12 |
Primoz
SKERBINEK |
SLO |
| 13 |
Stefan
STANKALLA |
GER |
| 14 |
Aksel
Lund SVINDAL |
NOR |
| 15 |
Finlay
MICKEL |
GBR |
| 16 |
Peter
FILL |
ITA |
| 17 |
Erik
GUAY |
CAN |
| 18 |
Jakub
FIALA |
USA |
| 19 |
Bjarne
SOLBAKKEN |
NOR |
| 20 |
Max
RAUFFER |
GER |
| 21 |
Andrej
JERMAN |
SLO |
| 22 |
Lasse
KJUS |
NOR |
| 23 |
Marco
SULLIVAN |
USA |
| 24 |
Kristian
GHEDINA |
ITA |
| 25 |
Didier
DEFAGO |
SUI |
| 26 |
Bode
MILLER |
USA |
| 27 |
Bruno
KERNEN |
SUI |
| 28 |
Kjetil
Andre AAMODT |
NOR |
| 29 |
Michael
WALCHHOFER |
AUT |
| 30 |
Daron
RAHLVES |
USA |
| 31 |
Rainer
SCHOENFELDER |
AUT |
| 32 |
Craig
BRANCH |
AUS |
| 33 |
Borek
ZAKOURIL |
CZE |
| 34 |
Truls
Ove KARLSEN |
NOR |
| 35 |
Silvan
ZURBRIGGEN |
SUI |
| 36 |
Petr
ZAHROBSKY |
CZE |
| 37 |
Sergeij
KOMAROV |
RUS |
| 38 |
Ales
GORZA |
SLO |
| 39 |
Ivan
HEIMSCHILD |
SVK |
| 40 |
Markus
LARSSON |
SWE |
| 41 |
John
MOULDER-BROWN |
GBR |
| 42 |
Mitja
DRAGSIC |
SLO |
| 43 |
Johan
BROLENIUS |
SWE |
| 44 |
Stanley
HAYER |
CZE |
| 45 |
Stefan
GEORGIEV |
BUL |
| 46 |
Dmitrij
ULIANOV |
RUS |
| 47 |
Ivan
GREBENTSCHARSKI |
BUL |
| 48 |
Nikolay
SKRIABIN |
UKR |
| 49 |
Peter
LUBELLAN |
SVK |
| 50 |
Giorgio
ROCCA |
ITA |
| 51 |
Akira
SASAKI |
JPN |
| 52 |
Jeroen
VAN DEN BOGAERT |
BEL |
| 53 |
Johan
SCHREURS |
BEL |
| 54 |
Alexander
HEATH |
RSA |
|
Kombi der Herren:
Aamodt vs. Miller

Bode Miller (USA) |

Kjetil Andre Aamodt
(NOR) |
Am Donnerstag
steht bei der SKI WM 2003 die dritte Medaillenentscheidung, in der
Kombination der Herren, auf dem Programm. Um 10.00 Uhr gehen die
Herren in der Abfahrt an den Start um sich für den
nachmittäglichen Slalom (13.00 Uhr und 15.00 Uhr) eine gute
Ausgangsposition zusichern. Der Start der Kombinationsabfahrt findet
unter dem "Freien Fall" statt, damit bleibt den
Kombinieren der steilste Starthang der Welt erspart. Als
Topfavoriten gelten Bode Miller (USA) und Kjetil Andre Aamodt (NOR).
Berechtigte Hoffnungen machen sich aber auch Lasse Kjus (NOR) und
der Österreicher Michael Walchhofer, der Gewinner der Kitzbühel
Kombination.
Aamodts Rekord -
oder Bode Miller als Spielverderber?
Wenn alles normal
läuft, sind die Medaillen der alpinen Kombination von heute
Donnerstag vergeben, an Bode Miller, Michael Walchhofer oder einen
Norweger. Kjetil André Aamodt visiert einen weiteren Rekord an: den
vierten WM-Titel in Serie.
Eine Bestmarke hat
Stephan Eberharter im Super-G bereits vorgelegt. Als erster Alpiner
schaffte er es, nach einer Spanne von zwölf Jahren wieder
Weltmeister zu werden. Aamodt, der Slalom- und
Riesenslalom-Weltmeister von 1993, brächte es im Falle eines Sieges
"nur" auf zehn Jahre. Dagegen wäre es seine elfte
WM-Medaille, mit der er Marc Girardelli egalisieren würde, und der
sechste Titel, mit dem er mit Jean-Claude Killy gleichzöge. Einen
Titel mehr besitzt Toni Sailer, aber damals gab es bei Olympischen
Spielen gleichzeitig WM-Medaillen. Das ist seit 1980 nicht mehr der
Fall.
Im letzten Jahr
errang der dreifache Kombi-Weltmeister Aamodt in dieser Disziplin
auch den Olympiasieg in einem denkwürdigen Duell mit Bode Miller.
Aufgrund seiner Verfassung wäre der Amerikaner der logische
Favorit, doch zeigte dieser in Kitzbühel, dass auch er Nerven
besitzt. Wegen zweier grober Fehler vergab der coole Amerikaner den
sicheren Sieg, und da Aamodt ausschied, "erbte" der ewige
Zweite Michael Walchhofer den Sieg. Und Didier Défago kassierte als
unerwarteter Dritter noch 13'500 Franken Preisgeld.
Zurbriggen und
Berthod - wie einst Accola?
Das Beispiel
Défago illustriert, dass in der Kombination vieles möglich ist und
theoretisch sogar Silvan Zurbriggen und Marc Berthod in den
äussersten Kreis der Medaillenanwärter eingereiht werden müssen.
Zumindest gaben die beiden im einzigen Abfahrtstraining am Mittwoch
- 9. und 19. Rang - eine bemerkenswerte Visitenkarte ab. Dabei
gelten beide als Slalom-Spezialisten.
"Sie haben
noch nicht das Potential wie seinerzeit Accola", sagt Karl
Frehsner, der 1988 den Bündner (wie jetzt Berthod) mitgenommen
hatte, ohne dass dieser die Selektionskriterien erfüllt hätte.
Accola dankte das Vertrauen mit einer olympischen Bronzemedaille.
"Realistisch gesehen haben wir keine Medaillenchance",
bemerkt Frehsner, "doch wenn alles zu unseren Gunsten laufen
sollte...".
"Die
Kombination ist alles andere als ein Leckerbissen", sagt der
21-jährige Zurbriggen vor seinem ersten WM-Einsatz, "um vorne
dabei zu sein, braucht man drei optimale Läufe." Zumindest ist
er wie sein noch jüngerer, 19-jähriger Teamkollege und
Zimmerpartner Berthod auf den Geschmack gekommen: "Das macht
Spass, aber an eine Medaille denken - Gott behüte!" Obwohl er
seit zwei Jahren - zwei Bormio-Trainings ausgenommen - nie auf
Abfahrtsski stand, bekam er im Mittwoch-Training Gewähr: seine Ski
laufen. Mit Rainer Schönfelder, Truls Ove Karlsen und Zurbriggen
hat die Firma Fischer drei heisse Eisen aus drei Nationen im Feuer.
Da die Kombination
immer mehr zu einem "Slalom mit Abfahrtsbehinderung"
geworden ist, wie Spötter den Allrounder-Bewerb bezeichnen, haben
sich auch zahlreiche Slalom-Spezialisten gemeldet: Neben
Schönfelder, Karlsen und Zurbriggen sind auch Giorgio Rocca, Mario
Matt, Benjamin Raich auf der Teilnehmerliste. In den letzten Jahren
hats immer mindestens ein Slalomfahrer, so 2001 Mario Matt,
geschafft, aufs Podium zu kommen - warum nicht ein Silvan Zurbriggen
oder Marc Berthod?
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