Bode Miller Kombinations-Weltmeister 2003 !


Kombinations-Weltmeister 2003

BODE MILLER

Der US-Amerikaner Bode Miller sicherte sich den Weltmeistertitel in der Kombination vor den Norwegern Lasse Kjus (Rückstand 7/100) und Kjetil Andre Aamodt (Rückstand 13/100). Pechvögel des Tages waren der Österreicher Benjamin Raich, der schon nach einigen Toren im entscheidenden Slalomdurchgang seine Medaillenträume, nach einem Torfehler begraben musste und der Franzose Pierrick Bourgeat der die Bronzemedaille um 5/100 Sekunden verfehlte. Auf den Rängen 5 bis 10 folgten: Silvan Zurbriggen (SUI), M. Larsson (SWE), Didier Defago (SUI), Giorgio Rocca (ITA), G. Llorach (FRA) und Rainer Schönfelder (AUT).


Lasse Kjus

Kjetil Andre Aamodt

Pierrick Bourgeat

Silvan Zurbriggen

Rang Name Zeit
1 Bode Miller (USA) 3:18,41
2 Lasse Kjus (NOR) 3:18,48
3 Kjetil Andre Aamodt (NOR) 3:18,54
4 Pierrick Bourgeat (FRA) 3:18,59
5 Silvan Zurbriggen (SUI) 3:18,97
6 M. Larsson (SWE) 3:19,82
7 Didier Defago (SUI) 3:19,99
8 Giorgio Rocca (ITA) 3:20,10
9 G. Llorach (FRA) 3:20,75
10 Rainer Schönfelder (AUT) 3:21,30
11 Peter Fill (ITA) 3:21,39
12 A. Gorza (SLO) 3:21,74
13 M. Dragsic (SLO) 3:22,04
14 Bruno Kernen (SUI) 3:22,68
15 A. Jerman (SLO) 3:22,83
16 O. Bank (CZE) 3:23,31
17 Erik Guay (CAN) 3:23,45
18 Michael Gufler (ITA) 3:23,67
19 B. Solbakken (NOR) 3:24,74
20 S. Hayer (CZE) 3:25,13
21 Jeff Hume (CAN) 3:26,66
22 P. Zahrobsky (CZE) 3:26,71
23 D. Ulianov (RUS) 3:27,31
24 F. Mickel (GBR) 3:28,02
25 M. Berthod (SUI) 3:28,03
26 S. Georgiev (BUL) 3:29,88
27 S. Komarov (RUS) 3:30,00
28 I. Grebentscharski (BUL) 3:31,24
29 P. Lubellan (SVK) 3:32,23
30 I. Heimschild (SVK) 3:32,87
31 N. Skriabin (UKR) 3:34,06
32 J. Schreurs (BEL) 3:34,11
33 Mario Matt (AUT) DNF
34 Truls Ove Karlsen (NOR) DNF
35 Michael Walchhofer (AUT) DNF
36 Benjamin Raich (AUT) DNF
37 B. Zakouril (CZE) DNF
38 J. Van Den Bogaert (BEL) DNF

Bode Miller besteht den "Elchtest": Kombi-Gold vor Kjus und Aamodt
Silvan Zurbriggen (5.) fehlten 56/100 zur Sensation

In der spannendsten und knappsten WM-Kombination aller Zeiten schnappte Bode Miller den beiden Norwegern Lasse Kjus und Kjetil André Aamodt den Titel weg. Silvan Zurbriggen (5.) kokettierte mit einer Medaille und verpasste Gold nur um 56/100.

Nach drei zweiten Rängen an den Olympischen Spielen in Salt Lake City sowie am Sonntag im WM-Super-G errang Bode Miller seinen ersten Titel. Trotz einer missglückten Abfahrt, in der er nur 17. wurde und 2,95 Sekunden auf den überraschenden Abfahrtssieger Lasse Kjus verlor, preschte der Amerikaner mit zwei starken Slalom-Läufen an die Spitze vor und übertraf Kjus um 0,07 und Aamodt (3. in der Abfahrt) um 0,13 Sekunden.

Starkes Lebenszeichen des Nachwuchses

Selbst Pierrick Bourgeat als Vierter verlor nur 18 Hundertstel und Zurbriggen 56 Hundertstel - eine so enge Entscheidung auf so hohem Niveau hat es an einer WM noch nie gegeben. Mitten in diesem hochklassigen Feld der Top-Allrounder mixte der 21-jährige Walliser mit, als ob er schon seit Jahr und Tag mit diesen Cracks um die Wette fahren würde. "Deshalb", so Zurbriggen, "freue ich mich über meinen 5. Platz und denke nicht an eine verpasste Medaille."

Mit Marc Berthod, dem 19-jährigen WM-Schnupperlehrling, wuchs ein anderer Nachwuchsmann über sich hinaus. Als 20. der Abfahrt stiess er mit einem phantastischen ersten Slalom-Lauf auf den 10. Platz vor, verpasste dann aber ein Tor, stieg zurück und verlor rund Sekunden. "Ich wollte einfach nochmals das Maximum geben", meinte der Sohn des WM-Rennleiters Martin Berthod.

Dieses starke Lebenszeichen des Swiss-Ski-Nachwuchses beflügelte die beiden Abfahrer Didier Défago und Bruno Kernen, die nach respektablen Slalom-Vorstellungen die Plätze 7 und 14 belegten. "Ich bin im Slalom sogar besser gefahren als in der Abfahrt", bemerkte Défago, der in der Abfahrt (7.) über zwei Sekunden verloren hatte.

Ex-Trainer Huber wollte Zurbriggen Abfahrt verbieten

Silvan Zurbriggen, der seit seinem 2. Platz an der Junioren-WM vor zwei Jahren keine Abfahrt mehr bestritten hat, gilt als Hoffnung für die Zukunft und bestätigte sich nun sogar als Versprechen für die Gegenwart. Die Basis für seinen Exploit legte er in der Abfahrt, in der er sich als Achter (mit bester Zwischenzeit nach dem Gleiter-Abschnitt) mitten unter den Spezialisten klassierte. Auf Kjus verlor er 2,31 Sekunden, auf Aamodt lediglich neun Hundertstel und auf den Spezialisten Kernen sogar nur eine halbe Sekunde.

Dabei wollte Slalomtrainer Huber, der seit dem Eklat von Wengen nur noch Ex-Trainer ist, Zurbriggen gar nicht auf die Abfahrt lassen. Cheftrainer Karl Frehsner setzte sich durch und machte den Weg frei für den zweiten Schweizer WM-Exploit nach Ambrosi Hoffmann (4.). Zurbriggen wird nun wie Berthod Anfang nächste Woche zwei Europacuprennen fahren und dann für den Slalom nach St. Moritz zurückkehren, in dem ihm ebenfalls einiges zuzutrauen ist. Im Europacup wird Berthod gegen Marc Gini und Daniel Albrecht, zwei weitere 19-jährige "Abruf"-Kandiaten, um den dritten und vierten Startplatz buhlen.

Bode Miller - flankiert von Superstars

Bode Miller, selbst auf dem Weg zu einem Superstar, genoss den ersten Titel und freute sich, zusammen mit "den besten Skifahrern der letzten zehn Jahre" (so Miller) auf dem Podest stehen zu dürfen: "In der Abfahrt durfte ich neben Eberharter und Maier stehen, jetzt neben Aamodt und Kjus - ob ich da Erster, Zweiter oder Dritter bin, spielt keine grosse Rolle. Doch ist es natürlich schön, auf der 'richtigen Seite' der paar Hundertstel zu stehen.

Aamodt und Kjus trauerten den verpassten Hundertstel nicht nach. Beide holten ihre elfte WM-Medaille und schlossen damit in der "ewigen Bilanz" zu Marc Girardelli auf. Während von Aamodt, dem Weltmeister von 1997, 1999 und 2001, ein solches Ergebnis erwartet worden war, bildete die Silbermedaille von Kjus (und vor allem die grossartige Abfahrt mit über einer Sekunde Vorprung) eine gewaltige Überraschung. "Auch für mich", bekannte Kjus", "in Wengen hatte ich ja noch rund zehn Sekunden auf Kjetil verloren." Sein Geheimnis: Er hat wieder seine alten Schuhe hervorgekramt und ist damit auf Anhieb gleich um Sekunden schneller geworden.

Gold für Bode Miller - WM-Debütant Silvan Zurbriggen Fünfter

Dem Schweizer WM-Debütanten Silvan Zurbriggen fehlte nur wenig zu einer Medaille: Als Fünfter verpasste der 21-jährige Walliser Bronze nur um 46 Hundertstel. Der Titel ging an Bode Miller (USA), der knapp vor den Norwegern Kjus und Aamodt gewann.

Zurbriggen überraschte insbesondere in der Abfahrt. Der Junioren-WM-Zweite von 2001 war in den letzten beiden Jahren in dieser Disziplinen fast zwei Jahre nicht mehr angetreten, doch in St. Moritz erreichte er den guten 8. Zwischenrang, der ihn in den Bereich der Medaillen brachte. Es reichte am Ende nicht ganz, doch Zurbriggen stellte seine Qualitäten trotzdem eindrücklich unter Beweis. Auf den neuen Kombi-Weltmeister büsste Zurbriggen nur gerade 56 Hundertstel ein. Aufgewertet wird seine Leistung durch die Tatsache, dass nur wenige der grossen Favoriten ausfielen. "Ich bin nicht weit hinter den Grossen zurück. Deshalb darf ich gewiss zufrieden sein", meinte Zurbrigen hinterher.

Eine gute Leistung bot auch Didier Défago, der als Siebenter 1,58 Sekunden auf Bode Miller einbüsste. Bruno Kernen beendete die Prüfung auf Platz 14. Der erst 19-jährige St. Moritzer Marc Berthod, der sich dank einer bemerkenswerten Leistung im ersten Slalomlauf auf den 10. Zwischenrang vorgearbeitet hatte, beging danach aber einen schweren Fehler und wurde 25.

Viel knapper hätte die Entscheidung um Gold nicht mehr vonstatten gehen können. Bode Miller errang seinen ersten grosen Titel mit lediglich 7 Hundertstel Reserve auf Lasse Kjus und 0,13 vor Kjetil André Aamodt. Da zeigte selbst der ansonsten so coole Miller Emotionen. "Ich dachte nach der Abfahrt nicht, dass ich noch gewinnen könnte", erklärte der Mann aus New Hampshire. Dort hatte er als 17. fast drei Sekunden auf Kjus eingebüsst. Doch es sollte reichen und so gewann Miller erstmals Gold. Silber hatte er letzten Winter an den Olympischen Spielen im Riesenslalom und in der Kombination gewonnen, Silber errang er auch am vergangenen Samstag im Super-G von St. Moritz.

Die beiden Norweger durften sich damit trösten, gemeinsam den Rekord von Marc Girardelli eingestellt zu haben. Sowohl Kjus als auch Aamodt eroberten sich ihre 11. WM-Medaille. Das hatte zuvor nur der Luxemburger geschafft. Das ganz grosse Ziel ging für Aamodt jedoch nicht in Erfüllung. Mit einem Sieg hätte er zum vierten Mal in Serie Kombinations-Weltmeister werden können. Ohne Medaille blieben dafür erstmals an dieser WM die Österreicher. Benjamin Raich hatte sich zwar vor dem entscheidenden zweiten Slalom-Lauf auf Platz 2 befunden, doch dann schied er wie zuvor Teamkollege Michael Walchhofer aus.

Kjus führt nach 1. Kombinationsslalom -
aber der Vorsprung schmilzt !


Lasse Kjus

Benjamin Raich

Der Norweger Lasse Kjus führt auch nach dem 1. Lauf im Kombinationsslalom in St. Moritz. Dicht dahinter folgen aber die Medaillenjäger Benjamin Raich (AUT - 2. / Rückstand 0,85 Sek.), Kjetil-Andre Aamodt (NOR - 3. / Rückstand 0,88 Sek.), Bode Miller (USA - 4. / Rückstand 1,35 Sek.) und Pierrick Bourgeat (FRA - 5. / Rückstand 1,48 Sek.). Auf den Rängen 6 bis 10 folgen: Silvan Zurbriggen (SUI - 1,63 ), Michael Walchhofer (AUT - 1,67), Didier Defago (SUI - 2,26), G. Llorach (FRAU -2,53), Marc Berthod (SUI - 2,86).

Rang Name Zeit
1 Lasse Kjus (NOR) 2:31,68
2 Benjamin Raich (AUT) 2:32,53
3 Kjetil-Andre Aamodt (NOR) 2:32,56
4 Bode Miller (USA) 2:33,03
5 Pierrick Bourgeat (FRA) 2:33,16
6 Silvan Zurbriggen (SUI) 2:33,31
7 Michael Walchhofer (AUT) 2:33,35
8 Didier Defago (SUI) 2:33,94
9 G. Llorach (FRA) 2:34,21
10 Marc Berthod (SUI) 2:34,54
11 Giorgio Rocca (ITA) 2:34,58
12 Andrej Jerman (SLO) 2:34,58
13 Bruno Kernen (SUI) 2:34,97
14 M. Larsson (SWE) 2:35,07
15 Erik Guay (KAN) 2:35,56
16 Truls Ove Karlsen (NOR) 2:35,73
17 A. Gorza (SLO) 2:35,76
18 Rainer Schönfelder (AUT) 2:35,84
19 Peter Fill (ITA) 2:35,90
20 B. Solbakken (NOR) 2:36,45
21 Michael Gufler (ITA) 2:36,45
22 Jeff Hume (CAN) 2:36,51
23 M. Dragsic (SLO) 2:36,57
24 O. Bank (CZE) 2:37,38
25 Mario Matt (AUT) 2:38,05
26 F. Mickel (GBR) 2:38,06
27 S. Hayer (CZE) 2:38,89
28 P. Zahrobsky (CZE) 2:38,89
29 D. Ulianov (RUS) 2:40,65
30 S. Komarov (RUS) 2:40,96
31 B. Zakouril (CZE) 2:40,99
32 I. Grebentscharski (BUL) 2:42,15
33 P. Lubellan (SVK) 2:42,55
34 S. Georgiev (BUL) 2:42,74
35 Johan Schreurs (BEL) 2:42,98
36 I. Heimschild (SVK) 2:43,22
37 Nikolais Skirabin (UKR) 2:44,58
38 J. Van den Bogaert (BEL) 2:46,11
39 Akira Sasaki (JPN) DNF
40 Johan Brolenius (SWE) DNF
41 J. Moulder-Brown (GBR) DNF
42 C. Branch (AUS) DNF

Kjus führt nach Kombinationsabfahrt !

Der Norweger Lasse KJUS führt nach der Abfahrt der Herren in der Kombinations Weltmeisterschaft 2003. Auf dem zweiten Rang folgt der Slowene Andrej JERMAN vor dem Topfavoriten Kjetil Andre AAMODT. Auf den Rängen 4 bis 10 folgten Bruno KERNEN (SUI), Finlay MICKEL (GBR), Michael WALCHHOFER (AUT), Didier DEFAGO (SUI), Silvan ZURBRIGGEN (SUI), Benjamin RAICH (AUT) und Vincent LAVOIE (FRA).
Mit seiner Abfahrtsleistung liegt der Olympiasieger 2002 und amtierende Weltmeister von 2001, Kjetil-Andre Aamodt klar auf Goldkurs. Seine größten Widersacher im Kampf um den WM-Titel sind Benjamin Raich aus Österreich und der Amerikaner Bode Miller der sich nach der Abfahrt mit Rang 17 begnügen musste.

Silvan Zurbriggen nach der Kombi-Abfahrt mit Medaillenchancen

Der Norweger Lasse Kjus, der im bisherigen Winter überhaupt nicht auf Touren gekommen ist, scheint just auf die WM in St. Moritz wieder da zu sein: Kjus legte in der Kombinations-Abfahrt überlegene Bestzeit vor.

Kjus verwies bei garstigen Bedingungen den Slowenen Andrej Jerman um 1,22 Sekunden auf Platz 2. Kjus Landsmann Kjetil André Aamodt, im Vorfeld neben Bode Miller der meistgenannte Anwärter auf Gold, büsste als Dritter 1,34 Sekunden ein. Miller dagegen verlor in der Abfahrt unerwartet viel. 2,95 Sekunden liegt der Amerikaner vor den beiden Slalom-Durchgängen hinter Kjus zurück.

Bruno Kernen belegte mit 1,80 Sekunden Rückstand Platz 4, Didier Défago wurde gut 2,08 Sekunden zurück Siebenter. Die besten Aussichten auf eine Medaille besitzt von den vier Schweizern aber ganz gewiss der Walliser Silvan Zurbriggen, der ein gutes Rennen zeigte und mit 2,31 Sekunden Rückstand Achter wurde. Auf den sechstplatzierten Österreicher Michael Walchhofer, auch er einer der Favoriten, büsste Zurbriggen lediglich drei Zehntel ein. Und im Slalom scheint der Österreicher für Zurbriggen nicht unschlagbar. Die Medaillenchancen des jungen Wallisers sind nach der Abfahrt gewiss gestiegen.

Zurbriggen durfte mit seiner Fahrt zufrieden sein. "Bei den letzten beiden Sprüngen", so der 21-jährige Allrounder, "habe ich gedacht, dass ich nicht mehr aufhöre zu fliegen. Aber jetzt muss ich auf dem Boden bleiben. Denn es gibt noch viele andere, die hier für eine Medaille in Frage kommen.

Rang Name Zeit
1 Lasse KJUS (NOR) 1:49,16
2 Andrej JERMAN (SLO) 1:50,38
3 Kjetil Andre AAMODT (NOR) 1:50,50
4 Bruno KERNEN (SUI) 1:50,96
5 Finlay MICKEL (GBR) 1:51,13
6 Michael WALCHHOFER (AUT) 1:51,17
7 Didier DEFAGO (SUI) 1:51,24
8 Silvan ZURBRIGGEN (SUI) 1:51,47
9 Benjamin RAICH (AUT) 1:51,51
10 Vincent LAVOIE (FRA) 1:51,54
11 Max RAUFFER (GER) 1:51,57
12 Gaetan LLORACH (FRA) 1:51,61
13 Michael GUFLER (ITA) 1:51,62
14 Jeff HUME (CAN) 1:51,71
15 Jakub FIALA (USA) 1:51,77
16 Erik GUAY (CAN) 1:52,05
17 Bode MILLER (USA) 1:52,11
18 Pierrick BOURGEAT (FRA) 1:52,12
19 Bjarne SOLBAKKEN (NOR) 1:52,36
20 Marc BERTHOD (SUI) 1:52,85
21 Kristian GHEDINA (ITA) 1:52,88
22 Peter FILL (ITA) 1:53,00
23 Ales GORZA (SLO) 1:53,07
24 Stefan STANKALLA (GER) 1:53,30
25 Giorgio ROCCA (ITA) 1:53,45
26 Craig BRANCH (AUS) 1:53,48
27 Daron RAHLVES (USA) 1:53,59
28 Markus LARSSON (SWE) 1:54,25
29 Truls Ove KARLSEN (NOR) 1:54,33
30 Mitja DRAGSIC (SLO) 1:54,48
31 Rainer SCHOENFELDER (AUT) 1:54,56
32 Pavel CHESTAKOV (RUS) 1:54,78
33 Ondrej BANK (CZE) 1:54,81
34 Johan BROLENIUS (SWE) 1:54,81
35 Akira SASAKI (JPN) 1:54,89
36 Petr ZAHROBSKY (CZE) 1:54,92
37 Stanley HAYER (CZE) 1:55,27
38 Sergeij KOMAROV (RUS) 1:55,87
39 Mario MATT (AUT) 1:56,03
40 Johan SCHREURS (BEL) 1:56,89
41 Borek ZAKOURIL (CZE) 1:56,96
42 Peter LUBELLAN (SVK) 1:57,13
43 Dmitrij ULIANOV (RUS) 1:57,35
44 Ivan GREBENTSCHARSKI (BUL) 1:57,37
45 Ivan HEIMSCHILD (SVK) 1:58,02
46 John MOULDER-BROWN (GBR) 1:58,08
47 Stefan GEORGIEV (BUL) 1:59,06
48 Nikolay SKRIABIN (UKR) 1:59,39
49 Jeroen VAN DEN BOGAERT (BEL) 2:00,58
50 Primoz SKERBINEK (SLO) DNF
51 Aksel Lund SVINDAL (NOR) DNF
52 Marco SULLIVAN (USA) DNF
53 Alexander HEATH (RSA) DNF
54 Jan HUDEC (CAN) DNS

Miller Bode (USA)
Aamodt Kjetil-Andre (NOR)

Raich Benjamin (AUT)
Walchhofer Michael (AUT)
Schönfelder Rainer (AUT)
Svindal Aksel Lund (NOR)

Matt Mario (AUT)
Kjus Lasse (NOR)
Defago Didier (SUI)
Zurbriggen Silvan (SUI)
Jerman Andrej (SLO)
Hoffmann Ambrosi (SUI)
Kernen Bruno (SUI)

StartNr. Name Land
1  Ondrej BANK CZE
2  Marc BERTHOD SUI
3  Mario MATT AUT
4  Jeff HUME CAN
5  Pierrick BOURGEAT FRA
6  Pavel CHESTAKOV RUS
7  Michael GUFLER ITA
8  Gaetan LLORACH FRA
9  Jan HUDEC CAN
10  Benjamin RAICH AUT
11  Vincent LAVOIE CAN
12  Primoz SKERBINEK SLO
13  Stefan STANKALLA GER
14  Aksel Lund SVINDAL NOR
15  Finlay MICKEL GBR
16  Peter FILL ITA
17  Erik GUAY CAN
18  Jakub FIALA USA
19  Bjarne SOLBAKKEN NOR
20  Max RAUFFER GER
21  Andrej JERMAN SLO
22  Lasse KJUS NOR
23  Marco SULLIVAN USA
24  Kristian GHEDINA ITA
25  Didier DEFAGO SUI
26  Bode MILLER USA
27  Bruno KERNEN SUI
28  Kjetil Andre AAMODT NOR
29  Michael WALCHHOFER AUT
30  Daron RAHLVES USA
31  Rainer SCHOENFELDER AUT
32  Craig BRANCH AUS
33  Borek ZAKOURIL CZE
34  Truls Ove KARLSEN NOR
35  Silvan ZURBRIGGEN SUI
36  Petr ZAHROBSKY CZE
37  Sergeij KOMAROV RUS
38  Ales GORZA SLO
39  Ivan HEIMSCHILD SVK
40  Markus LARSSON SWE
41  John MOULDER-BROWN GBR
42  Mitja DRAGSIC SLO
43  Johan BROLENIUS SWE
44  Stanley HAYER CZE
45  Stefan GEORGIEV BUL
46  Dmitrij ULIANOV RUS
47  Ivan GREBENTSCHARSKI BUL
48  Nikolay SKRIABIN UKR
49  Peter LUBELLAN SVK
50  Giorgio ROCCA ITA
51  Akira SASAKI JPN
52  Jeroen VAN DEN BOGAERT BEL
53  Johan SCHREURS BEL
54  Alexander HEATH RSA

Kombi der Herren: Aamodt vs. Miller


Bode Miller (USA)

Kjetil Andre Aamodt (NOR)

Am Donnerstag steht bei der SKI WM 2003 die dritte Medaillenentscheidung, in der Kombination der Herren, auf dem Programm. Um 10.00 Uhr gehen die Herren in der Abfahrt an den Start um sich für den nachmittäglichen Slalom (13.00 Uhr und 15.00 Uhr) eine gute Ausgangsposition zusichern. Der Start der Kombinationsabfahrt findet unter dem "Freien Fall" statt, damit bleibt den Kombinieren der steilste Starthang der Welt erspart. Als Topfavoriten gelten Bode Miller (USA) und Kjetil Andre Aamodt (NOR). Berechtigte Hoffnungen machen sich aber auch Lasse Kjus (NOR) und der Österreicher Michael Walchhofer, der Gewinner der Kitzbühel Kombination.

Aamodts Rekord - oder Bode Miller als Spielverderber?

Wenn alles normal läuft, sind die Medaillen der alpinen Kombination von heute Donnerstag vergeben, an Bode Miller, Michael Walchhofer oder einen Norweger. Kjetil André Aamodt visiert einen weiteren Rekord an: den vierten WM-Titel in Serie.

Eine Bestmarke hat Stephan Eberharter im Super-G bereits vorgelegt. Als erster Alpiner schaffte er es, nach einer Spanne von zwölf Jahren wieder Weltmeister zu werden. Aamodt, der Slalom- und Riesenslalom-Weltmeister von 1993, brächte es im Falle eines Sieges "nur" auf zehn Jahre. Dagegen wäre es seine elfte WM-Medaille, mit der er Marc Girardelli egalisieren würde, und der sechste Titel, mit dem er mit Jean-Claude Killy gleichzöge. Einen Titel mehr besitzt Toni Sailer, aber damals gab es bei Olympischen Spielen gleichzeitig WM-Medaillen. Das ist seit 1980 nicht mehr der Fall.

Im letzten Jahr errang der dreifache Kombi-Weltmeister Aamodt in dieser Disziplin auch den Olympiasieg in einem denkwürdigen Duell mit Bode Miller. Aufgrund seiner Verfassung wäre der Amerikaner der logische Favorit, doch zeigte dieser in Kitzbühel, dass auch er Nerven besitzt. Wegen zweier grober Fehler vergab der coole Amerikaner den sicheren Sieg, und da Aamodt ausschied, "erbte" der ewige Zweite Michael Walchhofer den Sieg. Und Didier Défago kassierte als unerwarteter Dritter noch 13'500 Franken Preisgeld.

Zurbriggen und Berthod - wie einst Accola?

Das Beispiel Défago illustriert, dass in der Kombination vieles möglich ist und theoretisch sogar Silvan Zurbriggen und Marc Berthod in den äussersten Kreis der Medaillenanwärter eingereiht werden müssen. Zumindest gaben die beiden im einzigen Abfahrtstraining am Mittwoch - 9. und 19. Rang - eine bemerkenswerte Visitenkarte ab. Dabei gelten beide als Slalom-Spezialisten.

"Sie haben noch nicht das Potential wie seinerzeit Accola", sagt Karl Frehsner, der 1988 den Bündner (wie jetzt Berthod) mitgenommen hatte, ohne dass dieser die Selektionskriterien erfüllt hätte. Accola dankte das Vertrauen mit einer olympischen Bronzemedaille. "Realistisch gesehen haben wir keine Medaillenchance", bemerkt Frehsner, "doch wenn alles zu unseren Gunsten laufen sollte...".

"Die Kombination ist alles andere als ein Leckerbissen", sagt der 21-jährige Zurbriggen vor seinem ersten WM-Einsatz, "um vorne dabei zu sein, braucht man drei optimale Läufe." Zumindest ist er wie sein noch jüngerer, 19-jähriger Teamkollege und Zimmerpartner Berthod auf den Geschmack gekommen: "Das macht Spass, aber an eine Medaille denken - Gott behüte!" Obwohl er seit zwei Jahren - zwei Bormio-Trainings ausgenommen - nie auf Abfahrtsski stand, bekam er im Mittwoch-Training Gewähr: seine Ski laufen. Mit Rainer Schönfelder, Truls Ove Karlsen und Zurbriggen hat die Firma Fischer drei heisse Eisen aus drei Nationen im Feuer.

Da die Kombination immer mehr zu einem "Slalom mit Abfahrtsbehinderung" geworden ist, wie Spötter den Allrounder-Bewerb bezeichnen, haben sich auch zahlreiche Slalom-Spezialisten gemeldet: Neben Schönfelder, Karlsen und Zurbriggen sind auch Giorgio Rocca, Mario Matt, Benjamin Raich auf der Teilnehmerliste. In den letzten Jahren hats immer mindestens ein Slalomfahrer, so 2001 Mario Matt, geschafft, aufs Podium zu kommen - warum nicht ein Silvan Zurbriggen oder Marc Berthod?

 

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